[Arkanum] Religionen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Vom 28.9.-1.10. findet das Weltenbastlertreffen im Feriendorf am Burgensteig in Nentershausen statt. Zur verbindlichen Anmeldung geht es hier lang.

    Neulinge sind wie immer höchst erwünscht und wir freuen uns euch kennenzulernen!

    • [Arkanum] Religionen

      Religionen sind niemals einfach und prägen oft die Gesellschaftsformen. In Welten wie Arkanum, die so stark mythologisch sind und in denen es Kardinalkräfte wie Gut&Böse oder Chaos&Ordnung tatsächlich gibt, sind sie umso wichtiger, denn hier haben sie ausnahmsweise mal mehr oder minder Recht.

      In Arkanum gibt es, neben einigen kleineren Glaubensrichtungen und Überzeugungen, vor allem die Triolische und die Schemitische Kirchen. Beide sind im bespielten/bebastelten Teil der Welt von großer Bedeutung, gehen von sehr ähnlichen Grundgedanken und 'Historien' aus (zB die Figur Asteros/Azhifer) und weichen von einander hauptsächlich in Nebensächlichkeiten ab. Beide mögen einander nicht sonderlich. Anhänger der Schemitischen Kirche werden auch Azhiten oder abfällig als Azzen bezeichnet. Schemiten hingegen schimpfen die Triolen gerne Schaafis (heißt 'Ungläubige'), nennen sie jedoch gegenüber (noch) niederen Religionen und Kulturen als Kitaphals (etwa 'die-lesen-können').

      Kommen wir nun ohne weitere Umschweife zum ersten Kandidaten, der Triolischen Kirche

      Die Triolen
      Synonyme: der Stuhl/Roter Stuhl, Tugendhafte(selbst), Kirche Astaros', heilige astartesische Kirche
      Zentrum: ja, Astarte (alt-saturisch: Neitena, hyadi: Albea)
      Als Institution: der (Rote) Stuhl (zu Astarte)
      Symbol: gleichschenkliges Dreieck
      Zentrale Ideologie: das Buch der Tugenden (Liber Albris), Annales Asterotis, (neu) die Thesen des Magnus Semperfide (Magnus Immertreu)
      Die Triolische Kirche führt sich zurück auf das Erscheinen einer angeblich historischen Figur vor rund tausend Jahren, mit dem Namen 'Asteros' in der damaligen Hauptstadt des Saturischen Reiches. Dieses Erscheinen habe den darauf folgenden Untergang des Weltreiches eingeläutet. Dabei ist nicht glaubhaft belegt, daß es A) Asteros tatsächlich gegeben hat B) der Zeitpunkt tatsächlich 1000 Jahre zurückliegt C) beides in irgendeinem Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des einst mächtigsten Reiches stand, wie es propagiert wird.
      Die Triolen sehen Asteros als himmlischen Gesandten, zu den Menschen gekommen um sie erkennen zu lassen, daß sie den Pfad der Tugenden verlassen haben und in Sünde leben. Daß die alten Saturier diese Tugenden nicht kannten spielt dabei natürlich keine Rolle. Asteros hinterließ seiner Gefolgschaft (den ersten Triolen) die Philosophie der Dreifaltigkeit und der Neun Tugenden. Der Glaube der Triolen übernahm danach die Herrschaft über die Stadt, die damals noch Neitena hieß und die alsbald in Astarte uumbenannt wurde. Hier liegt seit ehedem das Zentrum des Triolischen Glaubens, hier residiert der oberste Vertreter der Kirche und entscheidet mit seinem Rat, den hohen Würdenträgern und Wahrern des Wissens über die Geschicke seiner Religion.
      Die Philosophie der Triolen
      Sie basiert auf drei Prinzipien, der sogenannten Dreifaltigkeit (hence the name): Wahrheit, Mut und Liebe. Die Triolen verstehen diese Prinzipien als Grundpfeiler des Guten. Sie werden durch die drei Ecken des Dreiecks symbolisiert. Diesen Prinzipien sind die Tugenden beigeordnet, denen zu folgen jeder Triole in seinem Leben angehalten ist: Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Aufrichtigkeit, Mitgefühl und Hingabe. Aus diesen folgen unmittelbar die drei tugendhaften Wege: Ehre, Weisheit und Disziplin. Gewürzt wird das dann noch durch ein Sammelsurium von Erläuterungen, Anekdoten und dergleichen Schnick-Schnack mehr, den eine Religion zum glücklich sein braucht.
      Achso, zur Kosomologier der Triolen: sie gehen davon aus, daß die Welt schon immer dagewesen ist, damit eines Tages die Menschen kommen, sie bewohnen und an die Dreifaltigkeit glauben. Verschiedene Unterbewegungen haben hier unterschiedliche Meinungen, was für internen Zündstoff sorgt. Die Himmel sind für die Triolen ein geisterhaftes Reich, bevölkert von Heerscharen von 'Engeln', wie Asteros einer gewesen sein soll.
      Der größte Teil der Neu-Saturischen Nationen sind auf irgendeine Weise triolisch, auch wenn es hier, wie gesagt mitunter Unterschiede und sogar Glaubenskriege gibt.

      >>> Zeit wird knapp, Kopf is platt, beizeiten mehr :fluecht: <<<
      www.das-drachenland.de
      www.hotel-apocalypse.net
      me on Facebook

      - "To make an apple pie from scratch you must first invent the universe." Carl Sagan
    • Ach diese Kitaphals mit ihren Tugenden. ^^
      Wie kann ich mir den Roten Stuhl zu Astarte vorstellen?
      Haben die Triolen Tempel?
      Wie ist das Verhältnis von Glaubensgemeinde zu Geistlichen?
      Es hat also tatsächlich einmal ein Weltreich bestanden? Wow!
      Wie spielen Eternon und Infernum hier herein?

      Ich freu mich schon auf die Azhiten und vor allem wo die Konflikte zwischen den beiden Glaubensrichtungen liegen und ob sie sich kulturell/gesellschaftlich unterscheiden.

      PS: Ich glaube im Threadtitel fehlt ein "r".
    • Der "Rote Stuhl" steht in einer prächtigen Basilika in der Stadt Astarte. Womit auch die Frage nach den Tempeln geklärt wäre. Triolen bauen Tempel (sie nennen sie aber 'Kirchen', wenigstens meistens). Die meisten triolischen Kirchen haben einen dreieckigen Grundriß, einige - wie besagte Basilika Astartea - sind jedoch neun-eckig. Spricht man vom Stuhl oder dem Roten Stuhl, meint man die oberste Instanz dieses Glaubens. Ich habe noch keine offizielle Hierarchie der Titel, aber der Glaubenschef wird wohl entweder Oberster Prior heißen oder etwas, das sich von Stuhl herleitet. Der Stuhl selbst ist ein vergleichsweise schlichtes Prunkmöbel aus tiefrotem Holz.
      In alter Zeit, als Astarte noch Neitena geheißen hat, war es das Zentrum eines sehr großen Reiches, Saturia. Dieses umfaßte weite Teile der heutigen triolischen, will heißen Neu-Saturischen Reiche, als auch das meiste der Schemitischen Regionen, wie auch Teile des wilden Rygeas. An den Ephigäern haben sich die Saturier damals allerdings die Zähne ausgebissen. Auch heute sind die eher lose in die neu-saturischen Reiche eingegliedert und auch das nur, weil die triolische Kirche es verstanden hat, die ephigäischen Traditionen und Überzeugungen in ihre Glaubenslehre einzupassen. Vor rund Tausend Jahren war dieses Reich aber schon über den Zenit hinaus und geschüttelt von inneren und äußeren Krisen, es ist daher möglich, daß die Figur des Asteros nur eine ideologische Splittergruppe der Zeit war. Ähnliche Ideen gibt es nämlich durchaus unter den Philosophen der Hyadi zu finden, auch wenn diese nie wirklich an Bedeutung gewinnen konnten. Jedenfalls ging zu jener Zeit eine Welle Aufstände durch das Reich gegen die immer größer werdende Bevormundung und Ausbeutung durch Neitena, die letztlich zum Untergang führten. Am Ende stand in Neitena eine Macht, die sich der Ideologie der Triolen aufgeschlossen zeigte und diesen Glauben von hier aus in die alten Provinzen trug. Etwa 150 Jahren nach dem (angenommenen) Auftreten Asteros' war die Kirche so etabliert und bedeutend, daß die ehemalige Hauptstadt in Astarte umbenannt wurde, Sitz der weltlichen Macht war die Stadt da aber schon nicht mehr.
      Wie gesagt, die Triolen glauben mehr an ein göttliches Prinzip denn einer Gottheit. Der Religionsstifter Asteros gilt als Avatar dieses Prinzips, als erleuchtetes Wesen aus höheren Sphären, ja, aber nicht als Gott oder göttliche Figur. Die Triolische Kirche kennt neben Asteros etliche erhabene Figuren, zumeist Personen, die sich um den Glauben verdient haben und als Vorbildfunktion in den Stand von Heiligen glrorifiziert wurden. Auf der anderen Seite sind es adaptierte und konvertierte Figuren anderer Religionen, die vereinnahmt wurden, um die Integration von Völkern in ein triolisches Reich und so der Kirche zu unterstützen.
      Der Einfluß der Kirche ist sehr groß. In den neu-saturischen Reichen bewegt sich eigentlich nicht wirklich etwas, wenn nicht Kirche und weltlicher Macht an einem Strang ziehen. Das ist jedoch selten nicht der Fall, da sich die überwältigende Mehrheit der Fürsten ihrer Kirche und ihrer Kultur verpflichtet fühlen. Aus mangelnder geistiger Beweglichkeit können sich viele schlicht nicht vorstellen, daß man auch unter anderen Ideologien Leben kann, ohne seine Menschlichkeit, seinen Wert und/oder Seele einzubüßen. In der allgemeinen Bevölkerung fehlt ebenfalls meistens die Idee alternativer Lebensweisen. Die Tugenden bestimmen das Leben, diktieren Handlung und Haltung und die Kirche als offizieller Vertreter ist entsprechend hoch angesehen. Natürlich gibt es regionale Unterschiede und auch übergreifende Tendenzen (etwa in Richtung der ehemals ephigäischen Regionen), im Allgemeinen jedoch gilt ds Wort des Priesters nicht weniger als jenes des Stadt/Dorfvorstehers.
      Eine relativ junge Entwicklung ist die Idee des 'geweihten Heeres' und der triolischen Ordenskriegern. Viele Fürsten sind begeistert auf die Idee angesprungen, einen Teil ihrer Streitkräfte eine Doppelrolle zuzugestehen und dafür zusätzliche Mittel und Ausbildung durch die Kirche zu erhalten. Im Austausch dafür dienen diese Ordensheere halt auch der Kirche. Diese Idee richtet sich vor allem gegen die wachsende Bedrohung durch die schemitischen 'Horden' die vor der Tür der Triolen stehen. Die Fürsten von Ländern, die an schemitisch kontrollierte Gegenden grenzen, sind von dieser Tendenz besonders angetan.
      Was Eternon und Infernum angeht, entsprechend der Tugenden gibt's natürlich auch die jeweiligen Untugenden. Weder Eternon noch Infernum nehmen direkt Einfluß auf die Religion, aber aus der Sicht der Triolen könnte man die Mächte Eternons als Avatare der Prinzipien und die Infernums als solche der Untugenden sehen. Erstaunlicherweise haben Triolen (und die allermeisten anderen auch) eher eine Vorstellung von Infernals als von Eternals. Das liegt aber eher daran, daß sich infernale Einflüsse meist erkennbarer manifestieren und eterische eher subtil. Im Verständnis der Triolischen Kirche gibt es die Mächte der Tugenden (Engel) und jene der Sünde (Dämonen oder Teufel, je nach Region), die einander unversöhnlich gegenüberstehen und um die Seelen der Gläubigen ringen. Angeführt werden die Engel natürlich von Astarte und die Dämonen von jemand, den Astarte als seinen 'dunklen Bruder' bezeichnen soll: Umbra. Aufgrund der Namensgebung und ähnlichkeit mit einer typisch weiblichen Namensführung ist daraus in vielen Glaubensgemeinschaften mittlerweile eine dunkle Schwester geworden. Daraus resultiert ein nicht unerheblicher Chauvinismus der Triolen - oder besser, dies dient der Rechtfertigung dieser.
      www.das-drachenland.de
      www.hotel-apocalypse.net
      me on Facebook

      - "To make an apple pie from scratch you must first invent the universe." Carl Sagan
    • Eher schiitisch^^ - nee, das kommt von Schem, der Name einer Kultur, die in direkter Konkurrenz mit den Triolen steht und das nicht nur territorial. Schem selbst leitet sich ab von der Stadt Schem, am Ufer des Schem.

      Mit orientalisch ist da nicht viel, das Ganze ist auf christlicher Mythologie aufgebaut.
      Astarte leitet sich von der griechisch/phönizischen Liebesgöttin ab, der Himmlischen. Astarte liegt am Ufer des Celeste und ist sozusagen der Liebe der Triolen zu ihrer Kirche geweiht - bzw. der Liebe des Himmels zu jenen, die den himmlischen Prinizipien folgen und sie verehren.
      Thread mit allgemeinen Infos hier und ansonsten im Drachenland.
      www.das-drachenland.de
      www.hotel-apocalypse.net
      me on Facebook

      - "To make an apple pie from scratch you must first invent the universe." Carl Sagan