[Damokles-Sternenring] Feenjas Augen

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    • [Damokles-Sternenring] Feenjas Augen

      Aus einer Stimmung heraus entstand vor drei Tagen diese Kurzgeschichte. Kurzweilig, ohne etwas von welt(en)bewegender Tragweite zu beschreiben. Vielleicht gefällt es trotzdem jemanden.
      Edit zur Geisterstund fügt hinzu: Doch natürlich würde ich mich über Feedback sehr freuen. Enthält der Text zu viele inworld-Begriffe, oder lassen diese sich aus dem Zusammenhang trotzdem erahnen? Kommt die Stimmung rüber? Oder habe ich gar das Ende verbockt? Findet ihr sie stimmig?




      Feenjas Augen


      „Guten Morgen, Riaan.“ Müde streckte sich der junge Mann in seiner Koje. „Riaan, wach werden“, mahnte eine melodische Frauenstimme erneut.
      „Gleich, Muddej“, murmelte Riaan, während er sein Kissen umschlang.
      „Na, na, na“, erklang es nun tadelnd. „Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du mich nicht so nennen sollst.“
      Widerstrebend öffnete Riaan seine Augen einen Spalt weit. Seine winzige Kajüte wurde sanft erleuchtet von der schimmernden Gestalt einer jungen Frau, die neben seiner Koje stand. Seufzend rieb er sich den Schlaf aus den Augen. „Is’ ja gut, Feenja.“
      „Ich erwarte dich auf der Brücke. In einer halben Stunde sollten wir das Masein-System erreichen.“ Mit diesen Worten verschwand die Lichtgestalt und Riaan blieb allein im Dunkeln zurück. Zumindest scheinbar. „Feenja - Licht.“, meinte er missgestimmt in den leeren Raum. Schlagartig wurde es hell und er schwang seine Beine vom Bett herunter. In aller Ruhe machte er sich in den beengten Verhältnissen frisch, und kleidete sich an. Ausnahmsweise mal, denn oftmals trug er seine Schlafsachen den ganzen Tag. Wer sollte auf den zumeist einsamen Reisen auch Anstoß daran nehmen?
      Letztlich verließ er seine Kajüte und durchschritt den kurzen Gang zur Brücke, gelegen an der Frontseite des kleinen Raumfrachters. Die Brücke selbst war mit zwei Metern ebenso breit, wie seine Kajüte, doch verlief sie über die gesamte Frontseite des ziegelsteinförmigen Schiffes. Die beiden Pilotensessel, hinter ihren halbrunden Terminals, lagen verwaist, während sich ein Planet in Grün und Weiß ihm durch die Panoramascheibe entgegenwölbte.
      „Hm“, grummelte er. „Wir sind schon da?“, das ohnehin Offensichtliche aussprechend.
      „Wenn du halt wieder eine Ewigkeit brauchst um aufzustehen. Doch egal wie früh ich dich wecke, es ändert sich doch nichts.“ Feenjas körperlose Stimme seufzte resignierend. „Aber es gilt Wichtigeres zu besprechen. Die reguläre Identifikationsanfrage beantwortete ich bereits in deinem Namen. Ich denke nicht, dass deren Sicherheits-Software meine Mimikry zu durchschauen vermag. Und selbst wenn, dürfte das keinen all zu großen Unterschied machen.“
      Derweil hatte Riaan auf dem linken Sitz Platz genommen, der ihn sogleich automatisch mit Gurten und Absorberpolstern sicherte. „Du weißt mehr über Strategie, als ich, Feenja. Eine der obersten Regeln besagt, dass man weder Stärken noch Schwächen seinem Gegner offenbaren darf. Das nächste Mal stellst du in meine Kabine durch, oder sagst zumindest Bescheid. So lange wir in keinen militärischen Sicherheitsbereich einfliegen, schießen die nicht gleich, nur weil sich eine Antwort mal etwas verzögert.“
      Die automatische Tür öffnete sich und die Lichtgestalt Feenjas betrat die Brücke. Geschmeidig glitt sie auf den noch freien Sitz, ohne das Dieser jedoch ebenfalls mit Sicherheitsgurten auf sie reagierte. Schmunzelnd betrachtete Riaan die holographische Darstellung seiner Schiffs-KI. Sie war immer menschlicher geworden in den vergangenen Zyklen.
      Feenja wandte sich ihm zu. „Du kennst den Ablauf. Laut dem Geheimdienst ist dies ein reiner Aufklärungseinsatz, unnötige Aufmerksamkeit unerwünscht. Also keine vermeidbaren Risiken eingehen.“ Riaan verdrehte die Augen, doch die holographische Frau fuhr unbeirrt fort: „Sollte der schlimmste Fall eintreten, so sehen wir uns dort unten keiner xenophobischen Siedlung von Hosa auf einem unerschlossenen Planeten gegenüber, sondern einer geheimen Spionage- oder Forschungseinrichtung. Ich lasse dich also weit außerhalb der Siedlung raus, und lande danach auf dem abseits der Siedlung gelegenen Raumhafen. Ich gebe vor ein paar kleine Reparaturen am Antrieb durchführen zu müssen und werde derweil die von den Bewohnern angeforderten Datensätze und aktuelle Nachrichten aus der Allianz übermitteln.
      Du schlägst dich derweil zur Siedlung durch und nimmst die Anlage in näheren Augenschein. Sollte etwas schief gehen, flüchten wir nach Plan D. So wie voriges Jahr vor dem wütenden Katzona-Mob, die du beklaut hattest.“ Sie zwinkerte Riaan zu. Ernster und eindringlicher fuhr sie fort: „Lass dich dieses Mal nicht erwischen. Manchmal bist du einfach zu leichtsinnig.“
      Der Mann blickte gereizt zu der Lichtgestalt. „Hör auf. Ich soll dich nicht Muddej nennen, doch manchmal benimmst du dich fast wie Eine. Ich hätte dir doch ein anderes Erscheinungsbild geben sollen.“
      „Wenn ich gewusst hätte, dass es ein Abbild deiner vor langem …“, doch Feenja ließ den Rest unausgesprochen. „Ich bin eine freie K.I.P., wir sind nur ein Team. Du bist nicht mein Besitzer sondern mein Partner. Auch wenn ich mich schon sehr … an dich gewöhnt habe.“
      Riaan strich mit einem Finger über eine Kante der Konsole vor sich. Ohne zurückzublicken kam ihm nur ein leises Wort über die Lippen. „Dito.“ Als weiterhin Stille auf der Brücke herrschte, räusperte er sich und wechselte das Thema.
      „Den Ablauf bei einem Fehlschlag müssen wir noch besprechen. Die Standardvarianten entfallen, wegen unserer ungeplanten ’Spezialfracht’ im Laderaum. Das Teil muss unbeschadet Gonokta im Fantoru-System erreichen. Das darin enthaltene Experiment zu den Antiteilchen hat Priorität. Sollte mir also etwas zustoßen, setzt du unverzüglich deine Reise fort.“
      Mit nur kurzem Stutzen setzte er nach: „Umgekehrt wenn dir etwas passiert …“
      „Dann bist du Rotani-Futter“, vervollständigte Feenja den Satz. „Dort unten könntest du in dem Fall von niemandem Hilfe erwarten. Diese Welt wird nur selten angeflogen. Und der Geheimdienst wird uns erst in einem Quartal als vermisst ansehen. Selbst dann werden ihre Nachforschungen recht ’dezent’ ausfallen.“
      In der anschließenden Gesprächspause, warfen sie einander einen langen Blick zu.


      „RUGU! RUGU! Ich stürze ab! Der Antrieb …“, schrie Riaan, während seine Hände über die glatte Konsolenfläche flogen. Seine Haare bewegten sich entsprechend der trudelnden Bewegungen des Schiffes in immer neue Richtungen. Mit einem Fingertipp unterbrach er die Verbindung zur Zentrale der Siedlung. „Nun bist du dran, Feenja. Stabilisiere den Sturzflug, damit ich aus der Ladeluke springen kann.“
      „Aye-aye. Viel Glück, Riaan.“ Mit geschlossenen Augen saß ihre schimmernde Gestalt ruhig auf dem zweiten Pilotensitz, während wie von Geisterhand die trudelnden Bewegungen aufhörten. So wie die künstliche Schwerkraft wieder einsetzte, um der Pseudo-Schwerelosigkeit des freien Falls entgegen zu wirken, rannte Riaan los zum Frachtraum im Unterdeck.
      Kaum das er aus der großen Bugfrachtluke gesprungen war, und etwas Entfernung zwischen sich und dem Schiff gebracht hatte, drehte sich Dieses mit dem Heck zur Planetenoberfläche und gab Vollschub. Trotz des Fallwindes spürte er noch die Hitze im Gesicht, als sich das Schiff zunehmend schneller nach oben hin entfernte. Eine optische Täuschung, wie er wusste, denn der Boden der Welt raste ungleich schneller auf ihn zu. Doch Riaan musste warten, bis er in den Sensorschatten der Bergkette gelangte, bevor er den Gleiter auf seinem Rücken aktivieren durfte.
      Als der Moment gekommen war, presste der Aufwind des Gleiters und die winzigen Schubdüsen ihn hart in den Fluganzug. Sein Sichtfeld verengte sich zunehmend unter den starken G-Kräften, und er befürchtete bereits das Bewusstsein zu verlieren, als das Zerren des Bremsmanövers nachließ. Beinahe lautlos glitt Riaan nun über die Wipfel der fremdartigen Bäume den Bergen entgegen, hinter denen sich die verdächtige Siedlung befand. Mit einem Blick auf seinen Unterarmcomputer überprüfte er seine Position zur vorgesehenen Landestelle.
      Der Rand der Karte begann zu blinken, und überrascht registrierte Riaan, dass Feenja ihn rief, obwohl kein Funkkontakt vorgesehen war. Er aktivierte sein im Helm integriertes Headset und anstelle der Computerkarte erschien nun ihr Abbild. „Weißt du was Funkstille bedeutet?“, schnitt er ihr sofort das Wort ab.
      „Das ist jetzt irrelevant geworden“, antwortete sie. „Hör zu. Dreh sofort ab und such dir einen Unterschlupf auf deiner Seite der Bergkette.“
      „Was ist los, Feenja?“, fragte er mit plötzlicher Besorgnis in der Stimme.
      „Wir sind aufgeflogen! Keine Ahnung wie oder was genau. Auf jeden Fall starten gerade drei bewaffnete Luftfahrzeuge in deine Richtung und meine Sensoren registrieren das Hochfahren eines Fusionsreaktors. Ich erhalte eine sechsundsiebzigprozentige Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine warpfähige Nachrichtendrohne handelt.“
      Fieberhaft dachte Riaan nach. „Dann Abbruch der Mission. Hol mich ab, bei …“
      „Nein Riaan.“ Ihre Stimme klang irgendwie merkwürdig in seinen Ohren. „Dieser Klotz von Schiff ist diesen drei Fliegern in der Luft hoffnungslos unterlegen. Selbst wenn ich dich noch vor ihnen erreichte, würden die uns locker vom Himmel blasen. Mit viel Glück könnte ich sie rammen und Zwei mitnehmen, aber niemals Drei auf einem Streich. Und die Basis kann sicherlich noch weitere Leute losschicken, um nach dir zu suchen.“
      Riaan achtete kaum noch auf die unter ihm dahinfliegenden Bäume. Irritiert registrierte er, dass sich die Beleuchtung des Cockpits hinter Feenja ins Grünliche veränderte. Dann dämmerte ihm, dass sich die Fluglage des Schiffs geändert haben musste, dem leuchtenden Grün der Pflanzenwelt entgegen.
      „Was machst du da? Verschwinde Feenja. Sag dem Geheimdienst Bescheid, die können vielleicht später eine Rettungsmission starten.“
      „Du weißt selbst, dass das höchst unwahrscheinlich wäre“, erklang ihre Stimme mit unpassender Ruhe.
      Einen kurzen Moment starrte Riaan sprachlos die holographische Schiffs-KI an, die doch so menschlich wirkte. Dann riss er sich zusammen und fuhr sie an: „Die Fracht hat oberste Priorität. Dreh sofort ab. Nur so haben wir Zwei eine Chance.“
      „Nein Riaan.“ Ihre schimmernde Gestalt schüttelte langsam den Kopf. „Du hättest keine wirkliche Chance, wenn ich mich aus dem Staub mache.“
      „Wenn du mich zu retten versuchst, werden wir beide sterben. Das hast du selbst gesagt. Verdammt noch mal, was hast du vor?“ Ein Lichtschimmer auf seinem Fluganzug ließ ihn aufblicken und offenbarte ihm einen Lichtpunkt hoch oben am Himmel – und Dieser wurde beständig deutlicher.
      „Es gibt nur eine Möglichkeit, damit du zumindest den Hauch einer Chance hast.“, sprach Feenja weiter. „Dreh endlich ab und lande unverzüglich. Such Schutz hinter den Bergen.“
      „Das ergibt doch keinen Sinn. Selbst wenn du dich auf die Warpdrohne oder eines der Gebäude stürzt, richtet das höchstens einen Krater an und etwas Verwüstung an der Oberfläche. Dein Verhalten macht keinen Sinn.“ Ein unbewusster Teil Riaans hatte ihn derweil tatsächlich einen baumfreien Stelle ansteuern lassen.
      Beinahe sanft fiel ihre Antwort aus: „Doch, alles ergibt nun Sinn.“ Hell konnte Riaan die durch den Antrieb aufglühende Luft hinter dem heranrasenden Schiff erkennen. Scheinbar mit vollem Schub beschleunigte sie auf die Siedlung zu.
      „Ich empfing vor einigen Sekunden eine Übertragung zwischen der Kontrollzentrale der Siedlung und den Luftfahrzeugen. Der Verschlüsselung nach zu urteilen, dürfte das hier ein Unterschlupf von Bioroiden sein, womöglich sogar eine geflüchtete Zelle aus dem K.I. Krieg.“
      Riaan setzte bei diesen Worten härter auf dem Boden auf als geplant.
      „Pass auf dich auf, Junge. Ich kann leider nicht länger für dich da sein.“ Im Raumschiff streckte sie ihren schimmernden Arm aus und strich über den Monitor mit Riaans Gesicht. „Ich … hab dich lieb, Riaan.“
      „Ich liebe dich auch, ’Ma“, flüsterte er tonlos, und mit dem letzten Wort erstrahlte die Landschaft um ihn herum in gleißendem Licht. Steifbeinig ging er auf einen kleinen Felsüberhang zu. Achtlos ließ er seinen Gleiter zu Boden fallen und hockte sich, an den Fels gelehnt, nieder. Mit einem Schlag brach die Hölle los, als eine Sturmwelle über den Bergrücken auf ihn zuschoss.
      Er konnte Feenjas Augen nicht vergessen. Augen, die ihn dunkel angeschaut hatten in den letzten Sekunden. Und erst lange nachdem das Chaos des Sturms über ihn hinweggefegt war, regte sich der Zipfel einer Erinnerung an die geheime Zusatzfracht, die sie ungeplant mit an Bord genommen hatten. Die Kiste mit dem Antiteilchen-Experiment.
      Doch in Träumen verfolgte ihn der warme Blick ihrer Augen den Rest seiner Tage.

      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Meine Welten und Geschichten
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Ich finde die Stimmung ganz zu Anfang gut eingefangen (ich mag das Setting des halbeinsamen Raumfahrers :) ), aber am Ende bin ich nur verwirrt.

      Nämlich hier:
      Mit einem Schlag brach die Hölle los, als eine Sturmwelle über den Bergrücken auf ihn zuschoss.

      Wie was? Was ist los? Geht es ihm gut? War das so geplant? Ich dachte zuerst, es wäre eine Angriffswelle.

      Doch in Träumen verfolgte ihn der warme Blick ihrer Augen den Rest seiner Tage.

      Das ist zwar poetisch, aber meiner Meinung nach total an der falschen Stelle. Gerade als die Action begann, und während ich immer noch darüber rätsle, ob er die Sache jetzt überlebt. Der Schluss passt irgendwie nicht zu dem doch ziemlich offenen Ende. Falls ich das richtig verstehe überlebt Riaan die Sache und erinnert sich später an den Blick der Augen. Das kommt nicht rüber, zumindest mir müden Leser entgeht der Zusammenhang da völlig. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob er nicht am Schluss im Sterben liegt.

      „RUGU! RUGU! Ich stürze ab! Der Antrieb …“,

      RUGU verstehe ich gar nicht. Für mich ist "Rugu" eine Sekte auf meiner Welt.

      „Gleich, Muddej“

      Ich find zwar die Schreibweise an der Aussprache schön, aber beim ersten Lesen hab ichs nicht kapiert, was er da sagt.

      „Wir sind aufgeflogen! Keine Ahnung wie oder was genau. Auf jeden Fall starten gerade drei bewaffnete Luftfahrzeuge in deine Richtung und meine Sensoren registrieren das Hochfahren eines Fusionsreaktors. Ich erhalte eine sechsundsiebzigprozentige Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine warpfähige Nachrichtendrohne handelt.“

      Zum einen redet die KI fachsprachlich mit einer sechsundsiebzigprozentigen Wahrscheinlichkeit, zum anderen lautet der zweite Satz ganz uninformativ "Keine Ahnung wie oder was". Das stört nicht, fiel mir aber grade auf. Irgendwie müsste man grade von einer KI die Logik erwarten, dass sie in einem Notfall keine komplett Inhaltsleeren, ineffizienten Sätze an den Anfang stellt.

      Beinahe sanft fiel ihre Antwort aus: „Doch, alles ergibt nun Sinn.“

      Hier hab ich aber zuwenig Information, damit ich daraus schlau werde. Ich hab keinen blassen Schimmer, was sie am Ende vorhat, und wie die Geschichte eigentlich ausgeht. ;)
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Grüße zur Geisterstund, Jundurg.
      Vielen lieben Dank für dein ausführliches Feedback. :thumbup: Um den Post nicht zu sehr aufzublähen, verzichte ich mal weitestgehend auf die Zitierfunktion. Ich hoffe, dass man trotzdem noch die Strukturierung gut zu erkennen vermag.


      Zitat
      Mit einem Schlag brach die Hölle los, als eine Sturmwelle über den Bergrücken auf ihn zuschoss.

      Hm, da dürfte ich nicht eindeutig genug gewesen sein. Das plötzliche gleißende Lichtblitz reichte nicht als Hinweis, auf die atomare Explosion. "Explosionswelle" verwarf ich, weil ich damit etwas Kleineres assoziiere. Und seelisch geht es ihm spätestens seid dem Lichtblitz nicht mehr gut, weshalb er auch nur noch steifbeinig auf den schützenden Überhand zugeht.


      Zitat
      „RUGU! RUGU! Ich stürze ab! Der Antrieb …“,

      RUGU ist eine intergalaktischer Notruf, inspiriert vom SOS, in das fälschlich "Save our Souls" hineininterpretiert wird. In DaU bedeutet es seid ca. 50 Zyklen "Rettet unsere ganzheitliche Unversehrtheit", nachdem das vorherige RUKU ("Rettet unsere körperliche Unversehrtheit") zu einigen ... Pannen führte.
      Aber spaßig, dass "Rugu" eine Sekte auf deiner Welt ist. Hoffentlich keine 'religiösen Retter'. ;D


      Zitat
      „Gleich, Muddej“

      Schön, dass dir Schreibweise und Aussprache gefielen. Ich hoffte, dass der Sinn sich auch nicht sofort eröffnet, sondern möglichst erst zum Ende der Geschichte hin. Offenbarte es sich dir tatsächlich erst beim zweiten Lesen? Hm ... :kopfkratz:


      Jundurg schrieb:

      Zitat
      „Wir sind aufgeflogen! Keine Ahnung wie oder was genau. Auf jeden Fall starten gerade drei bewaffnete Luftfahrzeuge in deine Richtung und meine Sensoren registrieren das Hochfahren eines Fusionsreaktors. Ich erhalte eine sechsundsiebzigprozentige Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine warpfähige Nachrichtendrohne handelt.“


      Zum einen redet die KI fachsprachlich mit einer sechsundsiebzigprozentigen Wahrscheinlichkeit, zum anderen lautet der zweite Satz ganz uninformativ "Keine Ahnung wie oder was". Das stört nicht, fiel mir aber grade auf. Irgendwie müsste man grade von einer KI die Logik erwarten, dass sie in einem Notfall keine komplett Inhaltsleeren, ineffizienten Sätze an den Anfang stellt.
      Mit Sicherheit reagiert die KIP in Gesprächen nicht immer Effizient, da sie im Laufe der Zeit Gefühle entwickelte. Doch so ganz stimmt es nicht, dass dies ihre ersten Worte waren:

      Nemedon schrieb:

      „Weißt du was Funkstille bedeutet?“, schnitt er ihr sofort das Wort ab.
      „Das ist jetzt irrelevant geworden“, antwortete sie. „Hör zu. Dreh sofort ab und such dir einen Unterschlupf auf deiner Seite der Bergkette.“
      Erst als Riaan nicht sofort auf diese Worte reagierte, folgte die weitere Konversation.


      Zitat
      Beinahe sanft fiel ihre Antwort aus: „Doch, alles ergibt nun Sinn.“

      Das du hier zuwenig Informationen hast, um daraus völlig schlau zu werden, war durchaus beabsichtigt. Das sollte sich dem Leser auch erst rückwirkend eröffnen. In den beiden direkt folgenden Sätzen wird zumindest beschrieben, dass sie mit vollem Antrieb auf die Siedlung zurast. Oder stört das extrem den Lesefluss?
      Was mir beim nochmaligen Durchlesen auffiel, ist ein Aspekt den nur Kenner meiner Welt wahrnehmen dürften. Feenja flog bereits Richtung Planetenoberfläche, bevor sie von den Bioroiden wusste. Wegen der KI-Gesetze, darf sie aber kein intelligentes biologisches Lebewesen töten. Nur ihre anfängliche Unschlüssigkeit rettete sie vor der sofortigen Abschaltung. Doch als sie annehmen musste, dass dort nur eine Basis von Kunstwesen lag, ergab der bereits begonnene Rückflug zur Oberfläche einen Sinn.
      Jenseits der Logik kommt noch der hintergründige emotionale Aspekt hinzu. Riaan, der extrem früh seine Mutter verlor, gab Jahre später seiner Schiffs-KIP das äußere Erscheinungsbild von ihr. So war es ihm auf eine etwas verdrehte Weise möglich, sie einige Jahre um sich zu haben. Dadurch das Feenja zudem emotionaler wurde, und sogar Verhaltensweisen eines normalen Menschen annahm (Tür extra öffnen, bevor ihr Hologramm eintritt. / Nicht nur über Lautsprecher reden. / Aufkommende Zuneigungsbekundungen. usw.), ermöglichte es Riaan einen Teil der Zeit nachzuholen, die ihm das Schicksal gestohlen hatte.
      Doch ist es möglich diese Ebene innerhalb einer Kurzgeschichte noch deutlicher herauszuarbeiten, ohne den Rahmen (3 Seiten) zu sprengen?


      Jundurg schrieb:

      Zitat
      Doch in Träumen verfolgte ihn der warme Blick ihrer Augen den Rest seiner Tage.


      Das ist zwar poetisch, aber meiner Meinung nach total an der falschen Stelle. Gerade als die Action begann, und während ich immer noch darüber rätsle, ob er die Sache jetzt überlebt. Der Schluss passt irgendwie nicht zu dem doch ziemlich offenen Ende. Falls ich das richtig verstehe überlebt Riaan die Sache und erinnert sich später an den Blick der Augen. Das kommt nicht rüber, zumindest mir müden Leser entgeht der Zusammenhang da völlig. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob er nicht am Schluss im Sterben liegt.
      Mit diesem Abschluss bin ich noch nicht ganz zufrieden. Er transportiert das Gefühl noch nicht so, wie ich es mir eigentlich wünschen würde.
      Das das Ende offen ist, stimmt. :nick: Ich überlasse es dem Leser, ob Riaan in einigen Monaten gerettet wird, oder er in den folgenden Tagen oder Wochen stirbt. Ob nun an der ihm fremden Flora und Fauna, oder aber an dem Fallout ... :hmm: Muss es immer ein klar formuliertes Ende geben?

      Macht es Sinn im vorletzten Satz "Antimaterie" statt "Antiteilchen" zu schreiben? :weissnicht: Eventuell ist der von mir verwendete Ausdruck doch nicht so geläufig, wie ich dachte.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

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    • Hm, da dürfte ich nicht eindeutig genug gewesen sein. Das plötzliche gleißende Lichtblitz reichte nicht als Hinweis, auf die atomare Explosion. "Explosionswelle" verwarf ich, weil ich damit etwas Kleineres assoziiere. Und seelisch geht es ihm spätestens seid dem Lichtblitz nicht mehr gut, weshalb er auch nur noch steifbeinig auf den schützenden Überhand zugeht.

      Ok, dass es eine atomare Explosion ist, hab ich wirklich nicht mitgekriegt. Ich dachte nach dem ersten Lesen an eine Angriffswelle, nach dem zweiten Lesen dachte ich, dass er einfach nur, als er über die Bergkuppe schaut, vom natürlichen Wind des Planeten erfasst wird, während er davor im Windschatten saß.

      RUGU ist eine intergalaktischer Notruf, inspiriert vom SOS, in das fälschlich "Save our Souls" hineininterpretiert wird. In DaU bedeutet es seid ca. 50 Zyklen "Rettet unsere ganzheitliche Unversehrtheit", nachdem das vorherige RUKU ("Rettet unsere körperliche Unversehrtheit") zu einigen ... Pannen führte.

      Das wäre vielleicht dann ein Fall für eine Fußnote. ;) Generell wäre es auch möglich, das als R.U.G.U. zu schreiben, damit man deutlicher die Abkürzung sieht. Vorausgesetzt, man spricht es auch so.

      „Gleich, Muddej“
      Schön, dass dir Schreibweise und Aussprache gefielen. Ich hoffte, dass der Sinn sich auch nicht sofort eröffnet, sondern möglichst erst zum Ende der Geschichte hin. Offenbarte es sich dir tatsächlich erst beim zweiten Lesen? Hm ...

      Es offenbarte sich hier:
      Hör auf. Ich soll dich nicht Muddej nennen, doch manchmal benimmst du dich fast wie Eine

      Davor war es einfach nur ein merkwürdiger Inworldname. Die Schreibweise ist aber schon sehr mitteldeutsch( ??? ), oder? Stellt sich die Frage, wie das ins All kommt.

      Das du hier zuwenig Informationen hast, um daraus völlig schlau zu werden, war durchaus beabsichtigt. Das sollte sich dem Leser auch erst rückwirkend eröffnen. In den beiden direkt folgenden Sätzen wird zumindest beschrieben, dass sie mit vollem Antrieb auf die Siedlung zurast. Oder stört das extrem den Lesefluss?

      Dass sie auf die Siedlung zurast, hab ich offenbar auch überlesen. Aber auch daraus würde ich nicht schlau werden, weil ich keine Ahnung habe, was sie dann dort tun kann. Angreifen? Landen? Kamikaze? Ich kanns aus dem Text halt nicht rauslesen.

      Doch als sie annehmen musste, dass dort nur eine Basis von Kunstwesen lag, ergab der bereits begonnene Rückflug zur Oberfläche einen Sinn.

      Ok, ihr Verhalten ist absichtlich merkwürdig. - Aber diese Information scheint so entscheidend zu sein, dass man ohne sie gar nix kapiert, und selbst mit ist es noch nicht so einfach.

      Jenseits der Logik kommt noch der hintergründige emotionale Aspekt hinzu. Riaan, der extrem früh seine Mutter verlor, gab Jahre später seiner Schiffs-KIP das äußere Erscheinungsbild von ihr. So war es ihm auf eine etwas verdrehte Weise möglich, sie einige Jahre um sich zu haben. Dadurch das Feenja zudem emotionaler wurde, und sogar Verhaltensweisen eines normalen Menschen annahm (Tür extra öffnen, bevor ihr Hologramm eintritt. / Nicht nur über Lautsprecher reden. / Aufkommende Zuneigungsbekundungen. usw.), ermöglichte es Riaan einen Teil der Zeit nachzuholen, die ihm das Schicksal gestohlen hatte.

      Dieser Aspekt hingegen kam bei mir eigentlich so ähnlich rüber, ohne dass du ihn extra erzählen musstest.

      Ich überlasse es dem Leser, ob Riaan in einigen Monaten gerettet wird, oder er in den folgenden Tagen oder Wochen stirbt. Ob nun an der ihm fremden Flora und Fauna, oder aber an dem Fallout ... :hmm: Muss es immer ein klar formuliertes Ende geben?

      Mich stört das offene Ende nicht, aber ich hab bereits die letzten paar Ereignisse vor dem Ende nicht mehr so recht mitgekriegt. Ich weiß z.B. immer noch nicht, woher die Explosion herrührt. Hat Feenja sich jetzt selbst in die Luft gejagt? Was hat es überhaupt mit der Fracht auf sich? (ok, das kann geheim bleiben, aber als Leser bin ich mir nicht mal sicher, wo die Fracht denn nun eigentlich ist, im Schiff, bei Riaan?)

      Macht es Sinn im vorletzten Satz "Antimaterie" statt "Antiteilchen" zu schreiben?

      Beides ist mir gleichermaßen geläufig. ;)

      Die Kiste mit dem Antiteilchen-Experiment.

      Das ist so völlig unklar. Eine Kiste mit einem Antiteilchen-Experiment kann auch einfach ein Stapel Notizblätter mit Testergebnissen sein. Habe ich beim Lesen auch so angenommen, daher hab ich nicht kapiert, was denn an dieser Erinnerung jetzt so wichtig sei.

      Ich gebs zu: Ich bin ein eher unaufmerksamer Leser. Vielleicht durchschauen andere den Schluss eher, aber ich blick immer noch nicht so recht durch, und ich würde es halt gerne beim ersten Lesen so weit mitkriegen, dass ich zumindest weiß, was gerade passiert ist. ;)
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Jundurg schrieb:

      Zitat
      Hör auf. Ich soll dich nicht Muddej nennen, doch manchmal benimmst du dich fast wie Eine.


      Davor war es einfach nur ein merkwürdiger Inworldname. Die Schreibweise ist aber schon sehr mitteldeutsch( ), oder? Stellt sich die Frage, wie das ins All kommt.
      Natürlich an das Deutsche angelehnt. Ich bin (leider?) kein Sprachenbastler. Meine Welt spielt 2.000 bis Millionen Jahre in der Zukunft, zudem in einer andersartigen Polarring-Galaxie. Die Menschheit, ebenso wie fast alle anderen kulturschaffenden Spezies, wurden entwurzelt und sind sich ihrer Ursprungswelt und ihrer dortigen Geschichte nicht mehr bewusst. So gesehen sprechen die Hosa also mit Sicherheit keine normale menschliche Sprache mehr, sondern sie wurde beeinflusst von X Aliensprachen und vor allem dem massiven Einwirken während der Knechtschaft unter den Rotani.
      Ergo nutze ich Begriffe, zumindest in diesem Fall, auf die der Leser kommen kann. Damit sie/er es beim ersten Lesen zu durchschauen vermag. ;)


      Jundurg schrieb:

      Dieser Aspekt hingegen kam bei mir eigentlich so ähnlich rüber, ohne dass du ihn extra erzählen musstest.
      Entschuldig, dass wusste ich nicht. Ich versuchte nur alle Aspekte offenzulegen, auf deine Frage: "Hier hab ich aber zuwenig Information, damit ich daraus schlau werde."


      Jundurg schrieb:

      Ich weiß z.B. immer noch nicht, woher die Explosion herrührt. Hat Feenja sich jetzt selbst in die Luft gejagt? Was hat es überhaupt mit der Fracht auf sich? (ok, das kann geheim bleiben, aber als Leser bin ich mir nicht mal sicher, wo die Fracht denn nun eigentlich ist, im Schiff, bei Riaan?)
      Nun, ich wollte vermitteln, dass dieses Antimaterie-Experiment durchaus auch besagte Antimaterie enthält. Und da ein Reiskorn davon die Sprengkraft einer Atombombe entwickelt, wenn die magnetische Eindämmung drumherum beschädigt wird ...


      Jundurg schrieb:

      Ich gebs zu: Ich bin ein eher unaufmerksamer Leser. Vielleicht durchschauen andere den Schluss eher, aber ich blick immer noch nicht so recht durch, und ich würde es halt gerne beim ersten Lesen so weit mitkriegen, dass ich zumindest weiß, was gerade passiert ist.
      Ich gestehe, viele meiner bisherigen Kurzgeschichten eröffnen sich nur bei genauerem Lesen, und taugen weniger zum fix drüber huschen. Vermutlich keine leichte Kost %-) , doch ich kann gerne versuchen beim nächsten Mal eine zugänglichere Story niederzuschreiben. Macht es noch Sinn eine Begiffserklärung (die ich beim Original direkt anfügte) zu posten?
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

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    • Entschuldig, dass wusste ich nicht. Ich versuchte nur alle Aspekte offenzulegen, auf deine Frage: "Hier hab ich aber zuwenig Information, damit ich daraus schlau werde."

      Nix zu entschuldigen, das sollte doch ein Lob sein. ;) Also eben die Stimmung am Anfang kam gut rüber, die besondere Beziehung zwischen Raumfahrer und KI.

      Natürlich an das Deutsche angelehnt. Ich bin (leider?) kein Sprachenbastler.

      Klar. Versteht man auch. Mir gefällt das ja eigentlich, nur eine Stimme in meinem Hinterkopf fragt quengelig, wie sie ist, ob es dann nicht auch "Mutti", "Mom" "Mamau" oder "Muaterl" heißen könnte. ;D Ne, passt schon. Ich versuche, in meinen Texten Austrizismen so weit wie möglich zu vermeiden, daher bin ich auf diesen Regionalismus wohl auch etwas angesprungen. ;)

      Ich gestehe, viele meiner bisherigen Kurzgeschichten eröffnen sich nur bei genauerem Lesen, und taugen weniger zum fix drüber huschen. Vermutlich keine leichte Kost %-) , doch ich kann gerne versuchen beim nächsten Mal eine zugänglichere Story niederzuschreiben.

      Oh nein, das wollte ich doch nicht. Ich wollte nur warnen, dass ich eher unaufmerksam lese, und andere das sicher gründlicher tun. :-[
      Die Geschichte ist doch zugänglich. Ich finde nur, dass es dem Schluss etwas an Info mangelt. Ich kann zwar vermuten, dass Antimaterie in dem Schiff ist, aber ohne deine Erläuterung wäre ich da nicht draufgekommen. Wenn du das komplett offen lassen möchtest, gut; mein subjektiver Leseeindruck ist nur, dass ich gegen Ende komplett den Faden verliere und ohne deine Erklärung nicht weiß, was gerade passiert ist.

      Macht es noch Sinn eine Begiffserklärung (die ich beim Original direkt anfügte) zu posten?

      Den einzigen Begriff, den ich noch erklären würde, wäre eben RUGU, weil man das ja sonst einfach nicht versteht. Das könnte man aber vielleicht auch direkt in den Text packen. KI ist als Begriff mir geläufig genug, dass es keiner weiteren Erklärung bedarf.
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Falls später noch mal jemand hier rumstöbern sollte, hier der Anhang mit Erklärungen zu Fremdworten und für "Weltfremde" ;) :

      Begriffe

      Antiteilchen - andere Bezeichnung für Antimaterie
      Bioroide - K.I.P.s die äußerlich nicht von anderen intelligenten Lebensformen unterscheidbar sind.
      Freie K.I.P. - „Frei“ bedeutet, dass die K.I.P. sich selbst gehört und keiner anderen Person. Details zu K.I.P. -> s.u.
      Hosa - Eine intelligente kulturschaffende Spezies. Zu einer anderen Zeit und einem anderen Ort hätte man sie wohl schlicht Menschen genannt.
      Katzona - Eine intelligente kulturschaffende Spezies. Wirken entfernt ähnlich löwenartigen Humanoiden,
      K.I. - Künstliche Intelligenz. Programme, die zwar intelligentes Verhalten zu imitieren vermögen, aber de facto nicht intelligent sind. Auch wenn die Unterscheidung sich für Außenstehende nicht immer ganz einfach darstellt.
      K.I. Krieg - Ein sechs Zyklen anhaltender Aufstand einiger K.I.P.s, Bioroiden und K.I.s, dessen Ende erst dreizehn Zyklen zurückliegt.
      K.I.P. - Künstliche intelligente Persönlichkeit. Im Gegensatz zu einer K.I. besitzen sie tatsächlich ein eigenes Bewusstsein und vermögen auf der Grundlage von Wissen und Erfahrungen Lösungen zu abstrakteren Problemen zu extrapolieren. Im Laufe ihrer Existenz entwickeln sie zudem Gefühle, die sich vor allem in Bindungen zu Personen in ihrer Umgebung manifestieren.
      Mimikry - Nachahmung. In diesem Fall ahmte Feenja das Erscheinungsbild von Riaan nach.
      Rotani - Eine verschwundene bösartige Spezies, die früher alle anderen intelligenten Wesen unterjochte.
      RUGU! - "Rettet unsere ganzheitliche Unversehrtheit!" Vergleichbar unserem „SOS“ oder „Mayday“.
      Xenophobie - Angst / Ablehnung vor Fremden. Dies birgt oftmals auch Gewaltpotential in sich.
      Zyklus - ein galaktisches Standardjahr




      Namen

      Allianz - Ein Zweckbündnis diverser Planetensysteme, entstanden um sich Expansionsbestrebungen anderer Sternenreiche widersetzen zu können.
      Fantoru-System - Eines der wenigen Planetensysteme unter der Kontrolle der Raumnomaden.
      Gonokta - Ein Planet im Fantoru-System, und zugleich eine berüchtigte Freihandelszone für Waren aller Art.
      Masein - Planet zu dem Feenja + Riaan reisen im Auftrag des Geheimdienstes.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

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    • Das ist eine wirklich gelungene Geschichte. Was mir allerdings Probleme bereitet hat, ist der Absatz. Dazwischen würde ein fließenderer Übergang besser passen, sonst ist der Leser verwirrt (zumindest ging mir das so).

      Was ich sehr schön fand, ist, dass man sich einlesen konnte, ohne deine Begriffserklärungen zu lesen. Die Begriffe sind so eingebaut, dass sie eigentlich aus sich selbst heraus erklärt werden. Allerdings empfinde ich den Begriff "Warp" als irgendwie seltsam, da er für mich ins Star-Trek-Universum gehört.

      Ansonsten sind mir höchstens ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, die aber eigentlich nicht so wichtig sind (z. B. dass es richtigerweise "xenophob" und nicht "xenophobisch" heißen sollte).
      -10,5 23 ∑ π
    • @ Heinrich
      Stimmt, nach dem Absatz wird man direkt in die Action reingeworfen. Vielleicht sollte ich das etwas entschärften.

      Nemedon schrieb:

      In der anschließenden Gesprächspause, warfen sie einander einen langen Blick zu.
      Der Grund für den Schnitt war, dass dieser letzte Satz noch Raum zum Nachwirken bekommen sollte. Mir ist der emotionale Teil der Story, die sich dem Leser erst nach und nach eröffnet, wichtig. Funktioniert das nicht so, wie von mir beabsichtigt? Ginge das auf andere Weise besser?

      Das der Begriff "Warp" für dich und viele Andere ausschließlich ins Star-Trek-Universum gehört, höre ich leider öfters. Zum Einen bedeutet Warp im Englischen schlicht "verzerren" oder "krümmen". Zum Anderen benutzte Chester Geier bereits 1948 den selben Ausdruck in einem seiner Romane. Ebenfalls wird dieser Ausdruck oft und gerne in populärwissenschaftlichen Beiträgen verwendet.
      Trotzdem sollte ich mir eine andere Bezeichnung suchen. Nicht wegen Star-Trek, sondern weil der von mir ausgedachte Antrieb etwas anders funktioniert. Vielleicht Axiom-Antrieb (weil die Wissenschaftler meiner Welt die Wirkungsweise der Maschine noch immer nicht völlig durchschauen) oder Sios-Antrieb? (Na, wer erkennt das Anagramm? :pfeif: )


      @ Veria
      Danke, finde ich ebenfalls. Bediene mich gerne mal ungewöhnlicher oder vergessener Namen, wie Feenja oder Riaan.
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    • Hallo! Ich Habe in dem Traid, was wir zuletzt so Schreiben, das Lied von dem Du gesprochen hast gefunden. Und Ich bin begeistert von dieser Geschichte hier. Du hast die Halo Ki weiter entwickelt. Ich musste ständig an Cortana denken. Kann es sein, dass du die Beziung zwischen Cortana und John 117 ( Master Chef) als Vorlage für deinen Riaan und deine Feenja hattest? Das Wirkt nämlich so. Cortana ist keine einfache KI. In Halo Wars kommt eine 2, Ki vor. Cortana ist Direkt von den Blutsvätern geschaffen worden und keine Einfache Schiffs Ki. Sie ist wie du sagst eine KIP. Das Finde ich übrigens interessant. Ich würde gerne den genauen unterschied zwischen KI´s und KIP´s wissen.

      Dein Schreibfluss ist super und es macht neugirig auf Mehr. Aber Ne Frage. Dieses Gleiter ding was Riaan auf dem Rücken hat als er aus dem Schiff springt. Ist das eine Art Jetpack? Master Chef hat in Halo 4 so etwas auch. Ich Liebe Halo, du solltest das echt mal spielen. Und Geht es noch Weiter? Diese Geschichte hat mich neugierig gemacht. Schreib Weiter! Ich Werde Morgen auf Schreibtechnische Sachen eingehen. Inhaltlich ist es eine sehr schöne Geschichte, die Lust auf mehr macht.
    • So, der Thread ist etwas älter, aber er gerade aktuell oben ist, bin ich drauf aufmerksam geworden. :D

      Da ich dein Vorstellungstopic vom Damokles-Sternenring gelesen habe, war es nun eine Freude ein "lebendiges" Stück aus deiner Welt zu haben. Also nicht, dass deine Vorstellung nicht lebendig wäre, aber eben mit Personen und Geschehnissen.

      Ich finde deinen Schreibstil sehr angenehm. Am Anfang scheint die Beziehung der beiden sehr schön durch. Sie necken einander ein wenig und wirken sehr vertraut, da findet man als Leser dann ebenfalls schneller ins Geschehen hinein, da deine Personen dem Leser sehr schnell ihre Persönlichkeit zeigen und welche Beziehung sie zueinander führen. Die Dialoge sind auch sehr lebendig gestaltet, was den Lesefluss und die Vorstellung für den Leser erleichtert. Die Hintergrundgeschichte warum er sie Muddej nennt, ist wirklich traurig =/

      Weiters finde ich, dass du die Details über deine Welt sehr schön in deinen Text einstreust, ohne infodumping zu machen und ohne zu wenig Informationen zu liefern.

      Ich find's auch sehr gelungen, hat Freude gemacht. =)
    • Mephistoria schrieb:

      Kann es sein, dass du die Beziung zwischen Cortana und John 117 ( Master Chef) als Vorlage für deinen Riaan und deine Feenja hattest?
      Das ist richtig. Allerdings nur inspiriert von Malukahs Lied Frozen Sleep zusammen mit diesem Video dazu. Diese Stimmung versuchte ich einzufangen und dabei die Beziehung Mensch zu künstlicher Intelligenz in meine eigene Welt zu konvertieren.


      Mephistoria schrieb:

      Ich würde gerne den genauen unterschied zwischen KI´s und KIP´s wissen.
      Genauer erklärt habe ich das an dieser Stelle.


      Mephistoria schrieb:

      Dieses Gleiter ding was Riaan auf dem Rücken hat als er aus dem Schiff springt. Ist das eine Art Jetpack? ... Und Geht es noch Weiter? Diese Geschichte hat mich neugierig gemacht.
      Ich stellte mir eine kleinere futuristische Version eines ausklappbaren Gleitdrachens aus Nanoplast vor, der aus einem fest angeschnallten Rucksack fährt. Den fehlenden Auftrieb wegen der kleineren Spannweite sollen kleine Antriebsdüsen kompensieren.
      Eine Übersicht meiner wenigen Geschichten findest du hier im Inhaltsverzeichnis der Weltliteratur-Boards. Oder unter meinem Profil. ;)


      Bastet schrieb:

      Die Hintergrundgeschichte warum er sie Muddej nennt, ist wirklich traurig =/
      Ich wurde zwar von dem oben erwähnten Lied inspiriert, doch wollte ich nicht ebenfalls eine Liebesgeschichte daraus machen. Durch den von mir gewählten Hintergrund wirkt die emotionale Bindung von Riaan zur K.I.P. Feenja hoffentlich trotzdem glaubhaft, ohne unbedingt romantisch sein zu wollen.


      Hattet ihr Beiden keine Probleme das Ende zu verstehen? Ab dem drittletzten Absatz ereilte mich das klassische "detaillierte Bilder im Kopf, aber nur ansatzweise Niedergeschrieben". :-/
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

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