Etwas andere Universen.

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    • Zur "Weinglas-Gravitation"

      Coole Idee, die Frage ist wie stark dann der Gravitationsunterschied ausfällt. Sehr stark? Dann könnten Fremdlinge auf der Welt zum G-Winter hin eine Überraschung erleben - wie sich die Natur darauf einstellen würde, keine Ahnung. Architekten wären jedenfalls gefordert, ähnlich wie bei der Konstruktion von Erdbebensichern Hochhäusern. Gibt es dort dann vielleicht einen schwankenden Turm "von Pisa", der je nach Position des G-Punkt ... Gravitationspunkts, seinen Winkel ändert? ;)

      Wie dem auch sei, ich frage mich ob das nicht Auswirkung auf die Lebenserwartung und/oder Bewegung von dem Planeten hat. Fülle doch mal drei Kugeln mit Wasser und drehe sie um ihre eigene Achse. Eine ist ganz voll, eine zwei Drittel und eine ein Drittel voll. Und dann noch eine massive Kugel verwenden. Wie schlingern die wenn Du sie in Bewegung setzt und welche dreht sich am längsten? (Sofern das eine Rolle spielt natürlich nur ;) )

      Mein Kringel-Modell

      Also eine verrückte Idee für eine Welt hatte ich auch mal: Und zwar einen Planeten der wie ein Donut geformt ist. Ich hatte ein paar Tage darüber nachgedacht, es bisher aber nur auf der Liste verrückter Ideen belassen, weil das Bild sehr komplex ist, aber nur wenig Vorteile für die Stimmung bietet. (Vielleicht eher in einem Sci Fi Setting).

      Die Erscheinung von Tag und Nacht wäre unterschiedlich, je nachdem wo auf dem Donut man sich befindet und um welche Achse er sich nun dreht und dann noch ob die Achse immer Senkrecht ist. Ich kam auch zu keinem Ergebnis, wie ein sich bewegender Donut denn natürlich verhalten würde? Wäre er einfach nur ein statisches Objekt wie ein Halo (vgl. gleichnamiges Konsolenspiel) wäre es etwas langweilig und es gäbe kein Tag und Nacht Wechsel, es sei denn es wäre selber wieder ein Sattelit eines weiteren Planeten. Dann wiederum die Frage um welche Achse sich das Ding dreht und welchen Effekt das auf welche Stelle auf den Planeten hat (speziell die Innenseiten); da braucht man schon ein gutes Modell/Vorstellungsvermögen um das richtig zu beschreiben - allein dann wahrscheinlich auch nur mittels Illustrationen halbwegs vermittelbar.

      Aufgehört ernsthaft darüber nachzudenken habe ich, als ich mich fragte, wie sich ein Meer denn auf so einem Kringel verhalten würde. Versucht euch das mal vorzustellen und addiert der Stimmung halber noch ein oder besser zwei Monde sowie Ebbe und Flut ... Also ich finde die Idee so schräg dass sie schon wieder gut ist - aber außer Schrägheit hat sie nicht soo viel zu bieten. Außer dass ich laufend Appetit auf süße Kringel kriege. Falls jemand anderer Ansicht ist, soll er es mir bitte wieder einreden :)
    • @Kringelmodell
      Körper rotieren um ihre Hauptträgheitsachsen, wenn sie es nicht tuen entsteht eine dynamische Unwucht, die sie ohne außere Einwirkung auf eine Hauptträgheitsachse bringt. Ein Donut hat einmal die Hauptträgheitsachse senkrecht zu Ringebene, also die, die Halo nutzt (die Hauptachsen mit dem größten Trägheitsmoment) und die Hauptträgheitsachse in Ringebene, also wenn der Donut senkrecht auf seiner Kante dreht (die Hauptachse mit dem kleinsten Trägheitsmoment). Also ja dein Ringplanet würde nur senkrechte Rotationsachsen haben.

      @Weinglasmodell
      Da ich ja plane eine Weinglas- oder eine Dichteabnahme-Welt zu basteln, wäre die Frage, wie groß die G-Änderungen sein sollten meine nächste gewesen, allerdings hab ich mich bis jetzt noch nicht zwischen einer der beiden entscheiden können. Danke für die Anregung mit dem Ausprobieren. Ich bin oft so theoretisch, dass ich solch einfache, praktische Möglichkeiten um Neues zu erfahren ausblende. ^^
      Und noch ein viel größeres Dankeschön, dass du meine Aufmerksamkeit auf die Rotationsachsen gebracht hast. Die Weinmodell-Hauptträgheitsachsen sehen interessant aus.
    • @ Kringelmodell:

      Wenn du den Donut leicht geneigt rotieren lässt, ergibt sich eine lustige Tagundnachtverteilung
      Die Außenseite hat einen "Normalen" Tag, die Innenseite aber nicht. Während ein Punkt auf dem Ring an der Außenseite Tag hat, hat er Nacht und wenn man nach oben schaut kann man den Rest der Innenseite sehen, der dann Tag hat.
      [IMG:http://www.cems.uvm.edu/~darchdea/graphs/eShapeToroidal.jpg]
      Wenn man sich das mal anschaut: Licht kommt von oben rechts, also ist oben rechts auf der Außenseite Tag und auf der Innenseite Nacht, während unten links auf der Außenseite Nacht und auf der Innenseite Tag ist.

      Andere Rotationen wären natürlich noch lustiger mit den ständigen Tagundnachtwechseln.
      Was Tö meinte mit der Hauppträgheitsachse stimmt natürlich, aber eine planetengroße Masse würde sich auch zu einer Kugel formen und nicht zu einem Donut, also ist da eh isso im Spiel :)
      Selbst wenn man sagt dass man außerhalb von Schubladen denkt, bestimmen immer noch die Schubladen das Denken. Erst wenn man sich bewusst ist dass die Schublade selbst nicht existiert kann man wirklich Neues erfinden

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    • Hm was haltet ihr von einer Welt in der Zeit ein Feld ist. Mein Gedanke dabei ist, dass es einen Verzerrungsfaktor der Zeit gibt.

      Realzeit = Zerrfaktor * Zeit
      oder R=z*t

      Das gesamte Universum hat einen Zerrfaktor z=1, das ist die Normalzeit. Jedoch verzerrt ein Planet dieses homogene Skalarfeld, sodass der Zerrfaktor auf der Planetenoberfläche nichtmehr konstant z=1 beträgt.
      Beispiele: z=2 die Zeit läuft doppelt so schnell. z=0,5 die Zeit läuft halb so schnell. z=0 die Zeit steht still. z<0 die Zeit läuft rückwärts. Die Zeitwahrnehmung der Organismen ist an den Zerrfaktor angepasst, also wenn man durch Realzeit z=0,5 läuft spürt man nicht das man langsamer läuft, aber die Menschen, die in Realzeit z=1 laufen sind plötzlich doppelt so schnell. Das heißt auch das Uhren nur stationär funktionieren und eine allgemeine Zeitrechnung unmöglich scheint.
      Fragen:
      Spoiler anzeigen

      Frage 1) Sieht man das? Also wie verhält sich das Licht?

      Frage 2) Wie wirkt sich das auf Organismen aus? Wie verhalten sich z.b. Raub- und Beutetiere?

      Frage 3) Macht es Sinn Arbeitsplätze in Regionen mit hoher Realzeit zu verlegen? Würde es Sinn machen unter großem Energieaufwand Zeitbeschleuniger in niedrigen Realzeitgebieten zu errichten?

      Frage 4) Wie wirken sich harte Grenzen (Gradient sehr groß oder unendlich groß) aus? Was passiert wenn eine Pflanze auf einer harten Grenze wächst? Breche ich mir das Bein wenn ich von z=0,5 durch z=2 schlendere?

      Frage 5) Wie sieht ein z=0 Gebiet aus? Schwarz weil kein Licht ausgestrahlt wird und einfallendes nicht weiter geht? Was passiert wenn der Gradient zum z=0 unendlich groß ist (also z=0 an einer harten Grenze zu z>0 liegt)und ich dann dahin schlage? Treffe ich etwas wie einen Festkörper weil meine Moleküle plötzlich eine Geschwindigkeit von v=0 erreichen? Und kann ich dann meine Handzurückziehen und nur meine obersten Hautmoleküle zurücklassen? Wenn ich einen Zeitbeschleuniger drüber halte und so auf z=0,1 bringe, dann eine Stahlstange hinhalte und den Zeitbeschleuniger ausmache, sodass wieder z=0 herrscht, würde diese Stange dann fest für auf alle Ewigkeit mitten in der Luft
      stehen? Jemand fällt vor 2000 Jahren in ein Gebiet wo z fast null beträgt, wenn ich jetzt einen Zeitbeschleuniger davor mache rette ich ihn dann so aus seinem ewigen Sturz und er ist verwundert wieso er sich 2000 Jahre später aufrappelt und sein Fuß im gegensatz zu seinem Kopf verrottet ist?

      Frage 6) Wie sähe z=-1 aus? Wäre es ein perfekter Spiegel weil es alles Licht zurückwirft? Und wenn der Gradient unendlich groß ist und ich gegen das schlage, würde sich das genauso anfühlen wie mit z=0 nur das ich diesmal meine Moleküle behalte?
    • Wie Akiot bereits sagte, unser Universum ist genau so aufgebaut. Nur ist bei uns die Lichtgeschwindigkeit so schnell dass im normalen Leben es überhaupt nicht auffällt. Aber schon allein GPS Satteliten in der Umlaufbahn müssen die Zeitverzerrung mit einberechnen sonst könnten sie die Position am Boden nicht richtig bestimmen.

      Wenn man die Lichtgeschwindigkeit aber runtersetzt, und ich mein drastisch, hätte man die überall sichtbaren Effekte die du willst.

      Tö. schrieb:

      Frage 1) Sieht man das? Also wie verhält sich das Licht?
      Ja, man sieht es. Das Licht verhält sich dann normal, aber je nachdem wie du dich bewegst ändert sich für dich die Wellenlänge des Lichts. Wenn du mal persönlich erleben willst wie das so sein wird, probier einfach mal A Slower Speed of Light , das ist ein Spiel von der MIT wo mit jedem Ball den du aufnimmst die Lichtgeschwindigkeit langsamer wird, wodurch die relativistischen Effekte stärker werden. Du wirst merken, Anfangs ist es recht einfach auf einen Ball zu zielen, später nicht mehr so. Und man sieht echt toll die Frequenzveränderungen, wenn du vor dir plötzlich infrarot sehen kannst weil du dich auf das Ziel zubewegst und dadurch das Licht von da für dich vom Infrarot in das sichtbare Spektrum verschoben wird usw. Vorsicht, das Spiel macht SEHR, SEHR, SEHR Computerkrank...
      Frage 2) Wie wirkt sich das auf Organismen aus? Wie verhalten sich z.b. Raub- und Beutetiere?
      So direkt jetzt nicht. Ein Wesen merkt keinen Unterschied in der vergehenden Zeit, weil ja alles zeitlich anders ist. Augen usw. werden sich anders entwickeln, weil man mit obigen relativistischen Effekten klar kommen muss.
      Frage 3) Macht es Sinn Arbeitsplätze in Regionen mit hoher Realzeit zu verlegen? Würde es Sinn machen unter großem Energieaufwand Zeitbeschleuniger in niedrigen Realzeitgebieten zu errichten?
      Kommt ganz drauf an was man will. Klar, in einem Bereich in dem die Zeit doppelt so schnell vergeht wie in einem anderen Bereich kriegst du auch doppelt so viel in der Zeit gebacken. Allerdings stirbst du auch doppelt so schnell. Das heißt wenn du zwei Städte nebeneinander hast die sich ziemlich identisch entwickeln, würdest du in der einen Stadt alle Leute doppelt so schnell sich bewegen sehen, doppelt so schnell sich entwickeln, Atome oszillieren doppelt so schnell usw. Kulturen die in schnellen Zeitgebieten leben entwickeln sich schneller... Da gabs mal ne Star Trek Voyager Folge in denen die Crew einen Planeten entdeckte auf dem die Zeit schneller vergeht. Sie sind in der Steinzeit angekommen, haben ein paar Tage beobachtet und sind dann gegangen als die Leute interstellaren Flug entwickelt hatten. Ein Forscher von dem Planeten ist hoch geflogen und bis er oben angekommen war hat die Welt unten ihn schon vergessen gehabt. Er selbst hat davon natürlich nichts gemerkt, für ihn hat sich der Planet unter ihm schneller bewegt.
      Frage 4) Wie wirken sich harte Grenzen (Gradient sehr groß oder unendlich groß) aus? Was passiert wenn eine Pflanze auf einer harten Grenze wächst? Breche ich mir das Bein wenn ich von z=0,5 durch z=2 schlendere?
      Solche harten Grenzen haben wir im Universum... sie werden z.B. schwarze Löcher genannt :pfeif:
      Frage 5) Wie sieht ein z=0 Gebiet aus? Schwarz weil kein Licht ausgestrahlt wird und einfallendes nicht weiter geht? Was passiert wenn der Gradient zum z=0 unendlich groß ist (also z=0 an einer harten Grenze zu z>0 liegt)und ich dann dahin schlage? Treffe ich etwas wie einen Festkörper weil meine Moleküle plötzlich eine Geschwindigkeit von v=0 erreichen? Und kann ich dann meine Handzurückziehen und nur meine obersten Hautmoleküle zurücklassen? Wenn ich einen Zeitbeschleuniger drüber halte und so auf z=0,1 bringe, dann eine Stahlstange hinhalte und den Zeitbeschleuniger ausmache, sodass wieder z=0 herrscht, würde diese Stange dann fest für auf alle Ewigkeit mitten in der Luft
      stehen? Jemand fällt vor 2000 Jahren in ein Gebiet wo z fast null beträgt, wenn ich jetzt einen Zeitbeschleuniger davor mache rette ich ihn dann so aus seinem ewigen Sturz und er ist verwundert wieso er sich 2000 Jahre später aufrappelt und sein Fuß im gegensatz zu seinem Kopf verrottet ist?
      Ein z=0 Gebiet wäre ein schwarzes Loch. das heißt im Inneren absolut schwarz, außen rum aber extrem hell, einfach weil das Licht das rein fliegt ja am Rand "hängen" bleibt. Es kann den Rand nie verlassen, weil ja weiter innen keine Zeit vergeht. Ebenso wäre es unmöglich so einen Ort zu berühren. Technisch gesehen. Wenn dich mehr interessiert, such nach dem Begriff Spaghettification, ja, das ist ein wissenschaftlicher Begriff :lol: . Die Kurzform: Wenn du es berühren wollen würdest, würde deine Fingerspitze sich langsamer als das dahinter liegende Gewebe auf den Punkt zubewegen, also würdest du gewissermaßen zu einem Pfannkuchen zusammengedrückt. Im Gegenzug wenn du dich wegbewegen würdest, würden sich deine Fingerspitzen langsamer vom Zentrum entfernen als das Rest weiter weg und du würdest auseinander gezogen werden wie eine Spaghetti. Nein, du würdest nicht zerreißen oder so, wirklich auseinander gezogen.
      Frage 6) Wie sähe z=-1 aus? Wäre es ein perfekter Spiegel weil es alles Licht zurückwirft? Und wenn der Gradient unendlich groß ist und ich gegen das schlage, würde sich das genauso anfühlen wie mit z=0 nur das ich diesmal meine Moleküle behalte?
      z=-1 wäre ja Zeit rückwärts. Das würde wohl eine Singularität erzeugen und wieder das Problem ergeben dass auf der Oberfläche in einem Sekundenbruchteil nach Entstehung so viel Energie freigesetzt wird dass es die Welt wohl zerlegen könnte. Sieh es so: ein Lichtteilchen das auf den Horizont trifft, von der positiven Seite aus, würde auf dem Horizont gleichzeitig weiter vorwärts und wieder rückwärts fliegen. Das heißt letztlich es bleibt genau auf dem Horizont hängen, der Horizont würde also wieder eine z=0 - Grenze darstellen. Auf der anderen Seite wäre... naja... ein ganz anderes Universum? Für jemanden der in dem Universum lebt würde unseres rückwärts laufen. Wenn du es schaffen würdest da hinein zu kommen und dann wieder raus zu gehen hättest du sozusagen eine Zeitreise. Ich trete 2015 hinein, im Inneren lebe ich ganz normal wie ich es gewohnt bin (sobald ich die Grenze überschritten habe vergeht für mich ja die Zeit genauso wie für die Anderen in dem Universum) und während nach einem Jahr dort 2016 gefeiert wird geh ich zurück, komme in unserer Welt aber 2014 an.
      Das funktioniert aber nur wenn das Universenpaar ein fixes Ende hat. Also einen Punkt an dem die Zeit aufhört zu existieren. Weil das -1 Universum würde an dem Punkt anfangen und dann bis zum Urknall wandern, das +1 Universum vom Urknall zum Zeitenende. Wenn es jetzt Spiegelbilder voneinander wären würde es also genau einen einzigen, infinitesimal kleinen Zeitpunkt geben an dem beide Universen absolut identisch sind, nämlich genau in der Mitte ihrer Existenz. Das heißt wenn sich die Welt nicht gerade durch totalen Zufall ziemlich genau an dem Punkt befindet wirst du auf der anderen Seite keine Welt wie du sie kennst vorfinden. Es könnten milliarden und abermilliarden Jahre Unterschied existieren, auf der anderen Seite könnten alle Sterne schon (noch) erloschen sein und kein Leben existieren wenn unsere Welt noch ziemlich am Anfang ihres Lebens steht oder auf der anderen Seite könnte das Universum extrem heiß und dicht sein weil es kurz nach (vor) dem Urknall ist, weil unserer Teil gerade am Anfang seines Lebens steht. die Chance dass auf beiden Seiten Zivilisation existieren ist ziemlich gering wenn man bedenkt dass von unseren 13,8mrd Jahren die das Universum wahrscheinlich schon existiert gerade mal etwa 0,00000006% der Zeit der kulturschaffende Mensch existiert und, wenn man von einem Big Rip ausgeht, also einem definitiven Ende (kein Big Chill), der bei etwa 10^150 Jahren von jetzt angerechnet wird und davon ausgeht dass die Menschheit noch etwa 12000 Jahre in dieser Form existiert... Naja... 20000/10^150 = eigentlich Null...
      Selbst wenn man sagt dass man außerhalb von Schubladen denkt, bestimmen immer noch die Schubladen das Denken. Erst wenn man sich bewusst ist dass die Schublade selbst nicht existiert kann man wirklich Neues erfinden

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    • Danke für die Antwort und den Link zu dem Spiel. ^^
      Aber ich hab direkt Rückfragen z.B. muss ich mich glaube ich genauer fassen.
      Ein z=0 Gebiet wäre ein schwarzes Loch. das heißt im Inneren absolut schwarz, außen rum aber extrem hell, einfach weil das Licht das rein fliegt ja am Rand "hängen" bleibt.
      Aber es kann ja nur lokal am Rand hell sein, denn das Licht steht still also kann es auch nicht von mir wahrgenommen werden, also würde ich nur schwarz sehen, richtig?

      zu Frage 4),5)
      Ich habe harte Grenze falsch definiert. :autsch: Gemeint war, dass der Gradient instantan unendlich groß wird, was bei schwarzen Löchern nicht der Fall ist. Sprich die Zeit wird nicht langsamer, sie bleibt einfach plötzlich stehen, also würde der von dir beschriebene Übergang der Pancake/Spaghettification nicht stattfinden. Und wäre es dann nicht so als würde man gegen einen Festkörper schlagen? (Die Pfannkuchenplättung findet natürlich beim "2000 Jahre Sturz" statt).
      Wieso zerreiße ich bei Spaghettification nicht? Müsste das nicht vorraussetzen, dass sich die Raumzeit krümmt und nicht nur die Zeit?

      Für deine Antwort zu Frage 6) bin ich grade zu müde.
    • Tö. schrieb:

      Aber es kann ja nur lokal am Rand hell sein, denn das Licht steht still also kann es auch nicht von mir wahrgenommen werden, also würde ich nur schwarz sehen, richtig?
      Ja, wenn es ein instantaner, unendlicher Gradient ist, und... ja. Schwarz im Sinne von "nichts". An der Stelle würdest du einfach nichts sehen. Absolut nichts. Das würden wir wohl als schwarz interpretieren. Wäre aber halt das schwärzeste schwarz das möglich ist.

      Tö. schrieb:

      Ich habe harte Grenze falsch definiert. :autsch: Gemeint war, dass der Gradient instantan unendlich groß wird, was bei schwarzen Löchern nicht der Fall ist. Sprich die Zeit wird nicht langsamer, sie bleibt einfach plötzlich stehen, also würde der von dir beschriebene Übergang der Pancake/Spaghettification nicht stattfinden. Und wäre es dann nicht so als würde man gegen einen Festkörper schlagen? (Die Pfannkuchenplättung findet natürlich beim "2000 Jahre Sturz" statt).
      Gehen wir mal von einer Welt aus in der t=0 tatsächlich möglich ist. Ist es in unserer Welt nicht. nicht wahrnehmbar langsam ja, ganz 0 geht nicht, das würde quantenphysikalische Grundlagen verletzen.
      Nein, man würde nicht gegen einen Festkörper schlagen und ja, man würde gegen einen Festkörper schlagen. Irgendwie beides.

      Vereinfachte Variante (also in einer Welt ohne Quantenphysik):
      Der Teil von dir der die Grenze berührt bleibt sofort stehen und bildet quasi einen in der Zeit eingefrorenen Teil der dann quasi eine ewige Blockade bildet an der du nicht vorbei kommst. Wenn du die Hand zurück ziehst würden quasi die oberen Atome der Hand an der Grenze zurück bleiben. Für immer. Was letztlich bedeutet dass in der Sekunde in der so ein Gebiet entsteht es sofort von einer undurchdringlichen Schicht umgeben ist. Luft, kosmische Strahlung, irgendwas trifft immer auf die Grenze und bleibt dann für immer dran hängen. Und da es in der Zeit eingefroren ist, ist auch sowas gasförmiges wie Luft undurchdringlich und unzerstörbar.

      Kompliziertere Variante (mit Quantenphysik):
      De Facto geht t=0 in einer Welt in der Quantenphysik existiert nicht und zwar aus einem Grund. Da alles Teilchen und Welle gleichzeitig ist und eine Welle ohne Zeit nicht existieren kann, kann nichts in einer Welt ohne Zeit existieren. Dementsprechend würde alles was auf die Grenze trifft sofort aufhören zu existieren. Es kann aber auch nicht in Energie zerstrahlen weil das ja auch benötigt dass Zeit vergeht. Es würde also theoretisch total verschwinden. Ergo: unmöglich, es verletzt einfach zu viele physikalische Grundsätze.
      Was auf deiner Seite abläuft kann ich aber sagen. Wenn ein Atom auf die Grenze trifft, trifft ja zuerst die Atomhülle auf die Grenze. Das heißt die Elektronen hören auf zu existieren und es bleibt ein Atom mit zu wenig Elektronen oder gar nur ein Atomkern übrig. Und das zerstrahlt. Das heißt die Grenze würde stetig eine große Menge ionisierender Strahlung aussenden, weil jedes Atom das drauf trifft würde seine Hülle verlieren und wir hätten einen hochenergetischen Kern der unbedingt neue Elektronen haben will.

      Tö. schrieb:

      Wieso zerreiße ich bei Spaghettification nicht? Müsste das nicht vorraussetzen, dass sich die Raumzeit krümmt und nicht nur die Zeit?
      Nein, es genügt dass sich die Zeit krümmt. Man stelle sich eine Kette aus Teilchen vor die aneinander hängen. Nehmen wir ein einzelnes Teilchen da raus. Es hat zwei Nachbarn. einen näher an der Singularität, also für den die Zeit langsamer vergeht und einen weiter weg von der Singularität für den die Zeit schneller vergeht. Aber nur geringfügig. Die Teilchen haben eine Bindung untereinander. Diese Bindung wird durch die Zeitverzerrung nicht angerührt. Die Bindung bleibt. Für unser einzelnes Teilchen tut sich nicht viel. Es bewegt sich von der Singularität weg, das Teilchen vor und hinter ihm auch. Nicht ganz so schnell und etwas schneller als er, das heißt die Bindungsabstände werden geringfügig größer, aber nicht genug dass die Bindung vernichtet werden würde. In der Summe aller Teilchen in der Kette ergibt sich dadurch eine Verlängerung die durchaus extrem sein kann. Zerreißen kann es deshalb nicht weil ja auch das Zerstören der Bindung Zeit kostet. Beide Teilchen "kommunizieren" miteinander, diese Kommunikation benötigt Zeit und die verläuft ja langsamer.
      Ziehe ich meine Hand also zurück passiert folgendes: Atom 1 zieht das näher an der Singularität liegende Atom 2 mit sich mit. Da die Zeit für Atom 2 langsamer vergeht bewegt es sich von außen gesehen langsamer, zwischen den Atomen aber ist kein großer Unterschied feststellbar. Atom 2 bewegt sich einen Ticken weiter raus, wird dadurch schneller in der Zeit und zieht Atom 3 hinter sich her. Atom 3 bewegt sich einen Ticken weiter raus, wird dadurch schneller in der Zeit und zieht Atom 4 hinter sich her, während Atom 2 noch weiter raus wandert und noch schneller wird, aber der Unterschied ist wieder zwischen beiden zu gering.

      Ins makroskopische verlagert kann man sich das Ganze dann etwa so vorstellen wie wenn man einen Gummihandschuh auszieht. Beim Zurückziehen werden deine Finger gestreckt, bis das letzte Atom an deiner Fingerspitze an einem Punkt angekommen ist an dem es sich beginnt schneller zu bewegen als du deine Hand zurück ziehst. Dann schnappt deine Hand in ihre normale Form (von außen gesehen) zurück weil sich die Bindungen schneller in die Normalposition zurücksetzen können als du die Hand von der Singularität wegziehst. Erst wird die Hand gestreckt, dann schnappt sie in ihre normale Form zurück.

      Bei einem extrem hohen Gradienten, also quasi bei einem unendlich hohen, ist das natürlich nicht der Fall. Es muss schon einen Übergang geben. Je nachdem wie groß dieser Übergang zwischen den zwei Zeiten ist, ergibt sich eine andere Streckung. Je schärfer die Grenze, desto geringer die Spaghettifizierung.

      Edit: Das steht tatsächlich im Kontrast zur Krümmung der Raumzeit. In der gilt: je schärfer die Grenze, desto größer die Spaghettifizierung. Witzigerweise ist es also angenehmer in der Nähe eines großen schwarzen Lochs rumzuschwirren als in der Nähe eines kleinen. Bei einem großen schwarzen Loch ist der Gradient der Raumzeitverzerrungen geringer, der Übergang ist größer und deshalb wird man nicht so sehr gestreckt.
      Selbst wenn man sagt dass man außerhalb von Schubladen denkt, bestimmen immer noch die Schubladen das Denken. Erst wenn man sich bewusst ist dass die Schublade selbst nicht existiert kann man wirklich Neues erfinden

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    • Ich hab mal ein bisschen über die Grenze von z=1 zu z=-1 nachgedacht. Es gibt da zwei Varianten.

      1.) Impulserhaltung gilt: Das Licht, das von hier hinüberstrahlt, bewegt sich dort in die Vergangenheit. Dieses Licht funktioniert aber andersrum, wenn es wo auftrifft, denn aus der Perspektive z=-1 regt es die Sehpigmente z.B. an, bevor es auftrifft - oder man kann auch sagen, es nimmt beim Auftreffen Energie weg, statt Energie zuzuführen. Alles sehr merkwürdig und hirnverknotend.

      2.) Licht geht immer in die lokale Zukunft: Das Licht, das von hier hinüberstrahlt, könnte man dort mit einem Spiegel zurückreflektieren und es käme wieder bei uns an, mitunter bevor es losgeschickt wurde. Wenn auf beiden Seiten ein Spiegel steht, kann man einen Lichtstrahl um einen Zeit- und Raumpunkt herumkreisen lassen. Etwas leichter verständlich als die obige Variante, aber auch nicht ohne.

      Paradoxa kann man natürlich auf beide Weisen provozieren.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Solange du dich in theoretischen Bahnen bewegst, in denen deine Überlegung Sinn machen würde, also die Quantenmechanik einigermaßen gültig ist, ist diese denkrichtung streng verboten. Selbst Z=0 ist, strenggenommen, für das Universum tödlich.
      Kleines Denkspiel (gleichzeitig die Erklärung, warum es überhaupt ein Universum gibt):
      Es gibt einen Punkt mit Z=0. Aus diesem gilt keine Zeit. Wellenfunktionen benötigen mindestens zwei Skalare: Richtung und Wellenbewegung. Ohne Zeit nicht möglich, wie Gerion schon erklärt hat. Des weiteren: Wahrscheinlichkeiten. Eine Chance beschreibt die Plausibilität eines Zustandes abhängig von der Zahl der Versuche. Das bedeutet, ein Ereignis mit der Wahrscheinlichkeit X tritt nach einer Zeit Y mit einer Chance von X/Y ein. Ohne Zeit wird Y unendlich groß und jedes Ereignis, gleich wie Unwahrscheinlich, tritt spontan ein.
      Ergo: Ohne Zeit -> Urknall der Möglichkeiten.
      Dagegen ist Z=-1 recht simpel: Alles läuft wie gewohnt weiter, die Hicksräume spannen sich nur anders herum auf. Eine Zeitreise ist aber so nicht möglich, da man den bereits zurückgelegten Weg erneut zurücklegen muß, um zum Ausgangspunkt zu gelangen, also hebt es sich auf. Genauso verhält es sich mit einen Lichtstrahl, der in eine solche Zone fiele. Relativ zu Außen ändert sich rein gar nichts, denn innerhalb verhält sich der Strahl exakt gleich. Auch die Übergänge haben keinen Effekt, da die Dilatation nur relativ auf den bewegten Körper (also den Lichtstrahl) gilt und sich der Bezugsrahmen zu Außen nicht ändert.
      Das MIT-Spielchen gilt für bewegte Referenzrahmen, also wenn sich auch der Betrachter mit steigender Geschwindigkeit bewegte.
      Anders ist natürlich das Spiel mit dem Raum unter Gravitationseinfluß - der hier ja nicht gemeint war. die Spaghettifizierung ist ein Gravitationseffekt, wenn sich die Raumzeit (also sowohl Zeit, als auch Raum) verzerrt. Ist eigentlich quantenphysikalisch ausgeschlossen, da Raum und Zeit untrennbar sind.
      Eigentlich eine H2O+ Überlegung, so gesehen.
      Aber eine sehr interessante Idee.

      Ich muß aber zugeben, daß ich nicht sicher bin, wie richtig ich die Grundlagen der Quantenphysik durchblicke, die sollen angeblich sehr schwer sein. Vielleicht fragen wir mal Onkel Hawking oder Michio^^
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    • Gerion schrieb:

      eine große Menge ionisierender Strahlung aussenden

      Nur durch weggerissene Elektronen? Eher nicht. Leuchten ja, aber nicht mit ionisierender Strahlung.

      Nehmen wir an, du lässt die Quantenphysik weg, weil die das mit der Zeit ja unangenehm verkompliziert - würdest du denn dann den Rest der Welt anpassen? Würdest du die Sterne kleiner und dichter machen, weil es den Tunneleffekt nicht mehr gibt? Sagst du Isso? ;D
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    • Entropie schrieb:

      Eigentlich eine H2O+ Überlegung, so gesehen.
      Ja, durchaus. Aber die Welt soll das ja getrennt haben...

      Akiot schrieb:

      Nur durch weggerissene Elektronen? Eher nicht. Leuchten ja, aber nicht mit ionisierender Strahlung.
      Oh doch. Genau das macht ja ionisierende Strahlung aus. Stell dir einfach ein popliges Kohlenstoffatom vor dem spontan mal 5 Elektronen fehlen. C 5+ ... Das sucht sich überall wo es nur kann Elektronen zusammen um wieder einigermaßen ausgeglichen zu sein. Als Beispiel Alphastrahlung ist ja letztlich genau das: ein Helium-Atomkern dem seine Elektronen fehlen, weshalb es unbedingt irgendwo Elektronen her haben will. Die findet es in anderen Atomen um sich herum und ionisiert die...
      Schwerere Kerne werden wahrscheinlich auch zerfallen wenn man ihnen ihre ganze Hülle klaut... Fe 26+ ist garantiert extremst instabil.

      Da unsere Welt ohne Quantenphysik nicht funktioniert, es würde ja nichtmal Elementarteilchen, geschweige denn Atome geben, würde ich so eine Welt nicht basteln. mit Isso allerdings schon. Ich bin nur kein Isso-Bastler. Zumindest nicht auf so einem grundlegenden Niveau
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    • Puh schon ewig nichts mehr hier gepostet. Ok neue Idee.
      Stellt euch eine lange, zylindrische Welt vor (Nein keine Phalluswelt). Stellt sie euch einfachheitshalber unendlich lang vor. Jetzt stellt euch ein Universum vor in dem es viele von solchen Geraden gibt. Die geraden liegen Parallel zu einander windschief, oder sie treffen sich. Vielleicht macht es mehr Sinn sich die Welt nicht als unendliche Gerade, sondern als, sich in Längsrichtung ausdehnender Zylinder vorzustellen. Ich weiß nicht was man mit so einem Universum machen würde, aber ich könnte mir vorstellen, dass Raumfahrt interessant wäre. Oder vielleicht gäbe es Piratenwelten die ihre Wachstumrichtung steuern können und so andere Zylinder entern... Parasitenwelten….ich glaube ich denk weiter drüber nach.^^
    • *Staub wegpust*
      Mir ist heute aufgefallen, dass wir drei Raumrichtungen besitzen, aber ich der Nichtraumfahrt nicht alle gleichwertig sind. So gibt es horizontal und vertikal. Wir leben also Näherungsweise auf einer Fläche. Was wäre wenn wir zwei Obens hätten? Würden wir auf einer Geraden leben? Vermutlich. So etwas wie eine Außenkante. Aber das fand ich langweilig, zumal ich die Idee schonmal hatte und hier schonmal gepostet habe, wenn auch in anderen Ausmaßen. Also verbesserte Idee, was wäre wenn es zwei Untens gäbe? Leben in der Innenkante? Wie sähe das aus? Ich bin gerade bei kristallartigen Faltblattstrukturen. (Wie unterscheiden sich zwei senkrecht aufeinander stehende Gravitationsfelder von einem in der Richtung der Winkelhalbierenden?)
      Lasst euch übrigens nicht von meinen Fragen abschrecken, ihr könnt auch einfach eure Meinung dazu äußern ohne etwas zu beantworten. Sonst wird in diesen Thread nämlich nur jahrlich mit einem Eintrag versehen. ^^
    • Das Stotteruniversum. Insperiert durch dieses Video. Also ein Universum in dem die Zeit diskrete Werte annimmt. Ich habe es nicht "Stopmotion"-Universum genannt, da dort aus statischen Objekten dynamische werden, im Gegensatz zum verlinkten Video.
      Ich frage mich noch wie das funktioniert. Also entweder so wie im Video, dass ein Prozess abläuft, aber nur ein Bruchteil tatsächlich angezeigt wird/existiert. Oder ob unsere Vorstellung von Kausalität komplett ausgehebelt werden, da im nächsten Moment etwas einfach ist. Da frage ich mich wie jemand in dem Universum denken würde.
    • Also, Zeit nur Schrittweise? Ist also exakt, wie bei uns?

      Das Universum ist - sozusagen - binär, nicht analog. Energie, Raum und Zeit gibt es nur Häppchenweise. In diesem Falle wäre die Länge des Wirk-Planck (oder wie datt Dingen heißt) bis auf Makro-Ebene gezerrt. Was das mit der Physik anstellen würde, mag ich mir nicht vorstellen.
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