[Epochen] Epochenübergang, -schwelle und -umbruch

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    • [Epochen] Epochenübergang, -schwelle und -umbruch

      Hallo!

      Ich würde gerne einmal von euch wissen, wie der Übergang von der einen zu der anderen Epoche, z. B. vom Spätmittelalter zu früher Neuzeit,in euren Welten von statten geht. Was war der ausschlaggebende Punkt oder welches Ereignis die historische Zäsur, weswegen es den Übergang in eine andere Epoche einleitete? Welches Ereignis, welche Erfindung oder Person etc. läutete diesen Übergang ein? Ist es ein langsamer, schleichender Prozess oder ein plötzlicher, abrupter, einschneidender Übergang?

      In meinem Weltenprojekt beispielsweise beendeten die dunklen Kriege – wie ich bereits in einem anderen Thread (Schlachten von weltgeschichtlicher Bedeutung), den ich ausgrub, es in einem Beitrag beschrieb - die spätmittelalterliche Epoche am Ende der Alten Zeit und leiteten den Übergang in die Epoche der frühen Neuzeit ein.

      Ich bin gespannt auf eure Antworten diesbezüglich.
      Ich weiß, dass ich weiß, dass ich nichts weiß.
    • Auf der Insel Laharia gibt es vier schleichende und einen abrupten Übergang. Schleichend bedeutet dabei einen überlappenden Zeitraum von bis etwa zweihundert Jahren, abrupt hingegen ist der durch eine magische Naturkatastrophe ausgelöste letzte Übergang, der weniger als ein Jahr dauerte.
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    • Ich würde Zeitabschnitte meiner erfundenen Welten nicht mit irdischen vergleichen. Der Ablauf Altertum, Mittelalter, Neuzeit ist nicht vorgegeben und das Mittelalter als Epoche wahrzunehmen, ergibt nur aus bestimmten historischen Konstellationen heraus und in bestimmten geographischen Gebieten Sinn. Dass sich aufgrund der Art der zur Verfügung stehenden Quellen bei den Historikern Althistoriker, Mediävisten und Neuzeitler herausgebildet haben, ist nur ein Zufall. Ansonsten kann man durchaus von der Perpetuierung von Vorurteilen des 19. Jahrhunderts sprechen.

      Und wenn es an das populäre Bild dieser Epochen geht, wird es noch widersprüchlicher, weil z.B. eine ganze Menge Erscheinungen der Frühen Neuzeit auf das Mittelalter übertragen werden. Selbst Historiker haben lange das Ende des Römischen Reiches mit dem Übergang von Antike zu Mittelalter verwechselt, obwohl das Reich im Osten erst 1453 vernichtet wurde und auch im Westen von Kontinuität gesprochen werden muss. So wurden die Frankenkönige als Statthalter eingesetzt, wodurch das Frankenreich eine Aktualisierung römischer Herrschaft war.

      Es muss ganz einfach gesagt werden, dass die Begriffe nicht definiert sind, sondern historisch gewachsen und damit erst einmal nichts besagen.

      Dann ist die Geschichte kein regelmäßiger Prozess, sondern handelt von individuellen Ereignissen. Daher gibt es bei einem Epochenübergang kaum 'Typisches'.
    • Er hat das ja nur als Beispiel gebracht, ich nehme nicht an, dass es in seiner Welt genau die irdische historische Einteilung gibt. Laharia hat die jedenfalls nicht, die dortigen Historiker reden von schriftloser Zeit, Frühzeit, Splitterzeit, Zeit der Daliat, sicauischer Zeit und neuer Zeit.
      Don't diagnose and drive.

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    • Für Ngiana verwende ich momentan tatsächlich so Begriffe wie Antike, Mittelalter, Neuzeit... aber nur als Platzhalter! Ich weiß einfach noch nicht genügend, als dass ich die Geschichte sinnvoll einteilen könnte, und manchmal brauche ich eine ganz grobe Vorstellung.

      Was schon einigermaßen sicher ist, ist die Relevanz einer "Eisenzeit" - Eisen hat spezielle magische Eigenschaften, sodass mit der Herstellung von Eisen ein ganzer neuer Magiezweig freigeschalten wird.

      Am Südpol dürfte ein markanter Übergang sein, ab wann Dampfkraft genutzt wird. Aufgrund der speziellen Lage dieser Zivilisation dürfte das zu einem Zeitpunkt sein, wo überall sonst auf der Welt noch Steinzeit ist...

      ~

      Bei Issoy tu ich mir auch schwer... abgesehen von den offensichtlichen Daten wie der Gründung von Issoy und den Zerfall von Issoy. Dazwischen gibt es einige technologische Sprünge, die vermutlich immer wieder in Phasen längerer Stabilität münden, bevor der nächste Sprung kommt. Und die letzte solche technologische Sprungphase endet dann eben in einer weltweiten Katastrophe.

      Zumindest was die magietheoretischen Paradigmenwechsel zur Gründerzeit angeht, hab ich mir schon einiges überlegt, aber danach wird es weird, weil ich schlicht nicht weiß, wie die Alltagstechnologie eigentlich aussieht.
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Black Knight schrieb:

      Was war der ausschlaggebende Punkt oder welches Ereignis die historische Zäsur, weswegen es den Übergang in eine andere Epoche einleitete? Welches Ereignis, welche Erfindung oder Person etc. läutete diesen Übergang ein? Ist es ein langsamer, schleichender Prozess oder ein plötzlicher, abrupter, einschneidender Übergang?

      Ich verwende für die Toraja tatsächlich ähnliche bis identische Epochenbezeichnungen wie wir sie auf die irdische Geschichte anwenden. Die Umbrüche zwischen den einzelnen Epochen wurden von den Torajanern mal mehr, mal weniger deutlich gespürt, aber die von mir benutzten Epochenzuweisungen stammen alle aus dem Jahr 1979 - der "Jetztzeit" aus deren Blickpunkt heraus ich meine Website gestalte, und die wie unsere Begriffe im Nachhinein auf die Geschichte angewendet wurden.

      Den Übergang zwischen der torajanischen Antike und der Klassik hat vermutlich kein damaliger Weltbewohner als Umbruch wahrgenommen. Hier ist es stark das "Jetzt", dass in der Klassik die greifbaren Ursprünge der eigenen Kultur sieht und sie deshalb von der archaischeren Antike abgrenzt.

      Die Klassik endet jedoch abrupt und fühlbar durch den Weltenbrand und die ihm folgende Dunkle Zeit, diejenigen, die Überlebten oder das Glück hatten nicht sofort und unmittelbar betroffen zu sein, sahen sich dennoch von jetzt auf gleich mit einer ganz neuen Umwelt konfrontiert und ihre alte Welt zerbröckelte. Vielleicht haben manche diese Epoche sogar damals bereits als Dunkle Zeit bezeichnet, aber wahrscheinlich haben sie es eher als Endzeit verstanden.

      Der Übergang von der Dunklen Zeit ins torajanische Mittelalter geschieht auch schleichend, möglicherweise hat man in der Zeit, die Gelehrte heute das Hochmittelalter nennen, sich endgültig der Dunklen Zeit entwachsen gefühlt und hätte irgendwo hier - in der Mitte dieser historischen Epoche die Zäsur gesetzt. Auch die Renaissance kommt schleichend um die Ecke, obwohl manche Freigeister sich in einer neuen Zeit gesehen haben mögen.

      Ein für die Bewohner spürbarer Umbruch ist das Revolutionszeitalter in dem eine industrielle Revolution schnell zu einer magischen Revolution und diese zu einer expansionistischen Revolution führte, die insgesamt innerhalb von 250 Jahren die Welt mehrmals radikal veränderten. Besonders die magische Revolution, die die berecherenbarere Magie mit den neuen industriellen Möglichkeiten verknüpfte und die Expansion über die Weltmeere hinaus ermöglichte wurde von den Torajanern deutlich als neue Zeit wahrgenommen - vorher war wirklich alles anders und danach war es nie mehr so wie davor, oder so.

      Die folgenden Zeitalter, namentlich die Moderne und das Kernzeitalter gehen dann wieder fließender in einander über, wobei die Entwicklung der GEV, der großen einheitlichen Verzerrrungstheorie dann doch wieder eine deutliche Zäsur bildet und den Beginn des Informationszeitalters (der "Jetztzeit") markiert: Durch die nahezu vollständige Ausmerzung des letzten magischen Restrisikos werden magische Computer möglich und die nahezu risikolose Nutzung von Magie macht das Abschreckungspotenzial vieler Waffen (besonders der großen Massenverderbniswaffen des Kernzeitalters) ein Ende; auch hier kann kein vernunftbegabter Mensch verleugnen, in einer neuen Zeit zu leben.


      Summa Summarum: In der Geschichte der Toraja gibt es vor allem schleichende Umbrüche, die nur aus dem Nachblick und mit einer gewissen Unschärfte als Epochengrenzen zu bezeichnen sind. Manche Ereignisse haben die Welt aber so nachhaltig verändert, dass selbst die damals Lebenden erkannt haben, dass in ihrer Lebenszeit Geschichte gemacht wurde.

      ---
      Wer ein Bisschen mehr über die einzelnen Epochen und ihre Unterepochen erfahren möchte, kann gerne einen Blick auf meine Website werfen, erwartet aber bitte keine Informationen, die über grobe Stichpunkte hinausgehen!

      Ich verpacke das Folgende mal in Spoilerpapier, weil die Eingangsfrage nicht direkt danach fragte, ich aber genauer erläutern möchte, warum ich irdische Epochennamen verwende:

      Warum verwende ich irdische Epochenbezeichnungen fast 1 zu 1?



      Ich benutze die Toraja als Hintergrundwelt für mein Rollenspiel und kann durch den Verweis auf eine irdische Epoche meinen Spielern schnell ein grobes Bild von dem geben, was sie erwartet. Wir spielten bisher vor allem in Antike und Klassik - und hier lieferten die Vorstellungen, die die Spieler aus ihrem irdischen Erfahrungsschatz mitbrachten, eine gute Grundlage für das gemeinsame Spiel, auch wenn die torajanischen Epochen zwar so heißen wie unsere Irdischen, aber dennoch nicht identisch sind: In der Klassik gibt es bspw. durchaus erste Dampfmaschinen und mindestens ein Großreich, dass seinen Aufstieg u.a. dem Einsatz von Schießpulverwaffen zu verdanken hat.

      Zweitens habe ich mir als Ziel gesetzt, auch wenn ich mit meinen RPGlern in Antike und Klassik spiele, die Welt aus einem Blickwinkel zu betrachten, der unserem Jetzt näher ist. Auch damit ich nicht dauerhaft in gekünstelter, altertümlicher Schreibweise über meine Welt schreiben muss. Für die Lücke zwischen der Zeit, aus der heraus ich schreibe, und der Zeit, zu der die meisten Weltinformationen gehören, habe ich einige Eckpunkte definiert, ein paar Stichworte. Wenn ich diese jetzt unter irdischen Epochennamen subsumiere, kann ich mit den Klischees und Wissensversatzstücken zu diesen Epochen schnell ein etwas genaueres Bild der Welt in jener Epoche haben, ohne dass ich sie im Detail gebastelt haben muss - das ist z.B. praktisch fürs Speedbasteln, bei dem ich immer wieder mal Zeug in unterschiedlichen Epochen ansiedle.

      Natürlich sind Namen wie "die Zeit der streitenden Reiche" oder "die Epoche der zauberhaften Blüten" klingender und interessanter, aber sie bilden auch erst einmal eine Hürde, die ein potentiell an der Welt interessierter nehmen muss - und nicht alle sind begeisterte Weltenbastler, die allein schon die Neugier dazu verleitet, zu lernen was hinter diesem oder jenen exotischen Begriff schlummert. Die Verwendung bekannter Begriffe öffnet die Weltgeschichte ein Stückweit dem Leser, ohne dass groß erklärt werden muss. Die Welt wird zugänglicher und von einer gemeinsamen Basis aus, können dann Unterschiede beleuchtet und hervorgehoben werden.

      Diese Sichtweise hängt natürlich auch mit meiner Bastelphilosophie (siehe 2. Spoiler) zusammen, daher erhebt sie keinen Anspruch darauf, die einzig wahre Meinung(tm) darzustellen.


      Nharuns Bastelsphilosophie in Kurzform, weil ich sie oben Ansprach, aber sie nicht jeder kennt (oder kennen müsste)
      Ich Schrecke nicht vor irdischen Anleihen, Klischees, Topoi oder geschätzten Elementen bekannter Welten zurück, ich versuche sie zu einem für mich harmonischen Ganzen zu verschmelzen und ihnen vor dem Hintergrund meiner Welt einen Sinn zu geben. Ich strebe daher nicht danach Dinge komplett "neu" oder "noch nie dagewesen" zu machen, meine Welt(en) soll(en) nicht anders um des Andersseins willen zu sein.


    • Riothamus schrieb:

      Ich würde Zeitabschnitte meiner erfundenen Welten nicht mit irdischen vergleichen. Der Ablauf Altertum, Mittelalter, Neuzeit ist nicht vorgegeben und das Mittelalter als Epoche wahrzunehmen, ergibt nur aus bestimmten historischen Konstellationen heraus und in bestimmten geographischen Gebieten Sinn. Dass sich aufgrund der Art der zur Verfügung stehenden Quellen bei den Historikern Althistoriker, Mediävisten und Neuzeitler herausgebildet haben, ist nur ein Zufall. Ansonsten kann man durchaus von der Perpetuierung von Vorurteilen des 19. Jahrhunderts sprechen.

      Und wenn es an das populäre Bild dieser Epochen geht, wird es noch widersprüchlicher, weil z.B. eine ganze Menge Erscheinungen der Frühen Neuzeit auf das Mittelalter übertragen werden. Selbst Historiker haben lange das Ende des Römischen Reiches mit dem Übergang von Antike zu Mittelalter verwechselt, obwohl das Reich im Osten erst 1453 vernichtet wurde und auch im Westen von Kontinuität gesprochen werden muss. So wurden die Frankenkönige als Statthalter eingesetzt, wodurch das Frankenreich eine Aktualisierung römischer Herrschaft war.

      Es muss ganz einfach gesagt werden, dass die Begriffe nicht definiert sind, sondern historisch gewachsen und damit erst einmal nichts besagen.

      Dann ist die Geschichte kein regelmäßiger Prozess, sondern handelt von individuellen Ereignissen. Daher gibt es bei einem Epochenübergang kaum 'Typisches'.
      Es geht ja auch nicht um die realen Epochen in der Historie und deren Übergänge/Schwelle und deren Vergleich mit Epochen eigener, selbst erfundener Welten, sondern es geht um die Epochen in eurer Welt bezüglich derer Übergänge/Schwelle, auch wenn das mit diesen Epochenübergängen und -schwellen ja in der realen Welt eine sehr heikle, umstrittene, subjektive Sache zu sein scheint - da hat wohl jeder eine eigene Meinung, denn es war, wie Veria es richtig feststellte, nur ein Beispiel aus der realen Welt, die ich heranzog.
      Es ist völlig klar, dass diese Begriffe nicht definiert sind, sondern historisch gewachsen und damit erst einmal nichts besagen und das die Geschichte kein regelmäßiger Prozess ist, das habe ich auch nicht gesagt.
      Es geht in meiner Frage eben um Epochenübergang und -schwelle in eurer Welt, da kann es natürlich auch diese Problematik der Abgrenzung der Epochen eben auch so vorkommen, so sein, wie oben zitiert, oder es kann natürlich in einer erfundenen, eigenen Welt auch ganz anders sein.
      Ich hätte meine Frage (Ausgangsfrage) wohl klarer formulieren sollen. :meh:
      Ich weiß, dass ich weiß, dass ich nichts weiß.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Black Knight ()

    • Interessantes Thema. Ich habe dazu noch eine relativ vage Idee, aber es ist noch nicht im Detail ausgearbeitet.
      Bei mir gibt es eine große Zeitenwende in der silarischen Geschichte und zwar die Entdeckung der chemischen Elemente und deren Verbindung zur Magie. In der silarischen Frühzeit, ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich sie Antike nennen will, weil man damit ja ein ganz bestimmtes Bild verbindet, gab es "eine Magie" und Magier, die sich auf verschiedene Richtungen spezialisiert haben, wobei aber nichts von einer Verbindung zu chemischen Elemente bekannt war.

      Das wurde nach und nach in verschiedenen Teilen von Silaris entdeckt und dann gab es den großen Knall, den "Krieg der Elemente", wo die verschiedenen Gruppen versucht haben Anhänger zu finden und um die Vormacht zu kämpfen. Dieser Krieg war eine sehr deutlich Zäsur und danach war Silaris auch kulturell sehr stark verändert. Durch zahlreiche Brände ist viel Wissen über die alten Kulturen verloren gegangen.
      Von einem dunklen Zeitalter oder Mittelalter kann man im Anschluss aber nicht unbedingt sprechen, weil es neue technologische Entwicklungen gegeben hat, während anderes Wissen verloren gegangen ist. In der Summe hat sich die Lebensqualität und Erwartung nach dem Wiederaufbau aber nicht unbedingt verschlechtert, denn gerade was Hygiene, Desinfektion und Schädlingsbekämpfung angeht, gab es damals schon einige Entwicklungen. Elavien hat aber Elementarmagie geächtet und ist deswegen als einstige Großmacht nach und nach hinter andere Mächte zurückgefallen. Ruaris war da am nächsten an unserem Mittelalter, weil es dort in dieser Zeit ein Feudalsystem und einen König gab, Elavien auch noch näherungsweise, aber die nadarische und später arunische Gesellschaft dieser Zeit war eher antik, am ehesten vergleichbar mit der attischen oder römischen Republik, also ganz grob zusammengefasst Wahlrecht für reiche Männer.

      Die Industrialisierung in Arunien und Ruaris wurde eingeleitet, nachdem dort entdeckt worden war, dass man Kunstdünger herstellen kann. Das war über einen langen Zeitraum hinweg aus naturmystischen Gründen für unmöglich gehalten worden. Die steigenden Erträge führten dort zu einem starken Bevölkerungswachstum und zur Versorgung und Beschäftigung dieser Menschen hat sich dann nach und nach eine Industrie entwickelt, was diese beiden Staaten zu Weltmächten werden ließ, die durch ihren Einfluss auch die Industrialisierung der anderen Länder durchsetzte.
      Nach dem Arunisch-Ruarischen Krieg blieb Arunien als Vormacht in Silaris zurück und die im Großen und Ganzen bis heute vorherrschende Weltordnung hat sich ausgebildet.

      @Nharun Noch eine Frage zu deiner Welt. Warum nennst du eines deiner Zeitalter eigentlich "Kernzeitalter", obwohl die Massenvernichtungswaffen magischer Natur sind und nichts mit Atomkernen zu tun haben? Willst du da trotzdem die entsprechende Assoziation, oder gibt es noch einen anderen Grund?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Amanita ()

    • 1. Anmerkung: Namen sind lediglich Platzhalter (ich habe noch keine richtigen Namen und keine eigene Sprache).

      2. Anmerkung: Ich bevorzuge stichpunktartige Beschreibungen und keinen blumig ausgeschmückten Roman, der sich um den heißen Brei dreht, anstatt auf den Punkt zu kommen, und komme gleich zu den harten Fakten bezüglich meines Weltenprojekts, denn man will ja einerseits nicht zu viel verraten und andererseits sieht es ordentlicher aus.

      Die Epochen (mit kurzer Beschreibung) mit Übergängen sind bei mir wie folgt:

      Die Vorzeit (schleichender Übergang über mehrere tausend Jahre):
      Entspricht der realen grauen Vorzeit.

      Die Zeit der Weisen von den Sternen (abrupter Übergang):
      Die Zeit, in der Außerirdische auf diese Welt kamen und den Menschen Wissen vermittelten. Es gab mehrere außerirdische Hochzivilisation, die dann (wie konnte es anders sein…) durch verheerende Kriege und gewaltige Kataklysmen vernichtet wurden. Bis Heute ist deren Hochtechnologie im Erdreich verschollen.

      Die Ältere Zeit (langsamer Übergang über mehrere Jahrzehnte):
      Diese Epoche ist vergleichbar mit der realen Antike. Es gab zwei Weltimperien, das Silberimperium im Westen und das Jadeimperium im Osten, die sich bekriegten. Das Silberimperium unterwarf das Jadeimperium, daraufhin ging das Silberimperium durch Aufstände, Bürgerkriege, Hungersnöte und Seuchen unter.

      Die Alte Zeit (abrupter Übergang):
      Die „Alte Zeit“ unterteilt sich in früh- hoch und spätmittelalterliche „Alte Zeit“. Es existierten viele Reiche die dann irgendwann große Machtblöcke bildeten. Die „Alte Zeit“ wurde durch die dunklen Kriege mit dem finalen „Sturm aus dem Osten“ abrupt beendet.

      Die frühe Neuzeit (schleichender Übergang):
      Diese Epoche heißt genauso wie die reale Epoche. Es gab mehrere Perioden, die kurioseste davon ist sicherlich die Karnevalszeit (vergleichbar mit der napoleonischen Ära) wegen den bunten Uniformen. Es wurde in dieser Epoche die Dampfmaschine erfunden.

      Die Neuzeit:
      Da habe ich noch nichts ausgearbeitet.

      Wie man sieht, orientiert sich die Historie in meinem Weltenprojekt im Groben an die reale Historie, denn man muss nicht gleich immer alles neu erfinden, wie ich finde. Es reicht aus, Abwandlungen und Variationen der realen Welt auszuarbeiten, denn das ist vielleicht sogar spannender und überzeugender und „echter“, als immer alles neu erfinden zu müssen und sich dabei herausstellt, dass das alles Käse ist und dann ab in die Tonne damit.
      Ich weiß, dass ich weiß, dass ich nichts weiß.

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    • Amanita schrieb:

      Noch eine Frage zu deiner Welt. Warum nennst du eines deiner Zeitalter eigentlich "Kernzeitalter", obwohl die Massenvernichtungswaffen magischer Natur sind und nichts mit Atomkernen zu tun haben? Willst du da trotzdem die entsprechende Assoziation, oder gibt es noch einen anderen Grund?
      Die Verderbnis hat sehr wohl etwas mit Atomkernen zu tun, nämlich in dem Sinn dass die für uns sowieso schon schädliche, radioaktive Strahlung die Barriere zwischen unserer diesseitigen Dimension und dem Anderdunkel schwächt und die heraussickernden, realitätsverzerrenden Wirkungen dieser fremden Dimension noch zur Zellschädigung hinzukommen können. Atombombenexplosionen, Kernschmelzen und ähnliche Ereignisse können außerdem auch einen Riss in diese Barriere schlagen, so dass nicht nur die verderbenden Kräfte hindurchsickern, sondern auch Geister hinausströmen können [ein paar Sachen führe ich noch kurz in einem Spoiler aus, wer sich ein paar Mysterien um die Ersten Menschen bewahren will, guckt da nicht rein ;) ].
      Insofern sind die Massenverderbniswaffen des Kernzeitalters gar nicht soweit von unseren ordinären Atombomben entfernt. Es ist das Kernzeitalter, weil die Menschen hier den Zusammenhang zwischen diesseitiger und jenseitiger Physik verstehen, auch wenn sie noch verschiedene Verzerrungstheorien ins Rennen schicken, um den Einfluss des Anderdunkels auf die diesseitige Physik zu erklären und zu berechnen. Durch diese Erkenntnisse werden aber nicht nur Waffen, sondern auch Atomkraftwerke entwickelt und eingesetzt - obwohl Kernschmelzen auf der Toraja noch unschöner sind als bei uns - doch sie liefern Atomkraftwerke neben dem Strom (der eigentlich nur ein Nebenprodukt auf der Toraja darstellt) auch die Möglichkeit Zauber langfristig aufrecht zu erhalten und so das Klima in einer Region zu beeinflussen oder ähnliches - ein durchaus gewinnbringendes Risikospiel.

      Zu den Ersten Menschen
      Die Ersten Menschen kamen in der Frühgeschichte der Toraja als Forscher und Kolonisatoren, es waren Menschen von der Erde, die in ihren Kolonien und Forschungsposten durchaus so etwas wie Atomreaktoren verwendeten. Diese, und vor allem ihre Fehlfunktionen, schwächten und zerissen erstmals dauerhafter die Barriere zwischen Diesseits und Anderdunkel und brachten die Altvorderen und Geister zu erstmals als eigene Macht auf die Toraja. Besonders als die Erdlinge, teilweise verführt von Wesen des Anderdunkels, sich untereinander bekriegten und dabei auch Atomwaffen und schmutzige Bomben einsetzten und das Gefüge zwischen den Welten so richtig in Störung brachten. Ursprung-im-All-Verfechter wie Herechas Nekides, der bereits im ein oder anderen Speedbasteln aufgetaucht ist oder erwähnt wurde, hegen die Vermutung, dass die Altvorderen sogar in den Kernreaktoren der Kolonisierungsschiffe auf die Toraja mitgebracht wurden - wie ich als Allwissender Bastler zu dieser Theorie stehe, habe ich noch nicht entschieden.
    • Amanita schrieb:

      Das hört sich spannend an. Irgendwie hatte ich das auf der Webseite gar nicht gefunden, obwohl ich die Teile zum "Anderdunkel" gelesen habe.

      Die Website wird von meinen Spielern gelesen und dieser Themenkomplex gehört, wie die große Katastrophe, die die Epochengrenze zwischen Klassik und Dunkler Zeit bildet, zu den Themen, die ich für meine Spieler gerne ungewiss und mysteriös belassen möchte. Hier im Forum, wo keiner von denen mitliest, kann ich durchaus tiefer ins Detail gehen ;)
    • Nharun schrieb:

      die große Katastrophe, die die Epochengrenze zwischen Klassik und Dunkler Zeit bildet
      Dann kannst du hier ja auch verraten, was das war. ;)
      Off-Topic ist es ja nicht, es soll ja hier um Epochenübergänge gehen.
      Dann war ich jedenfalls nicht zu doof, um die relevanten Informationen auf der Webseite zu finden. Das habe ich mir nämlich im ersten Moment gedacht. Ich finde es jedenfalls interessant, dass du sozusagen eine "typisch fantastische" Version hast und dazu noch weitere Hintergründe, die du mit den "Konsumenten" aber gar nicht teilst.
    • Amanita schrieb:

      Dann war ich jedenfalls nicht zu doof, um die relevanten Informationen auf der Webseite zu finden. Das habe ich mir nämlich im ersten Moment gedacht. Ich finde es jedenfalls interessant, dass du sozusagen eine "typisch fantastische" Version hast und dazu noch weitere Hintergründe, die du mit den "Konsumenten" aber gar nicht teilst.

      Ich teile schon, aber was meine Spieler betrifft in "Häppchen" und immer durch die Linse ihrer Charaktere.


      Amanita schrieb:

      Dann kannst du hier ja auch verraten, was das war.

      Okay, wenn ich mit meinen Andeutungen genug Interesse aufgebaut habe :)

      Nein Scherz bei Seite, ich hatte die Katastrophe ja schon mal beim 5. Speedbasteln beleuchtet ( 3. Phygerion im Jahre Null ). Also mal hier für das Thema in lesbarer Kurzfassung:

      Am 3. Phygerion des Jahres 0 schlägt im Phalopischen Meer südöstlich von Nexos ein Asteroid ein. Der Brocken hat einen Durchmesser von ca. 1,75 km. Die unmittelbaren Folgen des Einschlags löschen das Herz der echyrischen Kultur fast vollständig aus. Die Flutwellen, die der Einschlag hervorruft verwüsten in weiten Teilen der der Bekannten Welt die Küstengebiete.

      Der Auswurf, der sich in der Atomsphäre verteilt, verdunkelt den Himmel für einige Jahrzehnte und obwohl es nicht Jahrelang stockfinster ist, kühlt sich das Klima ab und vernichtet weltweit Ernten und beeinflusst das Tierverhalten.

      Der Einschlag ist stark genug, eine Bresche in die Barriere zwischen Diesseits und Anderdunkel zu reißen, so dass sich in der folge Verderbnis ausbreitet und im ehemaligen echyrischen Kernland die Überlebenden dahinrafft oder mutiert, Scharen von Geistern brechen hervor und machen den vormaligen Knotenpunkt der Klassischen Welt zu einem lebensfeindlichen Niemandsland in das sich nur Wahnsinnige und Verrückte vorwagen.

      All das führt unmittelbar oder schleichend zum Verfall der großen Reiche der Klassik. Völkerwanderungen, Zusammenbruch von Herschaftsstrukturen, Dämonenangriffe, Kriege und fatalistische Weltuntergangsstimmung stürzen die Welt ins Chaos.

      Während die Kulturen der großen Reiche, soweit ich weiß, nirgendwo vollständig untergehen, ist diese Katastrophe ein Einschnitt in der kulturellen Entwicklung. Viel Wissen geht durch die Katastrophe selbst oder ihre mittelfristigen Folgen verloren, der Zusammenbruch weitreichender Strukturen führt zu einer chaotischen Ansammlung von kleinen und Kleinst-Reichen, das Leben wird in allen Aspekten gefährlicher, wodurch vor allem der "Luxus der schönen Künste" überall erkennbar zurückgeht.

      Die komplette Dunkle Zeit kann daher als Epochenumbruch zwischen Klassik und Mittelalter verstanden werden, da sich in der Dunklen Zeit langsam die Strukturen herausbilden, die das Mittelalter prägen.

      Die Spätfolgen dieses Einschlags, der mit Nexos den Dreh- und Angelpunkt der Bekannten Welt ausschaltet, stellt auch eine zunehmende Abgrenzung zwischen den West und Ost dar - denn obwohl es noch andere Handelswege gibt, nimmt der wirtschaftlich-kulturelle Austausch darüber ab.

      Für den Einschlag habe ich Mithilfe einer Website (einer früheren Version von ImpactEarth) auch mal folgende Karte erstellt, die trotz der ganzen wissenschaftlich klingenden Fakten natürlich keinen Anspruch auf Korrektheit erhebt und mir vor allem als Anhaltspunkt dient:

    • Puh, meist sind die Übergänge von einem größeren Ereignis gesprägt. Ich habe es versucht so kurz wie möglich zu halten.
      Hab's in 'nem Spoiler gepackt, da es eh nicht viele interessiert xD - so stretcht er den Thread nich' so^^

      Spoiler anzeigen
      Urisches Zeitalter (undefinierte Dauer)
      Hat nicht direkt einen Anfang, es beschreibt quasi alles bevor der nächsten Epoche. Die Besiedelung des Duoplanetensystems, die Pflanzung von Ven'naarj, die Hochzeit und den Niedergang der urischen Zivilisation dort.

      Gottloses Zeitalter (mehrere tausend Jahre)
      Quasi die Startepoche der Welt. Die Welt ist merklich abgekühlt, die ersten Menschen u. Llayn treten auf - die letzten lebenden Ur sterben. Während Erstere noch primitiv-nomadisch Leben, entwickelten sich Letztere relativ schnell und etablierten eine sehr große Zivilisation. Es ist quasi eine Zeit des Überlebens. Erste große Wanderungen finden statt, da einige Landmassen mittels Eis Brücken bildeten.

      Llaynisches Zeitalter (zirka tausend Jahre)
      Die Llayn treffen auf die Menschen und versklaven sie. In Folge dessen erlernen die Sklaven jedoch den Umgang mit Sprache, Kunst, Wissenschaft und Zauberei. Es endet mit dem Befreiungsschlag der Julayn (Ein Stamm der Menschen) und dem damit einhergehenden Untergang des Llaynischen Reiches auf dem Hauptkontinent.

      Zeitalter der Erwachten (mehrere hundert Jahre)
      Nachdem die Llayn vertrieben worden waren, entwickelte sich auf ihren Ruinen eine neue menschliche Zivilisation: Tristara - der Vorläufer des heutigen Großreichs Julaynn. Es brach eine Blüte an Wohlstand und Sorgenlosigkeit aus, die immer mehr der bisher noch primitiv lebenden Stämme in ihren Bann zog. Es hatte seine Hochzeit mit der Bildung des tristarischen Bundes, welcher alle menschlichen Stämme des Hauptkontinentes vereinte.
      Auch markiert hier ist die Erste Besitzergreifung eines Menschen durch eine Gottheit, quasi die erste Großarchéva hat hier ihren Ursprung.

      Zeitalter der Unterdrückung (mehrere hundert Jahre)
      Die Etrusir (ein Volk, welcher vom Nachbarkontinent stammt und sich völlig unabhängig bisher entwickelte) überfallen den Hauptkontinenten und läutern mit ihrem Eroberungsfeldzug das Ende des tristarischen Bundes ein. Die bisher vereinten Stämme beginnen sich langsam kulturell unterschiedlich zu entwickeln.
      Es endet mit dem Untergang des Westthlyssanischen Reiches (das östliche Reich ging früher unter) und der Bildung des Imperium Ethrusca.

      Julaynisches Zeitalter
      Quasi das heutige Zeitalter. Aus den ehemaligen Provinzen der Unterdrücker sind eigene Reiche geworden, der ehemalige Bund v. Tristara ist nur noch ein Schatten (obwohl sich einige Regionen noch zu ihm bekennen). Erste Weltsegelungen, Kolonien, Beginn der Industriell/magische Revolution im Osten. Neuntdeckung der Llayn nach vielen hundert Jahren.
      "Sel'ana... Wir werden bestehen." - Arinai Shuir del'Julinya
    • Akira schrieb:

      Hab's in 'nem Spoiler gepackt, da es eh nicht viele interessiert xD - so stretcht er den Thread nich' so^^
      Was heißt hier, dass es eh nicht viele interessiert?
      Hauptsache ist, das es überhaupt Einigen interessiert, und andere Themen sind bestimmt noch uninteressanter und dementsprechend die Threads kürzer oder weniger User haben Beiträge darin verfasst oder - ich habe schon mal Threads ohne eine einzige Antwort gesehen - es sogar gar keine Antwort gab.
      Ich bin jedenfalls zufrieden mit der bisherigen Resonanz bezüglich dieses Threads - immerhin ist er bisher ziemlich lang geworden mit viel Text, und wer weiß, vielleicht kommen ja noch mehr Antworten dazu.
      Ich weiß, dass ich weiß, dass ich nichts weiß.
    • Der Thread hat mich dazu gebracht die Epochen von kn zu erfinden. Vorgestern war ich ganz zufrieden damit, doch heute habe ich wieder viel über unsere Welt gelernt und bin nicht mehr so zufrieden im Detail.
      Grob kann ich drei Epochen festmachen:
      Eine Gründungszeit in der die Stadt entsteht und sich zurechtfindet.
      Eine kaiserliche Zeit in der relative Einigkeit innerhalb der Stadt besteht.
      "Die Zeit der tausend Prinzessinnen", in der die Stadt völlig zersplintert ist.

      Der erste Umbruch ist auf eine kriegerische Auseinandersetzung mit dem Nachbarvolk zurückzuführen. Mit dem Friedesschluss durch die erste Kaiserin konnte eine stabile Beziehung zum Nachbarvolk aufgebaut werden, während die Kaiserin genügend Machte hatte, um die Stadt als ganze zu kontrollieren.

      Der zweite Umbruch hat sich schleichend angebahnt. Was letztlich der Auslöser für die Ermordung der Kaiserin war, weiß ich noch nicht, doch danach ist die Stadt in zahlreiche winizige Herrschaftsgebiete zerfallen. Inzwischen sind es nicht mehr ganz so viele und eine Kaiserin ist auch wieder an der Macht, jedoch besitzt sie nur noch Kontolle über einen kleinen Teil der Stadt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tö. ()

    • Ich wähle Perioden so aus, dass sie ihre eigenen Axiome des Funktionierens haben.

      1. Bis hin zur klassischen Antike gibt es relativ wenig Unterschiede zur echten Antike. Der Techlevel ist meiner Meinung nach der entscheidende Faktor. BIs dahin. Und ob jetzt König XY oder Pharaonin Z' ein Reich hat, ist für mich relativ unwichtig, zumindest vom Charakter her. In dieser Phase siedle ich Geschichten an, in denen es nichts übernatürliches geben soll.
      2. Dann kamen die ersten Weltenwanderer (genannt: Götter und Geister) mit ihrem Boss auf die Erde und haben sie sich für sich urbar gemacht. Das hat eine Phase eingeläutet, in denen sich Reiche gebildet haben, deren Funktion sich grundlegend vom bisherigen unterschieden hat und die Fundamente des gesellschaftlichen Funktionierens umgeworfen wurden.
      3. In der nächsten Phase kamen die zweiten Weltenwanderer (genannt: Dämonen und Bestien) auf die Erde und der Krieg der Weltenwanderer beginnt. Weiter bin ich nicht, weil ich diesen Teil erst literarisch erschlossen habe (nicht weltenbastlerisch). Aber das Wesensgefüge von Natur und Kultur hat sich verändert und es kämpfen Götter und Dämonen, auch etwas Neues.
      Innerhalb der verschiedenen Phasen gibt es schon noch feinere Einteilungen. So gab es auch ein allmähliches Entstehen von Reichen durch allmähliche Herrschaftsstabilisierung wie auch in der Antike. Aber ich bin bekennender Verwertungslogiker: Im Detail finde ich das weder wichtig, noch nützlich für meine Geschichten.

      Ich finde Kosellecks Konzept von der Sattelzeit super spannend, wenn man lernen will, wie Periodisierung funktioniert. Zumindest hat es mir nochmal die Augen geöffnet, welche Faktoren zusammenkommen (Koselleck ist aber auch ein cooler Typ).
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