[Anatomie] Wie funktionieren eure Wesen?

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    • [Anatomie] Wie funktionieren eure Wesen?

      Hey zusammen :)
      Vor einiger Zeit habe ich mir Gedanken gemacht, warum z.b. Drachen Feuer speien können und wie Zwerge in ihren Höhlen eigentlich überleben.
      Ich wollte die Besonderheiten meiner Völker nicht nur nennen können sondern auch anatomisch bzw. wissenschaftlich erklären. (z.b. Die Anpassung an ihr Umfeld, Besonderheiten einer Rasse...)

      Hier ein Beispiel den Zwergen:
      Um die sauerstoffarme Luft in den Höhlen auszugleichen enthält das Blut der Zwerge besonders viel Hämoglobin, weshalb dieses sehr dick ist.
      Zur Beförderung dessen benötigen Zwerge ebenfalls Zwei herzen (oder mehr)

      Das habe ich mir für die Drachen ausgedacht:
      Drachen besitzen eine zusätzliche Kammer im Brustkorb, in denen sich ein Gasgemisch ansammelt, das bei ihrer Verbauung entsteht.
      Die Gaskammer sorgt für den Nötigen auftrieb beim Fliegen und ist für das Feuerspeien essentiell.
      Durch kiemenartige Einschnitte in der Kopfseite (Nein, es sind keine Kiemen) filtert der Drache reinen Sauerstoff in den Rachenraum. Anschließend Presst er Das Gasgemisch, dass sofort mit dem Sauerstoff reagiert, aus der Gaskammer und entzündet somit eine gewaltige Flamme.

      Habt Ihr auch ähnliche Details über eure Wesen herausgearbeitet, oder basieren bei euch die Besonderheiten (z.b. Feuerspeien oder Fliegen) auf Magie?
      Was macht eure Wesen besonderst, wieso?
      Wie funktionieren eure Wesen?

      Das wäre es erstmal von mir....ich bin schon gespannt auf die Antworten :D
    • Ich bin doof - ich hab die ganze Zeit die Überschrift als "Wie funktionieren eure Welten?" gelesen und mich gefragt, was das mit Anatomie zu tun haben soll. :pfeif:

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      Issoy:

      Anatomie ist für mich tatsächlich stellenweise ne ungeklärte Frage. Bei Issoys menschlicher Bevölkerung gehe ich im Allgemeinen zwar davon aus, dass sie weitgehend der irdischen entspricht, aber ich bin mir dann wieder nicht sicher, ob es so etwas wie DNA gibt, oder ob das doch irgendwie anders funktioniert... ähnlich wie mit der irdischen Physik ist es nämlich auch bei der Magie so, dass die in sehr kleinen Maßstäben nochmal anders funktioniert. D.h. auf der Ebene, wo irdisch chemische Reaktionen ablaufen würden, passieren wohl zwangsläufig schon ne Menge magischer Wechselwirkungen.

      Bei den Sternenboten/Dachziegelfressern hingegen ist mir klar, dass die noch nicht einmal aus Fleisch bestehen, sondern aus einer tonartigen, steinigen Substanz. Die haben auch keine oder nur rudimentäre (und vielleicht optional mal erscheinende) innere Organe. Ob das Verspeisen von Dachziegeln ein urbaner Mythos ist oder etwas, das sie tatsächlich tun - nun ja, ist mir noch nicht so ganz klar. Aber Sternenboten sind in den Traumzonen nativ, also gilt die irdische Physik für sie praktisch gar nicht. Deswegen können sie auch in leerer Luft klettern - bereits die tierisch-intelligenten Jungtiere machen das.

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      Islasht:

      Auch hier sind Menschen irgendwie noch fleischlich wie auf der Erde, aber es gibt ja beinahe keine Tiere und überhaupt keine Pflanzen auf der Welt, insofern ist da mit Biologie nicht so viel. Andere Wesen sind nicht mal formstabil, d.h. können sich amöbenhaft verhalten, hin und wieder aber auch ganz humanoid, je nach Situation.

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      Ngiana:

      Ngiana ist erdähnlich und sollte im Wesentlichen nach irdischer Physik funktionieren, hin und wieder mit etwas magischen Nebeneffekten, die aber im Hintergrund bleiben. Das körperliche Wachstum der Orks ist magisch beeinflusst, allerdings dürfte das eher so laufen, dass die betreffende Magie z.B. Hormonspiegel und einzelne Nerven steuert und damit Wachstum ankurbelt oder bremst. Vielleicht gibt es solche Effekte auch bei Menschen, aber sie sind dort so schwach, dass sie kaum nachgewiesen werden können. Und der Pilz, den die Mislirni für ihre Fortpflanzung benötigen - auch da gibt es vermutlich zumindest einen leichten magischen Effekt, der darauf achtet, dass alles hinhaut. Oder es funktioniert komplett biologisch, aber die Entstehung des Pilzes selbst war magisch. Ich will mir immer ein Hintertürchen aufhalten, damit mir irdische Biolog*innen nicht hineinpfuschen können, da mich Biologie meist weniger interessiert.^^

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      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
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    • Das ist eine interessante Frage. Viel hab ich mir noch nicht darüber überlegt, nur, dass die Eiselfen blaues Blut haben. Die Farbe kommt durch das Hämocyanin zustande, das dem Hämoglobin bei sehr niedrigen Temperaturen überlegen ist. Ich werd mir noch mehr überlegen, und das hier dann reinschreiben!
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    • @Jundurg
      Ist mir auch passiert. :D

      Meine Wesen funktionieren weniger naturwissenschaftlich, mehr magisch auf Basis von ISSO. Manche Kreaturen sind bewusst so gestaltet, dass sie "logisch" vermutlich gar nicht funktionieren können (oder erst ein Wissenschaftler, der weiß wovon er redet, erklären könnte dass es eben doch funktionieren kann).
      Bei der Gestaltung anderer Kreaturen achte ich wiederum schon drauf, dass sie oberflächlich zumindest etwas glaubwürdig erscheinen, sodass auch ein Normalsterblicher sich vorstellen kann, dass das in dieser Welt funktioniert.
      Bei Flugwesen wie zB Drachen würde ich "heutzutage" schon schauen, denen entsprechend große und mit dem Körper verwachsene Flügel zu geben, damit man sich das besser vorstellen kann, dass das Vieh flugfähig ist und nicht einfach nur "fliegen kann, weil es will".
      Wenn es ein epischer Drache sein soll, dann würde ich dem eher keine hutzeligen Flügelchen verpassen, aber wenn der Drache zwar schrecklich sein soll und alle ihn fürchten sollen, aber doch ein humoristisches Element haben soll, dann würden sich kleine Flügelchen anbieten - und meine Welt beinhaltet beides - das Lächerliche und das Epische.

      Spontan fällt mir da nur ein Beispiel ein:
      Meine Vogelhörnchen, die eine Entwicklung durchmachen von einem nicht geflügelten Hörnchen ohne Schnabel zu einem Papageichörnchen (also Vogelhörnchen) mit Schnabel statt Nagezähnen + Flügeln.
      Schaut man sich Schädel von Eichhörnchen und Vögeln an, kann man sich - abgesehen von der Position der "Nasenlöcher" - mit etwas Fantasie schon vorstellen, dass sich daraus ein Papageienschnabel entwickeln könnte. :)
      nobody.
    • Am biologisch Interessantesten sind bei mir sicherlich die Feen.
      Aus einem Samen wächst eine kräftige rote Blume mit einem ausgeprägten Nervensystem, welches jedoch keine Ahnung hat wie man sich bewegt. Eine weitere Fee, auch mit geöffneten Blütenblättern (Zombiefee), läuft auf ihren wurzelartigen Füßen durch die Gegend und sieht die rote Blüte der neuen Fee. Sie kann sehen, denn Feen haben spiralförmig angeordnete Löcher in ihrem Stiel, durch welche Licht auf die gekrümmte Netzhäute im Inneren des Stiels fällt. Ein aufgeregtes Pfeifen ist zu hören, denn um die Augen sauber zu halten schiebt sich ein kleiner Aufzug durch den Stängel und drück dabei Luft durch die Augenlöcher was einen Pfeifton verursacht. Die Zombiefee paart sich mit der kürzlich gewachsenen und noch im Boden steckenden Fee. Bei beiden Fee wird sich ihre Blüte wie Tulpenkopf schließen und darin entwickelt sich nun eine Frucht mit neuem Samen. Die energiereiche Frucht nährt und schützt den Samen, welcher das Gehirn der Fee darstellt. Die Fee gräbt sich aus, lernt zu laufen und wird von ihren Artgenossen in die Gesellschaft aufgenommen. Da sie einen neuen Körper hat ist sie ein unbeschriebenes Blatt.
      Mit zunehmendem Alter wird die Frucht reifer und der Nervenknoten, der das Gehirn mit den Nerven des Körpers verbindet wird schwächer. Es kommt zu einer Art motorischen Demenz, der Körper der Fee handelt zunehmend eigenständig während das Gehirn, also der Samen, weiterhin versucht das Verhalten zu rationalisieren. Die Fee wird irgendwann einfach in den Wald gehen, als hätte sie es fest geplant. Dort sucht sie sich einen schönen Ort, greift in den schon leicht offenen Blütenkelch und reißt sich die Frucht aus dem Kopf, um sie liebevoll bis rabiat in den Boden einzupflanzen. Das Gehirn hat nun weder In- noch Output und verbringt den Rest seiner Zeit einsam denkend, bis aus ihm selbst ein neuer Feenkörper keimt. Der alte Körper indes handelt eigenständig. Das robuste Nervensystem hat in seinem Leben allerhand Bewegungen und ähnliches gelernt, welche es nun zufällig oder reflexartig abspielt. Diese Zombiefee wird wieder eine Blüte bekommen und sich auf die Suche machen nach anderen paarungsfähigen Feen, sprich sie wird alles knallrote angehen. So ein Körper kann für einige Generationen leben und somit eine Dynastie aufbauen. Alte Körper haben also immer einen Ruf in der Gesellschaft. Lustig ist auch, dass der Körper, mit jeder neuen Person in sich, immer mehr Bewegungen lernt und deshalb Zombies mit alten Körpern immer interessantere Bewegungsmuster an den Tag legen. Feen spielen auch für Menschen eine interessante Rolle, allerdings oftmals nur, weil die Frucht der Fee besonders süß ist und deshalb als Delikatesse gilt.

      Danke noch mal an alle Bastler, die daran mitgebastelt haben.