[Magie] Wie entsteht sie?

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    • [Magie] Wie entsteht sie?

      Hey ihr
      Ich habe hier viele Beiträge zu Magie gefunden, aber erstaunlich wenig zu den eigentlichen Ursprüngen dieser Macht.
      wie ist das bei euch so?

      Wo hat die Magie bei eich einen Anfang?
      Wer hat sie entdeckt? Und wie?
      Wie gelangen Menschen (oder andere Wesen) zu ihren Fähigkeiten?

      Muss ein Magier als solcher geboren werden(bzw. auserwählt sein), oder gelangt er auf anderem Weg zu seinen Fähigkeiten?
    • Ngiana:

      - Wo hat die Magie bei eich einen Anfang?

      Theoretisch hat wohl alles irgendwie seinen Ursprung im Jenseits, in der Praxis spielt das allerdings sowohl für die Weltbewohner*innen als auch für mein Basteln nie eine Rolle. :)

      - Wer hat sie entdeckt? Und wie?

      Manche Magieformen konnten erst entdeckt werden, nachdem bestimmte Bedingungen geschaffen wurden: Für Metallmagie braucht es nunmal Metall, daher gibt es die erst mit der Technologie dazu.

      - Wie gelangen Menschen (oder andere Wesen) zu ihren Fähigkeiten?

      Völlig willkürlich.^^ Sapiente sind einfach manchmal dafür begabt. Manche Magie ist leicht vererbbar, andere überhaupt nicht. In Ngiana gibt es keine einheitliche Magie, alles darf komplett anders funktionieren.^^

      - Muss ein Magier als solcher geboren werden (bzw. auserwählt sein), oder gelangt er auf anderem Weg zu seinen Fähigkeiten?

      Muss geboren werden, es sei denn, es geht um Fähigkeiten, die von Flüchen herrühren, die werden dann über diese weitergegeben.


      Issoy:

      - Wo hat die Magie bei eich einen Anfang?

      Nirgends. Magietheorie beschreibt, wie das Universum funktioniert, "Magie" kann im Alltag auch als Wort für einige Tricks verwendet werden, die halt in bestimmten Welten und Räumen funktionieren.

      - Wer hat sie entdeckt? Und wie?

      Gabs immer schon. Die Magietheorie hat allerdings in Zusammenarbeit mit Mathematik, Philosophie und viel Experimentiererei auch einige Fortschritte gemacht, da ist also durchaus auch einiges entdeckt worden.

      - Wie gelangen Menschen (oder andere Wesen) zu ihren Fähigkeiten?

      Bewusstsein interagiert zwangsläufig mit der Welt (sonst gäbe es keine Wahrnehmung) und diese Interaktion ist auch ein zentrales Forschungsgebiet der Magietheorie. Wenn es um spezielle Fähigkeiten geht, z.B. Bewegungsmagie (aka Telekinese) dann wird das gelehrt, braucht Übung. Manche Leute haben ein Talent dafür, sind halt z.B. einfach gut darin, räumlich zu denken.

      - Muss ein Magier als solcher geboren werden (bzw. auserwählt sein), oder gelangt er auf anderem Weg zu seinen Fähigkeiten?

      Niemand ist dazu geboren, alles wird geübt. Einige Spezialfälle sind angeboren (manche Zwillinge haben einen geistigen Link, der im Mutterleib schon entsteht, und der dazu führen kann, dass sie nach der Geburt mehr oder weniger nur eine Person sind... sehr vereinfacht ausgedrückt.)
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    • Wo hat die Magie bei euch einen Anfang?
      Wie meinst du das? Zeitlich? Die Magie ist eine Urkraft, die man im gleichen Atemzug mit schwacher Wechselwirkung, starker Wechselwirkung, Gravitation und Elektromagnetismus nennen muss.

      Wer hat sie entdeckt? Und wie?
      Das waren die Steinzeitinsulaner. Aller Wahrscheinlichkeit nach konnten die Insulaner magisch Feuer machen, bevor sie den Faustkeil kannten. Das liegt daran, dass sich Magie nicht nur systematisch, sondern auch intuitiv wirken lässt. Ist dann halt weniger effizient.

      Wie gelangen Menschen (oder andere Wesen) zu ihren Fähigkeiten?
      Ist das die Frage "Über welchen Mechanismus zaubern sie?"? Dann ist das der piezomagische Effekt, über den das materielle Hirn mit dem magischen Hirn kommuniziert. Und das magische Hirn kann dann mit der magischen Urkraft wechselwirken.

      Muss ein Magier als solcher geboren werden(bzw. auserwählt sein), oder gelangt er auf anderem Weg zu seinen Fähigkeiten?
      Magie ist eine Frage der Übung, wie Klavierspielen. Es kann einem mehr oder weniger liegen, aber Chopsticks, äh, Schalterzauber kriegt so gut wie jeder her.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • leylani schrieb:

      Wo hat die Magie bei eich einen Anfang?
      Magie ist eine der vier elementaren Energien, die alle aus einer oder mehreren ihrer jeweiligen Quellen entspringt. Wird gezaubert, wird die Magische Magie verbraucht. Soviel von der Sicht von außen. Energie kann nicht aus dem Nichts erscheinen und nicht ins Nichts verschwinden. Die Quellen der Magie (und der anderen elementaren Energien) werden aus Chrontheons Urenergie gespeist. "Verbrauchte" Energien "zerfallen" wieder in die Urenergie und fließen zu Chrontheon zurück.

      leylani schrieb:

      Wer hat sie entdeckt? Und wie?
      Wer sie entdeckt hat, wo, wann und wie ist nicht klar. Vermutlich aber die Elfen.

      leylani schrieb:

      Wie gelangen Menschen (oder andere Wesen) zu ihren Fähigkeiten?
      Meist ist das angeboren.

      leylani schrieb:

      Muss ein Magier als solcher geboren werden(bzw. auserwählt sein), oder gelangt er auf anderem Weg zu seinen Fähigkeiten?
      Menschen werden als Magier, und zwar in einen der 21 Zweige der Magie, oder Nicht-Magier geboren. Selten kann ein solcher Magier auch mehr als einen Zweig erlernen. Gerüchten zufolge soll es jemanden geben, der sich zum Self-Made-Allroundmagier gemacht hat.

      Elfen sind von Natur aus alle magiebegabt, üben allerdings nicht alle Zweige aus. Sie sind sogenannte Instinktmagier, und am ehesten mit Allgemeinmagiern, Eletmentarmagiern und Hexern vergleichbar.

      Zwerge sind der Magie nicht mächtig, mit Ausnahme der Thaumaturgie. Diese kann jedoch jeder Zwerg erlernen.
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    • leylani schrieb:

      Wo hat die Magie bei eich einen Anfang?
      Da ich zwei Welten mit inne wohnender Magie habe, versuche ich ganz kurz mal zu erklären wie sich das auf beiden Welten jeweils verhält.

      Tenrasyl:
      Magie ist wilde göttliche Kraft, der Schöpferfunke, wenn man so will. Eben jener Funke aus dem Materie, und die Welt selbst erwächst. Und ebne der Funke, welcher durch siene bloße Anwesenheit Veränderugnen voran treibt, sowohl schöpferische als auch zerstörerische Veränderungen sind beides Teil derselben Kraft, eben der Magie.


      Vernadin:
      Magie ist Vernadin ist ist Teil der dort vorherrschenden Physik, sie ist jedoch nur im Zusammenhang mit bestehenden Elementen wirksam. Wenn sie jedoch wirksam wird, so entstehen teils unerklärliche Phänomene, wie zum Beispiel schwebende Gegenstände, plötzliche Explosionen, oer eben auch nur Schneefall an einem sonnigen Sommertag.
      Magie tritt immer in Wechselwirkung mit den Elementen auf Vernadin, entsteht keine Wechselwirkung, dann gibt es auch keinen greifbaren Hinweis auf diese Kraft die die einen Magie, die anderen Vibromaterie nennen.



      leylani schrieb:

      Wer hat sie entdeckt? Und wie?
      Tenrasyl:
      Als die Magie sich zu Enitäten formte, und diese Enitäten ein Bewußtsein erhielten, nutzten die nun entstandenen Götter ihre magische Macht intuitiv und spielerisch im schöpferischen Wettkampf miteinander. Eben diese Götter gaben die Gabe der Magie an ihre Priester unter den von ihnen geschaffenen Völker weiter und lehrten sie den Umgang damit.

      Vernadin:
      Die Solestil, eine Gilde von Mysterienjägern und Forschern, spöttelnd "Geisterjäger" genannt, fanden bie ihren Forschungen einen Weg magische Entladungen zu provozieren, also magische Energie frei zu setzen. Die von ihnen benannte Vibromaterie, wurde fortan zur Energieerzeugung genutzt und beseitigte damit alle Energieengpässe auf der Welt von Vernadin.
      Der Weg zur Kontrolle der Vibromaterie liegt vor allem im mechanischem Knowhow der Solestil. Die Gilde verkaufte nach etwa 370 Jahren Vorherrschaft auf diesem Bereich, die ersten primitiven Entwürfe ihrer Vibromateriekonverter und machte damit die Vibromaterie einem immer größeren Teil der Bevölkerung zugänglich.


      leylani schrieb:

      Wie gelangen Menschen (oder andere Wesen) zu ihren Fähigkeiten?
      Tenrasyl:
      Magie auf Tenrasyl wird erlernt. Das heißt man muss ein mehrjähriges Studium über sich ergehen lassen, soweit gilt dies zumindest für Vollmagier.
      Es gibt auch intuitive Magier, laut Lehrmeinung der etablierten Vollmagier sind dies Leute, welche bedauerlicherweise keine Ausbildung erhalten konnten, und deshalb gefährlich sind. Tatsächlich neigen intuitive Magier of zu überschießenden magischen Reaktionen, welche sie selbst nur schwer kontrollieren können.

      Vernadin:
      Nachdem die Vibromatieriekonverter der Masse zugänglich gemacht wurde, kann nun fast jeder die Vibromaterie nutzen. Vorraussetzung ist jedoch dass er über die notwendigen Gerätschaften verfügt um die Vibromaterie zu lenken, damit sie eben genau das tut was der Anwender von ihr erwartet. Die Meister darin solche Maschinen zu erschaffen sind die Vibroingenieure.
      Nur dem reichsten Teil der Bevölkerung vorbehalten, weil unermesslich teuer, sind Vibroimplantate. Diese sind nicht mehr sofort erkennbar und komfortabel zu steuern.

      leylani schrieb:

      Muss ein Magier als solcher geboren werden(bzw. auserwählt sein), oder gelangt er auf anderem Weg zu seinen Fähigkeiten?
      Tenrasyl:
      Um ein Magier zu sein, muss man zumindest das dafür notwendige Erbgut mitbringen, pathetisch wird dieses auch "göttlicher Funke im Blut" genannt.
      Erst in späterer Zeit kommt es zu einer Art "demokratisierung" der Magie, zumindest für diejenigen die sich den sehr teuren Spaß und die damit verbundenen Artefarkte leisten können. Dennoch sind die Artefarktanwender streng genommen keine Magier.

      Vernadin:
      Wirkliche Magier im klassischen Wortsinne gibt es auf Vernadin nicht, die Fähigkeit Magie zu wirken hängt von den Vibromaschinen ab. Wer eine solche MAschine besitzt kann die Vibromaterie kontrollieren, zumindest i nden beschränkten Grenzen der angewendeten Maschine.
      Der neuste Forschungszweig der Vibrogenetik jedoch birgt zumindest das Potenzial irgendwann einmal, in ferner Zukunft vielleicht auf die Vibromaschinen verzichten zu können, doch das ist ein weiter Weg. Die meisten würden es sogar eine Utopie nennen.
      Bis zu diesem Fernziel jedoch dient die Virbogenetik vorrangig dem Ziel die unerwünschten Nebenwirkungen des exzessiven Gebrauchs von Vibromaterie entgegen zu wirken.



      :lol: Die Intelligenz des Wesens namens »Menschenmenge« ist nicht höher als die Quadratwurzel der Anzahl aller Personen." - Terry Pratchett, Fliegende Fetzen :lol:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Aguran ()

    • leylani schrieb:

      Wo hat die Magie bei eich einen Anfang?
      Ilumay:
      Seit dem Beginn des Universums, sie war schon immer da und wird auch immer da sein, bis das Universum wieder stirbt.

      Namenloses Sci-Fa-Projekt:
      Magie wird von einem bestimmten Metall namens Mearium abgegeben, woher dieses Metall stammt und woher es seine Eigenschaften bekommt, ist aber nicht genau bekannt.

      Namenloses Projekt:
      Ursprünglich war die Magie in einem Urgott konzentriert, ehe dieser starb und sie in unzählige Bruchstücke zersplitterte. Ein großer Teil dieser reinen Magie manifestierte sich in den Göttern und Dämonen, der Rest verteilte sich auf die Menschen.

      leylani schrieb:

      Wer hat sie entdeckt? Und wie?
      Ilumay:
      Entdeckt hat man sie nicht wirklich, sie war ja schon immer da und Teil der eigenen Kultur und des menschlichen Wesens. Man ging immer nur unterschiedlich mit ihr um.

      Namenloses Sci-Fa-Projekt:
      Die Menschen, die den Kontinent Londaer entdeckten, fanden im tiefen Westen bald eine seltsame Flora und Fauna vor, die sich für ihr Verständis völlig unnatrlich verhielt. Beim Bergbau entdeckte man schließlich in unreinem Erz das Metall Mearium und begann es zu erforschen.

      Namenloses Projekt:
      --- (dazu gibts noch nichts, ist aber auch nicht wichtig für die Geschichte).

      leylani schrieb:

      Wie gelangen Menschen (oder andere Wesen) zu ihren Fähigkeiten?

      leylani schrieb:

      Muss ein Magier als solcher geboren werden(bzw. auserwählt sein), oder gelangt er auf anderem Weg zu seinen Fähigkeiten?
      Ilumay:
      Daran wird schon lange geforscht, aber es gibt nur Theorien. Prinzipiell ist es einfach unklar und beim derzeitigen Tech-Level dieser Welt auch nicht machbar. Aber man wird als Magier geboren.

      Namenloses Sci-Fa-Projekt:
      Menschen und Tiere, genauso wie Pflanzen, entwickeln magische Fähigkeiten, wenn sie einen hohen Anteil an gelösten Mearium-Isotopen als Spurenelemente in ihrem Körper besitzen. Je mehr Mearium, desto stärker der Magier, aber desto schwächer sein Körper, da die Isotopen bei zu hoher Konzentration wie ein Nervengift wirken. Auch hier wird man als Magier geboren

      Namenloses Projekt:
      Menschen können, wenn sie möchten, ihre Magie an andere Menschen weitergeben. Götter und Dämonen können das ebenfalls, ansonsten ist es purer Zufall welcher Mensch mit magischen Fähigkeiten geboren wird und welcher nicht.
      "Archäologie ist die Suche nach Fakten. Nicht nach der Wahrheit. Wenn Sie an der Wahrheit interessiert sind, Dr. Tyries Philosophiekurs ist am Ende des Ganges. Also vergessen Sie diese Geschichten von verborgenen Städten und die Welt umzugraben. Wir folgen keinen alten Karten, entdecken keine vermissten Schätze und noch nie hat ein X irgendwann irgendwo einen bedeutenden Punkt markiert."

      - Prof. Dr. Henry Jones Jr.
    • Wenn ich die hier genannten Magieformen, -herkünfte und -verwendungen durchlese, sieht alles sehr durchdacht aus, systematisch erarbeitet und detailliert erklärt. In gewisser Weise finde ich das befriedigend, da mir Magiesysteme mit Tiefgang gefallen, vor allem darum, da sich aus zu Grunde liegenden Regeln interessante Sachen basteln lassen. So frage ich mich z.B. in "Namenloses Projekt" von Salyan, ob sich der dereinst zestückelte Urgott wieder zusammensetzen ließe, wenn alle aus ihm entstandenen Götter und magischen Anteile der Menschen an einen Ort zusammengeführt werden.

      Andererseits stoße ich jedesmal, wenn ich auf ein voll ausgearbeitetes Regelwerk der Magie stoße, an die Stelle, an der es mich enttäuscht. Letztlich birgt der Name Magie ja immer den verführerischen Anklang von etwas mysteriösem und unverständlichem, doch ist es genau das, was abhanden kommt, wenn man es erklärt hat. Daher neige ich, auch wenn ich selbst gerne Magiesysteme bastle, oftmals dazu, dass ich am Ende nur jene Dinge als Magie akzeptiere, die sich nicht erklären lassen - und alles erklärliche als Erweiterung irdischer Physik abtue, so wie Veria es z.B. definiert. Daher hat auch Jundurgs Ansatz seinen Reiz, bei dem Magie überall völlig anders funktioniert - und auch scheinbar gar nicht der Anspruch nach einem detaillierten System besteht. Es birgt dann eben das mystische, das bei der Magie nicht verloren gehen darf. Aber dann denke ich wieder, was es mir bringt, einen Haufen Einzelfälle zu studieren, die nicht zusammenhängen, da man daraus keine interessanten Zusammenhänge, Basteleien usw. bilden kann.

      Es ist ein Teufelskreis der Ansprüche in mir :( Helft mir doch.

      Gruß Marcel
    • Saavedro schrieb:

      Wenn ich die hier genannten Magieformen, -herkünfte und -verwendungen durchlese, sieht alles sehr durchdacht aus, systematisch erarbeitet und detailliert erklärt. In gewisser Weise finde ich das befriedigend, da mir Magiesysteme mit Tiefgang gefallen, vor allem darum, da sich aus zu Grunde liegenden Regeln interessante Sachen basteln lassen.
      Bei dem Ursprung der Magie, den ich beschrieben hab, hat es auch zwei Jahre gedauert, bis der so stand. Da ist immer schrittweise ein Detail nach dem anderen dazugekommen, bis es zum derzeitigen Stand kam.

      Saavedro schrieb:

      Andererseits stoße ich jedesmal, wenn ich auf ein voll ausgearbeitetes Regelwerk der Magie stoße, an die Stelle, an der es mich enttäuscht. Letztlich birgt der Name Magie ja immer den verführerischen Anklang von etwas mysteriösem und unverständlichem, doch ist es genau das, was abhanden kommt, wenn man es erklärt hat.
      Das ist auch der Grund für das Paradoxon der Magischen Universität bei mir.
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    • Im Grunde ist alles so lange mysteriös, bis es erklärt wurde. Damit muss man halt leben. Ein Blitz ist nicht weniger beeindruckend, nur weil inzwischen geklärt ist, dass den nicht Zeus runterwirft. Und so ist es in den Welten auch. Feuerbälle schmeissen? Whoaaaa! Auch wenn ich das zugehörige Zauberschema kenne.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Saavedro schrieb:

      Daher hat auch Jundurgs Ansatz seinen Reiz, bei dem Magie überall völlig anders funktioniert - und auch scheinbar gar nicht der Anspruch nach einem detaillierten System besteht.
      Naja, hab ich oben vllt nicht so klargemacht; ich hab ja eeeewig am Magiesystem von Issoy herumüberlegt (und werde wohl auch nie damit fertig) das eben den Anspruch eines allem übergeordneten Systems folgt. Also wollte ich bei der anderen Hauptwelt einfach sagen können: Kein Bock mehr, isso.^^

      Veria schrieb:

      Im Grunde ist alles so lange mysteriös, bis es erklärt wurde.
      Hm, das ist eine Frage des Beschreibungsmodus. Wenn du die Magie mit der Sprache mancher Philosophen erklärst, sagen wir mal Hegel, dann bleibt der Zauber des Unerklärten wohl erhalten. Ebenso bei surrealen Ansätzen. Die Erklärbarkeit der Magie ist selbst eine Eigenschaft, die du halt mal gebastelt hast. ;) Und ich glaube, da gibt's noch Möglichkeiten, die nicht so ausgereizt wurden... ich meine nämlich nicht, einfach hinzugehen und zu sagen: "Das hier ist unerklärbar, isso!" (wie ich's mir bei Ngiana erlaube) sondern eine per se schwer begreifbare Sache zu schaffen. Ich kann's grad nicht so schön erklären, was ich meine. :meh:

      edit: angeknüpft an ungelöste philosophische Probleme wird Magie schnell mal unerklärbar. Also z.B. an "was ist das Schöne?" oder "Was ist Bewusstsein?" ... tatsächlich hab ich das bei Issoy ja teilweise auch versucht, nur ist der Teilaspekt, der von der Philosophie des Geistes kam, irgendwie allmählich von anderen Sachen verdrängt worden.^^ Etwa von Mereologie, also hey, ein noch obskureres philosophisches Feld mit ungelösten Fragen. :D
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    • Auch bei den Youtube-Weltenbauern und -Autoren ist das ein zentraler Konflikt von Magiesystemen, unterteilt in "Hard Magic" für Magie mit klaren Regeln und "Soft Magic" für mystischere Magie. Hier gibts ein paar Videos, die beides beschreiben: Writing Magic Systems von Hello Future Me

      Ist jetzt ein wenig her dass ich die zuletzt sah, aber die mystischeren Systeme sind eben wie du schon schriebst zauberhafter. Die harten kausalen Magiesysteme hingegen erlauben Rollenspielern besser damit umzugehen, die dann eben wissen müssen wozu ihr Magier in der Lage ist, sowie auch Konsumenten/Lesern der Fantasywelt besser einschätzen zu können, was eben magisch möglich ist und was nicht. Man wird da nicht durch ein Deus ex Magica rausgeworfen.


      Zu den Threadfragen weiß ich bislang nur, dass es gebürtige Magie gibt und die dann geschult werden kann. Ob und was sonst noch möglich wäre weiß ich nicht. :X
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.
    • Jundurg schrieb:

      Veria schrieb:

      Im Grunde ist alles so lange mysteriös, bis es erklärt wurde.
      Hm, das ist eine Frage des Beschreibungsmodus.
      Auch eine Frage der Inworld-Forschung. In, sagen wir mal, Sepula, vor über 6000 Jahren, war die laharische Magie deutlich mysteriöser, weil man einfach noch nicht so viel drüber wusste.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Veria schrieb:

      Im Grunde ist alles so lange mysteriös, bis es erklärt wurde. Damit muss man halt leben. Ein Blitz ist nicht weniger beeindruckend, nur weil inzwischen geklärt ist, dass den nicht Zeus runterwirft. Und so ist es in den Welten auch. Feuerbälle schmeissen? Whoaaaa! Auch wenn ich das zugehörige Zauberschema kenne.
      Hm, das sehe ich vollkommen anders. Ich glaube weder an eine grundsätzliche Erklärbarbeit, noch glaube ich, dass ein entmystifierter Blitz auch nur ansatzweise so beeindruckend ist.


      Eru schrieb:

      Auch bei den Youtube-Weltenbauern und -Autoren ist das ein zentraler Konflikt von Magiesystemen, unterteilt in "Hard Magic" für Magie mit klaren Regeln und "Soft Magic" für mystischere Magie.
      Ich finde diese Einteilung sehr interessant, allerdings bin ich der Meinung, dass sie weltenbastlerisch nicht hilfreich ist. Wie in Sanderson First Law geschrieben steht, richtet sich diese Einteilung hauptsächlich an Autoren. Und ich steh schon lange auf Kriegsfuß mit den Leuten, die sich über Sanderson hinwegsetzen und "Hardmagic", als die einzige gute Magie darstellen und neuen Autoren helfen wollen indem sie Schemata zum Magiebasteln vorgeben. :zitter:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tö. ()

    • Tö. schrieb:

      Und ich steh schon lange auf Kriegsfuß mit den Leuten, die sich über Sanderson hinwegsetzen
      Irgendwie hat mich das, was ich von Sanderson gelesen habe nie so überzeugt, dass ich einen Grund sehe, mich an irgendwelche von ihm aufgestellten Regeln zu halten, aber ich glaube, wir meinen trotzdem irgendwo was Ähnliches.
      Ich finde bei dem Thema wirklich, dass jeder machen kann, was er will, das gehört ja gerade zu den Reizen von Magie. Es muss nur innerhalb der Welt/des Buchs etc. soweit schlüssig sein und darf nicht die Geschichte(n) unlogisch machen.

      Aber jetzt zu den Fragen.

      Wo hat die Magie bei euch einen Anfang?
      Sie gehört einfach zu den Eigenschaften der Elemente, ist also genauso alt wie diese.
      Wer hat sie entdeckt? Und wie?
      Einen speziellen Entdecker gibt es nicht, weil die Magie auch sehr intuitiv funktionieren kann. Je nach Kultur wurde sehr unterschiedlich damit umgegangen und manche haben die Verbindung zu den Elementen früher entdeckt andere später. Ob und welche Bedeutung das hat, ist auch von Kultur zu Kultur unterschiedlich.
      Wie gelangen Menschen (oder andere Wesen) zu ihren Fähigkeiten?
      Sie müssen eine Verbindung zu dem jeweiligen Element eingehen. Das ist ein unterbewusster Prozess, "ich will aber Element X" funktioniert nur sehr selten. Die Elemente müssen zum Charakter des Menschen passen, das kann aber auch eine sehr große Bandbreite umfassen. Damit die Magie dann gezielt eingesetzt werden kann, ist eine Ausbildung sinnvoll, wobei manches auch intuitiv funktioniert.
      Muss ein Magier als solcher geboren werden(bzw. auserwählt sein), oder gelangt er auf anderem Weg zu seinen Fähigkeiten?
      Anderer Weg, siehe oben. Eine genetische Komponente gibt es da nicht. Manchmal wird behauptet, dass die Elemente ihre Magier auswählen, aber da die kein Bewusstsein im üblichen Sinn haben, weiß ich nicht, ob man das so sagen kann.
    • @Eru Die Begiffe Hard Magic für regelbasierte Magie und Soft Magic für unerklärte Magie sind mir bisher nicht bekannt gewesen.

      Ich überlege, ob es möglich ist, ein Magiesystem mit beiden Komponenten zu basteln. So könnte man sich z.B. magische Grundbausteine vorstellen (ob das greifbare Ingredenzien, theoretische Aspekte oder durchführbare Handlungen sind, ist mir zunächst egal), die gewisse Attribute, Eigenarten usw. haben, die nicht näher erklärt werden. D.h. die innere Funktionsweise bleibt ungeklärt, ggf. auch die Herkunft oder wie viele es gibt. Diese Grundbausteine können willkürlich, bunt und verschiedenartig bebastelt und unvollständig beschrieben sein, so bleibt dies in der Domäne der Soft Magic. Und dann stelle ich mir vor, dass sich diese Grundbausteine zusammensetzen lassen durch Regeln, die beschreiben, welche Kombinationsmöglichkeiten es gibt, welche Bedingungen für die Kombination geschaffen werden müssen, wie die Kombination vonstatten geht und natürlich, was da entsteht und wie es nutzbar ist. Das Produkt dieses Verfahrens wäre dann ein physisch greifbares Artefakt, ein im Kopf merkbarer und für später sprechbarer Zauber oder eine sofortige Wirkung etc. Dieser Kombinationsaspekt wäre dann regelbasiert vorhersagbar, also Hard Magic.

      Sind jemandem solche hybriden Magiesysteme bekannt oder hat sie ggf. sogar selbst in seiner Welt verbastelt?
    • Chrontheon schrieb:

      Werden die Cornflakes dort mit Mearium statt mit Eisen versetzt?
      :lol: Auf der Ebene hab ich noch gar nicht darüber nachgedacht^^ Könnte gut sein, aber da man nicht genau weiß, welche Gene dafür sorgen, dass ein Körper mehr Mearium anreichert, das in diesem Teil der Welt auch im normalen Leitungswasser enthalten ist, ist das eher ein Schuss ins Blaue. So weit ist die Genetik dort noch nicht ;)

      Saavedro schrieb:

      So frage ich mich z.B. in "Namenloses Projekt" von Salyan, ob sich der dereinst zestückelte Urgott wieder zusammensetzen ließe, wenn alle aus ihm entstandenen Götter und magischen Anteile der Menschen an einen Ort zusammengeführt werden.
      :o Eine ziemlich spannende Idee. Das wirft für mich auch gleichzeitig die Frage auf, ob es ein Wesengeben kann, dass mehr als nur einen Aspekt der Magie in sich tragen kann und so sukzessive zum Urgott werden könnte oder hn dadurch auferstehen lassen würde. Dummerweise hat der Hauptantagonist in der Geschichte, die hier spielt, gar kein Interesse daran, aber vielleicht einer der anderen Dämonen ??? Jedenfalls vielen Dank für den Gedanken :thumbup:

      Saavedro schrieb:

      Es ist ein Teufelskreis der Ansprüche in mir Helft mir doch.
      So geht es mir aber auch, ich bin ein Fan von sehr detaillierten "Hard Magic Systems", Avatar - Herr der Elemente zum Beispiel, wie es auch HelloFutureMe in seinem Video erklärt, welches @Eru dankenswerterweise verlinkt hat, aber auch "Soft Magic Systems", die vieles einfach im Dunkeln und Mysteriösen lassen und es der Fantasie des Lesers überlassen, daraus etwas zu machen.

      Ehrlich gesagt mag ich letzteres auch ein kleines bisschen lieber, weil mir eben nicht alles erklärt wird. Um selbst damit zu arbeiten, ist mir ein System mit klaren Regeln aber lieber, weil ich selbst nicht einschätzen kann, wie weit meine Magie jetzt gehen kann, ohne am Ende zum Deus Ex Machina zu verkommen. In dem Sinne seh ich das ähnliche wie Amanita und Eru, wobei mir beim Lesen wie gesagt Systeme lieber sind, die ich selbst in meinem Kopf weiterspinnen darf.

      Amanita schrieb:

      Anderer Weg, siehe oben. Eine genetische Komponente gibt es da nicht. Manchmal wird behauptet, dass die Elemente ihre Magier auswählen, aber da die kein Bewusstsein im üblichen Sinn haben, weiß ich nicht, ob man das so sagen kann.

      Amanita schrieb:

      Sie müssen eine Verbindung zu dem jeweiligen Element eingehen. Das ist ein unterbewusster Prozess, "ich will aber Element X" funktioniert nur sehr selten. Die Elemente müssen zum Charakter des Menschen passen, das kann aber auch eine sehr große Bandbreite umfassen. Damit die Magie dann gezielt eingesetzt werden kann, ist eine Ausbildung sinnvoll, wobei manches auch intuitiv funktioniert
      Welche Menschen passen denn beispielsweise zu Selen? Bei manchen Elementen kann ich mir schwer vorstellen, wie sie zu bestimmten Menschen passen.
      "Archäologie ist die Suche nach Fakten. Nicht nach der Wahrheit. Wenn Sie an der Wahrheit interessiert sind, Dr. Tyries Philosophiekurs ist am Ende des Ganges. Also vergessen Sie diese Geschichten von verborgenen Städten und die Welt umzugraben. Wir folgen keinen alten Karten, entdecken keine vermissten Schätze und noch nie hat ein X irgendwann irgendwo einen bedeutenden Punkt markiert."

      - Prof. Dr. Henry Jones Jr.
    • Saavedro schrieb:

      Sind jemandem solche hybriden Magiesysteme bekannt oder hat sie ggf. sogar selbst in seiner Welt verbastelt?
      Da fällt mir spontan Harry Potter ein: Man kennt viele Zaubersprüche, alchemistische Zutaten etc und deren Funktion, aber so genau wird nie darauf eingegangen woher die Magie kommt, wodurch man Zauberer wird und so weiter.

      Und für das Namenlose Projekt soll es auch so ein Hybrid werden: Einige Sachen sind bekannt, der Rest funktioniert dann halt irgendwie und eigentlich werde am Ende nur ich wissen, was das alles soll^^
      "Archäologie ist die Suche nach Fakten. Nicht nach der Wahrheit. Wenn Sie an der Wahrheit interessiert sind, Dr. Tyries Philosophiekurs ist am Ende des Ganges. Also vergessen Sie diese Geschichten von verborgenen Städten und die Welt umzugraben. Wir folgen keinen alten Karten, entdecken keine vermissten Schätze und noch nie hat ein X irgendwann irgendwo einen bedeutenden Punkt markiert."

      - Prof. Dr. Henry Jones Jr.
    • Das Zaubersystem von Harrypotter genügt meinen Ansprüchen leider nicht :) Zwar gibt es hier die Vielzahl der Zauber unklarer Herkunft, aber die zweite Komponente, das regelbasierte Zusammenbauen/Modifizieren etc. fehlt mir. Abgesehen von einem "Maxima!" am Ende des Zaubers zur Maximierung oder "Temporus!" für (vermutlich) beschränkte Dauer des gewirkten Zaubers. Und schon hier begebe ich mich auf dünnes Eis (gibt es Lumos Temporus! Avada Kedavra Maxima! etc.)?

      Mir sind noch PC-Spiele eingefallen, etwa die TES-Reihe, in der es "magische Effekte" gibt, die man zu einem Zauber/Artefakt kombinieren oder ihre Intensität bestimmen kann. Aber bei dieser Art der Kombination entsteht nichts interessant Neuartiges, sondern eben lediglich die Summe der Teile.

      Gruß Marcel
    • Hm, die Unterscheidung von Hard Magic und Soft Magic macht für mich gar nicht so viel Sinn. Grad bei meinen Welten - hat Issoy Hard Magic, weil es kilometerweise Magietheorie gibt? Irgendwie nicht so ganz. Ich hab es mal, halb scherzhaft, als geisteswissenschaft-fiction bezeichnet, analog zu SF. Sobald die menschliche Psyche ins Spiel kommt, wird es automatisch fuzzy, denn wir sind keine Roboter.

      Sprich, ich kaufe einer Welt die Hard Magic vielleicht dann ab, wenn sie zu 100% maschinell läuft. Aber dann würde ich eventuell schon darüber nachdenken, ob das überhaupt noch sinnvoll als "Magie" bezeichnet werden kann, ist dann eher alternative physics oder sowas.

      Hat Ngiana Hard Magic, oder Soft Magic? Meine Bastelperspektive kann vllt als "soft" bezeichnet werden, insofern, als ich mir über dahinterliegende Prinzipien erst mal grundsätzlich keine Gedanken mache.

      Manche einzelnen Magien könnten aber wohl wieder als "hard" bezeichnet werden, denn sie folgen ganz klaren Regeln, auch wenn ich mir nicht die Mühe mache, alles bis ins Detail auszuformulieren. Zugegebenermaßen fällt mir jetzt aber kein Beispiel ein, bei dem nicht irgendwie auch sapiente Wesen und deren Psyche beteiligt wären, was das ganze, wie schon oben beschrieben, aus meiner Sicht aus dem "hard"-Bereich schon etwas entfernt.

      Es gibt in-world klare Gesetze, wie sehr Vampire im Laufe ihrer Existenz an Gewicht verlieren. Aber das hängt davon ab, wie sehr ihnen, äh, in den Arsch gekrochen unterwürfigst gehuldigt wird, und wie zur Hölle soll ich sowas in Zahlen fassen? ;D

      In-world-Psycholog*innen würden dann vllt Fragebögen machen "Fühlen sie sich von ihren Untergebenen ausreichend hingebungsvoll behandelt? Kreuzen sie an, auf einer Skala von 1 bis 10" :lol:
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
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