Sechsundachtzigstes Speedbasteln am 20. März 2019

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    Die diesjährige Olympiade beginnt am 21.7.
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • Tja, mir kam ein kochbücherausräumendes Baby dazwischen, da musste ich noch schnell die Schubladen absichern. ;D

      Aber hier, geringfügig nachgereicht:

      Der Limmarsi-Tempel in Seliaris

      Der Tempel befindet sich gut erreichbar mitten in der Stadt Seliaris, fast in Sichtweite des Kaiserpalastes. Beim Bau allerdings stand erst die Altstadt von Seliaris, etwa fünf Wege entfernt, der Tempel wurde ursprünglich also auf grüner Wiese errichtet. Die Strecke ist schnell zu gehen, aber eiligere oder faulere Tempelbesucher konnten sich der Tempelboote bedienen, wenn sie sie sich leisten konnten und wollten, denn billig waren die Boote nicht. Die Boote existieren nicht mehr, dafür steht vor dem Tempel ein Tor, durch das nur eingelassen wird, wer eine gewisse Summe dafür bezahlt. Im Tempel stehen die von beiden Seiten zur Mitte ausgerichteten Sitzbänke sehr eng, damit möglichst viele Leute Platz haben, trotzdem ist die Anrufungsfläche großzügig und prächtig. Jenseits des Einganges befinden sich kleine Nischen mit den Knochentöpfen der alten Adelsfamilien, sie sind allerdings abgesperrt - die früher übliche Sitte, brennende Hölzchen hineinzuwerfen und um spirituellen Rat zu bitten, nicht mehr gestattet.
      Wer sich umdreht und wieder zum Eingang möchte, wird feststellen, dass er hinaus einen anderen Weg nehmen muss. Dieser führt hinter den Nischen mit Knochentöpfen in einen abgetrennten Erker, in dem früher die Priester, Priesterinnen und Tempelgehilfen sich umziehen oder waschen oder auch etwas essen konnten. Heutzutage allerdings kann man dort nachgebildete kleine Tempelboote und Knochentöpfe sowie großformatige Drucke des Bodenmosaiks der Anrufungsfläche erwerben.
      Sowohl die dadurch erwirtschafteten Summen als auch das Geld, das am Eingang verlangt wird, kommt dem Denkmalschutzamt zugute, das damit Bausubstanz und Kulturschätze pflegt.

      Das Geld der Tempelboote damals wanderte allerdings in die Taschen der Priester und Priesterinnen.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • *Jundurg eine Riesenlobsbeere überreich*

      Ich finde es toll, wie viel du über die Religionen weisst. Auch die Parallelen zu irdischen Religionen sind ja nicht schlecht, die erlauben bestens, einen kritischen Spiegel aufzustellen.
      Ich wüsste aber noch gern, wie der Satz ohne Verb, der mit den Frauen, weitergeht. ;)
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • @Veria

      Ich bin verwirrt. Der Tempel stand ursprünglich auf einer Wiese, aber es gab Boote?
      Die zeitliche Ebene - war mal so, ist heute so - ist cool, nehm ich mir vor, auch mal zu machen, ist auch irgendwie lebensnah, gesellschaftliche Stellung eines Kultes kann sich ändern... Aber die Boote verwirren mich echt.^^

      Jundurg schrieb:

      Frauen haben in der bodnischen Kirche.
      Wie jetzt, das war unklar? ;D

      Ich glaub, da steht tatsächlich schon alles, was ich zur Rolle von Frauen in der Kirche weiß.^^ Ich hab da im Moment noch nicht so wirklich den Durchblick, weil ich einerseits eine patriarchale Religion basteln möchte, andererseits aber Klischees zu Geschlechterrollen in Kirchen etwas brechen möchte. :kopfkratz: Vermutlich werden sie aber stark objektifiziert, weil eine Amme, aus deren Muttermilch eine Gottheit die ewige Jugend gewinnt, etwas das Frauenbild beeinflussen könnte. :fluecht:
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)