(Ardana) Sprachentwicklung

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    • (Ardana) Sprachentwicklung

      (Ich habe noch keinen Namen für die Sprache. Sobald es mehr in das Detail geht, werde ich den Titel editieren)

      Eine Sprache... Mensch, Mensch, Mensch ist das ein Unterfangen...
      Ich weiß ja nicht wie es Euch damit geht, aber ich finde es unheimlich schwer. Dennoch habe ich mich daran herangewagt und es fesselt mich seit Wochen ungemein.
      Es sei gesagt, dass ich, da ich mich noch nie mit Sprachwissenschaften beschäftigt habe, komplettes Neuland betrete, welches sicherlich vollends mit Minen gespickt ist. Dennoch habe ich mich schon immer für Sprachen irgendwie interessiert und habe über all die Jahre, seit Ardana existiert, immer mal wieder neue Wörter erschaffen. Leider ergaben sie wenig Sinn (obwohl ich stets versuchte, einen einzubauen. Für manche Wörter existierten sogar Kasus und Numeri - allerdings fehlte eine komplette Sprachbasis und war daher nutzlos), waren somit nur das Ergebnis eines Haben-Wollens.

      Dies hier ist bisher nur ein Arbeitstitel, an welchem ich stets Überarbeitungen vornehmen werden muss. Doch ich sitze hier damit allein und könnte sicherlich die ein oder andere Kritik gebrauchen...


      Laute

      Konsonanten
      BilabialLabiodentalAlveolarNach-AlveolarPalatalVelarGlottal
      Plosivb, pt, dk(c), gʔ(')
      Nasalmnɲ(ny)ŋ(ng)
      Vibrantr
      Frikativf, vs(ss), z(s)ʃ(sh)x(ch)h*2
      Approximantj(y)[w*1]
      Lateral-Approximantl

      Hinweise
      Die Konsonanten m, n, r, v treten auch verdoppelt auf; sie signalisieren in dem Fall die Länge.
      Einträge in Klammern zeigen die genutzte Transkribierung, abweichend vom IPA-Laut.
      *1 w wird nur in Verbindung zu k genutzt; aspiriert gesprochen bildet es zusammen einen eigenen Buchstaben (Cw).
      *2 h wird in nachfolgender Verbindungen zu einigen Konsonanten (wie beispielsweise t (Th), r(Rh), p(Ph)) aspiriert gesprochen und bildet zusammen einen eigenen Buchstaben.

      Vokale
      vornzentralhinten
      geschlossenɪ (i), iː (í), ⁠ʏ⁠ (û)
      u, uː (ú)
      mittelɛ (e), eː (é), æo, oː (ó)
      offenɑ (a), aː

      Hinweise
      Langgesprochene Vokale werden auch mit einer Dopplung transkribiert, ausgenommen æ.

      VERALTETE_LAUTETABELLE
      Phonologie - oder auch, die 1. Phase
      Die Konsonanten habe ich noch nicht abschließend festgelegt. Allerdings habe ich schon so ungefähr eine Sammlung zusammengesetzt, aus denen sich später die Wörter bilden werden. Derzeit sind es 20. Ist es vielleicht zu wenig?

      Umschrift (IPA-Definition) = Aussprachebeispiel
      m (m) = Matte
      n (n) = nass
      nj (ɲ) = Anja
      ng (ŋ) = Ding
      b (b) = Ball
      t (t) = kalt
      th (tʰ) = Thor (quasi anhauchen nach dem t)
      d (d) = dann
      k (k) = kalt (ohne hauchen)
      g (g) = Gott
      qu (kv) = Quelle
      f (f) = Haft
      v (v) = Welt
      s (s) = Straße
      sh (ʃ) = Schande
      h (h) = Halle
      r (r,ʁ,ʀ) = Ratte (Hinweis: Natürlich gibt es in dem Aussprechen Unterschiede, im Deutschen machen sie nur keinen bei der Bedeutung. Versucht zu üben habe ich es, aber es gelang mir nicht es konsistent mit ein paar Übungswörtern hinzubekommen. Was bringt es daher Unterschiede einzubauen, wenn man sie selbst nicht sprechen kann?)
      l (l) = Latte
      j (j) = jäh
      ' (ʔ) = 'Acht, be'achten (Natürlich benutzen wir kein Apostroph in diesen Wörtern, es dient nur zur Veranschaulichung, welcher Laut gemeint ist)

      Die Sprache selbst hat 10 Vokale (a, e, i, o, u sowie deren lange Versionen). Als Diphtonge verwende ich wahrscheinlich ai (aɪ̯), au (aʊ̯), ui (ʊɪ̯). Frage ist nur, kann ich auch einen Diphtong ei benutzen, der weit genug entfernt von ai klingt?
      "Sel'ana... Wir werden bestehen." - Arinai Shuir del'Julinya

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Akira () aus folgendem Grund: Abschließend.

    • Sprachen basteln ist wirklich schwer. Ich habe es selbst schon oft versucht und bin noch öfter daran gescheitert. Auf YouTube und auch hier im Forum gibt es aber viel, das dir dabei weiterhelfen kann.

      Ob du zu viele, zu wenige oder genug Konsonanten hast, kannst eigentlich nur du sagen. 20 sollten aber meiner Meinung nach reichen. Deutsch selbst hat ja - glaub ich - sogar weniger (da einige Konsonanten durch mehrere Buchstaben gezeigt werden).

      Nun zu den Details:

      Akira schrieb:

      nj (ɲ) = Anja
      Das "ɲ" und "nj" aus "Anja" sind aber verschieden, oder? Das eine ein eigener Laut, das andere eine Kombination aus den Lauten "n" und "j".

      Akira schrieb:

      qu (kv) = Quelle
      Das ist eigentlich auch nichts anderes als zwei laute kombiniert. Als Buchstabe ergibt das Sinn, aber ich seh jetzt nicht einen eigenen Laut darin.

      Akira schrieb:

      Frage ist nur, kann ich auch einen Diphtong ei benutzen, der weit genug entfernt von ai klingt?
      Sprichst du das "ei" so wie in "Reise" aus, oder hört man das "e" raus? In ersterem Fall erkenne ich keinen Unterschied zwischen "ai" und "ei", in letzterem schon.
    • Ja, ist auch schwer :-/ Aber ich lass etwas hier, um zu zeigen, dass es nicht tot ist.^^
      Ich brauchte einige Pausen und ich befürchte obere Liste ist auch nicht mehr so akkurat. Z.b. ch fehlt und das ß. Aber ist ja noch nicht final. :)
      Einige Kasus habe ich bereits angegangen, bin bisher zufrieden. Wortstämme sind fortgeschritten. Jetzt fehlt primär noch halt Verben und Adjektive.

      Kasus
      Die einzige besondere Eigenschaft ist, dass bei Wörtern mit Kosonantänderung eine gewisse Vokalharmonie verfolgt wird. Mit nimmt den letzten Vokal und nimmt das harmonisierende Gegenstück vor dem Suffix.

      Archéva = Priesterin (Es gibt kein männliches Äquivalent, da die ardanische Welt matriachisch geprägt ist.)
      Thir = Spitze

      Dativ
      - archévanor (S)
      - archévanora (P)
      - thirenor
      - thirenora
      Genitiv
      - archévate(S)
      - archévanet(P)
      - thirete
      - thirenet

      Ablativ (Wegbewegung) [-né/-nil]
      - archévané (S)
      - archévanil (P)
      - thirené
      - thirenil
      Allativ (Hinbewegung) [-lur/-luri]
      - archévalur (S)
      - archévaluri (P)
      - thirelur
      - thireluri

      Possessiv (Besitz) [-ssir/-ssæri]
      - archévassir (S)
      - archévassæri (P)
      - thiressir
      - thiressæri
      Instrumental (Mittel) [-nle/-nnlja]
      - archévanle (S)
      - archévannlja (P)
      - thirenle
      - thirennlja
      Lokativ (Ort) [-nna/-nassa]
      - archévanna (S)
      - archévanassa (P)
      - thirenna
      - thirenassa
      Äquativ (Vergleich) [thu'-]
      - thu'archéva (S)
      - (kein Plural)
      - thu'thir

      (Nicht final)

      Und noch Reste vom Brainstorming, b.z.w. was ich versuche aus meinen bisherigen Wortkreationen zu extrahieren.
      B'era shal-anthelúviën. (Ich hab' keine Ahnung was es bedeutet, aber es fiel mir einfach ein. Suffixe und Wortstämme lassen sich sicher extrahieren. zB an- u. -viën?)

      -eron/-aeron (Findet sich oft in Bezeichnungen für Staaten. Daher dachte ich, es wäre vielleicht 'n super Wort für Domäne/Herrschaftsbereich? Wäre Ero somit Herrscher? Damit könnte man zb Archéværo = Priesteroberhaupt sagen?)

      Diar (Insel? Dachte daher Diademinsel inweltlich in Curvédiar zu benennen. Cur = Kopf / vel = Band/Bindung / diar = insel)

      héva (von Archéva abgeleitet, berufen?)
      Arh (Gott)
      "Sel'ana... Wir werden bestehen." - Arinai Shuir del'Julinya
    • Chrontheon schrieb:

      Kannst du auch Beispielsätze geben, in denen die oben erwähnte Grammatik eingebaut und erklärt wird (um zu sehen, wie welcher Fall verwendet wird)?
      Es ist im Moment noch ein grober Rahmen :-/ Denke nicht, dass ich dieses Jahr (oder überhaupt im Leben) damit komplett fertig werde, obwohl ich bestrebe in den nächsten Monaten zumindest etwas vorweisen zu können, womit man einfache Konversationen halten kann.

      > In den Kasus zum Beispiel fehlen noch Dual u. Trial. Diese haben hauptsächlich kulturelle Gründe. (Im Handel z.B. sind die fahrenden Händler meist zu Dritt unterwegs. Während der Okkupationsjahre war es anschließend noch für Patroullien im Gebrauch. Das Dual ist eine spätere Entwicklung aus der julaynischen Kultur, welche oftmals duale Administrationsstrukturen aufweist - wahrscheinlich mal 'n Thema für einen anderen Thread, ist ziemlich kompliziert das Gefüge)
      > Wortreihenfolge: SVO.
      > Der Äquativ ist ein Relikt aus der Wirtschaftskommunikation, beim Warenvergleich. Der Kontinent Candaeriath weist eine Vielzahl an Kulturen und auch Unterschiede in Flora u. Fauna auf, die Vergleiche vonnöten machten. Auch die Archäologie war mitverantwortlich für die Verbreitung des Äquativs. Daher hat er auch keinen Plural, man benutzt ihn nur um physische/magische Sachen zu vergleichen.
      > Die benutzte Phonetik ist noch nicht komplett ausgebaut. Was bisher kaum behandelt war sind Lautverschiebungen ohne die eigentliche Bedeutung zu verändern. Beispielsweise beim Wort Archéva. Das é wird normalerweise hauptsächlich langgesprochen, es ist aber wahrscheinlich notwendig es manchmal kurzgesprochen zu lassen - auf Grund vom Fluss des Sprechens. (Ich überlege auch á,é,í,ó,ú durch einfache Dopplung bei der Transkribierung zu ersetzen - bei der Schrift wird jedoch noch unterschieden)
      > Das Wörterbuch ist noch sehr klein, Problem ist halt... aus ästhetischen Gründen versuche ich einen bestimmten Stil zu erreichen, aber möchte unbedingt zu starke Ähnlichkeiten mit bestehenden Konstruktsprachen vermeiden. Es ist sauschwer... meist bilde ich große Wortgefüge, welche mir genehm klingen und dazu passen und extrahiere die einzelnen Stammwörter. (Was ungefähr auch 'n wenig inweltlich passt, die Sprache ist aus 2 anderen Sprachen entstanden)


      Artikel
      Es ist für mich eines der größten Probleme. An und für sich war d'- als Definitivartikel (der/die/das) vorgesehen, aber er harmoniert teilweise absolut nicht mit einigen Wörtern, während es woanders super passt (d'Thir z.B. [die Spitze/Gipfel/Krone] ist etwas hakelig). Möglicherweise wird er durch thu'- ersetzt, wodurch der Äquativ nochmal überarbeitet werden müsste. Einen unbestimmten Artikel gibt es nicht, da überflüssig.
      (Bearbeitungen werden im jeweiligen Beitrag angepasst)

      Personalpronomen
      Pronomina werden als Suffix an das Verb angehängt. Es gibt jedoch Formen, welche als Präfix agieren und besondere Betonung benötigen (Aufrufe beispielsweise).

      Informelle Pronomina*SingularPluralDualTrial
      1-in (ich)-ley (wir)-ini (wir beide)-inis (wir drei)
      2-ſu (du)-ha (ihr)-ſui (die beiden)-ſuisi (die drei)
      3-tha (sie)-veh (sie)-thai (sie beide)-thaisi (sie drei)



      * Bin da noch nicht zufrieden mit. Hier fehlen ebenfalls noch einige Kasus u. Trialformen.

      -

      Das ist der bisherige Stand. Beim nächsten Mal werd ich Adjektive/Verben heranbringen. Vielleicht eine Worttabelle auch noch?
      "Sel'ana... Wir werden bestehen." - Arinai Shuir del'Julinya
    • Sehr schön zu sehen, dass es hier trotz aller Schwierigkeiten weiter geht! Ich müsste mich auch mal wieder an meine Sprachen setzen... :pfeif:

      Ein paar Kommentare/Fragen:
      Wird der Apostroph im bestimmten Artikel nur als Trenner genutzt oder entspricht er dem Glottisschlag?
      Und könntest du nicht einfach eine andere Form für den Artikel finden, der sich bei schwierigen Lautkombinationen einfach automatisch gebildet hat? Wie im Englischen a und an.
      Und andernfalls, wenn du thu' verwendest, warum den Äquativ verändern? Unnötig verwirrend und kompliziert zu sein macht eine Sprache doch erst authentisch! ;D
      Was die Pronomen angeht erstmal: Wie spricht man ſ aus? Zweitens: Sagtest du nicht, der Dual hätte sich aus dem Trial gebildet? Es sieht gerade irgendwie andersrum aus... (Streich das, was weiß ich schon über Wortbildungen und Ableitungen in deiner Sprache... Weiter so!)

      (Zitieren funktioniert am Handy nicht...)
      "Beim nächsten Mal werd ich Adjektive/Verben heranbringen. Vielleicht eine Worttabelle auch noch?"

      Ich bitte darum! :thumbup:
    • Neu

      wozu benötigst du den Artikel? Als Laie stelle ich mir die Frage, wozu die benötigt werden. In den mit bekanntrn Sprachen dienen sie der Flexion der Substantive - diese Funktion ist aber bei Flexionen durch Suffixe nicht nötig. Wenn dir das schwerfällt, dann lass sie doch weg.

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      Wo ein Waldgott steht wächst grünes Gras,
      wo ein Waldgott ruht, sprießen Wälder,
      wo ein Waldgott weint, entstehen Sümpfe,
      wo ein Waldgott blutet, ist das Land geheiligt
      und wo ein Waldgott stirbt, wird leben sein.​
    • Neu

      In der englischen Sprache ist der Artikel nur ein Überrest, der sich aus Kasusanzeigenden Artikeln entwickelt hat. Wenn man sich da z.B. Latein anschaut, die kommen auch ganz ohne Artikel aus.

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      Wo ein Waldgott steht wächst grünes Gras,
      wo ein Waldgott ruht, sprießen Wälder,
      wo ein Waldgott weint, entstehen Sümpfe,
      wo ein Waldgott blutet, ist das Land geheiligt
      und wo ein Waldgott stirbt, wird leben sein.​
    • Neu

      Vyserhad schrieb:

      In der englischen Sprache ist der Artikel nur ein Überrest, der sich aus Kasusanzeigenden Artikeln entwickelt hat. Wenn man sich da z.B. Latein anschaut, die kommen auch ganz ohne Artikel aus.

      Der Artikel dient nicht nur als Kasusmarkierung, sondern auch darum ob ein Nomen bestimmt oder unbestimmt ist; damit lassen sich vom Kasus unabhängige Nuancen ausdrücken, weshalb das Englische diese Artikel wohl auch behalten hat.

      Denke nur mal an Sätze wie "Lukas ist ein Freund von Max und Anne, aber der Freund von Julia." oder "Ein Mann steht auf einer Brücke. Der Mann hat einen komischen Hut auf." vs. "Ein Mann steht auf einer Brücke. Ein Mann hat einen komischen Huft auf."

      Natürlich kann man auch andere Konzepte für Bestimmtheit/Unbestimmtheit verwenden als Artikel (bspw. über die Satzstellung) oder Pronomen verwenden (die in späteren Sprachstufen sich aber auch gerne mal zu einem Artikel entwickeln).

      Wenn die Kasusflexion ausreichend erkennbar ist, könnte man undeklinierte Artikel verwenden; aber häufig werden Artikel auch bei ausreichender Kasusmarkierung dekliniert, denn man kann so die Zugehörigkeit der beiden Wörter markieren und sie sogar als Klammer benutzen, um anzuzeigen, dass die Wörter zwischen Artikel und Nomen mit diesen eine Phrase bilden.

      Das sind nur ein paar Möglichkeiten, was man mit Artikeln machen kann und warum man vielleicht welche haben möchte - zwingend erforderlich für eine Verständigung sind sie nicht und man kann ihre Funktionen auch sämtlichst durch andere Bestandteile in Wortbau oder Satzbau ersetzen.