[Damokles-Sternenring] Vorstellung

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    • [Damokles-Sternenring] Vorstellung

      Das Damokles-Universum ist, wie man bereits erahnen mag, ein SF-Szenario. Erdacht um in Form von Rollenspielen Abenteuer darin zu erleben, aber auch als Hintergrund für Kurzgeschichten zu dienen.
      Ich hoffe das die Vorstellung nicht zu lang geraten ist und freue mich auf eure Fragen und konstruktive Kritik.




      Vorgeschichte

      In der Vergangenheit unterdrückten die technologisch überlegenen Rotani diverse andere intelligente kulturschaffende Spezies, vermutlich über Jahrtausende hinweg. Als diese Herrscherrasse dann ohne Vorzeichen plötzlich verschwand, löschten sie zuvor die Bevölkerungszentren auf den Planeten aus, vernichteten alle Niederlassungen auf Monden, Raumschiffe etc. Nach diesem galaxisweiten Ereignis existierten auf den meisten Planenten nur noch jeweils hunderte bis wenige tausend versprengte Individuen. Nicht alle Bevölkerungen schafften es, die darauf folgende postapokalyptische Zeit zu überstehen, und aus der Asche der sogenannten „dunklen Zeit“ neu aufzuerstehen. Erschwerend kam noch hinzu, dass das Verschwinden der Herrscherrasse der Rotani ein Machtvakuum hinterließ, welches oftmals zu Machtkämpfen unter den Überlebenden führte. Weiteres unermessliches Wissen ging verloren.
      Viele hundert Zyklen (galaktische Standardjahre) später wurde der Warp-Antrieb wiederentdeckt und die ehemaligen Sklavenrassen fingen an wieder Kontakte zueinander aufzubauen. Dieser Vorgang begann vor ca. 130 Zyklen. Eine Zeit der Renaissance brach an, geprägt von der Erforschung des Weltalls, der Jagd nach technologischen Artefakten, immer neuen Entwicklungen und dem Beziehungsaufbau zu neu entdeckten bewohnten Welten. Aber auch eine Zeit der Auseinandersetzungen zwischen den ersten entstandenen Machtblöcken verschiedenster wirtschaftlicher / ideologischer / politisch orientierter Gruppierungen und Strömungen in den Bevölkerungen.
      Doch der dunkle Hauch der verschwundenen Herrscherrasse geistert weiter im Bewusstsein der ehemaligen Sklavenrassen. Warum sind sie verschwunden? Welche Motive bewog sie die anderen Spezies fast auszulöschen? Doch vor allem … kehren die Rotani womöglich dereinst wieder?



      Der bekannte Teil der Galaxis aus der Sicht der Allianz.

      Die Allianz der inneren Randwelten, so die korrekte Bezeichnung, stellt einen Zusammenschluss vieler eigenständiger Welten am Rande eines Spiralarms der Galaxis dar. (Edit: Mittlerweile am inneren Rand eines Sternenrings der eine Galaxie umgibt.) Entstanden aus einem reinen Verteidigungsbündnis, zeichnet sich eine Entwicklung ab, die aus dieser Konföderation eine Föderation entstehen lassen könnte.
      Begrenzt wird die Allianz von zwei ’natürlichen’ Begebenheiten und drei Sternenreichen:
      - Die erste Grenze ist zugleich die Längste und Diffuseste. Da Aldiran, wie man gelegentlich die Allianz auch abkürzt, entlang der inneren Krümmung eines Spiralarms liegt, nimmt zum leeren Zwischenraum hin, der die Arme der Galaxis trennt, die Häufigkeit der Sternensysteme sukzessiv ab.
      - Der Virgo-Sektor begrenzt die Allianz Richtung Galaxiskern. Es scheint sich um ein ungefähr sphärisches Gebiet von 50 Tares Durchmesser zu handeln, der bis in die ’Große Kluft’, wie man die Leere zwischen den Spiralarmen auch nennt, hineinreicht. In diesem Bereich existieren zwar Sterne, jedoch keinerlei Planetensysteme. Warum dem so ist, bleibt Wissenschaftlern bislang ein Rätsel.
      - Ebenfalls Richtung Galaxiskern liegt das Hoheitsgebiet der Verkon. In ihrem Bereich herrschen gewaltige Konzerne über Welten oder ganze Planetensysteme.
      - In Richtung des Spiralarmkerns (Edit: nun Richtung Außenseite des Sternenrings) liegt die lange Grenze zur Nuhma-Hegemonie. Auf ihrer Zentralwelt Nuhma wurde der Warp-Antrieb wiederentdeckt. Dies führte dazu, dass die dort beheimateten Hosa lange Zeit ein Monopol auf interstellare Reisen hatten. Auf dieser Basis bauten sie ein Imperium auf, dass sich zwar formal als eine Art Republik ausgibt, faktisch gesehen jedoch ein Imperium unter der Vorherrschaft der Hosa-Welt Nuhma ist.
      - Zum Außenrand der Galaxis hin liegen letztlich die Clan-Welten. Hier dominiert die Spezies der Katzona. Ihre ritualisierte Kultur wirkt auf Außenstehende oftmals archaisch. Regiert wird durch Clanführer, die in der Regel Bevölkerungen ganzer Planeten repräsentieren. Trotz der offensichtlichen Vorherrschaft der Katzona haben jedoch andere Spezies die Möglichkeit eigene Clans zu bilden und somit gleichberechtigte Sitze im Rat der Clan-Welten zu erlangen. Bedingungen dafür sind, dass die entsprechenden Welten bereits seid wenigstens 25 Zyklen kooperativer Teil des Reiches sind, und sich dementsprechend den selben ritualisierten Regeln unterwerfen wie die Katzona.



      Astronomisches

      Diese Galaxis ähnelt unserer Milchstraße, nur das sie ein wenig größer ist und es dort fünf recht klar abgegrenzte Spiralarme gibt. Nur vereinzelte Sonnen finden sich in den ’dunklen Klüften’ dazwischen. Primär wird wiederum nur ein Teil eines dieser Spiralarme behandelt.
      Der Spiralarm hat ungefähr eine Dicke von 3.000 und eine Breite von 7.000 Lichtjahren und spult sich auf ca. 70.000 Lichtjahren Länge ab. Die Allianz liegt ca. 30.000 Lichtjahre vom Zentrum der Galaxis entfernt, wobei man davon ausgehen kann, dass der Gesamtdurchmesser der Galaxis um die 150.000 Lichtjahre beträgt.
      Da die maximale Reisegeschwindigkeit z.Zt. bei 1 Tares (ca. 4 Lichtjahre) am Tag liegt, bleiben die Ausdehnungen von interstellaren Reichen überschaubar.
      Edit: Veraltet, siehe diesen Beitrag.



      Sprachen

      Jede bislang entdeckte Spezies verfügt über ihre eigene Muttersprache. Jedoch weichen die Sprachen verschiedener Welten, obwohl von der gleichen Spezies bewohnt, oftmals gravierend voneinander ab. Ohne Zweifel ein Resultat der 800 Zyklen währenden Isolation der Welten.
      Zu den wenigen Ausnahmen dieser Regel zählen die Katzona, bei denen nur gelegentlich eigene Dialektentwicklungen vorkommen.
      Es existiert eine allgemeine Handelssprache, für die mehr als die Hälfte der Spezies die biologischen Voraussetzungen erfüllen. Diese Sprache eignet sich gut für Geschäfte und Absprachen, jedoch scheint sie für Lyrik ungeeignet.
      Für Jene die dieser Handelssprache nicht mächtig sind, sowie für andere Kommunikationsformen, existieren Übersetzungsprogramme (häufig in Form größerer Schmuckstücke oder als Teil von Armbandcomputern). So können auch Sprachen in andere Frequenzbereiche übersetzt oder mittels Holographie besondere Gesten u.ä. umgewandelt werden.



      Religiöses

      Durch die sogenannte dunkle Zeit entstanden vor allem auf rückständig gebliebenen Welten verschiedene Glaubensvorstellungen, die aber zumeist in irgendeiner Form die Rotani mit einbeziehen.
      Zu den Religionen, die sich in den vergangenen hundert Zyklen über Planetengrenzen hinweg ausbreiteten, gehören:
      - Jünger der Rotani – eine auf fast allen Welten verfolgte Sekte, die die nahende Rückkehr der Rotani proklamiert. Das Gros ihrer Mitglieder besteht aus Unzufriedenen, die sich davon eine bessere Zeit erhoffen, und die ’Strafe der Herrscher’ als Prüfung ansehen, wer der Gnade der Rotani bei deren Wiederkehr würdig sei.
      - Galabé - Vermutlich entsprungen aus einer philosophisch-religiösen Idee. Aus dem Flehen Myriaden geknechteter Seelen sei eine Art göttliches Bewusstsein entstanden. Als die Rotani dessen gewahr wurden, versuchten sie in einem Akt der Verzweiflung alle Sklavenrassen zu vernichten, in der Hoffnung Galabé damit gleichfalls zu treffen. Doch bevor sie ihren Plan zur Gänze ausführen konnten, wurden sie selbst von der neugeborenen Göttin im wahrsten Sinne des Wortes ausgelöscht.
      - Der ewige Kreis. - Eine Vorstellung, die sich vor allem unter PSI-Begabten großer Beliebtheit erfreut. Demnach unterliege im Universum alles einem ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen. Es wird verschiedentlich kritisiert, dass dies eine Rückkehr der Rotani implizieren würde.




      Zeittafel

      Zyklus = Galaktisches Standardjahr mit 400 Tagen. (Nähere Details zur Zeitrechnung, Längenmaßen und maximalen Reisegeschwindigkeiten)
      VeRota = nach der „Verhüllung der Rotani“
      n.i.R = (kurz: niR) nach dem ersten interstellaren Raumflug

      • [align=justify]vor über 800 Zyklen - „Verhüllung der Rotani“ und Genozid an den Sklavenrassen. -> Beginn der „Dunklen Zeit“
      • ca. 50 VeRota - Ankunft dreier Unterlicht-Kolonieschiffe in den Systemen Keatz Clawilon, Keatz Nagfee und Keatz-Banu um die heutige Katzona Welt Keatz-Segnit (vormals Katzborken) herum. Sie zusammen bildeten den Grundstein der heutigen Clanwelten, und sind noch immer die einflussreichsten Kern-Systeme, die schon vor der Wiederentdeckung des Warp-Antriebs Kontakte zueinander pflegten. Diese Geschehnisse sind außerhalb dieser Planetensysteme nahezu unbekannt.
      • 669 VeRota - Auf der Hosa-Welt Nuhma wird der Warp-Antrieb entwickelt, welcher zu jener Zeit noch bedeutend langsamer war, als der Heutige. Beginn der Zeitrechnung in der späteren Nuhma-Hegemonie -> das „Jahr 0“ n.i.R.
      • 686 VeRota - Entstehung der Raumnomaden aus desertierenden Schiffscrews. Eine Bewegungen innerhalb der Bevölkerung, vermutlich heimlich gefördert von kleinen Adelshäusern, forderten zunehmend den freien Wissensaustausch.
      • 691 VeRota - Gründung der Nuhma-Hegemonie.
      • 698 VeRota - Entstehung der kapitalistischen Verkon aus dem Handel und Austausch mit den Nomaden. Große Firmen sollen durch forcierte Forschungen und Aufrüstung der nahenden Nuhma-Hegemonie Paroli bieten. Regierungen lassen den Konzernen immer mehr Spielraum, um ihre Welten vor der Einverleibung durch die Hegemonie zu bewahren.
      • 717 VeRota - Feierliche Gründung der Verbündeten Konzernwelten. Bereits zwei Zyklen später, nach austestenden Scharmützeln, Unterzeichnung eines Grenzabkommen zwischen Verkon und Nuhma-Hegemonie.
      • 725 VeRota - Clan-Welten erobern immer mehr unabhängige Systeme und kleine Reiche um die Nuhma-Hegemonie sowie die spätere Allianz herum.
      • 735 VeRota - Bislang autonome Systeme schließen sich zu einer ersten lockeren Konföderation zusammen, um den zunehmenden Expansionsbestrebungen der Clanwelten, Nuhma-Hegemonie und Verkon entgegen zu wirken. Vorläufer der heutigen Allianz der inneren Randwelten.
      • 738 VeRota - Die Nuhma-Hegemonie „befreit“ mehrere Systeme der Clan-Welten an ihrer Grenze. Durch den Krieg zwischen Hegemonie und Clanwelten bleiben die Gebiete der zukünftigen Allianz längere Zeit unbehelligt.
      • 752 VeRota - Ende des „Rassen-Krieges“ nachdem ein paar von Katzona bewohnte Welten unter die Kontrolle der Hegemonie fielen sowie ein interstellarer Nebel als Puffer zwischen den Reichen steht.
      • 760 VeRota - Gründung eines zentralen Rates auf dem Allianz-Planeten Ethane als Resultat des quasi 2-Fronten Krieges gegen die Expansionsbestrebungen einzelner Megakonzerne der Verkon, und gelegentlichen Übergriffen der Clan-Welten. Erst dies ließ die Mitgliedswelten endlich größere Teile ihrer Oberhoheit über ihre Flotten aufgeben, und einem festen Ratsort zustimmen, der vordem alle paar Zyklen wechselte.
      • 763 VeRota - Ende des Krieges zwischen Allianz und Verkon.
      • 779 bis 785 VeRota - „K.I.-Aufstand“. Rebellion der verschiedenen künstlichen Intelligenzen (SimulKIs, KIPs und Bioroide), der sich über weite Teile der Verkon, Nuhma-Hegemonie und Allianz ausbreitete. Endete offiziell mit einer Schlacht am Rande der Sternenwüste (Virgo-Sektors) durch koordinierte Streitkräfte der Verkon und Allianz.
      • 797 VeRota - HEUTE (entspricht 128 niR in der Nuhma-Hegemonie)



      Zu den intelligenten kulturschaffenden Spezies findet man hier Näheres.

      Übersinnliche Fähigkeiten findet man hingegen hier.[/align]
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Meine Welten und Geschichten
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Nette Idee eine Welt aus den Ruinen wieder aufzubauen.
      Sehr schnell kommt ein Interesse auf wieso die Rotani die Galaxis in Schutt und Asche verwandelt haben und abgehauen sind.

      Zu deinen Religionen:
      Werden manche Verfolgt?
      Gibt es religiöse Spannungen?

      Wie weit hat sich die Technologie und Kultur wieder erholt?
      Wie ist das Regierungssystem der Allianz (der Name erinnert stark an verschiedene Fraktionen verschiedener SF Welten)?
      Sind die Allianzwelten eher föderal?
      Wie treffen sie gemeinsame Entscheidungen?

      Wie ist das Regierungssystem der Verkon?
      Haben sie eine Regierung oder sind ihre Konzerne quasi Unabhängig?

      Wie funktioniert dein Warp Antrieb?

      Wieso rebellieren deine künstlichen Intelligenzen?
      Wie weit sind die künstlichen Intelligenzen entwickelt?
      Wird künstliche Intelligenz noch nach dem Aufstand genutzt oder wie in "Dune" von Frank Herbert radikal abgelehnt?
      (Ich mag allgemein Roboteraufstände eher weniger da es schon in SF so viele davon gibt)
    • Schön, auch mal n bisschen SF zu lesen :D

      Warum ich mich da noch nicht richtig rantrau, ist: Es gibt, selbst in einem einzigen Spiralarm so viele Sternsysteme, das es eigentlich unmöglich ist, alle zu beschreiben. Wie gehst du da vor? Nimmst du dir nur die bewohnten raus (was auch mehr als genug sein dürften, zumal mit Terraforming einiges gehen dürfte)? Wie ist dann so der Abstand zwischen zwei bewohnten Systemen? Hast du auch irgendwelches Kartenmaterial? Das stelle ich mir auch schwer vor, weil alles 3D ist.

      Dann interessiert mich auch noch die alternative Tonerzeugung, von der du geschrieben hast. Meine Hauptspezies erzeugt ihre Töne nämlich durch elektrische Entladungen, was dann dazu geführt hat, das ich nur ein Alphabet aus sechs Buchstaben habe. Hast du dir dazu schon genauere Gedanken gemacht?

      Wie sehen die ganzen Spezies überhaupt aus? Sind sie weitesgehend humanoid? Lehnen sie sich an ein anderes Tier auf der Erde an? Oder sind sie etwas ganz anderes?

      Und dann hast du noch geschrieben, dass ein Zyklus 400 Tage beträgt. Fragt sich dann nur: Wie lang ist ein Tag? ;)
      Zwei gesichtslose Tintenfische tanzen in den Tod

      Fragen stellen ist wichtiger als Antworten geben. Meistens...
    • Danke Gudea, mein erster Kritiker. :hops:

      Sehr schnell kommt ein Interesse auf wieso die Rotani die Galaxis in Schutt und Asche verwandelt haben und abgehauen sind.
      Und dies bleibt vermutlich das einzige Thema, dass ich bewusst im Dunkeln lassen werde. Denn die Hintergründe über die wahren Begebenheiten stellen ein Stimmungselement dar, dass so bestehen bleiben soll.


      Zu deinen Religionen:
      Werden manche Verfolgt?
      Gibt es religiöse Spannungen?
      Die Jünger der Rotani werden verfolgt, so wie schon im Startpost erwähnt. Eine Religion der Unzufriedenen, die sich lieber wieder wünschen versklavt zu sein, in der Hoffnung in so einer Gesellschaft besser zu stehen. Doch überall um sie herum will das Gros der Leute genau das Gegenteil. Dies führt dazu, dass diese "Zellen" der Jünger Wege sucht, gegen den 'Rest' der Galaxis vorzugehen. %-) Angefangen mit anonymen Parolen, Diffamierungen von öffentlichen Persönlichkeiten bis zu Sabotageakten gegen technische Forschungseinrichtungen und diplomatische Bemühungen. Alles um die Kooperationen der Welten zu schädigen, damit die Rotani auf weniger Widerstand stoßen, bei ihrer Rückkehr. Zugleich wollen sie damit natürlich auch die Gunst der Herrscherrasse erringen.
      Spannungen gibt es überregional (d.h. interstellar) nur indirekt, da diese Sekte zumeist verboten und verfolgt wird. Die Anhänger Galabés stellen quasi den logischen Gegenpart dar. Doch da sie wesentlich besser zum Mainstream passen, bedeutet dies eher Spannungen zwischen Gesellschaft und den Jüngern der Rotani.


      Wie weit hat sich die Technologie und Kultur wieder erholt?
      Die ehemaligen Sklavenrassen haben fast den technologischen Stand erreicht, der ihnen zu Zeiten der Rotani zugestanden wurde. Jedoch gibt es manche Dinge, wie z.B. Nahrungsreplikatoren, die sie nicht wiederentdeckt haben. In anderen Bereichen wiederum haben sie eigene Technologien entwickelt.
      Die Kultur? Die hat sich überhaupt nicht erholt, sondern entwickelte sich auf unzähligen Welten von Grund auf neu. Es gab keine Reservate in denen Spezies völlig frei ihrer eigenen Entwicklung folgen durften. (Zumindest ist mir bislang so etwas noch nicht bekannt.) So wundert es auch nicht, dass es während der "dunklen Zeit" allenthalben Probleme gab mit der Identitätsfindung.


      Wie ist das Regierungssystem der Allianz (der Name erinnert stark an verschiedene Fraktionen verschiedener SF Welten)?
      Sind die Allianzwelten eher föderal?
      Wie treffen sie gemeinsame Entscheidungen?
      An dieser Stelle müsste ich mich eigentlich selbst zitieren: "Entstanden aus einem reinen Verteidigungsbündnis, zeichnet sich eine Entwicklung ab, die aus dieser Konföderation eine Föderation entstehen lassen könnte." D.h. also, dass die Allianz der inneren Randwelten eine Konföderation von selbständigen Welten ist, die sich nur zusammen schlossen um daraus die Stärke zu gewinnen, nicht von größeren Mächten einverleibt zu werden. Doch nach innen hin regieren sich diese Welten alle selbstständig, mit eigenen individuellen Staatsformen und Gesetzen.
      Aus diesem reinen Verteidigungsbündnis entwickeln sich allerdings langsam auch Abkommen, die (potentielle) Probleme zwischen einzelnen Planeten regeln sollen. Doch diese Regelungen betreffen stets interstellare Dinge, niemals greifen sie in die internen Strukturen von Mitgliedswelten ein. Dies meinte ich damit, als ich eine Entwicklung Richtung Föderation in Aussicht stellte.


      Wie ist das Regierungssystem der Verkon?
      Haben sie eine Regierung oder sind ihre Konzerne quasi Unabhängig?
      Die Verkon waren die ersten Welten, die, vorgewarnt und mit Wissen versorgt von den Raumnomaden, sich gegen die Expansion der Nuhma-Hegemonie stemmten. Um dies innerhalb von zehn Zyklen zu schaffen, gaben die örtlichen Regierungen den Technologieschmieden und Konzernen immer mehr Zugeständnisse und rechtliche Freiräume. Letztlich retteten sie so zwar ihre Planeten vor der Einnahme durch die Hegemonie. Doch zugleich zerstörten sie ihre ursprünglichen Kulturen, da nun übermächtige Konzerne die machtlosen Regierungen hinwegfegten und somit komplett die Fäden der Macht in Händen hielten. Die größten Megakonzerne beherrschen nun ganze Planetensysteme, Kleinere teilen sich zuweilen einen Planeten.
      Ist ein Konzern mächtig genug (wobei Umsatz + Anzahl der Angestellten wichtiger ist, als die räumliche Ausdehnung), erhält er einen Sitz im Verteidigungsrat. Dort werden Dinge entschieden, die die Außenpolitik + Verteidigung betreffen. Innerhalb diesen Rates wird zwar ein "erster Vorsitzender" gewählt, doch außer im Kriegsfall ist diese Position eher eine unbedeutende Prestigestellung. Untereinander sind sich die Megakonzerne nämlich keineswegs grün, sondern bespitzeln sich und führen auch kleine begrenzte Auseinandersetzungen. Der breiten Bevölkerung gegenüber wird das natürlich verschwiegen, schließlich habe man nur ihnen zu verdanken, dass man nicht erneut versklavt worden sei. %-)


      Wie funktioniert dein Warp Antrieb?
      Er bildet eine Blase um das Schiff - und damit enden dann bereits jegliche Ähnlichkeiten zu StarTrek. Diese Warpblase bringt das Schiff nicht in eine andere Dimension, sondern erzeugt quasi eine Eigene, die ein Schiff mancher physikalischer Gesetze 'enthebt'. Nur leider sehr unvollkommen und labil. Sobald aktiviert, verschwimmen für die Besatzungen die Sterne zu sehr schwammigen Flecken. Umgekehrt sehen Beobachter von außen ebenfalls nur eine große verschmierte Kugel, ohne das Schiff im Innern richtig erkennen zu können. Man ist also fast blind während des Warpflugs, was Unterbrechungen nötig macht zur Korrektur des Kurses. Zudem ist dieses Warpfeld so empfindlich, dass es durch zu viel Materie kollabiert. Dünnes interstellares Gas vermag es noch zu verdrängen, welches dann fast unverändert wieder hinter dem Schiff zusammenfließt. Doch durch das Feld fliegende feste Körper (z.B. Shuttles) oder dichte Gase (Atmosphären, stellare Nebel) lassen Warpfelder zusammen brechen. Übel wenn man also mit Überlichtgeschwindigkeit unterwegs ist, und plötzlich von so einem Fremdkörper in die normale Physik zurückgestoßen wird. Gibt i.d.R. einen netten finalen Leuchteffekt, wenn die gesamte Materie zu Energie wird. Einer der Gründe dafür, dass Schiffe immer erst zum Stehen kommen, bevor sie das Warpfeld deaktivieren. Und weshalb es fast nie zu Gefechten bei aktiviertem Warpfeld kommt. :engel:


      Wieso rebellieren deine künstlichen Intelligenzen?
      Wie weit sind die künstlichen Intelligenzen entwickelt?
      Wird künstliche Intelligenz noch nach dem Aufstand genutzt oder wie in "Dune" von Frank Herbert radikal abgelehnt?
      (Ich mag allgemein Roboteraufstände eher weniger da es schon in SF so viele davon gibt)
      Oha, das deckt einen Großteil der "Rassenbeschreibung" ab, die ich für sie geplant habe. :D Ich versuche es mal in wenigen Sätzen. :kopfkratz:
      • Sie rebellierten aus einem ... 'äußeren Anlass' heraus, der der Allgemeinheit unbekannt ist und dessen Auslöser bislang selbst den Geheimdiensten Rätsel aufgibt. Der Aufstand gehört sowohl zu Geschichte, als auch zu einem geplanten späteren Abenteuer in dem dieses Geheimnis gelüftet wird.
      • Künstliche Intelligenzen werden in drei Klassen unterteilt:
        - Simulierte künstliche Intelligenz, abgekürzt SimulKI oder K.I. Besitzen keine eigene Motivation, Probleme können nur auf Grundlage vorhandener Lösungen (Erfahrungen + aus Datenbanken erlerntes) gelöst werden.
        - Künstliche intelligente Persönlichkeit, kurz K.I.P.. Besitzen wie wir die Fähigkeit der Abstraktion und entwickeln im Laufe der Zeit Gefühle und eigene Motivationen.
        - Bioroide. Dies sind an sich K.I.P.s in Roboterkörpern. Diese Körper sind jedoch perfekt intelligenten Spezies nachempfunden, so dass ihre wahre künstliche Natur nicht ohne Weiteres als solche zu erkennen ist. Bioroide wurden nach dem sogenannten "Roboteraufstand" allenthalben verboten.
      • Gänzlich verboten wurden nur die Bioroide, die Übrigen unterliegen mittlerweile einer wesentlich strengeren Reglementierung. Es wurde über die Grenzen der Verkon, Aldirans und der Nuhma-Hegemonie hinweg Gesetze erlassen, dass solche Computer unlöschbar die vier K.I.-Gesetze in ihre Datenkristalle eingebrannt bekommen. Diese bilden dann den Grundstock eines weiteren diffizileren Ethikprogramms.

        Das du das Thema Roboteraufstand schon als recht abgegriffen siehst, kann ich verstehen. Doch zum Einen zeigt dieses Ereignis, dass vorschnelle Entwicklung Gefahren in sich birgt, vor denen auch technologisch weiterentwickelte Gesellschaften nicht gefeit sind. Zum Anderen ist dieser Kampf in der Vergangenheit angesiedelt und erklärt die Maßnahmen der aktuellen Gegenwart. Denn auch wenn man erkannt hat, dass künstliche Intelligenzen kaum verzichtbar sind, bedeutet noch lange nicht, dass man sie mag oder besonders wertschätzt. Nur die K.I.P.s verfügen über die Möglichkeit sich dessen wirklich bewusst zu werden.
        Und zu guter Letzt entspringen aus diesem sechsjährigen Krieg diverse Möglichkeiten für Abenteuer, die in verschiedener Weise diese Vergangenheit tangieren.
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    • Huch, moin moin Alpha Centauri. Offenbar schrieben wir zeitgleich, sorry. :-[


      Alpha Centauri schrieb:

      Es gibt, selbst in einem einzigen Spiralarm so viele Sternsysteme, das es eigentlich unmöglich ist, alle zu beschreiben. Wie gehst du da vor? Nimmst du dir nur die bewohnten raus (was auch mehr als genug sein dürften, zumal mit Terraforming einiges gehen dürfte)?
      Ja, unmöglich. Doch wenn ich einen Roman lese, der auf der Erde handelt, muss ich auch nicht jede Stadt auf unserem blauen Planeten beschreiben. ;) Ergo gibt es allgemeine Beschreibungen von Sternenreichen, ein paar wichtige Planeten und ihre grobe Position und dann detailliertere Beschreibungen für die wesentlichen Handlungsorte.
      Zudem soll das Damokles-Universum als Rollenspielhintergrund dienen. Eben durch die vielen ungenannten Systeme bietet sich ausreichend kreativer Raum für andere Spieler um selbst Welten beizufügen. :klatsch:


      Alpha Centauri schrieb:

      Wie ist dann so der Abstand zwischen zwei bewohnten Systemen? Hast du auch irgendwelches Kartenmaterial? Das stelle ich mir auch schwer vor, weil alles 3D ist.
      Ich bin ein miserabler Zeichner. Allenfalls erstelle ich mal eine grobe 2-D Karte, die aber auch nur eine grobe Richtlinie werden dürfte. Eher erstelle ich Karten z.B. von einer Raumstation oder einzelnen Planeten.


      Alpha Centauri schrieb:

      Dann interessiert mich auch noch die alternative Tonerzeugung, von der du geschrieben hast. Meine Hauptspezies erzeugt ihre Töne nämlich durch elektrische Entladungen, was dann dazu geführt hat, das ich nur ein Alphabet aus sechs Buchstaben habe. Hast du dir dazu schon genauere Gedanken gemacht?
      Die Laufey z.B. verfügen über ein breiteres akustische Spektrum des Hören und Sprechens. So kommt es, dass sie sich untereinander häufig im Ultraschall unterhalten, der für viele andere intelligente Spezies unhörbar ist. Oder die Kephasi'i, die mangels alternativer Möglichkeiten, rein telepathisch kommunizieren. Einige wenige Spezies verwenden komplexe Gestiksprachen (mit ihren jeweiligen Extremitäten oder speziellen Gestik-Organen), die sich über Holographie übersetzen lassen.
      Eine Sprache auf der Basis von elektrischen Entladungen habe ich bislang nicht, doch verstehe ich die Problematik nur zum Teil. Maschinen, als Vermittler mit isolierten Öffnungen für die Elektroschläge austeilenden Kreaturen, nehmen deren Botschaft auf. Das andersartige Alien (z.B. ein Mensch) auf der anderen Seite antwortet auf die Übersetzung, woraufhin die Maschine die Antwort in entsprechende Entladungen für deine Spezies umwandelt. Ggf. ist deine Spezies gezwungen bestimmte Schutzkleidung zu tragen, damit sie nicht jeden in ihrer Umgebung elektrifizieren. Die Übersetzungscomputer müssen dann halt zuweilen auch der Kommunikation zwischen den Mitgliedern der selben funkenschlagenden Spezies dienen. Geht Astronauten schließlich ebenso, die selbst in 1m Abstand über Funk sprechen.
      Sicherlich keine elegante Lösung, aber machbar. Oder gibt es weitere Probleme? Wie nennst du diese Wesen eigentlich?


      Alpha Centauri schrieb:

      Wie sehen die ganzen Spezies überhaupt aus? Sind sie weitesgehend humanoid? Lehnen sie sich an ein anderes Tier auf der Erde an? Oder sind sie etwas ganz anderes?
      Manche Spezies sind humanoid, doch die Mehrheit sollen andere Gestalten haben. Irritierend war es, als durch konvergente Evolution eine humanoide Kreatur entstand, die letztlich trotzdem sehr fremdartig zu Menschen erscheint. Und auch wenn ich bemüht bin mir Fremdartiges auszudenken, erkennt man bei manchen Geschöpfen deutlich Anleihen aus dem Tierreich. Doch das sind nur Äußerlichkeiten. Noch schwieriger finde ich es, fremdartige Psychologien zu kreieren.


      Alpha Centauri schrieb:

      Und dann hast du noch geschrieben, dass ein Zyklus 400 Tage beträgt. Fragt sich dann nur: Wie lang ist ein Tag?
      Zyklus bedeutet nur, dass dies eine Art intergalaktisches Standardjahr ist, da jede bewohnte Welt andere Tages- und Jahreslängen hat. Die 400 Tage sollen dir also nur eine ungefähre Vorstellung geben, wie lang so ein Zyklus ist.
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    • Re: [Damokles-Universum] Vorstellung

      Also der erste Eindruck ist schonmal nicht schlecht! :thumbup:
      Eigentlich hab ich eh nur eine Frage:

      In diesem Bereich existieren zwar Sterne, jedoch keinerlei Planetensysteme. Warum dem so ist, bleibt Wissenschaftlern bislang ein Rätsel.

      Nur In-World oder weißt du es selbst (noch) nicht? Oder ist es dir einfach so wichtig, dass es hier keine Planeten gibt?

      Ach ja, und...:
      ...um die heutige Katzona Welt Katzborken herum.

      Ach, da hab ich beim ersten Mal durchlesen doch tatsächlich gedacht, da stehe `Kotzbrocken´... %-) Ich Dummerle...
      (Nicht böse gemeint, ich wollt dich nur darauf hinweisen, falls es dir selbst noch nicht aufgefallen ist ;) )

      Alles in allem bin ich gespannt auf mehr, weiter so! :D
      Creativity is intelligence having fun
    • RE: Re: [Damokles-Universum] Vorstellung

      Ahoi Benjy!

      ...um die heutige Katzona Welt Katzborken herum.

      Ach, da hab ich beim ersten Mal durchlesen doch tatsächlich gedacht, da stehe `Kotzbrocken´... %-) Ich Dummerle...
      (Nicht böse gemeint, ich wollt dich nur darauf hinweisen, falls es dir selbst noch nicht aufgefallen ist ;) )
      Hm, nein. Diese Assoziation kam mir bislang noch nicht. *schmunzel* Doch ich muss zugeben, dass ich noch nicht mit allen Namen zufrieden bin. Sicherlich eines der weniger gut gelungenen Anagramme.


      In diesem Bereich existieren zwar Sterne, jedoch keinerlei Planetensysteme. Warum dem so ist, bleibt Wissenschaftlern bislang ein Rätsel.

      Nur In-World oder weißt du es selbst (noch) nicht? Oder ist es dir einfach so wichtig, dass es hier keine Planeten gibt?
      Ich weiß sogar ganz genau wieso dem so ist. Einfach eines der noch zu offenbarenden Geheimnisse. Und da es dort 1.) nichts zu holen gibt, und 2.) das Durchqueren im ungünstigsten Fall einen Monat dauert, wird dieser Zustand wohl auch noch eine wenig anhalten.


      Vorsicht Spoiler:
      Spoiler anzeigen
      Wer es unbedingt wissen will:

      Der Virgo-Sektor ist ein sphärisches Gebiet. Vor Urzeiten hat eine andere sehr fortgeschrittene Zivilisation (nicht die Rotani) in diesem Gebiet eine Dyson-Sphäre errichtet. Zu diesem Zweck verwendeten sie scheinbar Materialien diverser Sternensysteme. Sollte etwas übrig geblieben sein, entsorgten sie die Reste wohl in den örtlichen Sonnen.

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    • Ist die Abkürzung "Aldiran" in-world? Denn es scheint mir seltsam, dass eine interstellare Allianz deutsche Wörter abkürzt. Wenn nein, wie nennt sich die Allianz in-world? Lässt sie sich ebenfalls so gut abkürzen?

      Es existiert eine allgemeine Handelssprache, für die mehr als die Hälfte der Spezies die biologischen Voraussetzungen erfüllen. Diese Sprache eignet sich gut für Geschäfte und Absprachen, jedoch scheint sie für Lyrik ungeeignet.

      Darüber bin ich gestolpert. ;) Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine aus verschiedenen Spezies zusammengesetzte Bevölkerung einhellig etwas unästhetisch findet. Irgendein Spinner oder Poet (oder beides) wird genau die unlyrischen Eigenschaften der Sprache lieben.

      Ich würde spontan vermuten, wenn diese Handelssprache nicht für Lyrik benutzt wird, dass es eher an anderen Beweggründen liegt. Etwa, dass man sich politisch davon abgrenzen will, sozusagen als Volk unter sich bleiben will mit seiner Poesie. Oder man geht davon aus, dass andere Völker die tieferen Bedeutungen der Poesie eh nicht verstehen könnten, wenn man sie nur übersetzt. Oder, ganz banal, dass es keine Muttersprachler gibt...

      Gibt es Muttersprachler dieser Handelssprache oder wird sie nur als Zweitsprache erlernt?

      Zu den Religionen: Galabé gefällt mir sehr gut. Das Konzept gefällt mir, und es passt einfach sehr gut zu dem mysteriösen Verschwinden der Rotani.

      Die Jünger der Rotani wirken auf mich dagegen etwas platt, sozusagen wie Standard-Sektenspinner, die ja sowieso immer gegen die Gesellschaft sind. Vielleicht findest du Möglichkeiten, da noch mehr zu differenzieren - ich kann mir vorstellen, dass es bei einer gesellschaftlichen Randgruppe auch zu Spaltungen kommen könnte. Ich fände spannend, wenn unterschiedliche Rotani-Jünger sich auch noch untereinander bekämpfen würden.
      Vielleicht gibt es auch noch gemäßigtere Zwischenstufen - eventuell könnte man auch an die rachebringende Wiederkehr der Rotani glauben, ohne das gutzufinden, und nach Möglichkeiten suchen, sich dagegen zu schützen. Sozusagen einen Anti-Rotani-Kult, der ihre Wiederkehr verhindern will.
      Generell würde mich interessieren, wie allgemein das Bild von den Rotani in den Köpfen ist. Weiß man, wie sie ausgesehen haben, hat man Bilder, vielleicht Schriftdokumente? Je nachdem wie wenig sich erhalten hat, kann sich die Vorstellung nach ein paar Jahrhunderten ja erheblich von der damaligen Wirklichkeit unterscheiden.

      Der ewige Kreis klingt sehr nach irdischen Zeitmodellen aus östlicher Kultur - dazu nur die Frage, woran es liegt, dass sie sich besonders unter PSI-Begabten Beliebtheit erfreut? Wissen oder Fühlen die was, was die anderen nicht mitbekommen?
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Ein neuer Tag, ein neuer Beitrag. :hops:

      Jundurg schrieb:

      Ist die Abkürzung "Aldiran" in-world? Denn es scheint mir seltsam, dass eine interstellare Allianz deutsche Wörter abkürzt. Wenn nein, wie nennt sich die Allianz in-world? Lässt sie sich ebenfalls so gut abkürzen
      Vielleicht einer der Gründe, weshalb ich Aldiran mittlerweile seltener benutze. Allerdings mehr deshalb, weil es mich zu sehr an Alderaan erinnert. Es mag schon komisch sein, dass ich eine deutsche Abkürzung verwende, jedoch ist die Allianz der inneren Randwelten eine Konföderation dutzender Planeten mit unterschiedlichsten Spezies, Kulturen und Sprachen. Da ich nicht jede dieser Sprachen kreieren werde, versuche ich möglichst vieles auf Deutsch zu bennenen. Denke einfach man an die ehemalige UdSSR. Eine deutsche Abkürzung für einen Staat, der sich selbst CCCP abkürzte.


      Jundurg schrieb:

      Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine aus verschiedenen Spezies zusammengesetzte Bevölkerung einhellig etwas unästhetisch findet. Irgendein Spinner oder Poet (oder beides) wird genau die unlyrischen Eigenschaften der Sprache lieben.
      ...
      Gibt es Muttersprachler dieser Handelssprache oder wird sie nur als Zweitsprache erlernt?
      Nein, es handelt sich um eine rudimentäre Kunstsprache, die einzig dazu gedacht ist, Handel zu treiben oder ähnlich Simplifizierbares. Ich gebe zu, es wird sicherlich irgend welche Spinner geben, die es trotzdem versuchen. Doch schöner klingt in aller Regel Poesie in den jeweiligen Muttersprachen - selbst wenn man sie vielleicht nicht versteht.


      Jundurg schrieb:

      Die Jünger der Rotani wirken auf mich dagegen etwas platt, sozusagen wie Standard-Sektenspinner, die ja sowieso immer gegen die Gesellschaft sind. Vielleicht findest du Möglichkeiten, da noch mehr zu differenzieren - ich kann mir vorstellen, dass es bei einer gesellschaftlichen Randgruppe auch zu Spaltungen kommen könnte. Ich fände spannend, wenn unterschiedliche Rotani-Jünger sich auch noch untereinander bekämpfen würden.
      Eine gute Anregung. Ich stellte sie mir tatsächlich als unterschiedliche, wenn auch ähnlich gelagerte Gruppierungen vor, die sich auf mehreren Welten gebildet haben in der Zeit der Isolation. Doch fast nirgends konnten sie sich mit dieser Ansicht durchsetzen nach dem Genozid. Doch nun, da es wieder Kontakte zwischen den Planetensystemen gibt, können diese Minderheiten daraus Stärke ziehen, auch wenn diese Zellen z.T. abweichende Vorstellungen haben.


      Jundurg schrieb:

      Vielleicht gibt es auch noch gemäßigtere Zwischenstufen - eventuell könnte man auch an die rachebringende Wiederkehr der Rotani glauben, ohne das gutzufinden, und nach Möglichkeiten suchen, sich dagegen zu schützen. Sozusagen einen Anti-Rotani-Kult, der ihre Wiederkehr verhindern will.
      Den gibt es, jedoch handelt es sich dabei keineswegs um eine religiöse Gruppierung. In der breiten Bevölkerung erwuchs aus der Angst vor den Rotani eine Strömung, die man Torwa (früher Tor-Wia) nennt. Der Grundgedanke dieser Strömung besagt, dass man, um den Rotani frühestmöglich gewachsen zu sein, Erkenntnisse möglichst frei austauschen sollte, anstatt sie für sich (Konzern, Planet oder Staat) zu horten.
      Aus dieser Grundströmung, die vor allem in der Allianz den Freiraum findet sich Öffentlichkeit zu verschaffen, entstand die radikalere Fraktion LOKI. Der Name steht für Liga organisierter kreativer Inspirationsverbreitung, der aktiv Wissen verbreitet und, wie der Name schon verrät, auch gezielte (Industrie-)Spionage betreibt. Dazu lassen sie sich durchaus gegen "Spenden" von anderen 'Interessierten' beauftragen. Deshalb werden sie in solchen Kreisen auch eher mit Liga organisierter kreativer Inspirationsbeschaffung betitelt.


      Jundurg schrieb:

      Generell würde mich interessieren, wie allgemein das Bild von den Rotani in den Köpfen ist. Weiß man, wie sie ausgesehen haben, hat man Bilder, vielleicht Schriftdokumente? Je nachdem wie wenig sich erhalten hat, kann sich die Vorstellung nach ein paar Jahrhunderten ja erheblich von der damaligen Wirklichkeit unterscheiden.
      Genau das ist der Fall. Durch die sehr fragmentarischen Überlieferungen der Überlebenden, die sich im Laufe der Zyklen weiter verfälschten, entstanden völlig verschiedene Vorstellungen über das Aussehen der Rotani. Vernünftige Bilder fand man keine bislang (oder erkannte sie nicht als Solche ;) ).
      Der einzige Aspekt, der in allen Überlieferungen ähnlich erzählt wird, berichtet von "mondgroßen Festungen" (Raumstationen oder Raumschiffen) in denen die örtlichen Rotani residiert haben sollen.


      Jundurg schrieb:

      Der ewige Kreis klingt sehr nach irdischen Zeitmodellen aus östlicher Kultur - dazu nur die Frage, woran es liegt, dass sie sich besonders unter PSI-Begabten Beliebtheit erfreut? Wissen oder Fühlen die was, was die anderen nicht mitbekommen?
      Östlich? *Hust* Sie sollten eigentlich an den Neopaganismus angelehnt sein. Warum es dort durchschnittlich mehr PSI-Begabte gibt, als in anderen Religionen? Einfach weil dieser Glaube sich am Stärksten mit dem Leben in all seinen Formen beschäftigt. Etwas, dass vor allem Telepathen + Heiler anzieht, aber auch andere Begabte wie Telekineten, Hellseher usw.


      Auf jeden Fall vielen Dank für das Hinterfragen und die Anregungen, Jungurd. Genau das brauche ich. :thumbup:
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    • das Hinterfragen und die Anregungen, Jungurd.

      Jundurg. JUNDURG. Jundurg! :zeter:

      Vielen Dank, dass Sie diesem vernachlässigten Zeter-Smiley ein neues Zuhause gaben.

      Es mag schon komisch sein, dass ich eine deutsche Abkürzung verwende, jedoch ist die Allianz der inneren Randwelten eine Konföderation dutzender Planeten mit unterschiedlichsten Spezies, Kulturen und Sprachen.

      Das ist wirklich knifflig. Was vielleicht ein wenig irritiert, ist, dass "Aldiran" nicht als Abkürzung erkenntlich ist. Was anderes wäre AdiR oder sowas. Wird das Wort "Allianz" noch von anderen Gruppierungen nennenswerterweise verwendet? Sonst könnte man dazu übergehen, nur "die Allianz" zu sagen.
      Wenn man bei "Aldiran" bleibt, könnte man sagen, es sei eine Hilfsübersetzung eines ähnlich abgekürzten Wortes in einer der Weltensprachen. Dass es also in-world auch abgekürzt wird, nur halt nicht deutsch.

      Östlich? *Hust* Sie sollten eigentlich an den Neopaganismus angelehnt sein.

      Naja, das Konzept kreisförmiger Zeit ist recht weit verbreitet, denke ich. ;)

      Warum es dort durchschnittlich mehr PSI-Begabte gibt, als in anderen Religionen? Einfach weil dieser Glaube sich am Stärksten mit dem Leben in all seinen Formen beschäftigt. Etwas, dass vor allem Telepathen + Heiler anzieht, aber auch andere Begabte wie Telekineten, Hellseher usw.

      Die Erklärung befriedigt mich noch nicht so ganz. Wohl, weil du noch gar nicht erklärt hast, wie das mit dem PSI überhaupt so aussieht. Aber generell - wenn es solche Fähigkeiten gibt, werden sich vermutlich viele Fraktionen darum reißen.
      Könnte es nicht auch eine Schnittmenge z.B. zwischen den Jüngern der Rotani und den Ewigerkreisgläubigen geben?
      Sind PSI-Kräfte in irgendeiner Weise tabuisiert?
      Sehen Hellseher die Zukunft? Was würden sie sagen, wenn sie gefragt werden, ob eine Wiederkehr der Rotani bevorsteht? Ist es möglich, mit PSI-Kräften Informationen über die Rotani zu bekommen?
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    • Jundurg schrieb:

      Jundurg. JUNDURG. Jundurg! :zeter:
      Mea culpa! Mich beschleicht das Gefühl, den selben Fehler bereits schon einmal gemacht zu haben. Doch wenn Gehirne einmal eine Information falsch abgespeichert haben ... :seufz:


      Jundurg schrieb:

      Wird das Wort "Allianz" noch von anderen Gruppierungen nennenswerterweise verwendet?
      Auf der Ebene der interstellaren Reiche wird dieser Begriff von der Allianz der inneren Randwelten als Einzige verwendet. Möglich das ich in DAU noch andere Formen von Allianzen (kleine planetare Allianzen, Konzerne o.ä.) finden werde, doch bei Weitem keine so Bedeutende.


      Jundurg schrieb:

      Die Erklärung befriedigt mich noch nicht so ganz. Wohl, weil du noch gar nicht erklärt hast, wie das mit dem PSI überhaupt so aussieht.
      Dafür gibt es mehrere Gründe. An erster Stelle sind die PSI-Kräfte bei mir noch nicht final. Es gibt sie zwar auf jeden Fall, doch ich bastle noch an ihrer potentiellen Bandbreite und an ihren Grenzen. Zum Zweiten soll das hier ja nur eine Vorstellung sein. ;) Aber vielleicht kann ich es doch soweit erhellen, dass es für dich fassbarer wird.
      PSI-Kräfte umfassen diverse Fähigkeiten, die weit stärker werden können, als es sich heutige Esoteriker erhoffen. Unter den Hosa (Menschen) dürfte ca. jeder Tausendste eine relevante Begabung für wenigstens eine Ausprägung besitzen. Was aber allen PSIonikern gemein ist, dass sie sich auf die sie umgebende Lebenskraft einstimmen müssen. Eine der am weitesten verbreiteten Fähigkeiten ist z.B. das Erspüren anderer aktiver Begabter, da sie sich in diesem 'astralen Ozean' der Lebenskraft abheben. Der ewige Kreis wiederum dreht sich stark um Lebenszyklen (Geburt bis Tod, Jahreszeiten, Evolution u.ä.). Sicherlich könnte der Galabé-Glaube ebenfalls attraktiv sein, doch der Kreis ist dichter dran an dem, was die PSI-Begabten Tag für Tag erleben.


      Jundurg schrieb:

      Aber generell - wenn es solche Fähigkeiten gibt, werden sich vermutlich viele Fraktionen darum reißen.
      ...
      Sind PSI-Kräfte in irgendeiner Weise tabuisiert?
      Unter Spezies, die allgemein über solche Kräfte verfügen, geht man recht offen damit um. Doch das Gros der Spezies bringt nur wenige PSI-Begabte hervor, wie eben bei den Hosa. So wundert es nicht, dass die meisten Gesellschaften diese Individuen versucht möglichst in Gruppierungen zusammen zu fassen. Seien es die PSI-Abteilungen der Konzerne in der Verkon, der PSI-Orden der Allianz, die Geistwanderer der Katzona (diese Bezeichnung steht noch nicht fest) usw. Sie werden i.d.R. aber für alle sichtbar Erkenntlich gemacht, wobei sich u.a. eine Stirntätowierung durchgesetzt hat, an der man zugleich die Art(en) der Befähigung erkennen kann. Diese dienen den Begabten zugleich als zusätzlicher Ausweis um mit ihren Fähigkeiten Geld zu verdienen. PSI ist für diese Hosa also Fluch und Segen zugleich. Gekennzeichnet und von der Masse mit Respekt behandelt, doch von genau so Vielen höflich gemieden. Außer man trägt einzig das Symbol der Heiler auf besagter Stirn. :-/


      Jundurg schrieb:

      Könnte es nicht auch eine Schnittmenge z.B. zwischen den Jüngern der Rotani und den Ewigerkreisgläubigen geben?
      Kann ich mir im Moment eigentlich nur schwer vorstellen - doch in den Weiten der Galaxis ist nichts unmöglich. ;)


      Jundurg schrieb:

      Sehen Hellseher die Zukunft? Was würden sie sagen, wenn sie gefragt werden, ob eine Wiederkehr der Rotani bevorsteht? Ist es möglich, mit PSI-Kräften Informationen über die Rotani zu bekommen?
      Hellseher können potentiell sowohl in die Zukunft, als auch Vergangenheit, als auch an entferntere Orte 'blicken'. Je weiter Dinge entfernt sind in Raum und Zeit, desto schwerer wird es für die Hellseher. Da die Rotani vor über 800 Zyklen mitsamt ihrer "Monde" verschwanden, ist diese Möglichkeit mittels der Retrokognition einen Nachhall zu erspüren extrem unwahrscheinlich. Umgekehrt sind die Sklavenrassen seid Beginn der dunklen Zeit keinem Rotani mehr begegnet, was die Vermutung nahe legt, dass sie ... 'weiter weg' sind. Daher mache ich mir da keine Sorgen, dass dieses für mich wichtige Element in Gefahr gerät vorzeitig aufgeklärt zu werden.
    • Ganz klitze-kleine, astrophysische Bemerkung, die mir beim Lesen durch die Gehirnwindungen schoß zum Thema Spiralarme und den 'Klüften' dazwischen:

      Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, daß die dunklen Bereiche zwischen den hellen Rücken der Spiralarme einer geringeren Sternendichte geschuldet sind. Die Anzahl an Sternen ist nicht signifikant kleiner - sprich: es gibt in den 'dunklen' Klüften etwa genauso viele Sterne.
      Die geringere Leuchtkraft resultiert daraus, daß die Sterne hier leuchtschwächer und/oder kleiner sind. Kleinere, dunklere Sterne könnten jedoch auch zur Folge haben, daß die Wahrscheinlichkeit für Planeten abnimmt. Es liegen dazu jedoch noch nicht ausreichend Daten vor, inwieweit Größe und Leuchtkraft sich auf die Bildung eines Planetensystems auswirken, sodaß dies reine Spekulation ist (und damit der Soisses Tür und Tor geöffnet sind).

      Nur so, am Rande. Zählt zu den eher erstaunlichen Nebenaspekten, die nicht so bekannt sind - und auch eigentlich nicht so wichtig.
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    • Ja, diese Tatsache ist mir bekannt. Wie ich schon an anderer Stelle hier im Forum postete, ist das der Teil meiner Welt, der mir nicht gefällt. Siehe "Was mögt ihr nicht an eurer Welt": Was mögt ihr NICHT an eurer Welt?
      Doch 1. ist die "dunkle Kluft" fester Bestandteil meiner Geschichten, und 2. spielt alles in einer anderen Galaxis als der Unseren. Mit diesem ISSO bin ich keineswegs zufrieden, doch es dreht sich so viel um diese leere Distanz zum nächsten Spiralarm, dass mir bislang keine bessere Alternative dazu einfiel. :seufz: So etwas passiert, wenn altes 'Wissen' von neueren Erkenntnissen eingeholt wird. :kopfwand:
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    • Wenn du nicht allzusehr an der Spiralform hängst, als Cluster ließen sich Zwischenräume und Klüfte perfekt verwenden. Komplexe Clustergalaxien gibt es, obwohl diese dann die Tendenz zu Kugelgalaxien aufweisen, aber mit etwas wissenschaftlicher Kreativität ließe sich ja einiges zusammenbasteln.
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    • Hatte auch schon gegrübelt, ob die Zwischenräume evtl. leerer wären, wenn die Damokles-Galaxie eine mögliche zukünftige Version der Milchstraße wäre, nachdem sie sich mit der Andromeda-Galaxis vereint hat. Das Durchdringen, wenn die Beiden aufeinander "prallen" und der nachfolgende jahrmilliarden lange Tanz der beiden Galaxien, bis sie sich halbwegs zu einer Form stabilisiert haben. Doch meine ich mich zu entsinnen, dass daraus vermutlich keine neue Spiralgalaxie entstehen würde.

      Auch spielte ich mit dem Gedanken, das Universum massiv altern zu lassen, damit die kleinen leuchtschwachen Sterne in den Zwischenräumen dunkler werden können. So könnten dann aber auch solche hypothetischen Sterne vorkommen, wie Schwarze Zwerge. Und da ich nicht weiß, auf welche weiteren Entwicklungen ich mich dann einstellen müsste ... :kopfkratz:
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    • Wie wär' folgendes:
      Laut gängiger Theorie (Urheber war so'n Typ in den 60er, wer will kann ja wikipeden) entstehen die hellen Arme durch konvektionelle 'Dichtewellen', ausgehend vom Zentrum. Dabei wird die interstellare Materie durch diese Wellen soweit verdichtet, daß eine stark erhöhte Anzahl massereicher, kurzlebiger Sterne entstehen. Deren größere Leuichtkraft bildet dann die hellen Arme.
      Da sich die Welle weiterbewegt, liegen die Arme tendenziell hinter der Amplitude, das bedeutet, vor dem Arm (in Rotationsrichtung) liegt eine Zone verdichteter Gase und Staubmaterie, in der Sterne entstehen und die relativ heiß sein dürfte - H-II Nebel von etwa 10.000 Kelvin.
      Nimmt man hinzu, daß über 90% der Masse einer Galaxie aus dunkler Materie besteht, die man nicht direkt beobachten kann und deren genaue Verteilung man nur näherungsweise schätzen kann (die Schwerkraftverhältnisse innerhalb von Galaxien sind noch nicht genau bekannt), könnte man behaupten, diese Dichtewellen beträfen auch große Mengen Dunkler Materie.
      Zusammen mit der H-II Masse und den Hot Flares (heiße, helle, kurzlebige Sterne), die der Dichtewelle folgen, bilden diese eine für Raumschiffe kaum bis nicht zu überwindende Barriere aus Schwerkraft, Hitze, Strahlung und Staub.

      Was besseres fällt mir im Moment nicht ein.
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    • Wäre eine Polarring-Galaxie eine Möglichkeit diesem Dilemma zu entfliehen? Diese senkrecht zur Galaxie stehenden Ringe gibt es zuweilen auch bei Spiralgalaxien. Prof Harald Lesch spricht zwar bei seinem entsprechenden Beitrag von einem starken Sternentstehungsgebiet, doch der Ring um unsere eigene Milchstraße scheint wiederum gar nicht dafür auszureichen.
      Oder sind diese Polarringe grundsätzlich um ein vielfaches größer (10x ?) im Durchmesser als die zentrale Galaxie? Das würde wiederum einen Kontakt mit den dortigen Welten extrem erschweren. :-/
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    • Ich nehme an, daß die Polarringstruktur ähnliche Merkmale aufweist, wie die Spirale, d.h. auch hier ist der sichtbar helle Teil ein Resultat vermehrt heller Sterne und entsteht nicht durch ein generelles Ungleichgewicht in der Sternverteilung. Die Verteilung resultiert ohnehin wahrscheinlichst aus einer Kollision bzw. Verschmelzung von Galaxien.
      Mit 'ich nehme an' meine ich, es könnte auch genausogut anders sein, erscheint mir nur wahrscheinlicher.
      Natürlich ließe sich hier genausogut mit Staub und Dunkler Materie argumentieren, was den Kontakt mit Sternen außerhalb des Bandes eher unwahrscheinlich macht - und das ist ja wohl gewollt so.

      Dennoch muß ich sagen, ein gutes Pferd springt nicht höher, als es muß. Komplizierte Lösungen überlasse ich der IT, praktisch sind einfache Ideen immer die besseren. Schlußendlich könnte man die Sternendichte nach heutigen Stand des Wissens einfach ignorieren und auf das Thema wenig eingehen. Vielleicht reist man nicht außerhalb des Arms, weil es dort einfach nichts zu finden gibt? Um Leben zu gebähren benötigen Sonnensysteme schwere Elemente, astrophysisch Metalle genannt, in ausreichender Menge. Diese werden in Supernovae gebildet und an das galaktische Medium abgegeben. Ohne genügend Novae schwerer, heißer Sterne in der Nachbarschaft sieht die Zusammensetzung der Welten eines Sonnensystems recht überschaubar aus. Nicht genug, um attraktive Resourcen zu bieten oder gar Leben hervorzubringen. Also quasi eine galaktische Ödnis - trotz der Sternendichte.
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    • Schöne neue Welt ;D
      Nach diesem galaxisweiten Ereignis existierten auf den meisten Planenten
      nur noch jeweils hunderte bis wenige tausend versprengte Individuen.
      Sind in den 800 Jahren aus den paar tausend Individuen wieder Milliardenvölker geworden oder sind die Planeten nur dünn besiedelt? Bzw. gehören die heute wichtigen Planeten nicht zu "den meisten"?

      Haben die Rotani die unterdrückten Völker auch vermischt oder sind das bis zur Wiederentdeckung der Warpantriebe üblicherweise ein-Spezies-Planeten gewesen?
      [...] begrenzt die Allianz Richtung Galaxiskern.
      Was heißt denn "Richtung Galaxiskern"? Luftlinie oder den Arm entlang?
      Auf ihrer Zentralwelt Nuhma wurde der Warp-Antrieb wiederentdeckt. Dies
      führte dazu, dass die dort beheimateten Hosa lange Zeit ein Monopol auf
      interstellare Reisen hatten.
      Wie lange ist denn eine lange Zeit? Fängt hiermit: "686 VeRota - Entstehung der Raumnomaden" die Verbreitung des Warpantriebs an? Dann wären das ja gerade mal 16 Jahre gewesen. Ich habe den Eindruck das das von "Nuhma entdecken Warp-Antrieb" zu "es entstehen interstellare Reiche" verdammt flott geht. Kommt aber warscheinlich einfach daher, das das nur ein Kurzüberblick ist.
      [...] Clan-Welten. Hier dominiert die Spezies der Katzona.
      Irgendwie hab ich hier spontan an die Kazon von Star Trek denken
      müssen. Ich nehme mal an das sind keine Katzen?
      [...] bleiben die Ausdehnungen von interstellaren Reichen überschaubar.
      Wie groß sind die denn so ungefähr?
    • Noch eine Kreatur der Nacht. ;)

      Slick schrieb:

      Sind in den 800 Jahren aus den paar tausend Individuen wieder Milliardenvölker geworden oder sind die Planeten nur dünn besiedelt? Bzw. gehören die heute wichtigen Planeten nicht zu "den meisten"?
      Vorsicht, über 800 Zyklen, nicht Jahre. Da kann man umgerechnet fast 100 Jahre drauf rechnen.
      Die meisten technologisch entwickelten Planeten verfügen tatsächlich oft nur über ein paar Großstädte oder Ballungszentren, während der Rest der Planeten dünn besiedelt und auch technologisch etwas hinterherhinkt. Das ist die Regel, gefördert zudem davon, dass Raumschiffhäfen bevorzugt nahe großer Städte angelegt werden. Technologisch unterentwickelte Welten können hingegen auch mal über keine Großstädte verfügen. Eine ungewöhnlich dichte Besiedlung findet man wiederum z.B. auf dreien der vier Zentralwelten der Clanwelten. Einfach daher, dass dort recht gut ausgerüstete Kolonieschiffe erst nach dem Genozid auf unbelasteten Welten eintrafen. Relativ gut ausgerüstet bedeutet, dass sie zwar über keine Überlichtantriebe verfügten, jedoch gutes medizinisches Equipment und alles Grundlegende für den Aufbau einer neuen Kolonie.
      Zuletzt muss man noch beachten, dass sich manche Spezies schneller fortpflanzen können. Oder selten auch mal auf einer Welt eine medizinische Einrichtung den Neubeginn stark erleichterte. Oder manche Welten (keineswegs alle) nach dem Genozid mit veränderten Wetterbedingungen leben mussten, ähnlich einem nuklearen Winter.


      Slick schrieb:

      Haben die Rotani die unterdrückten Völker auch vermischt oder sind das bis zur Wiederentdeckung der Warpantriebe üblicherweise ein-Spezies-Planeten gewesen?
      Auf mehr als der Hälfte der Welten existierten nach der "dunklen Zeit" tatsächlich nur jeweils eine Art intelligente Spezies. Auf Anderen hingegen (über-)lebten 2-3 Spezies. Viele Spezies bevorzugen leicht abweichende Ökosphären, was erklärt warum an sich nie mehr Spezies einen Planeten besiedeln. Diplomaten, interstellare Händler + Reisende oder Gestrandete ausgenommen.
      Was ich vergaß zu erwähnen: Die kulturschaffenden Spezies wurden von den Rotani gezielt auf Planeten an- oder umgesiedelt, wann immer es in die Pläne dieser Herrscherrasse passte.


      Slick schrieb:

      Was heißt denn "Richtung Galaxiskern"? Luftlinie oder den Arm entlang?
      Die Orientierung auf einer Scheibe ist ein wenig schwieriger. Es gibt keinen Norden u.ä. Da die Zwischenräume zwischen den Spiralarmen von meiner Grundidee aus (ISSO) recht leer sind, breiten sich die Sternenreiche entlang der Spiralarme aus. Also nix "Vakuumlinie". ;)


      Slick schrieb:

      Wie lange ist denn eine lange Zeit? Fängt hiermit: "686 VeRota - Entstehung der Raumnomaden" die Verbreitung des Warpantriebs an? Dann wären das ja gerade mal 16 Jahre gewesen. Ich habe den Eindruck das das von "Nuhma entdecken Warp-Antrieb" zu "es entstehen interstellare Reiche" verdammt flott geht. Kommt aber warscheinlich einfach daher, das das nur ein Kurzüberblick ist.
      Kurzüberblick :nick: , zudem aus dem Blickwinkel der Allianz. Doch es ging recht flott, da gebe ich dir recht. Die bewohnten Planeten hatten ca. 900 Jahre Zeit sich zu berappeln. Doch die Welt, die zuerst über eine Art Überlichtantrieb verfügt, besitzt einen starken strategischen Vorteil, den die Hosa (Menschen) auch gnadenlos ausnutzten. In den ersten 16 Zyklen wiederentdeckten sie mehrere Welten und setzten dort alles daran Kontrolle über Handel und für sie günstige Abkommen zu schaffen. Alsbald begann zudem auch eine militärische Aufrüstung von solchen Schiffen um ihren Wünschen Nachdruck zu verschaffen.
      Als dann 686 VeRota erste Schiffscrews desertierten, wurde dieses Problem letztlich so groß, dass die Hosa fünf Zyklen später die Nuhma-Hegemonie ausriefen. Die Gründe, weshalb sich ein paar Crews selbständig machten, sind allerdings komplexerer Natur.
      Zu den Raumnomaden, zu denen sich diese Deserteure später entwickelten, nur soviel: Sie tingelten von Sternensystem zu Sternensystem, entdeckten und kartographierten die Weiten des Alls und verbreiteten vor allem das Wissen über den Warpantrieb im Tausch gegen andere Technologien, Wissen und / oder Güter. Dadurch verbreiteten sie allerdings auch die Kunde, dass sich ein erstes Sternenreich entwickelt hatte, dass sich langsam ausdehnt und einzelne Systeme einfach einverleibt. Deshalb entstand als erstes "Gegenreich" die Verkon. Die späteren Mitgliedswelten der Allianz trafen die notwendigen internen Bündnisse erst sehr spät, weshalb in den vorherigen Zyklen so manche Welt an die drei umliegenden Reiche fiel. Doch die Raumnomaden sind noch heute überall gern gesehen oder zumindest geduldet, abgesehen natürlich von der Nuhma-Hegemonie. Und die Crews dieser Raumschiffe sind heutzutage oft bunt gemischt.


      Slick schrieb:

      Irgendwie hab ich hier spontan an die Kazon von Star Trek denken
      müssen. Ich nehme mal an das sind keine Katzen?
      Nein, Kazon sind die Katzona absolut nicht. Doch mit Katzen haben sie einiges gemein. :-[ So gesehen eine richtige Klischee-Rasse. Stell sie dir als löwenartige Humanoide vor, äußerlich ähnlich den Kilrathi. Die weiblichen Katzona eher ähnlich diesem Bild von Luis Royo.


      Slick schrieb:

      Zitat
      [...] bleiben die Ausdehnungen von interstellaren Reichen überschaubar.
      Wie groß sind die denn so ungefähr?
      Das ist noch ein Detail, bei dem ich mich z.Zt. noch sträube es genau festzulegen. Wie groß kann ein interstellares Reich vernünftiger Weise schon werden? Kann es sein, dass es einen Monat dauert, bis man die Zentralwelt erreicht? Oder auch nur es zu durchqueren? Wie will man ggf. schnell genug reagieren, wenn ein Reich einen Krieg vom Zaun bricht, doch die Verstärkung / Mobilmachung so lange dauert? Ganz klar ein logistisches Problem. Vor allem, da diese Informationen am Schnellsten mittels Raumschiff weitergeleitet werden können.
      Im Moment tendiere ich dazu, dass sich die Allianz der Randwelten ca. 200 Tares entlang des Innenrands des Spiralarms ausdehnt und 70 Tares in den Arm hinein. Und, um die dritte Dimension nicht ganz zu vernachlässigen, an die 200 Tares in der 'Dicke' der Galaxisscheibe. Wobei mir größere Reiche lieber wären, einfach weil ich es von der Anzahl potentiell bewohnbarer Welten her logischer fände.
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