Sechsundfünfzigstes Speedbasteln am 16. August 2018

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    Vom 28.9.-1.10. findet das Weltenbastlertreffen im Feriendorf am Burgensteig in Nentershausen statt. Zur verbindlichen Anmeldung geht es hier lang.

    Neulinge sind wie immer höchst erwünscht und wir freuen uns euch kennenzulernen!

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      Die Täuschung der Potiagti

      Die Wahrheit ist verschüttet und vergessen, sagen sie. Der Blick auf das wahre Wesen der Göttin ist verstellt, sagen sie. Es ist nicht das der folkloristisch-harmlosen Pateyi, sagen sie, sondern das der gefährlichen Todesgöttin Potiagti.
      Sie lassen die alte Wahrheit in ihren Ritualen wieder aufleben.
      Es ist eine Sache, das Alter zu vertreiben, aber Potiagti erkennt jeden, ob jung oder alt. Und sie holt, wen immer sie sich ausgesucht hat, ob jung oder alt. Die folkloristischen Rituale, um sich vor Pateyi zu verbergen, sind unsinnig, denn Potiagti lässt sich nicht einfach durch Zeichen aus Ruß täuschen, dafür braucht es mehr.
      Sie machen mehr.
      Sie sind die kleine Sekte der Potimlai. Sie sind gefährlich, sie sind gefürchtet und sie sitzen zum Glück großteils in diversen Gefängnissen. Sie täuschen Potiagti, indem sie mit Messern Zeichen in Unbeteiligte ritzen und mit deren Blut Zeichen auf die eigenen Körper malen. So soll Potiagti jeweils einen Unbeteiligten und einen Potimlai verwechseln. Dann werden die Unbeteiligten getötet - und dann waschen sich die Potimlai, bis Potiagti sie nicht mehr erkennt, denn die Toten interessieren sie nicht mehr.
      Stirbt ein Potimlai, dann ... hat er bei den Zeichen etwas falsch geritzt oder gemalt, ganz klar.
      Don't diagnose and drive.

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      Die Wächter am Scheideweg

      Fringellan liegt im Gebirge und bewacht seit Generationen den Pass, der von der Arnak nach Kaloon führt. Die Festung wurde einst von Mitka errichtet, um ihre äußersten Grenzen zu schützen. Damals besaß sie noch einen anderen Namen, der jedoch schon lange der Vergessenheit anheimgefallen ist. Der Kontakt zur Heimat brach jedoch ab und der letzte mitkanische General - sein Name war Fringella – erhielt eine Vision von den Göttern, die ihn bis in die Grundfesten seiner Überzeugung erschütterte.

      Bis zu seinem Tod verriet er niemandem, was er gesehen hatte. Doch es muss schrecklich gewesen sein. Bis dahin war Fringella für seine unerschütterliche Loyalität zu Mutter Mitka bekannt gewesen und selbst während der Stillen Zeit hatte er immer wieder Boten losgeschickt, um den Kontakt wiederherzustellen.

      Nach seiner Vision tat er das nicht mehr.

      Stattdessen zog er all seine Truppen in der Festung zusammen und organisierte sie neu nach seiner Vision. Nicht Alter oder Rang waren fortan die wichtigsten Eigenschaften eines Soldaten, sondern einzig seine Kraft und seine Fähigkeiten. Jeder von ihnen wurde auf die Probe gestellt und diejenigen, die sich als die Stärksten, Klügsten und Weisesten zeigten, wurden erhoben und Fringella verlieh ihnen Ehre und Verantwortung.

      Die gewöhnlichen Soldaten liebten ihn dafür, waren sie doch immer schon der Meinung gewesen, dass Adel allein keinen guten Anführer macht. Die ehemaligen Anführer jedoch, die jetzt am unteren Ende der Hackordnung standen, waren wenig erfreut. Sie verschworen sich und ermordeten Fringella in einer dunklen Nacht. Doch damit taten sie genau das, was er gewollt hatte – sie machten ihn zu einem Märtyrer und damit unsterblich.

      Fringellas Vision hatte ihm gezeigt, dass er eine Festung erbauen sollte, die Wache heilt am Scheideweg und die jeden Mann, jede Frau und jedes Kind zum höchsten Können führte, dass sie erreichen konnten. Für viele war dieser Scheideweg die Passstraße, an der die Festung seit Ewigkeiten liegt. Doch die Weisesten unter den Wächtern wissen, dass Fringella damit etwas anderes gemeint hat. In Wahrheit steht für sie sehr viel mehr auf dem Spiel als eine simple Passstraße, denn sie bewachen etwas, was jedem Menschen wiederfährt: Seine Träume. Oder besser gesagt: Jenen Scheideweg, der Wachen und Träumen voneinander unterscheidet.

      Denn man muss wissen, dass jeder Träumer allnächtlich vor dem Abgrund steht und die Geschöpfe der Anderswelt nur darauf lauern, dass er sich in seinen Träumen verirrt und den Weg ins Wachen nicht mehr wiederfindet. Diese Wesen verschlingen die verlorenen Seelen und stehlen ihre Körper, um damit in der Wachen Welt Tod und Zerstörung zu säen.

      Die Wächter von Fringellan sind die einzigen, die über die schrecklichen Wesen Bescheid wissen und so muss es auch bleiben. Die Wesen dürfen niemals erfahren, dass es Wächter gibt, die ihnen ihrerseits auflauern und die Schlafenden sicher nach Hause geleiten.

      Die Fringellani stehen in dem Ruf, die größten Krieger des Südens zu sein und viele Rekruten aus aller Herren Länder kommen zu ihren Toren, um um Einlass zu bitten. Nicht jeder wird genommen und diejenigen, die es schaffen, müssen sich endlosen Prüfungen unterziehen. Und selbst dann wird nur den wenigsten die Ehre zuteil, in die tatsächlichen Wächter aufgenommen zu werden.

      An ihrer Spitze steht immer noch der Stellvertreter Fringellas, der gleichzeitig sein Hohepriester und Stellvertreter in der Wachen Welt ist. Die Krieger wissen, dass der Wahre Fringella in der Traumwelt weiterlebt und dort ihr erster Wächter ist, doch bisher ist es keinem gelungen, ihn herauszufordern und zu besiegen, um selbst der Große Traumwächter zu werden.
      Braiiiins.
    • Die Jünger der Baharwat

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      Das Binnenmeer im Dschungel des zentralen Ilranuh wird von den Völkern, die an seiner Küste leben, nur ungern befahren. Diejenigen, die es doch tun, bleiben für gewöhnlich in der Nähe der Küste und tun es nur am helllichten Tage, nie aber des nachts. Hin und wieder kommt es dennoch vor, dass Schiffe es durchqueren. Die Seeleute, die jenes Meer kennen, behängen dann sich und die Schiffe mit unzähligen Schutztalismanen und beten zu ihren Göttern, Ahnengeistern oder von wem auch immer sie sich Schutz erhoffen, und sie machen die ganze Nacht kein Auge zu und starren angestrengt auf die schwarze, sanft wiegende See, unter deren Oberfläche das Grauen lauert.

      Und nicht selten kommt dieses Grauen hinauf. Die Küstenbewohner wissen Lieder darüber zu singen – nicht nur sprichwörtlich, sondern tatsächlich. Sie singen und erzählen von jenen Kreaturen, die meist des Nachts hervorkommen, um zu morden und zu plündern und armselige Menschen und Tiere hinein ins Wasser zu ziehen: Es sind Wesen, die aussehen, als wären sie der unheiligen Verbindung zwischen Mensch und Fisch entsprungen. Sie haben obskur verlängerte Gliedmaßen mit Schwimmhäuten und statt menschlicher Köpfe haben sie solche wie Fische mit den gleichen leeren, toten Augen. Manch einer sagt, sie seien Tiere und wie schön wäre es, wenn dies einer Tatsache entspräche! Doch dieses Seevolk – Baharwat in der Sprache von Palmorak genannt – ist intelligent. Es benutzt erbeutete Waffen und Werkzeuge und scheint dunkle Zeremonien an den Küsten abzuhalten, Zeremonien, an denen Menschen der übelsten Sorte beteiligt sind.

      Diese Menschen gehören einem Kult an, der diese Bestien verehrt. Sie denken, sie würden selbst zu diesen Kreaturen werden und es sei ein Geschenk für sie und kein Fluch, wie jeder normaldenkende und redliche Mensch denken würde. Um die Gunst der Baharwat zu erwerben, geben sich diese verachtenswerten Gestalten als Lotsen und Fährmänner aus, die ihre Kunden jedoch nicht dorthin bringen, wohin diese wollen, sondern geradewegs in die Gefilde ihrer kalten Herren, wo diese bereits warten, um an Bord zu kommen und alle zu töten, die nicht eins ihrer Male tragen. Die Baharwat schwimmen dann wieder mit den erbeuteten Gütern und den Leichen und – wenn die furchtbaren Gerüchte stimmen – auch Lebenden hinunter, um sie später zu fressen. Im Gegenzug bringen die Baharwat den Kultisten in besonderen Nächten Schätze aus den tiefen der See und die Kultisten geben ihnen dafür Jungfrauen und Jünglinge mit, die dort unten sich mit ihnen fortpflanzen sollen. Und auch jene Kultisten, die spüren, dass sich ihr Leben den Ende neigt, gehen hinein ins Wasser, um sich dort zu verwandeln. Es sei hier einmal deutlich anzumerken, dass es für uns keinen Anlass gibt anzunehmen, dass es tatsächlich zu Verwandlungen oder Vermischungen zwischen Menschen und Baharwat kommen würde. Sie fressen die Narren wahrscheinlich einfach auf.

      Das wirklich widerliche ist an dieser ganze Sache, dass die Schätze der Baharwat, die sie den Kultisten übergeben, auch bei den wohlhabenden Palmoraks beliebt sind. Und mein König, nehmt es nicht als persönlichen Angriff, wenn ich Zweifel an der Geschichte äußere, dass einst einer eurer Ahnen hinab ins Meer gestiegen sei, um jene Perle auf eurer Tiara den Klauen des Fürsten der Baharwat zu entreißen. Ich vermute, er entriss sie entweder einem Anführer oder Hohepriester der Kultisten – denn dieser Kult ist uralt und es gab ihn bereits lange vor Gründung des Reiches –, oder aber es gibt eine andere Erklärung, die ich im Raume stehen lassen will. Mein Bitte an Euch ist es jedoch, darüber nachzudenken, den Handel mit Perlen und sonstigen Dingen, welche ohne große Zweifel aus den Händen der Baharwat stammen, einzuschränken.


      Meister Oloro, Erzmagier von Teriprah
      Straße war gestern, du siehst mich im Board
      Ich häng im World Wide Web, das ist kein friedlicher Ort
      Opfer, wag einen Blick auf die oberen Ränge
      Schieb Respekt; ich bin Forenlegende.


      ~ Komm in den Chat. Wir haben Kekse. ~
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      Unbeschreibliche Kulte
      Auszüge aus "Unbeschreibliche Kulte: Das Handbuch geheimer und verbotener Kulte, Organisationen und Gesellschaften" von Villem Juns (1937)

      Die Fischer von Mynastaimis
      Unter den Leuten von Mynastaimis war seit ältester Zeit ein seltsamer Kult des Asaidon verbreitet. Wie bei den Echyren üblich, verehrten die Mynastaimer zwar einen Meeresgott dieses Namens, doch alte Quellen zeugen von dem „Flutopfer“: Einmal im Jahr, im Frühjahr, bevor die Zeit der Stürme endete, brachten sie sieben Menschen bei Niedrigwasser in die Bucht vor dem Ort, banden sie an Pfähle und ritzten in ihre Haut Segenssprüche und Wünsche. Die armen Seelen wurden von der folgenden Flut ertränkt und im Glauben der Mynastaimer an Asaidon übergeben. Wählten die Mynastaimer ihre Opfer meist unter den Bewohnern des Ortes aus, konnten auch Reisende, die zur falschen Zeit im Ort ankamen zu Opfern werden.
      Der Kult konnte Jahrhunderte fortbestehen, bis das Treiben der Mynastaimer durch die Fischerehebung und deren Niederschlagung durch die arrovelosianischen Truppen beendet wurde. Doch noch heute kommt es vor, dass bei Ebbe an manchen Tagen des Frühjahrs ertränkte Personen gesichtet werden.

      Die Alchemisten von Kyphochalide
      In der späten Klassik war der Alchemistenzirkel von Kyphochalide über die Grenzen Isthions berühmt. Er galt als die Instanz alchemistischer Ausbildung und Forschung, seine Angehörigen als die Elite. Doch obwohl sich der Zirkel offiziell in der Tradition des berühmten Gerion Zalmatos von Nexos stand, existierte ein innerer Zirkel, der die Wege der Zalmatik verlassen und dem Formlosen Former folgte. Um in diesen inneren Zirkel aufgenommen zu werden, mussten die Aspiranten ihren eigenen Leib verformen, wofür sie oft Experimente an Tieren oder ahnungslosen menschlichen Opfern durchführten. Das Treiben dieses inneren Kreises wurde erst offenbar, als nach einer Explosion in der Akademie die herbeigeeilten Helfer auf eine Kammer stießen, in der ein grauenhafter Götze stand: Eine Gestalt, die in ihrer Form Züge von Menschen und diversen Tieren in sich vereinte.

      Das Rote Korps
      Im antiken Gunubien galten die dreihundert Krieger des Roten Korps als Elite des Reiches und standen im höchsten Ansehen. Doch die Elitekrieger der Schmiedefürsten besaßen ein finsteres Geheimnis: Sie verehrten den Altvorderen Chamek, dessen zerstörerische Kraft sie vor jedem Kampf herbeiriefen. Diese finstere Magie machte sie zu unüberwindbaren Kriegern, doch veranlasste sie auch nach einer gewonnenen Schlacht die Leichen der überwundenen Gegner zu verstümmeln, sich mit ihrem Blut zu bestreichen und manchen Berichten nach sogar dazu, die bezwungenen Gegner zu verspeisen. In ihrem altvorderen Rausch waren sie unbarmherzig und machten keine Gefangenen – wer sich ihnen ergab, wurde bei lebendigem Leib ausgeweidet und auf Altären aus Gefallen dem Chamek geopfert.
      Die Schmiedefürsten gerieten mit der Zeit immer mehr in die Abhängigkeit des Roten Korps, bis sie nur noch Marionetten der Chamekanhänger waren. Somit war es erst der Fall Gunub Zuls, der dem Treiben des Roten Korps ein Ende bereitete.

      Die Gesellschaft des Jungbrunnens
      Unter den Talyrosthermen von Arros gab es einen geheimen Raum, dessen nicht euklidische Formen seinen wahren Ursprung verrieten. Dort befand sich ein Badebecken, dass durch ein bestimmtes Ritual zu einem Jungbrunnen werden konnte, wenn die Sterne richtig standen. Obwohl dieser Ort viel älter war, bildete sich in der ausgehenden Klassik eine geheime Gesellschaft, die zu den rechten Zeiten opulente Empfänge in den Thermen gab, um aus den Gästen eine Reihe von Opfern zu wählen, deren Lebenszeit sie durch das Ritual stehlen konnten, um sich selbst zu verjüngen. Man weiß nicht viel über diese geheime Gesellschaft, die selbst nie komplett ergriffen werden konnte und deren Ende nach der Zerstörung des Jungbrunnens unter der Therme nur angenommen wurde. Man kann also nur hoffen, dass die Gesellschaft selbst keinen neuen Jungbrunnen errichten konnte.

      Der Götze der Höflinge von Nemur
      Im Palast der Drei Königinnen von Nemur wurde bei Ausgrabungen in einem abgelegenen Winkel die Statue eines dämonenartigen Geschöpfs gefunden, in dessen Schlund dutzende mumifizierte Zungen aufgefunden wurden. Die Archäologen können den Sinn und Zweck dieses Götzen bis heute nicht genau erklären, aber möglicherweise lässt es sich durch eine Passage des Atha Thog erklären: „So gib dem Stillen Rufer deine Zunge, auf dass er dir seine gibt: Die wahre Lüge“

      Vulkankulte
      Es ist erstaunlich, dass es weltweit und aus allen Zeiten Berichte über ähnliche Kulte gibt, die an Vulkanen Menschenopfer darbrachten. Es gilt als erwiesen, dass die Anhänger der Lebenden Flamme Igharnath hinter diesen Kulten steckten, auch wenn sie immer wieder die Gestalt etablierter Feuerkulte nachahmten.

      Das Kämmerchen
      Am arvelischen Königshof gab es während der Renaissance angeblich einen geheimen Zirkel von Adligen, der sich in einer kleinen Kammer traf. Es heißt beim gemeinsamen Genuss menschlichen Blutes festigten sie ihre Bande und besprachen die Politik, die sie dem schwachen arvelischen König aufzwangen. Auch wenn die Magiererhebung ihrem Treiben zusammen mit dem König ein Ende bereitete, gab es auch danach immer wieder Berichte über „das Kämmerchen“ und bis heute werden Verschwörungstheorien befeuert, die das Kämmerchen als geheime Weltregierung betrachten.
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      Der Kult um den Großen Vorsitzenden Cuno Lamkis in Ruaris

      Ein Kurzessay von Melia Litora im Schlüsselqualifikationsmodul Totalitarismus in Silaris

      Universität Ergalla, Arunien

      Einer der bekanntesten totalitären Herrscher von Silaris war Cuno Lamkis, der Ruaris in den großen Arunisch-Ruarischen Krieg führte. Seine Gräueltaten wie die Versklavung der tessmarischen Minderheit sowie von Kriegsgefangenen und Gegnern seines Regimes sind allgemein bekannt. [1], [2]

      Weniger bekannt ist jedoch, welche aus Sicht von Personen, die in demokratischen Systemen aufgewachsen sind, völlig unverständlichen Rituale er von seinen Anhängern verlangte und mit welcher Verehrung sie diesem Diktator begegneten. [2]

      Wo immer Lamkis auftauchte, waren die Straßen von begeisterten Anhängern gesäumt, viele von ihnen junge Frauen, wie man es heute bei Popstars erlebt. Jedes Jahr zur Tag- und Nachtgleiche im Frühjahr wählte er eine besonders hübsche junge Frau aus, die ihn durch das Frühlingsfest begleitete und anschließend die Nacht mit ihm verbringen durfte. Wenn man heute Bilder von Lamkis sieht, denkt man in diesem Zusammenhang eher an ein Müssen, doch Zeitzeugenberichten zufolge, fühlten sich die ausgewählten Frauen hierdurch tatsächlich geehrt. Lamkis und seiner Partei zufolge war dies ein altes Ruash-Ritual, dem er wieder neues Leben eintauchte, doch historische Forschungen widersprechen dieser Betrachtungsweise. Fruchtbarkeitsrituale dieser Form gab es in der Ruash-Kultur nie. [3]

      Dies hielt Lamkis und seine Partei aber nicht davon ab einen regelrechten Kult zu entwickeln und sich auf die alten Ruash und Ladivir zu berufen, bzw. auf eine alt-ruarische Tradition, die diese Völker bereits in der Vergangenheit zusammenführte, bevor sie durch Zwistigkeiten getrennt wurden. [3]

      Im Rahmen eines auf die Ladivir zurückgeführten Festes reisten Kinder aus ganz Ruaris in die Hauptstadt Verlar, um dem Großen Vorsitzenden Körbe mit geernteten Lebensmitteln zu bringen. Die Kinder waren alle festlich herausgeputzt und Lamkis suchte sich einige von ihnen aus, um mit ihnen für Bilder zu posieren, die über die Zeitungen in ganz Ruaris zu sehen waren und auf Plakate gedruckt wurden. [3]

      Jeder Haushalt in Ruaris musste an prominenter Stelle ein Bild des Vorsitzenden aufhängen. Kam die Geheimpolizei vorbei und fand das Bild nicht, konnte dies unangenehme Konsequenzen haben, ähnlich wie es heute noch in Sarilien gehandhabt wird. Auch in Schulen, Ämtern und Fabriken hing das Bild des Staatslenkers und jeder musste bei seiner Ankunft davor niederknien. Wer sich weigerte hatte ebenfalls mit Konsequenzen zu rechnen, wie schwer die ausfielen, hing davon ab, wie die Lehrer und Vorgesetzten zu Lamkis standen. Es kam durchaus vor, dass jemand eingesperrt wurde, nur weil er diese Ehrerbietung verweigerte. [2]

      Den Namen von Lamkis durften die Ruarier nicht aussprechen, sondern mussten den Titel „Vorsitzender“ nutzen. Dies durfte mit Adjektiven wie „großer“ oder „geliebter“ verbunden werden. Hierdurch wollte sich Lamkis von den gewöhnlichen Menschen absetzen, was auch ein deutliches Zeichen von Größenwahn ist. [2]

      Soldaten, Polizisten und Elementarmagier, welche alle zwangsweise beim Staatskonzern RuarChem arbeiteten und ausgebildet wurden, mussten zusätzlich einmal im Jahr unter einem Joch hindurchschreiten und sich im Anschluss daran Symbol der Partei, eine stilisierte Sonne, auf die Stirn zeichnen lassen. [4]

      Wie man an diesen Beispielen sehen kann, war der Personenkult um Cuno Lamkis im damaligen Ruaris sehr ausgeprägt und beeinflusste viele Aspekte des alltäglichen Lebens.

      [1] Quintus Clossianus: Geschichte der Arunisch-Ruarischen Krieges.

      [2] Eiko Leriak: Ruaris unter dem Regime des Cuno Lamkiss.

      [3] Severina Martiana: Die ruarische Frühgeschichte und deren Missinterpretationen durch Cuno Lamkiss.

      [4] Dagny Armack: Ein Saatkorn in den Trümmern, ruarische Elementarmagie nach Cuno Lamkis.

      Formell erfüllt Ihr Kurzessay die Anforderungen, inhaltlich fehlt allerdings ein roter Faden. Sie zählen verschiedene Aspekte des Personenkults um Cuno Lamkis auf, es gelingt Ihnen aber nur unzureichend, diese in einen größeren Kontext zu stellen. Außerdem fehlt es Ihnen stellenweise an der in der Wissenschaft notwendigen Objektivität.

      Valerius Markonus, Institut für Neuere Geschichte, Universität Ergalla.
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      Sämtliche Namen und Bezeichnungen sind nur Platzhalter und können sich im Lauf der Zeit ändern.

      Der Orden Atachnel’s

      Sie arbeiten im Geheimen, sie verstecken sich wie Feiglinge, sie verbreiten die Falsche Wahrheit: die Diener Atachnel’s. Doch was können wir uns unter dem Kult um Atachnel vorstellen? Ein kleiner Kreis von Leuten in schwarzen Umhängen, die sich bei Nacht und Nebel im Keller eines verlassenen Hauses treffen und bei Kerzenlicht den Untergang der Zivilisation planen? Nein, dieses Bild haben die meisten von kaum bekannten dunklen Kulten, doch entspricht es – wie so oft – nicht der Wahrheit.

      Genauere Einblicke konnten uns nur durch den mutigen Weg unseres Bruders Ngonodin gewährt werden, der sich in Atachnel’s Orden eingeschlichen hatte, um mehr über die Machenschaften dieses Kultes herauszufinden. Hier seine Beschreibungen:

      Tag 1


      Ich habe herasugefunden, dass der ortsansässige Nerat Hanim mit dem Kult in Verbindung steht. Unter dem Namen Ignaril Liran habe ich mich ihm vorgestellt, und ihm ein Angebot unterbreitet, das er nicht ausschlagen konnte. 100 Kronen für die Hilfe, mich in den Dunklen Orden einzuschleusen, um diesen mit Informationen unterstützen zu können.




      Ja, meine Entscheidungen waren nicht immer nach dem Willen des Herrn, aber ich fällte sie reinen Herzens. Es war für meine Mission notwendig, möglichst überzeugt zu wirken, was mir beim besten Willen nicht immer gelang. Unsere Traditionen, unsere Werte, unsere Gewohnheiten, das alles musste ich zurücklassen, um wie ein Diener Atachnel’s zu wirken.




      Ich wurde sofort in den Innersten Kreis des Kultes geladen, zu einem Treffen, das ganz das Bild des gemeinen Volkes traf: Ich saß inmitten schwarz gekleideter Männer mit verhüllten Gesichtern im Verdunkelten Keller eines verlassenen Gasthauses. Dieses Treffen war jedoch das einzige der Art, nur der Innerste Kreis pflegte diese Gewohnheit. Ich gab meine Informationen preis – jene, die mein Ordensvorsteher mir sorgsam ausgewählt hatte – und dann boten sie mir die Stelle als Spion des Innersten Kreises an, unter Aufsicht von Doran Hamil Ferodan. Er war einer der Drei Hauptverantwortlichen unter dem mir bisher noch unbekannten Oberhaupt. Die anderen beiden waren Serat Ffan und Igoral Thêtt.




      Mit Ferodan besprach ich die Vorgehensweise der folgenden Woche: Er plante, das große Sommerfest, das im Haupttempel stattfinden würde, anzugreifen, und wir würden die ersten Vorbereitungen dafür treffen.


      ***


      Tag 2


      Ich habe mich mit einem Informanten an der Nordecke des Großen Marktes getroffen. Er soll Waffen für den Angriff bereitstellen. Meine Aufgabe war es, den Preis auszuhandeln. Zu meinem Entsetzen habe ich gute Arbeit geleistet und dem dunklen Kult mehrere hundert Kronen gespart. Vielleicht sollte ich demnächst ein bisschen „unvorsichtiger“ beim Verhandeln sein?


      Einige weitere Informanten, Verbündete und Söldner später musste ich feststellen, wie öffentlich die Angelegenheiten geregelt wurden. Kaum einer kam verdächtig – oder getarnt – gekleidet, erst recht nicht in schwarzem Umhang mit Kaputze. Und die Gespräche selbst fanden an Staßenecken, in Gasthäusern oder an Turnierplätzen statt – alles in der Öffentlichkeit, wo jeder zuhören könnte.


      Ich werde abends immer ins Stammlokal Ferodan’s geladen, wo dieser mit seinen Freunden, von denen einige nichts von seiner Beteiligung am Kult wissen, oder dies sogar verabscheuen würden, über Themen wie Wirtschaft, Wettkämpfe und Politik sprach – ganz wie jeder normale Mensch.


      ***



      Tag 3


      Heute haben wir ein altes Trainingsgelände besucht, das vom Heer vor Jahren aufgegeben wurde. Nun wird es von Atachnel’s Dienern verwendet, um sich auf die Entweihung eines unserer bedeutensten Feste vorzubereiten. Eine Schande ist das!


      Beim Training habe ich mir anscheinend meine wahre Loyalität anmerken lassen, denn die Rekruten betrachteten mich auf eine unangenehme Weise. Ich hoffe, das bleibt nicht so.


      ***




      Tag 4-26


      [Die Tage 4 bis 26 sind nicht in unseren Aufzeichnungen erschienen. Gewissen Vermutungen zufolge hat Ngonodin diese Tage nicht bei seinem Ordensvorsteher abgegeben, sondern behielt sie sich. Die Gründe dafür sind gänzlich unbekannt.]


      ***

      Tag 27


      Wir stehen drei Tage vor dem Angriff auf das Sommerfest. Ich fürchte, dass die Kultisten mir meine Nervosität anmerken könnten, doch habe ich mich schon eingelebt, sie achten nicht mehr auf Sonderlichkeiten.


      Bereitgestellt sind 200 Mann an Södnern, 127 Rekruten, die über den letzten Monat gesammelt und ausgebildet wurden – alle stehen auf unterschiedlichem Niveau – und dreißig langjährige Mitglieder des Kultes, unter anderem Ferodan selbst, der jedoch nicht mit der Meute selbst mitgeht. Ich soll mitten im Geschehen teilnehmen.


      Ankunftszeit am Tempel: später Nachmittag
      Beginn des Angriffs: Sonnenuntergang


      Der Angriff wird von Nordwesten aus starten. Ich gebe diesen Bericht mit den bereits vorbereiteten ab, bevor ich meine Mission beende.


      Achtet wohl auf den Orden, mein Meister!

      ***

      Trotz der Unvollständigkeit der Berichte wurde uns ein guter Einblick gegeben, der durch weitere dieser Missionen vertieft wurde. Unkglücklicherweise endete jede nachfolgende Mission mit dem Tod des Missionars. […]

      („Kulte – Verkörperungen des Guten und des Bösen“, 27. Kapitel)
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      Der Kult des achtfältigen Waldgottes

      Es ist dunkel. Über einer Waldlichtung scheint der Mond. Aus dem Dunkel des Waldes tritt eine Prozession. Sie wird von Fackelträgern flankiert, die sich entlang des Waldrands aufstellen und so die Szene ausleuchten.

      Zuerst kommen zwei Kultdiener in Roben aus ungebleichtem Leinen. Sie Harken einen runden Bereich in der Mitte der Lichtung ab. Dann stechen zwei weitere Kultdiener kurz hinter dem Mittelpunkt des gereinigten Bereichs ein quadratisches Stück Rasen aus und graben ein Loch. Den Aushub nutzen sie, um mithilfe der Grassoden einen kleinen Altar zu errichten. Die Seiten befestigen sie durch ein Weidengeflecht. Dann stellen zwei weitere Kultdiener neben dem Altar Leuchter auf und nochmal zwei Kultdiener platzieren eine Opferschale und ein Kultmesser auf dem Altar. Dann stellen sich die acht Kultdiener am Rand auf und bilden den Chor, der den Sänger antwortet oder den Refrain singen.

      Nun kommen zwei Unterpriester, die reinweiße Leinenroben tragen. Sie entzünden mithilfe von Spänen und etwas Glut, die sie in einer Schale so an dünnen Ketten zwischen sich tragen, dass es in der Dunkelheit aussieht als schwebe die Schale, die an den Leuchtern angebrachten Fackeln. Sie singen, was übersetzt als "Möge das Licht auf diesen Platz fallen wie die rechte Lehre und jetzt auch das Auge des Gottes." wiedergegeben werden könnte. "So sei es." antwortet der Chor.

      Zwei weitere Unterpriester treten an den Altar und und besprengen ihn und die Kultgegenstände mit zwei Wedeln mit Weihwasser, dass sie in einer Schale an dünnen Ketten zwischen sich tragen wie die ersten beiden Unterpriester die Glutschale. "Möge dieser Platz benetzt werden wie der Blick der Priester und jetzt auch der Segen des Gottes auf ihn fällt." lautet ihr Sang und der Chor antwortet wieder "So sei es."

      Die nächsten beiden Unterpriester umschreiten den Altar und ziehen hinter sich seltsam locker und groß aussehende Reiser hinter sich her. "Möge die Ordnung diesen Platz bereit machen wie die Ordnung des Kanons die Priester und jetzt auch dem Gott den Platz bereiten." ertönt, worauf der Chor sein "So sei es." singt.

      Die letzten beiden Unterpriester wirbeln in einem schnellen Tanz mit vielen Umdrehungen um den Altar und lassen dabei ebenso Gefäße, aus denen wohlriechender Rauch dringt durch die Luft wirbeln. "Möge dieser Platz mit Wohlgerüchen ausgezeichnet werden wie die Priester mit reinen Gedanken und der Gott mit Mitfühlen." "So sei es."

      Jedes Paar der Unterpriester gesellt sich nach seiner jeweiligen Säuberung dem Chor hinzu.

      Nun postieren sich die acht Rufpriester in grünen Roben um den geweihten Opferkreis. Sie beginnen damit den Gott zu rufen.

      "Oh Gott, erinnere Dich, wie Du geholfen hast Aldrik, Gerbald und Hunwolf.
      Oh Gott erinnere Dich, wie Du erleuchtet hast die Propheten.
      Oh Gott erinnere Dich, wie Du erlöst hast die Gläubigen, die gestorben sind."

      "Oh Gott erinnere Dich, wie Du uns geholfen hast" antwortet der Chor.

      "Oh Gott, schau wie wir Dir den Platz bereiteten mit Ordnung.
      Oh Gott, schau wie wir Dir den Platz bereiteten wie Du es gutierst.
      Oh Gott, schau wie wir Dir die Luft mit Wohlgerüchen angenehm gemacht haben."

      "Oh Gott, schau wie wir dir den Platz heiligten."

      Nun treten acht Bittpriester in blauen Roben zwischen die Rufpriester:

      "Oh Gott, bitte schenke uns Gehör für die Gaben.
      Oh Gott, bitte schenke uns Gehör in unserer Not.
      Oh Gott, bitte schenke und deine Gnade, die wir nur erflehen können."

      Und der Chor antwortet: "Oh Gott, bitte erhöre uns."

      Nun treten zwei Opferpriester in roten Roben an den Altar. Zwischen sich tragen sie eine Schale mit Blüten an dünnen Ketten. Die greifen hinein und werfen die Blüten über den Altar in die Luft. Dazu singt der Chor:

      "Oh Gott, nimm von uns Unwürdigen diese Blumen, damit sie dich erfrischen."

      Zwei weitere Opferpriester treten an den Altar. In der Schale zwischen sich tragen sie Dufthölzer, die sie in die Opferschale legen und anzünden. Dazu singt der Chor:

      "Oh Gott, nimm von uns Unwürdigen diese Wohlgerüche, damit sie dich erfreuen."

      Zwei weitere Opferpriester bringen dünne Stoffe zum Altar, die sie an den Holzspänen entzünden. Dazu singt der Chor:

      "Oh Gott, nimm von uns Unwürdigen diese Stoffe, damit sie dich wärmen."

      Schließlich treten zwei Opferpriester herbei, die in einem Käfig, den sie an dünnen Ketten zwischen sich tragen, ein Huhn zum Altar bringen. Sie stellen den Käfig ab und einer nimmt das Huhn aus dem Käfig. Der andere ergreift das Kultmesser und tötet damit das Huhn, dessen Blut in die Opferschale strömt. Dazu singt der Chor:

      "Oh Gott, nimm von uns Unwürdigen dieses Blut, damit es dich ernährt."

      Schließlich treten, nachdem sich die Opferpriester dem Chor hinzugesellten, acht Oberpriester in purpurnen Roben an den Altar:

      "Oh Gott, wir bitten dich, gewähre uns weiter Jahreszeiten und Ernte.
      Oh Gott, wir bitten dich, gewähre uns weiter Wachsen und Gedeihen.
      Oh Gott, gewähre uns weiter Frieden und Hoffnung.
      Oh Gott, gewähre uns weiter Sieg und Überlegenheit."

      Chor: "Oh Gott, wir bitten dich, erhöre uns."
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      Auuuus! Schlusspfiff! Kein Nachspiel! Speedbasteln für heute ist vorbei!
      Don't diagnose and drive.

      Dieser Bastler hat sich freiwillig dazu verpflichtet, ab sofort je Woche einen wertvollen Bastelpost mehr zu verfassen als bisher. Er möchte damit das Forum zu mehr Aktivität anregen. Hilf ihm und mach einfach mit!
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      Heute werden zahlreiche Lobsbeeren verteilt und man freut sich über die Zahlreichen Beiträge! Iä! Iä! Speedbasteln Fthag'n!

      @Veria Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
      @Elatan Preis und Ehr den gesegneten Baharwat!
      @Nharun Uh, da gibt es ja viele finster Vereinigungen in deiner Welt! Gefällt mir!
      @Amanita Hihi, mir gefällt, wie Meta du das gemacht hast. Regiert der geliebte Vorsitzende denn immer noch?
      @Chrontheon Bedauerlich für den Missionar.
      @Riothamus Ah, heute mal nicht die Zwerge! Was hält denn das Huhn von seiner Rolle?
      Braiiiins.
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      Teja: Schiiiick. Das ist ja ein schöner, harmloser Kult. Aber warum sollte jemand Fringella besiegen wollen? Ist es nicht besser, wenn mehr Wächter da sind? Wenn man ihn besiegt, ist es ja einer weniger.

      @Elatan: Hier der Gegensatz, ein richtig böser, böser Kult. Sofern Meister Oloro denn nun recht hat, jedenfalls. Allemal aber eine schöne Beschreibung.

      @Nharun: Whoa ... viel Text. Und viele Kulte. Wow. Bin beeindruckt ... nur das mit den Zungen kapier ich überhaupt nicht.

      @Amanita: Oh, ich liebe es. Ein echtes Universitätswerk inklusive Benotung.

      @Chrontheon: "Tod eines V-Manns", schade um ihn.

      @Riothamus: Liest sich nach einer glaubwürdigen Religion.
      Don't diagnose and drive.

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      Da Teja und wahrscheinlich auch Elatan die Zwerge vermissen, reiche ich einen kleinen Nachschlag:

      Nachdem das Opfer vollbracht ist, ordnen sich die Priester zur Prozession, während die Kulthelfer die Opfergaben samt Opferschale in der Grube verbergen, die sie mit Erde und Rasensode des Altars abdecken. Dann ordnen sie sich in die Prozession ein. Nachdem sich auch die Fackelträger an ihren Platz begeben haben, zieht die Prozession wieder fort.

      Hätte jemand die Szene genau beobachtet, hätte er -entsprechend gute Nachtsicht vorausgesetzt- in einem dichteren Teil des Waldrands verborgen eine Gruppe Zwerge entdecken können. Als die Prozession den Opferplatz verlassen hat, ertönt aus dieser Gruppe eine Frage: "Glauben die Oberflächlichen wirklich, dass sie die Götter bestechen können?"
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      @Veria: Wie kommt es dazu, dass diese "alte Wahrheit" bei den anderen Menschen in Vergessenheit geriet bzw. warum glaubt diese Sekte es? Und wie viel steckt dahinter?
      @Teja: Das kommt mir grade bekannt vor ... hattest du darüber nicht schonmal geschrieben? Das mit den Träumen ist unheimlich aber (oder gerade deswegen) cool!
      @Nharun: Uh, gleich so viele Kulte, die allesamt recht düster sind. Me gusta!
      @Amanita: Och, ich finde es ganz in Ordnung, da soll der werte Valerius Markonus nicht so meckern. ;D Die Essay-Form ist toll und der Inhalt interessant. :)
      @Chrontheon: Hoffentlich war Ngonodins Opfer nicht umsonst und es wird gewürdigt! Ein richtig schöner Beitrag.
      @Riothamus: Ein interessanter Einblick in den Ablauf einer solchen Zeremonie - auch ohne Zwerge gibt es daher Lobsbeeren! ;D

      EDIT: *Rio noch mehr Lobsbeeren geb*
      Straße war gestern, du siehst mich im Board
      Ich häng im World Wide Web, das ist kein friedlicher Ort
      Opfer, wag einen Blick auf die oberen Ränge
      Schieb Respekt; ich bin Forenlegende.


      ~ Komm in den Chat. Wir haben Kekse. ~
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      @Elatan: Die "alte Wahrheit" hat sich weiterentwickelt. So wie Frau Holle früher wohl mal eine Göttin war, ist es auch mit Pateyi. Der Kult ist quasi "neo-potiagtistisch", hat eine alte Religion ausgebuddelt und sich was draus gestrickt.
      Und was dahintersteckt? Nix, wie es bei laharischen Religionen so üblich ist.
      Don't diagnose and drive.

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      Ui, da sind ja einige Beiträge zusammen gekommen. Ich hoffe ich habe niemanden übersehen:

      @Veria Fiese Sekte, aber interessantes Gedankenkonstrukt dahinter.
      @Teja Ich mag deine Wächter an der Schwelle von Traum und Wachen!
      @Elatan Gespriesen sei Dagon! Ein wunderbarer Bericht, ein schönes, düsteres Geheimnis. Gefällt mir sehr!
      @Amanita Hübscher Personenkult! Toll, dass du auf diese Weise an das Thema herangegangen bist!
      @Chrontheon Tolles Format! Und sehr interessanter Inhalt!
      @Riothamus Oh Gott, ist der Text super! Interessanter Inhalt in wunderschöner Form! Abzüge, weil keine Zwerge dabei sind ;) (Hab den Nachschlag gesehen, also keine Abzüge bei den Lobsbeeren!)
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      Nein, der geliebte Vorsitzende regiert nicht mehr. Schließlich haben die Arunier den Ruariern glücklicherweise Freiheit, Demokratie und Menschenrechte gebracht. *hüstel*
      Lamkis Ableben war aber für das Land wirklich nicht unbedingt von Nachteil, auch wenn der Preis ziemlich hoch war.
      @Veria Das klingt ja nach einem unsympathischen Kult und weckt auch Neugierde auf die Hintergründe.
      @Teja Du bist glaube ich einer der wenigen, der einen nicht bösen Kult hat, sondern einen positiven, jedenfalls interessante Idee
      @ElatanIst das eigentlich in-world so Realität, oder steckt da noch was anderes dahinter.
      @NharunEine interessante Sammlung unterschiedlicher Kulte. Du hattest mich ja beim Alchimistenzirkel. ;)
      @Chrontheon Interessante Geschichte, die ich mir auch mit mehr Detail vorstellen könnte. Wie der erste Missionar schließlich endet, bleibt ja auch offen, oder habe ich da die Andeutungen nicht verstanden? Edit, nachdem ich die Kommentare der anderen genauer gelesen habe, scheint er seinen Auftrag wohl nicht überlebt zu haben…
      @Riothamus Ein ziemlich aufwändiges Ritual. Scheint aber auch eher einer akzeptieren Religion anzugehören, oder täusche ich mich da?