[Sanktuaria] Länder und Völker

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    • [Sanktuaria] Länder und Völker

      Nachdem ich heute erfolgreich meinen 10. Post platziert habe, habe ich nun das Vergnügen, meine erste Welt vorzustellen. Bin schon ganz aufgeregt :o

      Eigentlich ist der Name der Welt, die ich hier vorstellen will nicht Sanktuaria, sondern Gaea. Doch weil alles mit dem Land Sanktuaria begonnen hat und es nach wie vor das Herzstück ist, hat die Welt inoffiziell diesen namen von mir bekommen. Ich werde in den nächsten Tagen mehr Details liefern, ich möchte hier erstmal eine Idee davon vermitteln, wie diese Welt einzuschätzen ist und das Land Sanktuaria einmal näher beleuchten. In diesem Thread werde ich außerdem alle weiteren Länder und Völker um Sanktuaria herum vorstellen.

      Vorweg
      Ich habe Sanktuaria für eine kleine, private Rollenspielrunde entwickelt. Meine Freundin hatte zuvor mit der gleichen Gruppe einige Runden ihres eigenen kleinen P&Ps gespielt, aber ich fand ihr Weltenkonzept etwas unausgereift. Deshalb habe ich (mit ihrer Unterstützung) angefangen, eine eigene Welt zu basteln. Diese baut sich um das Land Sanktuaria auf und ist bestimmt von religiösen Konflikten und Krisen. Ich habe drei Kontinente bisher erfunden. Einer (Codename Nebula) ist in Arbeit, einer (Tamworth) hängt mit einer Ecke in der Spielwelt mit drinnen und muss nur noch etwas ausgearbeitet werden, ist aber schon beschrieben. Der größte (bisher namenlose) Kontinent ist durch einen finsteren, schier unendlichen Wald und ein titanisches Gebirge in zwei Teile, West und Ost gespalten. Östlich existiert eine grobe Idee, was da wohl ist, westlich und vor allem nordwestlich ist alles gut ausgearbeitet. Dort finden auch die Rollenspiel-Runden statt.






      Sanktuaria

      Vor langer Zeit lag im Gebiet des heutigen Sanktuarias ein Land, das seinen Bewohnern als Tuaria bekannt war. Andere Völker dieser Zeit nannten es auch Tuarien oder Tuaren. Es war ein kleines Land, würde man heutzutage sagen. Doch damals war es eines der mächtigsten bekannten Länder. Vor über 1200 Jahren, im Jahre 0 nach Praios, übernahm die damalige Praioskirche nach einer unbekannten Katastrophe die Führung des Landes. Seitdem gilt das Land als heilig und trägt die Vorsilbe Sankt-Tuaria.


      Religion
      Die Vorherrschende Religion in der Welt um Sanktuaria ist der Praiosglaube. (totaly not stolen from DSA ^^) Seine Anhänger glauben an Praios als einzig wahren Gott. Andere Namen für ihn sind der Herr des Lichts, der Eine, der Ewige und der Himmlische Richter. Seine Symbole sind die Sonne und der Falke. Seine Kirchen und Tempel sind meisten in den Farben Weiß, Rot und Gold gehalten, sehr groß und icht gebaut. Die Eigenschaften, die mit Praios verbunden werden, fasst die Kirche in vier Punkten zusammen: Lux und Caritas, Rex und Justitia. Lux bedeutet Licht und steht für das Gute, das Helle und für das Leben. Caritas bedeutet Hilfe und Barmherzigkeit, Menschlichkeit und Nächstenliebe. Dem gegenüber stehen die nächsten beiden Wörter. Rex bedeutet König und steht für den Herrschaftsanspruch Praios´ und seiner Kirche, aber auch für Ordnung und Disziplin. Justitia bedeutet Richter, Praios steht hier für das Gesetz, die Wahrheit und die Gerechtigkeit.

      Politik
      Seit dem Jahre 0 nach Praios herrscht die Kirche über Sanktuaria. Das Oberhaupt der Kirche, der Seraph, herrscht wie ein König über das Land. Unter ihm stehen zwölf Lunarchen, die einen neuen Seraphen aus ihren Reihen wählen, wenn der alte Seraph stirbt oder sein Amt abgibt. Unter den Lunarchen stehen die Kleriker. Sie verwalten das Land oder koordinieren Aufgaben, mit denen sie betraut wurden. Das Fußvolk bilden Priester, Templer und Richter sowie ganz normale Menschen und Berufe, die mit Praios und Religion nichts zu tun haben wie etwa Stadtwachen etc. Priester finden sich meistens in einem Praiostempel, aber manche reisen auch durch das Land oder kämpfen an der Seite der Templer. Durch den Dienst an ihrem Gott wurden sie mit bestimmten magischen Kräften ausgestattet, die sie zum Beispiel in die Lage versetzen, gefährliche Verletzungen zu heilen, goldene Energielanzen zu werfen oder Einblick in die Seele eines Menschen zu erhalten. Die Templer dagegen bilden eine Art Elitetruppe in der Armee Sanktuarias. Wo immer die Lage besonders ernst ist, werden Templer geschickt.

      Gesellschaft
      Auch, wenn die meisten Menschen noch auf dem Land in kleinen Weilern und Dörfern leben, gibt es einen anwachsenden Teil der Bevölkerung, der in großen Städten lebt. Handwerker und Beamte können dort gutes Geld verdienen, Gelehrte können Universitäten besuchen. Hauptstadt ist die Weiße Stadt im Herzen Sanktuarias. Die große Mehrheit ist gläubig, auch wenn viele es damit nicht so ernst nehmen. Vor allem in ländlichen, sehr abgeschiedenen Gegenden oder solchen, in denen ein vielfältiges Spektrum an Religionen existiert, spielt der Glaube eines Menschen eine eher untergeordnete Rolle. Ungläubige werden nicht verfolgt, aber als etwas seltsam angesehen. Andersgläubigen wird teilweise misstraut, abhängig von der Glaubensrichtung. Im Großen und Ganzen sind die Menschen Sanktuarias ganz normale Menschen mit ganz normalen Schwächen.
    • Ein bisschen Umbenamsung würde gewissen Aspekten dieser Welt ganz gut tun. ;)

      Es war ein kleines Land, würde man heutzutage sagen. Doch damals war es eines der mächtigsten bekannten Länder.

      Wie ist das zu verstehen? Hast du irgendein irdisches Land als Maßstab zur Hand, damit man abschätzen, wie klein oder groß dieses Land denn nun ist?
    • Ambicatus schrieb:

      Das Oberhaupt der Kirche, der Seraph, herrscht wie ein König über das Land. Unter ihm stehen zwölf Lunarchen, die einen neuen Seraphen aus ihren Reihen wählen, wenn der alte Seraph stirbt oder sein Amt abgibt. Unter den Lunarchen stehen die Kleriker. Sie verwalten das Land oder koordinieren Aufgaben, mit denen sie betraut wurden.


      Ambicatus schrieb:

      Vor allem in ländlichen, sehr abgeschiedenen Gegenden oder solchen, in denen ein vielfältiges Spektrum an Religionen existiert, spielt der Glaube eines Menschen eine eher untergeordnete Rolle. Ungläubige werden nicht verfolgt, aber als etwas seltsam angesehen. Andersgläubigen wird teilweise misstraut, abhängig von der Glaubensrichtung. Im Großen und Ganzen sind die Menschen Sanktuarias ganz normale Menschen mit ganz normalen Schwächen.


      Im Verhältnis von Kirche und Rest der Welt sehe ich momentan noch einige Unklarheiten, allerdings ist deine Vorstellung ja auch nicht nicht so umfangreich. Also die Kirche herrscht mit einer ziemlich geordneten Hierarchie über Sanktuaria und dennoch existiert a) ein breites Spektrum an anderen Religionen und b) werden "Ungläubige" nicht verfolgt und "Andergläubigen" wird nur misstraut? Deine Kirche klingt sehr monotheistisch und sehr auf Herrschaft ausgerichtet, wie kann sie da andere Nebenspieler dulden? Fremde Religionen untergraben doch ihre Autorität? Und worin unterscheidest du "Ungläubige" und "Andersgläubige"? Sind "Ungläubige" Atheisten, die an gar keinen Gott glauben?


      Ambicatus schrieb:

      totaly not stolen from DSA ^^

      Ich habe persönlich keine Probleme mit Anleihen oder Übernahmen bestimmter Elemente aus bekannten Welten; manchmal entstehen Namensgleich- oder Ähnlichkeiten auch unbewusst oder zufällig. Bei "Praios" sehe ich da aber einige Probleme: Praios ist eng mit DSA verbunden, DSA ist DAS deutsche Rollenspiel, d.h. eine Menge Leser, auch jene die nicht aktiv zum Kreis der DSA-Spieler gehört, wird diesen Namen mit DSA und Aventurien verbinden. Das was du hier zu Praios schreibst, unterscheidet sich auch nicht maßgeblich von dem, was der DSA-Praios und seine Kirche ausmachen. Daraus ergab sich bei mir der erste Eindruck "Warum bastelt er eine eigene Welt und arbeitet nicht einfach die Zeit der Priesterkaiser für sich aus?"
      Ich möchte nicht böse klingen, aber mir fehlt bei dem, was du bis jetzt vorgestellt hast maßgeblich das "Eigene", dein Twist.
    • Phex zum Gruß zur Geisterstund. ;)

      Zur Namensgebung haben bereits Jerron + Nharun etwas gesagt, drum hänge ich mich da nimmer rein.

      Ambicatus schrieb:

      Vor langer Zeit lag im Gebiet des heutigen Sanktuarias ein Land, das seinen Bewohnern als Tuaria bekannt war. Andere Völker dieser Zeit nannten es auch Tuarien oder Tuaren. ...
      Vor über 1200 Jahren, im Jahre 0 nach Praios, übernahm die damalige Praioskirche nach einer unbekannten Katastrophe die Führung des Landes. Seitdem gilt das Land als heilig und trägt die Vorsilbe Sankt-Tuaria.
      Finde ich einen durchaus gelungenen + amüsanten Kniff mit dieser Benennung.
      Doch wo bzw. wann befinden wir uns? Im Jahre 1200 Praios? Oder ist im Jahr 1200 jene Zeit, aus deren Sicht Sanktuaria ein kleines Land darstellt? Und warum verwendet ihr so viele lateinisch-religiöse Begriffe?
      Wie kann eine Katastrophe zu einem Gottesstaat führen, von der hinterher niemand mehr weiß? :hmm: Gerade Kirchen bauen Mythen um so etwas auf. Sie mögen nicht 'ganz' %-) der Realität entsprechen, doch das es sich um eine "unbekannte Katastrophe" handelt, wirkt imho etwas unglaubwürdig. Schließlich baut, so spekuliere ich mal, die Praioskirche von Sanktuarium ihre Machtposition auf diese Zeit auf. Dieses Vorkommnis muss jedoch sehr gewaltig gewesen sein, dass dieser Kult über 1200 Jahre unbestritten an der Macht blieb. (Ein wirklich böser Schelm der an die Lebensdauer des letzten tausendjährigen Reiches denkt. %-) Sorry. - *sich selbst kasteien geht* )


      Ambicatus schrieb:

      Durch den Dienst an ihrem Gott wurden sie mit bestimmten magischen Kräften ausgestattet, die sie zum Beispiel in die Lage versetzen, gefährliche Verletzungen zu heilen, goldene Energielanzen zu werfen oder Einblick in die Seele eines Menschen zu erhalten.
      Güldene Energielanzen erinnen mich zur Abwechslung mal eher an ESO, als an DSA. Wäre schön wenn du etwas mehr in die Tiefe gehen könntest. Sprich welche weiteren Religionen gibt es in deiner Welt oder zumindest in diesem Land? Warum toleriert ein Gottesstaat Heiden und Atheisten, da solche Regierungsformen doch eher für das Gegenteil bekannt sind? Vermögen auch Priester anderer Götter Wunder zu wirken? Warum beanspruchen keine anderen Religionen die Führungsposition oder Opponieren zumindest gegen den Praios-Kult?


      Ambicatus schrieb:

      Gelehrte können Universitäten besuchen
      Ich hoffe auch ein paar Studenten. :P Oder baut das Lehrsystem in Sanktuaria auf Autodidakten auf? :fluecht:
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Damokles-Sternenring - meine kleine Galaxie
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Seit dem Jahre 0 nach Praios herrscht die Kirche über Sanktuaria.

      Der Satz wirft für mich einige Rätsel auf. Worauf beruht die Zeitrechnung? "Nach Praios" klingt entweder, als wäre da Gott gestorben in dem Jahr, oder es ist einfach das Jahr, in dem die Kirche die Herrschaft übernommen hat - wodurch es zu einer Tautologie würde.

      Und: Rename, rename, rename! :hae: :dafuer: :dagegen: *Schilderwald aufstell*
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Gottesstaaten sind immer interessant - kannst du noch mehr zur Religion und zur Metaphysik deiner Welt sagen?

      Ambicatus schrieb:

      Durch den Dienst an ihrem Gott wurden sie mit bestimmten magischen Kräften ausgestattet, die sie zum Beispiel in die Lage versetzen, gefährliche Verletzungen zu heilen, goldene Energielanzen zu werfen oder Einblick in die Seele eines Menschen zu erhalten.

      Daraus leite ich ab, dass Götter in deiner Welt real sind und ihren Gläubigen echte Fähigkeiten verleihen können. Das steht für mich im Gegensatz zu dieser Aussage:

      Ambicatus schrieb:

      Vor allem in ländlichen, sehr abgeschiedenen Gegenden oder solchen, in denen ein vielfältiges Spektrum an Religionen existiert, spielt der Glaube eines Menschen eine eher untergeordnete Rolle. Ungläubige werden nicht verfolgt, aber als etwas seltsam angesehen.

      Wenn die Existenz von Praios durch die Wunder, die Kirchenvertreter wirken können, ziemlich zweifelsfrei belegbar ist, wie können sich dann andere religiöse Vorstellungen halten? Oder geht das mehr in Richtung von Häresie, also kirchlich nicht gedulteten anderen Interpretationen des Praiosglaubens?

      Zu den Namen in deiner Welt hätte ich auch noch etwas zu ergänzen: Sanktuario ist die Welt der "Diablo" Computerspiele. An die musste ich denken, noch bevor ich deinen ersten Satz gelesen habe. Generell würde ich den anderen beifplichten und dir zu Umbennungen raten - Assoziationen sind ein mächtiger Hebel für die Fantasie und formen bei denjenigen, die in deiner Welt spielen oder über sie lesen, schnell ein Bild im Kopf, das du vielleicht gar nicht angestrebt hast.
    • Hallo erstmal =)

      Ich seh das so wie meine Vorposter und rate dir dringend zu neuen Namen aus bereits genannten Gründen ;)

      Ambicatus schrieb:

      Es war ein kleines Land, würde man heutzutage sagen. Doch damals war es eines der mächtigsten bekannten Länder.

      Was hat Tuarien denn so mächtig gemacht? Zur Größe wurde ja bereits gefragt.

      Ambicatus schrieb:

      Wo immer die Lage besonders ernst ist, werden Templer geschickt.

      Inwiefern ernst? Steht Sanktuaria mit anderen Ländern im Krieg oder gibt es innerhalb des Landen öfters mal Aufstände?

      Hast du auch schon eine Karte von deinen Ländern?
      "Archäologie ist die Suche nach Fakten. Nicht nach der Wahrheit. Wenn Sie an der Wahrheit interessiert sind, Dr. Tyries Philosophiekurs ist am Ende des Ganges. Also vergessen Sie diese Geschichten von verborgenen Städten und die Welt umzugraben. Wir folgen keinen alten Karten, entdecken keine vermissten Schätze und noch nie hat ein X irgendwann irgendwo einen bedeutenden Punkt markiert."

      - Prof. Dr. Henry Jones Jr.
    • Wie ist das Verhältnis Sanktuarias zu anderen Ländern? Hält man sich für was Besseres, weil man den "wahren" Glauben hat? Will man den anderen seine Religion (und seine Herrschaft) aufzwingen? Oder ist man froh, wenn die Barbaren bleiben, wo sie sind, und Sanktuaria nicht behelligen?

      Ambicatus schrieb:

      Vor allem in ländlichen, sehr abgeschiedenen Gegenden oder solchen, in denen ein vielfältiges Spektrum an Religionen existiert, spielt der Glaube eines Menschen eine eher untergeordnete Rolle. Ungläubige werden nicht verfolgt, aber als etwas seltsam angesehen.

      Die "anderen Religionen" würden mich auch interessieren. Wo kommen die her? Sind das Überreste alter, vor-praiischer Kulte, die sich in abgeschiedenen Gegenden gehalten haben? Oder Häresien, die die Praiosreligion anders auslegen, als es die offizielle Kirche tut? Oder kommen sie aus anderen Ländern?

      Ambicatus schrieb:

      Durch den Dienst an ihrem Gott wurden sie mit bestimmten magischen Kräften ausgestattet, die sie zum Beispiel in die Lage versetzen, gefährliche Verletzungen zu heilen, goldene Energielanzen zu werfen oder Einblick in die Seele eines Menschen zu erhalten.

      Gibt es auch Leute mit solchen Fähigkeiten, die keine Praiospriester sind? Etwa Angehörige anderer Religionen?


      Was du über die Gesellschaft schreibst, deutet auf einen allmählichen Wandel von einer Feudalordnung hin zu einer vom städtischen Bürgertum geprägten Gesellschaftsform hin. In so einer Umbruchphase gibt es doch sicher soziale Konflikte. Gibt es organisierte Kriminalität? Unruhen? Offene Auflehnung gegen die theokratische Herrschaft? Versuche konservativer Kreise, die alte Ordnung um jeden Preis wiederherzustellen? Und wie gehen die Herrscher mit solchen Problemen um? Gewaltsame Unterdrückung? Verbannung, Ausweisung? Brot und Spiele?
    • Wegen technischen Problemen (stirb, Computer!) konnte ich gestern leider nicht mehr schreiben, wollte eigentlich noch ein paar weitere Sachen umreißen. Aber gut, dann antworte ich jetzt erstmal :)

      Jerron schrieb:

      Zitat


      Es war ein kleines Land, würde man heutzutage sagen. Doch damals war es eines der mächtigsten bekannten Länder.

      Jerron schrieb:

      Wie ist das zu verstehen? Hast du irgendein irdisches Land als Maßstab zur Hand, damit man abschätzen, wie klein oder groß dieses Land denn nun ist?
      Das stammt aus einem Text, den ich der Heldengruppe ganz am Anfang verlesen habe. Er stammt also quasi aus der "Gegenwart", wenn es so etwas beim Basteln einer Welt gibt. Tuarien war damals ein kleines Land, etwa wie die Niederlande oder andere kleine Staaten. Im Jahr 1253 n.P., der Zeit, in der die Heldengruppe unterwegs ist, ist Sanktuaria etwa 3-4 mal so groß wie damals. Einen Durchmesser in Kilometern kann ich dir nicht sagen, aber es ist vielleicht etwas kleiner als Deutschland heutzutage. Auf jeden Fall sind die umliegenden bekannten Länder allesamt kleiner.


      Nharun schrieb:

      Im Verhältnis von Kirche und Rest der Welt sehe ich momentan noch einige Unklarheiten, allerdings ist deine Vorstellung ja auch nicht nicht so umfangreich. Also die Kirche herrscht mit einer ziemlich geordneten Hierarchie über Sanktuaria und dennoch existiert a) ein breites Spektrum an anderen Religionen und b) werden "Ungläubige" nicht verfolgt und "Andergläubigen" wird nur misstraut? Deine Kirche klingt sehr monotheistisch und sehr auf Herrschaft ausgerichtet, wie kann sie da andere Nebenspieler dulden? Fremde Religionen untergraben doch ihre Autorität? Und worin unterscheidest du "Ungläubige" und "Andersgläubige"? Sind "Ungläubige" Atheisten, die an gar keinen Gott glauben?
      Es gibt etwa zehn andere Wesen, die als Gottheiten verehrt werden. Allerdings wurden durch die rasche Verbreitung des Praiosglaubens drei dieser Religionen fast komplett verdrängt und existieren nun nur noch als Sagengestalten, Märchen und Geschichten.Eine handvoll anderer Götter ist neben Praios noch präsent, allerdings ist keine Religionsgemeinschaft ähnlich gut und hierarchisch organisiert.
      Die Kirche ist in der Tat Monotheistisch, allerdings ist die Herrschaft nur ein Teil der Religion, nicht der einzige Hauptaspekt. Die Kirche ist allgemein der Meinung, dass sie in der Lage ist, eine gute, gerechte und gläubige Gesellschaft errichten zu können, ohne dabei die Religion mit dem Schwert zu verbreiten. Insofern kann sie schon als friedlich bezeichnet werden, denn sie käme nicht auf die Idee, Nachbarländer zu überfallen und zum Glauben zu zwingen. Andere Gottheiten werden als Ammenmärchen oder allenfalls als Wesen aus der Anderswelt (später mehr dazu) bezeichnet, die fälschlicherweise von menschen als Götter verehrt werden. Da diese fremden Religionen meist nur auf kleine lokale Gebiete begrenzt sind, stellen sie keine Gefahr für Sanktuaria dar.
      Vielleicht etwas doof ausgedrückt, aber ja, mit Ungläubige meinte ich Zweifler an Praios, Menschen, die nicht an seine Existenz glauben. Dies sind zum Beispiel Bewohner sehr abgeschiedener Gegenden, in die nie ein Priester mit "magischen" Fähigkeiten gekommen ist. Mit Andersgläubige dagegen meinte ich alle, die an einen anderen Gott als Praios glauben.

      Nharun schrieb:

      Ich habe persönlich keine Probleme mit Anleihen oder Übernahmen bestimmter Elemente aus bekannten Welten; manchmal entstehen Namensgleich- oder Ähnlichkeiten auch unbewusst oder zufällig. Bei "Praios" sehe ich da aber einige Probleme: Praios ist eng mit DSA verbunden, DSA ist DAS deutsche Rollenspiel, d.h. eine Menge Leser, auch jene die nicht aktiv zum Kreis der DSA-Spieler gehört, wird diesen Namen mit DSA und Aventurien verbinden. Das was du hier zu Praios schreibst, unterscheidet sich auch nicht maßgeblich von dem, was der DSA-Praios und seine Kirche ausmachen. Daraus ergab sich bei mir der erste Eindruck "Warum bastelt er eine eigene Welt und arbeitet nicht einfach die Zeit der Priesterkaiser für sich aus?"
      Ich möchte nicht böse klingen, aber mir fehlt bei dem, was du bis jetzt vorgestellt hast maßgeblich das "Eigene", dein Twist.
      Das stimmt, allerdings hat sich mir persönlich in meiner kleinen Gruppe dieses Problem nie gestellt, da niemand dort (mich eingeschlossen) irgendetwas über DSA weiß. Ich habe vor Jahren mal "Drakensang" gespielt, ein PC-Rollenspiel, das auf DSA aufbaut. Daher hab ich den Namen Praios. Ich kann gut verstehen, dass es DSA-Fans irritieren mag, den Namen jetzt hier anders verwendet zu wissen. Da ich aber wusste, dass niemand in meiner Runde den Namen kennen würde und er sich in meinem Kopf so festgesetzt hatte, habe ich ihn einfach übernommen.
      Der Twist kommt noch, keine Sorge :) Bin ja wegen meinem doofen PC nicht dazu gekommen, den aktuellen Konflikt in Sanktuaria darzustellen.




      Nemedon schrieb:

      Finde ich einen durchaus gelungenen + amüsanten Kniff mit dieser Benennung.
      Doch wo bzw. wann befinden wir uns? Im Jahre 1200 Praios? Oder ist im Jahr 1200 jene Zeit, aus deren Sicht Sanktuaria ein kleines Land darstellt? Und warum verwendet ihr so viele lateinisch-religiöse Begriffe?
      Wie kann eine Katastrophe zu einem Gottesstaat führen, von der hinterher niemand mehr weiß? Gerade Kirchen bauen Mythen um so etwas auf. Sie mögen nicht 'ganz' der Realität entsprechen, doch das es sich um eine "unbekannte Katastrophe" handelt, wirkt imho etwas unglaubwürdig. Schließlich baut, so spekuliere ich mal, die Praioskirche von Sanktuarium ihre Machtposition auf diese Zeit auf. Dieses Vorkommnis muss jedoch sehr gewaltig gewesen sein, dass dieser Kult über 1200 Jahre unbestritten an der Macht blieb. (Ein wirklich böser Schelm der an die Lebensdauer des letzten tausendjährigen Reiches denkt. Sorry. - *sich selbst kasteien geht* )
      Danke :)
      Meine Zeittafel ist zwar noch etwas durcheinander (verdammte Logik, zerstört dauernd meine Pläne), aber die "Gegenwart" ist das Jahr 1253 n.P.
      Du darfst du zu uns sagen :D Diese lateinischen Begriffe sollen die alttuarische Sprache darstellen. Das erspart mir die Arbeit, einer ganzen Sprache einen bestimmten Klang zu geben. Latein klingt für mich klar, irgendwie kirchlich und alt. Diese Assoziationen passen doch gut.
      Ja, da muss ich dir leider komplett Recht geben :( Ich weiß in etwa, was damals passiert ist, aber ausgearbeitet ist es noch nicht wirklich. Deshalb die Ausrede, dass es eine lange vergessene Geschichte ist. Aber vom Ding her wird es eine übernatürliche Bedrohung gewesen sein (evtl. Dämonen), die von der damals noch recht jungen Glaubensgemeinschaft um Praios abgewehrt wurde. Ich will mich da aber noch nicht konkret festlegen, bis ich mir sicher bin. Nach dieser Katastrophe stehen diese frühen Praios-Anhänger natürlich als Retter der Welt da. Sie begründen die Organisation, die heute als Praioskirche regiert und führen Tuarien zu großer Macht. Der Praiosglaube verbreitet sich rasant und andere kleine Reiche (Hjaltingen, Kaldrau und Galderan, später mehr dazu) schließen sich dem Reich an. Es wird, wie bereits gesagt, mit der Vorsilbe Sankt- versehen und ist bis zum heutigen Tage ein mächtiges Land und vereint viele Völker unter der Idee des friedlichen und gerechten Lebens unter der Kirche Praios´.

      Nemedon schrieb:

      Güldene Energielanzen erinnen mich zur Abwechslung mal eher an ESO, als an DSA. Wäre schön wenn du etwas mehr in die Tiefe gehen könntest. Sprich welche weiteren Religionen gibt es in deiner Welt oder zumindest in diesem Land? Warum toleriert ein Gottesstaat Heiden und Atheisten, da solche Regierungsformen doch eher für das Gegenteil bekannt sind? Vermögen auch Priester anderer Götter Wunder zu wirken? Warum beanspruchen keine anderen Religionen die Führungsposition oder Opponieren zumindest gegen den Praios-Kult?
      Keine Ahnung, was ESO ist :D
      Religionen, Götter und Mythologie sowie Theorien über das Gefüge der Welt kommen in einem anderen Thread, ist aber fertig.
      Die Machthaber in Sanktuaria sind gläubig und Männer (und teilweise Frauen) der Kirche, aber keine ultraorthodoxen Inquisitoren. Andere Götter gibt es nicht, dass sind nur dumme Märchen von Leuten, die es nicht besser wissen. Dem wirkt man am besten entgegen, indem man die lokalen Machthaber (Fürsten, Barone etc.) dazu überredet, den Bau von Kirchen zuzulassen, damit die Menschen dort endlich die Wahrheit erfahren.
      Ja, Priester eines echten Gottes können genauso Wunder wirken. Allerdings sind dies zum Beispiel Priester einer scheuen Naturgottheit, die mit ihren Künsten nicht hausieren gehen. Praiospriester haben einen gewissen Missionierungswillen, was mit ihren Glaubensvorstellungen zusammen hängt (kommt in nem anderen Thread). Priester anderer Götter haben dies oftmals nicht, das ist eine ganz andere Mentalität.

      Nemedon schrieb:

      Ich hoffe auch ein paar Studenten. Oder baut das Lehrsystem in Sanktuaria auf Autodidakten auf?
      Studenten, Gelehrte...Leute, die lesen können! :thumbup:

      Jundurg schrieb:

      Der Satz wirft für mich einige Rätsel auf. Worauf beruht die Zeitrechnung? "Nach Praios" klingt entweder, als wäre da Gott gestorben in dem Jahr, oder es ist einfach das Jahr, in dem die Kirche die Herrschaft übernommen hat - wodurch es zu einer Tautologie würde.
      Die Bezeichnung ist unglücklich und war damals eine Notlösung, die ich schon fast wieder vergessen hatte :pfeif: Aber ja, sie ist unpassend, da hast du Recht. Das Jahr 0 sollte das Jahr sein, in dem die Praioskirche die einstigen Machthaber verdrängt hatte und in Tuarien die Macht übernahm. Aber 1253 nach dem Jahr, als die Praioskirche im alten Tuarien die Macht übernahm (ndJadPkiaTdMü) ist so lang :lol: Aber nach Praios klingt echt etwas doof...Da sollte ich mir wirklich was anderes überlegen, danke für den Tipp :)

      Caspar schrieb:

      Wenn die Existenz von Praios durch die Wunder, die Kirchenvertreter wirken können, ziemlich zweifelsfrei belegbar ist, wie können sich dann andere religiöse Vorstellungen halten? Oder geht das mehr in Richtung von Häresie, also kirchlich nicht gedulteten anderen Interpretationen des Praiosglaubens?

      Caspar schrieb:

      Zu den Namen in deiner Welt hätte ich auch noch etwas zu ergänzen: Sanktuario ist die Welt der "Diablo" Computerspiele. An die musste ich denken, noch bevor ich deinen ersten Satz gelesen habe. Generell würde ich den anderen beifplichten und dir zu Umbennungen raten - Assoziationen sind ein mächtiger Hebel für die Fantasie und formen bei denjenigen, die in deiner Welt spielen oder über sie lesen, schnell ein Bild im Kopf, das du vielleicht gar nicht angestrebt hast.
      Echt? Das wusste ich nicht :o Blöder Zufall...umbenennen würde ich die Welt nach sieben Runden aber auch nicht, ehrlich gesagt. Bin mir ziemlich sicher, dass von denen keiner Diablo gespielt hat. Jedenfalls ist niemandem was aufgefallen. Hm...doofe Namen immer. :(
    • Wenn die Welt für deine Rollenspielrunde gedacht ist und dort alles so passt, kannst du auch einfach bei deinen Namen bleiben :) Bei vielen Welten hier im Forum ist der Anspruch, dass sie theoretisch auch unbedarften Leuten zugänglich gemacht werden könnten und dann sind Namen ein beliebt-bekanntes Problem.

      Und du hast die Antwort zu meiner Götter-/Glaubensfrage irgendwie vergessen ;)
    • Uuuuuund hier noch die Antworten, die ich eben noch nicht gesehen habe :)

      Salyan schrieb:

      Was hat Tuarien denn so mächtig gemacht? Zur Größe wurde ja bereits gefragt.
      Die Zeit, in der das alttuarische Reich lag, kann man etwa mit der Antike oder dem Altertum vergleichen. Staaten und Reiche waren noch nicht sehr verbreitet. Tuarien war, auf diesem Teil des Kontinents, eines der ersten Länder. Während andere Teile der Welt noch von barbarischen Stämmen und Clans "regiert" wurden, gab es dort Zivilisation und Kultur. Es gab eine Regierung, die Steuern erhob, um damit Straßen zu bauen, Soldaten zum Schutz auszubilden usw.

      Salyan schrieb:

      Wo immer die Lage besonders ernst ist, werden Templer geschickt.

      Inwiefern ernst? Steht Sanktuaria mit anderen Ländern im Krieg oder gibt es innerhalb des Landen öfters mal Aufstände?

      Hast du auch schon eine Karte von deinen Ländern?
      Eine Karte existiert in zwei Versionen. Eine frühe, die zwar ganz gut aussieeht, aber nicht mehr ganz korrekt ist und eine mega mega mega hässliche auf Paint, auf der ich mir aufgemalt habe, was anders sein soll :D Werde die schöne mit einigen Hinweisen hier bald hochladen.
      Mit den umgebenden zivilisierten Reichen gibt es Reibereien religiöser natur, aber keinen Krieg. Denn es gibt weitaus größere Bedrohungen, denen sich die Länder diesses Teils der Welt stellen müssen... :diablo: Und eine dieser Bedrohungen hat etwas mit Aufstand zu tun, ja :)



      Angustus schrieb:

      Wie ist das Verhältnis Sanktuarias zu anderen Ländern? Hält man sich für was Besseres, weil man den "wahren" Glauben hat? Will man den anderen seine Religion (und seine Herrschaft) aufzwingen? Oder ist man froh, wenn die Barbaren bleiben, wo sie sind, und Sanktuaria nicht behelligen?
      Man hält sich für überlegen, denn das ist man ja auch. Auf die heidnischen Hinterwäldler in z.B. Kessing schaut man herab, die haben doch keine Ahnung von der Welt, nicht einmal eine ordentliche Regierung haben die. Manche Länder haben die Religion um Praios aber komplett, leicht abgewandelt oder teilweise übernommen, die sind natürlich besser. Den Barbaren will man durch die Religion lehren, wie man ein besseres Leben führt. Ein gutes Leben nach den Regeln Praios´zu führen ist nämlich ein grundlegender Bestandteil der Religion, dazu später mehr.
      Religion wird außerdem als Hilfe für die wilden Stämme gesehen, für Disziplin und Stabilität zu sorgen.


      Angustus schrieb:

      Die "anderen Religionen" würden mich auch interessieren. Wo kommen die her? Sind das Überreste alter, vor-praiischer Kulte, die sich in abgeschiedenen Gegenden gehalten haben? Oder Häresien, die die Praiosreligion anders auslegen, als es die offizielle Kirche tut? Oder kommen sie aus anderen Ländern?
      Die meisten dieser Religionen sind älter als der Praioskult. Der ist quasi der "Neuling". Doch durch die Dominanz des alten Tuariens, nachdem es die Praiosreligion übernommen hatte, hat die alten Religionen fast vergessen gemacht. Außerhalb Sanktuarias, in den tiefen Wäldern Kessings zum Beispiel, haben sich die alten Götter jedoch halten können.
      Häretiker gibt es tatsächlich. Die einen kann ich nicht wirklich zählen, da sie von einem Erzdämon verführt wurden (später mehr), aber auf einm Kontinent westlich Sanktuarias wird es in naher Zukunft (1270 oder so) eine Gruppe geben, die statt Praios einen seiner Engel als Gott verehrte. Sie wurden verbannt und reisten über den großen Ozean, um sich dort ein Leben ohne Unterdrückung aufzubauen. Sie wurden allerdings nicht nur wegen ihrer religiösen Vorstellungen verbannt, sondern auch wegen einigen dunklen Aktivitäten. Doch dazu später mehr.


      Angustus schrieb:

      Was du über die Gesellschaft schreibst, deutet auf einen allmählichen Wandel von einer Feudalordnung hin zu einer vom städtischen Bürgertum geprägten Gesellschaftsform hin. In so einer Umbruchphase gibt es doch sicher soziale Konflikte. Gibt es organisierte Kriminalität? Unruhen? Offene Auflehnung gegen die theokratische Herrschaft? Versuche konservativer Kreise, die alte Ordnung um jeden Preis wiederherzustellen? Und wie gehen die Herrscher mit solchen Problemen um? Gewaltsame Unterdrückung? Verbannung, Ausweisung? Brot und Spiele?
      Im südlichen Teil des Landes ist viel Nahrung vorhanden. Das Land ist fruchtbar, das Meer reich an Fisch und die Städte wachsen und wachsen. Organisierte Kriminalität gab es schon vorher, doch jetzt beginnt sie, in völlig anderen Dimensionen statt zu finden. Früher wurde höchstens mal ein reicher Händler überfallen oder ein bedeutender Kleriker ausgeraubt, doch jetzt sollen angeblich Diebe in den Goldenen Bezirk, einen streng bewachten, heiligen Teil in der Hauptstadt eingedrungen sein. Gleichzeitig gibt es viele Männer, die massenweise Gold anhäufen konnten und, trotz Aufforderung der Kirche, kein bisschen davon als Spende zur Caritas hergeben wollen. Zusammen mit einigen alten Adelshäusern, die durch die Kirche entmachtet wurden, wird sich bald eine Koalition bilden, um die Herrschaft der Kirche abzuschütteln. Aber das ist noch Zukunftsmusik.
      Im Norden dagegen ist das Land karg, die Berge geben nicht viel Nahrung her und das harte Klima macht den Bauern zu schaffen. Städte wachsen nur langsam und die Bevölkerung ist ärmer als im Süden. Hier macht sich Unmut über die Prunksucht der Kirche breit. Wieso soll Bauer Knut einen Teil seines hart verdienten Geldes abgeben, wenn es in den südlichen Provinzen Händler geben soll, die reicher sind er? Dieses soziale Ungleichgewicht hat dazu geführt, dass die Menschen sich der "Goldenen Allianz" so leicht angeschlossen haben. Dazu später mehr :)
    • Caspar schrieb:

      Wenn die Welt für deine Rollenspielrunde gedacht ist und dort alles so passt, kannst du auch einfach bei deinen Namen bleiben Bei vielen Welten hier im Forum ist der Anspruch, dass sie theoretisch auch unbedarften Leuten zugänglich gemacht werden könnten und dann sind Namen ein beliebt-bekanntes Problem.
      Dann bin ich immerhin nicht der einzige :lol: Bin leider furchtbar unkreativ, wenn es um wichtige Namen geht. Den Anspruch, es für alle zugänglich zu machen, habe ich nicht komplett, bzw. da die Namen jetzt so in meinem Kopf verankert sind, ist es zu spät, noch was zu ändern :D




      Caspar schrieb:

      Und du hast die Antwort zu meiner Götter-/Glaubensfrage irgendwie vergessen
      Äh, ups, stimmt ??? %-) Wird sofort nachgeholt.


      Caspar schrieb:

      Wenn die Existenz von Praios durch die Wunder, die Kirchenvertreter wirken können, ziemlich zweifelsfrei belegbar ist, wie können sich dann andere religiöse Vorstellungen halten? Oder geht das mehr in Richtung von Häresie, also kirchlich nicht gedulteten anderen Interpretationen des Praiosglaubens?
      Dadurch, dass auch andere Götter Menschen die Macht geben, Wunder zu wirken ;) Wer in einem abgeschiedenen, heidnischen Gebiet lebt, hat meistens nie einen Praiospriester gesehen, aber dafür einen Schamanen/Druiden/Priester eines anderen Gottes. Oder du hast nie das Werk eines echten Gottes durch einen Menschen gesehen, sondern nur bestimmte übernatürliche Wesen, die keine Götter sind, die man in der Gegend aber so verehrt.
      Häresie gibt es teilweise, die machen aber keinen großen Anteil der Nicht-Praioten aus. Zu dieser Zeit jedenfalls.
    • Interessante Theokratie.
      Ich bastle selber an einer theokratischen Monarchie und finde den Vergleich mit ähnlichen Projekten anderer Bastler spannend.
      Deshalb hätte ich ein paar Fragen bezüglich Kirche und Adel und des Verwaltungssystems.

      Wie zentralistisch ist das Verwaltungssystem? Haben die ehemals unabhängigen Reiche Autonomie?
      (z.b. weil sie sich offensichtlich mehr oder weniger freiwillig dem Gottesstaat angeschlossen haben)
      Sind die regionalen Identitäten stark ausgeprägt?
      Wenn viele Priester in der Verwaltung tätig sind, dann müssten diese eine spezielle Verwaltung erhalten (--> vermutlich kirchliche Verwaltungsschulen?), und es könnte sich eine Unterscheidung zwischen Sakral- und Verwaltungspriestern ausbilden.

      Gilt für die Priesterschaft ein Zölibat? Ansonsten könnten sich Klerikerdynastien bilden.

      Wie sieht die Wirtschaftsethik deiner Religion aus? Dürfen Zinsen genommen werden?

      Du erwähntest in deinen Antworten einen Adel. Welche Funktion hat er?
      Wenn schon seit Jahrhunderten die Kirche sämtliche staatlichen Rechte an sich gerissen hat, hätte sie die Macht diese Adelsschicht langsam bedeutungslos werden zu lassen. Ihr Reich braucht gar keinen Adel. Oder hat die Adelsschicht ihren wirtschaftlichen Besitz erhalten können? Oder ist eine neue Adelsschicht während der langen Geschichte des Reiches entstanden?

      Wie hoch schätzt du die Bevölkerungszahl deines Reiches ein?
    • Gudea schrieb:

      Wie zentralistisch ist das Verwaltungssystem? Haben die ehemals unabhängigen Reiche Autonomie?(z.b. weil sie sich offensichtlich mehr oder weniger freiwillig dem Gottesstaat angeschlossen haben)Sind die regionalen Identitäten stark ausgeprägt?
      Darauf werde ich später zurückkommen, wenn ich die Provinzen Sanktuarias vorstelle, die aus den ehemaligen angrenzenden Reichen entstanden sind.


      Gudea schrieb:

      Wenn viele Priester in der Verwaltung tätig sind, dann müssten diese eine spezielle Verwaltung erhalten (--> vermutlich kirchliche Verwaltungsschulen?), und es könnte sich eine Unterscheidung zwischen Sakral- und Verwaltungspriestern ausbilden.
      Was genau meinst du mit einer speziellen Verwaltung? Ich weiß nicht ganz, was du damit meinst.
      Sakralpriester gibt es nicht wirklich. Es gibt Verwaltungsämter, die mit "normalen" Menschen besetzt werden, die damit zum Verwaltunsgapparat und damit quasi zur Kirche gehören, aber Priester sind sie nicht. Priester sind die, welche die Macht Praios´ kanalisieren können um sie zum Wohle aller einzusetzen. Sie sind auf den höheren Verwaltungsebenen zu finden. Wenn du so willst, ist der Unterschied, dass kein Mann, egal wie fähig er ist, hoch in der Hierarchie des Staates aufsteigen kann.


      Gudea schrieb:

      Gilt für die Priesterschaft ein Zölibat? Ansonsten könnten sich Klerikerdynastien bilden.
      Es gibt kein Zölibat, die Priester sollen viele kleine Gläubige in die Welt setzen :thumbup: Sex außerhalb der Ehe ist natürlich pfuibäh. Die Ehe soll eine Art sicherer Hafen für die Triebe der menschen sein, auch für Priester, Kleriker etc. Als Folge gibt es allerdings einige einflussreiche Familien, deren Mitglieder oft in wichtigen Kirchenämtern zu finden sind, zum Beispiel die Familien Praioslob und Güldensang. Die Angehörigen dieser Familien werden als hochmütig angesehen, da sie sich ihre Stellung nicht so hart erarbeiten mussten, wie der Rest.


      Gudea schrieb:

      Wie sieht die Wirtschaftsethik deiner Religion aus? Dürfen Zinsen genommen werden?
      Darüber habe ich mir noch nicht wirklich Gedanken gemacht. Ich würde aber sagen, dass es irgendwie ungerecht ist, die Situation armer menschen auszunutzen, um daraus Profit zu schlagen. Und da Gerechtigkeit einer der vier Grundaspekte ist, denke ich nicht, dass Zinsen erlaubt sind.


      Gudea schrieb:

      Du erwähntest in deinen Antworten einen Adel. Welche Funktion hat er?
      Wenn schon seit Jahrhunderten die Kirche sämtliche staatlichen Rechte an sich gerissen hat, hätte sie die Macht diese Adelsschicht langsam bedeutungslos werden zu lassen. Ihr Reich braucht gar keinen Adel. Oder hat die Adelsschicht ihren wirtschaftlichen Besitz erhalten können? Oder ist eine neue Adelsschicht während der langen Geschichte des Reiches entstanden?
      Der Adel hat keine Funktion mehr und ist als solcher eigentlich nicht mehr existent. Adelige haben (laut Gesetz jedenfalls) jede Sonderstellungen verloren. Viele Familien sind tatsächlich komplett bedeutungslos geworden und heute vergessen, sie haben sich mit dem Volk vermischt. Ihren Besitz durften sie an sich behalten, allerdings bewirkte die Kirche, dass die Reichen des Landes einen größeren Teil ihres Goldes abgeben müssen als die Armen Schichten. Das Vermögen des Adels ist stark geschrumpft und den Untersten zugute gekommen. Adelige Familien, die sich an die neuen Umstände angepasst haben, haben sich entweder in die oberen Kirchenriegen begeben oder sie haben einen anderen nützlichen Beruf ergriffen. Es gibt niemanden mehr, der ihnen ihr Leben bezahlt.
      Durch die Vermischung mit dem einfachen Volk kommt es häufig vor, dass etwa ein einfacher Söldner den Titel "von Cohn" oder ähnliches mit sich führt, ein Hinweis auf Adelige Verwandte aus alter Zeit.
      Als "neuen Adel" kann man vermutlich die großen und alten Priesterfamilien bezeichnen. Vor dem Gesetz sind sie jedoch in keiner Weise anders gestellt als jeder andere Mensch. Denn Gesetz und Gerechtigkeit sind in Sanktuaria heilig.


      Gudea schrieb:

      Wie hoch schätzt du die Bevölkerungszahl deines Reiches ein?
      Puh, du stellst Fragen... :kopfkratz: 10 Millionen vielleicht? Höchstens 15, kann ich dir nicht wirklich sagen.
    • *rumspuk*

      Ambicatus schrieb:

      Keine Ahnung, was ESO ist
      ESO ist die gebräuchliche Abkürzung für das MMO Elder Scrolls Online. Vielleicht sagt dir aber auch der Vorgänger Skyrim eher etwas. ;)


      Ambicatus schrieb:

      Das Jahr 0 sollte das Jahr sein, in dem die Praioskirche die einstigen Machthaber verdrängt hatte und in Tuarien die Macht übernahm. ...
      Wer waren denn die einstigen Machthaber? König? Kaiser? Andere Diktatur? Andere Theokratie? Magokratie? Irgend eine demokratische Regierungsform? Gerontokratie? Plutokratie? ...? Oder gehört das ebenfalls zu der noch laufenden 'Baustelle' der Gründungskatastrophe?


      Ambicatus schrieb:

      Aber nach Praios klingt echt etwas doof...Da sollte ich mir wirklich was anderes überlegen, danke für den Tipp

      Ambicatus schrieb:

      Zitat von »Caspar«
      Zu den Namen in deiner Welt hätte ich auch noch etwas zu ergänzen: Sanktuario ist die Welt der "Diablo" Computerspiele. An die musste ich denken, noch bevor ich deinen ersten Satz gelesen habe. Generell würde ich den anderen beifplichten und dir zu Umbennungen raten - Assoziationen sind ein mächtiger Hebel für die Fantasie und formen bei denjenigen, die in deiner Welt spielen oder über sie lesen, schnell ein Bild im Kopf, das du vielleicht gar nicht angestrebt hast.

      Echt? Das wusste ich nicht Blöder Zufall...umbenennen würde ich die Welt nach sieben Runden aber auch nicht, ehrlich gesagt.

      Ambicatus schrieb:

      Den Anspruch, es für alle zugänglich zu machen, habe ich nicht komplett, bzw. da die Namen jetzt so in meinem Kopf verankert sind, ist es zu spät, noch was zu ändern
      Ach, ich habe nach zwölf Jahren meine Rollenspiel-Welt umbenannt. ;D Eingefahrene Gedankenläufe überlässt man besser den Senioren. Bleib so lange geistig flexibel, wie es irgend geht.
      Da ich deine ursprüngliche Erklärung durchaus sympathisch fand und andere Rollenspiele und ihre Welten sich leider selten mit innovativen Namensgebungen bekleckerten (Aventurien = frappierende Ähnlichkeit zum Aventurin-Quarz, Dere statt Erde, Dungeons und Dragons, Earthdawn usw.), wie wäre es mit dem von dir bereits erwähnten "Sankt-Tuaria"? Es würde immer noch so ausgesprochen, stellt aber gleich klar, dass da irgend etwas anders ist. Der Name womöglich gar mit einem Augenzwinkern gemeint sein könnte. ;)
      Und warum nicht 1253 Anno Domini (im Jahre des Herrn), wodurch du weiter das von dir favorisierte Lateinisch nutzt? Oder 1253 nach ST bzw. 1253 n.ST, d.h. "1253 nach der Gründung Sankt-Tuarias".


      Ambicatus schrieb:

      Als "neuen Adel" kann man vermutlich die großen und alten Priesterfamilien bezeichnen. Vor dem Gesetz sind sie jedoch in keiner Weise anders gestellt als jeder andere Mensch. Denn Gesetz und Gerechtigkeit sind in Sanktuaria heilig.
      Ach so. Ich hatte bislang vermutet, dass der 'heutige Adel' eher aus den von dir nebenbei erwähnten Templern hervorgegangen sei.


      Was ich bislang vergaß zu fragen: Gibt es neben priesterlichen Kräften auch direktes Eingreifen von Göttern? Und existiert Magie, die nichts mit diesen 'Gottesgaben' zu tun hat?
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Damokles-Sternenring - meine kleine Galaxie
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Nemedon schrieb:

      ESO ist die gebräuchliche Abkürzung für das MMO Elder Scrolls Online. Vielleicht sagt dir aber auch der Vorgänger Skyrim eher etwas.
      Aaaah :D Skyrim und Oblivion hab ich gespielt, den Online Teil aber nicht.


      Nemedon schrieb:

      Wer waren denn die einstigen Machthaber? König? Kaiser? Andere Diktatur? Andere Theokratie? Magokratie? Irgend eine demokratische Regierungsform? Gerontokratie? Plutokratie? ...? Oder gehört das ebenfalls zu der noch laufenden 'Baustelle' der Gründungskatastrophe?
      Genau weiß ich es noch nicht, aber es wird wohl auf Könige, Barone, Fürsten und andere Aristokraten herauslaufen. Eine Ausnahme bildet die kleine Provinz Hjaltingen, hier gab es Dorfräte und Ältestenräte, aber keine Institution, die die ganze heutige Provinz kontrollierte.


      Nemedon schrieb:

      Ach, ich habe nach zwölf Jahren meine Rollenspiel-Welt umbenannt. Eingefahrene Gedankenläufe überlässt man besser den Senioren. Bleib so lange geistig flexibel, wie es irgend geht.
      Da ich deine ursprüngliche Erklärung durchaus sympathisch fand und andere Rollenspiele und ihre Welten sich leider selten mit innovativen Namensgebungen bekleckerten (Aventurien = frappierende Ähnlichkeit zum Aventurin-Quarz, Dere statt Erde, Dungeons und Dragons, Earthdawn usw.), wie wäre es mit dem von dir bereits erwähnten "Sankt-Tuaria"? Es würde immer noch so ausgesprochen, stellt aber gleich klar, dass da irgend etwas anders ist. Der Name womöglich gar mit einem Augenzwinkern gemeint sein könnte.
      Und warum nicht 1253 Anno Domini (im Jahre des Herrn), wodurch du weiter das von dir favorisierte Lateinisch nutzt? Oder 1253 nach ST bzw. 1253 n.ST, d.h. "1253 nach der Gründung Sankt-Tuarias".
      Nach 12 Jahren? Hui ^^
      Dann wäre Sankt-Tuaria wirklich eine gute Wahl. Ich hatte nur bisher angenommen, dass sich dieser Name im Laufe der Jahrhunderte zu Sanktuaria glattgeschliffen hätte. Ich werde darüber nachdenken.
      Anno Domini ist für meinen Geschmack zu nah an der Wirklichkeit, vielleicht anno Luctum oder so etwas, im Jahre des Lichts. Denn seit die Kirche herrscht, ist ja (laut der Kirche) ein Zeitalter des Lichts und der Gerechtigkeit und Wahrheit angebrochen.


      Nemedon schrieb:

      Ich hatte bislang vermutet, dass der 'heutige Adel' eher aus den von dir nebenbei erwähnten Templern hervorgegangen sei.
      Die Templer sind sicher fähige Soldaten und großartige Kämpfer und Generäle, aber sie leisten einen Eid, der sie unter anderem zur Entsagung großen irdischen Wohlstands verpflichtet. Sie kämpfen für Ehre, Ruhm und Praios, nicht für Gold und Anerkennung. Deshalb passen sie für mich schwer in eine Neo-Adelige Welt.


      Nemedon schrieb:

      Was ich bislang vergaß zu fragen: Gibt es neben priesterlichen Kräften auch direktes Eingreifen von Göttern? Und existiert Magie, die nichts mit diesen 'Gottesgaben' zu tun hat?
      Echte Götter können selbst nicht direkt in die Welt eingreifen. Sie sind auf ihre Diener angewiesen. Kein Gott ist der Lage, zum Beispiel den Bösewicht einfach mit einem Blitzschlag niederzustrecken.
      Keine Form der Magie hat ihre Quelle auf Gaea, der Welt der Menschen. Allerdings gibt es auch einige mächtige Wesen aus der Anderswelt, die in kleinerem Ausmaß Macht verleihen können. Außerdem ist eine Gegend eines Kontinentes in Arbeit, auf dem die "Wand" zwischen Gaea und der Anderswelt eingerissen wurde. Dort soll es Magier geben, die von keinem höheren Wesen abhängig sind. Allerdings sind ihre Körper nicht dazu gemacht, die Kraft der Anderswelt "ungefiltert" aufzunehmen, jede magische Handlung zerstört ihren Körper und ihren Geist etwas mehr. Und natürlich kann man noch Pakte mit bestimmten Dämonen schließen, wodurch man ebenfalls große Macht erhalten kann. So ein Pakt ist aus naheliegenden Gründen aber nicht sehr ratsam.
    • Zeit,ein weiteres Land vorzustellen :)



      Kessing

      Dieses Land ist eines der drei kleineren Reiche, die sich an der Ostgrenze Sankt-Tuarias befinden. Der größte Teil wird vom Grünen Wald bedeckt, der sich weiter im Osten mit dem ungleich größeren und bislang fast völlig unerforschten Schattenwald verbindet.
      In Kessing ist die Zeit stehen geblieben, sagen viele. Es gibt kaum größere Städte, weite Teile des Landes sind bewaldet und so unberührt wie noch vor hunderten von Jahren. Außerdem werden, wie noch vor hunderten von Jahren, die alten Götter und Naturgeister angebetet. Kirchen gibt es nur im westlichen Teil des Landes, und selbst dort sind sie kaum besucht. Die Kirche würde gerne dort Fuß fassen, doch die Menschen dort sind neuen und fremden Dingen gegenüber sehr misstrauisch. Reisende meiden diese Gegend. Selbst die Beutereiter kommen selten in die Wälder Kessings. Es gibt dort nichts zu holen. Außerdem fürchten sie sich vor dem dichten Unterholz, um das sich viele unheimliche Geschichten ranken…


      Glaube
      In den abgelegenen Dörfern, Weilern und Siedlungen konnte sich der Praiosglaube nie so recht ausbreiten. Die Kirche hat zwar einige der westlichen Fürsten überreden können, im Austausch für verbesserte Handelsbeziehungen einige Praiostempel dort zu errichten, doch der Glaube an den Lichtfürsten ist selbst dort eine Minderheits-Religion. Stattdessen konnten sich dort die alten Götter und Traditionen halten. Manche dieser Gottheiten sind echte Götter, andere sind es nicht. Oft haben sich lokale Pantheons (ist das der korrekte Plural?) gebildet, die mehrere dieser Götter zusammenfassen. Die wichtigsten Götter sind:

      -Bóg, der Herr der Tiere. Er beschützt die Bewohner des Waldes, verachtet Lüge, Täuschung und somit auch viele Menschen. Er ist der populärste Gott Kessings. Er soll die Gestalt eines hünenhaften Mannes mit Hirschgeweih haben.

      -Wrona, eine dunkle Gottheit, die für Weisheit, Macht, Fruchtbarkeit und auch Rache steht. Sie soll weiblich sein und wird von vielen Hexen angebetet. Ihr Zeichen ist eine Krähe oder ein Rabe.

      -Ógan, ein sehr geheimnisvoller Gott, der mit Pflanzen assoziiert wird. Es gilt selbst in einigen Teilen Kessings als Legende und nur wenig ist über ihn bekannt.

      -Mundur, eine Art pantheistische Gottheit. In manchen Gegenden gilt sie als die Mutter von Bóg und Ógan. Mundur ist ein sehr alter Gott, an den sich nur noch wenige erinnern. Seine Anhänger sehen Mundur als eine Art gestaltlosen Weltgeist, der allen Lebendigen Dingen innewohnt und sie miteinander verbindet.

      Dazu kommen eine Menge lokale Abwandlungen genannter Götter, andere Götter, die nur in einem sehr kleinen Gebiet bekannt sind und bestimmte Naturgeister, die verehrt werden.
      Weitere Informationen über die Götter werde ich in einem anderen Thread posten, hier soll es primär um die Länder gehen.


      Politik
      Kessing wird von einer kleinen Schicht adliger Barone und Fürsten regiert. Diese Landherren herrschen meist über einige Dörfer, Gemeinden und kleine Städte, die sie vor Räubern schützen und dafür mit Lebensmitteln versorgt werden. Die mächtigsten sieben Adelshäuser bilden den Fürstenrat, der ganz Kessing regiert. Manche Adelshäuser sind weise und gerecht, doch eine große Zahl kümmert sich kaum um seine Schutzbefohlenen und schwelgt im Luxus. Durch den ausgeprägten Separatismus und die Rivalität zwischen den Häusern ist Kessing kaum in der Lage, sich gegen größere Angriffe im Osten des Landes zu verteidigen. Daher werden die Truppen Kessings oft mit Soldaten aus Sankt-Tuaria verstärkt, die im Gegenzug von den hilfesuchenden Häusern eine offenere Einstellung zu Praios und dem Tempelbau verlangen.Insgesamt gibt es vor allem religiöse Spannungen mit dem mächtigen Nachbarn, diese führen jedoch nicht zu offenen Auseinandersetzungen. Eine gewisse Feindseligkeit mögen wohl Hardliner auf beiden Seiten empfinden, doch da man Angesichts der Bedrohungen aus dem Osten (später mehr) zusammenarbeitet, sehen die beiden Reiche einander nicht als Feinde an.


      Gesellschaft
      Die Menschen Kessings leben weit verstreut über den Grünen Wald in kleinen Weilern, Dörfern und Gemeinden. Dort leben sie als Bauern, Jäger, Kräutersammler oder Holzfaller. Städte gibt es nur in den südwestlichen Grenzgebieten und keine von ihnen ist sonderlich groß. Von der großen weiten Welt wissen die Menschen im tiefsten Kessing kaum etwas, die Welt der meisten beschränkt sich auf die umliegenden Dörfer. Die Bevölkerung ist relativ gering, wächst jedoch langsam an. Jedes Dorf, jede Siedlung und jedes Städtchen gehört zum Territorium eines Adelshauses. Doch da diese sich nur mäßig um ihre Schutzbefohlenen kümmern, empfindet die Bevölkerung kaum Loyalität ihnen gegenüber. In Teilen des Landes soll es sogar Aufständische geben, die ihre lokalen Machthaber gerne vertreiben würden. Doch gegen die ausgebildeten Soldaten der Fürsten, die sich gegenseitig gegen Rebellengruppen unterstützen, sind sie machtlos.
    • Also allesamt reine Naturgötter, sprich Götter die Aspekte der natürlichen Umwelt vertreten. Praios stellt allerdings ein krasses Gegenteil dazu dar. Existieren keine Götter die ein Zwischenstadium darstellen oder ähnlich Praios eher menschlich-spirituell ausgelegt sind? Eine höheres geistiges Ziel anstreben?


      Ambicatus schrieb:

      Eine gewisse Feindseligkeit mögen wohl Hardliner auf beiden Seiten empfinden, doch da man Angesichts der Bedrohungen aus dem Osten (später mehr) zusammenarbeitet, sehen die beiden Reiche einander nicht als Feinde an.
      Schimmert da gerade dein Grundkonzept hervor? A la "Der Winter naht"? :pfeif:
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Damokles-Sternenring - meine kleine Galaxie
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Da zu dem ersten Land schon so viel gesagt wurde widme ich mich mal ein wenig Kessing :) Also, mir gefällt es, die Atmosphäre eines alten, geheimnisvollen Waldes kommt immer gut. Dennoch sind mir einige Punkte aufgefallen, auf die ich näher eingehen möchte:

      1. Benennungen
      Grüner Wald und Schattenwald sind zwar ausgesprochen aussagekräftig, bringen aber finde ich nicht so ein mystisches Bild rüber. Etwas kunstvolleres hätte vielleicht besser zu einem ja doch sehr mythischen Ort gepasst. Alte Götter stößt mir auch böse auf, weil es mich einfach zu sehr an das Lied von Eis und Feuer erinnert. :)

      2. Die Politik
      Verstehe ich vermutlich noch nicht so ganz - es gibt als Fürsten und Barone und keine Grafen als Zwischenstufe? Diese sind wie ich heraus gelesen habe mehr oder weniger unabhängig und werden nicht von einer höheren Instanz regiert abgesehen von dem Rat, der ja selbst aus den Mächtigsten von ihnen gebildet wird? Wer entscheidet dann, wer Fürst ist und wer nur ein Baron? Wenn es generell Rivalität zwischen den Häusern gibt kann ich mir halt schwer vorstellen, dass ein ambitioniertes Geschlecht als Baron "stecken bleibt".

      Liebe Grüße, Faxion
      ???
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