[2018] Fragen zu den Fragen

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    Vom 3.5.-6.5. findet das Weltenbastler-Frühjahrstreffen in Arnolds Ferienhof in Oberlauringen (Landkreis Schweinfurt) statt. Zur verbindlichen Anmeldung geht es hier lang.

    Neulinge sind wie immer höchst erwünscht und wir freuen uns euch kennenzulernen!

    • Riothamus schrieb:

      Kriminalität / Konflikt:

      "Innerhalb einer nach gütigem Gesetz als kriminell angesehenen Gruppe wird ein bestimmtes Vorgehen geächtet und (von dieser Gruppe) hart bestraft. Worum handelt es sich dabei (4), wer (oder was) ist die strafende Instanz (2) und warum unterlässt man das Vorgehen nicht einfach (2)? Und wie steht der eigentliche Gesetzgeber dazu (2)?"
      Interessant! Es könnte ein Verbot sein, dass vom eigentlichen Gesetzgeber erlaubt ist!

      Mit dem "Vorgehen" ist die Bestrafung gemeint, oder?

      Alpha Centauri schrieb:

      Ist ein Tippfehler, sorry! Ich kann euch schlecht Punkte abziehen, wenn ihr es mit "gütig" bastelt, worauf ich jetzt ehrlich gesagt sogar neugierig wäre. Aber gemeint ist natürlich "gültig"
      ich hab das "l" ins "gütig" reingelesen, den TIppfehler hab ich zuerst gar nicht bemerkt! :)
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    • Amanita schrieb:

      Wie ist denn hier "ohne diesen zu zerstören" gemeint.
      Wenn man mal so die Rheinbegradigung mit Trockenlegung der Auen als Real-World-Beispiel nimmt, würde das dann als "zerstört" gelten, oder nicht?

      Wenn der Landschaftsbestandteil die Auen sind ja.
      Wenn es der Rhein selbst ist nein.

      (meine Meinung, vielleicht wollen meine Mitjuroren auch noch was sagen)
      "Asexuality
      I know what you think
      but it’s not celibacy
      You call me a liar
      For I have no desire
      But this is the way I was meant to be"
      ( youtube.com/watch?v=QBg3ufZJR4c)
    • Es geht z.B. darum, dass eine Felsformation, dessen Steine zum Bau eines bemerkenswerten Palastes benutzt wurden, zerstört und nicht bearbeitet ist. Dies war auch ein Beispiel, das bei der Diskussion kam, weshalb ich es hier gleich erwähne, bevor ich zur eigentlichen Frage komme.

      Ein ehemaliger Steinbruch, durch den ein markanter Graben - wie im frühmittelalterlichen Paderborn, wo ein Steinbruch so angelegt wurde, dass eine Festung entstand und der, nachdem der fortifikatorische Nutzen verloren ging, als Baugebiet genutzt wurde - oder eine bemerkenswerte Gipfelgestaltung - ich meine die Lorelei wäre so ein Fall, wo auch auf die Endgestalt geachtet wurde - entsteht, wäre wohl keine Zerstörung: Die Gestalt des Steinvorkommens wurde geändert. Jedenfalls nach meiner Auffassung. Dabei gehe ich davon aus, dass für eine Bearbeitung immer auch Zerstörung notwendig ist. Wie weit das gehen kann, bevor ich sage, dass etwas Zerstörung ist, hängt natürlich noch davon ab, ob da einfach ein Loch in dem Landschaftsbestandteil entstanden ist, dass keinen weiteren Zweck hat, oder ob dem Loch eine Funktion zukommt. Eine Zerstörung um der Zerstörung willen oder zu Ausbeutungszwecken würde ich nicht als kreativ ansehen. Es ist also schon weiter eingeschränkt als die kreative Zerstörung bei Hegel, wo der Abriss eines Hauses, um auf dessen Platz Neues zu erschaffen, schon eine schöpferische Tätigkeit sein kann. Hier soll ja letztendlich der bearbeitete Landschaftsbestandteil der markante Punkt sein und nicht die Zerstörung. Anders ausgedrückt: Die Umformung des Landschaftsbestandteils darf nicht zufällig sein. Eine Gipfelgestalt soll nicht zufällig als Abfallprodukt entstehen. Das zeigt ja auch die Bedingung, dass der ursprüngliche Sinn vergessen wird: Daher muss es einen solchen gegeben haben.

      Daher darf natürlich auch nicht einfach der ganze Landschaftsbestandteil zerstört werden. Der Landschaftsbestandteil wird ja markanter Punkt und nicht etwas anderes, dass nun anstelle des Landschaftsbestandteil geschaffen ist.

      Wenn nun die Auen der Landschaftsbestandteil sind, wäre er durch die Zerstörung weg. Wenn es um das Rheintal insgesamt geht, ist durch die Regulierungsmaßnahmen des 19. Jahrhunderts das heutige Rheintal entstanden. Dann wäre, ausdrücklich gesagt, dass Rheintal der Landschaftsbestandteil. Wenn du also die Auen als Landschaftsbestandteil nimmst, wären sie zerstört, während das Rheintal verändert / bearbeitet wäre.

      Was sind da die objektiven Kriterien?

      Das erste Kriterium ist einfach, da der Landschaftsbestandteil eben nicht physisch zerstört sein darf. Der Mensch hat über Jahrtausende hinweg die Lippeauen für die Weidewirtschaft verändert. Auch wenn dabei der Auwald, Sumpfgebiete, Blenken und Seen weitestgehend zerstört sind, ist es doch noch eine Aulandschaft, wenn auch eine Kulturlandschaft: Die Auen als Übergang von Fluss zu trockenem Land sind unbestritten noch da. Hätte jemand den Auwald im Fokus, wäre der weg, zerstört. (Gut, in der Realität gibt es da Reste, wenn man die Lippeauen weit genug fasst, weshalb das Beispiel nicht ganz aus der Realität entnommen ist. Aber in dem gedachten Beispiel gibt es diese Reste nicht.) Was da schwierig sein kann, ist also die Definition und nicht die objektive Beurteilung, ob etwas zerstört ist. (In der Realität ist der Auwald der Lippeauen z.B. ganz objektiv nicht ganz verschwunden. Im der Realität entlehnten Beispiel schon.) Ich werde bei der Beurteilung danach schauen, ob zu erkennen ist, was der Autor unter einem Begriff versteht und nur die mir geläufigen Definitionen nehmen, wenn genau das nicht zu erkennen ist. Auch dann werde ich noch schauen, ob es irgendwie passend subsummiert werden kann, wenn die Definitionen andere oder etwas verbogen sind, also großzügig sein. Es ist ja keine Prüfung in Geographie.

      Der zweite objektive Punkt ist, dass das ursprüngliche Ergebnis nicht zufällig so entstand, sondern zumindest einer von mehreren Absichten auf den bearbeiteten markanten Punkt* als Ziel hin mit der Bearbeitung verbunden war. (Was schon wesentlich mehr zulässt als hätte ich Zweck gesagt.) Dass eine Absicht vorliegt, wäre bei einem fiktiven Basteln nicht unbedingt ein subjektives Kriterium, würde aber die Perspektive des Autors einschränken. Aber, ob in irgendeiner Form eine Absicht deutlich gemacht wird, ist1 objektiv zu beurteilen. Jedenfalls solange da keine so vage Andeutung kommt, dass der Rio das nicht versteht. Aber es gehört ja auch dazu, sich verständlich auszudrücken.

      Ein dritter objektiver Punkt, der eigentlich selbstverständlich ist, muss noch erwähnt werden: Ist der Landschaftsbestandteil nach der Bearbeitung noch markant im Sinne der restlichen Aufgabe, also ganz einfach das Objekt, um das es bei der Bastelei geht? Die geringen Auwaldreste an der Lippe wären es sicher nicht, auch wenn es geringe Reste zweifellos gibt. Im Sinne der Aufgabenstellung wäre der Auwald irrelevant, weil er marginalisiert und nicht herausgehoben wurde. Es muss eben die Aufgabe noch vom Landschaftsbestandteil erfüllt oder miterfüllt werden. Ganz einfach gesagt: Bitte nicht: "Die Maus ist ein sehr kleines Tier, der Elefant hingegen ..." Ich bin zwar überzeugt, dass hier keiner einen solchen Limbo tanzt, aber ich soll ja sicher auch vollständig antworten.

      Also:

      1. Der ursprüngliche Landschaftsbestandteil darf nicht weg sein.
      2. Das Ergebnis der Veränderung war zumindest mit intendiert.
      3. Es geht beim markanten Punkt ganz einfach um den beschriebenen Landschaftsbestandteil und nicht um etwas Anderes.

      So, jetzt wisst ihr, wie ich das sehe. Andere Juroren, andere Ansichten ...


      In der konkreten Frage, sehe ich es also so wie Cyaral.

      * "Bearbeiteter markanter Punkt" drückt hier nicht aus, dass ein markanter Punkt das Ziel ist. Es ist einfach nur Platzhalter für das Ergebnis der Bearbeitung des Landschaftsbestandteils.
    • Die Formulierung der LMP-Aufgabe finde ich äußerst wirr.
      "Die heutige Bevölkerung kennt die ursprüngliche Bedeutung nicht mehr." - Wieso kommt hier auf einmal der Begriff "Bedeutung" ins Spiel? Soll damit gemeint sein, dass das ursprüngliche Aussehen der Landschaft, für die Bevölkerung eine bestimmte Bedeutung hatte, die durch die künstliche Bearbeitung verloren gegangen ist? Obwohl das Aussehen durch die Bearbeitung nicht zerstört wurde? :hmm:

      "Dennoch hat das markante Aussehen Einfluss auf Kunst und Kultur." - Wieso denn auf einmal "dennoch"?

      ich bin verwirrt.
    • Ursprünglich hatte das fertig gebaute/veränderte Teil eine Bedeutung- die haben nur alle inzwischen vergessen. Obwohl sie die Bedeutung nicht mehr kennen, hat der markante Punkt Einfluss auf Kunst/Kultur.

      Das Aussehen des Landschaftsbestandteils wurde verändert (Bearbeitung), aber es wurde nicht total zerstört (zB wurde der natürliche Fels nicht komplett abgetragen, um irgendein Bauwerk zu bauen, sondern vielleicht in Form gehauen oder etwas auf ihn drauf gebaut)
      "Asexuality
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      ( youtube.com/watch?v=QBg3ufZJR4c)
    • Da ist nichts wirr. Heute ist nur Sonntag. :)

      Die heutige Bevölkerung hat offensichtlich die Bedeutung des LMP für seine Schöpfer vergessen. Denk an die Nasca-Linien. Oder die Bilder, die in England entstanden, indem die Grasnarbe über den Kreidefelsen entfernt wurde. Ihre Bedeutung kennen wir nicht. Viele sehen die Nasca-Linien als Kommunikation mit Außerirdischen und die Kreidepferde werden den Sachsen zugeschrieben, obwohl es auch andere Bilder gab und diese älter sind als die Sachsen.

      Zeitliche Abfolge:

      1: Kulturschaffende Wesen schaffen den LMP durch Bearbeitung eines Landschaftsbestandteils.
      2: Zeit vergeht
      3: Für die heutige Bevölkerung ist die ursprüngliche Bedeutung vergessen.

      (Daher sind auch die Zeiten in der Aufgabe so gewählt, wie sie gewählt sind.)

      Dass eine Schöpfung aus grauer Vorzeit, deren Bedeutung unbekannt ist, in der Gegenwart Einfluss auf Kunst und Kultur hat ist ganz und gar nicht selbstverständlich. Daher ist es ein Gegensatz, dass es hier "dennoch" der Fall ist.

      EDIT: Cyaral war schneller. Schon wieder.
    • Trotzdem aber noch eine Frage: Laut Aufgabenstellung ist ja nur gefordert, dass die Bedeutung von dem Ding heutzutage nicht mehr bekannt ist. Die ursprüngliche Bedeutung braucht dann also im Text gar nicht zwingenderweise erklärt zu werden?
    • Ich hatte genau das als Bedenken angeracht, als die Punkteverteilung vereinfacht wurde, doch wurde mir geantwortet, dass es natürlich ohne Bedeutung Punktabzug geben würde.

      Ich wollte da nicht insistieren, weil es meine erste WBO ist, daher sollen sich besser Cyaral oder Yaccohr äußern.
    • Kommunikation/Sprache:

      Zwischen einer bestimmten Bevölkerungsgruppe (Spezies, Bevölkerungsschicht, Berufsgruppe, Stadtbevölkerung o.ä.) und einer bestimmten Tierart/Tiergattung [4] hat sich eine gegenseitige Kommunikationsform [2] entwickelt, die entweder ganz oder teilweise durch taktile Reize geschieht [4].

      Gilde/Verein/Bündnis:

      Dieser Verein dient prinzipiell dem Nachgehen einer Freizeitaktivität (4). Seine Mitglieder fröhnen gemeinschaftlich Verhaltensweisen, die nicht illegal sind (3), von der öffentlichen Meinung aber eher abgelehnt werden (3).
      Mir hatten doch nüscht! Damals, kurz nach dem Krieg!
    • Historisches Ereignis
      Das plötzliche Verschwinden von etwas oder jemandem hatte überraschend große Folgen (3). Es wurde nicht zerstört oder offensichtliche Gewalt angewendet (2). Der wahre Hintergrund ist nur ausgewählten Leuten bekannt (2). Die Umstände des Verschwindens sind so mysteriös, dass sich daraus und aus der Erklärung der breiten Bevölkerung mit der Zeit eine örtliche Legende entwickelt hat (3).

      Handelsware
      Diese Ware gewinnt ihren vollen Wert erst durch den Transport vom Produktionsort zum Verkaufsort (5). Welche Regeln gelten für den Transport (3)und für was wird die Ware vor und nach dem Transport genutzt (2)?
    • Zu dem Historischen Ereignis habe ich schon ein paar Ideen, aber jetzt in ich auf ein Problem gestoßen.

      Da steht etwas von einer "Erklärung der breiten Bevölkerung", was eine Erklärung wäre, die uns die breite Bevölkerung erklärt. Kann es sein, dass ihr da eine 'Erklärung für die breite Bevölkerung' oder eine 'Erklärung durch die breite Bevölkerung' gemeint habt, es nur anders hingeschrieben habt? Und was davon soll jetzt gebastelt werden?
    • Zum "überraschend": es ist also wichtig, dass die Folgen des Verschwindens schwerer waren, als alle rundherum angenommen hätten? Also wenn einfach "nur" jemand in irgendeiner wichtigen Position verschwindet und das dann gravierende, aber für andere, wenn sie darüber nachgedacht hätten, doch eher absehbare Folgen hatte, dann zählt das nicht?

      … und mit "auserwählten Leuten" - da sind "einige, aber bei weitem nicht der Mehrheit" eine Möglichkeit, oder? Die müssen nicht irgendwie eigens nach einem Auswahlverfahren ausgewählt sein? (Wenn doch, zählt "waren da"?)