Weird-Meta-Fanfiction-Projekte: Ideensammlung

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    • Weird-Meta-Fanfiction-Projekte: Ideensammlung

      Mehrfach angedeutet, ein paar Mal angekündigt: Hier kommt nun der erste Sammlungsthread für die Bastelprojekte auf der Metaebene, für die ich schon seit dem FJT Ideen habe.

      Grudsätzlich soll es darum gehen, Welten nicht in einer isoliert für sich stehenden Realität zu betrachten, sondern sich in ein Metaerzählebene zu begeben, in der Aspekte verschiedener Welten miteinander verschmolzen werden können. Das ist etwas, was ich persönlich sehr spannend finde. Es gibt viele Möglichkeiten das zu tun, und ich will an dieser Stelle einfach mal die Diskussion starten und ein paar Ideen sammeln.

      An der Stelle möchte ich auch über ein Projekt sprechen, das ich bei der WBO mal ausgetestet habe (Kategorie: Städtisches Wahrzeichen, ist bereits fertig bewertet): Die Schlaufe. Von Konzept her ist das ein Ort, in dem Schauplätze anderer Welten auf einer Metaebene zusammengeführt werden. Es gibt ein paar Bewohner, die die Schlaufe als Ganzes bewohnen und zwischen Orten veschiedener Welten wechseln können. Die eigentlichen Bewohner der einzelnen Welten können nur im begrenzten Maß mit den Schlaufenbürgern interagieren, je nach Welt. In der WBO habe ich den täglichen Weg einer Elfe namens Degor beschrieben, die sich über die vermehrte Bastelarbeit durch die WBO wundert und Probleme hat, sich in ein Trch'zon zu verwandeln. Zum Einen gibt es die Möglichkeit zum Kommentar, ich schreibe über die Vorgänge, die sich in de WB-Community so abspielen, zum anderen kann ich die Meinung einzelner Weltenbewohner über andere Welten enbringen. In diesem oder einem ähnlichen Setting würde ich gerne viel schreiben, auch wenn ich bei der genauen Ausgestalltung noch sehr flexibel bin. Ich habe Bastler*innen, deren Welten im WBO-Beitrag schon vorgekommen sind, jeweils persönlich gefragt, ob das ok ist. Diese Frage würde ich auch hier allgemein stellen:

      Für wen ist es ok, wenn seine Welt fanfictionartig in einem Metabastelprojekt eingebaut wird? Wer hätte Spaß an so einem Projekt selbst betiltigt zu sein? Wer steht solchen Vermischungen eher skeptisch gegenüber und hätte lieber, dass seine Welten da außen vor bleiben?

      Wenn es tatsächlich mehrere Leute gibt, die Interesse am Scheiben von Stories in der Richtung haben, könnte ich mich auch etwas Schreibquilt-Artiges vorstellen: Einzelne Leute schreiben Texte, die möglischst fließend ineinander übergehen. Die WB-Geschichte zeigt, dass so was oft an der Fertigstellung scheitert, deswegen würd ich konzeptuell eher kurze Einheiten vorschlagen: Kurze Textringe, die sich potentiell vezweigen oder zusammengeführt werden können. Mit der Zeit könnte eine Art Textnetz entstehen, in dem wild zwischen Welt und Metaebene gewechselt werden kann. Ich weiß nicht, ob es so cool wird, wie ich es mir vorstelle, aber ausprobieren würde ich es gern.

      Ich bin mir bewusst, dass das alles etwas vage klingt, aber ich würde gerne eure Anregungen dazu hören.
      Genrekonstruktivist, Weltformeltheoretiker und professioneller Es-sich-selbst-kompliziert-Macher

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    • Ich hatte soetwas Ähnliches auch einmal konzeptual. Dort ging es um eine Region, in welcher Fragmente anderer Welten auftauchen können. Es sieht quasi aus wie ein wirres Durcheinander aus Ruinen, Fauna & Flora sowie anderen Dingen, die dort - teilweise nur in Bruchstücken - erscheinen und manchmal auch für lange Zeit bleiben, allerdings auch wieder unverhofft verschwinden können. Es handelt sich dabei aber nur um 1 zu 1 Kopien der Originale, sie werden also nicht aus der Originalwelt entrissen (es kann sich aber dabei auch um eine Version des Objekts handeln, welche in der Ursprungswelt noch in der Zukunft oder Vergangenheit liegt)

      Ich rede hier nur wirklich von Fragmenten, also keine ganzen Städte oder Ähnliches. Vielleicht mal ein Haus, ein Stück Schwebebahntrasse oder ein Tipi. Kleinen Krimskrams, wie Werkzeuge, einen Karren oder gar ein Schiff. Das Größte wären da schon ganze große Gebäudekomplexe. Aber die Flora ist in der Gegend sehr aggressiv, von daher verfällt alles dort relativ schnell.

      Ob da auch intelligente Bewohner auftauchen können? Definitiv, aber nicht in großer Quantität. Vielleicht mal einer oder zwei. Aber Gruppen sind eher selten.

      Ich weiß, es ist nicht dasselbe wie deins, aber ich dachte ich erwähne das einmal. Da ich den Ort quasi als Verbindungspunkt für andere Welten erschaffen habe. (Es hat eine tiefere Geschichte, aber das wäre zuviel). Womöglich wäre dies der naheste Ort um mit einer Metaebene zu kommunizieren/eine Verbindung zu haben.
      "Sel'ana... Wir werden bestehen." - Arinai Shuir del'Julinya
    • Sobald ich ein Wortspiel in die Richtung finde, ist die Sektorwelt erlaubt. ;D
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    • Issoy, Thiios, Deep Night und Islasht melden sich als aktive Partizipanten - in diesen Welten ist es konzeptuell nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich, dass dort Bruchstücke anderer Welten auftauchen. Im Falle der stabileren Welten wären das aber eher Träume (Issoy, Thiios) die Schalen um die eigentliche Welt bilden. Im Fall von Islasht gilt es zu bedenken, dass diese Welt niemand verlassen kann, sie ist ein Gefängnis.

      Ngiana ist schüchtern und einzelgängerisch und will mit solchen komischen Zeug überhaupt nichts zu tun haben. :P (Aber anderswo verbastelt werden geht natürlich trotzdem.^^)

      Ich mag Alphas Schlaufen-Ansatz. Realitätsüberschneidungen und Meta-Ebenen.
      Nachdem die Baroness von Deep Night sowieso über die Existenz dieses Forums Bescheid weiß, und auch einen Kompendiumsbeitrag persönlich mitverfasst hat - ist sie natürlich zu weiteren Untaten bereit. Sie ist meines Wissens auch eine recht erfahrene Weltenreisende. Und sie kennt vermutlich noch mehr von der Sorte. :D
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Ich finde die Idee gut und würde auch gerne mitschreiben (wenn ich denn Zeit hab, was das Ganze wieder n bisschen limitiert).
      Generell hätte ich bei keiner meiner Welten was dagegen, wenn sie eingebaut würden, allerdings gibt es Kleinigkeiten, auf die man vielleicht achten muss:

      Pizza ist absolut kompatibel mit der Idee von Reisen zwischen Welten (wenn auch noch nicht weit bebastelt).

      Auf Tervela müssten sich Weltenreisende bedeckt halten oder als was anderes ausgeben - Reisen zwischen Welten kam schon vor, ist aber den Bewohnern nicht mehr bekannt und so solls auch erst mal bleiben. Ich habe aber optisch vielfältige Chimären, die eine gute Tarnung für alles nicht-humanoide abgeben können, es sei denn es hat mehr als einen Kopf.

      Zwaeme ist auch noch nicht sehr ausgereift, aber durch die wilde Magie kommt es auch hier zu Mutanten, als die man sich ausgeben kann (in diesem Fall ohne Kopfobergrenze). Sie ist auch wesentlich parodistischer ausgelegt als die anderen zwei.
      "Asexuality
      I know what you think
      but it’s not celibacy
      You call me a liar
      For I have no desire
      But this is the way I was meant to be"
      ( youtube.com/watch?v=QBg3ufZJR4c)
    • Danke für eure erste Einschätzung. Der Übersichtlichkeit halber liste ich hier mal alle Welten auf, mit denen das Projekt arbeiten könnte. Ich unterscheide für mich persönlich zwischen aktiven und passiven Welten und habe versucht, eure Anmerkungen dahingehend zu interpretieren. Für mich liegt die Unterscheidung darin, ob die Metaelemente im "Kanon" der Welt enthalten sein sollen. Zr'ton wird zum Beispiel immer eine nicht verbundene Version haben, in der die ganzen Verbindungen in die Metaebene alle nicht existieren. Trotzdem sollen die Protagonisten des Projekts Zr'ton kennen und auch mit einer Version der Welt interagieren. Nur spielt diese für die "normalen" Basteleien an Zr'ton halt keine Rolle. Die Abstufungen kann aber natürlich jeder persönlich festlegen.

      "Aktive" Welten:
      -Schlaufe
      -Issoy
      -Thiios
      -Deep Night
      -Islasht
      -Pizza

      "Passive" Welten:
      -Zr'ton
      -Rhingon
      -Sektorwelt (?)
      -Ngiana
      -Tervela
      -Zwaeme
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    • So, ich hab ein Wortspiel gefunden (und die Sektorwelt darf durchaus aktiv sein, ich würde die Verbindung dann also auch von meiner Seite aus thematisieren, wenn sich die Gelegenheit ergibt) - in der Weltwirtschaft (Sektor zwei) können Leute zwischen Welten wechseln (und köstlich speisen).
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    • Fun Fact: Die Drittwelt, die ich Parallel zur LBW gebastelt habe, hatte eine buchstäbliche Meta-Ebene, in die man sich zurückziehen konnte.

      Zum Thema: Ich weiß noch nicht genau, wie ich mir das vorstellen kann. Zum Schreiben von Fanfiction braucht man ja einiges an Informationen über die betreffende Welt. Muss man die sich selbst suchen, im Forum, im Orgatool, auf der Website, oder spricht man mit dem Bastler darüber?

      Zu meinen Welten: Nach dem Verschwinden der Vergangenen Welten wurden Reisen auf von/zu Chrontheons Welten weniger stark eingeplant. Grundsätzlich sind Verbindungen, wie von euch beschrieben, nur dann möglich, wenn man auch physisch hinreisen kann. Von den aktiven Welten kann ich mir zumindest bei zwei Parallelwelten vorstellen, dass das derzeit möglich ist, da man von dort aus auch Weltentore erschaffen kann. Je nachdem, wie sich das Projekt entwickeln würde, würde ich mir überlegen, ob, und inwiefern ich diese Welten beteiligen würde.
      Weltenthreads | Weltenliteratur
      Fleischrechte für Fisch!
      WB-Chat
    • Hinweis speziell für Chrontheon: Das Herz der Sektorwelt unterbindet jede Anreise, die in einer Invasion oder anderen gefährlichen Situationen münden könnte.
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    • So, nachdem die WBO-Ergebnisse jetzt für alle sichtbar sind, verweise ich an dieser Stelle nochmals auf meinen Beitrag "Die Markierungen in der Schlaufe" in der Disziplin Städtisches Wahrzeichen 2018. Den können alle Interessierten auf jeden Fall mal lesen, falls sie es noch nicht getan haben. Einzelne Details davon sind durchaus noch veränderbar, aber das Grundkonzept steht fürs Erste mal. Ich habe im Text geschrieben, dass es aktuell 16 Bewohner in der Schlaufe gibt, erwähnt habe ich:
      • Interdimensionaler Zentralsortierer und dienstältestes Mitglied Fähnrich Yugurt Wurm: Ein Charakter aus coldmirrors StarStarSpace-Webserie (kommt in den Folgen 5, 8, 25 und in den beiden Fanartfolgen vor). Ich wollte den "Chef" nicht von einer unserer Welten kommen lassen und ich hab eine Faible für ihn
      • Degor ZXP: Eine Elbe von einer Welt namens Dangande. Meine Protagonistin aus dem WBO-Beitrag. Ganz klassisch mit spitzen Ohren, naturverbunden und friedleibend. Weder eine Karikatur noch eine Subversion, sie muss niemandem irgendwas beweisen. Ich hab sie mittlerweile richtig gern.
      • Gosef Gaar: Schriftsteller aus Thiios, schreibt auf seiner Welt gern langweilge Bücher, mit Jundurgs Erlaubnis
      • Oberstudienrat Öckel: Ein fieser Lehrer aus kn, den einfach alle irgendwann mal hatten, mit Tös Erlaubnis
      • Eine noch nicht benamste Elementarmagierin aus Lym, muss ich noch mit Rilli absprechen
      • König Welan: den Namen hab ich mal im "Peinlichste Weltnamen"-Thread gefunden und er ist irgendwie hängen geblieben
      • Frynn und Quir, zwei Straßenkehrerinnen, die nicht zur Zentrale gehören
      • Das Ding: Keine Ahnung, was das ist


      Das ist alles noch nicht fix, nur Degor und Fähnrich Wurm würde ich auf jeden Fall behalten. Wenn jemand einen Weltencharakter bei sich für die Besatzung geeignet hält, immer her damit.

      Vielleicht ist es das beste, wenn ich als Nächstes einen weiteren Text zum Alltag in der Schlaufe reinstelle und die Ideen aus dem WBO-Beitrag weiterentwickle. Wenn ihr Ideen habt, was darin vorkommen könnte oder selber was schreiben wollt, dann haut es hier rein!
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    • Haben die Leute in der Schlaufe gelegentlich Hunger? Lieferbursche Irenäus (Halbelf-Halbdämon, die Mutter war Elfe, das heisst: ein spitzes Ohr links, ein Horn auf der rechten Stirnseite und der rechte Fuss ist behuft) aus der Weltwirtschaft (Sektor zwei) würde gerne täglich eine warme Mittagsmahlzeit liefern. Besteht Interesse?
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    • Veria schrieb:

      Haben die Leute in der Schlaufe gelegentlich Hunger? Lieferbursche Irenäus (Halbelf-Halbdämon, die Mutter war Elfe, das heisst: ein spitzes Ohr links, ein Horn auf der rechten Stirnseite und der rechte Fuss ist behuft) aus der Weltwirtschaft (Sektor zwei) würde gerne täglich eine warme Mittagsmahlzeit liefern. Besteht Interesse?

      Bestimmt! Wenn sie aus einer Welt kommen, auf der gegessen wird, dürften sie auch in der Schlaufe was essen. Und Degor wird sich auf jeden Fall freuen, wenn sie hin und wieder jemand Elfartigen für einen kurzen Plausch hat. Mit welchen kulinarischen Köstlichkeiten kann die Sektorwelt denn aufwarten? Und wie überstehen diese den Transfer durch die Metaebenen?


      Chrontheon schrieb:

      Alpha Centauri schrieb:

      König Welan: den Namen hab ich mal im "Peinlichste Weltnamen"-Thread gefunden und er ist irgendwie hängen geblieben
      Es hat doch niemand was dagegen, wenn ich den Namen (leicht abgeändert) selbst verwende? (Hatte es schon vor, bevor du die Liste gepostet hast.)

      Ich hab gerade durchgeschaut. Erzmagierin Welan ist ursprünglich von Mara, Veria hat allerdings auch einen Kaiser namens Velan, ist der noch aktuell?
      Du kannst ihn natürlich gern verwenden, wenn du willst. Mal schauen, welche Version ich dann letztendlich in der Schlaufe verwende...
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    • Alpha Centauri schrieb:

      Mit welchen kulinarischen Köstlichkeiten kann die Sektorwelt denn aufwarten?
      Gebackene Mäuse. Rehrücken. Katzenzungen. Solche Dinge.

      Alpha Centauri schrieb:

      Und wie überstehen diese den Transfer durch die Metaebenen?
      Unbeschadet. Danke der Nachfrage.

      Alpha Centauri schrieb:

      Veria hat allerdings auch einen Kaiser namens Velan, ist der noch aktuell?
      Verstorben, aber er steht im Inworld-Geschichtsbuch.
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    • Gebackene Mäuse? Ist das eine Delikatesse? Ich meine... weil viel dran ist nicht wirklich was an den Dingern. Gebackene Ratte würde ich mehr verstehen. die hab ich auch auf meiner Welt... Ratte am Spieß
      Selbst wenn man sagt dass man außerhalb von Schubladen denkt, bestimmen immer noch die Schubladen das Denken. Erst wenn man sich bewusst ist dass die Schublade selbst nicht existiert kann man wirklich Neues erfinden

      INDEX DER THREADS ZU LHANND
    • Gebackene Mäuse gibt es leider nicht überall, sondern nur in Österreich und vielleicht noch in Bayern: Gebackene Mäuse
      In der Sektorwelt allerdings sind sie natürlich wörtlich zu verstehen.
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    • Alpha Centauri schrieb:

      Ich hab gerade durchgeschaut. Erzmagierin Welan ist ursprünglich von Mara, Veria hat allerdings auch einen Kaiser namens Velan

      Veria schrieb:

      Verstorben, aber er steht im Inworld-Geschichtsbuch.
      Oh nein, das hatte ich vergessen! Aber da ich nur den Namen brauche, und nicht auch die Persönlichkeit, Charakter, etc, wär das doch trotzdem nicht schlimm? Für eine Welt, in der ich bewusst Namen dieser Art einbauen will...

      Riothamus schrieb:

      Irgendwo gibt es auch einen Herrscher Wlan. Aber ich denke, bei dem Namen ist die Erfindungshöhe selbst für das Urheberrecht nicht hoch genug.
      Ok.
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    • Sodann, ein bisschen Text habe ich produzieren können.


      Normalerweise werden Neulinge hier einer umfangreichen und mehr oder weniger sinnvollen Einweisung unterzogen. Aber Oberstudienrat Öckel zeigte sich als ziemlich ungeduldiger Lehrling. Auf seiner Welt kn war er ein gefürchteter Internatslehrer gewesen, der es nicht gewohnt war, sich einer Autorität unterzuordnen. Aus diesem Grund brach Fähnrich Wurm seinen einleitenden Monolog schnell ab. Stattdessen entsprang zwischen Öckel und Erzmagierin Welan ein Diskussion über die derzeitige Forenkultur und, inwiefern der Isso-Fraktion in letzter Zeit nicht vielleicht doch ein wenig zu viel Freiraum eingeräumt wurde. Ich klinkte mich schnell aus, denn diese Diskussion hatte ich schon so oft geführt und eigentlich war für mich alles seit der Aufstellung des Jundurg’schen Axioms geklärt. Ich hoffte nur, das Ganze würde sich nicht zur Elfen-Diskussion ausweiten, denn dann würde ich mich zwangsläufig einschalten müssen.


      Aus dem Fenster sah ich eine herrliche Insellandschaft vorbeiziehen. Ich stellte mir vor, wir wären auf einem Schiff und versuchte die Welt zuzuordnen. Pheras corenische Inseln kämen da infrage oder auch einige Ketten auf Ngiana. Zwei notorisch metaflache Welten, mit denen kaum Interaktion möglich war. Aber hübsch waren sie. Ich mochte hübsche, naturbelassene Landschaften, besonders, wenn dort viele Tiere lebten. Ich musste mir öfters anhören, dass das eine voll klischeehafte Elben-Eigenschaft wäre, aber davon ließ ich mir das nicht verderben. Mir war vollkommen egal, welche Eigenschaften andere Leute mit meiner Spezies verbanden und ob ich sie erfüllte, ich machte einfach mein Ding. Ich war zum Beispiel völlig unmusikalisch und Bogenschießen konnte ich auch nicht besonders gut. Auf Dangande war ich einmal Teil eines Volks gewesen, das vor allem vom Fischfang in großen Flüssen und Seen lebte, also waren vor allem der Speer und das Netz meine Waffen gewesen.


      Hier und der Schlaufe war mein Speiseplan etwas abwechslungsreicher. Dadurch, dass immer wieder verschiedene Welten unseren Weg kreuzten, gab es fast jeden Tag andere Früchte auf dem Weg. Zum Glück zählte kaum ein Bastler die Äpfel an jedem einzelnen Baum ab, deswegen war er absolut unproblematisch, sich zu bedienen, so lange gerade niemand in der Nähe war. Seit einiger Zeit brachte ein netter Bursche namens Irenäus, der in der Weltwirtschaft in Sektor 2 beheimatet war, regelmäßig Essen in der Zentrale vorbei. Gebackene Mäuse, Rehrücken und Katzenzungen waren Spezialitäten aus dieser Welt. Fähnrich Wurm zog zwar seine Kekse der Geschmacksrichtung „Vermoderndes Laub im Kompost mit Kaffesatznote“ vor, aber davon hatte er zum Glück einen Jahresvorrat von seiner Welt mitnehmen können.


      Irenäus jedefalls war immer für einen Plausch zu haben. Die Sektorwelt war eine der aktiveren Welten, mit deren Bewohner eins sich auch recht gefahrlos unterhalten konnte. Irgendwie hatte sich ein recht stetiger Metatunnel von der Weltwirtschaft in die Schlaufe gebildet, der eine regelmäßige Versorgung möglich machte. Irenäus hatte mir erzählt, das er immer direkt vor der Zentralentür stand, wenn er die seine Wirtschaft mit dem rechten Fuß zuerst rückwärts durch die Hintertür verließ. Vielleicht lag das daran, dass er Halbelf-Halbdämon war und sein rechtes Bein einem Huf glich. Jedenfalls war er ein liebenswerter Kerl und hatte viel Verständnis für meine Klagen über Elbenklischees. Das einzig Unpraktische war, dass er nur zu recht unregelmäßigen Zeiten kam. Er behauptete zwar, jeden Donnerstag und Sonntag auf seiner Welt vorbeizukommen, aber die Zeitlinien schienen dann doch nicht so parallel zu sein, dass er bei uns auch so regelmäßig ankam. Das lag an der allgemeinen Diskrepanz zwischen Bastelzeit und Weltzeit, die nur in ganz wenigen Welten einigermaßen synchron lief. Oft konnte sich Irenäus nicht an Dinge erinnern, die ich ihm eigentlich schon erzählt hatte, weil sie in seiner Zeitlinie noch gar nicht passiert waren. Ein anderes Mal machte er dann Andeutungen zu Zeug, was ich ihm irgendwann mal erzählen würde. Glücklicherweise war er so vergesslich, dass alle möglichen Paradoxien irgendwo auf dem Weg rausgefiltert wurden[1].


      Herrschaft, das mit den Werbeeinblendungen wurde auch immer schlimmer! Ich hoffte, ich würde der Baroness bald mal wieder über den Weg laufen, die hatte Deep Night normalerweise ganz gut im Griff. Diese Welt hatte so die Eigenschaft, sich hin und wieder mal von einer Metaebene von oben einzuschleichen und dann wieder ganz unschuldig in den Ebenen darunter aufzutauchen. Das war ich nicht gewohnt!


      Irenäus war mittlerweile seit acht Arbeitstagen nicht mehr aufgetaucht. Auch heute keine Spur von ihm. Heute war wieder so ein Tag, an dem einem auffiel, wie wenig Sinnvolles wir hier eigentlich tun konnten. Wir konnten diskutieren, welchen Welten wir auf unseren Wegen begegnet waren, wir konnten das mit den Daten auf den Monitoren vergleichen und wir konnten einteilen, wer wann zur nächsten Schicht auftauchen sollte. Hin und wieder nutzten wir eines der drei Telefone, um uns über Bastelaktivitäten auf aktiveren Welten zu erkundigen. Eigentlich war es Tradition, dass ein neuer Zentralenmitarbeiter am ersten Tag gleich einen Anruf in Islasht durchführen musste. Diese Welt hatte, gelinde ausgedrückt etwas merkwürdige Bewohner und es war eine gute Methode, Neulinge an die Seltsamkeiten der Schlaufe zu gewöhnen. Ich war damals aufs höchste verwirrt gewesen und alle anderen hatten sich köstlich amüsiert, zumal es das erste Mal überhaupt gewesen war, dass ich ein Telefon benutzte. Aber ich hatte das Gefühl, Oberstudienrat Öckel wäre nicht der Richtige für einen solchen Scherz.


      Öckel und Welan diskutierten immer noch. Ich hoffte, das würde nicht zum Dauerzustand werden, Welans magische Tricks waren da doch um einiges unterhaltsamer – auch wenn deren Wirksamkeit von der lokalen Magiedichte in der Umgebung abhing. Die anderen Zentralenmitglieder hatten sich wie ich der Diskussion abgewandt und verbrachten die Zeit wie so oft nach den eigenen Vorlieben. Gosef Gaar schrieb an weiteren Werken und schleuste sie als posthume Veröffentlichungen Richtung Thiios, Fähnrich Wurm führte eifrig Strichlisten über die Daten auf den Monitoren. Ich begnügte mich damit, aus dem Fenster zu sehen und mir zu überlegen, welches handwerkliche Projekt ich in nächster Zeit angehen könnte. Es war mein liebster Zeitvertreib hier in der Zentrale und ich bemühte mich immer, auf dem Weg interessante Gegenstände (die aber natürlich niemand vermissen durfte) einzusammeln. Zumindest die Auswahl an exotischen Materialien bot hier doch eine gewisse Abwechslung und ich hatte die Zentrale mit der Zeit schon mit einigen Crossover-Kunstwerken verziert.






      [1] Ermöglicht durch den patentierten Paradoxienfilter von Cornelius Glitterstoon. Logische Konsistenz in allen Metaebenen!


      Schreibt mir wies gefällt, ob Charaktere gut eingesetzt wurden und welche Möglichkeiten ihr noch so seht. Ich werde wohl einfach im Slice-of-life-Stil weiterschreiben, Bausteine sammeln und mir später überlegen, wo es da mal plotmäßig hingehen könnte. :fluecht:

      Wenn ihr was in dem Setting schreiben wollt, nur zu! :)
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