Ardanea

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    • Einleitung oder: Was für eine Welt ist das überhaupt?

      Das beseelte Weltenschiff mit der Bezeichnung „Ardanea“ driftet seit Jahrtausenden durchs All. Die Welt ist "eigentlich" eine Fantasy-Welt. Es gibt Drachen, Magie, merkwürdige Kreaturen und Kuriositäten. Das meiste, was ich bisher über sie weiß, betrifft ihre Oberfläche. Die Oberfläche ihrer drei Seiten ist strukturiert wie ein zerklüftetes Labyrinth, von Gebirgsketten gebildet. Es gibt nur einen Kontinent (pro Seite), und der ist von Meer umgeben.
      Ein Element dieser Welt, mit dem sich die meisten Leser vermutlich einfach identifizieren können, sind ihre Bewohner, die Menschen. Es gibt auch andere Spezies, aber deren Schicksal und Geschichten habe ich noch nicht aus deren Sicht erforschen können.
      Ardanea hat Aspekte, die für manchen unangenehm oder abschreckend sein mögen - beispielsweise die Tatsache, dass die Welt von zahlreichen Spinnen verschiedenster Art bevölkert ist.
      Doch wer mit Spinnen nichts anfangen kann, der mag sich an Ardaneas bunter Vogelwelt erfreuen. Oder an anderen drolligen Kreaturen, die sich nicht recht einordnen lassen.

      Auch wenn das meiste, was ich über Ardanea schreiben werde, sich (zunächst?) vermutlich auf ihre Außenwelt beziehen wird, möchte ich doch die Innenwelt nicht unerwähnt lassen. Unter Schichten von Erde, Wurzeln, Stein und Gebein befindet sich Nimru. Das Herz der Welt. Stadt der Lemroi, nimmerstill. Es drehen sich die Zahnräder klackend, große Zahnräder ächzen, kleine quietschen. Manch Lemroi ist auf schweren Rädern rumpelnd unterwegs, andere auf vielen klickenden Beinchen, andere klingen melodisch metallen hämmernd wie ein gehendes oder rollendes Glockenspiel. Mit surrenden, klickenden Stimmen schnarren die Lemroi, auch das Pusten von Dampf gehört zu ihrer Sprache, wenn sie zornig sind.
      Man hört jedoch auch tiefe Töne ähnlich einer Klarinette, von orgelflötenartigen Kommunikationsausgängen. Es riecht nach Öl und Rost. Es ist eine Welt der Maschinen.


      Die Weltkarte Ardaneas



      Diese Karte zeigt eine der drei Seiten Ardaneas. Dies ist die mir bisher bekannte Welt.
      Es sind nicht alle Orte eingezeichnet - und nicht über alle, die eingezeichnet sind, weiß ich schon etwas.



      Wo kommt sie her, wo geht sie hin?

      Ich weiß nicht, woher Ardanea kommt und wo ihre Reise enden wird. Etwa im Jahr 2000 fing ich an, an der Welt zu basteln. Damals hieß sie noch anders und hatte auch noch nicht ihre heute bekannte Form. Doch es war stets diese Welt, die ich nur weiter geformt habe und nach deren Namen ich lange suchen musste. Sie ist lange Zeit ohne mich durchs Welten-All getrieben, und ich glaube, sie hat sich teilweise auch ohne mein Wissen verändert. Vielleicht hilft diese kleine Präsentation (work in progress), sie wieder ein wenig kennen zu lernen und herauszufinden, was ich bisher übersehen, nicht erkannt oder nicht verstanden habe.

      Zudem muss ich gestehen, dass in der Zwischenzeit andere Welten meine Aufmerksamkeit und Begeisterung auf sich zogen und ich mit vielem, was ich noch über Ardanea weiß, heute auch nicht mehr so glücklich bin. Ich will sie weiter entwickeln und verändern, um vielleicht mich selbst irgendwann auch wieder mehr für sie zu begeistern.

      Möglicherweise werde ich hier zukünftig eher unstrukturiert spontane Ideen ergänzen (ähnlich wie bei U42*), aber ich werde versuchen, für etwas Übersicht zumindest ein Inhaltsverzeichnis anzulegen, sobald ich das Gefühl habe, es lohne sich.
      nobody.

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    • Yrda

      Die Mutterspinne, die das Werdende webt. Ihre Eier, in der die noch ungeschlüpften Ichs der Sterblichen von innen an der Schale kratzen.
      Sich selbst noch nicht kennend.
      Die Seelen der Lebenden wohl geborgen in der Daseinsebene einer Kreatur, die zum Fürchten ist mit all ihren Augen, die alles sehen;
      die auf ihren staksenden und prüfenden Beinen schreitet, die den mächtigen Spinnenleib von Schicksal zu Schicksal tragen.

      Um die werdenden Seelen herum gedeihen mit ihnen Ideen und Ängste. Wachsen mit ihnen. Öffnet ein werdendes Ich im Traum die Augen, fängt es
      Ideen, Visionen oder Ängste ein, die es für den Rest seines Lebens begleiten. Die es weitergibt an sein morgiges Ich, wenn es zum gestrigen wird.
      Manches verliert dabei den Verstand.

      Auch im Sein, im Jetzt, ist Yr da. Mit noch viel mehr Augen. Kleinen Spinnenaugen auf vielzähligen Körpern, Augen die alles sehen.
      Unsichtbar im Dunkel.

      Einen akkustischen Eindruck von Yrda gibt es von Jundurg: Die Weberin





      An der Oberfläche
      ... ist Yrda keine Unbekannte, auch wenn man dort nicht ahnt, was sie wirklich ist.
      Es gibt jene, die sie als Göttin preisen. Die in jeder Spinne ein Bildnis Yrdas sehen. Tatsächlich sieht Yrda auch mit dem Augen jeder Spinne.
      Sie wird als Weberin des Schicksals angebetet und gefürchtet. Und als Seherin. Ihr Reich ist die Zukunft, das was sein wird, aber auch die Alpträume und Ängste. Das, was ist, beobachtet sie; das, was sein wird, formt sie. Das, was sein wird, befindet sich auf einer anderen Seite Ardaneas. Das Labyrinth der uns bekannten Welt ist auch dort zu erkennen, doch es verändert sich stetig, sodass es wenig Sinn hat, es zu kartographieren.
      Yrda ist es, die die Labyrinthstrukturen der Welt ursprünglich geformt hat. Kaum noch erkennbar erfüllte dieses Labyrinth einst die Funktion eines Spinnennetzes. Yrda war und ist die Wächterin.
      In der Mitte dieses steinernen Spinnennetz-Labyrinths ist noch immer etwas gefangen, worüber die alte Spinne wacht.


      Innenwelt:
      Yrda ist die Seele des Weltenschiffes Ardanea. Sie war von Anfang an da.
      Yrda ist eine künstliche Intelligenz, eine KI, die die Gestalt einer Spinne angenommen hat. Sie kann sich auch ohne diesen metallenen Spinnenkörper mit seinen dürren Beinen und fleischigen Schläuchen rein "geistig" auf unsichtbaren Spinnenfäden durch die Welt bewegen. Aber in ihrem Reich hat sie die Form einer achtbeinigen Maschine.
      nobody.

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