[2018-01][Ngiana] Sexualität der Mislirni

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    • [2018-01][Ngiana] Sexualität der Mislirni

      Slowbasteln: Sexualitäten, der zweite Thread: Ich springe mal ganz woanders hin.

      Content Note: Dem Thema entsprechend: Sex, Genitalien. Aber auch Rape, Genozid... :-/







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      Erwünschte, erlaubte und verbotene Sexualität bei den Mislirni

      Zur Erinnerung: Mislirni haben nur ein Geschlecht, und pflanzen sich fort, indem sie den Pilzsaft vaginal inführen, der aus dem Pilz gewonnen wird, der auf toten Mislirnikörpern wächst. Dieser Pilz ist in der Lage, die DNA des toten Körpers zu speichern und daraus Samen zu generieren. Wahrscheinlich ist auch irgendwo Magie im Spiel. Isso.

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      Generell sind bei den Mislirni einmal schon ca. 40% der Bevölkerung asexuell, d.h. streben keine sexuellen Kontakte mit ihresgleichen an. (Wohl aber u.U. mit Pilzen.)

      Mit den nötigen Körperteilen ausgestattet und fruchtbar, um vom Pilzsamen gezeugte Kinder auszutragen, sind etwa 70-80% der Bevölkerung, schätze ich mal. Aber auch hier gibt es Mislirni, die entweder keinerlei Kinderwunsch haben, oder keine Attraktion gegenüber Pilzsaft verspüren. (Die Norm ist aber, dass Mislirni den Pilzsaft "erotisch anziehend" finden.) Vllt könnte eins die 'amykische Mislirni' nennen?^^

      Die übrigen 60% gehen (auch sexuelle) Beziehungen mit anderen Mislirni ein. Wollen Paare (oder Triaden, usw. ...) Kinder bekommen, so ist es durchaus üblich, den Pilzsaft, den sie sich zuvor z.B. von einem Ahnenhaus geholt haben, im Verlauf von gemeinsamer sexueller Aktivität einzuführen.

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      Erwünschte Sexualität ist also die zwischen Mislirni-Parnterinnen, meistens ohne, manchmal mit Pilzsaft, der von einer Ahnherrin stammt. Wie genau das aussieht, unterscheidet sich natürlich je nach Kultur und Epoche. Monogame Zweierbeziehungen sind insgesamt wahrscheinlich der relativ häufigste Fall, aber es gibt auch alle möglichen anderen Formen. Da es nur ein Geschlecht gibt, gibt es hier natürlich auch keine sexuellen Orientierungen in unserem Sinne.

      Für ignorante Menschen sind die Mislirni alles 'Lesben'... für noch ignorantere Menschen nicht einmal das, weil sie das Mislirni-Konzept von einem Geschlecht nicht verstanden haben, und daher von irgendwelchen äußeren Merkmalen auf gewohnte Zweigeschlechtlichkeit schließen. Da haben historisch Ethnologen auch schon Mist produziert wie "Mislirni mit Hörnern sind Männer, die ohne Hörner sind Frauen" - tatsächlich ist das aber Quatsch.

      Obwohl es viele Mythen gibt, die etwas anderes behaupten, können Mislirni von menschlichem oder orkischem Samen nicht fruchtbar werden.

      Allerdings ist es theoretisch möglich, auf toten Menschen oder Orks eine Pilzkultur zu züchten, mit der tatsächlich eine Fortpflanzung möglich wäre - allerdings sind die Chancen, dass dies klappt, recht gering. Sagen wir mal, nur 2% solcher speziesfremder Pilzkulturen erzeugen fruchtbaren Samen. Das geht nur, weil Menschen/Orks als Spezies noch relativ nah an den Mislirni dran sind. Biolog*innen dürften sich da streiten, wo genau die Grenze zwischen Spezies ist - Orks und Menschen werden oft als eine Spezies zusammengefasst, Mislirni sind etwas weiter weg.

      Nachkommen von Mislirni und menschlich/orkischem Pilzsamen sind selbst wieder Mislirni (weil pilzgezeugt), haben aber auch DNA von ihren "Vätern", was zu seltsamen Anomalien führen kann. Diese verschwinden normalerweise in den folgenden Generationen wieder.

      Weiters gibt es jede Menge Mythen über Pilzkulturen, die auf toten Tieren gewachsen sind. Vielen Mislirni-Heldinnen wird eine solche Herkunft von einem mächtigen Tier (sehr oft ein Keiler) zugeschrieben. Wenn nicht gerade ein göttliches Wunder dabei im Spiel war, dann ist das aber gänzlich unmöglich.

      Gereinigte Mislirni
      In den meisten Kulturen der Mislirni gilt es als eine sehr schwere Strafe, einen Körper von dem auf ihm wachsenden Pilz zu befreien. Immerhin bedeutet es, dass die Mislir nach ihrem Tod keine Nachkommen mehr bekommen kann. Es gibt aber auch Mislir, die sich dieser Prozedur freiwillig unterziehen, aus den unterschiedlichsten Gründen. (im traditionelleren Verständnis könnte dies ein Akt der Buße sein, die sich Mislir unterziehen, wenn sie der Meinung sind, in ihrem Leben eine schwere Schuld auf sich geladen zu haben, und daher es nicht verdienen, in der Ahnenhalle zu liegen und von ihrem Pilz Nachkommen zu bekommen.)

      Im Zusammenhang mit menschlichen Kulturen als Invasoren gibt es aber auch Zwangsreinigungen. Es ist leicht vorzustellen, dass dies auf einen halben Genozid hinausläuft - und tatsächlich ist die geringe Mislirnibevölkerung in fast allen Teilen der Welt auf solche düstere Kapitel ihrer Geschichte zurückzuführen. Stattgefunden haben solche Zwangsreinigungen bereits ab der Steinzeit, aber im großen Stil wohl erst einige Epochen später.
      Der Prozess der Reinigung ist oft irreversibel - es besteht zwar die Möglichkeit, den Pilz wieder anzusiedeln, aber die Chance darauf, dass dieser dann fruchtbaren Samen generieren kann, ist gering, fast so gering wie bei Pilzkulturen auf Menschen/Orks.

      Unreine Mislirni
      Das Gegenstück zu den gereinigten Mislirni sind die Unreinen. Bei ihnen wächst der Pilz bereits zu Lebzeiten zu seiner vollen Form aus. Das geht sehr oft, aber nicht immer, mit faulenden Körperteilen einher, ist also recht ungesund. Unreine Mislirni leben nicht mehr besonders lange, wenn sie sich der Unreinheit nicht entledigen (etwa durch Abtrennen eines völlig pilzbefallenen Körperteils).

      Die Unreinheit wird von Mislirni zwar als Abscheulichkeit empfunden, als Akt, sich der Selektion durch die Tradition zu entziehen, aber gleichzeitig auch als erotisch - der Geruch des fruchtbaren Pilzes ist schließlich für die meisten Mislirni etwas sehr anziehendes, und an fruchtbaren Pilz kommen sie normalerweise nur heran, wenn sie in die Ahnenhäuser gehen, was nicht gerade etwas ist, das jeden Tag passiert, und meist von jeder Menge zeremoniellen Beiwerk begleitet ist.

      Unreine Mislirni entziehen sich der Selektion - normalerweise wird in den Ahnenhallen ja nur der Pilz von Mislirni zur Fortpflanzung ausgewählt, die sich in ihrem Leben besonders hervorgetan haben.

      Wenn es bekannt wird, dass eine Mislir sich auf Sex mit einer Unreinen eingelassen hat, so ist dies in den meisten Kulturen ein großer Skandal. Dennoch kommt dies gar nicht so selten vor... die Unreinen haben einen festen Platz am Rande der Gesellschaft, als Prostituierte/Samenspender. In manchen Fällen ist dies der einzige Weg, noch Kinder zu bekommen, wenn eine Mislir etwa von religiöser Autorität der Zugang zu den Ahnenhäusern verwehrt wurde. Zudem gilt unreiner Samen als besonders fruchtbar - wenn eine Mislir also mit herkömmlichen Pilz nicht schwanger werden kann, wird dies als letzter Ausweg in Erwägung gezogen.

      Kinder haben Mislirni sowohl in Beziehungen als auch alleinstehend. In manchen Gesellschaften müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden, um Pilzsamen zu bekommen; das kann auch eine über mehrere Jahre stabile Beziehung sein, häufig auch ein Verband von drei oder vier Mislirni, die zusammen wohnen und sich bereit erklären, das Kind gemeinsam aufzuziehen. (Das ist z.B. auch eine Option für asexuelle und/oder aromantische Mislirni.) Aber jede Kultur macht ihre eigenen Regeln - und den großen Kriegsheldinnen wird es kaum verwehrt werden, ihre eigenen Kinder zu bekommen, auch wenn andere Bedingungen nicht erfüllt wären.

      Interspezies-Sex
      Menschen und Orks fühlen sich in der Regel vom Geruch des Pilzes, der an jeder erwachsenen Mislirni wächst, abgestoßen. Umgekehrt ist menschlicher Schweiß nicht gerade etwas, das Mislirni besonders angenehm finden - auf der Ebene der Pheromone ist es also eher selten, dass Mislirni und Menschen/Orks sich verlieben. Aber natürlich kommt es trotzdem vor, da die Spezies sich ja schließlich in vielen Gegenden seit Jahrtausenden das Land teilen.

      Mislirni in solchen Beziehungen reduzieren ihren Pilzbewuchs meist auf ein Minimum. Eine völlige Reinigung kommt auch vor, ist aber eher selten, da es wie schon erwähnt in den meisten Kulturen als eine große Schande gilt.

      Leider ist es wohl wenig überraschend, dass es in den Menschenkulturen, die Zwangsreinigungen an Mislirni vornahmen, auch eine gängige Praxis war, Mislirni als Sklavinnen in den Haushalt zu übernehmen. Wie schon erwähnt, kann es hier aber keine Fortpflanzung geben.

      Menschliche Sklaven in Mislirni-Kulturen sind sehr selten, zudem widerstrebt es der Logik der Mislirni, an diesen sexuelles Interesse zu haben, geschweige denn, ihnen die Ehre zukommen zu lassen, nach dem Tod ihren Pilzsamen zu kosten. Aber irgendwo in einer seltsamen Ecke der Weltgeschichte ist das bestimmt auch mal passiert. Anzumerken ist, dass auf diese Weise auch eine cisgender Menschenfrau zum "Vater" einer Mislir werden kann, da der Pilz hier keine Unterschiede macht.

      Zwischen Mislirni und Orks ist die Situation etwas anders. Rein geographisch gibt es viel weniger Berührungspunkte, allerdings gibt es biologische Unterschiede. Ein orkischer Atach kann nämlich tatsächlich von Mislirni-Pilzsamen Nachkommen bekommen. Auf diese Weise können Halbork-Halbmislirni entstehen... und da hier auf beiden Seiten ein bisschen Magie im Spiel ist, kann ich im Moment nicht voraussagen, was dabei herauskommt. Anything can happen?

      Dass orkische Krieger bei einer Mislirni-Kultur ein so hohes Ansehen genießen, dass sie in deren Ahnenhallen landen (und/oder dem auch selbst zustimmen), ist möglicherweise gar nicht sooo selten. Abgesehen davon, dass es nur wenige geographische Berührungspunkte gibt. Aber wenn Orks alleine auf Reisen in den Norden gehen, kann es ja vorkommen. Orkische Helden bei einer Mislirni-Kultur - why not. In dieser Richtung gibt es aber keine interagierende Magie - tote Orks sind nicht magisch. Normalerweise. ;)

      Zur Anatomie von Mislirni wollte ich noch eine kleine Anmerkung machen: Etwa 98% der Mislirni sind ausgestattet mit Uterus und Vagina. Mit Penis geboren zu werden, kommt aber vor, und ist eine von vielen Anomalien, die zu Unfruchtbarkeit führt. (Wie schon erwähnt sind etwa 70-80% der Mislirni selbst fruchtbar.) Im Falle von Pilzsaft der von Menschen oder Orks stammt, ist die Rate der Anomalien im Bereich der Genitalien deutlich höher. Deswegen sind diese Kinder sehr viel wahrscheinlicher unfruchtbar. Durch diesen Effekt halten sich menschliche/orkische Gene nicht unbegrenzt in einer Mislirni-Kultur.

      Eine weitere Anomalie: Pilzreine Mislirni.
      Im Gegensatz zu den gereinigten Mislirni ist der Pilz hier nicht unter Zwang oder durch bewusste Aktion entfernt worden, sondern es gab schlicht eine Unverträglichkeit mit der Haut... wodurch der Pilz abgestoßen wurde. Auch diese Anomalie ist häufiger bei Kindern mit interspezies Genetik. Die generelle Häufigkeit würde ich mal in den Bereich von 1% legen.

      Je nach Kultur werden Pilzreine entweder mit der gleichen Schande bedacht wie gereinigte Mislirni (es wird angenommen, dass ihre Mutter eine Schuld vor den Göttinnen auf sich geladen hat, o. ä. ), oder sogar als Auserwählte betrachtet - die Frage ist halt, wofür auserwählt, und das muss auch nicht unbedingt etwas Gutes sein. In der Moderne wäre "Botschafterin bei Menschen" aber z.B. eine ganz passable Nische für sie.

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      So, das sollte jetzt ursprünglich in den Slowbastelthread, den ich zu den Loschab-Völkern angefangen habe - aber ich glaube, es verdient einen eigenen. :)
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Das ist jetzt so ausführlich, dass das Fragenfinden ein bisschen schwer fällt...


      Jundurg schrieb:

      Erwünschte Sexualität ist also die zwischen Mislirni-Parnterinnen, meistens ohne, manchmal mit Pilzsaft, der von einer Ahnherrin stammt. Wie genau das aussieht, unterscheidet sich natürlich je nach Kultur und Epoche. Monogame Zweierbeziehungen sind insgesamt wahrscheinlich der relativ häufigste Fall, aber es gibt auch alle möglichen anderen Formen. Da es nur ein Geschlecht gibt, gibt es hier natürlich auch keine sexuellen Orientierungen in unserem Sinne.
      Welche Mislirni-Kulturen gibt es da eigentlich, die monogame Zweierbeziehungen nicht bevorzugen? Wie sieht's mit erlaubten Beziehungsformen in Mislirni-Kulturen aus? Gibt's Kulturen, die auf monogamen Zweierbeziehungen bestehen?

      Jundurg schrieb:

      Im Zusammenhang mit menschlichen Kulturen als Invasoren gibt es aber auch Zwangsreinigungen. Es ist leicht vorzustellen, dass dies auf einen halben Genozid hinausläuft - und tatsächlich ist die geringe Mislirnibevölkerung in fast allen Teilen der Welt auf solche düstere Kapitel ihrer Geschichte zurückzuführen.
      Wie viele Geschichten gibt's dann eigentlich in der Moderne unter Mislirni von heroischen Vorfahrinnen, die unter Heldenmut eine Ahnenhalle/Pilzkultur retteten?
    • Crimson Square schrieb:

      Welche Mislirni-Kulturen gibt es da eigentlich, die monogame Zweierbeziehungen nicht bevorzugen?
      Hmmm... dafür müsste ich mal Mislirni-Kulturen überhaupt gebastelt haben. :-[

      Die einzige Kultur, die ich bis jetzt mit Namen kenne, sind die Silimsamni (i.e. Bewohner von Silimsam) - aber die haben auch irgendwie 5000+ Jahre Geschichte, insofern kann da eigentlich alles mögliche sein.

      Ich wollte aber ausdrücken, dass Zweierbeziehungen bei Mislirni zwar am häufigsten sind (häufiger als andere Arten von Beziehungsstrukturen) aber nicht wirklich eine feste Norm. Es sei denn, in der Ausnahme-Kultur, die eine Ausnahme dazu macht. Ich geh immer davon aus, dass es irgendwo in der Geschichte mindestens eine solche gibt.^^

      Es könnte auch sein, dass es fixe Zweierbeziehungsmodelle auch innerhalb einer Kultur nur für bestimmte Personen gibt. Z.B. denke ich gerade an eine mögliche Kultur, bei denen Jägerinnen aus irgendeinem Grund immer zu zweit auf die Jagd ziehen, (und sich dabei viele Kilometer von ihrem Dorf entfernen), und es daher einen Standard gibt, Zweier-Teams-Ehen zu bilden. O.ä.

      Crimson Square schrieb:

      Wie viele Geschichten gibt's dann eigentlich in der Moderne unter Mislirni von heroischen Vorfahrinnen, die unter Heldenmut eine Ahnenhalle/Pilzkultur retteten?
      Hm. Die Frage ist gut, denn sie trifft im Prinzip ein gröberes Bastelproblem, nämlich den Umstand, dass ich den Mislirni ja eine seeehr dystopische Geschichte verpasst hab, aber selber nicht so nihilistisch-dystopisch drauf sein will beim Basteln.

      Von daher möchte ich, jetzt auf die ganze Welt Ngiana bezogen, es vllt zum Bastelprinzip erheben, dass es zwar sehr sehr düster werden kann, ich aber den Fokus dann wieder auf die kleinen Hoffnungsschimmer lege...

      Von daher: Ja, solche Geschichten sollte ich definitiv mal basteln. Vielleicht finden Archäolog*innen ja versteinerte Inschriften mit alten Mislirni-Texten - denn an sich hat sich deren Geschichtsschreibung nicht so gut in die Neuzeit erhalten, glaub ich. Für die neuzeitlichen Mislirni, die gegen jahrhundertelang aufgebaute böse Vorurteile ankämpfen, ist es sicher sehr brauchbar, verlorene Heldinnen als Identifikationsfiguren wiederzuentdecken.
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    • Jundurg schrieb:

      Hm. Die Frage ist gut, denn sie trifft im Prinzip ein gröberes Bastelproblem, nämlich den Umstand, dass ich den Mislirni ja eine seeehr dystopische Geschichte verpasst hab, aber selber nicht so nihilistisch-dystopisch drauf sein will beim Basteln.
      Du hast doch bei der GFF 2017 Veranstaltung etwas über jüdische Fantasiewelten erfahren, vielleicht kann dir das hier beim Basteln helfen.
    • Tö. schrieb:

      Du hast doch bei der GFF 2017 Veranstaltung etwas über jüdische Fantasiewelten erfahren, vielleicht kann dir das hier beim Basteln helfen.
      Hmmm... keine Ahnung, was du da meinst. Da ging es ja eher darum, dass Geschichten um auserwählte Helden seltener sind, bzw. dass die Helden aufgrund ihres Könnens Helden sind, anstatt aufgrund einer Vorsehung. :weissnicht: Angesichts der relativ weit verbreiteten angeborenen oder ohne Zutun erworbenen magischen Fähigkeiten von Einzelpersonen bei gleichzeitig geringer Magieverbreitung auf Ngiana wird es aber wohl oft Narrative um "geborene" Helden geben... grad auch in der menschlichen Mythologie, aber vermutlich auch woanders.

      Die Situation der Mislirni in der Neuzeit ist unter Umständen vergleichbar mit der von Native Americans - ne fast unsichtbare Minderheit in ihrem ursprünglichen Siedlungsgebiet - aber ehrlich gesagt will ich diese Verbindung nicht betonen. Ich bin weder Amerikaner*in, noch Native American, ich kann diese Perspektive unmöglich angemessen rüberbringen.

      Einen klaren Unterschied gibt es zumindest, nämlich dass sich ein Mislirni-Staat bis in die Neuzeit gehalten hat, als eine Art Mischung von Schweiz (während den Weltkriegen) und Tibet (von der Geographie her). Die sind wohl auch imstande, für ihre Artgenossinnen auf dem restlichen Kontinent Fürsprecherinnen zu sein. :)

      Mein Plan, es nicht zu dystopisch zu machen, bezieht sich eher darauf, dass ich jetzt keine Gewaltorgien schreiben möchte, sondern eher gern den Fokus auf andere Dinge legen würde.
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