Einundsechzigstes Speedbasteln am 20. September 2018

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Chrontheon schrieb:

      Wie funktioniert das Schwimmen allerdings in den höheren Stufen? Könnte man, wenn man sich richtig blöd anstellt, ertrinken?

      Gut vorstellen kann ich's mir auch nicht so wirklich.^^ Lustig wären auch noch bergauf fließende Ströme, und ne Stufe, die quasi wie ne Brücke über nen anderen Teil liegt (und ne kleine Aussparung hat, so dass auch drunter durch geschwommen werden kann. :D

      Um die Sicherheit kümmern sich die Bademeister*innen schon.^^ Schließlich gibt's in unserer Welt auch so krasse Sprungtürme, wo ich mir nie vorstellen kann, wie Leute das überleben. (weil ich mich schon vom Beckenrand nicht springen trau. ;D )
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • So, mangels Zeit eine Nachreichung von mir:

      Das Touristenamt

      (aus: Phrastbast von Tiefenöd, Organisation der Zwergenvölker, Beilage zum Handelsbericht, Mittelstett [unleserlich aufgrund eines Flecks], p. 5 ff)

      Wie der Mehrheit meiner Leser sicher bekannt, halten die Tiefen Zwerge des zentralen Gebirges der Träne der Götter die Oberfläche für gefährlich. Daher führen sie für Notwendigkeiten wie Handel und diplomatische Beziehungen sorgfältig vorbereitete Expeditionen durch. Die Teilnahme an den Expeditionen gilt als gefährlicher Beitrag zur zwergischen Gemeinschaft, weshalb diese Lacrimanauten hochangesehen sind und die einzelnen Expeditionen wie bei uns die großen Questen der Vergangenheit besungen werden. Es bedeutet aber auch eine harte und gründliche Ausbildung der zukünftigen Expeditionsteilnehmer, sowohl für diese Tätigkeit allgemein, als auch für die einzelnen Expeditionen.

      Die erfolgreichsten der Lacrimanauten werden, wenn sie nicht vorher sterben, zu Expeditionsleitern befördert und ihre Namen dienen den heranwachsenden Zwergen als Vorbilder. Doch sind Expeditionen heute zwar häufiger, doch immer noch so selten, dass die Haupttätigkeit dieser Personengruppe in der Planung und Vorbereitung der Expeditionen, sowie der Ausbildung der Terraneola, der Neulinge, und der Vorbereitung der Expeditionsteilnehmer besteht. Diese Ämter werden mit dem Begriff Tourist bezeichnet, da in alten Zeiten bloß die Planung und Vorbereitung der Expedition die Aufgabe von Zwergen mit großer Oberflächenerfahrung war und diese gleichsam die einzuhaltende Tour festlegten. Das, was Neulinge an Ausbildung bekamen oblag den Priestern. Diese Ausbildung wurde immer mehr formalisiert und erstarrte zum Rituals, so dass irgendwann die Touristen begannen, den Terraneola das notwendige Wissen zu vermitteln.

      Heute beschränken sich die ausbildungsbezogenen Aufgaben der Priester zumeist auf symbolische Rituale zum Beginn oder Abschluss bestimmter Ausbildungsabschnitte. Doch führen sie auch verschiedene Prüfungen, teils im Rahmen religiöser Handlungen, teils als einfache Prüfung durch. Die erste Prüfung besteht darin, "den Kopf hinauszustrecken", wie es erfahrene Lacrimanauten verächtlich nennen. Dabei führen die Priester die Anwärter auf eine Ausbildung an die Oberfläche, wo diese sich eine gewisse Zeit lang im Bereich vor dem Prozessionstor, einem besonders kunstvoll gestalteten Mineneingang mit kleinen Schreinen, Altären und in den Fels gehauenen Kapellen, ohne die Priester aufhalten müssen. Sie dürfen dabei einen durch Steine markierten Bereich nicht verlassen. Dieser ist so abgemessen, die die Anwärter das Gefühl haben, von der sicheren Tiefe abgeschnitten zu sein, sich aber dennoch bei Gefahr rechtzeitig in den sicheren Untergrund retten können. Natürlich werden sie hierbei heimlich beobachtet und ihr Verhalten entscheidet darüber, ob sie zur Ausbildung zugelassen werden. Schließlich führen die Priester sie wiederum mit einer Prozession, bei der Dankeslieder für die glückliche Rückkehr gesungen werden, wieder in die Tiefe, wo diejenigen, die sich bewährt haben, den Touristen übergeben werden. Ab diesem Zeitpunkt dürfen sie sich als Terraneola, Erdmännchen, bezeichnen, weil sie wie diese vor ihren Erdlöchern vor dem Mineneingang kurz Wache gehalten haben, um dann schnell wieder in den sicheren Untergrund zurückzukehren. Obwohl diese Prüfung offiziell den Priestern obliegt, lassen sie sich dabei von den Touristen beraten.

      Nach einer Frage, ob sie sich wirklich diesem gefährlichen Beruf stellen wollen, beginnt dann die Ausbildung zum Lacrimanauten. Hierbei stehen sie in allem unter den Touristen, die sogar über sie richten dürfen. Die Touristen führen dann die Ausbildung durch, die aus Märschen und Waffenübungen, Vorträgen und Schulstunden, Werkunterricht und der Vermittlung praktischer Fähigkeiten besteht. Auch eine Übung bei der die Terraneola 72 Stunden an der Oberfläche bleiben, gehört als Höhepunkt der Ausbildung dazu.

      Die erste Expedition, an der die neuen Lacrimanauten teilnehmen soll von Touristen geplant und vorbereitet werden, die die Lacrimanauten aus der Ausbildung kennen. In jedem Fall trifft dies aber auf den Expeditionsleiter zu. Zwar wird ein Expeditionsleiter nicht als Tourist bezeichnet, doch gilt dies auch für die Leiter der Übungen der Lacrimanauten an der Oberfläche, so dass wir sagen könnten, dass ein Expeditionsleiter an der Oberfläche ein Tourist ist. Allerdings muss ein Expeditionsleiter 3 Expeditionen durchgeführt haben, bis er das Amt eines Touristen versehen kann. Da die Bezeichnung der ehrenvollen Funktion des Expeditionsführers den eigentlichen Rang des Lacirmanauten überdeckt, wissen wir, dass es eine solche geben muss, doch konnten wir sie noch nicht in Erfahrung bringen.

      Die Planung der Expeditionen erfolgen entsprechend der Ziele ihrer Durchführung und die Vorbereitungen ähneln durchaus unseren Handelsexpeditionen und Schiffsreisen. Doch müssen die Zwerge dabei auch die Gefahren, die sie an der Oberfläche vermuten, berücksichtigen. Wie schon in meinem Aufsatz über Superstitionen auf der Träne berichtet, werden hier nicht nur reale Gefahren berücksichtigt, sondern natürlich auch die dort dargestellten Vorurteile und Legenden, die von den Tiefen Zwergen trotz aller Aufklärungsversuche als tatsächliche Gefahren angenommen werden.
    • So, in weiser Voraussicht habe ich gestern Lobsbeereneintopf gekocht, der heute gut durchgezogen ist:

      @Chrontheon : Da gibt es gleich Nachschlag vom Fernsehprogramm. Und du bleibst dem Stil treu. An so ein ähnliches Mus hatte ich auch gedacht. Nur wäre Touris bei mir der Genitiv des Namens des Kochs gewesen, von dem das Rezept stammt. Die Kochsendung liest sich auch besser als ein bloßes Rezept. Es stellt sich jetzt natürlich die Frage, was es für den Zuschauer zu essen gibt? Erzähl mal mit blutigem Messer in der Hand dem Kommissar, dass du nicht daran gedacht hast, dass es falsch sein könnte, Touris in Scheiben zu schneiden ... Und wie ist das mit dem Essen und den Gleichheits- und Freiheitsparteien?

      @Teja : Eine wunderschön geschriebene Antwort auf die Fragen vom letzten Mal. Die Neugier auf die Zitadelle wird größer und größer. Aber ich wusste ja immer, dass die Kronkreispropheten gefährlich leben und warte auf gemütlich vor dem Bildschirm zu lesende Nachricht. Hast du die Magie Marisus schon gebastelt, wird sie überhaupt erklärt werden oder soll sie geheimnisumwittert bleiben? Bist du sicher, dass Marisus Aufmerksamkeit nicht doch irgendwie geweckt werden kann? Und was ist mit denen, die behaupten von Entführungen zurückgekehrt oder -gebracht worden zu sein?

      @Jundurg : Eine Touristenattraktion, für die die Gesetze der Physik geändert wurden! Das sind ja heute alles richtig tolle Beiträge. Tourismus mag kein Thema für dich sein, gut in deine Welt einfügen kannst du es. Ein solches Bad würde mich auch anziehen. Obwohl Reisen zur Zeit nichts für mich sind, würde ich eine weite Anfahrt in Kauf nehmen. Wie genau sind denn die Gesetze der Physik verändert? Oder besser gefragt, was ist denn an solchen Veränderungen in Issoy möglich? Vielleicht sollten wir alle mal Tourismus-Flyer für unsere Welten entwerfen. Das wäre mal eine andere Art der Weltvorstellung. Gibt es da auch solche Sachen wie die beweglichen Treppen bei Harry Potter?

      @Veria : Dein gewohnt guter Text bestärkt mich in der Idee eines Flyers. Erst habe ich an einen Baedeker gedacht, aber da ist ja hier die Zeit zu kurz. Wie trocken, warm und wunderbar ist der Aufenthalt dort denn wirklich? Schön ist auch, dass die Beschreibung der Geographie so einmal anders daher kommt. Verbunden mit einer der üblichen Kartenskizzen könnte das interessanter wirken als die üblichen trockenen Beschreibungen mit genau ausgearbeiteten Karten. Insbesondere für jemanden, der oder die Probleme hat, Karten zu lesen. Das kommt ja öfter vor, als man denkt. Ich muss mal ausprobieren, wie das als Werbezettel für eine Art Nationalpark mit natürlichen magischen Effekten wirkt.
    • Nun zu meinem eigenen Geschreibsel. Als Doppelpost, weil mein Rechner heute andauernd abstürzt:

      Die Zwergensprache ist noch nicht gebastelt und Begriffe aus der deutschen Sprache auf die Dauer langweilig. Und da es um ein Wort romanischer Herkunft geht, habe ich mich vom Lateinischen inspirieren lassen. Für die Nichtlateiner: Terraneola sind wirklich Erdmännchen und lacrima bedeutet Träne.

      @Teja : Bei dem Thema lagen die Zwerge ja nahe. Und wirklichen Tourismus gibt es bei mir nicht. Allenfalls reiche Jüngelchen, die Gras über eine Untat wachsen lassen wollen oder aus Langeweile mal etwas anderes sehen wollen. Ich musste mir eine Bemerkung des Autoren verkneifen, dass die Übersetzung mit dem Begriff für diese Nichtsnutze und damit die Gleichsetzung mit ihnen eigentlich unangebracht für die zwergischen Touristen ist, die schließlich einen wertvollen Beitrag leisten und eben nicht als Tunichtgute unterwegs sind. Irgendwie fürchtete ich, dass das zuviel wäre.
    • Riothamus schrieb:

      Es stellt sich jetzt natürlich die Frage, was es für den Zuschauer zu essen gibt?
      Gemüserisotto mit Nuolon-Streusel, Rindsbraten mit gebackenen Dillian-Scheiben, und eine Portion Tourismus.

      Riothamus schrieb:

      Und wie ist das mit dem Essen und den Gleichheits- und Freiheitsparteien?
      Die essen wahrscheinlich ähnliches Zeug. Ist auch die gleiche Welt.
    • Riothamus schrieb:

      Wie genau sind denn die Gesetze der Physik verändert? Oder besser gefragt, was ist denn an solchen Veränderungen in Issoy möglich?
      Ich kann's nicht genau sagen, das muss ich erst basteln.

      Aber Issoy geht im Jahr 643 zugrunde, weil sie die halbe Welt mit Sonderzonen und Ausnahmen und Special-Effekts zugebaut haben, und ihnen das Ding dann in die Luft fliegt.^^ Dass es kaputt geht, wusste ich schon von Anfang an, aber jetzt krieg ich langsam mal nen Grund dafür zusammen. :)

      Riothamus schrieb:

      Gibt es da auch solche Sachen wie die beweglichen Treppen bei Harry Potter?
      Nae problemo! 8)
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Riothamus schrieb:

      @Teja : Eine wunderschön geschriebene Antwort auf die Fragen vom letzten Mal. Die Neugier auf die Zitadelle wird größer und größer. Aber ich wusste ja immer, dass die Kronkreispropheten gefährlich leben und warte auf gemütlich vor dem Bildschirm zu lesende Nachricht. Hast du die Magie Marisus schon gebastelt, wird sie überhaupt erklärt werden oder soll sie geheimnisumwittert bleiben? Bist du sicher, dass Marisus Aufmerksamkeit nicht doch irgendwie geweckt werden kann? Und was ist mit denen, die behaupten von Entführungen zurückgekehrt oder -gebracht worden zu sein?
      Der Erzähler lebt ja in Marisus Gefängnis und weiß daher nichts von zurückgekehrten Entführungsopfern, bzw er hat nur seine eigene Perspektive und weiß selbst nicht wirklich genau, wovon er da redet.

      Ich mag es, wenn bestimmte Dinge einfach geheimnisvoll bleiben in Marisus Welt gibt es ja gleich mehrere Sorten von Magie: Ihre eigene und die aller Anderen. Die werden sich sicher stark unterscheiden. Marisu selbst hat vermutlich fast gottgleiche Macht (so lang sie dran denkt), während sich alle anderen an bestimmte Regeln halten müssen. Wie die genau aussehen, habe ich mir allerdings noch nicht überlegt.

      Vielleicht werde ich die Zitadelle ja mal näher beleuchten, wenn das Thema passt. Marisu hat ja eigentlich als Restewelt angefangen, wo alles reinkommt, was ich gerne irgendwo hätte, was aber weder nach Eya noch nach NiMa passt.
      Braiiiins.
    • @Chrontheon : Ich dachte eher daran, dass die Gleichheitspartei doch allen dasselbe Essen vorschreiben müsste. ;D

      @Jundurg : Das werde ich beobachten, damit ich das Spektakel nicht verpasse. Eine terminierte Welt zu basteln ist natürlich eine besondere Herausforderung an die Kreativität. Sonst schreiben wir ja eher von Aufbau oder Entwicklung mit nur einigen zerstörerischen Dellen im Verlauf der Geschichte.

      @Teja : Für einen Text kann es natürlich katastrophal sein, zu viel zu wissen. Auch für den Autoren selbst kann es schwierig sein. Daher wollte ich nicht anregen, das alles genauestens zu basteln. Ich war halt nur neugierig, mit wieviel Information wir in der Richtung rechnen können.
    • Riothamus schrieb:

      Das werde ich beobachten, damit ich das Spektakel nicht verpasse. Eine terminierte Welt zu basteln ist natürlich eine besondere Herausforderung an die Kreativität. Sonst schreiben wir ja eher von Aufbau oder Entwicklung mit nur einigen zerstörerischen Dellen im Verlauf der Geschichte.

      Nah, das Spektakel ist längst vorbei.^^

      Issoy entstand ursprünglich nur als Vorgeschichte zu Thiios und Deep Night, deswegen war es von Anfang an Teil der Geschichte, dass sie kaputtging. Übrigens in der aktuellen Gegenwart von Thiios vor knapp über zweihundert Jahren. :)

      Ich behalte mir vor, mal ne reparierte Version von Issoy zu basteln - vllt ist gar nicht so viel kaputtgegangen, wie ich immer glaubte.^^
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.