[Die gefaltete Welt] Bildgebungen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Die Skizze sieht cool aus! :o ...wenn ich jetzt nur wüsste, was sie bedeutet...

      Haha! Hab im Diskussionsforum einen Kurztext mit dem gleichen Titel entdeckt! ;D

      Da in diesem Text Gänge und Flure erwähnt werden, durch die Leute hindurchgehen... heißt das, egal wie Leute gehen, sie landen letzten Endes immer unten? Egal, wie sie zu gehen versuchen?

      Was hat es mit den einzelnen Knotenpunkten auf sich? Sind das Orte, an denen jemand beim Durchgehen relativ wahrscheinlich landet?

      Was ist das Untere?
    • Crimson Square schrieb:


      Da in diesem Text Gänge und Flure erwähnt werden, durch die Leute hindurchgehen... heißt das, egal wie Leute gehen, sie landen letzten Endes immer unten? Egal, wie sie zu gehen versuchen?

      Was hat es mit den einzelnen Knotenpunkten auf sich? Sind das Orte, an denen jemand beim Durchgehen relativ wahrscheinlich landet?

      Was ist das Untere?
      Ob man letzten Endes immer unten ankommen, ist eine gute Frage. In der eigentlichen Konzeption ist das Untere mit dem Inneren gleichgesetzt - je tiefer ich gehe, desto weiter gehe ich nach innen. Die Wege in das Untere beschreiben daher eine introspektive Bewegung. Ich arbeite viel mit luziden Träumen, in welchen ich Kellergeschosse aufsuche und diese erkunde - der Keller im Traum spiegelt für mich die unbewussten Anteile des Selbst, alles was sich im Traum manifestiert entsteht aus meinem Inneren.

      Die Knotenpunkte sind schon wichtig, aber nicht im lokalen Sinne, sondern eher im konzeptionellen Sinne. Die Wege sind vielfältig und überlappen sich, sodass ein gewaltiges, irrwegiges Konstrukt entsteht. Es sind sehr viele Wege möglich, aber die Endpunkte sind oft dieselben... d.h. ob die eine oder die andere Entscheidung, möglicherweise macht es keinen Unterschied.

      Das Untere... ja, das habe ich ja oben schon versucht, zu erfassen. Das Untere ist in jedem Fall Teil der gefalteten Welt. Es entsteht durch Faltung, also durch Wechselwirkungsprozesse zwischen Innen und Außen. Ob das bedeutet, dass alles nur Traum oder Wahrhaftigkeit ist, bleibt wohl jedem selbst überlassen. Da wäre man dann bei der Frage "Was ist Realität und wie entsteht diese?" angekommen. Die Konzeption der gefalteten Welt basiert auf der Annahme, dass Realität eben durch Faltung entsteht: Was real ist, hängt davon ab, was der Wahrnehmende in den Wahrnehmungsraum hineinprojiziert usw. ...
      s c h w a r z k ä f e r


      Auch bleibt dieser Schacht
      nicht immer gleich
      tief
    • Da ich mich ans Zeichnen (noch) nicht herantraue, habe ich es mit einer experimentellen Bildbearbeitung probiert. Mir geht es primär darum, die Atmosphäre der jeweiligen Szenarien einzufangen und weniger um eine detailgetreue oder realistische Darstellung. Angesichts des Traumcharakters ist das sowieso nicht möglich, denke ich...


      Pollons Ufer



      Wege des Unteren
      s c h w a r z k ä f e r


      Auch bleibt dieser Schacht
      nicht immer gleich
      tief
    • Bei dem Bild der "Wege ins Untere" muss ich an die Portalpfade in meiner eigenen Welt denken, die ich mir auch ein bisschen wie eine Mischung aus Spinnennetz und Wurzelgeflecht vorstelle. Neben den Ähnlichkeiten finde ich aber auch interessant, dass bei dir nach unten hin alles auf einen Punkt zusammenzulaufen scheint.
      Für mich spiegelt das irgendwie das beklemmende Gefühl wider, das ich in meiner eigenen "Unterwelt" weniger habe.

      Zu den neueren Bildern fällt mir ein, dass mich das erste "Wege des Unteren" sofort an deinen Satz "Die Wände haben Augen und Zähne" in der Anfrage an Susann erinnert hat. Dass spitze Gebilde wie links an Zähne erinnern, damit habe ich gewissermaßen gerechnet, aber zusammen mit diesem Satz wirkt die sonst vielleicht eher unscheinbare Mitte des Bildes für mich wie ein Gesicht, das einen anschaut.
      "Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."
      - Douglas Adams, "Das Restaurant am Ende des Universums"
    • PolliMatrix schrieb:

      Dass spitze Gebilde wie links an Zähne erinnern, damit habe ich gewissermaßen gerechnet, aber zusammen mit diesem Satz wirkt die sonst vielleicht eher unscheinbare Mitte des Bildes für mich wie ein Gesicht, das einen anschaut.
      Hey, danke für diese Rückmeldung. Das finde ich sehr spannend... Ich habe die Bilder total intuitiv und nach Gefühl erstellt, ohne vorher gewusst zu haben, was am Ende herauskommen soll. Dass sie nun eine so wunderbar passende Projektionsfläche bieten, freut mich, denn es entspricht ja genau dem Kern dieser "Welt". Cool. ;D
      s c h w a r z k ä f e r


      Auch bleibt dieser Schacht
      nicht immer gleich
      tief