Erstes Spontandoublespeedbasteln am 2. Januar 2019

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    Es ist soweit - das WBO-Tool hat heute Nacht die ersten beiden Aufgaben der diesjährigen Olympiade frei gegeben!
    Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg und Spaß!

    Für alle, die noch keine so große Erfahrung mit der WBO haben: eine Anmeldung für kommende Disziplinen ist immer noch möglich. Also schnuppert ruhig mal rein.
    Das WBO-Orgatool findet ihr hier!

    • Erstes Spontandoublespeedbasteln am 2. Januar 2019

      Kinder, um 22:30 Uhr geht es los: Das erste Spontandoublespeedbasteln!


      Aber Ela, was ist Spontandoublespeedbasteln?


      Das werde ich dir sagen, kleiner Timmy! Beim Spontandoublespeedbasteln basteln wir, weil wir spontan Lust darauf haben, innerhalb von 30 Mnuten irgendwas für unsere Welten. Also kommt jetzt schnell in den Chat oder wartet bis 22:30 Uhr und drückt dann hysterisch auf "Aktualisieren", um das Thema zu erfahren und mitzumachen!


      ~ Der Ort für jene, denen unsere Welt nicht genügt ~
    • Über das Brauchtum der Irmisonen
      (Gnaivus Ainanus Asmer: Hib Hesso Citinense III, 20; 240 OCS [514 VOR])

      Unter den Irmisonen gibt es einen seltsamen Festbrauch: Zu Ehren des Gottes Cais betrinken sie sich mit vergorener Stutenmilch, nur um sich dann mit einem kleinen Pinsel zum Erbrechen zu bringen; dabei ist den Irmisonen wichtig sich möglichst aufsehenerregend zu erbrechen und ich habe gehört, dass sogar die Drumanen darauf achten, wer seinen Auswurf am weitesten erbricht. […] Cais aber ist ihr Gott der Quellen und Gewässer; sie verehren ihn in einem Heiligtum in der Quellgegend des Loras-Stromes, wo eine unterirdische Quelle sich mehrmals am Tag aus dem Boden erbricht und das eine Wolke aus Dampf und Wasser sich zeigt, die nach Überzeugung der Irmisonen Cais selbst ist.


      ~ Der Ort für jene, denen unsere Welt nicht genügt ~
    • Die Geysire von Veristis

      Nicht unweit der coliardischen Hauptstadt Veristis befindet sich eine Region, die schon lange vor Rückkehr der Amnúrer in Aren den dort lebenden Menschen als heilig galt; dutzende Geysire schießen dort ihr Wasser turmhoch gen Himmel. Die Altcoliarden brachte an den Geysiren Opfer in Form von Erntebeigaben, doch sollen sie auch hin- und wieder Tiere geopfert haben. Als die Amnúrer kamen und mit ihnen der Sentarismus in Nordaren erstarkte, verschwanden die heidnischen Religionen, doch die Geysire wurden weiterhin von den Menschen aufgesucht, da sie sich bei ihnen den Göttern und später dem Sentar Elon besonders nahe fühlten.

      Nach der Sentarisierung des späteren Coliard wurde eines der größten elonitischen Klöster dort errichtet. Die Anhänger des Herrn des Wassers sehen die Geysire, wie schon ihre heidnischen Vorfahren, als etwas Heiliges an und es werden Geschichten erzählt, dass das Wasser der Geysire und der heißen Quellen dieser Gegend jenen, die reinen Herzens sind, Heilung für Leib und Seele verschaffen mag.

      Die Herren Veristis’ tragen auf ihrem Wappen stilisierte Geysire auf grauem Feld; tatsächlich ist der Geysir in Coliard verbreiteter als Symbol der Eloniten als die Welle, welche andernorts verwendet wird.


      ~ Der Ort für jene, denen unsere Welt nicht genügt ~
    • Diese Geschichte wurde aus Jugendschutzgründen gewaltreduziert präsentiert.

      Der Geysir

      Die Sirene ging los, und eine Stimme ertönte aus dem Lautsprecher. "Ruz-Herand! Westküste, Dringlichkeitsstufe 2!" Die beiden packten gemütlich ihre Sachen und begaben sich ruhigen Schrittes zum Wagen. "Was es wohl diesmal ist?" "Willst du wetten?", fragte Thyéd, als er die Einsatzpapiere vom Leitstellenassistent entgegennahm. "100 Rye dafür, dass es was blutiges ist!" "Sicher? Das hatten wir schon vorgestern! Ich sage, es ist etwas Schleimiges oder Raues." "Also ein Wesen?" "Ja. Auch wenn ich ein Phänomen nicht ausschließe."

      Geschwind fuhren sie durch das Land, der Küste entgegen. Es war ein weiter Weg, womöglich würden sie übernachten müssen. Schade nur, dass sie Exor nichts sagen konnte. Die Landschaft zog an ihnen vorbei, erst die Weiden der Kühe, dann die unendlichen Weiten der Grasebene. Ein schöner Anblick war das, besonders bei Sonnenuntergang. Stunden später erreichten sie das Steinplateau, zu dem sie gerufen wurden. "Worum genau geht es?", fragte Kuku. "Ein Geysir soll sich abnormal verhalten haben." "Das klingt schon nicht nach einem Wesen." "Abwarten, es könnte dennoch eines daran beteiligt sein."

      Als sie ausstiegen, wurden sie vom Einsatzleiter der Landswacht begrüßt. "Schön, dass Sie so schnell kommen konnten", sagte er, nachdem er sich als Gyé Syre vorgestellt hatte. "Wir hatten eine freie Straße", meinte Thyéd, als er den Wellenmesser kallibrierte. Kuku wandte sich um, als sie Sirenen in der Ferne hörte. "Das Reinigungsteam scheint auch schon zu kommen. Na dann schauen wir uns den Tatort mal genauer an!"

      Sie ging mehrere Male um das Loch im Steinboden herum und inspizierte die endlose Leere in dessen MItte. "Nun, es scheint nichts sonderlich abwegig zu sein. Wann hat er das letzte Mal gespuckt?" "Kurz, bevor ich Sie angerufen habe", erklärte Syre. "Und davor? Ist er mal länger trocken geblieben?" Kuku musste diese Frage, so blöd sie auch klang, einfach stellen. Manche Geysire waren nämlich bereits ausgetrocknet und sie waren zu einem Notfall gerufen worden, obwohl es ein natürlicher Punkt im Leben eines Geysirs war. "Das ist aber noch nicht alles", sagte Syre zögernd. "Was denn noch?", fragte Kuku, während sie sich über das Loch im Stein beugte und eine Taschenlampe aus der Jackentasche zog. Was er jedoch antwortete, konnte sie nicht mehr hören, da ihr Kopf binnen Sekunden in einen Schwall austretenden Wassers getaucht war. Geschockt ging sie mehrere Schritte zurück und fiel hin, wurde jedoch aufgefangen. Sie wagte es kaum, ihre Augen zu öffnen. Als sie es doch tat, sah sie durch einen Film roten Wassers Thyéds Gesicht, das eine Mischung aus Lächeln und Besorgnis ausstrahlte. Sie spuckte und richtete sich auf. "Du schuldest mir Geld!"

      (Ausschnitt aus dem Leben von Kuku Ruz)
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    • *Lobsgeysir*

      @Nharun: Also ich bräucht keinen Pinsel, um gelbe Milch mit weißen Klumpen weiter zu erbrechen als jeder andere in meiner Umgebung. Aber der Vergleich ... :zitter: ... sowas mit einem Geysir zu vergleichen! Aber wen wunderts schon, das diese abnorme Priesterschaft einen Wettbewerb draus macht!

      @Elatan: Elon Musk ist ein Sentar? :O Schön, dass die Geysire als religiöses Symbol erhalten geblieben sind!
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    • @Elatan Eine schöne, passende Beschreibung der kulturellen Wirkungsmacht einer solche Naturerscheinung. Gefällt :thumbup:
      @Chrontheon Gut geschrieben :thumbup: , mich interessiert auch warum das Wasser rot ist (und das mit der Vorstellung der Kuku-Welt sekundiere ich)

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      Elatan schrieb:

      Hat es einen besonderen GRund, dass sie Stutenmilch dafür nehmen?
      Die Irmisonen sind ein Reitervolk und Stutenmilch ist so verbreitet, wie bei anderen Völkern Bier oder Wein.

      Chrontheon schrieb:

      ... sowas mit einem Geysir zu vergleichen! Aber wen wunderts schon, das diese abnorme Priesterschaft einen Wettbewerb draus macht!
      Man darf nicht vergessen, dass Ainanus Asmer nur über Begebenheiten berichtet, von denen er gehört hat und das auch noch aus der Perspektive eines "Zivilisierten" der über "Barbaren" schreibt


      ~ Der Ort für jene, denen unsere Welt nicht genügt ~
    • Elatan schrieb:

      @Elk: Warum ist denn das Wasser rot? Du schuldest uns jetzt langsam aber echt mal eine schöne Vorstellung der Kuku-Welt!

      Nharun schrieb:

      @Chrontheon Gut geschrieben , mich interessiert auch warum das Wasser rot ist (und das mit der Vorstellung der Kuku-Welt sekundiere ich)
      @rotes Wasser: Falls ihr euch an die Stelle erinnert, wo Kuku ihrem Fahrer sagt, er schulde ihr Geld, war das auf die Wette von vorhin bezogen - die Rotfärbung kam von Blut.

      @Kuku-Welt-Vorstellung: Ich hatte gehofft, dass dieser Beitrag dazu beiträgt, euch die Welt näherzubringen. Wie ich sehe, hatte er diese Wirkung leider nicht. Vielleicht beim nächsten Speedbasteln!
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