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Hans

Scriptschmierer

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1

Saturday, August 14th 2010, 8:31pm

[Kanturia] Märchen vom bösen Zauberer und dessen untreuem Weib.

Hier ein Märchen aus Kanturia. Wie auch schon beim allgemeinen Kanturia Thread gilt: Feminismus bitte an der Garderobe abgeben. Sie erhalten ihn beim Verlassen zurück.
(Maskulinismus übrigens auch.)

Zu unterschiedlichen Anlässen wird es unterschiedlich erzählt, um verschiedene Auslegungen zu ermöglichen. Der Stil ist mit Absicht märchenhaft knapp, nicht kurzgeschichtenhaft ausgeführt.

http://5sl.org/~bretscher/betrogenerZauberer.pdf

Ich habe mich dabei sehr stark von einem indischen Märchen namens "Von einem Brahmanen, der auszog das Lieben zu lernen" inspirieren lassen. Eine Zusammenfassung des Originals kommt auf Wunsch vielleicht später. (Falls es nicht eh schon jeder kennt.)
Hans: Morgn.
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Alkone

Wollrattenjäger

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2

Saturday, August 14th 2010, 9:15pm

Ich habe mich dabei sehr stark von einem indischen Märchen namens "Von einem Brahmanen, der auszog das Lieben zu lernen" inspirieren lassen. Eine Zusammenfassung des Originals kommt auf Wunsch vielleicht später. (Falls es nicht eh schon jeder kennt.)
Ist damit "Sidharta" gemeint?
Merlin: Vor dem Herrn der Ringe waren Elfen diese kleinen flatterigen Miststücke.

Wollratten!!!

Meine Welt: http://riseofwar.webs.com/
Aktuelles Projekt: Ein Roman über die Anubier

Hans

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3

Sunday, August 15th 2010, 12:18pm

Ist damit "Sidharta" gemeint?

Nein. Einfach nur ein Märchen mit genanntem Titel. Aus dem Bahār-i-Dānish.
Hans: Morgn.
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Leyja

Ringmitglied

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4

Sunday, August 15th 2010, 1:44pm

Eine hübsche Geschichte. Auch dieser typische Märchenstil ist dir gut gelungen. Auch wenn ich sagen muss, dass das Ende schon irgendwie "krass" war, Treue durch Erpressung zu bekommen. Wirklich viel Liebe ist da ja scheinbar nicht mit ihm Spiel gewesen, zumindest hat es auf mich den Eindruck gemacht, als wenn es dem Mann bloß um seine Ehre geht.

Mich würd mal interessieren, wie die Abweichungen zu unterschiedlichen Anlässen so aussehen?

Hans

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5

Sunday, August 15th 2010, 9:33pm

Auch wenn ich sagen muss, dass das Ende schon irgendwie "krass" war, Treue durch Erpressung zu bekommen.

Stimmt.

Quoted

Wirklich viel Liebe ist da ja scheinbar nicht mit ihm Spiel gewesen, zumindest hat es auf mich den Eindruck gemacht, als wenn es dem Mann bloß um seine Ehre geht.

Stimmt. Er hat ja auch seine Frau vorher nie so richtig kennengelernt. Im großen und ganzen wusste er, wie sie aussieht. Und eine Frau, die so aussieht hat er am Ende ja auch.

Quoted

Mich würd mal interessieren, wie die Abweichungen zu unterschiedlichen Anlässen so aussehen?

Nun, vom Erzähler hier etwas gekürzt, dort ausgebreitet oder ergänzt und mit Anekdoten aus dem Leben des Jubilars verwoben. Interpretationen die mir so spontan einfielen sind z.B.:
- Magier sind böse.
- Die untreue Ehefrau wird bestraft.
- Männer fallen immer wieder auf Frauenlisten rein. (Dies war auch die Intention der Vorlage.)
Hans: Morgn.
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6

Wednesday, March 2nd 2011, 10:36pm

So, hab ich jetzt auch mal gelesen. Gefällt mir gut, und die Wendung am Ende ist überraschend. Bei ein paar Formulierungen könntest du noch kürzen, z.B.: "Perjek betrachtete im Mondlicht die Frau, die sich nun zu ihm legte." Das nun brauchst du hier nicht.
" Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.

Finnr

Trainee

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7

Monday, May 7th 2012, 1:48pm

Das Ende ist großartig!
Irgendwie spürte ich während des Lesens wirklich den "Sog" dieser abschließenden Katastrophe (obwohl völlig unverständlich formuliert, hoffe ich, dass zumindest einige wissen, was ich meine) - und trotzdem war ich überrascht und auch etwas schockiert.
Sind die Märchen auf Kanturia generell eine Spur "krasser" als hierzulande, oder kommt mir das gerade nur so vor, weil ich zugegebenermaßen kein Märchenkenner bin?
"In the day of Doom / he shall deathless stand / who death tasted / and dies no more, / the serpent-slayer, / seed of Ódin: / not all shall end, / nor Earth perish."
- J.R.R. Tolkien: Die Legende von Sigurd und Gudrún (Übersetzung des Fáfnismál); Kapitel IX, Vers 80

Herr Littelmann

Intermediate

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8

Monday, May 7th 2012, 1:56pm

Höhö, dann guck dir mal Grimms Märchen an. *Das* nenne ich brutal!

Jäger, die Wölfe aufschneiden, Eltern, die ihre Kinder in den Wald schicken, Kinder, die alte Frauen verbrennen... Mannmannmann! Das Märchen hier ist ja noch relativ harmlos. :lol:
Was uns nicht umbringt, macht uns hart. Was uns umbringt, macht uns tot.
- Terry Pratchett

Finnr

Trainee

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9

Tuesday, May 8th 2012, 2:05pm

Stimmt, jetzt wo du es gerade erwähnst o.O
"In the day of Doom / he shall deathless stand / who death tasted / and dies no more, / the serpent-slayer, / seed of Ódin: / not all shall end, / nor Earth perish."
- J.R.R. Tolkien: Die Legende von Sigurd und Gudrún (Übersetzung des Fáfnismál); Kapitel IX, Vers 80

10

Friday, August 31st 2012, 1:46pm

Hallo Hans

Also das Märchen hatt mir richtig gut gefallen.... Märchen haben ja meist so etwas wie eine Lehre die sie Transportieren ist es hier, dass Frauen generell untreu sind bzw das Mann Frauen nicht trauen soll/kann, oder ist es ehr dieses pass gut auf deine Frau auf und lass dich nicht ver.... ? oder hatt es eine komplett andere Aussage oder vielleicht gar keine und es ist einfach nur ein Märchen und ich interpretiere zu viel ? Oder ist es eine verstecke Kritik an der Zwangsehe oder soll es einfach nur sagen egal ob Mann oder Frau seit euch Treu sonst passiert was schlimmes ?

Außerdem hab ich noch ein paar Fragen zum Märchen selbst:

1. ist die Zwangsehe bzw die Verheiratung durch die Eltern auf Kanturia üblich oder ist das ein Einzelfall oder ein Fall aus vergangener zeit ?

2. es gibt eine Stelle an der die Frau ihren Kopf, beim Liebesspiel mit dem falschen Seher, in Schoß ihres Mannes legt ... also ich finde die Stelle könntest du noch etwas ändern weil ich es etwas komisch finde das der Mann nicht merkt was da passiert :lol: der ist dann wohl auch Taub, Stumm und Blind ? ... also ich meine es ist ja schon dreist genug das es die zwei hinterm Vorhang machen aber das mit dem Kopf im Schoß fand ich ein bischen überspitzt verstehst du ?

3. an der Stelle an der Endrebi und Mirinata den Briefwechsel haben würde mich interessieren wie die beiden sich die Briefe zukommen liesen? Weil er schreibt ja er wäre in seiner Kammer also gab es da einen Boten der das ganze überbracht hatte ? und wusste dieser dann von der Affäre bzw müsste das an der Feier nicht auffallen wenn ständig ein Bote kommt ?
Auch wenn ich sagen muss, dass das Ende schon irgendwie "krass" war, Treue durch Erpressung zu bekommen.
Ich fande das Ende nicht krass sonder sehr stimmig es wahr etwas überraschend aber ich fande es passte gut zur Geschichte... Gehmeine Zungen würden vielleicht sogar sagen es war ein Ende das die Frau und ihr Liebhaber verdient hatten :diablo:

Außerdem wie Herr Littelmann schon sagte :
Höhö, dann guck dir mal Grimms Märchen an. *Das* nenne ich brutal!



Also tolles Märchen gibts noch mehr Märchen auf deiner Welt wenn ja lass und doch Teilhaben

P.S: dein Schreibstill gefällt mir sehr gut also wie du es sprachlich umgesetzt hast.

Hans

Scriptschmierer

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11

Wednesday, January 16th 2013, 9:35pm

Es ist mal an der Zeit, eigene Threads zu entstauben und überfällige Antworten zu geben. (*hüstel*)

Aussage?

Hier ziehe ich mich zurück auf den Standpunkt: Meine Interpretation ist so gut oder schlecht wie jede Andere.

Quoted

1. ist die Zwangsehe bzw die Verheiratung durch die Eltern auf Kanturia üblich oder ist das ein Einzelfall oder ein Fall aus vergangener zeit?

Das ist regional unterschiedlich, jedoch niemand ist entsetzt oder ruft "Freiheitliche Grundrechte" wenn er davon hört. Die Verheiratung von Kindern ist jedoch sehr selten. Das Märchen findet ja auch die Phrase "in jener Zeit" für nötig, also den Zuhörern nicht unbedingt geläufig.

Quoted

2. es gibt eine Stelle an der die Frau ihren Kopf, beim Liebesspiel mit dem falschen Seher, in Schoß ihres Mannes legt ... also ich finde die Stelle könntest du noch etwas ändern weil ich es etwas komisch finde das der Mann nicht merkt was da passiert :lol: der ist dann wohl auch Taub, Stumm und Blind ? ... also ich meine es ist ja schon dreist genug das es die zwei hinterm Vorhang machen aber das mit dem Kopf im Schoß fand ich ein bischen überspitzt verstehst du ?

Du solltest mal die indischen Märchen sehen, welche ich mir als Vorbild nahm ...

Quoted

3. an der Stelle an der Endrebi und Mirinata den Briefwechsel haben würde mich interessieren wie die beiden sich die Briefe zukommen liesen? Weil er schreibt ja er wäre in seiner Kammer also gab es da einen Boten der das ganze überbracht hatte ? und wusste dieser dann von der Affäre bzw müsste das an der Feier nicht auffallen wenn ständig ein Bote kommt ?

Der Bote kann durch den Dienstboteneingang kommen, ein alter Freund der Frau sein, die Frau des Hauses hat ja ständig irgendwelche Erledigungen zu verrichten, etc. Da finden sich Mittel und Wege.

Quoted

P.S: dein Schreibstill gefällt mir sehr gut also wie du es sprachlich umgesetzt hast.

Danke.
Hans: Morgn.
Ehana: I'll kick your balls!

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