[2019-02] Die Alabaster-Verschwörung und die ghuramitischen Religionskriege

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Vom 3.5.-6.5. findet das Weltenbastler-Frühjahrstreffen in Arnolds Ferienhof in Oberlauringen (Landkreis Schweinfurt) statt. Zur verbindlichen Anmeldung geht es hier lang.

    Neulinge sind wie immer höchst erwünscht und wir freuen uns euch kennenzulernen!

    • [2019-02] Die Alabaster-Verschwörung und die ghuramitischen Religionskriege

      Erst einmal vorneweg: Das hier ist das erste Mal, dass ich beim Slowbasteln mitmache. Ich bin mir nicht sicher, ob es irgendwas besonderes zu beachten gibt. Wenn ich irgendwas falsch mache, bitte Bescheid geben!

      Ich habe im Februar eine Menge Real-Life Verpflichtungen und werde deshalb nix großes bewerkstelligen können, aber ich dachte mir, dass das Slowbasteln eine gute Gelegenheit ist um Einzelaspekte meiner Welt, die mir besonders interessant erscheinen, genauer auszuarbeiten. Ich habe vor, einzelne Beiträge zu posten, wenn ich einen Abschnitt fertiggestellt hab. Ich glaube, da bleibt die Motivation länger vorhanden.

      Mir ist bewusst, dass ich zu meinem Weltenprojekt Excelsia bisher nichts wirklich "veröffentlicht" habe und werde versuchen, alles mehr oder weniger zu erklären, sodass es halbwegs verständlich ist. Besonders kompliziert oder außergewöhnlich ist Excelsia aber nicht, das Meiste dürfte selbsterklärend sein. Falls nicht, stellt gerne Fragen! Da ich für Excelsia eine Menge Inspirationen aus der realen Geschichte und Menschheitsentwicklung verbastel, möchte ich sicherheitshalber klarstellen, dass Excelsia in keinster Weise ein politisches oder ideologisches Produkt sein soll. Ich bin einfach ein Geschichts- und Fantasy-Nerd, deshalb tauchen sicherlich mal Anspielungen auf. Aber nun zum eigentlichen Thema:

      Die Alabaster-Verschwörung und die ghuramitischen Religionskriege


      Teil 1

      Wir schreiben den 4. Nechet des Jahres Eintausenddreiunddreißig nach der Krönung Nukwa-Sumis zum ersten ghuramitischen Großkönig. Vor etwa zweihundert Jahren, unter der Ägide von Großkönig Saqewu-Het III., begann der rege Handel zwischen dem Großreich Ghuram und den wohlhabenden Handelsstädten des Südens. Inzwischen ist der einträgliche Handel für das Reich nahezu unentbehrlich geworden. Wie sonst soll der König sein stehendes Heer und seine andauernden Expansionszüge bezahlen, wenn nicht mittels der Zolleinnahmen? Und wie soll er sein Heer ausrüsten, wenn nicht mit maharischem Stahl, tuulber Holz und vorpalischem Kriegsgerät aus Kodzakala? Wie die Aristokraten besänftigen, wenn nicht mit z'lytischem Schmuck und Gewürzen aus Maadoran?

      Es ist eindeutig: Die Macht der königlichen Dynastie fußt ganz erheblich auf den Handelsbeziehungen zum Süden. Der Handel mit den Städten des Südens machte aus den ghuramitischen Bauern Krieger, aus den Schreibern Aristokraten und aus den Königen Eroberer.


      Doch Handel ist nie der bloße Austausch von Waren, sondern immer auch der Austausch von Ideen, Konzepten und Ideologien.


      In Ghuram wurde seit Anbeginn der Geschichtsschreibung ein unübersehbarer Pantheon unzähliger Gottheiten verehrt. Diese galt es mit zahlreichen Opfern zu besänftigen, und komplizierte Rituale mussten von greisen Priestern vollführt werden. Jeder Tag im Jahr war mindestens einer Götzengestalt gewidmet, die es in langatmigen Hymnen und Gebeten besonders zu verehren galt. Kurzum: ein über Jahrhunderte ausgewucherter, komplizierter und schlicht kostspieliger Kult, der von einer isolierten Priesterkaste mehr schlecht als recht gelenkt wurde.


      Im Süden dagegen - da sahen die Dinge anders aus. Dort, in den zahlreichen Handelsstädten, verehrten die Menschen seit einigen Jahrhunderten ein einziges göttliches Wesen - den Bejram, "Himmelskönig". Für die Ghuramiten zunächst unvorstellbar, wurde der Bejram als unendlich mächtige, allwissende Gottheit verehrt. Die Gebote des Bejram und seiner Kirche waren simpel: Familie, Fleiß und Opferbereitschaft sind die hohen Tugenden im Bejramismus. Auch ohne jetzt auf die Feinheiten der Religion einzugehen, ist es offenkundig, dass den einfachen Ghuramiten der Bejramismus rasch viel eingängiger, eindeutiger und auch freundlicher erschien als der traditionelle Götzenkult. Und so dauerte es nicht lang, bis die Missionare, die die zahlreichen bunten Karawanen nach Ghuram begleiteten, unter den Ghuramiten erste Erfolge erzielen konnten. Im Laufe der Zeit bekannten sich immer mehr Ghuramiten zum Bejramismus. Die Priesterschaft protestierte - doch die Großkönige waren nicht gewillt, einzuschreiten und ihre althergebrachte Religion zu beschützen. Zu wichtig war ihnen der einträgliche Handel mit dem Süden. Die neuen Partner durften schließlich nicht verärgert werden - und so wurden die bejramistischen Missionare nicht an ihrer Arbeit gehindert, sonder bald gar von königlichen Waffenknechten vor Übergriffen geschützt.


      Es kam, wie es kommen musste: Langsam begann der Bejramismus, von seinen Propheten mit glühender Begeisterung verkündet, sich in Ghuram durchzusetzen. Am 29. Metw des Jahres Eintausenddreiunddreißig bekannte sich Metwe-Halli VI. als erster ghuramitischer Großkönig öffentlich zum Bejramismus. In einer pompösen Zeremonie wurde die blutrote Haut des Konvertiten vom eigens angereisten Propheten Jàba Yàtwe Làyum mit heiligem Öl gesalbt und das Schicksal des Reiches besiegelt. Der Bejramismus war zur Staatsreligion erhoben worden. Doch zu diesem Zeitpunkt bekannten sich noch zumindest ein Drittel der Ghuramiten, darunter viele alteingesessene Aristokraten, zum traditionellen ghuramitischen Kult. Die Bekehrung des Großkönigs war für sie ein ungeheuerlicher Affront. Und so trafen sich - im Geheimen, versteht sich - am Abend des 4. Nechet desselben Jahres eine Reihe einflussreicher Personen (Fürsten, Richter, Priester und Offiziere) in der Alabasterhalle der ehrwürdigen Tempelstadt Amra-Khare. Dort, in dieser in warmem Weiß schimmernden Halle, schmiedeten die Anhänger der alten Götter einen Plan der ganz und gar verruchten Sorte. Mit einem Blutschwur auf Khba, den Gotterfürsten des Krieges, besiegelten die Teilnehmer ihre Verschwörung.


      - aus den Chroniken des Hebro-Hipil, ehemaliger Zweiter Pandabi im Dienste Nukwa-Sumi XI. (verfasst im Exil)


      Wie im Folgenden geschildert werden wird, scheiterte die Alabaster-Verschwörung und trat stattdessen zwei Kriege los, deren Auswirkungen das ghuramitische Großreich nachhaltig schwächten. Warum die Verschwörung scheiterte, welche Konsequenzen genau hervortraten und wer zur Verwantwortung gezogen wurde, soll Inhalt der nächsten Abschnitte sein.

      Der Schöpfer goss die Welt aus seinen Gedanken
      formte sie nach seinem Willen
      zierte sie nach seinem Wesen
      und sponn sich selbst ein in das Gewebe der Wirklichkeit
      um zu betrachten und zu gedenken
      und in Zeiten größter Not
      sein Kind zu erretten aus den Fängen des Zerfalls

      - Inschrift im Himmelsschrein von Akathi -
    • Du hast einen sehr angenehmen Schreibstil. Das hat viel Spaß gemacht zu lesen und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil! :)

      Was das Slowbasteln betrifft: Hier gibt es kein Richtig und Falsch, du kannst das also sehr gerne so fortführen, wie du begonnen hast. Die ursprüngliche Idee des Slowbastelns ist es aber, dass du sozusagen "live" bastelst und dabei die Gelegenheit bekommst, die anderen Bastler hier im Forum als Helfer zu rekrutieren. Das heißt, du schreibst deine noch unfertigen Ideen auf und teilst uns mit, wo du noch Probleme siehst oder du noch Vorschläge oder Hilfe brauchen könntest. Dann können wir versuchen, dir zu helfen und so entsteht dann im Laufe des Monats hoffentlich etwas, das dir gefällt.

      Wie gesagt, du darfst das gerne so handhaben, wie du willst. Aber falls wir dir in irgendeiner Weise beim Basteln der Alabaster-Verschwörung und deren Konsequenzen helfen können, dann gib uns einfach Bescheid und wir tun unser Bestes! :D
      Ich glaube, für eine französische Hure ist Elatan ein bisschen zu provinziell.

      Kann man eigentlich mit Fäkalien töpfern? -- Tö.


      Über meine Welt Lacerta:
      Die Welt Lacerta -- Das Reich Fálorej
    • Vielen Dank für dein Lob und Feedback!

      Der obige Text ist nur die Einführung und soll den groben Rahmen der Bastelei klarstellen. Das eigentliche Basteln kommt also noch, und ich werde versuchen es auch "live" zu machen. Ich habe einige unfertige Ideen, und das Ergebnis steht ja auch irgendwo fest (die Verschwörung scheitert ;D ), aber es ist noch sehr viel unklar, und ich hab mich irgendwie auf den Gedanken eingeschossen, das ganze am Ende als zeitgenössische Chronik zu präsentieren - das heißt es soll recht detailreich sein, kann aber auch vom "Autor" ausgeschmückt worden sein ;) . Ich denke, dass ich dieses Wochenende meine Bastelansätze posten werde.
      Der Schöpfer goss die Welt aus seinen Gedanken
      formte sie nach seinem Willen
      zierte sie nach seinem Wesen
      und sponn sich selbst ein in das Gewebe der Wirklichkeit
      um zu betrachten und zu gedenken
      und in Zeiten größter Not
      sein Kind zu erretten aus den Fängen des Zerfalls

      - Inschrift im Himmelsschrein von Akathi -
    • Tö. schrieb:

      Wofür steht die Endung -ram?
      Da die beiden Wörter aus unterschiedlichen Kulturkreisen kommen, dürfte das vermutlich eher Zufall sein. Oder sprechen die Ghuram und die südlichen Handelsstädte verwandte Sprachen, Lizhard? :)
      Ich glaube, für eine französische Hure ist Elatan ein bisschen zu provinziell.

      Kann man eigentlich mit Fäkalien töpfern? -- Tö.


      Über meine Welt Lacerta:
      Die Welt Lacerta -- Das Reich Fálorej
    • Tö. schrieb:

      Hey Lizhard, schön von dir zu lesen. Ich bin schon gespannt wie die verschwörung scheitern wird.
      Ich find deine Namen von cool; leicht unterscheidbar gut lesbar: Bejram, Ghuram. Wofür steht die Endung -ram?

      Vielen Dank :) Da fängt's schon an: ich weiß noch nicht genau wie die Verschwörung scheitern wird. Ich bin auch gespannt :D

      Zu den Namen: Die Ghuramiten und die Bewohner der südlichen Handelsstädte sprechen unterschiedliche Sprachen, die auch nicht wirklich miteinander verwandt sein dürften. Die gemeinsame Endung der Wörter ist tatsächlich Zufall. "Ghuram" ist die Transkription des alt-ghuramitischen Wortes GW-RAMN, was "Sippe" bedeutet. "Bejram" kommt aus der Sprache Chebèk und bedeutet so viel wie "Himmelskönig", aber wofür das konkret steht oder woher die Bedeutung kommt weiß ich selber noch nicht. Zu Chebèk hab ich noch nicht viel gebastelt.

      Ich glaube, die erste Frage, die es zu beantworten gilt ist, wieso sich der Bejramismus ausgerechnet unter den Aristokraten nur schleppend verbreitete, während er bei der Landbevölkerung schneller Anklang fand. Vermutlich liegt es daran, dass die traditionelle Priesterschaft eng mit den Adelsgeschlechtern vernetzt ist. Vielleicht buhlen die Priester mit Tempelschätzen um die Gunst derjenigen, die zu Verschwörern werden. Vielleicht wollen die Aristokraten sich aus Bequemlichkeit nicht anpassen: Wenn es einem gut geht, ändert man nur ungern etwas.

      Aber dann stellt sich die Folgefrage, warum so ein drastisches Mittel wie die Verschwörung zum Mord ergriffen wurde. In der Geschichte Ghurams wurde noch nie ein Attentat auf den Großkönig verübt. Die Verschwörer müssen entweder wahrlich hasserfüllt gewesen sein, oder aber von ihrer Sache zutiefst überzeugt. ??? Oder waren sie vielleicht nur die bezahlten Vollstrecker für einen eigentlichen Strippenzieher, eine ausländische Macht vielleicht?
      Der Schöpfer goss die Welt aus seinen Gedanken
      formte sie nach seinem Willen
      zierte sie nach seinem Wesen
      und sponn sich selbst ein in das Gewebe der Wirklichkeit
      um zu betrachten und zu gedenken
      und in Zeiten größter Not
      sein Kind zu erretten aus den Fängen des Zerfalls

      - Inschrift im Himmelsschrein von Akathi -
    • Vielleicht gab es noch andere Konflikte zwischen Großkönig und Aristokratie und die Religionssache war nur der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte bzw. der Konflikt, der mehrere der Adeligen dazu brachte zu kooperieren.
      "Die Leichen der Euren werden genügen diese Ebene in Calislad, die Knochenebene, zu verwandeln. Ich sage euch noch einmal: geht!, hier und zwischen diesen Bäumen wartet nur der Tod auf euch.“
    • Yelaja schrieb:

      Vielleicht gab es noch andere Konflikte zwischen Großkönig und Aristokratie

      Ich denke, gerade die Fürsten aus dem Norden Ghurams sowie aus den besetzten Gebieten hielten die religiösen Differenzen und Umwälzungen für eine einmalige Gelegenheit, sich zu rächen.

      Das hieße, dass der Religionswechsel eigentlich nur ein Vorwand für die Verschwörung war. Eine geeignete Drahtzieherin wäre Nukhuahtefrit (ghuramitisch Nukwa-Tefret), das Oberhaupt des unterworfenen Volkes der Uqopis und Fürstin der reichen Großstadt Durhunkah, die im äußersten Norden des Großreiches liegt (ghuramitisch Durwn-Khare). Sie ist auch Anhängerin der alten Götter, vor allem aber strebt ihre Dynastie schon seit langem nach Unabhängigkeit.


      Konflikte zwischen der alteingesessenen Aristokratie und dem Königshaus könnten z.B. die zunehmende Abhängigkeit vom Handel mit dem Süden gewesen sein. Oder aber eine Eigenheit des amtierenden Großkönigs. Vielleicht hat er sich beim Adel anderweitig unbeliebt gemacht?
      Der Schöpfer goss die Welt aus seinen Gedanken
      formte sie nach seinem Willen
      zierte sie nach seinem Wesen
      und sponn sich selbst ein in das Gewebe der Wirklichkeit
      um zu betrachten und zu gedenken
      und in Zeiten größter Not
      sein Kind zu erretten aus den Fängen des Zerfalls

      - Inschrift im Himmelsschrein von Akathi -
    • Trajan schrieb:

      Oha! Das ist ja höchst ungewöhnlich! Gibt es dafür einen bestimmten Grund?

      Tja...es wird wohl vor allem daran liegen, dass im traditionellen ghuramitischen Kult der Großkönig (ghuramitisch HIPIL-KHAB) vergöttlicht wird. Er wird als Vermittler zwischen der realen Welt und der Götterwelt dargestellt, und dadurch haftet ihm ein bisschen der Mythos der Unsterblichkeit an, der durch die überkomplizierten ghuramitischen Bestattungsriten fortgesetzt wird (spätestens jetzt merkt man: die Ghuramiten sind nicht unwesentlich vom alten Ägypten inspiriert). Mit dem Religionswechsel ging zwangsläufig auch eine Entgöttlichung einher (dafür trägt der ghuramitische Großkönig, gemeinsam mit dem Zeremonienmeister von Kodzakala und der Matriarchin von Tuulb, jetzt den Titel Ehrwürdiger Prophet des Himmelskönigs/NUKWA-HEMNET-AF-BEIRAMN), weshalb die enttäuschten Adligen wohl zum ersten Mal ernsthaft über ein Attentat nachdenken konnten, ohne sich als Häretiker zu fühlen.

      Teil 2
      Warum nun verabredeten sich die hohen Männer und Frauen in der Alabasterhalle zum Mord an Metwe-Halli VI.? Nie zuvor in der Geschichte des Volkes hatte es einen Mordversuch auf den Großkönig gegeben. Doch die Umstände hatten sich entscheidend geändert.


      Nach unserem traditionellen Glauben ist der Großkönig Vermittler zwischen der Anderswelt und der Wirklichkeit, als solcher ein Gesandter der Götter. Der ehrwürdige Nukwa-Sumi I., erster seiner Dynastie, ging als Sohn des furchterregenden Khba in die Mythologie ein. Als Halb-Gott-Halb-Mensch war der Großkönig unantastbar. Doch nun hatte sich Metwe-Halli VI. öffentlich losgesagt und damit auch seine Göttlichkeit eingebüßt.


      Der Plan der Verschwörer sah vor, nach Metwe-Hallis Ableben einen der Ihrigen, einen Anhänger der alten Wege, als neuen Großkönig und Vermittler der Götter einzusetzen. Der Hohepriester des ghuramitischen Kultes, Zifo-Halmnet-Gurwil, der auch an diesem verhängnisvollen Abend in der Alabasterhalle von Amra-Khare weilte, erklärte sich bereit, eines der Oberhäupter der alteingesessenen Adelsfamilien zum neuen Großkönig zu weihen...


      [Textstelle nicht lesbar*]


      ...Nicht überschätzt werden kann die Bedeutung von Nukhuahtefrit, der Fürstin der tributpflichtigen Stadt Durhunkah, für die Planung der Verschwörung. Als Oberhaupt des seit Jahrzehnten unterdrückten Volkes der Uqopis, ein mit den Ghuramiten verwandter Stamm, strebte sie schon seit langem nach der endgültigen Selbstständigkeit vom Knochenthron.


      - aus den Chroniken des Hebro-Hipil, ehemaliger Zweiter Pandabi im Dienste Nukwa-Sumi XI. (verfasst im Exil)


      Aber wieso scheiterte die Verschwörung letzendlich? Dazu muss zunächst geklärt werden, auf welchem Wege der König umgebracht werden sollte. Mal sehen...

      - bezahlter Assassine: woher? In Ghuram gibt es keine Meistermörder. Im Süden schon, aber die alteingesessenen Ghuramiten werden wohl kaum einen aus dem Süden, im Zweifel sogar ein Bejramist, mit der Ermordung des Königs beauftragen.

      - bestochener Bediensteter: riskant...die Leibdiener des Großkönigs sind sehr sorgfältig ausgewählt...

      - Magie: Hmmm...jetzt wird's interessant ;) Ich muss mir dazu noch ein paar Gedanken machen. ???

      * ;D
      Der Schöpfer goss die Welt aus seinen Gedanken
      formte sie nach seinem Willen
      zierte sie nach seinem Wesen
      und sponn sich selbst ein in das Gewebe der Wirklichkeit
      um zu betrachten und zu gedenken
      und in Zeiten größter Not
      sein Kind zu erretten aus den Fängen des Zerfalls

      - Inschrift im Himmelsschrein von Akathi -
    • Lizhard schrieb:

      Magie: Hmmm...jetzt wird's interessant Ich muss mir dazu noch ein paar Gedanken machen.
      Wie funktioniert Magie denn auf dieser Welt? Was ist magisch möglich, und was nicht? Was müsste man tun, um jemanden auf magische Weise umzubringen?

      Lizhard schrieb:

      Als Halb-Gott-Halb-Mensch war der Großkönig unantastbar. Doch nun hatte sich Metwe-Halli VI. öffentlich losgesagt und damit auch seine Göttlichkeit eingebüßt.
      Oh, jetzt bin ich sehr an Metwe-Hallis Motiv interessiert: Warum ließ er sich bekehren? War er tatsächlich überzeugter Gläubiger? Oder hat er es aus Machtgründen getan (z.B. um beim Volk als fortschrittlich und populär zu gelten)?

      Lizhard schrieb:

      Tja...es wird wohl vor allem daran liegen, dass im traditionellen ghuramitischen Kult der Großkönig (ghuramitisch HIPIL-KHAB) vergöttlicht wird. Er wird als Vermittler zwischen der realen Welt und der Götterwelt dargestellt, und dadurch haftet ihm ein bisschen der Mythos der Unsterblichkeit an, der durch die überkomplizierten ghuramitischen Bestattungsriten fortgesetzt wird.
      Okay, das ist ein guter Grund. Sowas ähnliches hab ich in meiner Welt auch schon als Begründung verwendet. ;D
      Ich glaube, für eine französische Hure ist Elatan ein bisschen zu provinziell.

      Kann man eigentlich mit Fäkalien töpfern? -- Tö.


      Über meine Welt Lacerta:
      Die Welt Lacerta -- Das Reich Fálorej
    • Ich mag das altägytische Flair. :)

      Lizhard schrieb:

      Es kam, wie es kommen musste: Langsam begann der Bejramismus, von seinen Propheten mit glühender Begeisterung verkündet, sich in Ghuram durchzusetzen.
      Hm, die Idee, dass Monotheismus sich irgendwie zwangsweise gegen Polytheismus durchsetzt, ist irgendwie lustig - wird auch in manchen Computerspielen direkt als Mechanismus eingebaut, fällt mir grad ein (in Age of Empires gab es ein Upgrade "Monotheismus" ^^). Soweit ich weiß, hat Monotheismus sich meistens durch Waffengewalt durchgesetzt. Wobei grad sowas wie der Mithras-Kult da vielleicht ein Gegenbeispiel wären... hm.

      Ich glaube, ganz so einfach wird es wohl nicht gewesen sein. Du hast eh schon angedeutet, dass da auch diverse Machtspielchen außerhalb der Religion eine Rolle spielten. Vielleicht hatten diverse Kulte der alten Götter zu viel Macht, und kamen dadurch jemandem in die Quere...

      Lizhard schrieb:

      Nie zuvor in der Geschichte des Volkes hatte es einen Mordversuch auf den Großkönig gegeben.
      Oder wenn doch, dann ist es ja sehr im Interesse der Religion, nichts davon an die Öffentlichkeit dringen zu lassen, bzw. ein Ereignis zur Not umzudeuten.^^ Aber ist cool, dass das ein Faktor bei der Verschwörung ist.
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)