Der Weltenbastler ist tot! Ewig lebe die Welt!?

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    • Der Weltenbastler ist tot! Ewig lebe die Welt!?

      Was wird aus meinen Welten, wenn ich tot bin?
      Diese Frage kam mir letzte Woche bei einer Diskussion mit Freunden zum Thema Sterben und Erben (Fragt mich bitte nicht, wie wir auf dieses Thema gekommen sind. ;D). Der Gedanke lässt mich nicht mehr los und deshalb möchte ich gerne wissen, wie ihr darüber denkt:

      Was soll mit eurer Welt/euren Welten geschehen, wenn ihr tot seid?

      Habt ihr euch schon Gedanken darüber gemacht? Vererbt ihr die Welt/en weiter? Wenn ja, an wen? Soll die Welt weiter bebastelt werden oder einfach als Erinnerung bestehen bleiben? Was würdet ihr davon halten, wenn eure Erben das ganze Zeug veröffentlichen und ihr post mortem noch berühmt werdet (Träumen darf ich ja wohl noch!)?
      In der heutigen Zeit wird es auch immer wichtiger sich Gedanken über die Regelung von PC- bzw. Internetdaten und Benutzerkonnten nach dem Ableben zu machen. Also, wie sieht es mit euren Internetseiten aus? Oder mit Texten hier im Forum? Sollen sie als „Datenmüll“ erhalten bleiben?… Fragen über Fragen!

      Ich bin gespannt auf eure Antworten.
    • Ich sehe meine Welt teilweise als eine Art Lebenswerk an, also wäre es mir schon wichtig, dass meine Ergebnisse noch vorhanden sind. Ob sie sich jemand anschaut oder nicht, wäre mir dann denke ich relativ egal. Sollte sich jemand finden, der die Welt so mag, dass er sie weiter bebasteln möchte, dann soll mir das auch recht sein, solange sie nicht verfremdet wird.

      Aber hoffentlich wird das noch seehr lang, dauern, bis diese Gedanken praktische Bedeutung bekommen.
      Zwei gesichtslose Tintenfische tanzen in den Tod

      Fragen stellen ist wichtiger als Antworten geben. Meistens...
    • Der Weltenbastler ist Tod!

      Erstmal: Ja, für viele Weltencharaktere bin ich der Tod.
      Weiters: Schäm dich! Dabei hast du es im Beitrag sogar noch richtig geschrieben.

      Zum Thema: Mir persönlich kann es dann doch recht gleich sein, merken werd ich davon eh nichts mehr. Wenn aber jemand dann meine Welt adoptieren möchte, nur zu - sofern die Regeln nicht zu sehr gebogen werden, sprich die Basis nicht abgesägt wird. Ansonsten ist es nämlich eh nicht mehr meine Welt, sondern ein fieses Plagiat.
      Vielleicht kann ich zu der Frage in ein paar Jahren mehr sagen, falls sich irgendwann mal ein "Erbe" einstellen sollte.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Vor ein paar Jahren hatte sich hier mal ein Neuling angemeldet, der erzählt hat, er hätte von einem alten Mann eine Welt geerbt. Er hat von der Welt jedoch auch auf Nachfragen von mehreren Bastlern so gut wie nichts vorgestellt, und war dann recht bald wieder verschwunden, deshalb kann es auch sein dass er es nur erfunden hat um sich interessant zu machen. :weissnicht:

      Ansonsten habe ich mir zum Thema bisher keine Gedanken gemacht.
    • Ich wäre im Prinzip schon damit einverstanden, wenn meine Welt weiterbebastelt wird, doch möchte ich gerne derjenige sein, der meinen Erben ernennt. ;) Außerdem fände ich es gut, wenn später eindeutig klar ist, was von meinem Nachfolger und was direkt von mir ist. Ich fände es auf jedenfall gut, wenn meine Welt nicht einfach vergessen wird und für immer weg ist, denn irgendwie wird man durch das Weiterleben seines Werkes doch unsterblich... :P
      Dieser Account existiert nur noch, weil die Administration nicht auf die Bitte nach Löschung reagiert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Elatan ()

    • Interessante Frage.

      Also ich bräuchte erstmal einen Erben... *hust*
      Ich seh das so, wenn ich mal ein Kind haben werden sollte (oder so), und das Kind selbst zum Mitbastler wird (weil ich es erfolgreich infiziert habe :diablo: ), dann kann es meine Welt natürlich weiterführen. Bei den Tolkiens hats ja z.B. gut geklappt.
      Ich denke, wenn meine Welt bis zu meinem Ableben möglichst umfangreich ist und möglichst gut gegliedert, um gut reinzufinden, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer. Und natürlich, wenn ich bis dahin ein reicher und berühmter und guter Schriftsteller und Weltvermarkter geworden bin. :engel:

      Wenn all das nicht passieren sollte (zugegeben, ist ein klitzekleinwenig unwahrscheinlich, aber könnte ja sein. :lol: ), dann ist die Welt halt weg. Muss ich eben zusehen, dass ich genug Geschichten verschriftliche, dass etwas übrig bleibt.

      Die interessantere Frage wäre, was passiert mit meiner Welt, wenn ich in drei Wochen vom Bus überfahren werde? Oder vom Zug. Oder Lastwagen. Wer kümmert sich dann darum? Ich glaub irgendwie nicht, dass meine Eltern das Werk fortführen würden. Sie würden vielleicht nichts wegwerfen, aber eher aus Sentimentalität.

      Fazit: Ich muss einfach noch lange leben und erfolgreich werden und veröffentlichen und dann klappt das schon. Achja, und einen Erben kriegen, auf welchem Wege auch immer. :pfeif:
      Weil Inspiration von oben kommt und Arbeit von unten.
      -Elk (20.10.18, 23:02)



      Plan. Act. Reflect. Repeat 'til finish.
    • Hm, was mag aus meiner Welt werden, wenn ich tot bin? :)

      Da ich ein bisschen älter bin, kam mir dieser Gedanke durchaus schon. Auch wenn ich vielleicht kürzer bastle, als so manch anderer "alte" Hase hier.

      Wenn ich es pragmatisch und halbwegs realistisch sehe, dann verbinden meine Kinder damit eine schöne Erinnerung an mich und unsere gemeinsame Zeit. Schließlich werden sie älter und ihre Interessen liegen immer weniger zu Hause. Doch in Abenteuern streiften wir gemeinsam im Universum umher, entdeckten Geheimnisse, erwehrten uns Feinden und fanden neue Freunde. Eventuell weckte ich in ihnen auch Interesse an dem einen oder anderen Wissensgebiet. Schön wäre es zumindest. Sollte mich also morgen Gevatter Tod besuchen, würde meine Welt zumindest in ihren Erinnerungen weiterleben. Und mein Ältester bastelt sogar schon - an seinen eigenen Welten. :kuschel:

      Doch was, wenn meine kleinen Über-Wünsche wahr würden? Nun, dann bestünde meine Welt auch nach mir aktiv weiter. Vielleicht als Rollenspiel, als das es primär konzipiert wurde. Oder gar auf eine ganz andere Art. Meine eine kleine Galaxie entstand von Anfang an mit der Vorgabe, dass andere Interessierte genügend Platz und Freiraum darin fänden, um daran weiter zu basteln. Wenn also später mal ein Roman, ein Spiel oder gar ein Film entstünde, fände ich es einfach eine schöne Sache, wenn dort stünde: Basierend auf einer Idee von ...

      Ach, träumen ist schön. ;)
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Meine Welten und Geschichten
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Hm... ich glaube, wenn ich sterbe, wird meine Welt verschwinden. Der Webspace wird auslaufen, die Daten werden gelöscht... wer auch immer meinen PC bekommt, wird alles formatieren, bis auf ein paar Erinnerungen vielleicht.
      Damit stirbt also die Welt vermutlich mit mir.. es sei denn, dass jemand von den anderen Projektteilnehmern Interesse anmeldet, was aber unwahrscheinlich ist, da sie sich alle seit Jahren nicht blicken haben lassen.
      Macht mich irgendwie traurig, aber so ist es eben.
      Im Grunde mache ich die Welt ja eh für mich selbst ... großes Publikum habe ich nicht, und werde ich vermutlich nie haben. Daher ist es eigentlich egal, was mit der Welt nach meinem Tod passiert.
    • Hm, schwierige Frage. Wenn ich jetzt stürbe, würde wahrscheinlich am ehesten das übrig bleiben, was hier im Forum gepostet wurde. Und vielleicht ein bisschen so die kollektive Erinnerung, dass es mal ne Welt hier gab, die Issoy hieß, oder so. Für neue Generationen dann halt uninteressante Altlasten. Oder auch nicht.

      Meine ausgedruckten Weltenordner überleben vermutlich auch noch ein paar Jahrzehnte. Vermutlich würde sie jemand aus meiner Familie aufbewahren, ob wohl es mir lieber wäre, es einem guten Freund anzuvertrauen (der hat zumindest den Thiios-Ordner im Unterschied zu Erstgenannten auch gelesen ;) )

      So insgesamt muss ich mir um meine Weltenbasteleien weniger Sorgen machen als um z.B. meine Kompositionen. Die sind zum größten Teil immer noch nicht aufgeschrieben, während ich von meinen Welten doch sehr viel in schriftlicher Form habe (weil ich am liebsten an der Tastatur bastle) nur halt auch widersprüchlich. Vorrausgesetzt, es löscht niemand einfach alles.

      Hmm. Hmmm.

      Ich glaub, ich schreib mein Testament. ;D
      edit: done. Jetzt muss ich nur noch rauskriegen, wo ich das Ding aufbewahren soll. :kopfkratz:
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Jundurg schrieb:

      edit: done. Jetzt muss ich nur noch rauskriegen, wo ich das Ding aufbewahren soll. :kopfkratz:


      Beim Notar. Das ist immernoch der sicherste Ort für ein Testament ;)

      Ansonsten... Ich werde mir, sobald ich älter werde, einen Lehrling/Schüler suchen. Diesen werde ich in die hohen Künste einweihen und auf meine Welt indoktrinieren. Dann werde ich ihm meine Welt vermachen. ;D

      Zumindest versuche ich einen würdigen Nachfolger zu findem, dem ich mein Werk vermachen kann.
    • Wenn ich tod bin, eile ich über meine eigene Welt : ) Wozu sonst basteln!

      Also, ich bin gerade dabei alles über meine Welt in einem Almanach einzuarbeiten. Bis ich tod bin, sollte der gut gefüllt sein - und schon ausgedruckt und gebunden. Und irgendwer findet das denn und erfreut sich daran. Vielleicht ist der dann in der Lage dazu was zu schreiben : )

      ​​
      Wo ein Waldgott steht wächst grünes Gras,
      wo ein Waldgott ruht, sprießen Wälder,
      wo ein Waldgott weint, entstehen Sümpfe,
      wo ein Waldgott blutet, ist das Land geheiligt
      und wo ein Waldgott stirbt, wird leben sein.​
    • Über dieses Thema hatte ich mir vor einiger Zeit schon Gedanken gemacht (glücklicherweise nicht anlässlich gesundheitlicher Probleme) und wollte dazu vor ein paar Wochen, als ich diesen Thread zufällig gefunden hatte, bereits etwas posten, kam dann aber nicht dazu. Mit dem aktuellen traurigen Anlass wird das Problem jedoch noch einmal präsent.

      Mir kam vor einiger Zeit die Idee, vor der traurigen Wahrheit, dass jede:r von uns jederzeit diese Welt verlassen kann, eine Art "Archiv" für Welten einzurichten, sodass Welten / Geschichten / sonstige kreative Werke, wenn ein:e Bastler:in versterben sollte, nicht unwiderbringlich verloren gehen, wenn der Vertrag für den Webspace ausläuft und/oder die Angehörigen (die vielleicht gar nichts von der Welt oder den Weltenbastlern wissen) die Festplatte des Rechners formatieren. Ein solches Archiv könnte dergestalt aussehen, dass es eine Art zentralen, von uns (ich gehe jetzt einmal optimistisch von einem Fortbestand der Weltenbastler-Community auf absehbare Zeit aus) verwalteten Speicher gibt, wo jede:r, der/die teilnehmen möchte, eine Kopie der eigenen Welt(en) / Werke / Geschichten ablegen und nach Belieben updaten kann. Am besten zusammen mit einem Dokument, in dem niedergeschrieben ist, wie mit der Welt im Todesfall verfahren werden soll. Verstirbt dann ein:e Teilnehmer:in und hat verfügt, dass die Welt im Todesfall veröffentlicht werden soll, können wir als Community diesem Anliegen dann nachkommen.

      Spontan fallen mir folgende Kriterien ein, die ein solches Archiv erfüllen müsste:
      • Speicherung auf einer Infrastruktur, die im Falle des Todes von ein oder mehreren Verantwortlichen nicht einfach "verschwindet"
      • Infolgedessen: Zugriffsmöglichkeit durch mehrere Verantwortliche
      • Einfache Möglichkeit zum Einfügen von Daten durch Teilnehmende (Eine naheliegende Lösung für das Problem wäre ein nichtöffentliches Git-Repository, aber bei solchen professionellen Versionskontrollsystemen ist die Einstiegsschwelle vielleicht zu hoch.)
      • Keine automatische Veröffentlichung durch bloßes "Ablegen" im Archiv, um zu Lebzeiten unveröffentlichten Welten gerecht zu werden
      • Keine Infrastruktur, bei der durch Hochladen automatisch Nutzungsrechte zu Gunsten des Plattformanbieters entstehen
      • Ideal wäre natürlich eine Infrastruktur, mit der die hochgeladenen Welten mit geringem Aufwand eingefügt und dargestellt werden können, aber das ist natürlich ein komplexes Unterfangen. Auf der einen Seite möchte man als lebende:r Bastler:in ja schließlich mit den technischen Methoden und Formaten basteln, wie man möchte, andererseits soll die Community im Todesfall auch so wenig Aufwand wie möglich mit der Veröffentlichung haben, wenn dies gewünscht ist.
      • Ideal wäre es ferner, verschiedene Optionen zu haben, wie mit der Welt verfahren werden soll, z. B. "Veröffentlichung nur innerhalb der Community" (d. h. mit Zugriffsbeschränkung) oder "allgemeine Veröffentlichung im Internet".
      • Interessant wäre natürlich die juristische Perspektive des Ganzen. Kann man "den Weltenbastlern" / den das Archiv Verwaltenden im Todesfall das Urheberrecht oder zumindest entsprechende Nutzungsrechte übertragen, ohne dass diese eine eigene Rechtspersönlichkeit (z. B. in Gestalt eines Vereins) haben? (Ich kann da gern etwas recherchieren, bin ja immer noch Dipl.-Jur. mit Schwerpunkt Urheberrecht.) Muss ein solches "Weltenarchiv" überhaupt juristisch "wasserdicht" gestaltet sein, da ich die Wahrscheinlichkeit, dass Hinterbliebene juristisch gegen die Weltenbastler vorgehen würden, bei "nichtkommerziellen" Welten für sehr gering einschätze?
      Ich würde bei einem solchen Projekt auf jeden Fall mitmachen (sowohl auf administrativer Seite wie auch als Nutzerin) und bin auf eure Gedanken gespannt.
    • Ich denke hierüber gelegentlich auch mal nach, weil in üblichen Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten von sowas nicht unbedingt die Rede ist. Und man auch nicht unbedingt darauf kommt, ein Testament zu schreiben, wenn man nichts Materielles besitzt, bei dem sich das Verereben "lohnt" (geschweigedenn Nachkommen hätte).

      Ein von den Weltenbastlern gemeinsam geführtes Archiv kam mir da auch direkt in den Sinn. Erster Gedanke: Git.
      Könnte mir das auch nach wie vor vorstellen. Klar, die technischen Hürden muss man erstmal überwinden, aber damit kann man einander doch gegenseitig helfen.
      Eine Anleitung, Empfehlungen für entsprechende Tools, eine FAQ ...

      Wenn du zur juristischen Frage recherchieren könntest, wäre es interessant, auch wenn ich auch nicht glaube, dass es da Streitigkeiten geben sollte.

      Ich würde mich bei einem solchen Projekt ebenfalls beteiligen und meine Welt dort ablegen.
      nobody.