[Rhingon] Weltvorstellung

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    • [Rhingon] Weltvorstellung

      Ich denke, es ist an der Zeit, hier mal ein bisschen was über meine Zweitwelt Rhingon zu schreiben, nachdem sie jetzt schon über eineinhalb Jahre unter meinem Namen steht. Ich habe so gut wie kein Material dazu, also trage ich hier mal alle bisherigen Ideen zusammen und warte, was dazu gesagt wird. Einiges davon ist vielleicht manchen aus dem WBO-Beitrag vom letzten Jahr bekannt, einiges ist aber auch neu.

      Die Welt:
      Erstmal ist Rhingon eine sehr kleine Welt. Sie besteht lediglich aus fünf flachen, an den Rändern abgerundeten Scheiben, die etwa in einer Ebene nebeneinander im Nichts schweben. Die größte Scheibe ist nicht größer als zehn Kilometer, die kleinste, nur ein, zwei Kilometer. Die Scheiben haben verschiedene Formen, länglich, gebogen oder rund. Man kann auf Ober- und Unterseite der Scheibe laufen, an vielen Stellen sogar über den Rand hinweg (mehr dazu im Abschnitt Physik). Die Scheiben sind durch Aufzüge miteinander verbunden, die von den schmalen Scheibenrändern ausgehen. Neben den Scheiben gibt es noch einen etwa 20-30 Meter großen hellgrünen Mond, der senkrecht zur Scheibenebene auf und ab treibt. Dort wo seine Bahn die Ebene der Scheiben kreuzt, ist ein großes Loch am Rand einer der Scheiben, das der Mond sich im Laufe der Zeit herausgeschlagen hat.
      Jensteits der Scheiben und des Mondes gibt es bloß ein lila-orangenes Wolkenmeer, von dem ein diffuses Leuchten ausgeht. Dieses Leuchten ist die einzige Lichtquelle der Welt und ist auf einer Scheibenseite stärker als auf der anderen. Die hellere Seite ist deshalb als Tagseite oder Oberseite, die andere als Nachtseite oder Unterseite bekannt.
      Die ganze Welt misst vom einen zum anderen Ende nicht mehr als 30 km und darüber hinaus gibt es auch nicht mehr.


      Physik:
      Ein ganz zentraler Punkt bei Rhingon ist, dass auf dieser Welt nicht unsere physikalischen Gesetze gelten. Es ist schwer zu sagen, ob es überhaupt verlässliche Naturgesetze gibt, jedenfalls können auf Rhingon viele komische Dinge passieren. Zum Beispiel kann man, wie oben erwähnt, ohne herunterzufallen, von der Oberseite einer 200 Meter dicken Scheibe auf die Unterseite laufen und die Schwerkraft zeigt immer in Richtung der Füße. Bei den Aufzügen zwischen den Scheiben kehrt sich die Schwerkraft irgendwann auf dem Weg um, aber wo, das ist nicht wirklich klar.
      Sehr unregelmäßig ist auch die Zeit auf Rhingon. Wie schnell die Zeit relativ zum Rest der Welt vergeht, fluktuiert von Ort zu Ort teils erheblich. Wirkliche Muster gibt es nicht, ein Faktor drei wird aber nur selten überschritten. Als allgemeingültige Zeitreferenz werden die Bewegungen des Mondes verwendet, weil er von fast jedem Platz der Welt sichtbar ist.
      Ein weiteres Phänomen ist, dass sich zum Beispiel zwei Personen, die auf derselben Straße zur selben Zeit in unterschiedlichen Richtungen unterwegs sind, sich auf Rhingon nicht zwangsläufig begegnen müssen. Kausalität und die Gesetze der Logik versagen einfach in manchen Fällen auf dieser Welt.


      Gonrhin
      Rhingon hat, im Gegensatz zu meiner anderen Welt, einen real existierenden Gott. Er ist ein azurblaues, nicht an eine Form gebundenes Etwas, das innerhalb des grünen Mondes lebt. Er hat nicht besonders viel Macht und kann sich nur innerhalb des Mondes bewegen. Sein Wesen spiegelt in gewisser weise auch das Wesen der Welt wieder, die wie Gonrhin, nicht besonders großartig und machtvoll ist. Gonrhin kann allerdings die Gedanken der Bewohner der Welt lesen und manchmal sogar verändern, auch wenn Gonrhin diese Bewohner nicht selbst geschaffen hat. Der Glauben der Welbewohner an ihn gibt ihm Stärke und sorgt dafür, dass seine Macht über die Welt größer ist. Als Gonrhin einst erstmals genug Macht hatte, um die Flugbahn seines Mondes zu verändern, steuerte er ihn auf eine der Scheiben, wo sich seitdem das oben erwähnte Loch befindet.


      Bewohner von Rhingon:
      Ursprünglich war Rhingon bis auf ein paar rudimentäre Pflanzen unbewohnt. Doch da Gonrhin und die Welt auf Dauer nicht lebensfähig gewesen wären, tauchten eines Tages Menschen auf Rhingon auf, die wahrscheinlich von einer anderen Welt stammen. Diese Welt ist vielleicht die Erde, vielleicht aber auch nicht. Vielleicht wurden die Menschen vom Gott der anderen Welt geschickt, vielleicht, kamen sie durch ein unglücklich platziertes Dimensionstor herein. Jedenfalls sind es auch so nicht mehr als 10000 Individuen, die sich eben so gut es geht an die seltsamen Gegebenheiten Rhingons anpassen. Tiere gibt es inzwischen auch, häufig sind vor allem Schabrackentapire, die als Haustiere gehalten werden und große Warane. Wie die Tiere auf die Welt kamen, ist ebenfalls ein Geheimnis, teils wurden die durch die Vorstellungen der Menschen erzeugt, teils war es Gonrhins erstarkte Schöpferkraft, ganz logisch war das Ganze auf jeden Fall nie.


      Insgesamt ist Rhingon eine absichtlich manchmal unlogische Isso-Welt, in der ich Konzepte und Ideen loswerden kann, die auf Zr'ton einfach keinen Platz haben. Und vor allem ist die Welt klein und übersichtlich.

      Eure Gedanken dazu? :)
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      Fragen stellen ist wichtiger als Antworten geben. Meistens...
    • Hui, was da alles möglich wäre :D Sehr verrücktes Weltenkonzept, aber echt cool :thumbup:

      Mal ne Frage zur Zeit: Kann man dann auch früher irgendwo ankommen? Also wenn man um 10 Uhr los geht um 9 an dem Endpunkt sein?
      Warum beten die Menschen denn Gonrhin an?
      "Archäologie ist die Suche nach Fakten. Nicht nach der Wahrheit. Wenn Sie an der Wahrheit interessiert sind, Dr. Tyries Philosophiekurs ist am Ende des Ganges. Also vergessen Sie diese Geschichten von verborgenen Städten und die Welt umzugraben. Wir folgen keinen alten Karten, entdecken keine vermissten Schätze und noch nie hat ein X irgendwann irgendwo einen bedeutenden Punkt markiert."

      - Prof. Dr. Henry Jones Jr.
    • Also auf jeden Fall ein innovatives Konzept

      Die Bevölkerungszahl erscheint mir aber zu hoch. Die Oberseite der Scheiben würde wahrscheinlich ganz zum Nahrungsanbau genutzt werden (regnet es eigentlich?), während man auf der Unterseite die Wohnungen und Werkstätten baut. Man könnte versuchen auf den Scheiben auf denen sie Zeit schneller vergeht Nahrung quasi in Zeitraffer anzubauen, während die Siedlungen auf anderen Kreisen liegen und somit weniger Nahrung verbrauchen würden. Diese Zeitrafferzonen wären wichtige strategische Punkte, da man dort schneller produzieren kann, aber mit dem Preis der kürzeren Lebenserwartung.

      Wie sieht es in dem Zusammenhang mit Rohstoffen aus, gibt es Eisenminen oder etwas ähnliches?
      Und wie sind die Oberflächen der Schollen gestaltet, einfach flache Ebenen oder gibt es Hügel und Täler?
      Da fällt mir ein, wie ist das Technologielevel der Bewohner?
    • Yay, Rhingon stellt sich vor. ;D

      ...
      Hab zu lang zum Lesen gebraucht. Meine erste Frage wurde schon gestellt:

      Salyan schrieb:

      Warum beten die Menschen denn Gonrhin an?


      Das frage ich mich nämlich, insbesondere, wenn ich lese, dass Gonrhin von der Glaubenskraft abhängig ist. Welche Art von Glauben wäre das denn genau? Ein "Da ist ein blaues Etwas im Mond, ganz bestimmt" oder "Heil dir, oh Gonrhin!", bzw. spielen Gefühle der Menschen auch eine Rolle?

      Und dann würde mich noch interessieren, ob es Pilze, Bakterien gibt, und was für Pflanzen denn in Ur-Rhingon so gelebt haben.

      Hast du eigentlich mal ein Bild von Rhingon gemacht? Wenn nein, dann musst du mir sehr anschaulich erzählt haben, denn ich hab den grünen Mond und den lila-orangen Himmel schon vor Augen. :)

      häufig sind vor allem Schabrackentapire

      Fressen die Teppiche? :fluecht:
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Salyan schrieb:

      Mal ne Frage zur Zeit: Kann man dann auch früher irgendwo ankommen? Also wenn man um 10 Uhr los geht um 9 an dem Endpunkt sein?

      Direkt in der Zeit zurück reisen geht glaub ich nicht. Aber man kann sicher ein bisschen rumtricksen, dass man effektiv doch Zeit gewinnt.

      Salyan schrieb:

      Warum beten die Menschen denn Gonrhin an?

      Naja, mit seiner Scheibendurchschlagaktion hat er sicher schon mal einige Argumente für seine Existenz geliefert. Außerdem ist der grüne Mond auch ein recht naheligendes Anbetungsobjekt, vor allem weil seine Auf- und Abbewegung eines der wenigen Dinge ist, auf die man sich auf Rhingon wirklich verlassen kann

      Katzkamon schrieb:

      Die Bevölkerungszahl erscheint mir aber zu hoch. Die Oberseite der Scheiben würde wahrscheinlich ganz zum Nahrungsanbau genutzt werden (regnet es eigentlich?), während man auf der Unterseite die Wohnungen und Werkstätten baut. Man könnte versuchen auf den Scheiben auf denen sie Zeit schneller vergeht Nahrung quasi in Zeitraffer anzubauen, während die Siedlungen auf anderen Kreisen liegen und somit weniger Nahrung verbrauchen würden. Diese Zeitrafferzonen wären wichtige strategische Punkte, da man dort schneller produzieren kann, aber mit dem Preis der kürzeren Lebenserwartung.

      Zuerst einmal: Direkte Zeitrafferzonen gibt es nicht. An welchem Ort die Zeit schneller und langsamer vergeht, ist zeitlich nicht konstant. Ich spiele mit dem Gedanken, dass es manchmal sogar regelrechte Zeitstürme gibt, die dann an einem bestimmten Ort eine kurzfristige starke Beschleunigung oder Bremsung auslösen. Auf jeden Fall bleibt alles unberechenbar. Aber wie gesagt: Im Alltag wird der Faktor drei selten überschritten.

      Zum Nahrungsanbau: Ich galube, dass ich es da meine Weltbewohner eher einfach haben. Das Klima ist auf jeden Fall ziemlich feucht, Regen gibt es, auch wenn er nicht von oben kommt, sondern einfach von irgendwoher (Massenehaltung und sowas is nich auf Rhingon ;) ). Ich glaube, Nahrung wächst relativ im Überfluß, wenn auch nicht überall.

      Die 10000 Einwohner waren mehr so aus dem Handgelenk, mehr sind es auf keinen Fall, vielleicht tatsächlich weniger

      Katzkamon schrieb:

      Wie sieht es in dem Zusammenhang mit Rohstoffen aus, gibt es Eisenminen oder etwas ähnliches?

      Und wie sind die Oberflächen der Schollen gestaltet, einfach flache Ebenen oder gibt es Hügel und Täler?

      Die größte Scholle hat schon mat einen deutlichen Berg auf der Oberseite, kleine Flüsse und Seen gibts auch. Irgendwelche Rohstoffe gibts sicher, aber was genau habe ich mir noch nicht überlegt.

      Katzkamon schrieb:

      Da fällt mir ein, wie ist das Technologielevel der Bewohner?

      Schwierig zu sagen. Die Aufzüge sind schon relativ advanced, also im mechanischen Bereich, vor allem beim Transport sind sie schon ziemlich fit. Aber zum Beispiel militärisch gibt es sehr wenig, Schusswaffen sicher nocht nicht. Wenn ich eine Epoche angeben müsste, würde ich so 18. Jahrhundert sagen. Aber dadurch, dass wir keine Energieerhaltung haben, kann man einige bei uns komplizierte Sachen auf Rhingon schon mit relativ wenig Aufwand bauen.
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    • Veria schrieb:

      Mir fehlt so ein bisschen die räumliche Vorstellung der Anordnung der Scheiben und des Mondes. Hast du da eine Skizze?


      Das würde mich auch interessieren. Eine Karte von diesen Scheiben stelle ich mehr sehr interessant vor. Besonders faszinierend finde ich die Doppelnutzung der Scheiben auf Grund ihrer Schwerkraftgesetze.

      Insgesamt erinnert mich das Konzept der Welt ein wenige an eine der Existenzebenen von Planescape. Nicht vom Aufbau her, sondern eher von der Größe und dass es einen lebenden Gott gibt. Könnte mir auch gut vorstellen, dass es noch andere solche Welten parallel dazu gibt.
      "Barbarism is the true nature of mankind. Civilisation is unnatural!" - Conan
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    • Jundurg schrieb:



      Zitat

      häufig sind vor allem Schabrackentapire





      Fressen die Teppiche? :fluecht:


      :rofl:
      Nein, tun sie nicht! Schabrackentapire sind toll!

      Jundurg schrieb:

      Hast du eigentlich mal ein Bild von Rhingon gemacht? Wenn nein, dann musst du mir sehr anschaulich erzählt haben, denn ich hab den grünen Mond und den lila-orangen Himmel schon vor Augen. :)

      Veria schrieb:

      Mir fehlt so ein bisschen die räumliche Vorstellung der Anordnung der Scheiben und des Mondes. Hast du da eine Skizze?

      Logan schrieb:



      Das würde mich auch interessieren. Eine Karte von diesen Scheiben stelle ich mehr sehr interessant vor. Besonders faszinierend finde ich die Doppelnutzung der Scheiben auf Grund ihrer Schwerkraftgesetze.

      Ich habe tatsächlich mal eine Karte gemacht, aber die hab ich blöderweise im Moment nicht da. Es war jeweils Vorder- und Rückseite eines A4-Blatts.

      Die fünf Scheiben befinden sich wie gesagt alle in einer Ebene und sind auch alle nur minimal geneigt. Die Scheiben schweben nebeneinander einfach Im Raum und verändern ihre Position relativ zueinander nicht. Dort, wo sich zwei Scheiben am nächsten sind, befindet sich meistens ein Verbindungsaufzug, das ist immer an einer Scheibenkante.
      Der Mond ist kugelrund und bewegt sich auf und ab auf einer Bahn ziemlich genau senkrecht zur Ebene der Scheiben. Manchmal ist er von den Tagseiten aus zu sehen, manchmal von den Nachtseiten.

      Und Jundurg: Die Farben sind mir bei Rhingon aus irgendeinem Grund ziemlich wichtig. Der Eindruck ist auch bei mir im Kopf ziemlich stark, das habe ich wohl in dem Fall gut übertragen können. :D

      Logan schrieb:

      Könnte mir auch gut vorstellen, dass es noch andere solche Welten parallel dazu gibt.

      Im Grunde genommen ist das Konzept so angelegt, dass aus Rhingon-Perspektive alle möglichen Welten parallel existieren. Die Erde und Zr'ton sind da auf jeden Fall dabei. Rhingon ist eher eine mickrige Welt, die es eben im Gegensatz zu den großen, majestätischen Welten auch geben muss.

      biwaka schrieb:

      Wie ist es denn mit der Regierung der Menschen? Gibt es Geburtenkontrollen? Was wird denn statt Schusswaffen genutzt ?

      Um da ins Detail zu gehen bräucht ich meine Karte, die ich (s.o.) im Moment nicht da hab. Es gibt auf jeden Fall ein halbes Dutzend nennenswerte Orte, die alle in gewisser Weise selbstständig sind. Dadurch, dass die Menschen auf Rhingon die meiste Zeit des Lebens damit verbringen, irgendwie auf dieser seltsamen Welt zurecht zu kommen, bleibt nicht viel für großes Machtstreben. Um langfristig große Dinge zu planen, ist die Welt einfach zu unberechenbar. Geburtenkontrollen gibt glaub ich in diesem Sinne auch nicht.
      Was Waffen angeht: Pfeil und Bogen gibts bestimmt, Schwerter, Lanzen was auch immer. Aber Krieg ist bei der kleinen Bevölkerungszahl sicher nicht das zentrale Thema.

      Jundurg schrieb:

      Und dann würde mich noch interessieren, ob es Pilze, Bakterien gibt, und was für Pflanzen denn in Ur-Rhingon so gelebt haben.

      Grün waren die Urpflanzen auf jeden Fall ;)
      Ich stelle sie mir eher moosartig vor, aber nicht besonders komplex im Aufbau. Nach unserer Definition könnte man sie wahscheinlich nicht mal als lebende Organismen einordnen. Das Ganze geht eher in die Richtung: "Grünes Gestein, das ein bisschen weicher ist und ein paar komische Auswüchse hat"
      Pilze und Bakterien gibts mittlerweile in irgendeiner Form bestimmt, aber auf Rhingon lässt sich so etwas nicht so klar klassifizieren.
      Zwei gesichtslose Tintenfische tanzen in den Tod

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    • Wie ist das mit der Geometrie der Scheiben? Du schreibst "an den Rändern abgerundet". Versteh ich das richtig: Wenn ich von der Ober- auf die Unterseite wechseln will, geh ich immer geradeaus; irgendwann wölbt sich der Boden sanft nach unten (es gibt aber keine scharfe Kante), ich geh weiter (die Schwerkraft dreht sich mit, sodass es für mich zu jedem Zeitpunkt aussieht, als stünde ich auf dem höchsten Punkt eines Hügels) und irgendwann wird der Boden wieder flach und ich bin auf der anderen Seite?

      Und warum kann man nur "an vielen Stellen" über den Rand laufen? Das klingt so, als ob es zumindest einige Stellen gibt, an denen das nicht geht. Warum nicht?

      Gibt es so was wie Tunnel oder Schächte, die Ober- und Unterseite einer Scheibe miteinander verbinden? Wenn ja, wie verhält sich die Schwerkraft, wenn man sich in so einem Schacht befindet? Was wäre z.B., wenn man hineinfällt?

      Hat der Mond relativ zu den Scheiben eine absolut stabile Bahn? Durchquert er die Scheibenebene also immer am selben Punkt? Fliegt er bei jeder Auf- und Abbewegung durch das einst geschlagene Loch? Wie lange braucht der Mond für eine vollständige Auf- und Abbewegung? (Schon klar, dass das bei fluktuierender Zeit nicht genau angegeben werden kann. Aber wenn die Zeit höchstens um einen Faktor 3 schwankt, kann man ja zumindest die Größenordnung feststellen: Stunden, Tage, Monate?)

      Und wie sind die Scheiben relativ zueinander angeordnet? In einer Linie? Oder eher rund um eine Zentralscheibe?
    • ...einen real existierenden Gott. Er ist ein azurblaues...

      BLAU :hops: :saufen:
      (Lieblingsfarbe *flücht*)

      Cooles Weltenkonzept. Ich stelle mir diese Welt sehr ästhetisch vor. Das muss hübsch aussehen mit dem Mond und den diffusen Leuchtwolken im Hintergrund. Momentan kann ich mir nur wehr wage vorstellen, wie das im Umriss so aussieht. Poste unbedingt mal eine Skizze hier rein.

      Diese Aufzüge sind also eher sowas wie Gondeln? Das klingt, als verliefen die waagerecht von einer Scheibe zur nächsten und bräuchten ihre Schwerkraft daher gar nicht umzukehren. Oder fahren die von der "Ober"-Seite einer Scheibe zur "Unter"-Seite der Benachbarten?

      Kommt es vor, dass der Mond die Welt noch streift und dadurch riesige Erdbeben hervorruft?

      Für das bisschen Weltenfläche klingt eine Bevölkerungszahl von 10000 in der Tat ziemlich ... kuschelig. Vor allem, wenn die auch noch irgendwie Nahrung anbauen müssen, wird's extrem eng, es sei denn, sie haben Wege gefunden, ganz extrem kompakt zu bauen und dabei auch mehrstöckige Anbauflächen zu schaffen. Ich hoffe, auf der Welt wurden bereits Verhütungsmittel entwickelt ;D

    • Angustus schrieb:

      Wie ist das mit der Geometrie der Scheiben? Du schreibst "an den Rändern abgerundet". Versteh ich das richtig: Wenn ich von der Ober- auf die Unterseite wechseln will, geh ich immer geradeaus; irgendwann wölbt sich der Boden sanft nach unten (es gibt aber keine scharfe Kante), ich geh weiter (die Schwerkraft dreht sich mit, sodass es für mich zu jedem Zeitpunkt aussieht, als stünde ich auf dem höchsten Punkt eines Hügels) und irgendwann wird der Boden wieder flach und ich bin auf der anderen Seite?

      Ganz genau so ist das. :nick:

      Angustus schrieb:

      Und warum kann man nur "an vielen Stellen" über den Rand laufen? Das klingt so, als ob es zumindest einige Stellen gibt, an denen das nicht geht. Warum nicht?


      Mindestens an einer Stelle gibt es genau an de Kante einen Riss im Boden, der das Überqueren unmöglich macht. Und an einigen anderen Stellen ist der Übergang nicht so ganz glatt, sodass es zumindest einige Kletterfähigkeiten erfordert, auf die andere Seite zu kommen

      Angustus schrieb:

      Gibt es so was wie Tunnel oder Schächte, die Ober- und Unterseite einer Scheibe miteinander verbinden? Wenn ja, wie verhält sich die Schwerkraft, wenn man sich in so einem Schacht befindet? Was wäre z.B., wenn man hineinfällt?

      Interessante Idee... Ich bin nicht ganz sicher, ob es künstlich angelegte Schächt tatsächlich gibt. Wenn es sie gäbe und man reinfällt... irgendwo würde man sicher raukommen, aber das könnte tatsächlich ziemlich chaotisch werden. Empfehlen würde ich so eine Unternehmung jedenfalls niemandem.

      Angustus schrieb:



      Hat der Mond relativ zu den Scheiben eine absolut stabile Bahn? Durchquert er die Scheibenebene also immer am selben Punkt? Fliegt er bei jeder Auf- und Abbewegung durch das einst geschlagene Loch? Wie lange braucht der Mond für eine vollständige Auf- und Abbewegung? (Schon klar, dass das bei fluktuierender Zeit nicht genau angegeben werden kann. Aber wenn die Zeit höchstens um einen Faktor 3 schwankt, kann man ja zumindest die Größenordnung feststellen: Stunden, Tage, Monate?)

      Ghikra schrieb:

      Kommt es vor, dass der Mond die Welt noch streift und dadurch riesige Erdbeben hervorruft?



      Der Durchquerungspunkt ist nicht immer exakt der selbe, aber auf ein paar hundert Meter ganau stimmt es immer. Und ja, er fliegt immer noch durch das einst geschlagene Loch, das allerdings am Rand einer Scheibe liegt, sodass es inzwischen mehr eine halbkreisförmige Einbuchtung ist. Alle paar tausend Durchquerungen trifft der Mond auch mal wieder die Scheibe und ein weiteres Stück Fels wird rausgehauen. Eine wirkliche Katastrophe für die Bewohner ist das aber nicht, weil sie sich natürlich darauf eingestellt haben und eine Sicherheitszone eingerichtet haben. Und die Scheibe an sich wird auch nicht wirklich gestört, weil man - wie gesagt - sich auf Sachen wie Impulserhaltung bei Rhingon nie verlassen kann.

      Für eine Auf- und Abbbewegung würde ich so 10-15 Stunden ansetzen, also so lange würde es uns vorkommen, wenn wir uns auf dem Mond befinden würden.

      Angustus schrieb:

      Und wie sind die Scheiben relativ zueinander angeordnet? In einer Linie? Oder eher rund um eine Zentralscheibe?

      Wenn ich mich recht erinnere (mehr dazu, wenn ich meine Karte wieder hab), sind vier Scheiben ziemlich in einer Linie, die fünfte irgendwo daneben. Die größte Scheibe bildet das eine Ende der Linie. Das Loch vom Mond ist bei einer der mittleren Scheiben.

      Ghikra schrieb:

      Diese Aufzüge sind also eher sowas wie Gondeln? Das klingt, als verliefen die waagerecht von einer Scheibe zur nächsten und bräuchten ihre Schwerkraft daher gar nicht umzukehren. Oder fahren die von der "Ober"-Seite einer Scheibe zur "Unter"-Seite der Benachbarten?
      Waagrecht von der einen Scheibe zur anderen, das stimmt schon so. Aber wenn man direkt auf der Kante steht, ist die benachbarte Scheibe eben "oben".

      Ghikra schrieb:

      Für das bisschen Weltenfläche klingt eine Bevölkerungszahl von 10000 in der Tat ziemlich ... kuschelig. Vor allem, wenn die auch noch irgendwie Nahrung anbauen müssen, wird's extrem eng, es sei denn, sie haben Wege gefunden, ganz extrem kompakt zu bauen und dabei auch mehrstöckige Anbauflächen zu schaffen. Ich hoffe, auf der Welt wurden bereits Verhütungsmittel entwickelt ;D

      Ich korrigiere mal auf 2000 :pfeif:
      Aber die Frage, wie eine zu hohe Bevölkerungszahl vermieden wird, ist tatsächlich interessant. Ich habe die Vermutung, dass es bei der menschlichen Fortpflanzung auf Rhingon irgendetwas gibt, was ich jetzt noch nicht weiß. Prinzipiell können auf der Welt ja eine Menge Dinge passieren... :kopfkratz:
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    • Rhingon klingt ... schräg. Quasi ein bißchen Scheibenwelt - bis auf die Schildkröte^^

      Was die Fortpflanzung angeht, bei 2000 Individuen wäre der Genpool theoretisch auch ziemlich knapp (Flaschenhalspopulation), wär aber nicht das erste Mal in der Menschheitsgeschichte. Wahrscheinlich funkt da dein Ringgeist äh, Gonrhin dazwischen: Kinder gibbet nur, wenn der Mond nich am Himmel steht - oder so ähnlich. Isso sei dank is ja alles möglich.

      Die Scheiben bewegen sich aber nicht zueinander, oder? Gibt's Schiffe, die von Scheibe zu Scheibe fliegen? Und Luftpiraten? Existieren kleine 'Bruchstücke, vielleicht vom Loch, welches der Mond geschlagen hat, in einiger Entfernung zu den Scheiben - so als Inseln oder gar Pirateninseln? Schwimmen im Wolkenmeer Luftwale, Wolkenhaie oder Flugguppies? Wann regnets und warum? Führen die einzelnen Scheiben gelegentlich Kriege gegeneinander (Friede, Freude, Eierkuchen wird auf Dauer doch langweilig)?
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    • Entropie schrieb:

      Was die Fortpflanzung angeht, bei 2000 Individuen wäre der Genpool theoretisch auch ziemlich knapp (Flaschenhalspopulation), wär aber nicht das erste Mal in der Menschheitsgeschichte. Wahrscheinlich funkt da dein Ringgeist äh, Gonrhin dazwischen: Kinder gibbet nur, wenn der Mond nich am Himmel steht - oder so ähnlich. Isso sei dank is ja alles möglich.

      Genau! irgendwas mit ISSO :thumbup: :nick:

      Entropie schrieb:

      Die Scheiben bewegen sich aber nicht zueinander, oder? Gibt's Schiffe, die von Scheibe zu Scheibe fliegen? Und Luftpiraten? Existieren kleine 'Bruchstücke, vielleicht vom Loch, welches der Mond geschlagen hat, in einiger Entfernung zu den Scheiben - so als Inseln oder gar Pirateninseln? Schwimmen im Wolkenmeer Luftwale, Wolkenhaie oder Flugguppies? Wann regnets und warum? Führen die einzelnen Scheiben gelegentlich Kriege gegeneinander (Friede, Freude, Eierkuchen wird auf Dauer doch langweilig)?

      Die Scheiben bewegen sich nicht zueinander, zumindest nicht wesentlich. Die Aufzüge halten das Ganze mittlerweile eigentlich komplett zusammen.
      Von Den Bruchstücke vom Mondloch fliegen tatsächlich noch ein paar irgendwo rum. Aber größer als 50 Meter ist sicher keins davon. Ich habe das Gefühl, dass man auf den Bruchsrücken wieder nicht so einfach stehen kann, bewohnt sind sie also nicht. Viele sind abgestürzt, die meisten einfach über den Rand der Welt ins nichts verschwunden. (Sie existieren dann auch wirklich nicht mehr).
      Große Luftlebewesen sind bis auf Gonrhin bisher eigentlich nicht geplant, aber ich will nicht abstreiten, dass das schon einen gewissen Reiz hätte.
      Regnen tuts, weil Wasser da ist. Das Weltklima ist insgesamt eher warm-feucht. Das Wasser ist immer irgendwie in Bewegung und Regen ist eben eine Transportmethode...

      Was Kriege angeht: Ich bin eigentlich in vielen Fällen ein FFE-Fan und ich glaube nicht, dass Rhingon zu großen Kriegen fähig ist. Bei so wenigen Einwohnern kann man sich das kaum leisten.
      Rhingon ist allgemein eine Welt, auf der alles recht langsam geht, nichts wirklich über lange Zeit geplant wird und immer genau das passiert, womit man nicht rechnet. Aber Konflikte zwischen und innerhalb von Scheiben gibt es, keine Frage. Im Detail hab ich noch nichts dazu gebastelt, aber wenn ich was habe, stelle ich es sicher mal vor...
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    • Interessantes Konzept. Verursacht der Mond auch Gezeiten? Dies könnte bei so kleinen Scheiben, genügend Wasser vorausgesetzt, ja schon zu gewissen Schwankungen führen. Und hat der Gott noch andere Einflussmöglichkeiten? Z.B. sein Gesicht auf der Mondoberfläche zu zeigen oder sein Antlitz irgendwo hin zu projezieren?
      " Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
      Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.
    • Das Loch vom Mond ist bei einer der mittleren Scheiben.

      Ist die Scheibe nach dem Mond benannt? Ist die Scheibe heiliger/wichtiger wegen dem Gott im Mond?

      Regen ist eben eine Transportmethode...

      Eben. Bzw. Huch? Hast du das schon mal erwähnt? Was transportiert der Regen denn so? Güter, Menschen, Tapire?

      Können Menschen auch unerwartet verschwinden oder auftauchen?
    • Wanderer schrieb:


      Interessantes Konzept. Verursacht der Mond auch Gezeiten? Dies könnte bei so kleinen Scheiben, genügend Wasser vorausgesetzt, ja schon zu gewissen Schwankungen führen. Und hat der Gott noch andere Einflussmöglichkeiten? Z.B. sein Gesicht auf der Mondoberfläche zu zeigen oder sein Antlitz irgendwo hin zu projezieren?

      Schöne, regelmäßige Gezeiten gibts glaub ich keine mangels großer Wassermassen. Aber das Wasser, was da ist, macht durchaus manchmal, was es will.

      Der Gott kann sein Antlitz nirgendwohin projizieren oder so und ich glaube auch nicht dass er's machen würde, wenn er's könnte, weil besonsers furchteinflößend sieht er a naich gerade aus... Seine Macht liegt eben eher in der Beeinflussung der Gedanken der Leute.

      Merlin schrieb:





      Zitat


      Das Loch vom Mond ist bei einer der mittleren Scheiben.

      Ist die Scheibe nach dem Mond benannt? Ist die Scheibe heiliger/wichtiger wegen dem Gott im Mond?




      Zitat


      Regen ist eben eine Transportmethode...

      Eben. Bzw. Huch? Hast du das schon mal erwähnt? Was transportiert der Regen denn so? Güter, Menschen, Tapire?

      Können Menschen auch unerwartet verschwinden oder auftauchen?
      Doch, ich denke die mittlere Scheibe wird man mittlerweile Mondlochscheibe nennen. Die direkte Umgebung des Lochs ist unbewohnt, aber die Scheibe ist wohl schon das "geistliche" Zentrum der Welt, auch wenn jetzt nicht die gesamte Scheibe heiliger Boden ist.

      Menschen verschwinden... Da wurde mittlerweile tatsächlich ein interessanter Fall gebastelt. Es ist nämlich theoretisch möglich, dass eine Person in ihrer eigenen Realität stirbt, in anderen jedoch als Schatten weiterlebt. Verwirrend? Für die Erklärung müsste ich weit ausholen, und muss selber auch noch ein paar Details durchdenken. Mehr dazu gibts aber bald.

      (Und vielleicht auch eine Karte :fluecht: )
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    • Interessantes Konzept. Macht irgendwie Laune sich das Leben dort vorzustellen ;D.
      Mich würde interessieren, wie groß der Abstand zwischen Scheibe und Mond normalerweise ist und, ob es theoretisch möglich ist durch gezieltes Springen beim Mondtransit auf die Oberfläche des Mondes zu gelangen. Hat der Mond überhaupt eine eigene Schwerkraft? Wie ist denn die Oberfläche des Mondes? So wie unser Mond nur in einer anderen Farbe oder gibts da z.B. auch Leben?
      "Die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war." - Heinrich von Kleist
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