Welten für Kinder

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    • Welten für Kinder

      Mir kam vorhin die Idee für eine Fantasywelt, die in erster Linie für Kinder ist: Es wäre ein recht klassisches Fantasy-Setting wie man es von Mittelerde, Aventurien, den Forgotten Realms usw. kennt, das allerdings von anthromorphen Tieren bevölkert wird. Das Ganze ist noch nicht sonderlich kreativ, der kleine Twist soll hierbei sein, dass es tatsächlich unsere eigene Erde nach dem Ende der Menschheit ist. Aber über diese Welt, die ich nur so ein wenig im Hinterkopf habe (und an der ich vermutlich dann doch nicht aktiv basteln werde), kam ich dann doch zu der Idee, diesen Thread hier mal zu erstellen, da ich das Thema ganz interessant finde: Welten für Kinder (und jene, die es geblieben sind ;D ).

      Habt ihr selbst solche Welten mal gebastelt oder seid aktiv dran? Was trieb euch dazu und wie geht ihr da vor? Was unterscheidet eine Welt für Kinder von einer Welt, die eher für ein erwachsenes Publikum oder aber zumindest nicht in erster Linie für Kinder ist?

      Ich hatte erst überlegt, das hier ins Allerweltsforum zu packen, aber ich denke, dass dieses Board hier dann doch passender ist, um auch ein wenig auf die Hintergründe solcher Welten einzugehen und vielleicht auch ein wenig über bekannte Welten für die lieben Kinderlein zu reden.
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    • Also, ja, ich bin da ein bisschen an was dran. Die Welt ist SEHR klein, mit unter zehn Planeten in Mario-Galaxy-Planeten-Grösse, bewohnt von intelligenten kleinen Säugetieren: Mäuse, Eichhörnchen, Hamster, Ratten, ...
      Die Zielgruppe ist eine Person gross und ich will Geschichten in der Welt erzählen (und diese auch drucken, in grosser Schrift).

      Der schlimmste innerweltliche Konflikt wird möglicherweise der Streit um das korrekte Rezept für Erdbeerkuchen sein ...
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    • Diese kindliche Herangehensweise ans Weltenbasteln und Erleben fasziniert mich auch. Das Motiv mit den sprechenden Tieren kommt da immer wieder vor, in meiner ersten gebastelten Welt, der Wederwelt war das auch so. Und die Übersichtlichkeit, die du, Veria mit dem Kleinplanetensystem ansprichst, finde ich auch sehr schön, nichts anderes mache ich ja auch bei Rhingon, das auf seine Art irgendwie auch was Kindliches für mich hat.

      Ein Wederwelt-Revival könnte ich mir auch vorstellen, als Denkmal für all das kreative Zeug, das ich mir als Kind so ausgedacht habe. Da will ich dann möglicst die Einfachheit, aber auch Ästhetik meiner damaligen Gedankengänge wiederspiegeln. Beispielsweise die streng alphabetisch sortierten Wohnstätten der Tiere.
      Genrekonstruktivist, Weltformeltheoretiker und professioneller Es-sich-selbst-kompliziert-Macher

      Fragen stellen ist wichtiger als Antworten geben. Meistens...
    • Was mich abschreckt ist, dass Welten für Kinder auf simplifizierende Art so grausam und blutig sein müssen. Die denken sich ja in Kaffeemühlen und Erdbeerkuchenrezepte andere Sachen. Ich hatte da als Kind immer die alten Märchen lieber, wo das weniger verklausuliert war.

      Ich habe aber mal über eine Teddybär-Welt nachgedacht. Doch dann habe ich festgestellt, dass es das schon gibt. Sogar mit Wargaming-Regeln. Was mich dann davon abgehalten hat. Aber irgendwie denke ich immer wieder daran.

      Ich will jetzt für meine Neffen und Nichten etwas über ein paar Hünen schreiben. Mit Königen und Zauberern und normaler Bevölkerung. Hier gibt es ein paar schöne Sagen dazu, die kindgerecht aufbereitet und ausgeschmückt werden müssen. So etwas ist ja auch immer irgendwie eine andere Welt, auch wenn da nicht Märchenwelt steht, sondern reale Orte angegeben werden.

      Veria: Ich rate mal: Brauchen die das Kuchenrezept, um ihren neuentwickelten Roboter namens Verbot zu füttern? Und hat ein gewisser Mogli das originale Rezept mit Pfotenabdrücken unbrauchbar gemacht und jeder erinnert sich anders?

      Alha Centauri: Alle Affen im Kontinent A, oder wie ist das zu verstehen?
    • Ich glaube, wenn man die Protagonisten zu Tieren macht, kann man auch einiges leichter verständlich machen; vielleicht nahbarer, indem man es vom Menschen entfernt sozusagen. Bei Alfred J. Kwak werden ja beispielsweise wirklich ernste Themen wie Rassismus kindgerecht angesprochen, ohne dass sie zu sehr verharmlost werden und die Botschaft so verwässert wird.
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    • Riothamus schrieb:

      Was mich abschreckt ist, dass Welten für Kinder auf simplifizierende Art so grausam und blutig sein müssen. Die denken sich ja in Kaffeemühlen und Erdbeerkuchenrezepte andere Sachen.
      ???

      Riothamus schrieb:

      Veria: Ich rate mal: Brauchen die das Kuchenrezept, um ihren neuentwickelten Roboter namens Verbot zu füttern? Und hat ein gewisser Mogli das originale Rezept mit Pfotenabdrücken unbrauchbar gemacht und jeder erinnert sich anders?
      Nein. Der Streit wird eher sein, ob da jetzt Nüsse reingehören (Rezept von Mama Eichhörnchen) oder Spinnen (Rezept von Mama Igel).
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    • Veria schrieb:

      Der schlimmste innerweltliche Konflikt wird möglicherweise der Streit um das korrekte Rezept für Erdbeerkuchen sein ...
      Daraus können auch Kriege erwachsen :D

      Elatan schrieb:

      Bei Alfred J. Kwak werden ja beispielsweise wirklich ernste Themen wie Rassismus kindgerecht angesprochen, ohne dass sie zu sehr verharmlost werden und die Botschaft so verwässert wird.
      Zum Beispiel die Hitler-Krähe...

      Ich denke nicht, dass sie gleich so grausam sein müssen, Rio. Klar können Kinder in einem gewissen Alter auch Transferleistungen erbringen (vielleicht), aber das ist ein Stück weit auch zweckdienlich aus pädagogischer Sicht, meine ich. Es müssen nicht immer die blutigen Märchen sein oder die abschreckenden Geschichten. Wie Ela meinte, kann man heikle Themen auch sehr kindgerecht darstellen, daraus lernen sie schließlich auch. Und sofern man seine Welt für Kinder jetzt nicht einfach nur "Friede-Freude-Eierkuchem-mäßig" bastelt - was für manche Altersgruppen bestimmt trotzdem passt - dürfen die Kinder ruhig auch darüber nachdenken.
      "Archäologie ist die Suche nach Fakten. Nicht nach der Wahrheit. Wenn Sie an der Wahrheit interessiert sind, Dr. Tyries Philosophiekurs ist am Ende des Ganges. Also vergessen Sie diese Geschichten von verborgenen Städten und die Welt umzugraben. Wir folgen keinen alten Karten, entdecken keine vermissten Schätze und noch nie hat ein X irgendwann irgendwo einen bedeutenden Punkt markiert."

      - Prof. Dr. Henry Jones Jr.
    • Riothamus schrieb:


      Alpha Centauri: Alle Affen im Kontinent A, oder wie ist das zu verstehen?

      Im Prinzip ja. Nur, dass es von der Größenskala sehr viel kleiner war. Also eher Gebäudetrakte als ganze Kontinente. Und deswegen war es auch gaaaanz wichtig, dass der "Xehund" ein richtiges Tier ist.
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    • Veria schrieb:

      Riothamus schrieb:

      Was mich abschreckt ist, dass Welten für Kinder auf simplifizierende Art so grausam und blutig sein müssen. Die denken sich ja in Kaffeemühlen und Erdbeerkuchenrezepte andere Sachen.
      ???
      Du nimmst mir die Worte Smileys aus dem Mund, Veria. :lol:
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    • Solange du sie nicht quälst, musst du auch keine Angst haben^^
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    • Elatan schrieb:

      Habt ihr selbst solche Welten mal gebastelt oder seid aktiv dran? Was trieb euch dazu und wie geht ihr da vor? Was unterscheidet eine Welt für Kinder von einer Welt, die eher für ein erwachsenes Publikum oder aber zumindest nicht in erster Linie für Kinder ist?
      Alle Kinderwelten die ich bisher traf (hauptsächlich in dem audiovisuellen Bereich) waren den Kindern nie gerecht.
      Kinder sind nicht doof, doch oftmals kommt mir der Gedanke, dass die Erwachsenen - welche die Welten erstellten - ihnen viel zu wenig zutrauen. Ich bin kein Fan davon. Absolut nicht.
      Das Schubladendenken ist da oftmals viel größer als bei anderen Stereotypen... was nicht sein muss! Overprotektionismus ist einfach schlecht und genau das sind die Welten oftmals.
      "Sel'ana... Wir werden bestehen." - Arinai Shuir del'Julinya
    • Akira schrieb:

      Alle Kinderwelten die ich bisher traf (hauptsächlich in dem audiovisuellen Bereich) waren den Kindern nie gerecht.
      Kinder sind nicht doof, doch oftmals kommt mir der Gedanke, dass die Erwachsenen - welche die Welten erstellten - ihnen viel zu wenig zutrauen. Ich bin kein Fan davon. Absolut nicht.
      Das Schubladendenken ist da oftmals viel größer als bei anderen Stereotypen... was nicht sein muss! Overprotektionismus ist einfach schlecht und genau das sind die Welten oftmals.
      Da kann ich dir zustimmen. Ich bin aber leider inzwischen auch nicht mehr so weit in der Materie drin, dass ich wirklich "Kinderwelten" noch groß beurteilen könnte, was das angeht und ich müsste da vielleicht mal wieder ein wenig meine Erinnerung auffrischen. Ich weiß nicht, welche Welten du da kennst, allerdings würde ich hier halt auch wieder die Welt von Alfred J. Kwak anführen, um zu zeigen, dass es nicht immer Friede-Freude-Eierkuchen sein muss - aber ich denke auch, dass du auch gar nicht behaupten willst, dass es auf jede zutrifft. :) Auch die Welt des Hobbits sehe ich als ein gutes Beispiel; hier kommt Krieg und Tod vor und zwar wird die Gewalt nicht groß ausgeführt und wie in einem Erwachsenenroman dargestellt, aber doch auch nicht verschwiegen oder ganz rausgelassen, um ja die armen kleinen Kinderchen nicht zu verschrecken. ;)

      Nun mache ich mit der Erwähnung der "Welt des Hobbits" natürlich wieder ein neues Fass auf. Wir wissen, dass der Hobbit die Vorgeschichte zu einem Roman ist, der definitiv nicht für Kinder ist (auch wenn die ersten Kapitel es noch so aussehen lassen) und dass die Welt, die im Hobbit präsentiert wird, nur ein kleiner Teil einer so viel größeren Welt ist, die auch nicht auf Kinder zugeschnitten ist. In diesem nun also von mir neu aufgemachten Fass schwimmen neue Fragen herum: Wie ist es eigentlich, wenn man Geschichten für Kinder in der eigenen Welt spielen lässt, die an sich eigentlich gar keine Welt für Kinder ist? Ich finde diese Idee eigentlich gar nicht so verkehrt, nur könnte es vielleicht etwas schwierig sein, wenn man das Ganze dann veröffentlichen will.
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    • Chrontheon schrieb:

      Unsere Welt ist in der Form, wie sie heute existiert, auch nicht für Kinder (wenn man das Gesamtbild betrachtet).
      Stimmt. ;) Und ich glaube, bei recht vielen Welten der hier im Forum aktiven Nutzer kann man auch sagen, dass sie unserer Welt da recht ähnlich sind und manche Aspekte eben nicht gerade das sind, was man unter "kindgerecht" versteht.
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    • Ist zwar schon etwas lange her, aber ich schreibe auch einfach mal was dazu.

      Ich mochte/mag Kindergeschichten als Kind nie so gerne. Als Kleinkind bestimmt, aber als ich in die Schule kam habe ich mit Star Wars und Harry Potter beschäftigt ( Die auch ihre düsteren Aspekte haben ). Das hat auch damit zu tun, dass wenn ich mich mit sowas befasst habe meine Mutter mit den quietschenden Stimmen nicht klar kam und wenn sie weg war ich lieber heimlich Total War Lets Plays geguckt habe. Der erste Aspekt wäre also, dass ich nicht wirklich viele "Muster-Szenarien" aus so Kindergeschichten kenne. Der zweite Aspekt ist, dass ich mich in der Verwirklichung meiner Welt bei nur kindgerechten Komponenten beschränkt fühle. Es gehört für mich einfach dazu, dass etwas brutal und düster ist. Bestärkt wurde ich dabei, als ich vor einigen Monaten die Serie sehen der Serie The Magicians ( Die nebenbei nicht ganz kindgerecht war ) gesehen habe. Die Geschichte und der Realismus haben mich aber fasziniert und mich auch beim Basteln inspiriert.

      Ich hoffe ich habe das Thema nicht allzu sehr verfehlt und nicht zuweit ausgeholt.