[2018-06] Thiios ... Fernhandel?!

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    Vom 28.9.-1.10. findet das Weltenbastlertreffen im Feriendorf am Burgensteig in Nentershausen statt. Zur verbindlichen Anmeldung geht es hier lang.

    Neulinge sind wie immer höchst erwünscht und wir freuen uns euch kennenzulernen!

    • [2018-06] Thiios ... Fernhandel?!

      Hi! Ich hab momentan vor, Thiios einen neuen Anstrich zu geben. Moderner, frischer, queerer, weiblicher... wär jedenfalls das Ziel, von dem Thiios aktuell seeehr weit entfernt ist.

      In diesem Sinne passt mir das Slowbastelthema des Monats Juni ganz gut passt das Slowbastelthema nicht im Allerfernsten zu dem, was ich vorhabe. :lol: Die Challenge wird also, das doch irgendwie noch in Bezug zu setzen. Vllt erwähnen, dass Bücher aus Thiios auch in anderen Welten erhältlich sind? :kopfkratz:

      Zu Anfang gibt es allerdings eine tragische Neuigkeit. :'( ;(

      ~ ẞ ~

      Olit Vassjaoga im Alter von 89 Jahren verstorben!

      Wie uns seine Angehörigen mitgeteilt haben, ist der weit über unsere Welt hinaus bekannte Theaterautor Olit Vassjaoga gestern nacht von uns gegangen. Die Gesamte Autorenschaft des Verkündigers Mittlerer Nachrichten richten seiner Witwe Glisinn und seiner Tochter Véle unser herzlichstes Beileid aus.

      Es gibt wohl kaum Leser*innen, denen wir Vassjaoga überhaupt vorstellen müssen. Sein Name war jahrzehntelang synonym mit dem thiioer Theaterleben. Thiios ohne Vassjaoga - das ist für uns heute eine undenkbare Vorstellung. Es wird wohl noch längere Zeit dauern, bis wir uns daran gewöhnt haben.

      ~

      Olit Vassjaoga wurde im Jahr 755 n.I. geboren als zweiter Sohn von Jirgo Sangung Vassjaoga und Birenni Treijöchts. Sein Vater Jirgo war ein einfacher Haushaltstechniker, seine Mutter Birenni eine Wissenschaftsjournalistin, die über empirische Magietheorie schrieb. Nichts an seinem Elternhaus ließ also vermuten, dass er eine Karriere im Theater anstreben würde. Tatsächlich trat der junge Olit zunächst in die Fußstapfen seines Vaters und studierte Haushaltstechnik und Wasserbau. Doch seine Jugend fiel auch in eine Zeit des Aufbruchs - erstmals seit über einem Jahrhundert war es wieder möglich, auf sicherem Wege Thiios zu verlassen. Viele von Olits Altersgenoss*innen packte die Reiselust; Olit jedoch zog es vor, in der Stadt zu bleiben. Er beendete sein Studium und begann als Wassertechniker im Gewerbe seines Vaters zu arbeiten. Abends jedoch zog es ihn in die Theater.

      Fast alle bisher erschienenen Biographien erwähnen das künstlerische Erweckungserlebnis, das die Begegnung mit dem Theaterwerk Tremna Vallorousts für den jungen Olit gewesen sein muss. Fortan sah man ihn in jeder noch so schlecht besuchten Darbietung von Valloroust-Werken: Ein großer, extrem hagerer junger Mann mit kurzgeschorenen Haaren, der in einer der letzten Reihen saß und jedes Wort mitmurmelte - er kannte die Valloroust-Stücke in-und-auswendig.

      Vallorousts Werk war nicht besonders beliebt, und mit dessen zunehmender Krankheit verschwanden auch dessen Dramen allmählich aus den Programmen. Olit rang offenbar lange mit sich, ehe er sich dazu aufraffte, sein Idol persönlich anzuschreiben, und um Unterweisung zu bitten - doch vergeblich. Entweder lag es am schlechten Gesundheitszustand Vallorousts, oder daran, dass Olit keinerlei Vorbildung im literarischen Bereich vorweisen konnte, die über die thiioer Allgemeinschulbildung hinausging. Für Olit begannen frustrierende Jahre - keine andere Person außer Valloroust schien ihm als Lehrer*in geeignet, und so verblieb ihm als Theater-Fachfremden nichts anderes, als Bühnentechniker zu werden. Auf diese Weise war er zumindest schon einmal nahe am Geschehen.

      Nach dem Tod Vallorousts schrieb Vassjaoga sein erstes längeres Stück, Die Taube auf der Straßenkreuzung. Es war eine direkte Parodie auf ein Valloroust-Stück - das jedoch kaum noch jemand kannte. Dementsprechend stieß Vassjaoga mit seinen ersten Versuchen auf harsche Ablehnung. Seine Reaktion darauf war jedoch, noch stärker gegen den Strom schwimmen zu wollen: Provozieren, alte Regeln über den Haufen werfen, aber vor allem auch die modernste Bühnentechnik zu nutzen, das wurde Olit Vassjaogas Erfolgsrezept.

      Gemeinsam mit seinen Mitstreiter*innen Bianca Vaneleun und Jaduwla Venuhen begründete Olit Vassjaoga um 784 n.I. das Radikal Absurde Theater. Unter diesen war es vor allem Vassjaoga, der den Ruf eines Publikumsschrecks erwarb. Auf Kritik reagierte er mit barscher Arroganz, und was immer man ihm vorwarf, steigerte er im nächsten Stück noch ins Extrem. In Der Geweißte blendete er das Publikum mit plötzlichem weißen Licht, in Blutende Zunge ließ er die Schauspieler minutenlang in Megafone schreien. Und schließlich die legendäre Premiere von Stibaba, deren Höhepunkt es sein sollte, das Publikum mit klebrigem Zuckerwasser zu beregnen - doch die Überraschung gelang nicht; ein großer Teil des Publikums hatte davon Wind bekommen und Regenschirme in den Saal mitgebracht.

      Wenig ist über Olit Vassjaogas romantische Beziehung zu Yingo Remnel bekannt, die sich während dieser Jahre abspielte. Remnel war ein*e Bühnentechniker*in wie Vassjaoga, allerdings auch Dichter*in, und dürfte sogar etliche der Monologe in Vassjaogas Werken aus dieser Zeit mitverfasst haben.

      Olit Vassjaoga als Regisseur war gefürchtet - über sein kahlgeschorenes Haupt und durchdringender Blick ist unter den Schauspieler*innen jener Zeit wohl legendär gewesen. Insbesondere den Bühnentechniker*innen zwang Vassjaoga Höchstleistungen ab - da er selbst vom Fach war, wusste er genauestens Bescheid, was theoretisch möglich war und was nicht.

      791 n.I. kam es zu einem Bruch mit Remnel, und zugleich auch zu einer neuen Schaffensphase im Werk Vassjaogas. Mit seinen spektakulären Bühnentechnik-Provokationen hatte er die volle Aufmerksamkeit des thiioer Publikums auf sich gezogen und konnte sich nun komplexeren Werken widmen. Vassjaoga selbst nannte es die Kleine Schule des Theaters, und er wachte sorgsam über diesen Begriff, und ließ es nicht zu, dass sich irgendjemand sonst dieser Schule zurechnete.

      Den Werken der Kleinen Schule ist vor allem eines gemein: Die Allgegenwärtigkeit von Tod und Sterben. In vielen Stücken tritt der Tod selbst auf; in fast allen Stücken sterben alle oder die meisten Figuren im Verlauf der Handlung, manchmal auch mehrmals. Es ist einerseits eine zynische Grundhaltung, die sich andererseits aber philosophisch an Versot und Valdepus orientiert - der Fokus ganz auf ein Leben im Jetzt, das jeden Moment den Tod im Blick hat.

      805 n.I. heiratet Olit Vassjaoga Glisinn Valloroust - die Tochter seines Jugendidols. Offenbar waren sich die beiden im Zuge der Nachlassverwaltung von Glisinns Vater allmählich nähergekommen. Vassjaogas Werke wurden milder, und anlässlich der Geburt seiner Tochter Véle schrieb er sogar einige kleine Stücke für Kinder.

      In den Zehnerjahren des 9.Jhdts wandte sich der Thiioer Zeitgeist erneut der Mütologie zu; und Vassjaoga vollzog auch diesen Wandel mit. Im Gegensatz zu seinen früheren Jahren veröffentlichte er nun nur noch alle paar Jahre ein neues Werk. Als Höhepunkt dieser letzten Schaffensperiode wird oft Der Ahnlallo angesehen, untertitelt ein Sterbedrama. Darin fasst Vassjaoga Elemente aus vielen seiner früheren Werke zusammen, so gibt es etwa direkte Bezüge zu Der Geweißte, dessen Uraufführung zu diesem Zeitpunkt immerhin fast 50 Jahre zurücklag.

      Große Aufmerksamkeit erreichte der öffentlich ausgetragene Streit Olit Vassjaogas mit seiner Tochter Véle, die ihm seine konservative Haltung vorwarf, insbesondere gegenüber Frauen. Erst über ein Jahrzehnt später fand eine Aussöhnung zwischen den beiden statt - zumindest soweit es die Öffentlichkeit betraf. Privat dürften sich die beiden nie wirklich lange aus dem Weg gegangen sein.

      Überhaupt war Olit Vassjaoga sehr streitbar. Mit vielen seiner Wegbegleiter*innen zerstritt er sich im Alter; mit dem Kabarettisten Koblenz Gaura, mit dem er viele Male gemeinsam aufgetreten war, begann er eine öffentliche Fehde, die über mehrere Zeitungen hinweg ausgetragen wurde. Die Leser*innen gewöhnten sich mit der Zeit an die wüsten Beschimpfungen, die sich beide in jeder neuen Ausgabe gegenseitig überbrachten.

      In den letzten Jahren zog sich Vassjaoga aus der Öffentlichkeit zunehmend zurück. Seine Stücke wurden und werden ununterbrochen an mindestens einem Theater in Thiios gespielt - und es kann wohl kaum bestritten werden, dass Olit Vassjaoga über die letzten Jahrzehnte hinweg zu einem interstellaren Aushängeschild unserer Welt geworden ist.

      Doch wäre es nicht recht, nur zu trauern - denn in Olit Vassjaogas eigenen Worten ist der Tod ein unentbehrlicher Begleiter alles Lebendigem.

      "Ich liebe Rost. Er hat so etwas ... Vergängliches." (der Tod, in Der Wasserfall und seine Bewohner)

      ~ ẞ ~

      So. Nach dieser Meldung kann ich mich dann vllt dem Monatsthema zuwenden, indem ich mir Gedanken darüber mache, wie Leute überhaupt nach Thiios reisen oder von dort weg.^^
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Ich selbst war nie großer Fan von Vassjaoga und habe lediglich einige wenige seiner bekannten Werke gesehen. Aber ich bin mit seinen Stücken für Kinder aufgewachsen und denke immernoch manchmal über Der Ahnlallo nach. Mir waren die Bezüge zu einem seiner Frühwerke darin gar nicht bewusst. Daher danke ich für diese schöne Biografie und möchte den Hinterbliebenen dieses großen Künstlers mein herzliches Beileid aussprechen.
    • Ich möchte ebenfalls mein herzliches Beileid aussprechen. Seid versichert, dass das Echo des Vassjoaga bis weit in den interdimensionalen Raum vorgedrungen ist.

      Ist Yingo Renmel noch am Leben? Was hat si*e*r heute über Vassjoaga zu sagen? Und was hat es mit seinen konservativen Einstellungen auf sich?
      Genrekonstruktivist, Weltformeltheoretiker und professioneller Es-sich-selbst-kompliziert-Macher

      Fragen stellen ist wichtiger als Antworten geben. Meistens...
    • Tö. schrieb:

      Aber ich bin mit seinen Stücken für Kinder aufgewachsen
      Das ist bemerkenswert, die sind nämlich so unbekannt, dass ich bis zum Schreiben des letzten Posts nicht mal wusste, dass es sie gibt. ;D

      Vom Ahnlallo existiert ja ne Textversion, die 2009 entstand - aber mit der bin ich nicht so zufrieden, dass ich sie herzeigen möchte. Aber ich könnte mir mal vornehmen, ne Zusammenfassung des Stücks zu machen.

      Alpha Centauri schrieb:

      Ist Yingo Renmel noch am Leben? Was hat si*e*r heute über Vassjoaga zu sagen?
      Yingo Remnel ist, denke ich, so ca. 5-10 Jahre älter als Vassjaoga. Allerdings hat sier kurz nach dem Ende der Beziehung mit Olit die Kleinwelt Thiios verlassen. Insofern werde ich mich mal auf siere Spuren machen, da kann ich dann vllt an Fernhandel anknüpfen. :)

      Alpha Centauri schrieb:

      Und was hat es mit seinen konservativen Einstellungen auf sich?
      Viele von Vassjaogas Stücke zementieren traditionelle (also für Issoy traditionelle, was das genau ist, weiß ich nicht im Detail) Geschlechterrollen, Abweichungen kommen kaum vor; zudem gibt es eine Tendenz zu überzeichneten Hierarchien? So genau weiß ich es nicht, da ich erst einmal basteln müsste, was überhaupt als konservativ gilt in Thiios, und was nicht. Das ist recht offen, da ich ja etwas umbauen wollte..
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    • Wie geht überhaupt Fernhandel in Thiios?

      Nun ja, in der Zeit der Öffnung um 760 n.I., also vor etwas über 80 Jahren, wurde beschlossen, das Thiios keinen Raumhafen bekommen würde, sondern stattdessen per Bahn an eine nahegelegene Kleinwelt mit einem solchen angebunden würde.

      Zu diesem Zweck wurde ein neuer Bahnhof errichtet - der alte aus der issoyanischen Zeit war ja längst zu einer Theaterbühne umgebaut - und zwar direkt am Rand der Welt, dem nördlichen Seeufer bei Vewenheugen. Von dort fährt nun also viermal täglich ein Zug nach Altmispir, einer ebenfalls deutschsprachigen Kleinwelt, die ein aus Traumfetzen nachgebautes Abbild der issoyanischen Metropole Mespay (auf deutsch Mispir) ist.

      Altmispir besitzt einen kleinen Voidraumhafen; von dort gehen Handelsschiffe und Personenschiffe weg; über eine eigene Flotte verfügt diese Kleinwelt nicht. Durch die schnelle Verbindung nach Thiios hat sich auch in Altmispir eine kleine Literaturszene entwickelt, die allerdings eher ein Anhängsel zur thiioer Szene zu sehen ist.

      ~

      Zur Zuganbindung: Die verwendete Technologie ist im Prinzip die selbe, die in issoyanischer Zeit auch das Zugvolk bereitgestellt hatte (auch damals gab es eine Außenweltbahn), allerdings betrieben von Techniker*innen aus Thiios und Altmispir.

      Zur Navigation durchs Void werden sogenannte Anker gesetzt, an diesen orientieren sich Voidschiffe und (sehr draufgängerische) Fußreisende. Damit ein Zug fahren kann, braucht es aber einen festen Boden, und der wird von sogenannten Filtern bereitgestellt - für die Funktion ist es nicht relevant, wie die Umgebung aussieht, daher wird aus den unendlichen Optionen, die das Multiversum bereitstellt, eine sehr begrenzte Auswahl herausgefiltert. Der Boden ist immer stabil und ungefähr grau, die Umgebung ist immer ungefähr weiß und nebelig.

      Die Filter sind nicht perfekt, und es kann schon einmal vorkommen, dass etwas zwar stabil und grau wirkt, sich aber dann doch als etwas völlig anderes herausstellt - oder dass der weiße Nebel genauso aussieht wie immer, aber aus Zuckerwatte besteht, oder was auch immer. Die Möglichkeiten im Multiversum sind natürlich unbegrenzt.

      Aus diesen Gründen findet der Zugbetrieb eben nur ein paar Mal am Tag statt, und die Strecke muss jedesmal vorher aufwendig geprüft werden.

      ~

      Was für den Handel nicht wirklich Sinn macht, sind alltägliche Güter, die keine besondere Form haben. Die Kleinwelt Thiios stellt ihre Nahrung und im Prinzip jedes beliebige bekannte Material selbst her (alchemisch). Thiios exportiert- wenig überraschend - hauptsächlich Bücher und Zeitschriften, sowie Radioaufzeichnungen. (Wenn ich mal wüsste, wie Tonaufzeichnungen auf Basis von Flaschenbau funktionieren. :-[ )
      Importiert wird alles, was einen Hauch von Fremdheit mitbringt. Handgefertige Gegenstände, Schmuck, natürlich auch wieder Bücher, Flaschentechnik, ...

      Nach der Eröffnung der Zugverbindung Vewenheugen-Altmispir kam es sowohl zu einer Zuwanderungs- als auch zu einer Abwanderungswelle. Wie schon erwähnt suchte eine ganze Generation von thiioer Jugendlichen erstmal nach Abenteuern, die den Generationen davor über hundert Jahre verwehrt geblieben waren.

      Umgekehrt kamen viele Leute, die sich für Literatur und Theater interessierten, nach Thiios, um sich dort niederzulassen. Es dauerte nicht lange, bis Thiios in allen Welten, die wenige Voidschiffverbindungen entfernt waren, als Kulturzentrum einen Ruf machte.

      Die Einwanderungspolitik dürfte in Thiios ähnlich funktionieren wie auch in den meisten anderen nahen Kleinwelten: Um sich niederzulassen, braucht eins eine Hauptbürg*in und die Unterstützung einer gewissen Prozentzahl an Bewohner*innen der betreffenden Welt. Solange es Wohnplatz gibt, wird kaum je einmal jemand abgelehnt, wenn der Platz knapp wird, natürlich dann schon. In der Regel sind Hauptbürg*innen diejenigen, die besagten Wohnplatz anbieten. (So ungefähr.)

      Das konservative Publikum von Thiios konnte mit der ersten Welle eingewanderter Schauspieler*innen zunächst nicht so viel anfangen, aber nach einigen Jahrzehnten waren diese dann auch nicht mehr aus der Szene wegzudenken.

      ~
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    • Ich wollte das noch irgendwie abschließen -

      Mein Plan war, Yingo Remnel auf siers Reisen zu folgen, quasi so ne Spurensuche. Aber mir ist dazu nichts weiter eingefallen. Vermutlich hat Yingo auf irgendwelchen Voidschiffen angeheuert. Vereinzelt finden sich Gedichte von sier, hier zum Beispiel:

      Sich Selbst hat mich Fürchten gelehrt,
      Einander hat mich Hoffen gelassen.

      oder auch das hier:

      Für ist mir Gegenstand,
      Voraus ist Hintergehen,
      greifbar die Hand.

      Du musst sehen!

      Der Dichter*in auf siers Reisen durch das Void zu folgen, ist natürlich ausgesprochen schwierig. Auch, was für eine Art von Fernhandel in diesem Sinn macht - im Prinzip sind die meisten Welten dann doch relativ autark, was so den täglichen Bedarf angeht. Also wird wohl z.B. mit exotischeren Speisen gehandelt? Vielleicht auch mit großen Tieren (Haustieren?), da es die wohl kaum auf vielen Welten gibt, das wäre sehr aufwändig, überall alles zu züchten.

      Rohstoffe zu handeln macht hingegen wenig Sinn, da ist die alchemistische Eigenproduktion einfacher. Und wie kapitalistisch das ganze ist - weiß ich auch nicht. Möglicherweise gibt es in manchen Welten Geld, aber nicht in allen?

      Auch militärische Konflikte gibt es da wohl. Aber da gehört Altmispir vermutlich einem relativ stabilen System an, das unter dem Schutz mindestens einer Armee steht (und Thiios ist dann nur so ein kleines Anhängsel - gibt eh keinen Grund, dort militärisch einzufallen) ... überwiegend dürfte das post-issoyanische Weltengeflecht, also dieser Ausschnitt aus dem Multiversum, recht friedlich sein.
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