[Kaláte] Kleinkram, Diverses und Livebasteln

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    Die diesjährige Olympiade beginnt am 19 .7.
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • [Kaláte] Kleinkram, Diverses und Livebasteln

      So, ich eröffne mal ein paar kleine Baustellen. Hier erstmal: Arbeitsrecht in der ISV. Hinweis: ISV ist ziemlich utopisch.

      Der erste wichtige Punkt bezüglich Arbeit in der ISV ist, dass man nicht Arbeit sucht, sondern Firmen suchen Mitarbeiter. Es gibt mehr offene Stellen als Arbeitslose, damit fallen so unfeine Dinge wie Lohndumping und dergleichen Kram schonmal weg. Leute haben üblicherweise auch überhaupt keine Angst davor, gefeuert zu werden, was natürlich vorkommt, aber nicht das wirtschaftliche Aus bedeutet, weil man leicht eine andere Arbeit findet.
      Es ist recht häufig, dass ein Arbeitsverhältnis für ein Jahr oder so auf Eis gelegt wird, weil der Mitarbeiter derweil was anderes machen will. Sei es einen Film, eine Serie, ein Haus, eine Ausbildung oder ein Baby. Für nichts davon kriegt der Mitarbeiter vom Arbeitgeber irgendein Geld, man kriegt aber vom Staat was. Wohngeld kriegt man generell, wenn man nix verdient (gedeckelt, damit man damit keine Luxusvilla zahlt), Eltern kriegen ein Elterngehalt, und als Künstler kriegt man eventuell was aus dem regionalen Kunstfond. Ausbildung ist auch bezuschusst, da weiss ich aber noch nicht genau, wie.

      Es hat einen Grund, dass da noch kein Wort zu Versicherungen drin ist. Der Arbeitgeber zahlt die nämlich grundsätzlich nicht. Es ist auch im Grunde eher eine Steuer, weil die eine Versicherungsgesellschaft zu 100% dem Staat gehört.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Letztens hab ich mich gefragt, ob die eigentlich Links- oder Rechtsverkehr haben. Antwort: Das ist verschieden. Meines Wissens hat kein interplanetarer Staat das einheitlich und auch auf den meisten Planeten gibt es beides. Auf Anteia ist Rechtsverkehr häufiger, auf Saivan Linksverkehr. Gerade auf Saivan hat sich gerade die Hauptstadt Lyn aber (durch ihre Eigenschaft als genauso geplante Planstadt) dadurch hervorgetan, keine vorrangige Richtung zu haben. Lyn hat tatsächlich ausschliesslich Einbahnen.

      Also. Das sieht in etwa so aus, dass es "Speichen" (die nicht ganz bis ins Zentrum führen) und "Ringe" gibt. Wenn zwei Strassen sich kreuzen ist der Vorrang wie folgt: Stadtauswärts - Uhrzeigersinn - Gegenuhrzeigersinn - Stadteinwärts. Die wichtigsten Strassen allerdings kreuzen gar nix, da gibt es Auf- und Abfahrten.
      Die wichtigsten Strassen sind die beiden Teile einer Art Ringautobahn. Die beiden Ringe tauschen an sechs Stellen ihre Position, sie sehen also ein bisschen wie eine Schraube aus. An diesen Stellen sind auch Ab-/Auffahrten, um die Richtung zu wechseln - von einer dieser Strassen aus betrachtet sind diese immer abwechselnd links und rechts. Die Speichen führen abwechselnd stadtein- und -auswärts. Ich weiss aber noch nicht, wie viele Speichen es gibt und wie genau die mit den Ringen verbunden sind.
      Es gibt auch ein Verkehrsleitsystem, das die Einfahrt in überlastete Speichen und Ringe von Stadtauswärts oder von anderen Speichen und Ringen sperrt. Von normalen Strassen kann man immer rauf. Es gibt keine stadteinwärts führende normale Strassen, nur Speichen und direkte Einfahrten in die äussersten Ringe.
      Nicht wenig Stadtfläche, speziell im Stadtkern, ist übrigens Fussgängerzone.

      Allgemein ist das Verkehrskonzept also: Fussgänger sollen es einfach haben, innerstädtische Fahrten auch, die Zufahrt von aussen ist reguliert und bei Stau gesperrt. Man kommt aus der Stadt leichter raus als man rein kommt. Die Öffis, im Wesentlichen eine unglaubliche U-Bahn, aber auch einige Hochbahnen und eine Handvoll Strassenbahnen, sind wirklich super. Die U-Bahn wurde übrigens als allererstes gebaut, da konnte man noch ungeniert das ganze Stadtgebiet umgraben, ohne irgendwen zu stören.
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    • Veria schrieb:

      Gerade auf Saivan hat sich gerade die Hauptstadt Lyn aber (durch ihre Eigenschaft als genauso geplante Planstadt) dadurch hervorgetan, keine vorrangige Richtung zu haben. Lyn hat tatsächlich ausschliesslich Einbahnen.
      Wie ist das mit mehrspurigen Straßen - gibt es da zwischen den Spuren eine bestimmte Hierarchie?

      Irgendwie fehlt mir das nötige räumliche Vorstellungsvermögen für einiges, aber es ist echt cool, mal Straßenverkehr gebastelt zu sehen. :thumbup:

      Veria schrieb:

      Stadtauswärts - Uhrzeigersinn - Gegenuhrzeigersinn - Stadteinwärts.
      Mmm... also wenn ich von der Stadtmitte aus auf eine 4er-Kreuzung schaue, dann ist der Vorrang vorne->links->rechts->hinten? Irgendwie kann ich mir das in der Praxis grad nicht so recht vorstellen. ... moment, du hast von Einbahnen geschrieben. D.h. es sind zwei Einbahnen, die sich kreuzen.

      Wenn dann also von hinten und von links Autos kommen, müssen die von links kommenden sozusagen mal abwarten, bis alle, die aus der Stadt hinauswollen, durchgefahren sind?

      (Ich hab meinen Führerschein ja verloren gehen lassen... also was Straßenverkehr angeht, kenn ich mich nicht besonders gut aus, vllt ergeben manche Fragen gar nicht so viel Sinn.^^)
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Hierarchie bei mehrspurigen ... also sowas wie Rechtsfahrgebot oder so? Wüsste ich jetzt nicht. In Lyn gilt sowieso überall die Richtgeschwindigkeit, da sollte man auch nicht nennenswert drunter gehen, ausser, das Wetter verlangt es (bzw. dann ist eh die Richtgeschwindigkeit niedriger). Also, die Richtgeschwindigkeit auf Ringen und Speichen ist natürlich höher als auf den normalen Strassen.
      Dazu kommt natürlich, dass die meisten Fahrzeuge fast völlig autonom fahren und mit den Fahrzeugen in der Nähe ihren unmittelbaren Plan besprechen, damit nix rummst. Sonderbremsungen gibt es aber trotzdem manchmal: Für depperte Fussgänger, Tiere, umfallende Bäume, ... - die Sensorik ist aber auch ein paar Ecken besser als bei unseren 099999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999po0 (Einwand von Kater Mogli) teilautonomen Autos.

      Die Kreuzung deiner Vorstellung, wo von hinten und links Autos kommen, ist geradezu mitteleuropäisch-realistisch, denn in dem Fall gilt rechts-vor-links, die Kreuzung wäre bei uns genauso geregelt (sofern ampellos). Irgendwann kommt schon eine Lücke.
      (Hinten und links in deinem Beispiel wären aber Stadteinwärts und Uhrzeigersinn. Stadtauswärts fährt da keiner.)
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    • Ich verwechsel mal wieder vorne und hinten... weil die halt auch irgendwie keinen Sinn ergeben, diese Worte, wenn nicht definiert.

      Ich meinte: die Autos kommen von hinten (hinter mir ist die Stadt, d.h. sie fahren stadtauswärts). Jetzt wo ich nochmal drüber nachdenke, merke ich erst, was du mit Uhrzeigersinn meintest. Ich dachte, es geht darum, bei der Kreuzung im Uhrzeigersinn rundherum zu gehen. %-)

      Wenn alles so automatisiert ist, erübrigen sich die Fragen aber eh.^^
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    • Es sind schon auch nichtautonome Fahrzeuge rum. Aber auch die sagen ihren Nachbarn Bescheid, wenn sie z.B. bremsen, damit die gleich bremsen können, ohne erst auf die Sensorik zu warten.
      Gerade Einsatzkräfte fahren typischerweise nichtautonom, weil die autonomen Systeme sich grundsätzlich schwer damit tun, Verkehrsregeln zu brechen, was aber gelegentlich nötig ist.

      Okay, gerade Einsatzkräfte sind dann doch zu einem beachtlichen Teil nicht mehr bodengebunden unterwegs, sondern fliegen an den Einsatzort. Aber fahrende gibt es auch. Ein paar jedenfalls.
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    • Banale Anwendungen diverser Energiefelder

      ~ Anti-Schnarch-Bett mit akustischer Abschirmung
      ~ Privatsphäre-Tisch in Kantine und Restaurant, ebenfalls mit akustischer Abschirmung
      ~ Anti-Rückspritz-Toilette mit Bremsfeld
      ~ Anti-Schmutzspritz-Feld um den Herd, ebenfalls ein Bremsfeld

      (Hey, der Thread hat "Kleinkram" im Titel ...)
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    • Wie das Wohnen in den meisten Kulturen abläuft, kennen wir aus dem eigenen Leben. Im Kreis von Kire gibt es eine interessante Platzspar-Option, die ich noch in keiner anderen Gegend gefunden habe: Sachen im Boden.

      Kirea-Wohnklötze sind so ausgerichtet, dass die Fensterfronten nach Osten und Westen zeigen. Mittig sind die Eingänge in die Einzelwohnungen, die dann nach Osten bzw. Westen abgehen. Die Wohnungen sind modular, wie man die Wohnung aufteilt, kann man sich selber überlegen, man steckt einfach Wandmodule rein, alternativ kann man Vorhangschienen in die Decke einhängen und so auch eine Aufteilung realisieren, aber trotzem die Möglichkeit für einen grossen Raum behalten.
      Wenn man bei Erstbezug reinkommt, ist der Boden 45cm niedriger als die Türschwelle und auf Türschwellenhöhe geht ein 2x2-Meter-Gitter durch die ganze Wohnung. Da kann man dann verschiedene Elemente oder kleinere Gitter reinhängen, um die Wohnung nach den eigenen Bedürfnissen auszustatten.
      Ein 2x2-Element wäre z.B. ein Doppelbett, einfach im gewünschten Gittersegment einhängen und passt. Man klappt dann die Deckplatte zu zwei Seiten weg und legt sich auf Bodenhöhe hin. Ein typischer Schrank hat zwei Etagen, erst klappt die Deckplatte weg, dann kommt die obere Etage heraus und zur Seite und dann fährt die untere Etage herauf, somit hat man zwei 20cm hohe Schachteln auf dem Boden. Die kleinsten Elemente sind die Tischbein-Elemente, wovon man pro Tisch vier braucht, da sind auch Teleskopstangen zur Verbindung drin, ein weiteres Element enthält dann die Tischplattenelemente, die man flugs draufklemmt. Es gibt auch ein Stuhl-Lager-Bodenelement mit 50x50cm Grösse, drin sind zehn Stühle: Man nimmt einen Stuhl raus, klappt die gegeneinander versetzten Beine und die Lehne aus und kann alles noch etwas rausziehen, damit Sitzhöhe und Lehnenposition passen.
      Auch Küchengeräte kommen aus dem Boden. Sie sind auch alle 50x50cm gross und werden nach oben gefahren bis sie auf genehmer Arbeitshöhe sind. Es gibt dabei immer eine extra Bodenplatte, die das Loch im Boden abdeckt, wenn man weiter als 45cm hochfährt. Bis auf den Ofen (die Hitze steigt sonst nach oben weg) wird alles von oben befüllt oder ausgeräumt.
      Das einzige, was wirklich extra ist, ist das Badezimmer, wovon jede Wohnung immer zwei hat. Wenn man da reinkommt, steht man vor einer Treppe, die einen in eine Badewanne mit Türchen in der Wannenwandführt. Aus dieser Badewanne kann man dann entweder sich links von der Treppe aufs Klo setzen oder rechts von der Treppe ein Waschbecken verwenden. Das ganze Badezimmer ist hochdruckreinigertauglich und hat nirgendwo irgendwelche Ritzen oder so.
      Eine solche Wohnung ist kireanisches Grundrecht, wobei man sie sich als Einzelperson mit jemandem teilen muss - ist aber kein Problem, man kann sie ja quasi halbieren, indem man einfach Wandmodule reinstellt, da teilt man sich dann nur die Eingangstür.
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    • Spirale

      Im Jahre 792 haben sich etliche Leute auf Saivan zusammengetan, um eine Mystery-Serie zu drehen. Ursprünglich waren 15 Folgen geplant, aber der Erfolg hat zu gesamt 48 Folgen geführt. Sie hätten durchaus gerne noch ein bisschen weiter gemacht, aber gegen Ende war es dann doch schon recht schwierig, aus Gründen, die aus dem Konzept der Serie resultieren.

      Der Pilotfilm bzw. die ersten beiden Folgen etablieren das Grundgerüst. Eines Tages passiert ... irgendetwas, und seitdem wird dieser Tag immer und immer wieder wiederholt. Für alle aus der ganzen Kleinstadt. Kontakt zur Aussenwelt ist nicht möglich, und wer es versucht, verfliegt sich, fährt nichtendende Strassen, verläuft sich im Wald, jedenfalls ist die Stadt auf sich gestellt. Von aussen hinein geht aber, denn jeden Tag kommen die gleichen Züge mit den immer gleichen Leuten, die sich, im Gegensatz zu den Einheimischen, allerdings nie an die vorigen Durchgänge erinnern.
      Einige Leute finden es super, randalieren herum und zerschlagen Schaufenster, am nächsten Tag ist alles wieder ganz. Einige Leute sterben, und da stellt sich heraus, dass die dann am nächsten Tag gleich von Anfang an tot sind. Tot ist also tot.
      Von da an ist quasi oberste Priorität: Nicht sterben! Weil sonst werden die Leute ja immer weniger und es liegen überall immer mehr Leichen herum! Die Serienmacher setzen das auch immer sehr schön in Szene: Bild eines Nachtclubs, Leute stehen auf der Tanzfläche, und die Toten fallen einfach um. Am Anfang der Serie nur eine junge Frau in einem neongrünen Kleid (die im dritten Durchgang eine Droge ausprobiert hat, mit tödlichen Folgen), später immer mehr, und in Folge 41 dann fast alle. - In Folge 40 hat ein Extremist eine Bombe gezündet, weil er keinen Sinn in den ständigen Wiederholungen sah.

      Der Grundtenor ist durchaus recht düster, aber es gibt auch positive Handlungsstränge. Ein Mann hat sich versehentlich in einem Kühlhaus eingesperrt, in den ersten paar Durchgängen musste er dort bleiben und sich fast zu Tode frieren, aber danach kommt jeden Tag seine Nachbarin und befreit ihn. Die beiden stellen die Liebesgeschichte der Serie.

      Nun, da es die Serie nicht wirklich gibt, kann ich hier auch die Auflösung verraten: Eine Art Dämon will die Stadt fressen, aber die Seelen der Bewohner wehren sich und setzen die Zeit zurück. Dass tot tot ist, ist die Waffe des Dämons, die Anzahl der Seelen zu reduzieren, dass die Seelen das mit dem Zurücksetzen irgendwann nicht mehr schaffen. Das passiert dann auch.
      Die Stadt wird düsterer, dunklerer, jeden Tag lauern mehr komische Viecher, Leute sterben wie die Fliegen. Aber die Stadtbewohner finden auch Prophezeiungen und metaphysische Ratschläge, und schlussendlich können sie den Dämon bekämpfen und bezwingen.

      Der ursprüngliche Plan von 15 Folgen hielt das Ende offen und es sollte angedeutet werden, dass das Wenigerwerden der Lebenden einfach bedeutet, dass irgendwann einfach keiner mehr lebt (als "enger werdende Spirale Richtung Tod", daher der Name). Die Beliebtheit hat die Serie massiv verlängert, aber ewig konnte man das auch nicht machen, weil die Leute in der Serie ja nicht altern und im Besondern auch als Tote noch gleich aussehen, weil sie ja nicht zum Verwesen kommen. Merkbar ist das am Schnellsten daran, dass später in der Serie kaum mehr Szenen im Altersheim vorkommen, denn da sind etliche Darsteller verstorben.

      Tja, damit habe ich eine Fernsehserie erfunden. So kann es gehen.
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    • Veria schrieb:

      Bild eines Nachtclubs, Leute stehen auf der Tanzfläche, und die Toten fallen einfach um.
      Ich dachte, das passiert immer am Anfang eines neuen Tages? Oder würde die Szene einfach direkt den Reset darstellen?
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    • Ach soo. :-[ Ja klar, mit Mitternacht als Wechsel macht das sehr viel mehr Sinn. Ich hab wohl zu sehr an Groundhog Day gedacht, da ist die Deadline (bei dir sehr buchstäblich?^^) ja mit Weckerläuten am Morgen.
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    • *schnipp* Anderes Thema.

      Hautfarben der Mákia

      Rein vom genetischen her haben die Mákia eine Spanne von viel-rot bis wenig-rot und viel-bronze bis wenig-bronze, da sie ein rotes und ein bronzenes Pigment haben. Eine winzige Minderheit hat noch, als Mutation des roten Pigments, ein UV-Aufheller-Pigment.
      Ausserdem gibt es eine beachtliche Anzahl Kirea und Mákia-Kirea-Mischlinge, die das kireanische blaue Pigment mitbringen, und Tikimino mit grünem Pigment.
      Die makitischen Hautfarben-Schubladen sind nach Blumen benannt:
      ~ milírsa - die Milír-Blüte ist schweinchenrosa
      ~ kilára - die Kilár-Blüte ist blassgelb
      ~ mársom - die Márso-Blüte ist grellorange
      ~ kesíla - die Kesíl-Blüte ist hellrot
      ~ zursára - Die Zursár-Blüte ist lila
      ~ pamédrom - Die Pamédra-Blüte ist ebenfalls lila
      ~ mepsísa - Die Mepsí-Blüte öffnet sich in der Dämmerung und ist dann wegen eines UV-Aufhellers hellweiss, obwohl sie bei UV-freiem Licht eher gelblich wirkt
      ~ inátra - Die Inátra-Blüte ist blau
      ~ tébreta - Die Tébra ist eine Scheinblüte aus grünen Blättern, die eigentliche Blüte in der Mitte ist nur stecknadelkopfgross

      Problematisch dabei ist zursára. Die Zursár ist nämlich ein ziemliches Unkraut, man kann sich daher denken, welche Assoziation da dahintersteht. Die meisten Leute sagen pamédrom, aber ganz vertrieben ist zursára noch nicht. (Allerdings ist inátra nicht negativ konnotiert - erst die Mischlinge waren unerwünscht, die Kirea sollten halt einfach unter sich bleiben.)
      Ein anderes Problem betrifft Leute mit mepsísa Haut: Die staatliche Medizinbehörde versucht, sie im Geheimen wegzumendeln. Im Geheimen deswegen, weil die Allgemeinheit keineswegs dahinterstehen würde. Leute mit mepsísa Haut werden überproportional als schön angesehen (und haben alle damit verbundenen Vorteile), aber ihre Kinderzahl ist deutlich unterdurchschnittlich. Die Medizinbehörde wartet da aber mit diversen gefälschten Studien auf, dass es da biologische Gründe hat.
      Der Grund dafür, dass die Medizinbehörde die loswerden will, ist, dass das mepsísa-Gen direkt auf den Konvergenzvirus zurückgeführt werden kann. Das "evolutionäre Ziel" ist also hellweisshäutig mit UV-Aufheller, und die Medizinbehörde ist der Ansicht, dass die Mákia bitte ganz natürliche Evolution ohne Einfluss von uralten, lange ausgestorbenen Spezies machen sollen. - Also, wenigstens ab JETZT, denn die gesamte Evolution bisher verlief ja schon unter Einfluss des Konvergenzvirus.
      (Ausserdem ist mepsísa nur eine besonders sichtbare Wirkung des Konvergenzvirus. Viele andere Wirkungen tummeln sich völlig unbemerkt bei viel mehr Leuten.)

      Sprachgeschichtlich zu neu ist die Einwanderung von Teriénna mit viel Melanin. Teilweise werden sie unter mársom einsortiert, teilweise wird von einer Reihe anderer, dunklerer, Blüten geredet, alternativ von Préva, einem Baum mit dunklem Holz, aber noch hat sich kein Vokabel durchgesetzt.

      Ähnlich sieht es bei Vana-Turianern aus, die wandern auch erst seit kurzer Zeit ein. Die Albinos werden, nicht ganz passend (da kein UV-Aufheller), als mepsísa bezeichnet, aber die grauhäutige Mehrheit steht auch ohne einheitliches Wort da. Es gibt viele graue Blüten und einige davon werden als Bezeichnung hergenommen. Zudem ist mir auch Kalóka untergekommen, das ist ebenfalls ein Baum, und dessen Holz ist grau.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.