[Damokles-Sternenring] Vorstellung

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    • Zum Thema Sternen und deren Ausdehnung habe ich mal einen Denkanstoß - gerade weil ich des Öfteren und an anderen Stellen gerade hierüber haarsträubende Diskussionen erlebt habe und immer wieder - auch an namenhaften Stellen - erschreckend Denkfehler gefunden habe.

      Nach dem üblichen Verständnis eines Sternenreichs ist dies ein geschlossener Raum, der der Herrschaft einer einzelnen Fraktion unterliegt - SOI Sphere of Influence. In der täglichen Praxis geht man davon aus, daß diese dann Grenzen besitzen, die sich mit denen anderer Reiche schneiden und eine Übertretung dieser Grenze als Verletzung der Hoheitsrechte interpretiert wird.
      Das kennen wir von geographischen Reichen, analog zur Landesgrenze einer Nation. Mitunter sogar inklusive Stacheldraht! (Kein Scherz)
      Der Raum im Inneren dieser äußeren Begrenzung wird dann als mehr oder minder 'unter Kontrolle' betrachtet, als sicher.
      Sternenreiche unterhalten Raumflotten, um diese Grenze abzusichern und zu kontrollieren (unter anderem, natürlich).

      Ich stelle jetzt mal eine kleine Beispielrechnung auf, die sich jeder mal durch den Kopf gehen lassen sollte, der sich mit der Errichtung von Sternenreichen trägt. Diese Rechnung unterliegt natürlich gewissen Grundannahmen und ist nur für diese gültig. Man kann aber anhand dieser sehen, was man bedenken muß/sollte, kreiert man ein solches Reich.

      Die Grundannahmen sind wie folgt:
      • man verfügt über eine Technik, die eine Ortung kleinster Mengen beliebiger Materie ohne Zeitverlust über Distanzen bis zu 1 Lichtjahr erlaubt, bzw. geeignete Reststrahlungen angemessen werden können
      • Raumschiffe sind in der Lage, 'aus dem Stand' - also aus dem bewegungslosen Zustand innerhalb einer akzeptablen Reaktionszeit eine Strecke von 1 Lichtjahr überbrücken können (höchstens Stunden) - dazu wäre eine Beschleunigung von min. 20 millionen G nötig
      • Es gibt eine Möglichkeit der instanten, entfernungsunabhängiger Kommunikation
      Nehmen wir nun ein kugelförmiges Reich mit einem Durchmesser von 50 Parsec = 163 Lichtjahre. Um die äußere Grenze effektiv kontrollieren zu können, placieren wir unsere Wachschiffe in einem Abstand von 2 Lichtjahren zueinander, damit stets maximal 1 Lichtjahr bis zum Ortungskontakt zurückgelegt werden muß.
      Bei einem Durchmesser von 50 Parsec macht das eine Fläche von 83.500 qLY. Jedes Wachschiff kontrolliert einen Radius von 1 LY, das macht etwa 6 qLY, was für die Wachflotte bedeutet, sie benötigte schlappe 13.916 Einheiten. Bedenkt man, daß die Wachschiffe einen bestimmten Wechselturnus benötigen, wird schnell klar, wie immens die Anforderungen an eine sinnvolle Tiefenraumüberwachung wären.
      Man ist gewohnt, in solchen Zusammenhängen in zwei Dimensionen zu denken, bzw. die üblichen Kategorien und Merkmale unhinterfragt zu übernehmen.

      Dies soll keine übermäßige Kritik an der Idee eines Sternenreiches darstellen. Man sollte sich diese Problematik vor Augen führen, dann kann man sowohl Technologie, als auch Struktur der Reiche sinnvoll aufbauen. Entscheidet man sich, eine solche Überwachung und Struktur zu verwenden, sollte man nicht vergessen, der Technologie auch die entsprechenden Möglichkeiten zu verleihen.
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    • Ja, sehr sehr gute Einwände. :thumbup:

      Lord Finster schrieb:

      Die Grundannahmen sind wie folgt:
      man verfügt über eine Technik, die eine Ortung kleinster Mengen beliebiger Materie ohne Zeitverlust über Distanzen bis zu 1 Lichtjahr erlaubt, bzw. geeignete Reststrahlungen angemessen werden können
      Raumschiffe sind in der Lage, 'aus dem Stand' - also aus dem bewegungslosen Zustand innerhalb einer akzeptablen Reaktionszeit eine Strecke von 1 Lichtjahr überbrücken können (höchstens Stunden) - dazu wäre eine Beschleunigung von min. 20 millionen G nötig
      Es gibt eine Möglichkeit der instanten, entfernungsunabhängiger Kommunikation
      Tja, an genau letztem Punkt hapert es auf jeden Fall im Damokles-Universum. Man versetze sich in eine Zeit vor der elektronischen Telekommunikation. Eine Stadt (System) wird angegriffen und schickt Boten aus um Hilfe zu rufen. Es kann also durchaus vorkommen, dass diese Hilfe zu spät eintrifft.
      Doch selbst wenn man ein Netz besagter Wachschiffe hätte, würde ich bei einem ernsthaften Krieg erst mal eine Flotte von Frachtschiffen über die Grenze schicken, die von den gegnerischen Sensoren (Masse) erfasst würde. Fliegen die Flotten der Grenzstreitkräfte zu dem mutmaßlichen Angriffspunkt, könnte meine eigentliche Kriegsflotte relativ ungestört an einer anderen Stelle ein strategisch wichtiges System einnehmen oder zerstören.
      Oder, wenn es klar ist, dass ein interstellares Reich ein Anderes angreifen will - warum nicht gezielt erst mal die Wachschiffe zerstören? Ggf. auch mehrfach. Und dann überraschend dort angreifen, wo sich vermeintlich nur eine winzige Lücke ist im Sensorennetz auftut.
      Je öfter ich darüber nachdenke, um so mehr tendiere ich zu einer primären Verteidigung der einzelnen Systeme. Ich weiß nicht, ob hier jemand mal Master of Orion gespielt hat, doch die meiste Zeit versammelt man dort Flotten nahe der Grenze, von wo aus sie andere Systeme möglichst schnell erreichen können. Oder platziert seine Flotte an einem natürlichen Engpass, also wo ansonsten Nebel, schwarze Löcher u.ä. einen Angriff fast unmöglich machen. Und je bedeutender ein System, desto besser die fixe vor Ort Verteidigung.


      Lord Finster schrieb:

      Bedenkt man, daß die Wachschiffe einen bestimmten Wechselturnus benötigen, wird schnell klar, wie immens die Anforderungen an eine sinnvolle Tiefenraumüberwachung wären.
      Warum die Mühsal von wechselnden Wachschiffen? In einigen Bereichen stelle ich mir relativ kleine K.I.-gesteuerte Tiefenraum-Überwachungsstationen vor, die mit jeweils 4 bis 10 Nachrichtendrohnen bestückt sind. Bei Grenzverletzungen u.ä. wird eine der Drohnen zum nächstgelegenen Flottenstützpunkt geschickt. (Oder evtl. gar mehrere Drohnen zu verschiedenen "nahegelegenen" Einrichtungen. Kommen diese 'überlichtschnellen' Drohnen an bei so einer zentralen Stelle (Planet, militärischer Außenposten, Flottenstützpunkt u.ä.), wird sogleich eine Ersatzdrohne zur Überwachungseinheit gestartet um die Angekommene dort zu ersetzen.
      Allerdings sollten selbst diese Tiefenraum-Überwachungsstationen warpfähig sein. Einfach um im Kriegsfall ihre Position zeitnah anpassen zu können. Zudem ermöglicht dies der Überwachungseinheit eigenständig eine spezialisierte Werft zu Wartungszwecken anzufliegen, anstatt einige entsprechend ausgerüstete und hochspezialisierte Schiff von Ü-Station zu Ü-Station zu hetzen. :gaga:


      Lord Finster schrieb:

      Jedes Wachschiff kontrolliert einen Radius von 1 LY, das macht etwa 6 qLY, was für die Wachflotte bedeutet, sie benötigte schlappe 13.916 Einheiten.
      Diese Rechnung setzt voraus, dass das All überall gleich 'schiffbar' ist. Da für meinen Warp-Antrieb allerdings interstellare Wolken ein ernstes Hindernis darstellen, endete z.B. der Krieg zwischen der Nuhma-Hegemonie und den Clanwelten an genau so einem Nebel. Einfach weil der zu überwachende Teil sich dadurch wesentlich verkleinert. Anders herum, wenn ein Reich am Rand eines Spiralarms liegt und die Kluft dahinter nahezu leer, dann lohnt sich die Überwachung in weiten Teilen nicht, Außer natürlich in grenznahmen Bereichen die direkt an ein anderes Reich 'nebenan' grenzen.


      Lord Finster schrieb:

      Dies soll keine übermäßige Kritik an der Idee eines Sternenreiches darstellen. Man sollte sich diese Problematik vor Augen führen, dann kann man sowohl Technologie, als auch Struktur der Reiche sinnvoll aufbauen. Entscheidet man sich, eine solche Überwachung und Struktur zu verwenden, sollte man nicht vergessen, der Technologie auch die entsprechenden Möglichkeiten zu verleihen.
      Korrekt. Um so wichtiger sich zu überlegen, welche Strategien und Strukturen aufgebaut würden unter bestimmten technischen Voraussetzungen. Also nicht unbedingt den einfachsten Weg zu gehen und Technologien mehr Macht zu geben, sondern wie man aus dem bisher Vorgegebenen das Optimalste und Logischste rausholen würde.


      Edit sagt, dass ich meinen zweiten Kommentar zu L. Finster veränderte, da mir auffiel, dass der betreffende Abschnitt vermutlich nicht wirklich verständlich formuliert wurde.
      Ist es neu, dass nach dem Editieren des Beitrags das alte Erstellungsdatum (in meinem Fall vorangegangene Nacht) vom Aktuellen ersetzt wird? :kopfkratz:
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    • Wie groß sind denn deine Raumkampfflotten?
      Wie teuer ist ihr Unterhalt?
      Wie viele Systeme und wieviele Quadratlichtjahre sind deine Reiche in etwa groß?

      Ich finde Themen wie Organisation von stellaren Reichen und logische stellare Militärtaktik interessant.
      Man könnte da doch eine Diskussion im Theorieteil eröffnen.
    • Hallo Gudea.

      Wie groß die Raumkampfflotten sind und die Kosten ihres Unterhalts? :faint:
      Ich möchte eine Welt bzw. eine Galaxie erschaffen, nicht ihr Buchhalter werden. :fluecht: Sicherlich, es gibt Währungen. Und es gibt auch allgemeine Umrechnungsfaktoren zu deren Tausch. Doch kann ich mir nicht vorstellen, genaue Zahlen zu erstellen, über wie viele Kampfschiffe die Reiche jeweils verfügen. Da müsste man umgekehrt in Fanatsy-Welten fragen, wie groß ihre jeweiligen Infanterien, Reiterei etc. sind.
      Worüber ich allerdings etwas aussagen kann, ist dass die Nuhma-Hegemonie und die Clanwelten eine relativ strikte Trennung machen zwischen Kampfraumern und zivilen Schiffen. In der Allianz der inneren Randwelten und den Vereinigten Konzernwelten hingegen sind selbst zivile Raumschiffe in aller Regel bewaffnet.
      Einer der Gründe sind sicherlich Raumpiraten, die immer mal wieder versuchen an potentiellen Navigationspunkten auf Beute zu lauern. Dazu kommt dann noch, dass in der Allianz sich die einzelnen Mitgliedswelten weiter als unabhängig sehen. In den Verkon hingegen wird es als Verschwendung potentiell wehrhafter Schiffstonnage angesehen, die man nicht ungenutzt lassen darf. In beiden Reichen gilt also, dass im Kriegsfall auch die zivilen Raumschiffe in gewissem Rahmen mit in Kampfhandlungen einbezogen werden.


      Gudea schrieb:

      Wie viele Systeme und wieviele Quadratlichtjahre sind deine Reiche in etwa groß?
      Du meist sicherlich Kubik-Lichtjahre, oder? Hm, vermutlich könnte ich lapidar meinen Post Nr. 20 hier zitieren. Doch wenn ich einfach die Zahlen nehme, die dort stehen, dann komme ich auf 2,8 Millionen Kubik-Tares, was umgerechnet 350 Millionen Kubik-Lichtjahren entspräche. Nur, das sind Größenordnungen die wir uns nicht vorzustellen vermögen. Was bringt dir jetzt die Antwort darauf? :weissnicht:
      Auch zu den absoluten Zahlen der Systeme machte ich mir keine Gedanken. Vor allem, meinst du ausschließlich bewohnte oder auch inklusive aller unbewohnter Systeme? Letzters könnte man anhand der Ausmaße grob berechnen. Doch ich gehe von mindestens 20 Systemen mit habitablen Welten pro interstellarem Reich aus. Im Vergleich die Hegemonie und die Allianz als die zahlenmäßig Größeren. Fixe Zahlen wird es niemals geben, weil einer der Grundgedanken für das Damokles-Universum besagt, dass viel Freiraum bleiben soll, damit auch Andere selbst erdachte Welten einfügen können.


      Gudea schrieb:

      Ich finde Themen wie Organisation von stellaren Reichen und logische stellare Militärtaktik interessant.
      Man könnte da doch eine Diskussion im Theorieteil eröffnen.
      :dafuer: ... aber ... um darüber zu diskutieren müsste man sich da nicht auf gewisse Parameter einigen, wie vorher bereits Lord Finster (s.o. Post 21) angerissen hat? In den meisten SF-Szenarien wird von einer verzögerungsfreien Kommunikation ausgegangen. Doch genau dieser Parameter ist im Damokles-U. so nicht gegeben. Wenn jemand meint, dass so ein [FA] doch geht und nicht den Rahmen sprengt, nur zu. Würde auf jeden Fall rege meinen Senf, ähm, Sternenstaub dazugeben. :nick:
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    • Vor allem, da die interessantere Frage lauten dürfte:
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    • Hallo Nemedon,
      eigentlich wollte ich schon viel früher was dazu schreiben und jetzt ist schon so viel diskutiert. Ich kommentiere erstmal der Eingangsposting ohne die Übrigen gelesen zu haben und dann streiche ich anschließend alles, was sich in der Diskussion erledigt (hat). ;)
      Die eine oder andere Anmerkung könnte rein vom Leseerlebnis kommen. Da Du eingangs schreibst, dass auch Geschichten angedacht sind, hilft es vielleicht. Da die Zitierfunktion und ich mich nicht so gut verstehen, erlaube ich mir nach email-Art per > zu zitieren.


      > Geschichtliche Kurzfassung
      • Rotani verschwanden plötzlich: Haben sie selbst alles kaputt gemacht oder war die Galaxie ein Schlachtfeld und sie sind verschwunden worden (Krieg mit einer anderen Spezies), oder gibt es darüber schlicht keine Aufzeichnungen mehr, nur noch Hörensagen ?
      • Was ist ein Zyklus / Galaktisches Standard Jahr? Einmal um die ganze Welt Galaxis?
      > Der bekannte Teil der Galaxis aus der Sicht der Allianz.
      > Die erste Grenze ... zum leeren Zwischenraum hin, ... die Häufigkeit der Sternensysteme sukzessiv ab.
      Wenn Du es umdrehst, wäre es plausibler. die Räume zwischen den hellen Armen haben statistisch mehr ältere Sterne und damit eher lebenswerte Planeten als die kurzlebigen Fettsäcke in den hellen Sternentstehungsregionen (vgl.: Rudolph Kippenhahn, "Das Leben der Sterne" und wikipedia "Spiralarme"). Die Allianz läge eher im dunklen "Arm", die Mitgliedswelten abnehmend zum hellen Arm.

      > Große Kluft

      wäre also entweder ein Gebiet in den hellen Armen (Sternenstehungsgebieten mit Sternen die nicht alt werden), also kein Rätsel für Wissenschaftler. Oder es ist in den Dunkel-Armen mit mittelgroßen langlebigen Sternen eine künstliche Sache oder Überrest einer Katastrophe. Du schreibst "sphärisches Gebiet", das kling nach einer "Bombe". Vielleicht wurden die Planeten ja auch abgebaut von der Rotani Mining Corporation.

      tja ... hier ist mir unklar, ob es sich um einen in-World oder outofworld-Textabschnitt handelt. Hattest Du mit dem Virgo-Sektor eine astronomisch reale Sache im Sinn, wie z.B. mit der ersten Grenze, oder willst Du in-World ein Mysterium für die Spieler platzieren und zu Detektiv-abenteuern anregen?

      > In Richtung des Spiralarmkerns
      Was meinst Du mit Kern eines Armes? Den (länglichen) Knochen? Eine gedachte Mittellinie des Arms als eine (gekrümmte) Koordinatenachse?


      Wie sind die Reiche, insbesondere die Allianz vertikal begrenzt? Gibt es dort Reiche oder gehört alles, was über und unterhalb der galakatischen Ebene ist zum Hoheitsgebiet eines Reiches? Genießen einzelne der angrenzenden Reiche Unter- oder Überflugrechte?
      Gibt es "hinter" den angrenzenden Reichen (von der Allianz aus gesehen) weitere bekannte Reiche? Um im Bild zu bleiben: hat die Allianz Unterflugrechte über einen Nachbar nach "hinter dem Nachbarn"?

      > Astronomisches
      Das sieht ziemlich sehr nach einem out-of-world Text aus (Spielleiter-Ebene). Zuvor war es mir nicht immer ganz klar, z.B. beim Virgo-Sektor. Die Vermengung von ooc und in-world Perspektiven ist mir gerade selbst erst wieder passiert. Lassen sich die ooc und ic Abschnitte zu einander sortieren, auch im Hinblick eine Einführung für Spieler?

      > Sprachen
      Nur ein fehlendes Komma habe ich gefunden, ansonsten habe ich es mit Sprachen nicht so. ;D

      > Religiöses
      > Durch die sogenannte dunkle Zeit

      Unter religiösen Gesichtspunkten könnte diese Zeit nicht "so genannt" sein, sondern einen Eigennamen haben: die "Dunkle Zeit" (großgeschrieben). Wenn es Götter gibt, vielleicht auch "Die Zeit des [Namen]". Ansonsten gibt es auch unter Berufsastronomen (im realen Leben) quasi-religöse Terminologie für Dinge, die sie nicht erklären können: Dunkle Materie, Dunkle Energie. "Dunkle Zeit" würde sich da für beide Sichtweisen gut einreihen für die Zeit nach dem nicht erklärbaren Verschwinden sowohl verhasster als auch geliebter Rotani.

      > die "Strafe der Herrscher"
      was meint das?

      Gibt es die drei genannten religiösen Gruppen nur in der Allianz oder auch bei den Nachbarn?

      > Zeittafel
      > 686 VeRota - Entstehung der Raumnomaden aus desertierenden Schiffscrews
      auf welches Reich/Volk bezieht sich dieser Eintrag? Oder sind das Crews aus allen Reichen, die sich zusammengeschollsen haben zu einem Parallelreich (Parallelgesellschaft)?

      > 725 VeRota - Clan-Welten erobern immer mehr
      Numa und Verkon Interessen sind einigermaßen klar. Was wollen die (Raub)Katzen?

      > 752 VeRota - ... ein interstellarer Nebel als Puffer
      Was stelle ich mir unter einem Nebelpuffer vor? Ein interstellarer Nebel ist meiner Erinnerung nach z.B. eine HII Region, die von darin liegenden jungen massiven Sternen zum Leuchten angeregt wird. Ich verstehe es als Restwasserstoff, der bei der Sternentstehung nicht mit versternt wurde. Ist der Nebel so hell und grell, dass man dort im interstellaren Raum nichts "sehen" würde, und sogar die Fluginstrumente versagen?


      Habe gesehen, dass das mit den Spiralarmzwischenräumen schon diskutiert wurde. Ansonsten schicke ich etzt erstmal ab und schaue später auf die bisherigen Diskussionen.

      Ich hoffe, nicht alles war nicht hilfreich.
      Nimm was Du brauchen kannst.

      Gruß
      Forticus
      # "Am Anfang war das Wort ... am Ende nur Fe_56." (Buch Forticus 1,∞)
    • Grüße zur Geisterstund.

      Forticus schrieb:

      Da die Zitierfunktion und ich mich nicht so gut verstehen, erlaube ich mir nach email-Art per > zu zitieren.
      Kein Problem. So du doch mal die Funktion erfolgreich nutzen möchtest:
      Zu zitierende Textstelle mit gedrückter Maustaste markieren - am Ende des Beitrags auf Zitieren klicken - aus dem aufklappenden Menü 'Textstelle direkt zitieren' auswählen. Solltest du mehrere Passagen zitieren wollen, einfach anschließend einen Bildschirm im Browser zurückgehen und eine weitere Stelle markieren und die oben genannten Funktionen wählen. Anschließend erscheinen beide Zitate in deinem Antwortfenster. Vielleicht gibt es eine bessere / professioneller Methode, doch so mache ich es zumindest.


      Forticus schrieb:

      Rotani verschwanden plötzlich: Haben sie selbst alles kaputt gemacht oder war die Galaxie ein Schlachtfeld und sie sind verschwunden worden (Krieg mit einer anderen Spezies), oder gibt es darüber schlicht keine Aufzeichnungen mehr, nur noch Hörensagen ?
      Es gibt schlicht nichts, was das aufzeichnen konnte und den Zerstörungen entging. Nur ein paar Überlebende, die berichteten, dass die Bevölkerungszentren ausgelöscht wurden. Und hinterher die 'Monde der Rotani', wo diese Herrscherrasse zu residieren pflegte, verschwunden waren. Früher waren das einfach nur Überlieferungen. Jedoch wurden die damaligen Beobachtungen von heutigen Forschern (in-world) insofern bestätigt, dass die Rotani schlicht verschwanden. Man fand von den vormaligen Sklavenrassen gelegentliche Trümmer, Ruinen auf Planeten und Gesteinsmonden. Manche Monde waren gar zerbrochen und bildeten Trümmergürtel. Doch nirgends fand man Trümmer der Herrschersitze. Klassischer Weise gab es nämlich in jedem bewohnten Sternensystem mindestens einen dieser künstlichen 'Monde'.


      Forticus schrieb:

      Was ist ein Zyklus / Galaktisches Standard Jahr? Einmal um die ganze Welt Galaxis?
      Eine Zeiteinteilung, die offenbar noch aus der Epoche der Knechtschaft unter den Rotani erhalten blieb. Auf manchen Welten wurden die entsprechenden Kalender neben den Örtlichen (Planetaren) weitergeführt. Sicherlich entstanden Abweichungen, doch Archäologen versuchen das immer exakter zu rekonstruieren. Dies führte auch zu der Erkenntnis, dass die "Verhüllung der Rotani" noch vor dem Zyklus 0 VeRota gewesen sein muss. (ooc: So wie Astronomen in unserer Zeit meinen, dass Jesus sieben Jahre früher geboren wurde.)


      Forticus schrieb:

      Wenn Du es umdrehst, wäre es plausibler. die Räume zwischen den hellen Armen haben statistisch mehr ältere Sterne und damit eher lebenswerte Planeten als die kurzlebigen Fettsäcke in den hellen Sternentstehungsregionen (vgl.: Rudolph Kippenhahn, "Das Leben der Sterne" und wikipedia "Spiralarme"). Die Allianz läge eher im dunklen "Arm", die Mitgliedswelten abnehmend zum hellen Arm.
      Das ist bislang das einzige ISSO, das mir wie ein Stein im Magen liegt. Als ich begann Damokles zu erschaffen, war mein Wissensstand noch der, dass die Zwischenräume leer seien. Heutzutage längst überholte Wissenschaftler-Makulatur. %-)
      Grüble z.Zt. über Alternativen, wie eine Polarring-Galaxie nach, in der die Handlungen in dem namensgebenden senkrecht zur Spiralgalaxie stehenden Ring stattfindet. Die Ringgalaxien scheinen mir hingegen wenig geeignet, da in ihrem Ring zu massiv neue Sterne entstehen.


      Forticus schrieb:

      > Große Kluft

      wäre also entweder ein Gebiet in den hellen Armen (Sternenstehungsgebieten mit Sternen die nicht alt werden), also kein Rätsel für Wissenschaftler. Oder es ist in den Dunkel-Armen mit mittelgroßen langlebigen Sternen eine künstliche Sache oder Überrest einer Katastrophe. Du schreibst "sphärisches Gebiet", das kling nach einer "Bombe". Vielleicht wurden die Planeten ja auch abgebaut von der Rotani Mining Corporation.

      tja ... hier ist mir unklar, ob es sich um einen in-World oder outofworld-Textabschnitt handelt. Hattest Du mit dem Virgo-Sektor eine astronomisch reale Sache im Sinn, wie z.B. mit der ersten Grenze, oder willst Du in-World ein Mysterium für die Spieler platzieren und zu Detektiv-abenteuern anregen?
      Könnte es sein, dass du zwei Dinge da zusammen gewürfelt hast? Die "Große Kluft" bezeichnet den leeren Raum zwischen zwei Spiralarmen. (ooc: Heutige Astrophysiker wissen, dass es dort keineswegs leer ist. :zeter: )
      Das sphärische Gebiet wiederum bezieht sich sicherlich auf den Virgo-Sektor, von manchen auch passend 'Sternenwüste' genannt. Und du hast völlig Recht, eines der Mysterien für zukünftige Spieler. Doch schau mal rein in Beitrag Nr. 7 hier. *Pssst*, Spoiler.


      Forticus schrieb:

      "Dunkle Zeit" würde sich da für beide Sichtweisen gut einreihen für die Zeit nach dem nicht erklärbaren Verschwinden sowohl verhasster als auch geliebter Rotani.
      Die Bezeichnung hat durchaus Ähnlichkeiten zum "Dunklen Mittelalter". Wissen ging verloren, Viele starben, Hochkultur ging quasi unter (sofern technologisch fortgeschrittene Sklaven als Hochkulturen gelten können), Barbarei etc. Die Überlebenden waren oftmals führungs- und orientierungslos. Hinzu kam noch, dass auf manchen Welten nach den Zerstörungen sich der Himmel einige Zeit verdunkelte durch geschlossene Wolkendecken, ähnlich einem nuklearen Winter.


      Forticus schrieb:

      Gibt es die drei genannten religiösen Gruppen nur in der Allianz oder auch bei den Nachbarn?
      Damit war auch über Grenzen hinweg gemeint, siehe auch:

      Nemedon schrieb:

      Zu den Religionen, die sich in den vergangenen hundert Zyklen über Planetengrenzen hinweg ausbreiteten, gehören:



      Nemedon schrieb:

      Jünger der Rotani – eine auf fast allen Welten verfolgte Sekte, die die nahende Rückkehr der Rotani proklamiert. Das Gros ihrer Mitglieder besteht aus Unzufriedenen, die sich davon eine bessere Zeit erhoffen, und die ’Strafe der Herrscher’ als Prüfung ansehen, wer der Gnade der Rotani bei deren Wiederkehr würdig sei.
      Ich vermute daraus hast du die 'Strafe der Herrscher', oder? Da die Jünger eine Wiederkehr der Rotani erhoffen, sehen sie den Genozid einfach nur als Strafe an. Das die Sklavenrassen zu aufmüpfig gewesen seien, Zuflucht bei anderen 'Göttern' gesucht hätten usw. An Ideen, warum die Rotani das angerichtet haben, mangelt es dieser Sekte nicht gerade.


      Forticus schrieb:

      686 VeRota - Entstehung der Raumnomaden aus desertierenden Schiffscrews
      auf welches Reich/Volk bezieht sich dieser Eintrag? Oder sind das Crews aus allen Reichen, die sich zusammengeschollsen haben zu einem Parallelreich (Parallelgesellschaft)?
      Anfangs bestanden diese Crews ausschließlich aus Hosa. Doch auf vielen Welten gab es immer wieder Individuen anderer intelligenter Spezies, die nur zu gerne bereit waren mitzureisen um ebenfalls das Weltall nach überlebenden Welten zu durchkämmen. Weitere Schiffe schlossen sich später von diesen noch freien Welten den Raumnomaden an.
      Heutzutage, d.h. 798 VeRota, sind diese Crews fast immer bunt gemischte Haufen von Glücksrittern, Idealisten und Händlern verschiedenster Couleur und Spezies.


      Forticus schrieb:

      > 725 VeRota - Clan-Welten erobern immer mehr
      Numa und Verkon Interessen sind einigermaßen klar. Was wollen die (Raub)Katzen?
      Die Raumnomaden flogen in alle möglichen Richtungen weg von der späteren Nuhma-Hegemonie, verbreiteten das Wissen um den Warp-Antrieb und die Ausbreitung des Herrschaftsgebiets Nuhmas. Als Reaktion darauf entstand die Verkon aus sich verbündenden Einzelwelten, die auf exzessiven Ausbau der Industrie bauten. Die Clanwelten hingegen beherrschten, trotz fehlendem Warpantrieb, bereits ein paar Welten, als das erste Schiff der Raumnomaden sie erreichte. Die Katzona bauten danach auf Expansion um dadurch der Hegemonie zuvor zu kommen und durch die zusätzlichen Ressourcen eine bessere Überlebenschance zu erhalten. Eine Rechnung die letztlich durchaus aufging.
      Nicht gänzlich außer Acht lassen darf man dabei, dass die Katzona insgesamt etwas kriegerischer sind als die Hosa, wenn auch mit einem zuweilen fremdartig anmutenden Ehrenkodex. Somit hast du mit "Raub-Katzen" nicht ganz unrecht. Doch ermöglicht ihnen ihr Intellekt und ihre ritualisierte Lebensweise durchaus diese natürlichen Instinkte zumeist in die Schranken zu weisen.


      Forticus schrieb:

      Was stelle ich mir unter einem Nebelpuffer vor? ... Ist der Nebel so hell und grell, dass man dort im interstellaren Raum nichts "sehen" würde, und sogar die Fluginstrumente versagen?
      Die Instrumente versagen keineswegs. Doch die fragilen Warpfelder um die Raumschiffe versagen, wenn zu viele Materieteilchen darauf prallen. Zu dichte Nebelfelder = kein überlichtschnelle Reisemöglichkeit. Egal ob der Nebel hell oder dunkel ist. ;) Wenn man es doch versucht ... Schiff versucht durch zu fliegen - Warpfeld versagt - Raumschiff wird schlagartig in die normale Welt und deren Physik versetzt - zwei "Teilchen" (Raumschiff versus Nebel) treffen mit relativistischer Lichtgeschwindigkeit aufeinander - Ergebnis leuchtet sehr kurz und grell. :schreck:
      So kann man auch leicht verstehen, weshalb interstellare Raumschiffe stets zwei Antriebssysteme ihr Eigen nennen. Einen Warpantrieb und einen Normalraumantrieb für Manöver wie Andocken, Durchfliegen von Atmosphären oder Starts und Landungen von Planeten.


      Forticus schrieb:

      eigentlich wollte ich schon viel früher was dazu schreiben
      Ja, ich muss ebenfalls noch jemandem unbedingt eine Antwort schicken. Habe es nicht vergessen. :-[
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    • Zu den Nebelfeldern:
      (Ich weiß, bin ein elender Hobby-Astrophysiker)
      Ein besagter H/2 (HII oder H/II) Nebel, also ionisierter Rest-Wasserstoff hat als Nebel im Weltraum gewöhnlich eine Temperatur von ~10.000 Kelvin - hauptsächlich durch die anfeuernden Jungsterne darin. Die Temperatur erzeugt nicht nur erhebliches Rauschen in allen EM-basierten Scannern, sie dürfte auch für Schiffshüllen ein denkbar ungeeignetes Umfeld darstellen (zum Vergleich: Oberfläche der Sonne ~5800 Kelvin). Wer es sich also nicht leisten kann, durch die Chromosphäre zu surfen, sollte auch von diesen Nebeln Abstand halten.

      Was den relativistischen zusammenprall von Gas und Schiff angeht, das ist gar nicht so dramatisch. Bei theoretischer Lichtgeschwindigkeit erzeugt selbst der materiedichteste Nebel weniger Reibung, als die Erdatmosphäre bei Schallgeschwindigkeit, selbst wenn man versucht, die höhere Energie durch die hohen Geschwindigkeiten einzubeziehen. Ich hatte das mal durchgerechnet, weil ich wissen wollte, ab wieviel %C das Interstellare Medium beginnt, aerodynamische Bedingungen zu schaffen. Bei über 1000*C hab ich den Gedanken fallen gelassen. Die Nebel sind auch nicht zwangsläufig dichter, als das umgebende Vakuum. Der Unterschied besteht hauptsächlich in der Temperatur.

      Allerdings, was die relativen Verzögerungskräfte einer Abbremsung von mehrfach C nach unter-C angeht, das bleibt Spekulation ;)
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    • Lord Finster schrieb:

      Zu den Nebelfeldern:
      (Ich weiß, bin ein elender Hobby-Astrophysiker)
      Ein besagter H/2 (HII oder H/II) Nebel, also ionisierter Rest-Wasserstoff
      Nur - es gibt nicht nur interstellare Wolken aus ionisiertem Plasma, auch wenn diese sicherlich die Offensichtlichsten und Spektakulärsten sind. Logischer Weise gibt es ebenfalls H-I-Gebiete. Desweiteren Reflexionsnebel und Dunkelnebel bzw. gigantische Molekülwolken.
      Allerdings auch von meiner Seite aus alles nur Halbwissen, da Astronomie früher nur ein Steckenpferd von mir war.


      Lord Finster schrieb:

      Wer es sich also nicht leisten kann, durch die Chromosphäre zu surfen, sollte auch von diesen Nebeln Abstand halten.
      Bei einem Antrieb der bereits in dünner Atmosphäre versagt, wird man hoffentlich erst recht einen riesen Bogen um die Chromosphären von Sternen machen. :schreck:


      Lord Finster schrieb:

      Was den relativistischen zusammenprall von Gas und Schiff angeht, das ist gar nicht so dramatisch.
      Hm, :kopfkratz: in Teilchenbeschleunigern läuft das aber keineswegs so harmlos ab. *grübel*
      Und was würde erst geschehen, wenn ein Schiff ungebremst mit (Über-)Lichtgeschwindigkeit in einen anderen festen Körper, wie einen atmosphärenlosen Mond, rasen würde? Ein Energieblitz und ein Lavasee auf dem getroffenen Mond?
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

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    • Habe mich entschieden, dass die bebastelte Welt nun nicht mehr innerhalb der Spiralgalaxie spielt, sondern in einem die Galaxie umgebenden Ring, der senkrecht zu ihr steht -> eine sogenannte Polarring-Galaxie. Dort gibt es auch tatsächlich Kandidaten mit sternenarmen Zwischenräumen zwischen dem Ring und der Galaxie in ihrem Zentrum, so wie ich es benötige. Zudem haben meine Bewohner nun einen wahrhaft phänomenalen Ausblick auf die Scheibe der 'Sterneninsel'. :sabber:



      Ansonsten habe ich mal ein paar Beiträge von mir hier im WB-Forum zusammengetragen, die weitere Auskunft über das Damokles-Universum geben:

      - Erste Gedanken, Detailtiefe, Realismus und Leitlinien zu meiner Welt. :rtfm:

      - Dunkle Machenschaften und bekannte Bösewichte im Damokles-Universum. :fluecht:

      - Wie Tage, Wochen und Monate verteilt und benannt werden in verschiedenen Teilen des bekannten Universums. [Blockierte Grafik: http://www.world-of-smilies.com/wos_sonstige/49.gif]

      - Den einen oder anderen Witz, den man sich zwischen den Sternen erzählt. :lol:

      - In wieweit Isaac Asimov meine künstlichen Intelligenzen beeinflusste. :nick:

      - Verschwörungstheorien von denen man evtl. in dunklen Spelunken der Raumhäfen flüstert. :aah:

      - Wie manche Erstkontakte im Damokles-Sternenring abliefen.

      - "Magokratien" und warum die Suna nicht die Herrschaft an sich reißen, erweitert die Vorstellung der Übersinnlichen Kräfte. :dozier:

      - Welche Adelstitel sich in der Nuhma-Hegemonie finden. :hail:

      - Hier findet man etwas dazu, wie sich DaU spielt, und ob ein Metaplot existiert. :pfeif:

      - Wie das Weltenfeeling /Regionalflair (urban u.ä.) auf den Planeten ist, und was es so Rekordverdächtiges gibt. :klatsch:

      - Ideen zum Planeten Ankor, zur Risswelt (Planet Naycon), sowie den Weltuntergang des Planeten Oyraz. :heul:

      - Welche ganz eigenen Technologien und Entwicklungen im Sternenring zu finden sind. :idee:

      - Welche Lebensfeindliche Regionen sich auf Planeten + im All finden. :zitter:

      - Woher der Name für das Damokles-Universum stammt. Und wie ich mit dem Problem der Benennungen umging. %-)

      - Wie viele Finger, über welche Sinneswahrnehmungen und besonderen Kommunikationsformen die intelligenten Spezies meiner Galaxie verfügen. Wie Begrüßungen ablaufen, was für Schimpfworte + Beleidigungen sie verwenden, sowie welche Bodyarts sie bevorzugen, und welche uralten Wesen (ff) die Galaxis beherbergt. :alt:

      - In wieweit ausgestorbene Völker (ff) meine heutigen Weltenbewohner beeinflussen, und ob auch fliegende Völker existieren. :faint:

      - Ausprägungen von Rassismus in meiner Polarring-Galaxie, sowie Methoden der Verbrechensaufklärung. :schmoll:

      - Ob Mischehen zwischen den Spezies vorkommen, und ob daraus Mischlinge ("Halbkatzona?") entstehen. :festknuddel:

      - Dinge, die bestimmte Bewohner nie sagen würden. Und welche unaussprechliche Sprachen für Menschen existieren. :-X

      - Nicht zu vergessen, wie Raumschlachten ablaufen, und die dazugehörigen potentiellen SF-Waffen. Sowie die ersten Überlegungen zu biologischen Raumschiffen. :peitsch:

      - Welche Abkürzungen sich bisher in meine Welt einschlichen. :rtfm:

      - Es gibt echte Glückspilze und Pechvögel in meiner Galaxie, wenn man die Völker so betrachtet. :troest:

      - Ein paar geheime Dinge ich bislang für mich behalte, und warum. :hmm:

      - Manche Bastler verewigen sich mit einem Alter Ego in ihrer Welt. Wer dem im Sternenring wohl am nächsten kommen dürfte? :arbeit:

      - Was es nicht gibt in den Weiten des DA-ST Universums. ;(
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    • Nemedon schrieb:



      Religiöses

      Durch die sogenannte dunkle Zeit entstanden vor allem auf rückständig gebliebenen Welten verschiedene Glaubensvorstellungen, die aber zumeist in irgendeiner Form die Rotani mit einbeziehen.
      Zu den Religionen, die sich in den vergangenen hundert Zyklen über Planetengrenzen hinweg ausbreiteten, gehören:
      - Jünger der Rotani – eine auf fast allen Welten verfolgte Sekte, die die nahende Rückkehr der Rotani proklamiert. Das Gros ihrer Mitglieder besteht aus Unzufriedenen, die sich davon eine bessere Zeit erhoffen, und die ’Strafe der Herrscher’ als Prüfung ansehen, wer der Gnade der Rotani bei deren Wiederkehr würdig sei.
      - Galabé - Vermutlich entsprungen aus einer philosophisch-religiösen Idee. Aus dem Flehen Myriaden geknechteter Seelen sei eine Art göttliches Bewusstsein entstanden. Als die Rotani dessen gewahr wurden, versuchten sie in einem Akt der Verzweiflung alle Sklavenrassen zu vernichten, in der Hoffnung Galabé damit gleichfalls zu treffen. Doch bevor sie ihren Plan zur Gänze ausführen konnten, wurden sie selbst von der neugeborenen Göttin im wahrsten Sinne des Wortes ausgelöscht.
      - Der ewige Kreis. - Eine Vorstellung, die sich vor allem unter PSI-Begabten großer Beliebtheit erfreut. Demnach unterliege im Universum alles einem ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen. Es wird verschiedentlich kritisiert, dass dies eine Rückkehr der Rotani implizieren würde.


      Die Religionen sind für mich ein Highlight, insbesondere, weil du die Geschehnisse um die mysteriösen Rotani sehr schön unterschiedlich einbaust und auch die kosmischen Dimensionen, die ihr Verschwinden hatte. Gibt's da mehr Material zu? Habe noch nichts gefunden, wäre aber sehr interessiert! Religionen finde ich besonders schwierig zu entwerfen.
    • Oha, was genau interessiert dich da? Rein die Religionen, oder auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft + die religiösen Gruppierungen?
      Ich muss gestehen, dass zu den drei genannten überregionalen Religionen noch nicht übermäßig viel existiert. Deshalb zögerte ich etwas mit der Antwort.


      Die Jünger der Rotani sind quasi nur ein Überbegriff für viele kleine Grüppchen, die sich unabhängig auf den diversen Planeten entwickelten. Nun knüpfen sie Verbindungen zueinander und schöpfen daraus Kraft. Doch existieren diverse Differenzen zwischen den einzelnen Gruppen, da ihre Vorstellungen eine Bandbreite umfassen von 'einfach still für die Rückkehr beten' bis hin zu Sabotageakte gegen Forschungseinrichtungen u.ä.. Letzteres damit bei einer zukünftigen Rückkehr der Herrscherrasse, diesen möglichst wenig Widerstand geleistet werde kann. Dabei verfolgen die Jünger die Strategie, dass die Projekte der Fraktionen gefördert werden, die mit möglichst geringem Ressourcenaufwand den größtmöglichen Erfolg versprechen.
      Manche Jünger argumentieren zudem, dass mehr Widerstand bei der erhoffften Rückkehr größere Verluste der Bevölkerungen bedeuten würde. Gerüchte aus sehr zweifelhaften Quellen besagen gar, dass diese Rotani-Gläubigen Intrigen spinnen, einen zermürbenden Krieg zwischen den interstellaren Bündnissen zu entfachen, um sie insgesamt zu schwächen.

      Der Galabé-Glaube ist eine recht offene 'Kirche' mit diversen leicht abweichenden Gruppierungen, deren wenige Reibungspunkte aber recht friedlich (wenn auch lang und breit) diskutiert werden. Einer der wenigen gezielt agierenden Orden sind die 'Heiler Galabés'. Ihr Leitbild beginnt mit den Worten: "Wir leben in einer Zeit der Rekonvaleszenz. Nicht nur der Völker und der Technologien, sondern auch der großen Göttin." Dieser Orden vertritt die Meinung, dass Galabé noch immer angeschlagen sei von dem Kampf mit den Rotani, und durch die Förderung der Vermehrung der verschiedenen Bevölkerungen (und der betenden Anhänger) ihre Genesung vorangetrieben werden müsse. Somit sind die 'Heiler' gern gesehen auf unwirtlichen Welten, da sie alles tun um die Lebensumstände zu verbessern und damit die Geburtenrate und Überlebensfähigkeit der Kinder. 'Nebenbei' missionieren sie dabei ihre Schützlinge.

      Auch der Ewige Kreis scheint eher eine lockere Struktur zu besitzen. Was nicht bekannt ist, dass es doch eine Spitze / Ursprung gibt, hinter diesem Glauben. Nämlich eine Gruppe von abtrünnigen Suna der Nuhma-Hegemonie. Hierzu muss man wissen, dass in der Hegemonie zwar auch die übersinnlich Begabten gezielt ausgebildet werden, diese Suna aber danach automatisch in die Reihen des Militärs eingegliedert werden.

      Über örtlichen Religionsansichten stolperte ich bislang auf zwei Welten. Die insektenhaften Tri-Teem de Planeten Farmicent entwickelten eine ganz eigene Ansicht. Für sie war die Zeit der Knechtschaft eine Art (Alp-)Traumzeit. Den Genozid während der "Verhüllung der Rotani" nahmen sie völlig anders wahr, nämlich als "das Erwachen" in der realen Welt. Somit ist ihr spirituelles Ziel erreicht, und sie lehnen seither höhere Technologien ab, die über die Benutzung des Rades hinaus gehen.

      Und dann gab es da noch den Planeten Talas III. Dort leben die Bewohner bis heute verborgen in der Tiefe nach einem Impaktwinter, ohne jeglichen Kontakt zu den übrigen Welten. Sind dort die Kinder böse, wird ihnen gesagt, dass nur gute Kinder ihren Frieden im Schoss des Planeten finden. Die Bösen jedoch kommen in den Himmel. ;D

      Religionen, die bereits vor der Dunklen Zeit existierten, und auf einen „Erlöser“ setzten, zerfielen in aller Regel während der Jahrtausende währenden Usurpation durch die Herrscherrasse.
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    • Überarbeitet noch mal den interstellaren Standard-Kalender, da sonst jeder Planet auf seine eigene Zeitrechnung beharren würde, was Altersangaben von Personen u.ä. extrem erschweren würde.

      Zeitrechnung
      ein Zyklus = Standardjahr
      Standard-Jahr = zu 400 Standard-Tagen
      Standard-Jahr = zu zehn Monaten mit jeweils 40 Tagen
      Standard-Monat = zu 4 Wochen
      Standard-Woche = zu 10 Tagen, davon 2 Ruhetage und 1 Lern- oder Kreativ-Tag (Letzterer gilt zumindest bei den Raumnomaden und innerhalb der Clan-Welten)
      Standard-Tag = zu 20 Stunden zu je 50 Minuten zu je 100 Sekunden

      Standard-Tag hat im Vergleich zu uns eine Länge von 25 Stunden.
      Standard-Sekunde ergo etwas schneller als unsere Irdische (100.000 statt 90.000 Sekunden pro Tag bei 25h/d)
      Vergliche man die Jahre, so entspräche ein Zyklus (Standard-Jahr) für uns 1 Jahr + knapp 35 Tage


      Längenmaße
      Tick = Lichtsekunde (ISSO, da leider nicht mit der inworld Sekundenlänge identisch) %-)
      Klick = "Kilo-Tick" ungefähr 2 AE (astronomische Einheit)
      Tares = 4 Lichtjahre = durchschnittliche Entfernung zum nächsten Sternsystem. Unwissende behaupten zuweilen, dass der Begriff von "Tagesreise" abstamme. Dies kann aber nicht sein, da die Antriebe mit der Zeit immer leistungsfähiger wurden. Hier die Maximal-Werte der zivilen Dimensionsblasen-Antriebe:

      Sios I = 40 Tage für 4 Lichtjahre
      Sios II = 10 Tage für 4 Lichtjahre
      Sios III = 3 Tage für 4 Lichtjahre
      Sios IV = 1 Tag für 4 Lichtjahre



      Edit fügt hinzu, dass ich die Welt umtaufe in ... Damokles-Sternenring. Bislang sprach ich von Damokles oder dem Damokles-Universum (oder DaU). Doch da mittlerweile die Form der Galaxie klar wurde, und diese einen guten Wiedererkennungswert darstellt, passt der Sternenring weit besser, als das vormalige nicht "greifbare" Universum im Titel.
      Sicherlich würde D.S. die normale Abkürzung darstellen. Doch ich entschied mich für DA-ST. Das naheliegendere D.S. erinnert mich an solche Dinge, wie Nintendo DS, DSDS :facepalm: , die Spiele: Die Stämme, Dungeon Siege und Dungeonslayers, bis hin zu Dominance and Submission. Es gibt wahrlich viele Dinge die mit DS abgekürzt werden.
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    • DSR wie die Deutsche Seereederei, Deutsche Senioren- und Rentnerpartei oder Dauersiedlungsraum? Ja, in so weit spräche nichts dagegen. Aber erinnert DSR nicht frappierend an DSA und DSRV? Das wären zumindest meine ersten Assoziationen zu der Abkürzung. DSA als etabliertes Rollenspiel, zu dem meine Welt + System keinerlei Ähnlichkeiten hat. DSRV wiederum als gängige Abkürzung für Rettungs-U-Boote, die eindeutig ein anderes Medium bevorzugen als Raumschiffe.
      Weckt DA-ST laut ausgesprochen, nur bei mir eine Assoziationen zum englischen "dust"? Oder bedarf es dafür einer anderen Schreibweise?
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    • DAST klingt sehr gut, finde ich. Und wenn dich deine Welt mal ärgert, machst du DAMST daraus, verdamst! ;)

      Assoziation mit 'dust' habe ich, aber vielleicht, weil ich es schon mehrmals im Forum gelesen habe, dass du es so assoziierst. "Stardust", auf jeden Fall, das assoziiere ich auch schon mit dem 'ST'.

      Tick = Lichtsekunde (ISSO, da leider nicht mit der inworld Sekundenlänge identisch)

      Da lässt sich doch eine Erklärung finden, womöglich sogar eine spannende - offenbar wurden ja Ticks als Maßeinheit festgelegt, als noch die alten Sekunden der Erde üblich waren, oder sie sind von einer Maßeinheit abgeleitet, die irgendwie ihren Ursprung daher hat.
      Oder du hast Verschwörungstheoretiker, die auf dieser Grundlage spekulieren, dass sich die Lichtgeschwindigkeit geändert haben muss.

      Standard-Woche = zu 10 Tagen, davon 2 Ruhetage und 1 Lern- oder Kreativ-Tag

      Wie ist die Woche aufgeteilt? Gibt es auch genormte Bezeichnungen für die Tage?

      Und warum ist eigentlich alles im Zehnersystem? Das lässt sich ja nicht dritteln, und so. Also, welcher Politiker hat das in-world durchgesetzt und warum? ;D

      Tares = 4 Lichtjahre = durchschnittliche Entfernung zum nächsten Sternsystem. Unwissende behaupten zuweilen, dass der Begriff von "Tagesreise" abstamme.

      Du machst sowas auffällig oft. Hosa, Tares, ... (okay, mehr Beispiele fallen mir auf die Schnelle eh nicht ein?) Katzona, ...
      Bei "Hosa" finde ich, passt es, da es ja relativ naheliegend ist, dass der lateinische Name unserer Spezies noch in der Zukunft eine Bedeutung spielt. Bei anderen Beispielen wirkt es ein bisschen so, als würden dir keine Namen einfallen. Beziehungsweise befremdet die Nähe zum Deutschen - ich glaube ja nicht, dass die Sprache bei dir in-world besonders eine Rolle spielt.
      Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable. / / / You're forcing your norms on everyone else: You are normal. I am a freak: I will make you freak out.

    • Erstens: Chapeau für den neuen Weltennamen! "Sternenring" grenzt den beschriebenen Bereich deines Gesamtuniversums wunderbar ein, klingt unverbraucht und trägt trotzdem die Konnotation in sich, dass es sich um etwas altes, unbekanntes, fantastisches, fernes handelt. Den Vorschlag "DAST" finde ich passend, ich habe das bis zu deinem Kommentar nicht in Verbindung zu "Dust" gebracht.

      Zweitens: Nochmal zu den Religionen - wie viel politischen Einfluss können einzelne Glaubensbewegungen mobilisieren? Die Rotani lassen den verschiedenen Bewohnern, Völkern und Staaten deines Universums ja viel Spekulationsspielraum. Gibt es religiös motivierte Konflikte, Kriege, Staatsstreiche, Missionsbewegungen, etc.? Streiten sich manche institutionalisierten Kichen offen über die Deutung der Rotani? Du hast damit einen sehr gelungen Kunstgriff vollbracht, jetzt will ich wissen, wie sich das auswirkt ;)
    • Jundurg schrieb:

      Da lässt sich doch eine Erklärung finden, womöglich sogar eine spannende - offenbar wurden ja Ticks als Maßeinheit festgelegt, als noch die alten Sekunden der Erde üblich waren, oder sie sind von einer Maßeinheit abgeleitet, die irgendwie ihren Ursprung daher hat.
      Oha, das geht ja mal gar nicht. :zitter: *Rechen* - *Grübel*
      In unserer Welt legt das Licht knapp 300.000 km in einer Sekunde zurück. In DAST hingegen 10% weniger.
      Ergo entspricht ein Tick knapp 270.000 anstatt der bisherigen 300.000 km.
      Ein Klick (1000 Ticks) entspricht wiederum nur noch fast 2 Astronomischen Einheit. (270 statt 300 Milliarden km)

      Die Erde wäre somit ½ Klick von der Sonne entfernt. Unser Mond wiederum gut 1¼ Tick von der Erde.
      Spoiler anzeigen
      25 h/d unserer Zeit = 90.000 sec/d
      25 h/d DAST-Zeit = 100.000 sec/d
      Ergo vergeht eine Sekunde in DAST 10% schneller, d.h. 11 DAST Sek = 10 reale Sekunden

      Das Licht legt in unserer Welt in 1 Sekunde 299 792 458 Meter zurück.
      In DAST hingegen beträgt die Strecke 269 813 212,2 Meter, wg. der kürzeren Sekunde.



      Jundurg schrieb:

      Wie ist die Woche aufgeteilt? Gibt es auch genormte Bezeichnungen für die Tage?
      Und warum ist eigentlich alles im Zehnersystem? Das lässt sich ja nicht dritteln, und so. Also, welcher Politiker hat das in-world durchgesetzt und warum?
      Die Raumomaden assozieren mit jedem Wochentag ein Jahrhundert seit der "Verhüllung der Rotani". Ergo 7 düstere Tage für die "Dunkle Zeit". Ein Studientag stellvertretend für den (technologischen) Aufstieg vieler Spezies. Und die Hoffnungstage, die für Herz (Mut, Willenskraft, Seele) und Verstand stehen.
      Das Zehnersystem entstammt noch aus der Zeit der Rotani. Die Namen der Wochentage variieren allerdings, je nach dem wo man sich im Sternenring gerade aufhält:

      Nuhma-Hegemonie:
      1.-8. Kadday
      Péles (1. Ruhetag)
      Pheo (2. Ruhetag)


      Raumnomaden und weite Teile der Allianz:
      1.-7. Kadday
      Pintu (Studientag)
      Péles (1. Ruhetag)
      Pheo (2. Ruhetag)


      Clan-Welten:
      1.-7. Kradday
      Roa-Rua (Studientag o. Tag der Ertüchtigung)
      Treha
      Conop


      Verkon:
      1.-8. Kadday
      1. Ruhetag
      2. Ruhetag

      Jundurg schrieb:

      Tares = 4 Lichtjahre = durchschnittliche Entfernung zum nächsten Sternsystem. Unwissende behaupten zuweilen, dass der Begriff von "Tagesreise" abstamme.

      Du machst sowas auffällig oft. Hosa, Tares, ... (okay, mehr Beispiele fallen mir auf die Schnelle eh nicht ein?) Katzona, ...
      Bei "Hosa" finde ich, passt es, da es ja relativ naheliegend ist, dass der lateinische Name unserer Spezies noch in der Zukunft eine Bedeutung spielt. Bei anderen Beispielen wirkt es ein bisschen so, als würden dir keine Namen einfallen. Beziehungsweise befremdet die Nähe zum Deutschen - ich glaube ja nicht, dass die Sprache bei dir in-world besonders eine Rolle spielt.
      Tagesreise = Tares gilt bei den Bewohnern meiner Welt als Eselsbrücke. (Evtl. auch noch manchen Spielern.) Doch wie du oben sehen kannst, vermochte man mit den ersten Sios-Antrieben einen Tares allenfalls in 40 Tagen zurückzulegen. Das das nach über 100 Zyklen mit schnellen Antrieben (es gibt selbstverständlich auch noch Raumschiffe mit veralteten Antrieben) nur noch einen Tag dauert, ist ... reiner Zufall. ;) (Gehörte zu den Konzept-Rahmenbedingungen).
      Das meine Klischee-Spezies einen sehr einfachen Namen trägt - ja, stimmt. :nick: Doch findest du bei den anderen Spezies uninspiriert wirkende Namen?


      Caspar schrieb:

      Gibt es religiös motivierte Konflikte, Kriege, Staatsstreiche, Missionsbewegungen, etc.? Streiten sich manche institutionalisierten Kichen offen über die Deutung der Rotani? Du hast damit einen sehr gelungen Kunstgriff vollbracht, jetzt will ich wissen, wie sich das auswirkt ;)
      Da brachtest du mich echt ins Knobeln, da auf diesem Bereich meiner Welt nicht gerade meine Hauptaugenmerk liegt. Doch dafür stolperte ich dank dir über eine neue Religion. ;D
      Harmoniker ist die Bezeichnung für die Priester der Kirche der transzendetal-physikalischen Theologie. Zuweilen werden sie auch Physik-Mystiker (oder abfällig Py-My) genannt. Laut ihren Forschungen und Berechnungen gebären Universen weitere Universen. So mögen folgende klassische Sprüche nicht verwundern: "Fragt die Mutter des Universums." "Die Wege des Mutteruniversums sind unergründlich. Doch den göttlichen Sohn (dieses Universum) verstehen wir zunehmend besser." - "Physik ist der Weg zum Göttlichen. Durch unsere Dimensionsblasen-Antriebe betraten wir den ersten Schritt dort hin."
      Diese Religionsgemeinschaft entstammt ursprünglich einer Welt der Vipmáro, fand aber auf der zuvor gering religiösen Zentralwelt Nuhma so starken Anklang, dass sie schnell zur stärksten Religionsgemeinschaft aufstieg. Für die Hosa der Nuhma-Hegemonie hat Forschung einen enorm hohen Stellenwert, weil sie damit ihre Dominanz erlangten und auch weiterhin behalten wollen. Doch dieses Hand in Hand gehen mit den Harmonikern ist nicht frei von Spannungen. Denn in den Augen so mancher forschender Mystiker ist die Unterdrückung der anderen Spezies in der Hegemonie ein Hemmnis. Doch anderer Seits findet sich in keinem Sternenreich eine derart stark von der Regierung geförderte Forschung.

      Doch auch bei den anderen Religionen hat sich ein wenig getan. Fangen wir beim Ewigen Kreis an. Anfangs war dies eine Religion einer Welt, auf die sich einige abtrünnige Suna der Hegemonie flohen. Diese Glaubensform passte sehr gut zu ihrer Wahrnehmung und wurde von ihnen übernommen und immer weiter infiltriert, bis sie sie dominierten. Doch nach Außen hin wirkt diese Religion weiterhin wie eine ganz normale Religion, die sich zunehmend mehr über die Systemgrenze ausgebreitet.
      In der Zukunft wird der Ewige Kreis allerdings zu einer von mehreren Keimzellen werden, um einem neuen Regime der Hegemonie zu trotzen. Vor allem da es ihnen gelingt Teile der militärischen Suna der Hegemonie zu bekehren.

      Die Jünger der Rotani erfahren in der streng reglementierenden Nuhma-Hegemonie größeren Zulauf, da die nicht gleichberechtigte Behandlung der anderen Spezies die Unzufriedenheit unter diesen schürt.
      Zum einen planen die Gruppierungen, aus denen die Jünger bestehen, einen Krieg anzuzetteln zwischen verschiedenen Reichen. Eine Splittergruppe fördert die Piraterie, was in den Sternenreichen außerhalb der Hegemonie die verhassten RIPs entstehen ließ.
      Da sich die Rotani-Verehrung unabhängig auf diversen Welten entwickelte, gibt es diverse kleine Gruppen: Sei es der Nerota-Glaube von Simsa Bond, der recht friedliche Mönchsorden von Hedei (einzige Welt wo dieser Glaube das Leben bestimmt), die Tschessur (Intriganten im großen Stil), die VNV (Verhüllten Nachlass-Verwalter, mäßig aggressiv), die fanatischen Wächter der Welten oder die Schellséna.

      Lange Jahre ignorierte die Glaubensgemeinschaft der Göttin Galabé die diversen Sekten der Rotani-Jünger und debattierte eher intern mit verschiedenen Meinungsfraktionen (Fundamentalisten, Realos, Tor-Wia, Heiler Galabés, usw.) Doch mit zunehmenden Meldungen über gezielte Aktionen der JdR bildete sich langsam der Wille sich als Glaubensgemeinschaft diesen Verblendeten entgegen zu stellen. Es gab zwar nur selten belegte Angriffe auf den Galabé-Kult, da sich diese Kirche i.d.R. nicht in die Politik der Planeten / Sternenreiche einmischt, doch entstand letztlich neben der geheimen LOKI-Gruppierung (Wissensbeschaffung inkl. Industriespionage) der Realos, nun von Seiten der Fundamentalisten die Ilimer, frei übersetzt die Inquisitoren Galabés. Allerdings arbeiten sie verdeckt, da sie auf diesem Weg versuchen die Splittergruppen der JdR aufzustöbern.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

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    • Spannendes Ideen, ich bekomme mehr und mehr Lust, im Damokles Sternenring zu spielen! Ich befasse mich auch gerade viel mit Religionen und ihrer politischen Rolle. Ist eine der Kirchen irgendwo Staatsreligion, sodass ihr Einfluss auch durch staatliche Gewalten gesichert oder ausgeweitet wird? Wie gehen die staatlichen Gewalten ansonsten mit den religiösen Splittergruppen um, die zu mehr Gewalt tendieren? Welchen Einfluss haben die Ilimer in staatlichen Strukturen?