[Damokles-Sternenring] Übersinnliche Kräfte

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • [Damokles-Sternenring] Übersinnliche Kräfte


      Nachdem ich bereits das Eine oder Andere aus meiner Welt hier vorstellte, dachte ich, dass es an der Zeit sein könnte auch etwas zu den 'übersinnlichen' Aspekten zur Begutachtung vorzulegen. Erstmal ganz allgemein gehalten, in der Hoffnung auch von den mehr fantasy-geneigten Bastlern Resonanz zu erhalten. So jedoch Interesse bestehen sollte, kann ich später auch noch etwas zu den einzelnen Fertigkeiten (Zaubern :autsch: ) erzählen.

      Im Damokles-Sternenring finden sich Individuen, die über ungewöhnliche Kräfte verfügen. Auf zurückgebliebenen Welten mag man solche Erscheinungen als Magie oder göttliche Wunder ansehen. Doch in den aufgeklärteren Gesellschaften der zumeist höher entwickelten Planeten weiß man zumeist besser um diese übersinnlichen Kräfte bescheid.


      All diese Fähigkeiten basieren auf der Manipulation des so genannten Odems. Jede Lebensform strahlt diese Energie in Form einer Aura aus. Doch diese jeden umgebende Aura, diese reine individuelle Lebenskraft, vermischt sich mit zunehmender Entfernung mit denen der Anderen zu einem allgegenwärtigen Mix - eben jenem Odem. Da selbst winzige Lebensformen ihren Beitrag zu diesem Energiefeld leisten, kann man davon ausgehen, dass auf normalen bewohnten Welten der Odem den gesamten Planeten umfängt und auch in den Boden hineinreicht. Schickt aber ein Begabter eine seiner Fähigkeiten auf die Reise, z.B. zu einem Mond, dann könnte ein anderer entsprechend Begabter einen Strahl dieses Odems sehen, der den toten Weltraum durcheilt.


      Als Suna bezeichnet man Jene, deren Begabungen es ihnen ermöglicht den Odem wahrzunehmen und zu manipulieren. Sie besitzen dieses Potential von Geburt an und vererben es oftmals an ihre Nachkommen weiter. Die Stärke ihrer Gabe wächst zumeist mit dem Alter, ebenso wie ihre Fähigkeit Teile des Odems zu nutzen. Denn keinem Suna gelang es bislang den Odem in seiner Gänze zu erfassen, so dass sie sich i.d.R. auf eins von fünf Gebieten, auch Kräfte genannt, spezialisieren. Nur selten zeigen Individuen Begabungen in zwei dieser Gebiete.
      Entsprechend den primären Odem-Kräften (nachfolgend in Klammern) unterteilt man Suna in folgende Gruppen:

      - Seher (Chronomantie)
      - Metar (Metaresonanz)
      - Telepath (Telepathie)
      - Heiler (Biokinese)
      - Antago (Antago, eine Art Anti-PSI)

      Auf diesen Kräften aufbauend, entwickelten sie verschiedene Fähigkeiten, wie z.B. Gedanken übertragen, Levitation, Präkognition, Vitalisieren usw. Da die Kräfte aber allesamt nur Teilaspekte des Odems darstellen, wundert es nicht, dass manche Fähigkeiten aus verschiedenen Gebieten einander ähneln.
      Im Allgemeinen wird den Suna mit Misstrauen, Widerwillen bis Angst begegnet, da es für Normalbürger nur bedingt einschätzbar ist, ob ihr Gegenüber nicht vielleicht mutwillig in ihren Gedanken stöbert oder gar ihre Kleidung in Flammen aufgehen lässt. Aus diesem Grund tragen alle Begabten tätowierte Symbole ihrer Kräfte auf der Mitte ihrer Stirn, Glyphen (s.u.) genannt. In der Nuhma-Hegemonie, der Verkon und vielen Allianz-Welten sind diese Zeichen mittlerweile Pflicht. Im Zentrum der Glyphen findet sich wiederum ein schwarzer Ayin (s.u.). Durch diese Kombination aus Symbol und Stein sind sie jederzeit als Suna erkennbar, was ihnen sowohl als beruflicher Ausweis und Standeszeichen gilt, aber sie zugleich mit einem Stigma belegt.
      Nicht gezeichnete Begabte kommen kaum vor. Entweder weil sie der Aufmerksamkeit anderer Suna entgingen, die vom Orden angehalten sind nach weiteren Kandidaten Ausschau zu halten, oder weil sie nicht bereit sind ihre Gabe anzunehmen. Doch Letzteres kommt extrem selten vor, weil Suna ein gutes Einkommen winkt, da ihre Fähigkeiten in verschiedensten Bereichen ihren Nutzen finden. Zudem entwickeln solche unausgebildeten Individuen meist nur eine einzige Fähigkeit, weil ihnen der Zugang zu Ausbildern fehlt.
      In der Allianz der inneren Randwelten findet diese Ausbildung hauptsächlich auf dem Planeten Viranna statt, weshalb man auch vom Viranna-Orden (oder schlicht ’dem Orden’) spricht.


      Die Glyphen genannten Symbole, die sich Suna in die Mitte ihrer Stirn tätowieren lassen (müssen), weisen auf die beherrschte Odem-Grundkraft hin. Verfügt ein Suna über mehrere Kräfte, werden diese Zeichen kombiniert, wodurch sie einfach nur etwas komplexer werden. Diese Symbole sind:

      Seher (Zeitwahrnehmung) - leerer Kreis
      Heiler (Biokinese) ............. - Kreuz
      Telepath (Telepathie) ....... - Dreieck, i.d.R. auf einer Spitze stehend
      Metar (Metaresonanz) ...... - Karo oder auf Spitze stehendes Quadrat
      Antago (Antago) ................ - Wellenlinien
      Jeder halbwegs Kundige kann beim Erstrahlen des Ayins (s.u.) erkennen, ob die Glyphe mit der spezifischen Farbe übereinstimmt, bzw. welche Grundkraft gerade angewendet wird.


      Womit wir bei den Ayin angelangt wären. Dies sind schwarze augenförmige semilebendige Steine, die sich bei längerem Körperkontakt auf die geistigen Schwingungen seines Trägers einstellen. Aus diesem Grund ist es allenthalben Vorschrift, dass Suna sich ein Ayin senkrecht in der Mitte der Stirn einpflanzen lassen. Er verwächst dann sowohl mit dem Schädelknochen als auch mit der umgebenden Haut, jedoch so, dass er sich weiterhin für alle sichtbar hervorwölbt.
      Benutzt ein Träger aktiv eine seiner Kräfte, leuchtet das Ayin in einer Farbe auf, entsprechend der genutzten Kraft: Bei Telepathie gelb, Biokinese (Heilung) grün, Metaresonanz (Telekinese u.ä.) rot, Seher (Chronomantie) blau und Antago (Antago) weiß. Kundige können somit beim Erstrahlen eines Ayins erkennen, ob die Farbe mit der den Stein umgebenden tätowierten Glyphe übereinstimmt.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Meine Welten und Geschichten
      Rollenspiel-Anekdoten
    • In den anderen Beitrag "Wiemächtig ist die Magie in eurer Welt?" hast du die meisten meiner Fragen schon beantwortet :)
      Allerdings ein paar habe ich noch: Du hattest geschrieben ein Suna könnte Macht erlangen die dazu reicht eine Stadt zu zerstören, was schafft denn ein ganz gewöhnliche rDurchschnitts Suna?

      Schickt aber ein Begabter eine seiner Fähigkeiten auf die Reise
      Ich stell mir das so vor, dass ein Suna quasi seinen Geist losschickt um z.B. irdenwas auszukundschaften?! Spielt die Entfernung überhaupt eine Rolle, ist das Odem auf Distanz vieleicht schwächer, oder so?
      Im Damokles-Universum finden sich Individuen, die über ungewöhnliche Kräfte verfügen.
      Wie weit ist die Gabe denn verbreitet? Und wie erlernt man die einzelnen "Zauber", rein intiutiv oder gibt es Schulen/Lehrmeister/Akademien...?



      Womit wir bei den Ayin angelangt wären. Dies
      sind schwarze augenförmige semilebendige Steine, die sich bei längerem
      Körperkontakt auf die geistigen Schwingungen seines Trägers einstellen.
      Aus diesem Grund ist es allenthalben Vorschrift, dass Suna sich ein Ayin
      senkrecht in der Mitte der Stirn einpflanzen lassen. Er verwächst dann
      sowohl mit dem Schädelknochen als auch mit der umgebenden Haut, jedoch
      so, dass er sich weiterhin für alle sichtbar hervorwölbt.
      Woher stammen denn diese Steine, wenn sie semilebend sind, vermehren die sich dann? Und wie kann man sich semilebend überhaupt vorstellen, haben sie eine Art Bewusstsein oder können sie sterben? Und was bringen sie überhaupt, dienen sie als Katalysator oder so? Oder nur als Erkennungszeichen, wie eine Art "Magieführerschein"?

      Irgendwie erinnert mich das Odem an die Macht aus Star Wars.... Überall sie ist, junger Padawan! Sie umgibt uns, sie ist in uns ;D
      Let there be fog
      And let there be monsters
      And fantastic sights to all
      Who follow you

      - Svan, Njall's Saga -

    • Hallo Óðinn!

      Óðinn schrieb:

      In den anderen Beitrag "Wie mächtig ist die Magie in eurer Welt?" hast du die meisten meiner Fragen schon beantwortet :)
      Schade. Da habe ich wohl meine eigene Vorstellung torpediert. :seufz:


      Óðinn schrieb:

      Allerdings ein paar habe ich noch: Du hattest geschrieben ein Suna könnte Macht erlangen die dazu reicht eine Stadt zu zerstören, was schafft denn ein ganz gewöhnlicher Durchschnitts Suna?
      Oha, das ist sehr unterschiedlich. Der "Durchschnitts-Suna" beherrscht nur einen der fünf Teilaspekte des Odems und die erste Fertigkeit die er daraus lernt in seiner Ausbildung, dient fast immer in der verbesserten Wahrnehmung dieses Teilaspekts, welches ihn zudem befähigt andere derart Begabte zu erkennen, wenn sie ihre Fertigkeiten anwenden.
      Ansonsten sind ihre Möglichkeiten aber extrem unterschiedlich. Seher erhalten immer tiefere Einblicke in die Zeit bis hin zu kleinen Manipulationen der Selben. Heiler vermögen, neben den zu erwartenden Möglichkeiten, andere Lebewesen zu erspüren und ihren Körper zu verlassen oder auch andere Wesen zu schwächen (tja, wer sagt das es nicht in zwei Richtungen geht :P ). Antago-Suna hingegen besitzen eine relativ grobe Kraft, mit der sie den Odem so erschüttern, dass andere Suna ihn nicht verwenden können. Doch umgekehrt können sie den Odem auch stärken, was zum Erblühen des Lebens allgemein dienen kann. Telepathen vermögen alles mögliche mit dem Geist zu erreichen, dem Ihren wie dem Anderer. Die vermutlich aufsehenerregendsten Effekte vermögen Metar zu vollbringen. Angefangen von Telekinese, über Temperaturveränderungen und Luftbarrieren bis zur kaum bekannten Teleportation.
      Du siehst, den "Standard-Suna" gibt es nicht.


      Óðinn schrieb:

      Zitat: Schickt aber ein Begabter eine seiner Fähigkeiten auf die Reise
      Ich stell mir das so vor, dass ein Suna quasi seinen Geist losschickt um z.B. irdenwas auszukundschaften?! Spielt die Entfernung überhaupt eine Rolle, ist das Odem auf Distanz vieleicht schwächer, oder so?
      Das Odem wird nicht schwächer, außer man verlässt die Atmosphäre. Vielmehr ist das Problem, dass der Suna geistig die Kontrolle über die chaotischen Strömungen des Odems erlangt. Und je stärker sein Zugang zu seinem Teilaspekt ist, desto weiter reichen seine darauf aufbauenden Fähigkeiten.


      Óðinn schrieb:

      Wie weit ist die Gabe denn verbreitet? Und wie erlernt man die einzelnen "Zauber", rein intiutiv oder gibt es Schulen/Lehrmeister/Akademien...?
      Die Gabe ist unter Hosa (Menschen) relativ selten verbreitet, so ca. jeder Tausendste mit erwähnenswerter Kraft. Bei anderen Spezies (wie den Hefalons und den Vipmáro) sieht das ähnlich aus, während alle Kephasi'i und Danmeer Telepathen sind und die Katzona zumindest latente Hellseher.
      Rein Intuitiv erlernen Unausgebildete nur eine Fähigkeit. Wer jedoch zum Suna ausgebildet wird, erhält diese innerhalb der 'Allianz der Randwelten ' vorzugsweise vom Viranna-Orden. Für ausgefallene Fähigkeiten kann es durchaus vorkommen, dass ein Suna in späteren Jahren einen speziellen Lehrmeister aufsuchen muss, der das überhaupt beherrscht. Ja, ein Suna kann selbst eine Fertigkeit entwickeln, doch das wird dann oft zu einer Lebensaufgabe.


      Óðinn schrieb:

      Woher stammen denn diese Steine, wenn sie semilebend sind, vermehren die sich dann? Und wie kann man sich semilebend überhaupt vorstellen, haben sie eine Art Bewusstsein oder können sie sterben? Und was bringen sie überhaupt, dienen sie als Katalysator oder so? Oder nur als Erkennungszeichen, wie eine Art "Magieführerschein"?
      Kennst du diese Schmuckringe, deren Steine ihre Farbe verändern sollen je nach Gemütslage? Von denen ließ ich mich ein wenig inspirieren. ;)
      Diese Steine leben nicht wirklich, doch gehen sie nach ein paar Wochen eine Bindung mit den Schwingungen des Suna ein. Der Körper des Begabten zeigt dann z.B. auch keine Abwehrreaktion auf den Stein, wenn er implantiert wird. Das war es auch schon mit der "Lebendigkeit". Du erkanntest es am Ende schon richtig. Sie dienen der Kenntlichmachung der Suna, der ihnen zudem als "Berufsausweis" dient.


      Óðinn schrieb:

      Irgendwie erinnert mich das Odem an die Macht aus Star Wars.... Überall sie ist, junger Padawan! Sie umgibt uns, sie ist in uns ;D
      In SW hängt die Macht von den Midichlorianern ab, die der Jedi in sich trägt. In meiner Welt ist der Odem grundsätzlich auf lebenden Welten vorhanden, nur vermag nicht Jeder ihn wahrzunehmen.
      Zudem gibt es in SW eine helle und eine dunkle Seite, quasi weiße und schwarze Magie. Doch diese Unterscheidung sucht man im Damokles-Universum vergebens. ;) Interessanter Weise zeigen zwei der "Talentbäume" am Ende eine Umkehrung ihrer sonst eher positiven oder negativen Ausrichtung. War mir allerdings bis soeben noch garnicht bewusst gewesen. Danke. :)
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Meine Welten und Geschichten
      Rollenspiel-Anekdoten


    • Zitat von »Óðinn«





      Woher stammen denn diese Steine, wenn sie semilebend sind, vermehren
      die sich dann? Und wie kann man sich semilebend überhaupt vorstellen,
      haben sie eine Art Bewusstsein oder können sie sterben? Und was bringen
      sie überhaupt, dienen sie als Katalysator oder so? Oder nur als
      Erkennungszeichen, wie eine Art "Magieführerschein"?
      Kennst du diese Schmuckringe, deren Steine ihre Farbe
      verändern sollen je nach Gemütslage? Von denen ließ ich mich ein wenig
      inspirieren. ;)

      Diese Steine leben nicht wirklich, doch gehen sie nach ein paar Wochen
      eine Bindung mit den Schwingungen des Suna ein. Der Körper des Begabten
      zeigt dann z.B. auch keine Abwehrreaktion auf den Stein, wenn er
      implantiert wird. Das war es auch schon mit der "Lebendigkeit". Du
      erkanntest es am Ende schon richtig. Sie dienen der Kenntlichmachung der
      Suna, der ihnen zudem als "Berufsausweis" dient.
      Wann wird den der Stein implantiert, sobald man die Fähigkeit einer Peron entdeckt oder wenn er mit der Ausbildung fertig wird? Und da es ja auch Leute geben soll die intuitiv einzelne "Sprüche" erlernen, die gehen dann ja sicher nicht freiwillig zur Zuständigen Behörde oder? Ich hätte damit zumindest ein ziemliches Problem mich so brandmarken zu lassen. Ist das auf deiner Welt auch ein Problem, also gibt es sowas wie eine Suna-Mafia? Oder andere unerkannte Suna? Wie wird denn so ein Vergehen geahndet? Gabs in der Vergangenheit (oder auch Gegenwart?) sowas wie Hexenjagdten?
      Let there be fog
      And let there be monsters
      And fantastic sights to all
      Who follow you

      - Svan, Njall's Saga -
    • Óðinn schrieb:

      Wann wird den der Stein implantiert, sobald man die Fähigkeit einer Peron entdeckt oder wenn er mit der Ausbildung fertig wird?
      Die Implantation des schwarzen Steins geschieht im Verlauf der Ausbildung, ähnlich einem Initiationsritus. Ich stelle mir das so vor, dass dies geschieht, wenn der Auszubildende seine praktische erste Fertigkeit erlernt hat. Die, wie bereits erwähnt, stets damit zusammenhängt, einen Aspekt des Odems wahrzunehmen.) Während der Ausbildung wird mehrfach überprüft, ob der angehende Suna sich nicht auch sensitiv für einen weiteren Aspekt zeigt. Erst wenn diese Kontrollen abgeschlossen sind, was nahe dem Ende der Ausbildung sein dürfte, erhalten die Suna die Tätowierung um den Ayin-Stein.
      Wenn ich mir Viranna so vorstelle, mit seinen leicht tempelartigen Suna-Schulen u.ä., dann sehe ich Frischlinge mit Stirnbändern, die noch das spätere Ayin versinnbildlichen. Dann, nach ca. einem Jahr, tragen dann viele Schüler das Ayin. Dies bleibt die nächsten 3-4 Jahre so, bis sie dann zu Beginn des letzten Jahres die Glyphe tätowiert bekommen.


      Óðinn schrieb:

      Und da es ja auch Leute geben soll die intuitiv einzelne "Sprüche" erlernen, die gehen dann ja sicher nicht freiwillig zur Zuständigen Behörde oder?
      Warum nicht? Angenommen du bist lange Zeit nicht als potentieller Heiler erkannt worden, und du erlernst zufällig die Aura um andere Lebewesen zu sehen und dadurch Rückschlüsse auf deren Gesundheitszustand. Als ausgebildeter Heiler genießt man hingegen hohes Ansehen. Als solcher erlernt man erst das eigentliche Heilen und mit Hilfe des Odems Lebensformen aufzuspüren. Finanziell recht beliebt sind Antago-Suna, da sie gerne zu Geschäftsbesprechungen/-abschlüssen engagiert werden, um sicher zu gehen, dass kein Suna oder anderer Begabter dabei herumschnüffelt. (Es gibt bekanntlich auch durchweg telepathische Spezies.)


      Óðinn schrieb:

      Ich hätte damit zumindest ein ziemliches Problem mich so brandmarken zu lassen. Ist das auf deiner Welt auch ein Problem, also gibt es sowas wie eine Suna-Mafia? Oder andere unerkannte Suna? Wie wird denn so ein Vergehen geahndet? Gabs in der Vergangenheit (oder auch Gegenwart?) sowas wie Hexenjagdten?
      Für Heiler und Antagos ist es definitiv eine Verbesserung. Bei Sehern sieht es gemischt aus, da sie zwar durchaus gerne hilfreich "gemietet" werden, doch der unbegabte "Normalbürger" (mancher Spezies, u.a. auch die "Menschen") fürchtet, dass sie auch in ihrer Freizeit herumschnüffeln könnten. Jeder hat schließlich seine kleineren und größeren Geheimnisse, die er/sie gerne wahren würde. %-)
      Ähnlich sieht es bei Telepathen aus. Nur das diese i.d.R. von staatlichen Institutionen angemietet werden für gerichtlich angeordnete Verhöre, oder wenn der Verhörte von vornherein einwilligt sich "scannen" zu lassen. Da nur selten Gelegenheiten entstehen, in denen Telepathen von Privatleuten engagiert werden, fehlt diesen Suna dieser positive Aspekt in der Bevölkerung. Und auch Geheimdienste greifen natürlich gerne auf Telepathen zurück.
      Bei den Metar mit ihren speziellen Fähigkeiten werden sie vermutlich häufiger Anstellungen in Sicherheitsdiensten u.ä. erhalten.

      Hexenjagden? Man munkelt so etwas soll es zeitweise auf manchen Planeten gegeben haben, vor allem während der "dunklen Zeit". Man fürchtet halt, was man nicht kennt. Doch genau deshalb gibt es die Ausbildung zu den Suna. Die Leute vermögen dann nicht nur auf einen Blick zu sehen, wer ein Suna ist, sondern auch über welche Fähigkeiten Dieser potentiell verfügt. Sicherlich wahrt so manch ein Bürger respektvollen Abstand vor Telepathen, doch zumindest anderen Suna begegnet man herzlicher, sobald man ihre Glyphen erkannt hat.

      Edit fügt noch hinzu:
      - Zur "intuitiven Spruchentwicklung" - das sind Vorgänge über viele Jahre. Meist entwickeln Unausgebildete eine einzige Fähigkeit. Ausgebildete Suna versuchen zuweilen im späteren Verlauf ihres Lebens eigene Fähigkeiten zu entwickeln, was dann noch viel länger dauert. Eine Lebensaufgabe halt.
      - Das "Brandmal" von Ayin und Glyphe hat sicherlich für manche Suna auch stigmatische Auswirkungen. Doch andererseits beruhigt es viele Bürger, weil sie dann expliziet erkennen können, wann ein Suna bewußt eine seiner Kräfte einsetzt.
      - Organisierte verborgene Suna existieren tatsächlich, jedoch nicht in der Allianz der Randwelten (die ich primär bebastel), sondern in der imperialistischen Nuhma-Hegemonie. Dort werden Suna ebenfalls zentral ausgebildet, jedoch anschließend in den Staatsdienst gepresst.
      Und natürlich haben Geheimdienste ein begründetes Interesse daran, dass ein paar Suna in ihren Diensten nicht als Solche erkannt werden. Vor allem in der Verkon und der Nuhma-Hegemonie sind solche speziellen Suna also nicht auf diese Weise 'gezeichnet'.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Meine Welten und Geschichten
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Nemedon schrieb:

      Die Glyphen genannten Symbole, die sich Suna in die Mitte ihrer Stirn tätowieren lassen (müssen), weisen auf die beherrschte Odem-Grundkraft hin.

      Da stellt sich die einfache Frage: Warum? In einem Universum gibt es eine Vielzahl an Kulturen und die Stirntätowierung klingt mir doch sehr nach einem kulturellen Phänomen. Ist das also generell so, oder gibt es da auch starke Abweichungen? Wenn es generell so ist, wie kam es dazu und warum hat sich das durchgesetzt? Wie kommt es, dass es scheinbar überall die gleichen Zeichen gibt? Oder liege ich mit dieser Vermutung falsch und es gibt nicht DIE Glyphen, sondern je nach Kulturkreis unterschiedliche?

      Außerdem würde mich interessieren, wie die Glyphen kombiniert werden. Hinter-/Untereinander? Ineinander? Noch anders? Oder ist das kulturabhängig und man kann das kombinierte Zeichen nur dann verstehen, wenn man weiß, aus welcher Kultur der Suna stammt?
      -10,5 23 ∑ π
    • Heinrich schrieb:

      Da stellt sich die einfache Frage: Warum? In einem Universum gibt es eine Vielzahl an Kulturen und die Stirntätowierung klingt mir doch sehr nach einem kulturellen Phänomen.
      Gut erkannt. Der Ursprung der Glyphen findet sich tatsächlich bei der Spezies der Sylvani. Aus den Tätowierungen ihrer Begabten entstanden die vereinfachten Symbole der Suna.


      Heinrich schrieb:

      Wenn es generell so ist, wie kam es dazu und warum hat sich das durchgesetzt? Wie kommt es, dass es scheinbar überall die gleichen Zeichen gibt?
      Weil frühzeitig erkannt wurde, dass es effektiver ist, wenn die Begabten ausgebildet werden. Denn eine der ersten Welten, die von Nuhma aus wiederentdeckt wurden, war eine Sylvani-Welt. Es zeigte sich, dass in deren Kultur das Wissen und der Umgang mit dem Odem tiefer verwurzelt war, als bei allen übrigen bekannten Spezies. Und da bereits die Nuhma-Hegemonie dazu überging, das Gros der Begabten zentral auf einer Welt auszubilden, dürfte dies verständlicher machen, warum sich so einheitliche Regelungen bei den Glyphen in den vergangenen 125 Zyklen entwickelten.


      Heinrich schrieb:

      Außerdem würde mich interessieren, wie die Glyphen kombiniert werden. Hinter-/Untereinander? Ineinander? Noch anders?
      Glyphen sind grundsätzlich einfarbig. Dunkel bei hellhäutigen Individuen et vice versa. Gehört zu der Kombination ein Seher, so umgibt dessen leerer Kreis stets die andere Glyphe. Das Kreuz eines Heilers erscheint ansonsten über oder unter der anderen Glyphe, usw. Doch eine festgelegte Regel existiert dabei nicht. Es könnten sich also durchaus drei Suna begegnen, die alle Heiler-Telepathen sind, deren Glyphenkombination aber voneinander abweichen. Beim Ersten befindet sich das auf der spitze stehende Dreieck am oberen Ende des Kreuzes, beim Zweiten am unteren Ende, und beim Dritten mittig im Kreuz. Vorausgesetzt wird nur, dass alle beteiligten Glyphen klar zu erkennen bleiben.


      Glyphen bei den Sylvani
      Auch wenn ich diese Spezies bislang noch nicht vorstellte, macht es Sinn auf deren Glyphen-System kurz näher einzugehen. Sylvani sind zwar an sich eine Spezies von begabten Heilern/Metar, doch beschränken sich ihre Fähigkeiten zum Einen gänzlich auf sich selbst, und zum Anderen auf drei bestimmte Fähigkeiten. Die Wenigen, die ihr Kräfte auch auf ihre Umwelt auszuweiten vermögen, genießen hohes Ansehen und bilden bei ihnen von je her eine Art spiritueller Kaste. Unter Sylvani sind also Glyphen keineswegs Stigmata, sondern zeichnen deren Sunaha aus. Und ja, aus dem sylvanischen Begriff Sunaha entwickelte sich die Bezeichnung der Suna für den 'Rest' der Galaxie. ;)
      Die meisten Symbole wurden eins zu eins übernommen, einzig die Karos der Suna stammen von bei Sylvani traditionellen Rechtecken ab. Zudem tragen Sunaha mehrere gleichartige Glyphen auf ihrer Stirn. Je mehr sich davon in der Mitte davon konzentrieren, desto mächtiger ist ihre Grundkraft. Je mehr sich nebeneinander zu den Schläfen hin aufreihen, desto mehr Fähigkeiten beherrschen sie wiederum.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Meine Welten und Geschichten
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Nemedon schrieb:

      In SW hängt die Macht von den Midichlorianern ab, die der Jedi in sich trägt. In meiner Welt ist der Odem grundsätzlich auf lebenden Welten vorhanden, nur vermag nicht Jeder ihn wahrzunehmen.
      Zudem gibt es in SW eine helle und eine dunkle Seite, quasi weiße und schwarze Magie. Doch diese Unterscheidung sucht man im Damokles-Universum vergebens. ;) Interessanter Weise zeigen zwei der "Talentbäume" am Ende eine Umkehrung ihrer sonst eher positiven oder negativen Ausrichtung. War mir allerdings bis soeben noch garnicht bewusst gewesen. Danke. :)
      Da möchte ich widersprechen als jemand, der SW von Anfang an, also den *echten* Teilen, bis hin zu den ersten, ursprünglichen weiteren Publikationen erfahren hat.

      Die unsäglichen Medis sind lediglich der Ausbruch von G.Lucas aktuellen Götter-Wahn und Jesuskomplex. In der frühen Version ist die Macht eine Kraft aus dem Innersten des Universums heraus, man gedenke des Monologs von Alec Guiness in Epi.4 "Es ist ein Energiefeld, das alle lebende Wesen erzeugen. Es umgibt uns, es durchdringt uns, es hält die Galaxis zusammen." (Wenn ich das jetzt so schreibe, könnte man meinen, die Macht sei Gravitation ;)).

      Den Unfug mit den Medichlorians hat George erst mit Epi.1 ersonnen, zusammen mit der Unbefleckten Empfängnis Anakins. Da religiöse Wahnvorstellungen in Teilen von Amiland zur allgemeinen Schulbildung gehören und G.Lucas unglücklicherweise viel zu viel Zeit hatte, seinem größten Erfolg zuviel anzudichten, war ihm der plausible, metaphysische Ansatz von damals wohl zu wenig erhaben, weshalb man wohl auf diesen Feen-Unfug verfallen ist.
      Ehrlich, an dieser Stelle von Epi.1, die ich mir in einem morbiden Anfall von Masochismus doch angeschaut habe, hätt ich vor Wut, Verzweiflung und Fremdschämens bald die Tischplatte zerbissen.
      Auch die Sache mit der Dunklen und Hellen Seite der Macht war ursprünglich eine Frage des Standpunktes des Anwenders, denn beide verwendeten dieselbe Macht, die daher sowohl Gut, als auch Böse sein mußte (oder besser gesagt: keins von beiden). Obwohl man zugeben muß, das speziell dieser Aspekt, außer in den Büchern von Alan Dean Foster kaum bis gar nicht anklingen. Im späteren Verlauf der Geschichte wurde freilich der Dual Aspekt des Bewußtseins dier Macht thematisiert. Zu der Idee der 'Grauen Jedis' hat sich G.Lucas meines Wissens nie geäußert.
      Wie dem auch sei, ist ja auch nur Pfennigfuchserei.

      Aus meiner Sicht wären die Antago die bei Weitem mächtigsten Sunas. Nicht nur, daß sie jeden anderen Suna blockieren können, man stelle sich folgendes vor:
      Der Odem ist ein Attribut des Lebens, der Odem führt, bei seinem erstarken, zum Aufblühen desselben. Daraus schließt sich, daß der Zusammenhang zwischen Odem und Leben mindestens beiderseitig ist (man nennt das Dualismus) - ich selbst denke sogar, daß beides identisch ist. Nun können Antago den Odem auf brachiale Art erschüttern oder auch stabilisieren. Die Reichweite dieser Fähigkeit scheint sich etwa auf Sichtweite zu belaufen (grob geraten). Nunließe sich doch, durch den dualen Charakter, der Odem auch vollständig von einem (oder mehreren) Individuen fernhalten (starke Turbulenz, um das Ziel herumgeleitet), was nach der Theorie ein sofortiges Verwelken des Zieles führen dürfte.
      Außerdem bewegt ein Antago sämtliche Aspekte des (?)Sunismus(?) zugleich. Solchen Leuten würde ich dann weiträumig aus dem Wege gehen, sicherheitshalber^^

      Woher stammt die Energie, welche die Suna benötigen, den Odem anzustupsen? - Energetik ist im Zusammenhang mit Rollenspielen ja immer von großer Bedeutung!
      Wenn mit 'Heilung' auf Bioprozesse eingewirkt werden kann, wie weit geht der willentliche Einfluß? Kann man nur die 'Richtung' des Einflusses bestimmen, so etwa: 'Ich helfe!' und 'Ich schade!', oder muß der Suna eine genaue Vorstellung davon haben, was er im Körper de facto anstellt? Wäre dann nicht auch eine spontane Mutation des Ziels, bis hin zu einer Metamorphose denkbar? Vielleicht sogar ein Hybridisierung a lá Chimärismen?
      Sozial dürften die Telepathen den größten Impakt haben. Ich meine, was hindert einen gerichtlichen Telepathen daran, selbst zu lügen? Wieviele, sich gegenseitig überwachende Telepathen will eine Regierung einsetzen? Außerdem, welcher Idiot holt einen Gedankenspion in eine Regierungseinrichtung, wo er bequem jedes schmutzige Geheimnis des Establishments ausschnüffeln kann und sich dieses zu Nutze macht? Ein Telepath, der sich außerdem etwas aufs Antago versteht wäre quasi unaufhaltsam.
      Ich, als despotischer Regierungschef (oder oppurtunistischer Regierungsfunktionär) würde sofort alle Suna in meinem Gebiet ausfindig machen, sterilisieren und in der nächsten Wüste aussetzen.
      Heiler und Telekineten, okay (solange sie nicht teleportieren;)) - aber der Rest wäre mir doch etwas 'unbequem'
      Gibt's keine Möglichkeit, den Odem technisch in den Griff zu kriegen? (die berühmte Salatschüssel auf dem Kopf gegen Gedankenspionage und -manipulation)
      www.das-drachenland.de
      www.hotel-apocalypse.net
      me on Facebook

      - "To make an apple pie from scratch you must first invent the universe." Carl Sagan

      "Mehr pseudo als Mary geht nicht."
    • @Lord Finster: Bezüglich Star Wars geb ich dir vollkommen Recht, der chronologisch gesehen erste Teil war einfach furchtbar, die beiden Folgenden fand ich aber wieder ganz gut, auch wenn sie irgendwie das alte Star Wars Gefühl nicht bringen konnten. Und im "Die Rache der Sith" haben die sprechenden Roboter einfach genervt, warum sollte man einen Kampfroboter mit sowas ausstatten? Außerdem war die Bekehrung von Anakin irgendwie billig.

      Zurück zum Thema.

      Ich denke für solche Missbräuche gibt es doch diese Ayin, was jedem Ersichtlich macht, dass der Suna das Odem nutzt. Allerdings hattest du auch geschrieben, dass Entfernungen nicht beeinflussend auf die Kraft des Odems wirkt, also wenn ich das richtig verstanden habe, könnte doch ein Suna auch einfach von sich zu Hause aus "seine Fähigkeiten auf Reise schicken"? Oder wenn es einer dieser nicht registrierten Suna ist, kann auch niemand sehen, wenn er ein bischen was am Gegenüber manipuliert?

      Schließe mich da Lord Finster an, die Abwehrmöglichkeiten würden mich interessieren! Und vieleicht
      hast du ein Paar Beispiele von Suna die "böse" geworden sind und was
      aus denen wurde? (Übliche Strafen?)
      Let there be fog
      And let there be monsters
      And fantastic sights to all
      Who follow you

      - Svan, Njall's Saga -
    • Lord Finster schrieb:

      Da möchte ich widersprechen als jemand, der SW von Anfang an, also den *echten* Teilen, bis hin zu den ersten, ursprünglichen weiteren Publikationen erfahren hat.
      Glaubst du etwa, dass ich jünger bin, wie du? *schmunzel* Doch als Weltenbastler hielt ich mich schlicht an die letzten Versionen. Doch ich stimme mit euch überein, dass mir die "SW-Macht" in den alten Teilen mit Luke und Leia mehr zusagte.


      Lord Finster schrieb:

      Auch die Sache mit der Dunklen und Hellen Seite der Macht war ursprünglich eine Frage des Standpunktes des Anwenders, denn beide verwendeten dieselbe Macht, die daher sowohl Gut, als auch Böse sein mußte (oder besser gesagt: keins von beiden). Obwohl man zugeben muß, das speziell dieser Aspekt, außer in den Büchern von Alan Dean Foster kaum bis gar nicht anklingen.
      Las seiner Zeit nur die ersten drei Bücher zu den Filmen. Blitze schleudernde Sith? Potentielle Unsterblichkeit der Jedi-Meister? Und die unterschiedlichen Herangehensweisen zur Macht (Ausgeglichenheit versus starke Emotionen)? Doch, Unterschiede gab es von Anfang an.


      Lord Finster schrieb:

      Außerdem bewegt ein Antago sämtliche Aspekte des (?)Sunismus(?) zugleich.
      Des Odems, ja. Stell dir den Odem wie eine Wasseroberfläche vor. Viele Suna schicken ihre Kräfte auf die Reise, quasi kleine Schiffe die nur minimale Wellen erzeugen (nur ohne Schiffe). Ein Antago-Suna erschüttert hingegen die Oberfläche so, dass andere Suna ihre Schiffe nicht mehr durchzubringen vermögen. Außer deren Fähigkeit den Odem zu manipulieren, wäre stärker als die des Antago-Sunas.
      Bildlich kann man es sich so vorstellen, als wenn der Antago einen Stein in den Teich würfe.


      Lord Finster schrieb:

      Der Odem ist ein Attribut des Lebens, der Odem führt, bei seinem erstarken, zum Aufblühen desselben. Daraus schließt sich, daß der Zusammenhang zwischen Odem und Leben mindestens beiderseitig ist (man nennt das Dualismus) - ich selbst denke sogar, daß beides identisch ist. Nun können Antago den Odem auf brachiale Art erschüttern oder auch stabilisieren. Die Reichweite dieser Fähigkeit scheint sich etwa auf Sichtweite zu belaufen (grob geraten). Nun ließe sich doch, durch den dualen Charakter, der Odem auch vollständig von einem (oder mehreren) Individuen fernhalten (starke Turbulenz, um das Ziel herumgeleitet), was nach der Theorie ein sofortiges Verwelken des Zieles führen dürfte.
      Dualismus oder identisch mit dem Leben. Eine interessante philosophische Frage, über sie sich sicherlich die Gelehrten meiner Welt selbst nicht ganz einig sind. Mir selbst kam der Gedanke so explizit noch nicht, jedoch tendiere ich zu Letzterem. Fernhalten vermag man den Odem nicht von einem Lebewesen, da jedes Lebewesen selbst Odem bildet. Innerhalb des Körpers ist diese Kraft stark, wird aber zum Teil in die Umgebung abgestrahlt. Die stärkste flächenartige destruktive Kraft eines Antago-Suna heißt Miasma. Dabei wird der Odem dermaßen erschüttert, dass diese Schwingungen bis hinein in Lebewesen hineinreichen, worauf die Meisten mit Schwindel oder gar Betäubung reagieren.
      Da die Odem-Kraft innerhalb der Körper, von denen sie ja gebildet werden, am Stärksten ist, erklärt auch, weshalb Körperkontakt die meisten Fähigkeiten stark erleichtert. Selbst gegen Antago.


      Lord Finster schrieb:

      Woher stammt die Energie, welche die Suna benötigen, den Odem anzustupsen?
      Die Energie ist allgegenwärtig, vergleichbar einem flachen Fluss oder See, in dem man sich befindet. Ein Suna vermag aber dieses Medium überhaupt erst wahrzunehmen, im Gegensatz zu den meisten Anderen. Und indem er/sie/es einen vergleichsweise winzigen Teil des Wasser 'umlenkt', vermag der Begabte Effekte zu erzeugen. Um beim Bild zu bleiben, vermag ein Antago-Suna plump in den stillen See zu schlagen. Alle anderen Suna vermögen nur eine hauchdünne Schicht zu manipulieren, sagen wir mal Heiler die obersten 2mm, Seher die 2mm darunter usw.
      Energie im eigentlichen Sinne benötigt ein Suna also nicht, nur Konzentration und ggf. Willenskraft. Wie wenn man seine flache Hand in die Fließrichtung eines Baches hält und die Strömung ein wenig ablenkt. Dauern die eingesetzten Fertigkeiten des Suna über längere Zeit an oder sind besonders herausfordernd (wie z.B. bei einem Wettstreit mit einem anderen Suna), so erschöpft es ihn aber geistig.


      Lord Finster schrieb:

      Wenn mit 'Heilung' auf Bioprozesse eingewirkt werden kann, wie weit geht der willentliche Einfluß? Kann man nur die 'Richtung' des Einflusses bestimmen, so etwa: 'Ich helfe!' und 'Ich schade!', oder muß der Suna eine genaue Vorstellung davon haben, was er im Körper de facto anstellt?
      Vitalisieren, wie die Heilfähigkeit genannt wird, bedarf in der Regel nur einer vagen Ahnung dessen, was der zu Heilende bedarf. Man stärkt im Grunde schlicht die Selbstheilungskräfte. Sind es schwerwiegendere Verletzungen, so bedarf es tatsächlich eines gewissen Wissens um die Anatomie um ggf. Knochen zu richten oder kleinere Splitter innerhalb des Körpers "wie von Geisterhand" an die richtigen Stellen wandern zu lassen.
      Neue Organe vermag kein Heiler entstehen zu lassen. So mag es auch nicht verwundern, dass Heiler schnell wirkenden Giften nichts entgegen zu setzen haben, da sich selbst die besten körpereigenen Immun- und Reinigungssysteme dahingehend machtlos zeigen.


      Lord Finster schrieb:

      Ich meine, was hindert einen gerichtlichen Telepathen daran, selbst zu lügen? Wieviele, sich gegenseitig überwachende Telepathen will eine Regierung einsetzen? Außerdem, welcher Idiot holt einen Gedankenspion in eine Regierungseinrichtung, wo er bequem jedes schmutzige Geheimnis des Establishments ausschnüffeln kann und sich dieses zu Nutze macht?
      Sicherlich, auch Telepathen können lügen. :nick: Genau so wie jeder andere Staatsdiener ebenfalls. ;) Ergo werden sie bei Fällen, in die sie irgend wie involviert sein könnten, von vornherein ausgeschlossen. 100% sicher ist das System nicht, doch das trifft auf alle Mitarbeiter zu.
      Und du willst diese Suna fern von Geheimnissen halten? Dann handhabe es so, wie auch heute die Geheimdienste. Splitte die Informationen auf, so dass jeder nur ein Teilstück kennt, bzw. nie mehr, als der Einzelne für seinen Job gerade wissen muss. Und innerhalb von sensiblen Einrichtungen läßt man die erst gar nicht rein oder nur in Begleitung eines aktiven Antago-Suna, dessen Ayin dann durchweg grün leuchtet.


      Lord Finster schrieb:

      Ein Telepath, der sich außerdem etwas aufs Antago versteht wäre quasi unaufhaltsam.
      Wie vorhin angerissen, ist keine Kraft unüberwindlich. Ein Suna muss nur begabter in seiner Fertigkeit / stärker in seinem Zugang zum Odem sein, um sich gegen einen Anderen durchzusetzen. Wenn es ihn auch deutlich behindert. Und ein Antago-Telepath würde sich ggf. gar selbst behindern.
      Davon mal abgesehen, warum sollte ein Antago-Telepath unaufhaltsam sein? Ein Seher vermag evtl. im Voraus zu sehen, was dieser vorhaben wird. Ein anderer Telepath könnte stärker sein und somit eine höhere Reichweite erlagen. In einem besonders perfiden Plan könnte man ihm eine Person zuspielen mit falschen Erinnerungen. Und er kann immer nur die Gedanken von einer Person lesen, was es Attentätern leicht macht sich in einer Menschenmenge vor ihm zu verbergen. Oder man setzt dem Antago-Telepathen plump einen Roboter vor. Bei dem nutzen all seine Kräfte nichts. :lol:


      Lord Finster schrieb:

      Gibt's keine Möglichkeit, den Odem technisch in den Griff zu kriegen?
      Nein, definitiv nicht. Eventuell irgend wann in der Zukunft, doch im 798ten Zyklus ("galakt. Standardjahr") kennt niemand einen technologischen Weg, um den Odem zu erschüttern oder sich vor seinen Manipulationen zu schützen.


      Óðinn schrieb:

      Allerdings hattest du auch geschrieben, dass Entfernungen nicht beeinflussend auf die Kraft des Odems wirkt, also wenn ich das richtig verstanden habe, könnte doch ein Suna auch einfach von sich zu Hause aus "seine Fähigkeiten auf Reise schicken"?
      Korrekt, doch das hängen die Suna nicht an die große Glocke. :pfeif: Offizielle Leitlinie des Ordens diesbezüglich ist in der Öffentlichkeit so zu tun, als wenn man seine Kräfte nur auf Sichtkontakt zu benutzen vermag. Wenn es nicht zu umgehen sei, dann zumindest so zu tun, als wenn es ohne Sichtkontakt ungleich schwerer und sehr erschöpfend sei. De facto erschwert es jedoch nur marginal die Anwendungen der diversen Fertigkeiten.
      Die Reichweite richtet sich letztlich danach, wie stark sich der Suna auf den allgegenwärtigen Odem zu konzentrieren vermag. Rollenspieltechnisch heißt das zwar, je stärker der Zugang zur Grundkraft ist, doch letztlich ist dies nur ein stellvertretender Sammelbegriff für Konzentrationsfähigkeit, zunehmend besserem Verständnis / Gefühl für den Odem, sowie gesammelten Erfahrungen. Der Odem selbst wird nicht stärker um einen "stärkeren" Suna. Diese/r hat nur einen besseren Zugang zu diesem alle Lebensformen umgebenden Kraftfluss.


      Óðinn schrieb:

      Oder wenn es einer dieser nicht registrierten Suna ist, kann auch niemand sehen, wenn er ein bischen was am Gegenüber manipuliert?
      Grundsätzlich ist das richtig. Doch wenn man z.B. selbständig die Mathematik entwickeln müsste, so begönne es mit einfacher Mathematik, also Addition und Subtraktion vermutlich. Und nicht gleich mit Exponentialrechnung. Ergo würde z.B. ein unausgebildeter Telepath intuitiv eine der vergleichsweise einfachen Fähigkeiten erlangen, wie Gedanken lesen, Gefühle lesen, oder Telepathie entdecken. Durchaus interessante Fähigkeiten, doch damit vermag man keine Gedanken oder Gefühle zu verändern. Und vor allem, bevor man Erinnerungen verändert, ist es zwingend notwendig herauszufinden, was die Zielperson überhaupt weiß. Den unwahrscheinlichen Fall, dass ein unausgebildeter Begabter tatsächlich Gedankenmanipulation als einzige Fertigkeit entwickeln würde, so hinterließe dieser vermutlich eine Reihe von sabbernden hilflosen Personen, bar jeder Erinnerung (inklusive Sprache). :schreck: Das bliebe nicht lange unentdeckt.


      Óðinn schrieb:

      Schließe mich da Lord Finster an, die Abwehrmöglichkeiten würden mich interessieren! Und vieleicht hast du ein Paar Beispiele von Suna die "böse" geworden sind und was aus denen wurde? (Übliche Strafen?)
      Antago-Suna sind sicherlich eine Hilfe gegen viele der anderen Suna-Kräfte. Ein Telepath vermag evtl. zu erlernen, wie man seinen eigenen Geist mit einer Art Schild verbarrikadiert. Und selbst jedem Unbegabte ist es bei entsprechender Anleitung möglich Techniken zu erlernen, um seine oberflächlichen Gedanken zeitweise zu blockieren (Gedichte rezitieren, Kopfrechnen etc.). Ein Metar-Seher vermag bei entsprechendem Wissenstand die Luft zu einer Art Schild zu verdichten. ...
      "Böse" Suna erdachte ich noch nicht explizit, da meine Figuren nie nur gut oder böse sind. Es gibt sicherlich Suna in der Allianz, die jeglichen Kontakt zum Orden abbrechen (was durchaus erlaubt ist, wenn auch nur selten vorkommt) und sich in zwielichtiges Milieu begeben. Vielleicht haben sie selbst Verbrechen begangen oder etwas anderes bewog sie dazu.
      Wenn ein Suna straffällig geworden ist, hängt die Bestrafung stark davon ab, wo Dieser aufgegriffen wird. Die Allianz ist eher föderal organisiert, so dass die Mitgliedswelten oft stark voneinander abweichende Gesetze besitzen. Sollte ein Suna vom Viranna-Orden selbst verurteilt werden, so reichen die Bestrafungen von Therapien bis hin zu völliger Löschung der Erinnerung mit anschließender Implantierung eines neuen Lebens. Die wenigen Suna, die so ein Schicksal ereilte, verbleiben anschließend auf Viranna als einfache Gärtner u.ä., wo sie den Rest ihres Lebens unter der Aufsicht des Ordens verbringen. Jedoch wird ihre Identität verändert, so dass nur ein paar Eingeweihte von ihnen wissen. Mit der Tilgung der Erinnerungen geht zugleich einher, dass sie all ihre Erfahrungen im Umgang mit dem Odem verlernen.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Meine Welten und Geschichten
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Schon ein Jahr nichts mehr hier gepostet? :o Dann wird es allerhöchste Zeit die Möglichkeiten der Suna endlich genauer vorzustellen. Und so beginne ich wohl am Passendsten mit den Fähigkeiten der ersten Grundkraft: der Chronomantie (Nannte ich damals noch Tempathie). Natürlich befreit vom rollenspielerischen Regel-Ballast, der hier nicht hin gehört. Doch über Kritik oder gar Anregungen zu möglichen weiteren Ausprägungen würde ich mich enorm freuen.


      Üblicher Titel: Seher
      Clan-Titel: Wanderer im Zwielicht
      Odem-Kraft: Chronomantie


      Astralsicht
      Durch diese erste Fähigkeit vermag ein Seher andere Seher in seinem näheren Umfeld wahrzunehmen. Oder aber die Anwendung von Chronomantie in diesem Bereich.


      Hellsehen
      Beobachten was an einem anderen Ort / bei einer anderen Person passiert, wobei die Seherin nur einen kleine Ausschnitt zu Gesicht bekommt.
      Interessanter Weise benutzen gerade die fähigsten Seher diese Fähigkeit zunehmend seltener, weil die Wahrnehmung immer exakter und realistischer wird. Und so könnte es durchaus passieren, dass ein unvorsichtiger Suna sich z.B. an einem Freudenfeuer Brandblasen zuzieht.

      Zusätzliche Spezialisierung: Richtungssinn
      Hiermit vermag ein Seher sich auf einen Ort, Person oder etwas Allgemeineres (z.B. nächste Wasserquelle) einzustimmen und die ungefähre Richtung einzuschätzen. Je ungenauer die Vorstellung des Sehers ist, desto schwerer wird allerdings dieses Unterfangen für ihn.


      Psychometrie
      Hiermit vermag die Anwenderin in die Vergangenheit eines Objekts oder Ortes zu blicken. In der Regel wird diese Fähigkeit aktiv angewendet, doch wenn z.B. ein Objekt eine besonders starke Schwingung hat (z.B. ein Opferdolch), dann kann eine Eingebung plötzlich einen Seher „überfallen“. Die gewonnenen Eindrücke bleiben dabei meist recht allgemein (positive/negative Schwingungen, Emotion des letzten Benutzers, aufblitzendes Bild des letzten Benutzers, Ort an dem ein Gegenstand war, …)
      Da der stete Odemstrom den Nachhall auf Objekten und Orten immer weiter „abspült“, vermögen die stärksten Seher nur einige Monate bis zu einem Jahr in die Vergangenheit zu blicken.


      Präkognition
      Dies ist eine recht unberechenbare Fähigkeit, da sie nur einen Blick in die wahrscheinliche Zukunft erlaubt. Je weiter etwas in der Zukunft liegt, umso vager werden die Eindrücke.
      Unausgebildete Seher (besonders oft unter den Katzona verbreitet) entwickeln allerdings oft eine Art Gefahreninstinkt.


      Kismet
      Hiermit vermag ein Suna kurzzeitig einen Zufall zu erzwingen, d.h. eine anstehende Aktion zu verändern. Sei es so etwas wie einen Würfelwurf im Casino zu beeinflussen, einen hanebüchenen Sprung über einen Abgrund zu bewältigen, etwas Ungeübtes fehlerlos zu vollbringen, etc. Aber auch einen talentierten Tänzer stolpern zu lassen.
      Dies ist allerdings mental recht erschöpfend für Suna, so dass es durchaus vorkommen kann, dass der Anwender danach kurzzeitig das Bewusstsein verliert.


      Gesparte Zeit
      Dieser Name mag etwas irreführend sein, da die Seherin eher Zeit ansammelt. Dazu bleibt sie ganz still stehen, während sie für ihr Umfeld immer mehr verblasst. Sie selbst hingegen vermag quasi in Zeitlupe leicht verzerrt zu beobachten, was um sie herum passiert. Die Verzerrungen entstehen, da sie quasi ihre persönliche Zeit staucht und die Zeit darauf mit einem Zittern (ähnlich einem angespannten Muskel) reagiert.
      Der Nutzen der Gesparten Zeit liegt darin, dass ein Suna beim Wiedereintritt in den Zeitfluss, die angesammelte persönliche Zeit schlagartig verbraucht. So vermag eine Seherin also plötzlich unglaublich schnell zu laufen, herabfallenden Trümmern traumwandlerisch auszuweichen oder einen Gegner mehrfach zu schlagen. Ein kleines aber wesentliches Manko bleibt allerdings. Alle Lebewesen und Gegenstände, die ein Suna nicht mit sich nimmt, verharren träge im allgemeinen Zeitfluss. Türen werden also um ein Mehrfaches schwerer, geschlagene Personen wirken fast steinhart, Computertastaturen müssen mit Kraft niedergedrückt werden usw.
      Sollte ein Anwender sich in der Vorbereitungsphase wider besseren Wissens doch bewegt haben, um z.B. etwas rechts von sich genauer anzuschauen, bewirken die nachfolgenden massiven Vibrationen an seinem Körper Hämatome bis hin zu Knochenbrüchen. Diese machen sich schleichend während des Aufbrauchens der zuvor angesparten Zeit bemerkbar, und treffen den Seher spätestens danach mit voller Wucht.
      Mag diese Fähigkeit auch überaus mächtig wirken, so darf man nicht vergessen, dass die Zeiträume, um die es hier geht, sich in einem Rahmen von 6 bis allerhöchstens 30 Sekunden bewegt.


      Durchbrochene Zeit
      Mit dieser Fähigkeit erreicht ein Suna die Meisterschaft über die Zeit. Er staucht nicht mehr die Zeit zusammen, wie mit Hilfe der Gesparten Zeit, sondern zerrt sich aus dem Stehgreif einen kleinen Schritt in der Zeit vorwärts oder zurück. (Bei allen anderen Fähigkeiten muss sich ein Suna-Seher mindestens einige Sekunden zur Vorbereitung einstimmen.) Eine mächtige Kraft, doch hat dies unausweichliche Folgen für den Anwender, da starke Vibrationen seinen Leib treffen, fast so als wenn er gegen eine Wand sprinten würde. Doch dafür gelingt es ihm einige Sekunden durch die Zeit zu springen, wenn auch geringfügig kürzer als bei der Gesparten Zeit.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Meine Welten und Geschichten
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Hi Nemedon, deine Chronomantie ist echt krasser Shid, wenn ich das mal so sagen darf. ( Also jetzt natürlich als Kompliment gemeint) Auch wenn es mich ein wenig an das Temporis der wahren Brujah aus Vampire erinnert, hat es doch eine sehr inspirierende, eigene Note. Ich habe eine Frage zu der Fähigkeit "Kismet": Kann der Anwender das Ereignis nur zufällig verändern oder kann er schon Einfluss nehmen? Also könnte er bei einem Würfelwurf einfach nur den Wurf wiederholen oder beispielsweise bestimmen " Es soll jetzt eine Sechs fallen"?
    • Mit einer leichten Ähnlichkeit von Gesparter Zeit und Temporis magst du durchaus recht haben, dass ich mich ein wenig von 'Vampire - Dark Ages' inspirieren ließ. Anfangs verfügten Seher bei mir nur über "hellsichtige" Fähigkeiten. Doch da ich bei anderen Fähigkeiten ebenfalls über den Bereich der Parapsychologie hinaus ging, um es etwas fantastischer zu gestalten, stellte Zeitmanipulation imho für die Seher die logische Fortführung dar.

      RedScorpion schrieb:

      "Kismet": Kann der Anwender das Ereignis nur zufällig verändern oder kann er schon Einfluss nehmen? Also könnte er bei einem Würfelwurf einfach nur den Wurf wiederholen oder beispielsweise bestimmen " Es soll jetzt eine Sechs fallen"?
      Letzteres. Wie im einleitenden Satz geschrieben, "erzwingt" der Suna einen Zufall. Je unwahrscheinlicher etwas ist, umso schwerer und anstrengender wird es für ihn. (Könnte also letztlich womöglich doch noch schief gehen.) Es ist für ihn also z.B. sehr leicht einen dreifachen Pasch im Casino zu verhindern, jedoch ungleich schwerer einen dreifachen 6er Pasch zu erzwingen. Etwas völlig Unmögliches vermag man damit nicht zu erreichen (Sprung über einen 10m Abgrund), jedoch das Schicksal für sich zurecht zu biegen. (Mit welchem Knopf zündet man auf dem geklauten fremdartigen Alien-Raumschiff noch rechtzeitig die Landedüsen?) :eyebrow:
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Meine Welten und Geschichten
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Es ist für ihn also z.B. sehr leicht einen dreifachen Pasch im Casino zu verhindern, jedoch ungleich schwerer einen dreifachen 6er Pasch zu erzwingen. Etwas völlig Unmögliches vermag man damit nicht zu erreichen (Sprung über einen 10m Abgrund), jedoch das Schicksal für sich zurecht zu biegen. (Mit welchem Knopf zündet man auf dem geklauten fremdartigen Alien-Raumschiff noch rechtzeitig die Landedüsen?


      Hmmm...sehr vage...Gefällt mir, kann man gut literarisch umsetzen ;) Was wäre aber im Fall von Lottozahlen und es fehlt nur eine Zahl? ...Ich glaube ich mache die Sache komplizierter, als sie eigentlich ist, oder? :D Aber ich mag die Idee echt gern und will sie nur richtig verstehen. Ich mag so Magiezeugs, was nur indirekten Einfluss nimmt.
    • Aye, du machst es dir tatsächlich etwas zu kompliziert. ;) Vielleicht vermag ich das mit drei unterschiedlichen Beispielen besser darzustellen.

      1.) Eine Seherin gelangt in einer Krypta an eine Weggabelung. Sie weiß, dass nur einer der beiden Wege der Richtige ist, der Andere hingegen mit Sicherheit eine tödliche Falle bereithält. Es geht um Leben und Tod, und doch fällt es der Seherin bei einer 50 zu 50 Chance recht leicht, sich z.B. durch einen Münzwurf richtig zu entscheiden.
      2.) Ein Seher ist in Geldnot und will beim Lotto betrügen (um direkt dein Beispiel aufzugreifen). Es geht nur um etwas Geld und wie irgend wo ein paar Kugeln fallen. Doch da er eine myriade Möglichkeiten ausgleichen muss, dürfte es selbst bei der Aufbietung all seines Könnens und Konzentration schief gehen.
      Eine wesentlich realistischere Chance hätte er hingegen mittels Präkognition die Ziehung richtig vorauszusagen, und dann entsprechend einen Tippschein abzugeben.
      3.) Ein kachektischer Mann wird in einer Kneipe von einer Seherin ermutigt, gegen einen muskulösen Gegner im Armdrücken anzutreten. An sich sind die Chancen sehr gering, doch da dies für alle Anwesenden offensichtlich ist, stehen die Chancen gut, dass der Kräftigere diesem Wettstreit nicht seine volle Aufmerksamkeit zuwendet. Ergo ist die Anwendung von Kismet zwar schwierig, doch nicht so extrem, wie zuerst befürchtet.
      Und selbst wenn der Muskel-Typ aufpasst, so könnte sein Ellenbogen trotzdem auf einer kleinen Getränkepfütze wegrutschen, eine Fliege im ungünstigen Moment in sein Auge sausen, oder wegen eines Herzleidens und der Anstrengung ein kleiner Angina-Pectoris-Anfall hervorgerufen werden.
      Gerade in dem letzten Beispiel dürfte es deutlich werden, dass bei der Anwendung von Kismet womöglich unvorhersehbare Nebeneffekte auftreten können, damit der Zeitstrom / das Glück zugunsten des Anwenders verbogen wird.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Meine Welten und Geschichten
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Geisterstund' - meine Stund'. ;) Was wäre da passender, als mit den Details zur zweiten Odem-Kraft aufzuwarten?


      Üblicher Titel: Metar
      Clan-Titel: Meister der Elemente
      Odem-Kraft: Metaresonanz


      Metaresonanz ist eine Kraft, die mit den physikalischen Gesetzen zu spielen scheint. Und je Geübter der entsprechende Metar ist, desto mehr Fähigkeiten eröffnen sich ihm.


      Bindungen erkennen
      Mit dieser Fähigkeit erlernt ein Suna Strukturen und Verzerrungen in seiner Umgebung wahrzunehmen, unabhängig von seinen Augen. Anfangs sind das noch recht gewöhnliche Dinge, wie das Gewicht eines Gegenstands einzuschätzen. Doch mit zunehmenden Können verfeinern sich seine Sinne, so dass er Materialien bis hin zu ihren Atomstrukturen wahrnimmt. Und ein paar wenigen Begabten gelingt es gar Verzerrungen des Raums (-> Gravitation) zu erkennen.


      Telekinese
      Mit dieser Fähigkeit ist es dem Anwender möglich Gegenstände anzuheben und zu bewegen. Wobei der Zugang zur Grundkraft das mögliche Gewicht und die Beschleunigung beschränkt, während die eigentliche Fertigkeit in Telekinese bestimmt, wie diffizil man Dinge zu bewegen vermag.
      So vermag also ein Suna mit besonders starker Begabung zur Metaresonanz entweder ein schweres Motorrad anzuheben, oder aber ein Steinchen mit der Geschwindigkeit einer Pistolenkugel zu bewegen. Doch nur jemand mit einer hohen Fertigkeit vermag bei letztem Beispiel überhaupt etwas halbwegs zu treffen.

      Zusätzliche Spezialisierung: Levitation
      Diese Fähigkeit dient dazu den Anwender schweben zu lassen. Da dieser den Odem des eigenen Körpers effektiver zu manipulieren weiß, als den Mix seiner Umgebung, vermag man mit dieser Fähigkeit bereits sich in die Lüfte zu erheben, bevor der Suna stark genug wäre etwas entsprechend Schweres anzuheben.


      Thermokinese
      Mit dieser Fähigkeit ist ein Metar in der Lage die Temperatur von Dingen zu verändern. Dazu muss ein Gegenstand vom Suna mit einem seiner eigenen Sinne wahrgenommen werden (i.d.R. also sehen, fühlen, Metaresonanz)

      Zusätzliche Spezialisierung: Mikroklima
      Der Anwender erlernt die Lufttemperatur in seinem Umfeld ganz langsam zu verändern. In der freien Natur macht das natürlich wenig Sinn, doch in geschlossenen Räumen kann sich das durchaus als nützlich erweisen.

      Zusätzliche Spezialisierung: Thermalschild
      Um diese Fähigkeit erlernen zu können, muss der Metar eine hohe Fertigkeit in ’Bindung erkennen’ besitzen, um die ihn umgebende Luftmoleküle wahrzunehmen. Vereint er beide Fertigkeiten, wird es ihm möglich eine fingerdicke Luftschicht um seinen Körper zu erwärmen/abzukühlen. Mit dieser Thermoisolation vermag er selbst in der Arktis zu wandern ohne ein Frösteln, oder ohne zu schwitzen eine Wüste zu durchqueren.

      Zusätzliche Spezialisierung: Aerokinetischer Schild
      Das Erlernen dieser Fähigkeit verlangt vom Metar eine hohe Kunstfertigkeit in Bindung erkennen und Thermalschild, um die ihn umgebende Luftmoleküle wahrnehmen und manipulieren zu können. Eine verdichtete Luftschicht bietet gegen materielle Angriffe einen gewissen Widerstand.

      Zusätzliche Spezialisierung: Luftblase
      Mit dieser abgewandelten Fähigkeit vermag ein Metar eine Luftblase um sich zu halten, die zwar nicht vor Angriffen schützt, aber vor einem Vakuum, Gasen, Gerüchen und ähnlichem.
      Unsicher bin ich mir noch, wie stark ein Metar sein müsste, damit das auch unter Wasser funktionieren könnte. Zum einen die Blase gegen den Wasserdruck zusammen zu halten, zum anderen die Luftblase und den abgetauchten Metar zusammen zu halten entgegen dem Auftrieb der Luftblase.

      Zusätzliche Spezialisierung: Stille
      Eine weitere Abwandlung des Aerokinetischer Schildes und Kenntnis über die Luftblase. Hierbei wird eine dünne Schicht Vakuum erschaffen, so dass kein Kontakt zwischen der Luft der inneren Blase und der Umgebungsluft mehr besteht. Keine Geräusche dringen nach außen oder umgekehrt. Allenfalls stärkere Erschütterungen des Bodens können den Metar akustisch noch verraten. Oder natürlich Sichtkontakt.


      Das Wissen über die nachfolgenden Fähigkeiten ist im Bereich des Sternenrings sehr rar gesät. Somit mag es nicht verwundern, dass die meisten Leute diese Dinge allenfalls für Mythen halten.


      Teleport
      Diese Fähigkeit lässt den Körper des Metar und das, was er direkt am Körper trägt, verschwinden und an einen anderen Ort wieder erscheinen. Der Anwender muss dabei den Ort kennen oder aber in diesem Moment wahrnehmen können.
      Die Wenigen die von dieser Fähigkeit wissen, vermuten dass der Körper dabei nicht in seine Bestandteile aufgelöst wird, oder gar unsere Dimension verlässt, sondern dass die Atome „aus der Phase“ gebracht werden. Die einzelnen Teile fliegen also einfach durch die gewaltigen subatomaren Lücken der übrigen Materie hindurch, da die dortigen Abstände gigantisch sind. (Bildlich: Wäre ein Atomkern so groß wie eine Kirsche, die in der Mitte eines Fußballfeldes liegt, befänden sich die Elektronen schon außerhalb des Stadions.) Am Bestimmungsort angekommen, entsteht eine kleine Druckwelle durch die dort verdrängte Luft, was für Nahestehende als plötzlicher Windstoß wahrgenommen werden könnte. Umgekehrt entsteht ein kurzer Sog am Ort des Entschwindens. Ist alles still, kann man diesen Vorgang eventuell sogar hören.
      Als weiterer Nebeneffekt vermögen äußerst sensible Personen, die auf dem direkten Weg des Teleportierten von ihm gestreift werden, einen Lufthauch zu spüren. Mögen die Atome des Metars zwar durch die gigantischen Leeren der Atomhüllen schlüpfen, so verlieren sie dabei nicht ihre komplette Masse.

      Zusätzliche Spezialisierung: Blinzeln
      Mit dieser Fähigkeit vermag man sich ad hoc einige Meter zu teleportieren, und dadurch einem Nahkampf-Angriff, Geschossen oder Explosion zu entgehen.
      Im Gegensatz zu den meisten anderen Odem-Fähigkeiten benötigt man für Blinzeln keine Vorbereitungszeit. Diese eher intuitive Fähigkeit birgt jedoch das erhöhte Risiko sich an den falschen Ort zu wünschen. Was dann zu solchen Dingen führen kann, dass man desorientiert an einem anderen Ort steht, hoch in der Luft rematerialisiert – oder im schlimmsten Fall unter der Erde.

      Zusätzliche Spezialisierung: Erweiterter Teleport
      Auf dieser Stufe haben sich die Einsichten des Metar so stark vertieft, dass er zusätzliche Gegenstände / mehr Gewicht mitzunehmen vermag, bis hin zu weiteren Personen.

      Zusätzliche Spezialisierung: Sprung
      Mit dem Erreichen dieser hohen Kunstfertigkeit vermag ein entsprechend fähiger Suna sogar Objekt von der Größe von sehr kleinen Raumschiffen (Rettungskapseln, Scouts) mit sich zu teleportieren, so sie frei beweglich sind, also nirgends verankert, und sich in keinem ausgeprägten Schwerefeld befinden.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Meine Welten und Geschichten
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Also, hm... sagen wir mal: Ein Suna mit diesen Möglichkeiten wäre ein Gott. Daran gibt es kein Zweifel. Allein diese genannten Möglichkeiten deines letzten Beitrages würden ausreichen, sich irgendein - per optischen Gerät beobachtbaren - Himmelskörper auszusuchen und Terraforming zu beginnen. Hm, wenn ich es recht bedenke: Ich kann mich auch so theoretisch in Verbindung einiger Fähigkeiten von Stern zu Stern teleportieren (sogar von Galaxie zu Galaxie), bis ich etwas finde was mir passt.

      Stellt sich nur die Frage: Wenn es möglich wäre: Wäre der benutzende Suna der erste richtige Zukunftszeitreisende? Ich meine, wenn ich mich jetzt mittels dieser Fähigkeiten nach Andromeda ich teleportieren könnte, dann wäre ich für Milliarden von Jahren im Teleportationsprozess gefangen. So weit so gut. Erstmal würde ich Andromeda ganz schön verfehlen (passiert, es bewegt sich ja... und ich denke nicht, das der Teleportationsprozes einer selbstberechnenden Korrektur unterliegt) und selbst wenn ich zur Milchstraße dann zurückkehren würde, dann wäre sie auch woanders... so wäre das auch mit anderen Orten: Ich wüsste zwar immer wohin ich kann, aber wäre für immer in der Leere des Alls gestrandet. Die Sache ist die: Für mich als Teleportierenden wäre nur wenige Augenblicke vergangen, während tatsächlich viele Jahre verstrichen sind...
      "Sel'ana... Wir werden bestehen." - Arinai Shuir del'Julinya
    • Ich finde es interessant, dass bei dir Telekinese und Levitation genau umgekehrt schwierig sind wie bei meinen Telekineten (die können nur an Bord von kleineren Raumschiffen schweben, weil sie eigentlich nicht sich selbst bewegen können). Typisch Weltenbastler, können alles begründen, und das Gegenteil auch ;D .
      Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
      - Armin Maiwald
    • @ Akira
      Nein, Götter sind Suna nicht. Die Fähigkeit Blinzeln besitzt z.B. nur einige Meter Reichweite. Und ein durchschnittlicher ausgebildeter Suna vermag sich mittels Teleport nur einige Dutzend bis einige hundert Meter zu versetzen. Das Vorgestellte deckt die gesamte vorstellbare Bandbreite ab bis weit in den übermenschlichen Bereich. Doch es erklärt z.B. wie den Kephasi'i der Exodus von ihrer Welt gelang.

      Aber du hast mich auf einen Aspekt hingewiesen, den ich bislang nie beachtete. :thumbup: Nämlich wie schnell ein Metar tatsächlich reist. :kopfkratz:
      Im Moment tendieren ich dazu, dass er um so schneller reist, je stärker sein Zugang zum Odem ist (also seine 'Grundkraft'). Ob die Lichtgeschwindigkeit aber eine Grenze darstellt? Wenn die Forscher meiner Welt recht hätten, mit der Überlegung "Teleport = aus der Phase", dann sicherlich. Doch für mich muss ich das erst mal noch überdenken. Könnte also durchaus sein, dass die 'Weltrealität' nicht mit den Ansichtern der Forscher übereinstimmt. :)

      Was ich nicht verstehe, wie ein Metar Terraforming betreiben soll? Er mag mit genügend Zeit Steine anzuhäufen oder abzutragen. Oder ein Buch zu verbrennen. Doch wie will er damit einen ganzen Planeten verändern und bewohnbar machen?

      Was die "selbstberechnende Korrektur" bei der Teleportation betrifft: In gewisser Weise müsste sie tatsächlich existieren. Wenn man bedenkt, mit welcher Geschwindigkeit ein Planet sich bewegt (Erde um die Sonne mit ungefähr 30km/s), könnten schnell üble Auswirkungen entstehen. Vor allem wenn man dazu noch einbezieht, dass der Suna sich an verschiedenen Punkten der Welt befindet, also mal bei Morgengrauen "hinter" dem Planeten, Mittags "neben" dem Planeten und am Abend "vor" ihm. Natürlich in Bezug auf die Umlaufbahn gesehen.


      @ Veria
      Jetzt machst du mich aber neugierig. Wie wird es denn in deiner Welt erklärt, dass sie sich selbst schwieriger zu levitieren vermögen, als etwas ebenso schweres telekinetisch anheben?
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Meine Welten und Geschichten
      Rollenspiel-Anekdoten