FA: Totenreich im Mond

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    • FA: Totenreich im Mond

      Ich habe ja bei den Elben des Elbenpfades die Idee, dass der Mond zugleich das Totenreich ist. Die Idee habe ich aus Bernhard Hennens Roman Die Elfen, aber ich meine das schon vorher mal woanders gesehen zu haben, aber ich weiß nicht mehr wo. Gibt es eine irdische Kultur, oder eine ältere Romanvorlage, wo das Totenreich im Mond ist, weiß da jemand von Euch drum Bescheid? Was ich schon gefunden habe, ist dass der ägyptische Gott Osiris als Totengott galt, aber auch mit dem Mond assoziiert wurde, aber so viel ich über ägyptische Mythologie weiß (was nicht so viel ist), war der Mond bei den Ägyptern nicht das Totenreich.
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    • /Edit: Sorry, Totenreich im Mond kenn ich grad nicht. Irgendwie war ich wohl nicht so aufmerksam beim Lesen. >.<#

      Hekate fällt mir da spontan ein, da mal wiki:

      de.wikipedia.org/wiki/Hekate
      Der letzte Tag des Monats, der im athenischen Kalender auf den Neumond fiel, war den Toten heilig. An diesem Tag wurden Hekate, als Wächterin der Unterwelt, Speiseopfer an Wegkreuzungen dargebracht. Diese Speisen waren tabu. Sie zu berühren oder von ihnen zu essen, galt als besonders verwerflich. Trotzdem scheint es üblich gewesen zu sein, dass arme Menschen und Obdachlose von ihnen gegessen haben. Belegt ist auch, dass Hekate zu Vollmond des Monats Munychion (April/ Mai) verehrt wurde.[1]
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eru ()

    • Ich kenn mich ganz gut in Mythologie aus, aber spontan weiß ich kein Totenreich, dass auf dem Mond liegt. Ich kann aber man noch ein bisschen in Büchern blättern.

      Was mir spontan zu Mond einfällt: in den meisten Kulturen wird der Mond mit Weiblichkeit assoziiert, weil die Dauer der Mondphasen mit der Dauer des weiblichen Zyklus übereinstimmt (mich wundert schon immer, warum es im Deutschen DER Mond ist und DIE Sonne und sonst meistens anders herum). Das Weibliche des Mondes schließt das Totenreich allerdings nicht aus, es gibt ja auch weibliche Verkörperungen des Todes.

      Was Ägypten angeht, da wäre Isis vielleicht eine weitere Spur. Sie ist die Gattin des Osiris (hat ihn auch erst wiederbelebt, dass er seinen Platz einnehmen konnte) und Göttin der Geburt, Wiedergeburt und Magie - aber auch Mond- und Todesgöttin. Aber, wie du schon sagest, das Totenreich war eher nicht auf dem Mond.

      Ich denk noch mal ein bisschen nach...
      Mir hatten doch nüscht! Damals, kurz nach dem Krieg!
    • Hm, der Mond als Totenreich macht ja eigentlich nur dann Sinn, wenn der Mond als Mond im Naturwissenschaftlichen Sinn als Planet bzw eben als Mond erkannt und definiert wird. :kopfkratz:

      Ob das überhaupt irgendwann geschah weiß ich nicht, mir fallen gerade nur mythische Erklärungen ein. Also Leuchtende Scheiben, mythische Wesen, Götter etc. So lange der Mond als Gott, Glühbirne oder etwas das einmal im Monat gefressen wird, gesehen wird, weiß ich nicht ob darauf ein Totenreich irgendwie Sinn macht.
      Wenn man technisch so weit ist das man der Mond genauer beobachten kann und die Himmelkörper als tatsächliche Objekt im Raum erkennt die umeinander kreisen, weiß ich nicht ob man dann noch auf so ... eher einfache mythische Erklärungen zurückgreifen würde oder diese nachträglich entsprechend anpasst?

      (Außer es ist in der Welt natürlich tatsächlich der Fall ^^)
      Falken haben doofe Ohren
    • Das ist alles bedenkenswert was Du sagst, Alcarinque. Die meisten Kulturen hatten entweder keine Vorstellung des Mondes als einem Ort, auf dem man leben könnte, oder, wenn sie so eine hatten, waren von der Vorstellung eines in der Sinneswelt verortbaren Totenreiches abgekommen. Insofern dürfte es nicht viele Kulturen geben, die das Totenreich auf dem Mond haben.

      In meiner Mythologie war der Mond ursprünglich als Weiße Silberebene (den Namen habe ich wiederum aus dem Pliozän-Zyklus von Julian May, wo er wie alles andere der irischen Mythologie entstammt) Teil der Erde und Wohnsitz der Unsterblichen, bevor er durch einen Angriff des Widersachers in den Himmel geschleudert wurde. Dort wird er auch weiterhin von den Unsterblichen bewohnt. Das alles geschah lange bevor es Menschen gab. Die Menschen wiederum wurden erschaffen, damit sie die Welt behüten und bereichern. Zur Belohnung werden die Seelen derjenigen Menschen, die ihre Bestimmung erfüllt haben, in das Reich der Unsterblichen eingeladen (diejenigen, die die Bestimmung noch nicht erfüllt haben, reinkarnieren). Damit die Seele auch den Weg zum Mond findet, finden die Feuerbestattungen (die Elben verbrennen ihre Toten, damit die Seele vom Leib freikommt und kein böser magischer Unfug mehr mit dem Leichnam angestellt werden kann oder sich Dämonen darin einnisten können) stets zu einer Tageszeit statt, zu der der Mond über dem Horizont steht (wenn's sein muss, nachts).

      Macht das Sinn, oder ist das aus Eurer Sicht Plumpaquatsch?
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von WeepingElf () aus folgendem Grund: Ein "wahrscheinlich" gestrichen (durch Recherche bestätigt)

    • Das macht total Sinn. Allerdings wundere ich mich über die Betonung von "wenn's sein muss, nachts". Dass der Mond nachts zu sehen ist, ist doch eher die Regel als sie Ausnahme. ;) (Ja ich weiß, man kann ihn auch hin und wieder tagsüber sehen)
      Und ich nehme an, dass auch das Wetter eine gewisse Rolle spielt. Bei bedecktem Himmel findet die verbrannte Seele doch gar nicht den Weg hinauf zum Mond...
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