Kreative Einschränkungen und Grenzen

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    • Kreative Einschränkungen und Grenzen

      Hallo ^^
      Beim Weltenbasteln haben nahezu keine Grenzen.
      Wir sind weder vom Material, vom Platz, vom Buget oder wirklich von der Zeit eingeschränkt. Man sollte meinen das macht es einfacher, doch viele kreative Menschen schwören gerade darauf Limitationen zu haben. Erst durch das überwinden von Hindernissen könne der Kreativprozess wirklich gut werden.


      Findet ihr, dass Einschränkungen euch helfen beim Basteln?

      Wo liegen eure Einschränkungen im Basteln? Habt ihr feste Konzepte/Grenzen die ihr nicht verletzt? Oder entstehen die Hindernisse erst durchs Basteln und müssen dann kreativ umgangen werden? Habt ihr ästhetische Einschränkungen, dass etwas nicht in die Welt passt? Ich würde gerne eure Beispiele lesen. :)
    • Tö. schrieb:

      Wir sind weder vom Material, vom Platz, vom Buget oder wirklich von der Zeit eingeschränkt.
      Etwas OT, aber:
      Kommt natürlich auf das Konzept an. Ich würde gerne einen thematischen Spieltisch bauen, der auf einen meiner Planeten meines Warhammer 40k Sektors basiert. Aber dafür habe ich keinen Platz und das Budget könnte auch etwas knapp werden.

      Tö. schrieb:

      Findet ihr, dass Einschränkungen euch helfen beim Basteln?

      Wo liegen eure Einschränkungen im Basteln? Habt ihr feste Konzepte/Grenzen die ihr nicht verletzt? Oder entstehen die Hindernisse erst durchs Basteln und müssen dann kreativ umgangen werden? Habt ihr ästhetische Einschränkungen, dass etwas nicht in die Welt passt? Ich würde gerne eure Beispiele lesen. :)
      Ich hole mal kurz aus: Früher habe ich auf Gaia eher alles reingepackt, was nur ging. Das Resultat war, dass die Welt dann irgendwie nicht mehr stimmig war. Erst nach viel kürzen, geistigen und gefühlstechnischen Abgrenzen und Umbauens ergab sich nun ein Bild, das mir langsam gefällt. Entsprechend musste ich ein paar Grenzen aufziehen, um das Ganze stimmiger zu gestalten.

      Es kommt halt auf die Welt an. Auf Cimorra sind die Grenzen weitergesetzt, weil die Welt nicht ganz so speziell ist wie Gaia.
      "Barbarism is the true nature of mankind. Civilisation is unnatural!" - Conan
      "Das ist KEIN Müll! Das ist MEINE WELT!" - Rilli
      Gaia | Cimorra | Brainfarts
      Deviant Art | Logan's Fantastische Welten

    • Ich bin in verschiedener Hinsicht eingeschränkt.

      1) Skills

      Ich kann nicht alles, also kann ich meine Welt auch nicht in allen Medien darstellen. Ich hätte gerne schöne Porträts, stimmungsvolle Musik und Filme zu meiner Welt. Hach, und ein RPG-Strategie-Genremix-Computerspiel. Kann ich alles nicht. Natürlich kann man Dinge lernen, aber auch hier gibt es Einschränkungen: Wie viel Zeit hab ich? Wie talentiert bin ich? Wie viel Geld braucht es, um Übungsmaterial zu beziehen? Wie lange dauert es, bis ich befriedigende Ergebnisse erhalte und hält meine Motivation überhaupt so lange?

      2) Sozialisation

      Ich wurde kräftig sozialisiert seit meiner Geburt, und zwar nicht nur im Bereich soziale Normen, sondern auch im Bereich der Ästhetik. Ich kann mir gar nicht alles ausdenken. Und wenn ich auf was wirklich Fremdes stoße, weiß ich gar nicht, was ich davon halte. Meine Wahrnehmung, mein Empfinden, mein Bewerten ist alles von der mich umgebenden traditions- und formreichen Kultur geprägt (wenn auch nicht determiniert), folglich habe ich Schubladen, Schränke und Schubladen-Anordnungs-Systeme. Ich kann sie mir bewusst machen, ich kann sie brechen, verbiegen, fortsetzen und das an verschiedenen Punkten. Aber ich kann nie ohne die vorhandenen Schubladen so tun, als erschaffe ich mein eigenes Schubladensystem.

      Soweit das Abstrakte. Mal einen Blick ins Konkrete wagen...

      Meine Welt ist seit dem Tag ihrer Entstehung mit dem Konzept "Drachen" verwachsen (was zum einen an den Inspirationsquellen lag und zum anderen sogar meinen ersten Nick hier gestaltet hat). Drachen sind eine gängige europäische Schublade im Schrank Fantasy. Insofern setze ich das Topos fort, ich habe es im Lauf der Zeit leicht adaptiert, ich hab Merkmale gestrichen, die ich nicht mochte (Feuerspeien), dafür andere beibehalten (magische Wesen), andere hinzukombiniert (gefiederte Flügel, geschuppte Leiber) und es auf eigene Weise angeordnet. Es ist aber dennoch auf den ersten oder zweiten Blick als die traditionelle Schublade zu erkennen. Sie ist noch an derselben Stelle im Schrank, aber von mir persönlich angemalt und verziert.

      Andere Topoi/Schubladen wie Elfen und Orks sind ähnlich gängig wie Drachen, aber es kam mir nie in den Sinn, diese auf meiner Welt zu haben. Stattdessen habe ich eine eigene Menschenspezies kreiert, die Borago. Bei diesen ließen sich bestimmt auch irdische Vorlagen finden.

      Ich kann aber außer "Geschmack" nicht benennen, warum die eine Schublade übernommen wurde und die andere nicht.


      Tö. schrieb:

      Findet ihr, dass Einschränkungen euch helfen beim Basteln?

      Ja, ich finde Einschränkungen essenziell zum Arbeiten und auch für die "Qualität des Produkts". Damit meine ich eine selbstgetroffene Einschränkung, was es alles gibt und was nicht.

      Eine Welt hat mehr Charakter, wenn sie eine bewusst gewählte, geringe Zahl an "Dingen" hat, die konsequent umgesetzt werden, als wenn sie alle nur möglichen Dinge hat.

      Beispielsweise, welche Spezies es gibt. Für das alte Spiel Civilization IV gibt es eine Mod namens Fall From Heaven 2, bei der man in einer Fantasywelt spielt, in der es quasi alles gibt:
      Menschen (die Edlen Fastelfen, Piraten, Reitervölker, die Friedlichen, die Magischen, ...), Waldelfen, Dunkelelfen, gute Zwerge, neutral-gierige Zwerge, Orks, Goblins, Echsenmenschen, Riesen, Trolle, Warge, Vampire, Werwölfe, Seeungeheuer, Dämonen, Engel, lebende Puppen. Es gibt Götter, Götterdiener, Engel, Dämonen, den Teufel. Greifen und Drachen, Zentauren und Rattenmenschen, Zombies, Geister und Erscheinungen.

      Kurzum: kein System, keine Logik, kein Profil.

      Das kann man auch anwenden auf gebastelte Sprachen: Eine Sprache, deren Lautinventar alle bekannten Laute beinhaltet, hat keinen Charakter, keinen Wiedererkennungswert, es ist einfach alles möglich und somit beliebig. Japanisch hingegen hat eine eingeschränkte Silbenstruktur und ein begrenztes Lautinventar. Diese Sprache erkennt man auch wieder, wenn man sie nicht versteht.

      Und auf viele andere Dinge kann man es auch beziehen.
      Weil Inspiration von oben kommt und Arbeit von unten.
      -Elk (20.10.18, 23:02)



      Plan. Act. Reflect. Repeat 'til finish.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Artifex Nerracis ()

    • Spannende Frage, mit der habe ich mich bisher hauptsächlich in Bezug aufs Schreiben befasst... Bei Welten? hm.

      Für Lym habe ich keine klaren Grenzen gehabt: Es war zwar klar, dass die Welt technologisch nicht sonderlich weit ist, aber ansonsten hatte ich nur zwei Grundgedanken - es muss alles anders sein als auf der Erde, und es muss zum Weltenfeeling passen. Das Weltenfeeling war tatsächlich ziemlich klar ausgeprägt, von daher hat diese Bestimmung als Grenze für mich gut funktioniert, aber auch nur für mich. Und solange es vom gefühl her in die Welt gepasst hat, konnte ich da alles tun und lassen was mir eingefallen ist.

      Bei destination unknown sieht es anders aus. Hier habe ich mir selber ein ganz klares Konzept auferlegt: Es ist letztlich eine Form der Alternativerde. Zumindest ist es ein Planet, erdähnlich, ausschließlich von Menschen bevölkert, technologisch ungefähr so weit wie die heutige Welt (vielleicht 50 Jahre weiter, oder so) Aber die wichtigste Einschränkung, die diese Welt für mich zur Herausforderung macht aber eben auch dafür sorgt, dass sie sehr spannend ist, ist die Form. Ich bastle zwar gedanklich frei, aber immer in Hinblick darauf, wie ich die Idee als Dialog oder Sketch präsentieren und darstellen könnte. Das ist bei destination unkown integraler Bestandteil der Welt und hat auch Auswirkungen darauf was und wie ich bastle. Im Vergleich zu Lym, das so groß ist das darin jede Idee Platz findet solange sie sich nur richtig anfühlt, ist destination unkown also sehr begrenzt, reglementiert und eingeschränkt. Aber gerade das macht mir zur Zeit riesig Spaß.
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    • Tö. schrieb:

      @Logan
      Kannst du die Grenze die du gezogen hast benennen? Beispiele? *liebguck* ;D
      Ojemine... Ich versuche es mal:

      Bei Cimorra ist es recht einfach, weil ich mir da einige Eckpunkt abgesteckt habe. Diese habe ich mal HIER aktualisiert. Ich könnte zwar jetzt auch hier alle 13 Punkte aufzählen und erklären, aber das würde den Rahmen sprengen.

      Bei Gaia habe ich eher ein Gefühl entwickelt, was zu Gaia passt oder nicht. Da habe ich jetzt nicht so einen feste Kodex wie bei Cimorra. Zum Beispiel mag ich ja meine Golems auf Gaia sehr, aber ich würde dort keinen klassischen Golem aus Lehm einbauen, weil er einfach nicht so richtig ins Setting passt. Allerdings will ich es jetzt nicht komplett ausschließen, da er vielleicht auch nur eine entsprechende Anpassung bräuchte. Es kommt einfach auch auf das Aussehen, das Verhalten oder auf die Definition an. Einen Drachen im weitesgehend klassischen Sinne (in diesem Fall die Dungeon & Dragons-Variante - fliegende Echse mit vier Beinen, speit Feuer, kann reden, evtl. auch zaubern) wird es auf Gaia nicht geben. Aber einen sehr großen Waran oder etwas wie einen Wyvern könnte es geben, weil sie wesentlich realistischer, logischer oder authentischer sind.
      Eine wichtige Grenze, die ich bei Gaia gezogen habe, ist die Abgrenzung von Cthulhu Mythos. Früher hatte ich Mi-Go, Schoggothen und Co. auf dem Planeten gehabt, aber die sind nun weg. Vielleicht gibt es monströse Schleimmonster irgendwo in den Tiefen unter der Kruste, die vielleicht einem Schoggothen ähneln, doch werden sie definitiv nicht als ein solcher benannt, um einfach diese Grenze zu wahren.

      Beim Hellborn-Sektor ist die Grenze vollkommen klar definiert: Alles muss irgendwie in das Warhammer 40k Setting passen, doch dieser Rahmen kann ruhig bis an die Schmerzgrenze ausgereizt werden.
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    • Ich habe, ähnlich wie Lyrillies, die Einschränkung, dass auf Laharia nix kreucht und fleucht, was es in anderen Welten auch gibt. (Grenzfälle wie "Gras" und "Baum" lass ich aber noch gelten.) Und, ja, es muss auch "passen" - Laharia ist eine kleine Welt, Laharia ist eine positive Welt und Laharia ist eine hochentwickelte Welt.
      Ausserdem gibt es verbotene Wörter: Welt, Morgen, Abend, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Diamant, Edelstein, (Opal, Saphir, ...), ...
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Interessantes Thema.
      Ich gehöre auch zu den Leuten, für die die große Freiheit zum Reizvollen am Weltenbasteln gehört. Als Kind fantasiert man so vor sich hin und ein wenig davon rettet man dann auch noch für später.
      Wie schon von @Artifex Nerracis angesprochen sind bei mir auch die Fähigkeiten für vielerlei Dinge begrenzt. Beispielsweise würde ich oft gerne die Bilder aus meinem Kopf auf Papier bringen, das geht aber höchstens in verbaler Form, nicht als Zeichnung oder Gemälde. Eventuell könnte ich das lernen, das weiß ich nicht, aber die dafür erforderliche Zeit habe ich schlichtweg nicht und irgendwo ist dann auch mal eine Grenze für den Ressourcenverbrauch eines solchen Hobbys erreicht.
      Inhaltlich habe ich inzwischen an mich doch immer den Anspruch einer gewissen inneren Logik, was jetzt in die Welten passt oder nicht, ist aber eher Gefühlssache, da gibt es keine festen Grenzen, sondern die können durchaus noch verschoben werden. Ich habe jetzt beispielsweise in Silaris doch noch Uran gefunden. ;)

      Edit: Nach Lektüre eines anderen Threads muss ich noch als weitere Grenze zugeben, dass ich an manchen Stellen doch sehr in einem naturwissenschaftlichen Weltbild gefangen bin und mir beispielsweise vorstellen kann, dass Menschen oder andere Wesen in einer anderen Welt noch Richtung Infrarot oder Ultraviolett sehen können, aber nicht irgendwas vollkommen anderes, was nicht auf elektromagnetischen Wellen beruht... Genauso könnte ich mir auch eine Welt ohne Metalle, aber mit Menschen und anderen erdähnlichen Lebewesen nicht vorstellen und es gibt sicher noch mehr Beispiele...

      Interessant fände ich in diesem Zusammenhang auch, ob ihr irgendwelche moralischen Grenzen für eure Welten bzw. für das Verhalten der gebastelten Kulturen habt. Gibt es Dinge, die ihr in euren Welten wegen ihrer realen Implikationen nicht haben wollt, bzw. zumindest nicht ohne einen moralischen Zeigefinder, der in-world mitteilt, dass ihr euch davon distanziert?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Amanita ()

    • Amanita schrieb:

      Interessant fände ich in diesem Zusammenhang auch, ob ihr irgendwelche moralischen Grenzen für eure Welten bzw. für das Verhalten der gebastelten Kulturen habt. Gibt es Dinge, die ihr in euren Welten wegen ihrer realen Implikationen nicht haben wollt, bzw. zumindest nicht ohne einen moralischen Zeigefinder, der in-world mitteilt, dass ihr euch davon distanziert?
      Nö. Keine Grenzen.
      Und auch keinen moralischen Zeigefinger. Manche Aspekte verarbeite ich dann eher etwas sarkastisch und bewusst comichaft übertrieben.
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    • Amanita schrieb:

      Interessant fände ich in diesem Zusammenhang auch, ob ihr irgendwelche moralischen Grenzen für eure Welten bzw. für das Verhalten der gebastelten Kulturen habt. Gibt es Dinge, die ihr in euren Welten wegen ihrer realen Implikationen nicht haben wollt, bzw. zumindest nicht ohne einen moralischen Zeigefinder, der in-world mitteilt, dass ihr euch davon distanziert?
      Sehr interessante Frage!
      Ich versuche, in dieser Hinsicht auf jeder meiner Welten ohne Grenzen zu basteln. Mich reizt gerade der Versuch, andere Moralvorstellungen als meine eigene zu durchdenken und anzugucken. Aber ich merke auch, dass ich doch bei einigen Themen sehr klare Anschauungen habe, die ich nur schwer zur Seite schieben kann. Das ist mir schon beim letzten Slowbastel-Thema aufgefallen - ich fand es unerwartet schwierig z.B. über Gesellschaften zu lesen in denen Vergewaltigung völlig normal ist, ganz egal wie interessant ich das Thema und die verschiedenen Ideen dazu grundsätzlich finde. Und ich finde es gut, wenn so etwas gebastelt wird, gerade weil man sich dann damit auseinandersetzen muss. Aber war trotzdem schwierig.
      Ich bastle daher vielleicht manchmal moralisch schwierige Dinge für mich allein, ohne sie hier zu posten oder sowas. Oder ich schrecke doch davor zurück. Oder aber ich schreibe mindestens einen Disclaimer dazu, dass das Dargestellte nicht meiner persönlichen Ansicht entspricht.
      I would have followed you, my brother. My captain. My king.
    • Ich habe vor meine Grenzen für kn und pf, ähnlich wie Logan es für Cimorra gemacht hat, in nächster Zeit in Eckpunkten zu präsentieren.

      Amanita schrieb:

      Interessant fände ich in diesem Zusammenhang auch, ob ihr irgendwelche moralischen Grenzen für eure Welten bzw. für das Verhalten der gebastelten Kulturen habt. Gibt es Dinge, die ihr in euren Welten wegen ihrer realen Implikationen nicht haben wollt, bzw. zumindest nicht ohne einen moralischen Zeigefinder, der in-world mitteilt, dass ihr euch davon distanziert?
      Oh, sehr gute Frage.
      Was ich am schwierigsten finde ist sexuelle Gewalt. Deshalb leben meine Bürger*innen in kn "gleichberechtigt", in pf jedoch gibt es dank der Prinzessinnen "Herrschaft und Knechtschaft". So kann ich leichter mit Machtgefällen, Gewalt und der Erotik darin spielen, ohne dass es non-consentual wird; Rollenspiel halt.
      Allerdings tritt an anderer Stelle dann doch wieder non-consentual Sex/Gewalt als Horrorelement auf (Succubi).
      Aber jegliche Form von Queerphobie wird es wohl nie in kn und pf geben.

      Ich würde manchmal gerne viel ideologiekritischer basteln. So stört mich aktuell eine Assoziation die teilweise in meinen Welten existiert. Dass Macht/Reichtum und Schönheit/ein gutes Leben direkt korrelieren.
      Ich denke, dass Schönheit wertvoll ist und nicht rar und teuer, wie es uns die Werbung immer weismachen will. Auch ein gutes Leben ist ohne Untergeordnete und viel Geld möglich. Am besten wäre es die Fetischisierung von Reichtum und Macht direkt zu hinterfragen und nicht wie bisher einfach nur Schönheit und Lebensqualität generell zu erhöhen.
    • Meine Welten stehen in engem Zusammenhang zur Realität, was zu gewissen Vorgaben führt:

      1. Der Elbenpfad beinhaltet nicht mehr als die Hinzufügung eines Volkes, der "Elben", zu der uns bekannten Welt. Das sind ganz normale Menschen, und die Welt funktioniert nicht anders als die wirkliche Welt, da gibt es z. B. keine funktionierende Magie (auch wenn manche Leute daran glauben) und auch keine phantastischen Wesen wie z. B. Drachen. In der Tat ist so wenig "Fantasy" drin, dass ich mich schwertue, das als ein Fantasy-Projekt anzusehen; ich würde eher von einem mythopoetischen Projekt sprechen.

      2. Der Globale Frühling ist eine hoffentlich plausible nahe Zukunft unserer Welt mit positiver Perspektive. Auch dort geschehen keine Wunder, es gibt also etwa keine Magie, aber auch keine interstellare Raumfahrt oder ähnliches.

      3. Das Spalier liegt derzeit auf Eis, ist aber generell eine fernere Zukunft, die am Globalen Frühling ansetzt. Das versuche ich als "Hard SF Space Opera" aufzuziehen, mit den einzigen "weichen" Zugeständnissen, dass es einen Warp-Antrieb gibt, mit dem überlichtschnelle Reisen möglich sind, und vielleicht auch überlichtschnelle Nachrichtenübermittlung durch Wurmlöcher, sowie dass die Theorie der morphischen Felder in etwa korrekt ist, was z. T. Wirkungsweisen ermöglicht, die über das Weltbild des 20. Jahrhunderts hinausgehen.

      4. Rosæ Crux liegt auch auf Eis, es ist eine Alternativgeschichte, die vom Elbenpfad abzweigt. Auch das ist eine Welt, die so funktioniert wie die wirkliche Welt. Aber weil ich damit nichts so recht anzufangen weiß, habe ich die Arbeit daran eingestellt.
      ... brought to you by the Weeping Elf

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von WeepingElf () aus folgendem Grund: Hatte noch was wichtiges vergessen.

    • WeepingElf schrieb:

      2. Der Globale Frühling ist eine hoffentlich plausible nahe Zukunft unserer Welt mit positiver Perspektive. Auch dort geschehen keine Wunder, es gibt also etwa keine Magie, aber auch keine interstellare Raumfahrt oder ähnliches.

      3. Das Spalier liegt derzeit auf Eis, ist aber generell eine fernere Zukunft, die am Globalen Frühling ansetzt. Das versuche ich als "Hard SF Space Opera" aufzuziehen, mit dem einzigen "weichen" Zugeständnis, dass es einen Warp-Antrieb gibt, mit dem überlichtschnelle Reisen gibt, und vielleicht auch überlichtschnelle Nachrichtenübermittlung durch Wurmlöcher.
      Das ist zwar Offtopic, aber: Das Spalier klingt wie etwas, das ich in Romanform absolut verschlingen würde! :sabber:
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    • Ich finde Grenzen enorm wichtig und eine treibende Kraft für jedes kreative Schaffen. Diese Denkweise kommt bei mir natürlich sehr stark auch aus der Musik; einer meiner Kompositionsprofessoren hat es auch direkt so angesprochen - dass bei einem Stück einen Parameter aufs Äußerste zu reduzieren eben bewirkt, dass Aufmerksamkeit auf etwas anderes gelenkt werden kann.

      Bei Issoy habe ich kaum klar definierte Grenzen, weil ich am Anfang nicht viel vorausgeplant habe und wild zusammengeworfen. Das fällt mir jetzt immer wieder mal zur Last, denn ein eindeutiges Weltenfeeling, dass die ganze Welt umfassen würde, gibt es hier tatsächlich nicht - was daran liegt, dass es eigentlich 2 Welten waren, Issoy und Soalūn, die komplett unterschiedliche Ansätze verfolgt haben; Soalūn hat als klassische Fantasy begonnen, als Bühne für Plotting-Versuche mit Drachen, einsamen (Anti-)Helden, Liebesdrama und übermächtigen magischen Gegenständen. :pfeif: (Ich hatte damals nicht mal vor, daraus ne Welt zu machen, mir gings darum, das Plotten zu üben.^^)
      Kurz: It's a mess. %-) Immerhin hab ich es in den verganenen Jahren darauf fixiert, dass es in Issoy immer ein bisschen mehr um Ästhetik geht, als in unserer Welt, bei praktisch allen Themen.^^

      Bei Ngiana hab ich es zu meiner Zufriedenheit (bis jetzt) hingekriegt, zu definieren, was ich möchte.
      - Erdähnliche Welt, erdähnliche Physik; Magie nur als Ausnahme von Physik, nicht als Teil davon; die Götterwelt existiert, es ist aber aus irdischer Sicht unverständlich, was dort passiert.

      Thiios hat natürlich die klare Begrenzung, dass es halt ne Stadt (oder halt 3 angrenzende Städte technically) ist. Und dass es hier nicht um Politik, Wissenschaft, Ökonomie, Alltagsdrama, ... geht, sondern um Kunst und Philosophie. Und hierbei auch nicht um Musik.

      Deep Night hat eine sehr spezielle Grenze: Die Welt selbst darf nur aus Perspektiven von innen beschrieben werden. (Sätze wie diese ins Forum zu schreiben wird - sag ich mal - in-world pauschal vom Baron erlaubt, um mir das Leben nicht schwer zu machen. ;D )

      Islasht hat die Grenze, dass es weird sein muss? Einer der letzten Beiträge bei der WBO hat aus meiner Sicht schon ein wenig zu viel Sinn ergeben, das muss im Sinne meines surrealistischen Projekts geändert werden.^^
      ~

      Moralische Grenzen: Da ist Ngiana ein großes, und Islasht ein kleines Problem. Es gibt einfach Sachen, über die ich nicht schreiben will, und Holocaust (Ngiana) gehört z.B. dazu, ebenso wie der extreme Sadismus einiger Bewohner*innen von Islasht. Vielleicht kann ich den aber weird genug machen, oder dieser Teil der Welt verändert sich einfach noch.
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Die folgenden hier angeführten Definitionen und Erklärungen entstammen meiner Meinung.

      Tö. schrieb:

      Findet ihr, dass Einschränkungen euch helfen beim Basteln?

      Wo liegen eure Einschränkungen im Basteln? Habt ihr feste Konzepte/Grenzen die ihr nicht verletzt? Oder entstehen die Hindernisse erst durchs Basteln und müssen dann kreativ umgangen werden?
      1. Finde ich, dass Einschränkungen mir helfen beim Basteln? Wo liegen meine Einschränkungen? Habe ich feste Konzepte/Grenzen, die ich nicht verletze?

      Hierzu muss ich zuerst sagen, dass es einen deutlichen Unterschied zwischen Einschränkungen und Grenzen gibt. Einschränkungen kommen von außen, Grenzen setzt man sich selbst. Einschränkungen werden einem gegeben, entweder als Strafe, zum Schutz oder als Mittel der Unterdrückung. Ob man sie als Grenzen annimmt oder sich ihnen widersetzt (je nach Situation/Macht/Befugnisse) liegt allein bei einem selbst. Und da man beim Basteln eigener Welten die "absolute Macht"/sämtliche Befugnisse besitzt, ist man keineswegs gezwungen, sich Einschränkungen auszusetzen.

      Augrund dessen kann ich sagen: Nein, Einschränkungen helfen mir nicht. Man kann hier mit dem Argument des Urhebertums anderer Bastler/Welten kommen, da man doch auch einfach Welten(teile) "stehlen" könne, doch auch hierrauf habe ich eine Antwort: Mein Wille, etwas eigenes zu schaffen, das selbst mit Fremdinspirationen und (starken) Ähnlichkeiten etwas Eigenständiges werden soll. Und das wird es, auch wenn es etwas Zeit braucht. Das ist auch mit selbstgesetzten Grenzen verbunden.

      Das beantwortet somit die zweite Frage: Meine Einschränkungen liegen nirgendwo. Kommen wir nun zu Frage Nummer drei: Ja, ich habe Konzepte, und ja, ich setze mir Grenzen. Die schreibe ich mir allerdings nicht im Vorhinein vor, sie kommen von selbst, während ich bastle. Ich merke es, wenn ein Aspekt nicht mehr in meine Welt passt, und dann wird er gar nicht mehr verbastelt. Ich entferne auch kaum etwas aus meinen Welten, manchmal sehe ich nur, dass etwas nicht ganz so passt, wie es ist und verschiebe es dann einfach. Also Konzepte/Grenzen ja, wie fest sie sind, liegt jedoch im Auge des Betrachters.

      2. Entstehen Hindernisse erst durchs Basteln und müssen dann kreativ umgegangen werden?

      Ja, manchmal entstehen Hindernisse. Hauptsächlich Kreativitätslöcher, die mit der Zeit wieder abnehmen, aber manchmal auch im Stoff. Diese werden natürlich auch umgangen, es sei denn, durch die Entfernung eines Aspektes, durch die auch das Hindernis beseitigt würde, entsteht kein Schaden an der Welt.
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    • Hallo zusammen,

      tatsächlich kann ich die eigentliche Frage schwer beantworten. Ich denke, dass für mich vor allem eine gewisse innere Schlüssigkeit vorhanden sein muss. Nachvollziehbarkeit, wenn man so möchte, Ursache und Wirkung. Aber da ich auch stark Isso-lastig bastle, muss diese Schlüssigkeit für andere von außen vielleicht auch gar nicht erkennbar sein.
      Momentan versuche ich vom Vorgehen her einfach chronologisch zu arbeiten, damit ich eben von Ursache zu Wirkung gehen kann. Das wird aber natürlich kaum mehr möglich sein, wenn ich erst die graue Vorzeit meiner Welt hinter mir gelassen habe. Aber ich hoffe trotzdem das Beste^^

      Was ich aber interessant anzumerken finde: Das ich mich jetzt wieder verstärkt mir dem Weltenbasteln beschäftige, liegt daran, dass ich grade nach mich einschränkenden Grenzen suche. Denn ich habe feststellen müssen bei meinen Plotversuchen, dass ich bei einer nur grob skizzierten Hintergrundwelt während des Plottens ja auch Weltdetails erschaffe. Und dies ist für mich anscheinend zu viel Freiraum, um effektiv plotten zu können. Darum habe ich meine Planungsphase jetzt versuchsweise zweigeteilt:
      Erstens das Weltenbasteln und dann mit den daraus resultierenden Grenzen als zweites das eigentliche Plotten. Mal schauen ob mich das wohinführt. Aber grundsätzlich kann ich zumindest sagen, dass existierende Grenzen meiner Kreativität schon zu helfen scheinen.


      Liebe Grüße
      Gerrit
    • Spannende Frage und ich tu mir tatsächlich schwer das schlüssig zu beantworten.

      Die für mich stärkste Grenze scheint der Realismus zu sein, oder zumindest meine Vorstellung davon: So gerne ich eigentlich mal eine komplett durchgeknallte Welt machen wollen würde, lande ich dann doch immer wieder bei Fragen nach dem Realismus, da komm ich irgendwie nicht so recht raus. XD

      Das andere sind natürlich auch die Grenzen meines Wissens. Als kulturschaffendes Volk haben wir nun mal nur den Menschen als Vorbild, somit kommt man kaum drum herum diesen als Grundlage zu nehmen und darauf basierend Änderungen vorzunehmen, nur wenn diese zu weit gehen landet man wieder im komplett freien Bereich und wenn man selbst an die Grenzen dessen stößt was man für glaubwürdig und stimmig hält, wird es schwierig. *schwurbel*


      Andere Grenzen setze ich mir dann meist mit dem Setting: Ich beginne eigentlich immer mit der Welt, den Grundregeln, Karten etc. und habe damit dann also schon einen grundlegenden Rahmen.
      Gleichzeitig habe ich aber auch keine Probleme diese Grenzen dann auch wieder zu verschieben wenn ich merke das das für ein spannendes Konzept nötig wäre... :hmm:
      Falken haben doofe Ohren
    • Natürlich will ich anderen keine Einschränkungen in Form von "das ist physkalisch unmöglich, das darfst du nicht machen" auferlegen. Wenn jemandes Fantasywelt aus fliegenden Inseln besteht (was ich btw sehr cool finde), dann soll es so sein und die Person lebt ihre Lieblingsfantasien aus.

      Ich finde, es sollte alles in sich stimmig wirken und einen gewissen Flair aufbauen und nicht stören. Ich muss nun auch nicht jedes Detail bis ins Tausendstel genau wissen und ausarbeiten, aber mir geht es mehr ums Schreiben als ums Weltenbasteln, auch wenn ich das ebenfalls sehr gerne mache.

      Ich versuche zumindest, dass bei psychologischen oder sozialen und politischen Themen und Kulturen etwas nachvollziehbar erscheint und bei der Magie versuche ich zumindest ein System aufzubauen, das ich persönlich gerne mag und fantastisch finde, aber auch keine Asspulls und zu übermächtige Charaktere erlaubt.
      Außerdem möchte ich zB. keine Charaktere beinahe tödlich verletzen und dann im letzten Moment retten ohne dass dies Folgen hat oä. Meine Heilmagie benötigt Stunden bis sie wirkt, daher gerate ich nicht so sehr in Gefahr Wunden zu verharmlosen und gehe mit Szenen, in denen jemand verwundet wird, sparsamer um.
      Das hat weniger mit starren Grenzen zu tun, denn bei vielen Dingen denk ich von Szene zu Szene vom Neuen darüber nach, ob das verständlich erscheint und hab mir da kein festes Muster vorgegeben.

      Ich hab für die Magie auch wenig starre Grenzen, sodass ich mir ausgerechnet hätte, wie mächtig Elementar- oder bestimmte Runenmagie ist oä. Das wäre mir doch etwas zu hardcore. xD
      Ich weiß aber, dass kein Magier der Welt eine ganze Stadt, oder auch nur einen Bezirk, mit seiner Feuermagie in Schutt und Asche legen könnte (es sei denn, ein kleiner Brandherd breitet sich aus, aber nicht durch einmal mit der Hand wedeln) und dass verbotene Runenzauber nur möglich sind, wenn man zuvor einen Bund mit einem Dämon eingeht, der nach deinem Tod deine Seele fressen darf.

      Allgemein ist aber jede*r Autor*in und Bastler*in Einschränkungen ausgesetzt, auch wenn man sie sich nicht selbst macht. Fantasie kommt nicht von Nirgendwoher. Daher können wir nur das bereits Bekannte und Gesehene neu verknüpfen und Charaktere stellen wir so dar, wie wir uns vorstellen, wie sie denken und handeln könnten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bastet ()

    • Tö. schrieb:

      Hallo ^^
      Beim Weltenbasteln haben nahezu keine Grenzen.
      Wir sind weder vom Material, vom Platz, vom Buget oder wirklich von der Zeit eingeschränkt. Man sollte meinen das macht es einfacher, doch viele kreative Menschen schwören gerade darauf Limitationen zu haben. Erst durch das überwinden von Hindernissen könne der Kreativprozess wirklich gut werden.


      Findet ihr, dass Einschränkungen euch helfen beim Basteln?

      Wo liegen eure Einschränkungen im Basteln? Habt ihr feste Konzepte/Grenzen die ihr nicht verletzt? Oder entstehen die Hindernisse erst durchs Basteln und müssen dann kreativ umgangen werden? Habt ihr ästhetische Einschränkungen, dass etwas nicht in die Welt passt? Ich würde gerne eure Beispiele lesen. :)
      Es gibt da eine nützliche Metapher: Wenn man einen Kuchen schneidet, kann man den ersten Schnitt frei entscheiden. Dann ergibt aber nicht jeder zweite Schnitt Sinn.

      Nehmen wir an, ich will eine Welt erschaffen. Dann treffe ich die Entscheidung, dass an Ort X ein Berg steht. Dann kann ich nicht später ein Steppenvolk basteln, dass an genau auf X seine Pferde züchtet. Oder: Ich denke mir irgendeine Bizarrität aus. Dann habe ich getrickst. Aber das ist nichts weiter als Tesafilm und damit lässt sich nicht allzu viel "reparieren".

      Eine Welt ist gewissermaßen wie ein Lied. Man kann tricksen und Unpassendes irgendwie passend machen, aber wenn man das dauernd macht, will sich das keiner anhören (auch man selbst nicht..^^ Wie bei allem kreativ Schaffenden braucht man eine gewisse Harmonie.

      Dabei stellt sich dann die Frage, was ich mit der Welt anfangen will. Ich habe unterschiedliche Welten als Bühne für Geschichten und Dialoge. Das heißt beispielsweise, dass ich zu stärkerer Harmonie verpflichtet bin, als bei Welten, die ich nur für mich und den Spaß basteln würde. Zu wenig Harmonie führt dazu, dass die Welt sich durch ihre Bizarrität in den Vordergrund schiebt. In Geschichten wird dann zu viel erklärungs- und deutungsbedürftig. Beispiele:

      • In meiner Cyberpunkwelt nutze ich vieles aus unserer echten Welt und verpunke es gewissermaßen. Dabei spielt dann eine interne historische Korrektheit und eine Nähe zu unserer Welt eine Rolle. Bestimmte rechtliche Situationen wären nicht verstehbar, würde ich mich allzuweit von unserem Rechtssystem entfernen.
      • In meiner Fantasywelt vermische ich Fantasy mit Märchen und Mythologie. Das setzt mir gewisse Grenzen für die Atmosphäre durch Genre-Erwartungen. So wie GRR Martin mal gesagt hat: Ich kann keine Aliens in meiner Welt auftauchen lassen. Dafür habe ich nicht die nötige Vorarbeit geleistet.
      Das Problem ist natürlich das testen. Die Frage "Was hilft mir?" hängt natürlich davon ab, was überhaupt das Ziel ist. Eines meiner Ziele ist, dass ich meine Geschichten mitteilen kann. Wenn die Welt die Mitteilbarkeit behindert, dann kann ich prüfen, woran das liegt. Erst dann kann ich die Frage beantworten. Aber wenn ich keine Ahnung habe, was ich überhaupt will, kann ich auch nicht sagen, ob mir etwas hilft. Oder: Hilft es mir, wenn ich mich an die Wegbegrenzungen halte? Ja, wenn ich dort hinwill, wo der Weg mich führt. Nicht, wenn ich aber in den Wald will oder im Kreis laufen.
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