Sechzigstes Speedbasteln am 13. September 2018: Freiheit und/oder Gleichheit

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    • Die Urkunde von Mires

      Asarylas, der Dritte seines Namens, war ein schwacher König. Der Kreis der Königlichen Gefährten – adliger Fürsten, die aufgrund ihrer tatsächlichen Macht oder einer überlieferten Tradition als einflussreich galten – hatte sich praktisch erhoben und in weiten Teilen des arrovelosianischen Reiches die Herrschaft an sich gerissen. Obwohl die Königlichen Gefährten keine einheitliche Fraktion bildeten und sich untereinander bekämpften, waren sie sich in ihren Bestrebungen sich von der königlichen Vorherrschaft zu lösen einig. Die Position des Königs wurde nur durch die Kyrakeia des Asiranas aufrecht erhalten, doch in dem Maße, in dem die Kirche seine Macht schützte, nahm sie diese auch für sich in Anspruch. Dem Reich drohte eine ungewisse Zeit des Bürgerkrieges, der durch heftige Schlachten, Pogrome und Aufstände aufgewiegelter Städter hier und da auch bereits aufloderte.

      Als es einigen Königlichen Gefährten gelang den König Asarylas in ihre Gewalt zu bringen und in der Stadt Mires festzusetzen, schien der Bürgerkieg in aller Gewalt auszubrechen – doch so kam es nicht. Möglicherweise auf Drängen seiner Entführer berief der König eine Versammlung des Adels und der Kirche in Mires ein. Tatsächlich erschienen die meisten der geladenen Gäste und erlebten, wie der König dem Adel nicht nur eine Reihe von Rechten in Aussicht stellte, sondern diese auch urkundlich abfassen ließ.

      Die „Urkunde von Mires“ bekräftigte die Freiheit der Kyrakeia vom Arrovelosianischen Reich und regelte das bislang nur auf Gewohnheitsrecht basierende Lehnsrecht, das sich in den Jahrhunderten entwickelt hatte und sicherte den Königlichen Gefährten im gleichen Zug zu, ein Veto gegen alle vom König noch zu erhebenden Steuern einlegen zu können. Die Adligen erhielten das Privileg nur von ihren Standesgenossen verurteilt werden zu können – nachdem sie zuvor durch vom König eingesetzte Richter verurteilt wurden, die in der Regel königliche Sklaven waren. Die königlichen Sklaven, die andere Verwaltungsaufgaben erfüllten und zuvor in seinem Namen Steuern und andere Geldzahlen erheben und eintreiben, aber auch Verbannungen und Konfiszierungen durchführen konnten, verloren durch diese Urkunde in großem Maße an Macht und Einfluss.

      Die Urkunde legte den Grund für das Beamtentum und schuf Aufgabenbereiche für dieses. Die hohen Beamten mussten von der Versammlung der Königlichen Gefährten bestätigt werden und es wurde festgelegt, dass nur jene Leute ein Amt übernehmen durften, die ihre Kenntnis der Gesetze nachweisen konnten.

      Einige weitere Zugeständnisse rundeten die Urkunde ab. Schließlich wurde auch festgelgt, dass ein Rat aus 21 Adligen, die nicht gleichzeitig Königliche Gefährten sein durften, gebildet wurde. Dieser Adelsrat sollte die Einhaltung der in der Urkunde von Mires verbrieften Rechten kontrollieren und erhielt zusammen mit der Versammlung der Königlichen Gefährten die Macht, den König absetzen und einen Neuen ernennen zu können, sollte dieser die gewährten Rechte und Privilegien verletzen.

      Die Urkunde von Mires bildete nach der Regentschaft Asarylas‘ eine wichtige Grundlage für die Stabilisierung des spätklassichen arrovelosianischen Reiches. Auf ihrer gründen auch spätere Entwicklungen, wie die Bestätigung des Königs durch Versammlung der Königlichen Gefährten und Adelsrat, sowie schließlich die Königswahl.

      Die Große Katastrophe, in deren Nachwehen das arrovelosianische Reich zerbrach, machten die Errungenschaften der Urkunde von Mires zunächst weitgehend zunichte. Doch die Wiederentdeckung, oder besser Wiederinkraftsetzung der Urkunde war prägend für die spätere Renaissance. Sie bildete die Grundlage für viele demokratisierende Prozesse im ehemaligen arrovelosianischen Gebiet und noch die moderne Verfassung Arveliens beruft sich in ihrer Präambel auf diese mehr als 2000 Jahre Urkunde.

      ~ Der Ort für jene, denen unsere Welt nicht genügt ~
    • Freiheit und Gleichheit

      Freiheit und Gleichheit waren Prinzipien, die unseren Vorfahren sehr wichtig waren. Ihre ganze Weltordnung baute darauf auf. Als sie hierher kamen, erzählten sie ihren Kindern davon und so haben auch wir gelernt, was Freiheit und Gleichheit bedeuten:

      Sie sind ein bösartiger Witz.

      Die, die Marisu gerade erst geholt hat, sind natürlich am Besten dran, immerhin leben sie oben in der Zitadelle, im reinsten Luxus. Aber sobald sie anfangen, Kräfte zu entwicklen und werden wie wir, wirft Marisu sie hinaus und sie landen hier unten, bei uns, im Dreck. Von Gleichheit kann hier keine Rede mehr sein. Wir sind alle Gefangene und wie das im Knast so ist, haben die Starken alles und die Schwachen müssen sich verstecken, wenn sie nicht benutzt und verletzt werden wollen.

      Und ich habe noch gar nicht davon angefangen, was später passiert. Jede Familie scheint hier ein eigenes Schicksal zu haben. Die einen werden immer kleiner, den anderen wachsen Flügel.

      Ja, wir stammen alle von Menschen ab. Aber so lange wir hier sind, werden wir uns immer ungleicher und frei sind wir schon gar nicht.



      ~ Der Ort für jene, denen unsere Welt nicht genügt ~
    • Die Ratsdebatten um die Gleichstellung der Wandler im Dreivölkerland waren zu einer schweren Zeit. Keine zwanzig Jahre zuvor wurde noch jeder Wandler, der enttarnt wurde, zum Wohle des Volkes getötet, denn man fürchtete sie als unbeherrschte Wilde, deren einziges Ziel war, ihre Krankheit zu verbreiten.
      Die Proklamation von Kiranth änderte dies, doch noch immer hatten Wandler nicht die gleichen Rechte, sie durften nur nicht mehr unbegründet hingerichtet werden. Doch von der Gesellschaft wurden sie noch immer gemieden, durften keinen Grund besitzen und niemand verheiratete sie.
      Die Debatten, angesetzt kurz nachdem Avire sich von Annod freisprach, sollten darüber entscheiden, ob Wandler vollständig den Menschen gleichgestellt würden, doch sie zogen sich hin, über mehr als eine Dekade.
      Diese Dekade der Unsicherheit war auch die Zeit der Attacken. Die Lager der Wandler waren gespalten zwischen pazifistischeren und agressiveren Gruppen und „Die Attacken“ wurden von letzteren ausgeführt: Gezielt griffen viroide* Wandler die Angehörigen von Ratsmitgliedern an. Der Gedanke dahinter war, dass die Ratsmitglieder dann für die Wandler stimmen müssen, da es nun ihre Liebsten betraf.
      Natürlich funktionierte das in der Realität nur selten so, wie die Wandler es sich vorgestellt hatten:
      Viele der Ratsmitglieder wurden dadurch in ihrem Hass für Wandler bestärkt und vertuschten die Verwandlung ihrer Angehörigen. Andere sperrten die neuen Wandler sogar ein und ein paar erschlugen sie sogar.
      Das öffentliche Bekanntwerden der Attacken war es auch, was die Freiheitsbewegung der Wandler weiter ausbremste, auch wenn ihre Anführer sich oft und laut gegen die Attacken aussprachen.
      Erst als eine kleine paramilitärische Gruppe von wandlerischen Freiheitskämpfern gezielt die Attentäter der Attacken ausschaltete und ihre Kadaver an öffentlichen Orten zurückließ, hingerichtet wie einst die Opfer der Anka´rath, endete das ewige hin und her.
      1514 schließlich beschloss der Rat endlich die vollständige Gleichstellung der Wandler.

      *Wandler, die Nicht-Wandler infizieren können
      "Asexuality
      I know what you think
      but it’s not celibacy
      You call me a liar
      For I have no desire
      But this is the way I was meant to be"
      ( youtube.com/watch?v=QBg3ufZJR4c)
    • Bei den hier verwendeten Namen und Bezeichnungen kann es sich um Platzhalter handeln, die im Lauf der Zeit durch die echten Namen und Bezeichnungen ersetzt werden können.

      Freiheit vs. Gleichheit

      „Freiheit!“
      „Gleichheit!“
      „Freiheit!“
      „Gleichheit!“
      „Freiheit!“
      „Gleichheit!“

      „Die friedlichen Demonstrationen sind inzwischen zu einer heftigen verbalen Auseinandersetzung zwischen den Parteien geworden. Die Einen verlangen mehr Freiheit, die Anderen mehr Gleichheit. Das Parlament ist sich noch unsicher, in welche Richtung es entscheiden soll, die Regierungspolizei versucht, weitere Ausschreitungen zu verhindern.“

      ***

      „Danke Daratim Helian, und nun zurück ins Studio. Wir haben jeweils einen Vertreter beider Parteien eingeladen, damit sie uns in einer kontrollierten, sachlichen Diskussion ihre jeweiligen Standpunkte erläutern können. Wir beginnen mit dem Vertreter der Freiheitsfraktion, Petal Ramon.“

      „Ich danke Ihnen, Herr Moderator. Wir sind der Ansicht, Die Freiheit eines jeden Bürgers sei unantastbar, und solle nicht durch einengende Gleichheitsgesetze eingeschränkt werden. Freiheit ist wie Atem: je eingeschränkter, desto lebensunfähiger ist man.“

      „Danke sehr. Nun die Gegenansicht der Gleichheitspartei, Séramon Martiz.“

      „Gleichheit, ist, was die Bürger unseres Landes verbindet. Wir sind alle gleich, unterschiede sind es, die zu Konflikten und Kriegen, Gewalt und Leid führen. Wir fordern daher mehr Gleichheit, denn wären tatsächlich alle gleich, wäre unsere Diskussion, hier in diesem Augenblick vor dem Parlament abläuft, unnötig!“

      „Danke auch für Ihre Ansicht, nun die Diskussion.“

      „Gleichheit ist das, was uns zu Klonen macht, zu Maschinen, zu Massenware. Wir müssen frei von dieser Gleichheit werden, sonst können wir unsere individuellen Talente und Eigenschaften nie entfalten!“

      „Das ist nicht wahr! Gleichheit bringt uns zusammen, wahre Freiheit entsteht, wenn wir alle gleich sind!“

      „Was verstehen Sie schon von wahrer Freiheit?“

      „Was verstehen Sie von Gleichheit?“

      „Ich bitte Sie, meine Herren! Das soll eine geordnete Diskussion werden, keine Schlacht! Sie sind hier nicht im Kindergarten, also beruhigen Sie sich und verhalten Sie sich wie erwachsene!“

      Einige Minuten später…

      „Nun denn, fahren Sie fort.“

      „Freiheit ist das, was uns das Recht gibt, uns unabhängig von anderen zu entwickeln, anders zu sein, Raum gibt, in dem wir agieren können. Gleichheit ist einschränkend, ignoriert die Talente des einzelnen und macht uns zu identischen Teilen einer Maschine. Aber was Sie nicht bedenken, ist, dass eine funktionierende Maschine aus vielen unterschiedlichen Teilen gefertigt ist! Und dass sie, je komplexer sie ist, noch mehr und noch unterschiedlichere Teile hat! Unsere Gesellschaft ist eine solch komplexe Maschine, und Sie zerstören sie, da sie gesellschaftstechnisch vollkommen ungebildet sind!“

      „Ungebildet? Wir sind ungebildet? 95% unserer Parteimitglieder haben ein Universitätsdiplom, ein Drittel davon ein Doktorat. Und wie schaut es mit Ihnen aus? 30% Arbeitslosigkeit, 50% Lehrberufe, 15% Universitätsabbrüche und nur fünf lausige Prozent haben tatsächlich einen Abschluss. Und fragen Sie mich nicht nach Doktoren, das sind vielleicht nur zwei. Also was wollen Sie? Bildungslücken durch Ihre angebliche ‚Freiheit‘, oder Hochschulabsolventen durch unsere Gleichheit?“

      „Haben Sie überhaupt einmal gesehen, wie Ihre hochgelobten gleichen Hochschulabsolventen ihre Diplome bekommen? Auswendig lernen! Ihre Prüfungen bestehen ausschließlich aus Ankreuzen und abgeben. Jeder hat absolut die selben Fragen, unabhängig von Stärken und Schwächen. Kein praktisches Wissen wird abgefragt, nein, man kann sogar durchs Zufallsankreuzen zu einem glücklichen Ende kommen!“

      „Herr Ramon, sie waren wohl nicht auf der Universität? Wissen Sie, wie viele Studenten zu jeder Prüfung kommen? Tausende. Wie wollen Sie da ausführliche Antworten rechtzeitig bewerten, oder gar Praxisbeispiele machen? Das ist zeitlich unmöglich! Und wenn wir nicht jedem die gleichen Fragen geben, wie sollen wir dann wissen, wer besser ist als jemand anderer? Es gibt Prüfungen, da ist das relevant! Außerdem kann der Dozent bei dezentralisierten Prüfungen die Fragen einfach an den Studenten anpassen, dass dieser immer mit Bestnoten durchkommt, und das wollen wir verhindern!“

      „Es geht nicht darum, Prüfungen leichter zu machen, sondern auf den Studenten abzustimmen! Die Prüfungskommission muss die Fragen trotzdem genehmigen! Wissen Sie, woher ich das weiß? Jus-Studium, vier Jahre, mit Auszeichnung abgeschlossen. Aber noch im alten System. Und wissen Sie was? Das hat mich nicht schlechter gemacht als heutige Studenten!“

      „Ja, natürlich, unter Jus-Studenten seid ihr häufig anzutreffen. Die Dozenten dieser Fakultät sind auch so freiheitsorientiert wir Sie! Kein Wunder, dass Sie bestanden haben!“

      „Unterstellen Sie mir, betrogen zu haben?“

      „Das habe ich nicht gesagt!“

      „Na warten Sie…“

      [Der Schreibtisch ist schnell überwunden.]

      „Lassen Sie mich los!“

      „Meine Herren, es reicht! Gehen Sie auseinander! Sie bringen nicht einmal eine normale Diskussion zustande, ohne gleich handgreiflich zu werden! Verlassen Sie das Studio, die Diskussionsrunde ist vorbei!“

      °‘°‘°‘°‘°‘°‘°‘°‘°‘°‘
      Petal Ramon und Séramon Martiz kehrten zu ihren jeweiligen Parteien zurück.

      Der Moderator, Gerald Jandor, verlor nach Sendeschluss seinen Job. Ersetzt wurde er vom Auslandskorrespondenten Êriwan Tukklanov.

      Daratim Helian wurde daraufhin Auslandskorrespondent. Er konnte seine Familie nur noch vier Mal im Jahr besuchen, aus finanziellen Gründen konnte seine Familie nicht zu ihm.

      Als das Parlament zu Gunsten der Freiheitsfraktion entschied, brach ein Bürgerkrieg aus.

      Der Bürgerkrieg tobte drei Jahre lang zwischen Fraktionstruppen, Streitkräften der Gleichheitspartei und der Bürgerwehr.

      Die Gleichheitspartei beendete den Krieg zu ihren Gunsten und setzte einen Präsidenten ihresgleichen ein. Der neue Präsident entließ alle Regierungsbeamten der Freiheitsfraktion. Es wurden nur noch Angehörige der Gleichheitspartei angelobt.

      Die Bevölkerung ist bis zum heutigen Tag noch geteilter Meinung.

      (Ein Ausschnitt aus dem Epilog von „Kampf ums Parlament“, von Daratim Helian, Vetaran der Bürgerwehr)
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    • Einschränkung der Freiheit der Forschung durch immer gleiche Gruppen ignoranter Bildungsverweigerer im Bereich der Archäologie

      (gehalten von Professer Kryak in der Universität von Kirra, Hörsaal C2 zum Tag der Wissenschaft)

      Sie werden sich wundern, dass ich das Thema der Vorlesung so kurzfristig geändert habe, doch aktuelle Ereignisse zeigen uns einmal wieder den Schaden, den die Ignoranz derer, die sich heute noch von Mythen beeinflussen lassen, anrichten kann. Erinnert sei an die denkwürdigen Worte, die der liebe Kollege Rajück sprach, bevor er von einer Gruppe Mirra verbrannt wurde, nur weil er eine Stadt untersuchen wollte, die mit einem unsinnigen Tabu belegt ist: "Säulen, die seit tausend Jahren stehen, fallen um, wo Vollpfosten sich frei bewegen dürfen." Auch wenn die Forderung nach Einschränkungen für Bildungsverweigerer leider nicht zu realisieren ist, stellt sich einem jeden von uns die Frage, wie wir unsere Forschungsgegenstände vor diesen Ignoranten schützen. Denn ob Gegenstände von der gemeinen Bevölkerung verehrt oder zerstört werden, gehen sie meist gleichermaßen verloren, da sie auch im Falle der Verehrung durch unsachgemäße Behandlung zerstört oder -schlimmere Verweigerungen, sich der Erkenntnis zu stellen und ihr zu folgen, lässt sich kaum denken - durch Verteufelung der Forschung unzugänglich gemacht werden. Dass bei diesem Tun das Töten von Forschern regelmäßig hinzuzählt, erscheint neben der Zerstörung unwiederbringlicher Erkenntnismöglichkeiten beinahe nebensächlich. Dennoch dürfen wir diese Opfer nicht vergessen und es kann nicht schaden, jetzt nach alter Tradition eine Gedenkminute des Schweigens abzuhalten, bevor ich fortfahre. Meine Damen und Herren, bitte erheben sie sich, der Opfer der Ignoranz eine Minute still zu Gedenken.

      - - -

      Nun aber zum aktuellen Anlass, der mich bewogen hat, zum Thema zu sprechen. Wie sie sicher wissen, wurde im letzten Jahr am Rande unserer Hauptstadt, ... Ja meine Damen und Herren, am Rande der Hauptstadt! Nicht irgendwo in der Provinz, im Dschungel oder gar bei den wilden Mirra, sondern am Rande unserer schönen und ach so zivilisierten Hauptstadt, Heimat unserer Alma Mater, wurde ein altes Massengrab entdeckt. Aus einer Zeit lange vor dem Reich von Kirra. Wurzeln unserer Kultur, die bisher nicht wirklich untersucht sind. Denn dieser Typus von Gräbern ist uns wohlbekannt und im Gegensatz zu anderen Funden relativ datierbar, da in die Wände Zeichen geritzt sind, offensichtlich nur Symbole und keine Schrift, wie bereits Terboro Rajück, nicht zu verwechseln mit dem so tragisch ums Leben gekommenen Arand Rajück, seinem Großneffen, feststellen konnte. Da einige Dutzend dieser Gräber aus dem Zentrum der Republik bekannt sind, sind die Entwicklung dieser Symbole und sogar verschiedene Stile feststellbar, die uns die Gräber zunächst relativ zueinander einordnen lassen. Aus der Sage können wir dann entnehmen, dass die so offensichtlichen Hügelgräber später entstanden, da sie in den Sagen als typische Gräber erwähnt werden, aber die unsterblichen Helden der Vorzeit angeblich in Steinkammern gefangen gehalten werden, damit sie den Sterblichen keinen Schaden zufügen können. Die ersten Kaiser wiederum wurden in Gräbern bestattet, die den Grabhügeln nachempfunden sind, doch aus gemauerten Kuppeln bestehen. Da unter den steinernen Massengräbern Einzelgräber festgestellt wurden, müssen diese älter sein. Sie stammen wohl von der primitiven Bevölkerung aus der Zeit vor der Einwanderung der Kirra, da zusammen mit ihnen sehr primitive Werkzeuge gfunden worden sind und unser Volk überall für seine technische und militärische Überlegenheit bekannt ist. Es ergibt sich also, ohne weiter ins Detail zu gehen, um die Besucher, die uns an diesem Tag des Wissens ausnahmsweise mit ihrer Anwesenheit ehren nicht zu überfordern, folgende Abfolge:

      1 - Primitivkulturen der Einzelgräberzeit (Trotz verschiedener Versuche ist fraglich, ob sich eine weitere Untergliederung hier lohnt, da diese Nicht-Kirraner uns wohl kaum Wissenswertes mitzuteilen hatten.)
      2 - Einwanderung der Kirra und Verdrängung der primitiven Träger der Einzelgräberzeit
      3 - Ausdruck der höherstehenden kirraischen Technik und Sozialstruktur in den steinernen Massengräbern
      4 - Entwicklung einer zentralen Herrschaft
      5 - Frühes Reich der Kirra

      Die Gräber und Symbole sind uns nun altbekannt. Eingetieft in den Boden und mit Marmor verkleidet wurden in diesen langen Gängen die Toten ganzer Dörfer oder Sippen begraben. Doch da diese Gräber seit langer Zeit geöffnet sind, bleiben der Wissenschaft sonst keine Spuren der Kultur der ersten fassbaren Kirra. Nun wurde, wie bekannt, am Rande unserer Hauptstadt ein unberührtes Grab diesen Typs gefunden. Wir bekamen schnell genug Gelder zusammen und seit ein paar Wochen waren die Planungen zur Ausgrabung abgeschlossen.

      Doch am Tag vor Beginn der Ausgrabungen tat sich ein Mob zusammen, riss das Grab auf und vernichtete unter Mithilfe einiger geldgieriger Magier den Inhalt mit Magie und Feuer. Aus den Spuren ist kaum noch etwas zu schließen. Und warum?

      Wegen der alten Sagen von den Gefängnissen der Unsterblichen! Da sie sich trotz ihrer Proteste und Eingaben der letzten Monate nicht imstande sahen, die Ausgrabungen zu stoppen, haben sie zu Gewalt gegriffen. Sagen sie selbst, meine Damen und Herren: Kann es einen größeren Eingriff in die Freiheit der Wissenschaft geben? Noch dazu im Namen von Unwissenheit, Ignoranz und Gewalt, die Spuren der Kulturbringer unserer Weltregion, der ersten Kirra, unserer Vorfahren, vernichtend.

      [...]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Riothamus ()

    • Kleine Anmerkung vorne weg:
      Ich hoffe, das ist nicht das letzte Mal, denn ich hatte eine Meinungsverschiedenheit mit Jundurg in einer Konversation und daraus resultierender Beleidigung, und jetzt droht mir deswegen der Rausschmiss, die Entscheidung steht noch aus...

      @Riothamus
      Zeit der Weisen von den Sternen (Zeitalter/Epoche) 645000 - 4500 v. A.
      Als die Urmenschen - halbe Affen, noch als Nomaden in Stammes-Sippen umherzogen und dabei jagten und sammelten, kamen, über einen Zeitraum von 8000 Jahren, die "Weisen" von den Sternen vom Himmel - 18 menschenähnliche raumfahrende Spezies - Außerirdische. Sie vermittelten den umherziehenden Urmenschen Wissen bezüglich Ackerbau, Viehzucht, Mathematik usw. Die "Weisen" blieben aber vorerst unter sich, in ihren Gebieten, bis auf Einige, als Herrscher über die Urmenschen, die von diesen als Gottkönige verehrt wurden. Es bildeten sich die ersten Siedlungen und es fand ein reger Austausch zwischen "Weisen" und Urmenschen statt. Nicht überall war das so, denn es gab abgelegene Regionen mit Nomaden. Die "Weisen" untereinander blieben aber vorerst isoliert in ihren Gebieten. Später vermischten sich die "Weisen" durch Paarung mit den Urmenschen, und es entstanden daraus diverse "Hybrid-Menschen" - einer davon vergleichbar mit den irdischen Homo Sapiens, ein anderer vergleichbar mit dem irdischen Neandertaler, und es gab kleinwüchsige (Zwerge) und großwüchsige (Elben) Menschen-Spezies. Am Ende gab es vermehrt Zwist und Zwietracht unter den "Weisen" untereinander und zwischen den "Weisen" und den "Menschen" und zwischen den "Menschen", auch zwischen den Urmenschen untereinander, und es begannen Konflikte und Kriege um die Vorherrschaft auf dem Planeten, die dann schließlich durch die kataklysmische Katastrophe abrupt beendet wurden.


      Freiheit/Gleichheit

      In der Zeit der "Weisen von den Sternen", gab es relative Freiheit, zwischen den verschiedenen menschenähnlichen Außerirdischen - den "Weisen von den Sternen", die den Urmenschen Wissen vermittelten, und den Urmenschen. Es gab eine relative Gleichheit durch die von den "Weisen" festgelegten Gesetzten. Die "Weisen von den Sternen" und die Urmenschen paarten sich auch untereinander, und dadurch entstanden die verschiedenen Menschenarten in meinem Weltenprojekt.
      Das änderte sich aber nach mehreren hunderttausend Jahren, den es herrschte langsam Zwist, zwischen den "Weisen" untereinander und zwischen den "Weisen" und den Urmenschen, was schließlich verheerende Kriege
      zur Folge hatte, bis die sich bekriegenden Zivilisationen durch gewaltige Kataklysmen ausgelöscht wurden, und den Anfang einer neuen Zeit einläuteten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Black Knight ()

    • *Frischen Lobsbeerenessig verteil*

      @Nharun: Ein kleiner Schritt für den König, aber ein großer Schritt für das Arrovelosianische Reich: Die Anfänge der Demokratie. Hoffentlich können die Leute nach der Katastrophe damit umgehen.

      @Teja: Welch traurige Geschichte. Doch ein Stück Gleichheit ist unter den ehemaligen Menschen doch zu finden: Sie alle sind im gleichen Gefängnis!

      @Cyaral: Erst wollte ich fragen, ob Wandler nicht auch untereinander heiraten können, aber nach der Fußnote erst mal die Frage: Was genau sind Wandler?

      @Riothamus: Wieso nur, wieso?? Warum gab es keine Schutzmaßnahmen? Gibt es wenigstens rechtliche Wege, die die Wissenschaftler nehmen können, da sie doch die Erlaubnis hatten?

      @Black Knight: Was ist denn übrig geblieben, um eine neue Zeit einzuleiten? Menschen? Weise? Urmenschen? Wird es eine oder mehrere neue Zivilisationen geben?

      °'°'°'°'°'°'°'°'°'°'

      Black Knight schrieb:

      Ich hoffe, das ist nicht das letzte Mal, denn ich hatte eine Meinungsverschiedenheit mit Jundurg in einer Konversation und daraus resultierender Beleidigung, und jetzt droht mir deswegen der Rausschmiss, die Entscheidung steht noch aus...
      Worum ging es bei der Meinungsverschiedenheit, wenn ich fragen darf?
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    • Chrontheon schrieb:

      Worum ging es bei der Meinungsverschiedenheit, wenn ich fragen darf?
      Ihr wisst vermutlich alle oder fast alle bescheid, da ich es an die Pinnwand schrieb.
      Es ging um das Thema Queer-, Trans-Personen, wobei Jundurg und ich da stark divergierende Meinungen/Ansichten haben und dabei habe ich er/sie missverständlicherweise beleidigt, aber ich habe mich bereits mehrfach entschuldigt und mich von meinen Aussagen distanziert, und jetzt warte ich auf eine Entscheidung von den Moderatoren/Administratoren, wie es aussieht, ob ich hoffentlich bleiben darf oder auch nicht.
      Wenn es nach Jundurg ginge, dann wäre ich "schon drausen".

      Bei weiteren Fragen, wende dich bitte an einen Moderator/Administrator, danke.

      Beantwortung deiner Frage bezüglich Freiheit/Gleichheit folgt in einem neuen Beitrag.
    • Alle kriegen Lobsbeeren, ganz frisch und mit Sahne.

      @Nharun : Gleich als erstes wird ein staatsrechtlicher Beitrag. Und wie von dir gewohnte ist es wieder gut ausgearbeitet. Wie bei Chrontheon und vielleicht auch mir selbst ist zu merken, dass da noch mehr in der Hinterhand schlummert. Ich nehme an nach 2000 Jahren wird da einiges auch fehlinterpretiert?

      @Teja : Dein Beitrag bricht Freiheit und Gleichheit schön auf die sozialen Verhältnisse deiner Welt herunter und stellt die grundlegenden Probleme klar heraus. Dabei wird er nicht zu lang, sondern bringt es auch schön auf den Punkt. Ich habe aber deine Welt nicht mehr so gut im Kopf. Die beginnen alle als Menschen und entwickeln sich zu verschiedenen Spezies?

      @Cyaral : Gleichstellungsdebatten hatte ich bei dem Thema befürchtet. Aber so ist es nicht langweilig. Es klingt nach dem Plot für einen Politthriller oder ein Drama. Verrätst du uns (oder mir, falls ich schon erklärtes vergessen habe), was Wandler genau sind?

      @Chrontheon : Schön thematisierst du den Gegensatz. Jetzt musst du es noch weiter konkret in die Welt einbauen, was hier natürlich wegen der Kürze der Zeit nicht möglich war, dann dürftest du eine wirklich schöne Kurzgeschichte erhalten können. Ich hoffe wirklich, dass du uns das eines Tages präsentierst.

      Zusammenfassend sind trotz vorgegebenen Themas verschiedene Bereiche beschrieben: Verfassungsrecht, Soziale Verhältnisse, Diskriminierung, philosophische Debatte und bei mir, leicht ausweichend, die Freiheit der Wissenschaft vor der Gleichheit der Ignoranz. Das macht das Lobsen trotz des abgegriffenen Themas wieder interessant.

      Im Chat kamen Beschwerden zum Stil meines Beitrags. Es ist nunmal der Vortrag eines Professors und ihr müsst es euch so vorstellen. Ich weiß natürlich, dass man sich da erstmal einlesen muss, da Betonung, Pausen, Redefluss und dergleichen fehlen. Ich hatte eben Lust zu so einem Vortrag. Eigentlich dachte ich wieder an den schon ein paar Mal redenden Lehre, so dass der Vortrag einfacher geworden wäre, aber das Thema passte nicht dazu. Besser gesagt, passte die ursprüngliche Idee nicht. Wenn die WBO bewertet ist, dann werde ich es vielleicht noch ergänzen. Darum konnte ich es nicht auf Schulunterricht herabbrechen.
    • Riothamus schrieb:

      Alle kriegen Lobsbeeren, ganz frisch und mit Sahne.
      Bekomme ich keine, oder kommt die Lobsbeere von dir erst später?

      Chrontheon schrieb:

      @Black Knight: Was ist denn übrig geblieben, um eine neue Zeit einzuleiten? Menschen? Weise? Urmenschen? Wird es eine oder mehrere neue Zivilisationen geben?
      Es haben diese weltweite Katastrophe ca. 10% überlebt, und zwar Menschen - aus der Paarung von "Weisen" mit Urmenschen, wenige "Weise" die sich später assimiliert haben, und abgelegene Populationen von Urmenschen. Es wird wieder mehrere Zivilisationen geben, vergleichbar mit der irdischen Antike, aber zuerst war da wieder ein Neuanfang.
    • @Black Knight : Schön, dass du trotz der Probleme Zeit zum Speedbasteln gefunden hast. Du hast das Thema schön mit der Entstehung der Kulturen deiner Welt verknüpft. Etwas verändert hättest du einen schönen Einführungstext in die "Zeit der Weisen von den Sternen", der einen Inworld-Eindruck vermittelt. Ich habe ja mitbekommen, dass du eher direkte und kurze Darstellung bevorzugst, aber hier bietet es sich doch geradezu an, oder nicht? Wie Chrontheon freue ich mich auf weitere Erläuterungen zur Geschichte der Welt.

      Wer abgibt, wenn ich schon lobse, muss eben etwas abgestandene Lobsbeeren genießen. Lobsbeeren werden allerdings durch Lagerung besser. (Deine Städte sind nicht vergessen, ich habe gerade nur so viel anderes im Kopf.)

      @Chrontheon : Warum schafft es der Mob auch bei uns nur immer wieder staatliche Schutzmaßnahmen zu überwinden? Ich habe mich noch nicht entschieden, ob in dem Grab tatsächlich nur archäologisch relevante Funde waren oder doch gefährliche Unsterbliche (oder Untote). Soviel habe ich noch nicht vom frühen Kirra. Dass die Steinkistengräberbauer tatsächlich Kirraner waren, ist aber eher zu bezweifeln. Der Kirraismus ist schon echter Nationalchauvinismus, der für Funde und Befunde eben eine Interpretation in seinem Sinn voraussetzt. Da das zu dieser Zeit schon veraltet ist, sind auch viele Beamte nicht so begierig, sich zu eifrig für den antiquierten Professor und seine Grabungen einzusetzen. Da ich den historischen Ablauf aber vielleicht noch mal ändern muss, ist das nur eine vorläufige Einschätzung der Lage in Kirra zur Zeit des Vortrags.
    • Riothamus schrieb:

      @Chrontheon : Schön thematisierst du den Gegensatz. Jetzt musst du es noch weiter konkret in die Welt einbauen, was hier natürlich wegen der Kürze der Zeit nicht möglich war, dann dürftest du eine wirklich schöne Kurzgeschichte erhalten können. Ich hoffe wirklich, dass du uns das eines Tages präsentierst.
      Puhh, jetzt darf ich noch den Hintergrund bauen ... naja, bei dem Thema dürfte das relativ leicht gehen.

      Riothamus schrieb:

      philosophische Debatte
      Meine Diskussion war weniger philosophischer als politischer Natur.

      Riothamus schrieb:

      Im Chat kamen Beschwerden zum Stil meines Beitrags.
      Also als Beschwerde war das nicht gemeint. Mehr so eine Anmerkung. Aber wie du bereits sagtest, die Sprechpausen etc liest man da einfach nicht raus.

      Riothamus schrieb:

      Ich hatte eben Lust zu so einem Vortrag.
      Hab ich auch manchmal.

      Black Knight schrieb:

      Es haben diese weltweite Katastrophe ca. 10% überlebt, und zwar Menschen - aus der Paarung von "Weisen" mit Urmenschen, wenige "Weise" die sich später assimiliert haben, und abgelegene Populationen von Urmenschen. Es wird wieder mehrere Zivilisationen geben, vergleichbar mit der irdischen Antike, aber zuerst war da wieder ein Neuanfang.
      Ok, dann gehts eh wieder (langsam) bergauf.

      @Meinungsverschiedenheit: Ich hoffe wirklich, dass sich die Sache beruhigt und du bleiben kannst.


      @Riothamus Nachzüglererklärung: Ok, das erklärts auch. Wenn es jedoch Untsterbliche gewesen wären, wie hätten die dann (nur) durch Feuer und Magie sterben können?
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    • Riothamus schrieb:

      @Black Knight : Schön, dass du trotz der Probleme Zeit zum Speedbasteln gefunden hast. Du hast das Thema schön mit der Entstehung der Kulturen deiner Welt verknüpft. Etwas verändert hättest du einen schönen Einführungstext in die "Zeit der Weisen von den Sternen", der einen Inworld-Eindruck vermittelt. Ich habe ja mitbekommen, dass du eher direkte und kurze Darstellung bevorzugst, aber hier bietet es sich doch geradezu an, oder nicht? Wie Chrontheon freue ich mich auf weitere Erläuterungen zur Geschichte der Welt.
      Bekomme ich dann auch eine Lobsbeere, wenn ich meinen obigen Beitrag bezüglich Freiheit/Gleichheit um einen Einführungstext in die "Zeit der Weisen von den Sternen" ergänze?
    • @Chrontheon : Tja, das ist eben Magie. Und es mag auch eine kleine Heldengruppe mit Zusatzinformationen im Spiel gewesen sein. Schließlich steht noch nicht fest, was genau da der Fall war. Auch der Geheimdienst von Kirra weiß noch nicht genau was passiert ist. Wie soll ich das direkt nach dem Speedbasteln wissen? ;) Nein, das soll kein Fall für ISSO werden. Die Vorgeschichte ist eben noch nicht gebastelt. Es gibt halt diese Gräber. Und die Unsicherheit, die sich dem Fantasy-Leser und Fernsehzuschauer bezüglich der Unsterblichen sicher aufdrängt, ist genauso beabsichtigt wie meine eigene Unsicherheit, wie es damit aussieht, feststeht.

      Einst wurden irdisch hiesige Großsteingräber für Ungarisch gehalten. Deutsche lebten hier schließlich schon ewig und Tacitus berichtete, dass sie ihre Toten verbrannten. Da sie hier wohnten, mussten seine Germanen ja Deutsche sein. Sonst hatte man Berichte, von Ungarn, die hier durchzogen. Also mussten die ihre Toten sehr sicher unterbringen, damit sich unsere Vorfahren nicht die Mühe machten, die schweren Steine zu beseitigen um die Totenruhe zu stören. Soviel dazu, wie falsch ein Prof mit so etwas liegen kann. Der Vortrag von Professor Kryak enthält also ganz sicher Fehler, zumal das mit den Ungarn zur Inspiration beigetragen hat.
    • *Lobsbeerenkuchen back*

      @Nharun: Schön, den Einfluss der Urkunde auf die Gesellschaft zu sehen.

      @Teja: Die armen Leute :-/

      @Chrontheon: Der Anfang ist amüsanter Wahnsinn, deshalb war ich ob des doch recht dystopischen Endes doch etwas überrascht.

      @Riothamus: Ich mag deinen Beitrag :thumbup: Der Prof hat schon eine gewisse Arroganz, aber ich verstehe seinen Schmerz über die Zerstörung von Wissen (auch mir tat das Ende des Beitrages etwas weh, obwohl das nicht mal "echtes" Wissen war.) Rants über Ignoranten kenne ich auch (frag mal meinen Biotech-Prof nach den EU-Richtlinien für Stammzellforschung :lol: )

      @Mein Beitrag

      @Chrontheon und @Riothamus: Wandler ist einfach der Überbegriff für diverse Gestaltswandler (Werkatzen, Werwölfe, Wermenschen; es gibt quasi keine Limitierung der theoretisch möglichen Gestalten, auch Mensch-Mensch-Wandler sind möglich, allerdings haben die meisten Wandler nur zwei Gestalten zwischen denen sie wechseln)
      Sie können sich regulär vermehren, aber nur ein Teil von ihnen kann durch Übertragung von DNA-haltigen Körperflüssigkeiten ins Blut eines Nicht-Wandlers diesen in einen Wandler verwandeln (meistens der klassische Biss, aber im Prinzip sind auch alle Wege möglich, über die auch HIV übertragen werden kann - ich habe mir viel zu viele Gedanken darüber gemacht und könnte bestimmt noch zwei Seiten pseudo-genetischen Kram darüber schreiben, aber im Prinzip ist es ein symbiotischer Virus.)

      Sie könnten nur untereinander heiraten, wenn der Priester das zulässt- das war damals nicht immer der Fall. Es geht immerhin um Vorurteile und nicht um Vernunft. Wandler behalten auch in weniger intelligenten Gestalten (wie Tieren) ihre Intelligenz und Vernunft, auch wenn sie die entsprechenden Instinkte hinzugewinnen. Sie werden nicht zu brutalen, aggressiven Bestien wie in den Werwolffilmen (und wie es das Vorurteil der Weltenbewohner des Dreivölkerlandes war/stellenweise noch immer ist)
      "Asexuality
      I know what you think
      but it’s not celibacy
      You call me a liar
      For I have no desire
      But this is the way I was meant to be"
      ( youtube.com/watch?v=QBg3ufZJR4c)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Cyaral ()

    • Cyaral schrieb:

      @Chrontheon: Schön, den Einfluss der Urkunde auf die Gesellschaft zu sehen.
      Das war Nharun's Beitrag.

      Cyaral schrieb:

      @Chrontheon: Der Anfang ist amüsanter Wahnsinn, deshalb war ich ob des doch recht dystopischen Endes doch etwas überrascht.
      Ja, das Ende, wie es gekommen ist, war auch erst ab der Mitte der Bastelei in Planung. Wobei die Abgeordneten der Gleichheitspartei das Ende nicht als Dystopie, sondern eher als Utopie sehen: Die Freiheitsfraktion wurde gesetzlich verboten (sie arbeiten noch an der Verfassungsänderung), die Demokratie bleibt jedoch aufgund der acht anderen Parteien erhalten (nur dass die Gleichheitspartei fast absolute Mehrheit im Parlament und alle Ministerien innehat).
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