Kulturen/Erotik/Sex und Beziehungsmodelle auf Tenrasyl

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    • Kulturen/Erotik/Sex und Beziehungsmodelle auf Tenrasyl

      Ich werde nur einmal versuchen anzuschneiden was Sexualität und Erotik in den einzelnen Kulturkreisen Tenrasyls ausmacht.


      Elbenreiche

      Sexualpräferenzen gibt es bei Elben keine, das heißt, sie sehen keinen Unterschied darin ob eine sexuelle Vereinigung nun hetero-, homosexuell, oder irgendwie anders geartet ist. Lediglich bei einer Vermählung legen sie sich auf das heterosexuelle Beziehungsmodell fest, schlicht aus religiöskulturellen Idealismus. Es gilt als durchaus exotisch, aber nicht als verpönt, wenn zum Beispiel stattdessen eine homosexuelles Beziehungsmodell gewählt wird, auch wenn dies durchaus mit einem milden Reputationsverlust der beteilitgen Familien einher gehen mag..

      In der Öffentlichkeit spielt Sexualität bei den Elben kaum eine Rolle, offen ausgelebte erotische oder sexuelle Praktiken gelten als "entartet" oder "pervers". Dem entsprechend wird sich jeder Elb davor hüten sich seine Sexualität im öffentlichen Raum auszuleben, bzw. dieser überhaupt Raum zu geben. Es gilt hier unausgesprochen "Sex hat jeder, aber wir sprechen nicht darüber." Dabei sind Elben keineswegs "prüde", ganz im Gegenteil sind sie sexuell sogar sehr aktiv, aber ihre Sexualmoral unterscheidet sich gänzlich von der anderer Völker. Für die Elben selbst ist es auch durchaus Teil des erotischen Spiels, möglichst unbemekrt durch sehr fein nuancierte Signale Sexualkontakte anzubahnen. Der Reiz dabei "entdeckt" zu werden ist ebenso Teil des Spiels.

      So ist Sexualität für Elben eng verknüpft mit sozialem Status, eben aus dem Sozialstatus ergibt sich auch die Rolle der Einzelnen innerhalb einer sexuellen Vereinigung. Als Beispiel, ein Adliger welcher mit einem Untergebenen (bzw. im Sozialstatus niedrigeren) sexuell verkehrt wird immer die aktive bzw. fordernde Rolle übernehmen. Sowohl beim Sex selbst, als auch beim Anbahnen von eben diesem. Untergebenen hingegen bleibt lediglich die passive bzw. dienende Rolle.
      Sexualität in dieser Form hat dementsprechend nur wenig mit Emotionen füreinander zu tun, sondern ist meistens lediglich ein weiterer Ausdruck für das Machtgefälle innerhalb der elbischen Gesellschaft. Es ist ein "verpöntes Spiel" das im Verborgenen getrieben wird. Und das sollte es auch, denn es kann leicht zu Reputationseinbußen kommen, wenn heraus kommt, dass ein Höhergestellter mit Niederen verkehrt.
      Einzige Ausnahme von dieser Regel sind die Sklaven aus niederen Völkern, das heißt alle Völker außer den Elbischen. Sklaven aus niederen Völkern werden des Öfteren halböffentlich sexuell Erniedrigt. Sprich auf Festen, auf denen nur geladene Gäste sind, kommt es durchaus öfter vor, dass Sklaven sexuelle Erniedrigungen über sich ergehen lassen müssen. Wie das genau aussieht überlasse ich der Fantasie des Lesers. ;) Es geht hierbei vor allem um Erniedrigung des Sklaven und seines als minderwertig angesehenen Volkes, es ist also ein erotisch aufgeladenes Machtspiel, das jedoch festen Regeln folgt.
      Eine davon ist z.B. dass die sexuelle Vereinigung mit einem Minderwertigen als Selbstentehrung betrachtet wird, sollte sowas passieren und öffentlich bekannt werden so ist die elbische Gesellschaft auch gerne dazu bereit den beteiligten Sklaven hinzurichten und den beteiligten "entarteten" Elben ebenfalls zu bestrafen, wobei die Spanne hierbei zwischen Kastration und Verbannung liegen wird.

      Wenn sich zwei Elben vermählen, dann hat auch das, den Ideal entsprechend nichts mit Liebe und Zuneigung zu tun. Sondern mit der Sicherung des gesellschaftlichen Standes. In den meisten Fällen stellen Elben ihre sexuellen Eskapaden dann aus Pflichtgefühl gegenüber dem erwählten Partner ein. Eben damit durch einen aufgedeckten womöglichen Fehltritt kein Schatten auch auf dessen Ansehen fällt. Manchmal gibt es aber auch mündliche Verträge die dem Partner den Sexualverkehr mit einem eng begrenzten Personenkreis, welcher als vertraulich eingestuft ist, gestattet.




      Imperium Vhol (Menschenreich)

      Das vholidische Imperium hat sich im Bezug auf die Sexualmoral einiges von ihrem engsten Verbündeten den Elben abgeschaut, aber längst nicht alles.
      So ist die heterosexuelle Liebe nicht nur bevorzugt, wie das bei den Elben der Fall ist, nein vielmehr ist die homosexuelle Liebe etwas Schändliches. Einmalige homoerotische "Verfehlungen" werden, so sie denn öffentlich werden mit Pranger bestraft, bei der zweiten "Verfehlung" werden die Beteiligten dann in Klosterisolation verbannt, damit ihnen die Geistlichen die "richtige Moral" näher bringen. Die so bestraften allerdings haben es noch gut getroffen, denn ihnen wird kein religösfanatischer Mob nach dem Leben trachten, was besonders in den ländlichen Gegenden öfter mal geschieht.
      Ebenso gilt es als vollkommen verpönt sich mit einer anderen Spezies als einen Menschen einzulassen, die offizielle Bestrafung hierfür liegt zwischen Verbannung und Hinrichtung.

      Die Partnerwahl wird in Vhol meist von den Familien übernommen, und sehr oft werden bereits Kinder in der Wiege miteinander verlobt. Über Sexualität wird nicht gesprochen, stattdessen wird über Familienehre und Vermehrung gesprochen. Denn es ist im Sinne des Gottes Aratis, dass sich die Menschen vermehren, und es ist im Sinne der Gemeinschaft, das dies auf sittliche Weise geschieht. Die Regeln machen hierbei auch keinen Unterscheid zwischen Mann und Frau, für beide gelten diesselben Relgen, wie voreheliche Enthaltsamkeit und eheliche Treue.
      Wird dagegen in einer Art und Weise verstoßen die öffentlich auffällt, so wird auch das bestraft. Meistens gibt es Prangerstrafen, oder Stockhiebe für solche Verfehlungen.

      Die Sexualität leben die Vholiden dem entsprechen vor allem ehelich aus, und da der Geschlechtsakt rein der Fortpflanzung dienen soll, ist es dabei auch offiziell verboten sich gegenseitig gänzlich nackt zu betrachten. Also findet Sex in gänzlicher Dunkelheit in den eigenen Vier Wänden statt, oder aber in speziell dafür genähten Ganzkörperanzügen. Sex ist kein Spaß, Sex ist eine Verpflichtung, für beide Geschlechter.
      Dem entsprechend kann man sagen, dass die vholiden sich elbisches Verhalten großteils abgeschaut haben, ohne jedoch hinter den Vorhang zu blicken, würden sie wissen was die Elben wirklich so treiben, dann wären sie vermutlich entsetzt, aber so wie es ist betrachten sie die Elben als den Inbegriff von Reinheit und Pflichtgefühl, auch was Ehe, und Sexualität betrifft.



      Kaiserreich Isen und Isenfhar (Menschenreich)

      Im Kaiserreich Isen und den zugehörigen Provinzen in Isenfhar ist es von je her so, dass es zwischen den Geschlechtern weder festgelegte Rollen, noch Diskriminierungen zwischen ihnen gibt. Die isener Sexualmoral ist also vor allem von gegenseitigen Respekt der Sexualpartner geprägt als auch vom Kastenwesen, welches im Kaiserreich vorherrscht.
      So gibt es grundsätzlich im Bezug auf die Wahl des Partners als auch im Bezug auf die ausgeübten Sexualpraktiken keine Vorschriften, solange dies alles innerhalb einer Kaste geschieht. Für Paarungen welche über die Kastengrenzen hinaus gehen gibt es jedoch strikte Regeln. So ist es zwar gestattet mit einem Nichtmenschen eine Beziehung einzugehen, man wird dafür jedoch aus der Kaste ausgeschlossen und aus dem Reich verbannt. Und das Vermischen der Kasten ist ebenfalls verboten, oder aber einer der beiden Partner muss seine eigene Kaste verlassen und sich der des Partners anschließen, was i nder Regel allerdings bedeutet dass der neu hinzukommende immer misstrauisch beäugt werden wird.
      Denn laut dem Reichsgründungsgesetz repräsentiert das Kaiserhaus alle Kasten des Reiches, durch verwandtschaftliche Verbindungen mit allen 3 Kasten. Eben diese Blutlinie legitimiert das Kaiserhaus und den Kaiser auch zum herrschen. Aus genau diesem Grund ist die "wilde Vermischung" der Kasten verboten, um die Legitimität des Kaiserhauses zu schützen.

      Ansonsten werden im Kaiserreich bei der Werbung um einen Partner vor allem ritterliche Tugenden gepflegt. Das heißt im Falle Isens, das dass Werben um einen Partner mitunter Jahre dauern kann. Jahre in denen nach einem ungeschriebenen Regelwerk, zunächst zarte Bande geknüpft werden durch Dinge wie das schreiben und vortragen von Gedichten und Liedern, dem vermachen KLEINER Präsente, bis der oder die Umworbene sich bereit erklärt dem oder der Werberin soweit nachzugeben, dass kleinere gemeinsame Unternehmungen stattfinden können, welche sich dann im Laufe der Zeit in ihrer Ausdehnung steigern können bei gegenseitiger Sympathie.
      Dem potenziellen Partner ist dabei immer mit Höflichkeit und Respekt zu begegnen. Erst wenn der oder die Umworbene, dem Werber ein ebenfalls KLEINES Zeichen seiner Gunst erweist, das kann von einem Brief, über ein Stück Stoff bis hin zu einem Siegelring des eigenen Hauses reichen, gilt die Werbung als abgeschlossen. Danach übernehmen die Vorsteher der Kasten den Rest. Das heißt sie binden die Familien beider Partner ein und veranstalten ein Vermählungsfest. Wobei es in Isen vollkommen egal ist ob die Paare nun aus einer Frau mit einem Mann, 2 Frauen, oder 2 Männern besteht. Das wird in Isen gesellschaftlich nicht bewertet. Lediglich die Monogamie ist verbindlich.

      Da es in Isen jedem frei steht seinen Partner selbst zu wählen ist während des Werbens auch immer ein Irrtum möglich. Wird dies erkannt, dann geht man respektvoll und freundlich auseinander. Das dies immer reibungslos abläuft liegt vor allem an dem hohen Grad an Disziplin den die Isener anerzogen bekommen, völlig egal welcher Kaste sie auch immer angehören mögen.



      Die Kleinkönigreiche um Helmdhars Hammer (Menschenreich)

      Die Helmdhari gelten als sexuell äußerst tolerant. Sie haben keine festgeschriebenen Regeln was man wie zu tun und zu lassen hat. Und auch keine Regeln des Werbens. Ihre Sexualmoral ist vor allem auf den Nachwuchs der daraus entsteht ausgerichtet. So ist es zum Beispiel geltendes Recht, dass Kinder aus einer Beziehung immer dem Klan der Frau zugesprochen werden. Das heißt Kinder werden immer von Klan ihrer Mutter aufgezogen, der Vater, ja die Vaterschaft spielt keinerlei Rolle.
      Feste und monogame Beziehungen sind bei den Helmdhari meistens nur auf Zeit angelegt, keineswegs vertragsmäßig, sondern viel mehr in der Art, dass Partnerschaften auseinandergehen, wenn sie sich selbst überlebt haben. Wenn ein Beziehung beendet wird, ist dies aber auch nur selten als Drama betrachtet. Der Mann kehrt danach wieder zu seinem Klan zurück und damit ist die Sache dann meist erledigt.
      Dem entsprechend hat Vaterschaft auch nur eine untergeordnete Rolle in der Gesellschaft der Helmdhari, stattdessen sind Onkel oder Cousins meist diejenigen die bei der Erziehung der Kinder mithelfen.

      Im Bezug auf Nichtmenschen/Fremdlinge haben die Helmdhari keine nennenswerten Probleme, einzige Vorraussetzung ist das diese Fremdlinge die Gebräuche der Helmdhari respektieren und sich heraushalten, wenn es zu Streitigkeiten kommen sollte.

      Die Werbung bei den Helmdhari findet meist auf Feierlichkeiten statt. Sowohl die Kleinkönige, als auch der Imperator veranstalten regelmäßig solche Feierlichkeiten, die dem Zweck dienen den Zusammenhalt des Reiches zu fördern, aber auch der Partnerfindung.
      Helmdhari sind hervorragende Tänzer, weshalb ihre Partnerwerbung meist auch Tanzend stattfindet. Meistens werden Tanzend auch Geschichten erzählt, so entwickelten sich die Tänze in den Jahrhunderten zu einer komplexen Sprache, welche nur eingeweihte verstehen. Aber gerade wenn es um die Werbung geht ist vor allem der Säbeltanz promient vertreten, noch vor dem Tanz der tausend Flammen, oder dem Tanz der Libelle. Im Säbeltanz wird der oder werden die potenziellen Partner herausgefordert sich mit dem Werber zu messen. Für Außenstehende mag dies manchmal aussehen wie Säbelkämpfe bei denen zuviel wert auf Ästhetik gelegt wird.
      Erst wenn sich der Umworbene rituell in diesen Tanz "geschlagen gibt" das heißt seinen Säbel dem oder der Werberin vor die Füße wirft, gilt eine neue Partnerschaft als beschlossen.



      :lol: Die Intelligenz des Wesens namens »Menschenmenge« ist nicht höher als die Quadratwurzel der Anzahl aller Personen." - Terry Pratchett, Fliegende Fetzen :lol:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Aguran ()

    • Aguran schrieb:

      Dem entsprechend wird sich jeder Elb davor hüten sich seine Sexualität im öffentlichen Raum auszuleben, bzw. dieser überhaupt Raum zu geben.
      Was mir in dem Zusammenhang einfällt, ist die Frage, was denn als sexuell gewertet wird. Das kann ja sehr unterschiedlich sein, z.B. gibt es auf der Erde ganz unterschiedliche Einstellungen dazu, wie Küssen gesehen wird; für die eine Kultur ist es quasi der Beginn einer Beziehung, für eine andere gehört das schon nur ins Schlafzimmer.


      Aguran schrieb:

      Sexualität in dieser Form hat dementsprechend nur wenig mit Emotionen füreinander zu tun, sondern ist meistens lediglich ein weiterer Ausdruck für das Machtgefälle innerhalb der elbischen Gesellschaft.
      Erinnert mich an die Römer, bei denen afaik Sex zwischen Männern nur für Bottoms verpönt war.

      Aguran schrieb:

      Sklaven aus niederen Völkern werden des Öfteren halböffentlich sexuell Erniedrigt. Sprich auf Festen, auf denen nur geladene Gäste sind, kommt es durchaus öfter vor, dass Sklaven erotische Sado-Maso-Spielchen über sich ergehen lassen müssen.
      Hm. Also, Erniedrigen von Sklaven würde ich nicht als Sado-Maso bezeichnen; das würde Gegenseitigkeit implizieren. ("Maso" impliziert, dass es masochistische Personen gibt, die also sich freiwillig unterwerfen.)

      Selbstentehrung klingt brutal. o_0 Typisch, dass die Sklaven gleich nochmal härter bestraft werden...

      Aguran schrieb:

      anchmal gibt es aber auch mündliche Verträge die dem Partner den Sexualverkehr mit einem eng begrenzten Personenkreis, welcher als vertraulich eingestuft ist, gestattet.
      Das klingt sinnvoll.^^ Gibt es denn dann überhaupt eine gesellschaftliche Erwartung von Sexualität zwischen Vermählten?

      Aguran schrieb:

      Einmalige homoerotische "Verfehlungen" werden, so sie denn öffentlich werden mit Pranger bestraft, bei der zweiten "Verfehlung" werden die Beteiligten dann in Klosterisolation verbannt, damit ihnen die Geistlichen die "richtige Moral" näher bringen.
      Hm, okay, bei Klöstern denke ich automatisch an Geschlechtertrennung, und an einen abgeschiedenen Ort, und damit ist die Frage, ob nicht gerade Homosexuelle bevorzugt Geistliche werden. Ich glaube, im Mittelalter war das in Europa keine Seltenheit.

      Aguran schrieb:

      Sex ist kein Spaß, Sex ist eine Verpflichtung, für beide Geschlechter.
      Wie gehen die Vholiden denn mit ihrer Libido um? ;D Die Regeln schreien ja danach, gebrochen zu werden.
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Jundurg schrieb:

      Hm. Also, Erniedrigen von Sklaven würde ich nicht als Sado-Maso bezeichnen; das würde Gegenseitigkeit implizieren. ("Maso" impliziert, dass es masochistische Personen gibt, die also sich freiwillig unterwerfen.)

      Selbstentehrung klingt brutal. o_0 Typisch, dass die Sklaven gleich nochmal härter bestraft werden...
      Bin für andere Worte die das genauer umschreiben dankbar, wenn du welche hast. :)


      Jundurg schrieb:

      Was mir in dem Zusammenhang einfällt, ist die Frage, was denn als sexuell gewertet wird. Das kann ja sehr unterschiedlich sein, z.B. gibt es auf der Erde ganz unterschiedliche Einstellungen dazu, wie Küssen gesehen wird; für die eine Kultur ist es quasi der Beginn einer Beziehung, für eine andere gehört das schon nur ins Schlafzimmer.
      Vereinfacht gesagt ist hier bereits der Körperkontakt, den andere sehen könnten verfänglich.
      Natürlich abgestuft von "Hand auf der Schulter" = Benehmt euch mal... tzes... über "Hand auf der Hüfte." = Ich bin schockiert und empört.. hin zu "Ein Kuss auf die Wange" = Ihr perversen Schweine! ;)



      Jundurg schrieb:

      Das klingt sinnvoll.^^ Gibt es denn dann überhaupt eine gesellschaftliche Erwartung von Sexualität zwischen Vermählten?
      Die gesellschaftliche Grunderwartung von Sexualität in der Ehe ist vor allem die Fortpflanzung, das Aufziehen des gemeinsamen Nachwuches und die Stärkung der Reputation der eigenen Familie.
      Und ebenso wird erwartet dass die gelebte Sexualität von Vermählten vom spielerischer Auseinandnersetzung unter Gleichgesinnten gedacht ist. Was sich aber dann auch gesellschafltich fortsetzt. Eine Ehe soll eine förderliche Konkurrenz zwischen den Partnern darstellen. Das wird in gewisser Hinsicht auch erwartet.
      Ziel ist es sich über diese gleichberechtigte Konkurenzsituation selbst zu optimieren. Das Vorbild hierbei ist das Götterpaar welches die Elben verehren.


      Jundurg schrieb:

      Hm, okay, bei Klöstern denke ich automatisch an Geschlechtertrennung, und an einen abgeschiedenen Ort, und damit ist die Frage, ob nicht gerade Homosexuelle bevorzugt Geistliche werden. Ich glaube, im Mittelalter war das in Europa keine Seltenheit.
      Tatsächlich sind in den Klöstern vermehrt Homosexuelle anzutreffen ,das stimmt.


      Jundurg schrieb:

      Wie gehen die Vholiden denn mit ihrer Libido um? Die Regeln schreien ja danach, gebrochen zu werden.
      :D

      Da hast du einen Punkt.
      Ob sich Vermählte wirklich immer an die Regeln halten... innerhalb ihrer eigenen Wände, wird man wohl nur äußerst selten heraus bekommen.
      Ansonsten, es gibt in Vhol eine sehr gut vernetzte aber hoch illegale Prostitution, die durchaus für Erleichterung sorgen kann. Aber auch die ist natürlich strafbar.

      Und dann kommt etwas noch unrühmlicheres hinzu, das Imperium führt ständig Expansionskriege, jeder wehrfähige Mann hat Wehrpflicht von 8-12 Jahren. Meistens stoßen sich die Herren da fern der Heimat, zwar illegal, aber von der Generalität geduldet die Hörner ab. ;)



      :lol: Die Intelligenz des Wesens namens »Menschenmenge« ist nicht höher als die Quadratwurzel der Anzahl aller Personen." - Terry Pratchett, Fliegende Fetzen :lol:
    • Aguran schrieb:

      Bin für andere Worte die das genauer umschreiben dankbar, wenn du welche hast.
      "Sexuelle Ausbeutung von Sklaven, sexualisierte Machtdemonstration " - sowas vllt?

      Aguran schrieb:

      Eine Ehe soll eine förderliche Konkurrenz zwischen den Partnern darstellen. Das wird in gewisser Hinsicht auch erwartet.
      Ziel ist es sich über diese gleichberechtigte Konkurenzsituation selbst zu optimieren. Das Vorbild hierbei ist das Götterpaar welches die Elben verehren.
      Das klingt spannend - d.h. Eheleute konkurrieren durchaus auch um ihre gesellschaftliche Position?

      Wie "spielerisch konkurrierend" in Bezug auf Sexualität verstanden wird, ist mir aber nicht so klar.^^
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Danke @Jundurg habs mal ein wenig angepasst.
      Ob ich das zu Vhol noch dazu schreiben soll weiß ich nicht, denn es geht ja eher um die idealisierte Darstellung der Kulturen und nicht darum was nebneher noch so außerhalb der Norm läuft. ;)


      Außerdem habe ich noch Isen und Helmdhar oben hinzu gefügt.



      :lol: Die Intelligenz des Wesens namens »Menschenmenge« ist nicht höher als die Quadratwurzel der Anzahl aller Personen." - Terry Pratchett, Fliegende Fetzen :lol: