Als Gott in der Welt

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Die WBO hat begonnen!
    Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg und Spaß!

    Für alle, die noch keine so große Erfahrung mit der WBO haben: eine Anmeldung für kommende Disziplinen ist immer noch möglich. Also schnuppert ruhig mal rein.
    Das WBO-Orgatool findet ihr hier!

    • Als Gott in der Welt

      Wieder mal ein "ihr in eurer Welt" Spielchen.
      Diesmal: Angenommen ihr kommt irgendwie in eure Welt und schafft es , dort als Gottheit verehrt zu werden. Welche Art von Gott wäret ihr? Klassisches Diese oder Jene Domäne Schema? Gott für alles (Monotheistisch)? Fällt euch was ganz Anderes ein?
      Und natürlich viel wichtiger: Welcher Art sind eure Anhänger, wie lasst ihr euch verehren?

      ===


      Mir selbst (Welt: Kanturia. Nach Swyrtr will ich nicht. Nicht mal als Gottheit.) wäre es relativ egal, welche Domäne(n) man mir zuschreibt. Ich denke, ich neige mehr in Richtung Kunst/Kultur/Wissenschaften als ins Kämpferische oder Kommerzielle. So lange ich einige hübsche Tänzerinnen um mich habe und ausreichend kulinarische Versorgung für das gesamte Tempelpersonal bin ich weitgehend zufrieden. Tempeltänzerinnen dürfen sich gerne mal verführen lassen, oder selbst verführen. Niemand wird hier zum Tempeldienst gezwungen. Zumindest bei mir nicht.
      Die Priesterschaft (beiderlei Geschlechts, wobei Priester auch tanzen dürfen) ist für die Verwaltung meines Tempels und zugehöriger Anlagen zuständig. Auflagen, Abläufe und Rituale würde ich nach Bedarf etablieren.
      Was Opferungen angeht, ich habe keine Ahnung, was ich mit verkohlten Rindern anfangen soll. Was ich meiner Anhängerschaft auch ziemlich deutlich zu verstehen geben werde..
    • Naja, bei mir wärs einfach (und auf allen Welten gleich):

      Ich habe sie (alle Bewohner) ins Leben gerufen, und das sollen sie wertschätzen. Da es keine Mitbastler gab: Monotheistisch. Opferungen nur in einer Form, in der ich sie verwerten/verwenden kann, also Geschänke und Gaben (Verpflegung), wie man sie einem anderen (aber viel höher gestellten) Bewohner geben würde. Art der Verehrung: Solang sie alles tun, was ich sage, und mir vielleicht ab und zu ein paar Komplimente machen (situationsbedingt), bin ich zufrieden!
      Weltenthreads | Weltenliteratur
      Fleischrechte für Fisch!
      WB-Chat | "Squisus vult!"
    • Oh! Oh! Oh! *hüpft freudig auf und ab*

      Das ist mal ein spaßiges Gedankenexperiment!

      Also, da mein Lieblingsvolk der aktuellen "Hauptwelt" die Goblins sind, wäre ich natürlich eine Goblingottheit. Wahlweise Gott des Regens oder Mutter Natur - hängt vom Stamm ab, aber die beiden Arten von Göttern sind sich global recht ähnlich, nur daß Regengötter durchschnittlich benevolenter sind (Regen = Leben in den kargen Goblingebieten, Mutter Natur = oft unerbittlich). Also, sagen wir einfach mal Regengott.

      Klassische Domäne habe ich keine, auch wenn natürlich ein sehr starker Fokus auf Wasser, Leben und eben Regen liegt. Aber als Regengott bin ich auch für alles andere zuständig, was meinen auserwählten Stamm (bzw Gruppe von Stämmen) anbelangt. Trotzdem nicht wirklich monotheistisch - wenn sich ein paar andere Stammesgötter hinzugesellen wollen, gebe ich gerne ein paar Zuständigkeitsbereiche ab. Und da Goblins es schon gewohnt sind, mehrere hundert potenziell leicht zu verärgernde Vorfahren zu ehren, mach ich mir auch keine Sorgen, daß einer von uns Stammesgöttern nicht genügend Aufmerksam bekommen würde. :lol:

      Die Schamanen sind zwar prinzipiell für alles Spirituelle zuständig, unter anderem eben auch für die Ahnenverehrung, aber meine göttlichen "Sprachrohre" sind die weisen Frauen meiner Stämme. Als Goblingott spreche ich zwar nie direkt zu meinen "Priesterinnen", aber mit den Jahren haben sie ein Gespür dafür entwickelt, was mir gefällt und worüber ich ganz und gar nicht glücklich bin. Dazu ist einiges an Intuition gefragt, denn ich versuche mich an die Vorgabe zu halten, daß ich weder Zufriedenheit, noch Ärger allzu deutlich ausdrücken darf - keine Sintfluten, keine Wunderheilungen, etc.

      Wovon ich aber ganz besonders oft Gebrauch mache ist die Möglichkeit, kurzzeitig die Gestalt eines Goblins anzunehmen und einem meiner Stämme einen Besuch abzustatten. Behandelt werde ich dann immer, als wäre ich Teil des Stammes - Goblins wissen, daß jeder Fremde ein potenzieller göttlicher Avatar sein könnte, weshalb Gastfreundschaft ganz groß geschrieben wird. Wobei ich das Angebot eines Begrüßungsfestmals in der Regel ablehne - die meisten Stämme kommen gerade so über die Runden, da muß ich mich nicht auch noch durch die mickrigen Vorräte futtern.

      Das ist dann auch der Grund, warum ich im Gegensatz zu manchen anderen Goblingöttern keine Opfergaben im herkömmlichen Sinne erwarte. Wer sich mit mir gutstellen möchte, der opfert mir lieber einen gemütlichen Abend an den Lagerfeuern, wo alle Familien des Stammes zusammenkommen, gemeinsam kochen, singen, tanzen und sich Geschichten erzählen. Wenn es dabei um einen meiner denkwürdigeren Besuche geht, gibt's natürlich Bonuspunkte! :lol:

      Aber natürlich freue ich mich auch über Schmuck, der zu meinen Ehren gefertigt und getragen wird, über in meinem Namen bemalte Zeltwände, Statuetten, Knochenschnitzereien und was es sonst noch für künstlerische Arten der Verehrung gibt.

      Vermutlich aber hab ich den Job ohne nicht lange - spätestens wenn die erste Abenteuergruppe versucht, einen meiner Stämme auszurotten, oder wenn sich ein Orkclan einbildet, meine Schützlinge unterjochen zu können, fliegen nämlich Blitze! Und bei sowas werden die anderen Götter meist unleidlich... :pfeif:
      Bring me your soul, bring me your hate
      In my name you will create
      Bring me your fear, bring me your pain
      You will destroy in my name

      - Les Friction, Dark Matter
    • Hans schrieb:

      Diesmal: Angenommen ihr kommt irgendwie in eure Welt und schafft es , dort als Gottheit verehrt zu werden. Welche Art von Gott wäret ihr?


      Ich hab das dann schonmal vorbereitet... ;D

      Wie man sieht: weit abstrakter als die uebliche auf dem Diwan raekelnde menschliche Manifestation in Toga mit huebschem Personal um mich her ;)
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • KeyKeeper schrieb:


      Wie man sieht: weit abstrakter als die uebliche auf dem Diwan raekelnde menschliche Manifestation in Toga mit huebschem Personal um mich her ;)

      I do the best I can
      I got a simple, simple plan
      I hope you understand
      I'm just a simple man
      © Klaus Nomi - Simple Mann
    • Umm.. im naiven Ansatz gibt es sicher erstmal hedonistische Züge, also eine Ausbeutung der Anhängerschaft; und andererseits eine Botschaftsbringung, also in Form nützlicher Informationen zum Überleben/dominieren, aber auch in Gestalt einer moralischen Aufstülpung des eigenen Moralverständnisses. Letzteres ähnelt ein wenig Klongesellschafts-Ideen. Da hat man vielleicht noch nicht so sehr akzeptiert, dass die eigene Schöpfung jetzt nicht mehr Teil von einem selbst, sondern in dem Beispiel etwas autonomes ist, derer Teil man wiederum ist.
      Wenn man von der Ausbeutung absehen möchte, kann man sich vielleicht als hoffentlich nützlicher Teil der Gesellschaft wiederfinden trotz Götterverehrung, also in Gestalt eines nützlichen Schamanen oder Bundespräsidenten in die Gesellschaft eingebunden oder so, wenn auch nur um andere Perspektiven aufzuzeigen. In so einer Welt lebt man vermutlich ein bisschen davon, dass man aus einer komplizierteren in eine verständlichere/einfachere (auch weil eigene) gewechselt ist, was ja auch als Motiv für Mittelalter-Fantasy angesehen wird, in der man eben noch absehen kann, dass nachher ein Schuh draus wird. Spannend ist das vielleicht aber auch, wenn die eigene Kreation einem in intellektueller Hinsicht weeeeit überlegen ist.

      Dann ist vielleicht auch spannend, was die Anhänger von der Gottesrolle erwarten. Momentan am populärsten ist ja das Nachleben in Gestalt eines Gerichtes, in dem unser Bewusstsein nochmal bewertet/benotet wird und je nach Rang auf der Highscore-Liste dann diesen oder jenen Weg geht. Oder andersrum indem das Licht einfach einsam erlischt, was vielen wiederum ebenso Trost bietet. .. "We go on" hab ich letztens geguckt, da fand ich beide Seiten schön repräsentiert x.x Aber mit genau solchen Fragen muss sich die Fiktion ja nicht beschäftigen, vielleicht ist denen das längst klar, egal oder man hat als Gottheit nichts damit zu tun.

      Im Lied "Art of Empathy - The Design" schlägt die Schöpfung von Anbetung auf Verleugnung um, und vielleicht ist ein derartiger Effekt für eine Emanzipation notwendig. Mh, das wär vielleicht ein guter Jaweh.


      Soo.. dann mal zu meiner Antwort. Ich würd mir schon wünschen nicht auf dem hedo-Zweig zu bleiben, aber den Gesellschaften dort eben auch nicht mein Moralempfinden aufzustülpen, davon haben die ja eh genug abbekommen, wenn die Welt 'nach meinem Bilde' geschaffen wurde. Spannende Rollen sind dann vielleicht die Schöpfungsanerkennung ohne jede weitere Konsequenz für ihr Leben, oder aber die Rolle eines Kulturbringers, der aber nicht die Kulturerzeugnisse bringt, sondern den Leuten beibringt sich selbst über ihre Welt zu wundern, also wieder die Schamanenrolle.

      Ich glaub am wenigsten Schaden anrichten würde ich aber in einer nicht vorgestellten Zweitwelt, in der künstliches Bewusstsein erwacht und zum Teil nicht mehr von organischem unterscheidbar ist. Im kleinen autonomen Ostzipfel der drei Kontinente würde ich mich da am wohlsten und sichersten fühlen, ein dunkles Winterwunderland fern des Weltkrieges, in dem Wesen hausen, bei denen sich nicht mehr sagen lässt, ob die mal als Mensch oder Rechner angefangen haben. Da aber auch höchstens in der Rolle des Schöpfers, oder aber Individuums unter den anderen. Und wenn das Bewusstsein sich dann von der Hülle trennt, kann ich vielleicht auch irgendwann das große versunkene Rechenzentrum am Meeresgrund besuchen, und vielleicht machen wir irgendwann auch unser eigenes Bewusstseins-Kollektiv auf, bevor eines der größeren vorbeikommt und uns frisst, wie ein Staat kann sowas ja eigene Organisationsformen/Gesetze/Verfassung aufweisen. x_x

      /Edit: Auch ein spannender Gedanke ist, vom unliebsamsten Teil der Schöpfung verehrt zu deren Untergang beizutragen.
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.