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5. Der rechtliche Teil - Copyright, Disclaimer, "Online-Recht" und Netikette

Copyright:
Grundsätzlich gilt: Was du selbst verfasst hast, das trägt auch automatisch dein Copyright. Es ist aber vielleicht sinnvoll, eigene Texte (und auch Graphiken) mit einem Extra-Hinweis zu versehen, so wie "© by Name".
Außerdem kann man, um die Copyright-Bestimmungen genauer festzulegen, eine Copyright-Seite auf die eigene Homepage legen (die man dann auch unter einen eigenen Navigationspunkt linken sollte).
Man sollte auf jeden Fall auf das Copyright eingehen, wenn man anderen Leuten die Möglichkeit geben möchte, auf seiner Homepage Texte oder Graphiken zu veröffentlichen. Dann kann man Hinweise anbringen wie "Das Copyright aller Texte liegt bei mir, es sei denn, es ist anderes bei den Texten vermerkt". Auch wenn Du anderer Leute "Schöpfungen" verarbeitest und so ein neues, eigenständiges "Werk", das zum Großteil deiner Arbeit entspringt, entsteht, liegt das Copyright bei dir.

Disclaimer:
Über den Sinn dieser Erfindung kann man sich streiten, die deutsche Justiz zwingt den Webmaster jedoch schon förmlich dazu: Man sollte unbedingt auf seiner Hauptseite/Impressum und auf seiner Linkseite (so vorhanden) einen "Disclaimer" anbringen, in dem man sich von den Links distanziert. Irgendwas à la:
"Ich habe auf verschiedenen Seiten dieser Homepage Links zu anderen Seiten im Internet gelegt. Für all diese Links gilt, dass ich keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe. Deshalb distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf meiner Homepage und mache mir ihre Inhalte nicht zu Eigen!"
Vor allem wenn man ein Gästebuch hat, in dem der Besucher seine Homepage-Adresse eintragen kann und somit gleich gelinkt wird, ist das nötig, da man sonst für kriminelle Seiten, die im Gästebuch ihren Link hinterlassen haben, haftbar gemacht werden könnte.

Online-Recht:
Das Internet ist keineswegs ein rechtsfreier Raum und die deutsche Justiz ist eifrig bemüht, auf es Einfluss zu nehmen, allerdings existiert oft kein genaues oder aktuelles anwendbares Recht und das bringt in vielen Fällen Unsicherheit auch bei Richtern mit sich.
Diese Tatsache ausnutzend, treiben schon seit einiger Zeit einige "Rechtsverdreher" im Netz ihr Unwesen und überhäufen unbedarfte Webmaster mit Klagen und Anwaltsschreiben und horrenden Forderungen.
Vor allem bei derlei Anwaltsschreiben sollte man sich gut informieren - oft nutzt der Anwalt nur die Unwissenheit der Webmaster aus, um unbegründete Summen zu fordern. Hilfe kann man dann bei Organisationen im Netz bekommen, wie zum Beispiel bei freedom for links, die sich mit der Rechtslage von Links und Warenzeichen auseinandersetzen.
Uninformiert einfach das Geld zu zahlen kann oft das finanzielle Aus für ein Internet-Projekt bedeuten, also lieber schauen, ob nicht jemand in der gleichen Situation ist!

Netikette:
Natürlich gibt es auch im Netz ungeschriebene Verhaltensregeln, welche im Alltag viel wichtiger sind als das justizielle Recht. Freundlichkeit und Höflichkeit sind nicht nur im "Real Life" angebracht. Außerdem gehört es zum guten Ton, auf seiner Homepage nicht reißerisch irgendwelche tollen und kostenlosen Inhalte anzupreisen. Wenn man gute und kostenlose Dinge anzubieten hat, dann kann man das auch seriös tun. Beschreibungen wie "die beste Homepage im Internet" kann man sich gleich schenken...
In Fantasy-Kreisen "sehr beliebt" sind Galerien mit Fantasy-Bildern ohne Angabe des Copyrights oder des Künstlers - das halte ich ebenfalls für etwas zweifelhaft...
Und schließlich sollte man sich die Zeit nehmen, um auf möglichst viele E-Mails, die man zu seiner Seite bekommt, einzugehen. Natürlich nur auf solche von Privatleuten, Werbe"müll", den man von Suchmaschinenbetreibern, E-Commerce-Läden und ähnlichen bekommt, muss man natürlich nicht beantworten.