[Golvangar] Diverse Bilder

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    • [Golvangar] Diverse Bilder

      (Falls ich das falsche Unterforum benutzt habe: Bitte verschieben)

      Ich wollte diesen Post eigentlich mit einem Bild beginnen, um zu zeigen, was Golvangar ist.
      Nun hat sich aber herausgestellt, dass das Motiv doch etwas größer und komplexer wird, als anfangs gewollt. Und da ich mittendrin auch feststellte, dass einige der Götter, die ich im Motiv mit verbauen wollte, schon seit Jahren auf ihr Redesign warten, mach' ich das doch mal glatt.

      Bei meiner Motivation wird es sich beim eigentlichen Bild um Jahre handeln, aber bis dahin werde ich eben einfach die neu designten Götter und eventuell auch ein paar andere Figuren und Kreaturen zeigen. Dazu werde ich auch immer ein wenig erzählen, wenn auch nur sehr grob angerissen. Das wird man später alles auf der Website genauer nachlesen können.

      Eines vorweg, da ich öfters darauf zugreifen werde, wenn ich ein paar Details zu den Bildern schreibe (und ich setze das in einen Spoiler, weil's ja sein kann, dass hier wer ist, der einfach nur die Bilder sehen will):
      Nötiges Vorwissen

      Golvangar ist keine Welt, sondern eine Art Multiversum. Allerdings eines ohne alternative Zeitlinien und vor allem ohne Zeitreisen. Vielleicht bin das nur ich, aber ich habe das Gefühl, dass der Begriff mit diesen Konzepten bereits so vorbelastet ist (die ich übrigens zum Weglaufen finde), dass ich das extra erwähnen muss. Da stecken jedenfalls mehrere Welten nebst einiger "Ideenfetzen" drin, weil ich meine zig Einzelwelten und losen "Fetzen" irgendwie kanonisch miteinander verbinden wollte und mir dachte, dass dies die beste Methode ist.

      Wie das Konstrukt in seiner Gesamtheit aussieht, werde ich wie gesagt erst später zeigen können.

      Golvangar gingen zuvor zwei Welten voraus, bevor es entstehen konnte. Alle drei hängen also chronologisch zusammen, die Arbeiten dazu begannen etwa 2003. Manche Ideen und Konzepte dazu habe ich allerdings auch noch aus den 90ern mitgenommen.

      Es gab:
      * Die Erstwelt, in der die Materie begann und die Realität noch sehr "weich" war. Das heißt, sie konnte in einem gewissen Rahmen durchaus noch von sehr mächtigen Lebensformen "mitgestaltet" werden. Heute werden diese Kreaturen als Protogötter bezeichnet, obwohl diese Bezeichnung falsch ist, da sie nicht göttlicher Natur waren.
      Fast alle dieser Kreaturen wurden später zu kosmischen Variablen bzw. Naturgesetzen umgeformt.

      * Die Zweitwelt, die von einer der Erstwelt-Kreaturen erschaffen wurde. Nachdem die Erstwelt nicht mehr war, hat besagte Kreatur die Existenz ansich gekapert, sich selbst zum Übergott ernannt und sich dann - nachdem er die Existenz in eine völlig unpassende Form gepresst hat - eine Wunschwelt gebaut, weil er es satt hatte, als Loser und Feigling dazustehen. Stellt ihn euch in etwa wie jemanden vor, der rein charakterlich und emotional nicht nur völlig verkracht, sondern auch noch absolut kritikunfähig, schrecklich nachtragend und insbesondere rachsüchtig war und zu allem Überfluss an göttliche Macht kam. Dadurch solltet ihr euch in etwa vorstellen können, wie er seine eigene Welt verheert und terrorisi-, äh ich meine, "verwaltet" hat.
      Die Zweitwelt ist heute nur noch als der "Alptraum" bekannt, aus ersichtlichen Gründen.

      * Zuletzt entstand dann endlich Golvangar als das Multiversum, das eigentlich schon seit der Erstwelt geplant war, hätte der Übergott nicht dazwischengehauen und alles zunichte gemacht. Golvangar konnte erst entstehen, nachdem die Zweitwelt buchstäblich auseinander brach und besagter Gott dabei starb. Das gesamte Konstrukt wird auch als "der Traum" bezeichnet, was aber nicht auf die Goldwaage gelegt werden sollte. Genau wie beim "Alptraum" ist das im Fall von Golvangar einfach nur ein Wort (so wie Kosmos) und hat nichts damit zu tun, dass eine höhere Entität daliegt und schläft.

      Sowohl die Erst- als auch Zweitwelt und auch Golvangar werden seit gut 16 Jahren von mir und meinem Spielpartner bespielt. Heißt, ich ziehe das Drum und Dran samt Lore hoch und dann erstellen wir uns Charaktere, um dort herumzuspringen. Dabei sind oft einige sehr coole Figuren und zusätzliche Details rumgekommen, die ich heute nicht mehr missen möchte.


      Gut, jetzt endlich zu den Bildern, wenn auch erstmal nur einem. Den Anfang macht der hier: Reloran

      (Ich bin mit der Beleuchtung nicht ganz zufrieden, aber ich habe auch kaum Übung darin. Mache das fast nie)

      Er entstand in der Zweitwelt und war dort ein sogenannter niederer Gott, was im Prinzip nur eine Realitäts-Anomalie war bzw. ein Nachhall der Erstwelt. Sprich, diese Gottheiten waren nicht eingeplant und auch unerwünscht, ergo ein Bug (kein Feature).
      Als Gott der Heilung "heilte" er die Leute anfangs, indem er sie gebissen hat. Später bekam er dann eine Menschengestalt, nachdem er neue Gläubige gefunden hatte, was eine Eigenheit dieser Art von Gott ist. Würden die Gläubigen auch nur irgendwie auf die Idee kommen, dass ihr Gott auf einmal wie Dieter Bürgy aus der alten Calgonwerbung oder wie eine Schachtel Ernte23 aussieht, dann würde der etwas später tatsächlich so aussehen, egal, was der davon hält.

      Er sollte von Anfang an vernichtet werden, aufgrund folgenden "Verbrechens": Er vergab jedem. In der Welt eines Übergottes, der Kontrollverlust über alles hasste und in kulturschaffenden, denkenden Geschöpfen, die ihn jederzeit hinterfragen oder kritisieren könnten, von Anfang an einen infamen Regelbruch sah, der bis ins letzte Glied vergolten gehörte, war das denkbar schlecht.
      Dass der Übergott besagte "Regelbrüche" nicht einfach von vornherein verhindern konnte, zeigt nur, wie handlungsunfähig er war.

      Reloran schaffte den Übergang nach Golvangar, stieg dort zu einem richtigen Gott auf und bekam auch seine alte Form zurück, wobei die Flügel neu sind. Dummerweise zerbrach kurz darauf sein Klerus, da manche Hohepriester angepisst darauf reagierten, weil er sich in seinem Wesen nicht mehr nach Belieben verformen und somit instrumentalisieren ließ, wie sie es gerade brauchten und sich deshalb von ihm "verraten" fühlten.

      Ich rechne bereits damit, dass der Beitrag hier samt Zeichnung von jemand Bestimmten im Gastmodus abgegriffen und mal wieder irgendwo in einer Facebook-Gruppe oder dergleichen als "eigenes Werk" hochgeladen wird. Aber damit werde ich - leider - leben müssen, auch wenn mir jetzt schon wieder das kalte Kotzen kommt.
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    • Reloran sieht großartig aus! Meinen Geschmack hast du damit jedenfalls getroffen.

      Der weiße Schwanz geht dann irgendwie in Symbole über, da kann ich nicht erkennen, was dort eigentlich ist. Ich denke, das gehört wohl so. :) So eine Ambivalenz zwischen konkret und abstrakt? Passt ja gut zu einer Gottheit.

      Die Hintergründe zu Erstwelt und Zweitwelt finde ich sehr spannend. Ich hab ja auch eine Multiversum-Welt, mit der ich aber hint' und vorn' nicht mehr zufrieden bin, also... vllt gibt mir, über deine Welt zu lesen, mal den nötigen Tritt, mich darum zu kümmern. Jedenfalls fühl ich mich im Bezug zu deiner Welt zielpublikumesk.^^

      Erstwelt - entstanden deren Bewohner gleichzeitig mit der Welt, oder aus dieser, oder umgekehrt?

      Zweitwelt - die Bruchstücke, fliegen die noch wo herum? Und wie ist es so, eine Alptraumwelt zu bespielen? (Damit hätte ich irgendwie nicht gerechnet, als ich die Beschreibung erst gelesen hab.)

      Eisenteddy schrieb:

      da manche Hohepriester angepisst darauf reagierten, weil er sich in seinem Wesen nicht mehr nach Belieben verformen und somit instrumentalisieren ließ
      Vorher konnte er das nicht, nachher schon? Wie kam es dazu, dass er sich nun nicht mehr verformen lassen muss?
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    • Jundurg schrieb:

      Der weiße Schwanz geht dann irgendwie in Symbole über, da kann ich nicht erkennen, was dort eigentlich ist. Ich denke, das gehört wohl so. So eine Ambivalenz zwischen konkret und abstrakt? Passt ja gut zu einer Gottheit.
      Für dich habe ich die Flügel mal ausgeblendet: Reloran ohne Flügel

      Jundurg schrieb:

      mit der ich aber hint' und vorn' nicht mehr zufrieden bin
      Das ist schade. Darf ich fragen, woran das liegt?

      Jundurg schrieb:

      Erstwelt - entstanden deren Bewohner gleichzeitig mit der Welt, oder aus dieser, oder umgekehrt?
      Die entstanden irgendwann, nachdem die Erstwelt schon da war. Dabei muss ich sagen, dass die Erstwelt sich geschichtlich in einem ewigen Zyklus wiederholt hat. Das heißt, sie entstand, verging wieder und dann entstand sie wieder neu, nur diesmal mit minimal abgeänderten Details, woraus dann mit den folgenden Äonen immer mehr Komplexitäten hinzu kamen.
      Als dann irgendwann die Zweitwelt losgetreten wurde, hing die im Zyklus mit drin. Das heißt also, nach dem Niedergang entstand zunächst die Erstwelt wieder, dann folgte die Zweitwelt und nachdem diese unterging, fing alles wieder von vorne an. Dieser Zyklus konnte erst durchbrochen werden, als die richtigen Gegebenheiten vorhanden waren, um Atreyu (das ist der Name des "Übergottes") auszulöschen, bevor er alles kapert und die Zweitwelt erschafft.
      Erst danach konnte Golvangar entstehen, so wie es von Anfang an geplant war.

      Dieser ewige Zyklus hatte auch die Eigenart, dass die vorherigen Inkarnationen der Zweitwelt als Nachhall noch irgendwo im Äußeren herumschwirrten. Und da mit jedem neuen Zyklus auch wieder genau dieselben Personen auf den Plan traten, nur dass sich auch ihr Leben in minimalen Details geändert hatte, konnten sie diesen "Nachhall" manchmal empfangen.
      Es ist dieser Effekt, wenn einem der jetzt gelebte Moment auf einmal schwer bekannt vorkommt und man sich bombenfest sicher ist, dass gleich dies und jenes passieren wird - nur dass es dann eben doch nicht passiert.

      Im RL haben wir genau den gleichen Effekt, nur dass Déjà-vus meines Wissens nach von einem Verarbeitungsfehler im Gehirn ausgelöst werden, nicht von einem kosmischen Nachhall, der uns glauben lässt, uns würde gleich etwas aus einem vergangenen Zyklus widerfahren, der so überhaupt nicht mehr stattfinden kann.

      Edit zum Alptraum: Das war ursprünglich gar nicht so geplant und hatte sich mit der Zeit organisch so ergeben. Und eigentlich war es nur das Resultat daraus, weil irgendwann hinterfragt werden musste, warum die Zweitwelt eigentlich so grausam war.

      Jundurg schrieb:

      Zweitwelt - die Bruchstücke, fliegen die noch wo herum? Und wie ist es so, eine Alptraumwelt zu bespielen? (Damit hätte ich irgendwie nicht gerechnet, als ich die Beschreibung erst gelesen hab.)
      Nein, die Zweitwelt ist seit Golvangar nur noch ein Echo. Die einzigen Bruchstücke, die nach dem Übergang noch real vorhanden waren, waren die seelischen Schäden, welche die Überlebenden und auch vereinzelte Töchter Atreyus davongetragen hatten. Letztere gehörten während der Zweitwelt zum herrschenden Pantheon und hatten alle ihre eigenen Religionen (zumindest solang diese konzeptionall in Atreyus Kram passten). Das hieß aber lange nicht, dass sie nicht auch unter dem gelitten hatten. Man weiß ja, wie das mit Tyrannen ist.

      Jundurg schrieb:

      Vorher konnte er das nicht, nachher schon? Wie kam es dazu, dass er sich nun nicht mehr verformen lassen muss?
      Niedere Götter basierten auf einer sogenannten formbaren Glaubensseele und entstanden nur dann, wenn genug Leute ihren Glauben auf denselben spezifischen Punkt richten. Das war sozusagen eine Nachwirkung der Erstwelt, als die Einzelkreaturen die Realität noch im gewissen Rahmen mitgestalten und damit leicht verformen konnten.
      In der Zweitwelt hingegen war das wie erwähnt ein ungewollter Nebeneffekt bzw. ein Bug und einfach nur ein Anzeichen dafür, dass Atreyu seine Form der Realität nicht unter Kontrolle hatte.

      Man kann also durchaus sagen, dass Niedere Götter zwar eine grundlegende Wesenheit in ihrer Glaubensseele hatten, diese aber je nach Bedarf zu einem gewissen Grad abgewandelt werden konnte, wenn die Priester fanden, dass das so zu sein hat. Das Aussehen wiederum gehörte nicht dazu und konnte sich nach Gutdünken ändern. Und jeder Niedere hat das nur deshalb mit sich machen lassen, weil er ohne Glaube sonst verblasst und futsch gewesen wäre.
      "Richtige" Götter sind vor sowas sicher, weil sie nicht an Glauben hängen wie an einem Tropf.

      Den Ausgang des KLerus in Golvangar hatte ich so ausgewürfelt, weil ich mich nicht entscheiden konnte, was passiert. Und ich fand den Bruch eigentlich ganz witzig, weil es in der Zweitwelt diesen alten Vorwurf gab, dass Niedere ausschließlich nur deshalb entstanden, weil deren Gläubige nur an einem üppigen Wunschkonzert ohne Pflichten und Verantwortung teilnehmen wollen, statt sich mit unbequemen Lebensabschnitten auseinanderzusetzen.
      Das war unter dem Gesichtspunkt, wie viel in der Zweitwelt schief lief, eigentlich hässliche Häme, aber ein bisschen Wahrheit steckte dann wohl doch drin.
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    • Freut mich, hier im Weltenkunstforum mal wieder was zu sehen. Du bist mit deinem Beitrag hier überhaupt nicht falsch - die anderen (inkl. mir) sind nur untätig und faul. :P edit: Wobei: Eigentlich gehört es wohl in "Visuelle Kunst", aber dieses Unterforum ist so neu dass es da wohl noch etwas Kuddelmuddel gibt.

      Die Zeichnung gefällt mir. Zum Thema Beleuchtung: Ich finde ja, dass die bei solchen eher ikonischen (wenn man so will) Darstellungen gar nicht so wichtig ist. Man könnte es auch als Farbkonzept betrachten, wo Beleuchtung eher störend/ablenkend sein könnte.

      Hat die Ringform, die der Körper bildet, eine besondere Bedeutung? Ich mag es wie sie die Pose der Zunge wiederholt. ;) Und den hyänenhaften Ausdruck.

      Zugegeben, bei den Flügeln musste ich auch zweimal hinschauen, wie das jetzt "gemeint" ist, aber ich hab's dann erkannt - insbesondere als mir wieder einfiel, dass du "neue Flügel" erwähntest. Wie kam er zu diesen Flügeln?
      nobody.
    • Yrda schrieb:

      Hat die Ringform, die der Körper bildet, eine besondere Bedeutung? Ich mag es wie sie die Pose der Zunge wiederholt.
      Ja. In der Geschichte hat sich die Aussage "Alles kommt, wie es kommt" etabliert, was auch gern mit "Alles ist ein Kreis" interpretiert wird. Im Fall Relorans drückt es einfach nur aus, dass er zu seinen Ursprüngen zurückkgekehrt ist (Gestalt), als auch seine alten Fesseln abgestriffen hat, nachdem alles zum Ganzen kam (Flügel). So nach dem Motto "Da sind nun Flügel, also flieg!".

      Yrda schrieb:

      Wie kam er zu diesen Flügeln?
      Diese spezifische bzw. abstrakte Art von Flügeln sind hier einfach nur ein Merkmal von vollendeter Göttlichkeit.

      Ich kann jetzt einfach nur hoffen, dass mir die nächsten Bilder schneller von der Hand gehen. Zur Zeit fehlen einfach zu viele Einzelfiguren und Entitäten und damit auch ihr Wirken, was - wenn man das als jemand liest, der keine Ahnung von Golvangar hat - eigentlich nur zu Kontinuitätsfragen führt. Stichwort, wie kommen Götter der Zweitwelt nach Golvangar, wenn erst Atreyu ausgelöscht werden muss, ohne den sie überhaupt nicht erst da gewesen wären.
      Das kriege ich mit der Zeit hoffentlich einigermaßen hin. Will das alles nicht ohne Bilder erklären, sonst hat man hier nur ein riesen Brett an Textwüste.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eisenteddy ()

    • Ist da jemand ein kleinwenig von der Unendlichen Geschichte inspiriert? :D

      (musste bei Reloran schon ein bisschen an den Glücksdrachen denken, weil haarig und weiß, aber ich war mir aufgrund des eigenständigen Designs nicht sicher :D)

      Freue mich auf mehr Bilder.
      Da es als externer Link eingebunden ist, ist es doch eh (auf den ersten Blick) eine Textwüste, unabhängig davon, wie viele Bilder du postest. ;) Aber ich verstehe das Problem mit dem Bilderdieb, der sich mit fremden Federn schmücken will (PFUI! wenn du hier mitliest!) und natürlich eher aufmerksam würde, wären die Bilder hier direkt angezeigt ... :zeter:
      nobody.
    • Yrda schrieb:

      Ist da jemand ein kleinwenig von der Unendlichen Geschichte inspiriert?
      Ein klein wenig. Ich bin mit Michael Ende aufgewachsen und mag es einfach, wie er seine Settings aufgebaut hat (als Kind wollte ich immer Lukas der Lokomotivführer sein, weil der nicht nur eine tolle Dampflok hat und stark genug ist, um Eisenstangen zu verbiegen, sondern weil er auch einen Looping spucken kann. Coolste Fähigkeit überhaupt).

      Ich werde mir dann mal Mühe geben. Danke für das Interesse.
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    • Okay. Was jetzt kommt, wollte ich eigentlich in Verbindung mit einer zweiten Zeichnung machen. Bei der komme ich aber nicht weiter (Faulheit) und dazu spiele ich seit einer Weile auch noch viel zu viel und vor allem zu oft Rimworld...

      Wie dem auch sei.

      Laigon
      Wie man sieht, ist das schon seit Ende Juni fertig. Das ist mir fast schon peinlich.

      Das hier ist jedenfalls die höchste Entität Golvangars. Den zu erklären (und vor allem in wenigen Worten) ist etwas schwierig und für mich auch nicht ganz einfach. Ich versuche es aber mal möglichst knapp, wenn auch in Stichpunkten. Das ist für mich in so einem Fall einfacher zu strukturieren.
      Ich hoffe, es ist nicht allzu verwirrend.

      Generelles

      • Wenn man es ganz genau nimmt, war er ursprünglich nicht die allerhöchste Entität. Es gab bis vor der Entstehung Golvangars noch eine, die über ihm stand. Die hatte aber weder eine Form oder ein Bewusstsein, noch dachte oder fühlte sie. Die existierte praktisch einfach nur so vor sich hin bzw. war einfach nur "da". Die befand sich auch in einem ewigen Auf und Nieder der Existenz. Hieß, sie entstand, "erblühte", "verwelkte" irgendwann, "starb" und dann stieß sie sich von selbst aufs neue an. Danach ging alles wieder haargenau gleich von vorne los. Praktisch die ewige Wiederholung der Eintönigkeit. Ab und zu hatte sie jedoch mal "Schluckauf", was über mehrere Zyklen dazu führte, dass überhaupt erst sowas wie Materie und daraus wiederum Dinge entstanden sind.
      • Laigon ist seit Golvangar sozusagen eine Entität, an die Götter glauben. Einfach nur, weil er existiert.
      • Sein Name ist eigentlich ein Transkript der Schwingungen, die von ihm ausgehen, und übersetzt heißt es schlicht "Alles".
      • Besagten Namen hat er sich nicht selbst gegeben, das waren die frühen Wesen der Erstwelt. Deren Namensverständnis berufte sich hauptsächlich darauf, wie Dinge "klingen". Das hat jetzt nichts mit stimmlichen oder sonstigen körperlichen Geräuschen zu tun, vor allem da das Konzept der Sprache ansich erst sehr viel später von einem dieser Wesen erfunden wurde. Aber ich schneide das Thema hier besser nicht weiter an, weil das zu viel auf einmal ist und auch gar nicht hier rein passt.
      • Er hat sich auch das Aussehen nicht selbst gegeben.
      • Ursprünglich entstand er als eine Art Avatar, weil die Wesen der Erstwelt sich die große Entität über allem haargenau so vorgestellt hatten. Also sah er eben so aus und "hieß" auch so, wie sie es sich vorgestellt hatten. Das ist praktisch derselbe Vorgang wie bei Niederen Göttern, den ich weiter oben beschrieb, nur auf ultimativen Steroiden. Bis heute sieht Laigon auch keinen Grund, um irgendwas an seinem Aussehen oder Namen zu verändern.
      • Seine Körpergröße ist variabel. Das heißt, er wächst je größer der materielle "Raum", in dem er sich bewegt, ist. Während der Zweitwelt stand mal eine der hohen Göttinnen vor ihm, die selbst schon an die vier Meter hoch war. Und sie war entsetzt darüber, dass sie ihm gerade mal bis zur vorderen Fußkralle ging.
      • Er ist eigentlich geschlechtslos. Laigon wird nur deshalbals als "er" bezeichnet, weil er so aussieht und auch so klingt. Das Konzept der Geschlechter wurde auch erst später von einem Wesen der Erstwelt erfunden, daher interessiert er sich auch nicht großartig dafür. Rein sprachlich könnte man ihn auch als "sie" oder "es" oder meinetwegen auch als Tupperware bezeichnen. Das wäre ihm völlig gleichgültig, da das für ihn nur Worte sind (was auch nicht seine Erfindung war) und damit ist das für ihn bedeutungslos. Ungefähr genauso wie Zeit.
      • Generell funktioniert er sehr roh bzw. archaisch. Mit einem modernen (menschlichen) Bewusstsein hat seines nicht viel zu tun.
      • Stichwort Sprache: Er verständigt sich kaum über Worte, weil das Konzept ansich für ihn völlig unnatürlich ist. Aber wenn er es tut, dann spricht er so dermaßen kryptisch, dass er nur schwer zu verstehen ist. Gerade die neuen golvangarischen Götter fragen sich heute immer wieder, ob Laigon nur deshalb so spricht, weil er es nicht anders kann, oder ob er einfach nur kein Interesse daran hat, es "richtig" zu tun. Das Problem für die Götter wiederum ist, dass sie sich mit Laigon eben nur über Worte verständigen können, weil sie nicht dazu in der Lage sind, seine natürliche Form der Verständigung zu begreifen.
      • Seine Stimme ist auch eine Sache für sich. Eigentlich ist die "Stimme" ein Gemisch aus vier verschiedenen Geräuschen.
        - Die Erste klingt wie eine relativ normale, tiefe Stimme, wenn auch mit einem leichten Grollen im Hintergrund.
        - Die Zweite ist eine schwer verzerrte Version der ersten Stimme und hängt ein bisschen hinterher.
        - Die Dritte ist ein leises, weit entferntes Heulen im Hintergrund.
        - Die Vierte klingt wie eine flüsternde, eher weibliche Stimme, wobei diese ebenfalls der ersten Stimme hinterher hinkt.
        Wenn Götter Kontakt mit ihm aufnehmen, ist das für diese ein wenig unangenehm, da Laigons "Stimme" aus allen vier Himmelsrichtungen auf einen runter gedonnert kommt und er dabei auch seinen Kiefer nicht bewegt. Der Umstand, dass er auch kaum Mimik besitzt, macht das nicht grade besser.
      • Das weiße Feuer auf ihm ist rohe Materie, entsprechend viel "Druck" geht auch von ihm aus. Allein Götter fühlen sich schon leicht erdrückt, wenn sie ihm gegenüber stehen. Würde es hingegen ein Sterblicher machen, würde dessen Körper vermutlich sofort perforieren. Selbst wenn ein sterblicher Körper aus irgendwelchen Gründen den Druck überleben würde, würde der Sterbliche ansich letztendlich wahnsinnig werden, da der sterbliche Verstand viel zu fragil ist, um das Geschöpf Laigon an sich angemessen zu verarbeiten.
      • Von Laigon geht sowohl alles an Materie als auch das Prinzip der golvangarischen Naturgesetze aus (er ist praktisch eine Entschuldigung dafür, warum ich mir eigene Gesetze gebastelt habe, die genau das machen, was ich will und mich eben auch genauso - stellenweise massiv - einschränken, wie ich es will).


      Das alles war zwar jetzt sehr grob, aber trotzdem immer noch ungünstig viel. Aber ich hatte ja vorgewarnt. Und ich hoffe erneut, dass es nicht allzu verwirrend geschrieben ist.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eisenteddy ()

    • Ich denk da mal drüber nach und schreib vielleicht später noch was dazu.

      Das Bild ist cool.
      Das einzige, was mir da aufgefallen ist, dass der Hintergrund, weil fast Ton in Ton, die Erkennbarkeit von Laigon ein bisschen erschwert. Zur Atmosphäre allerdings passt er.
      "Die Leichen der Euren werden genügen diese Ebene in Calislad, die Knochenebene, zu verwandeln. Ich sage euch noch einmal: geht!, hier und zwischen diesen Bäumen wartet nur der Tod auf euch.“
    • Ich find das Bild einfach nur großartig. :o

      Ich habe beim Rücken das Gefühl, dass da eine Welt aus ihm herauswächst...

      Eisenteddy schrieb:

      - Die Erste klingt wie eine relativ normale, tiefe Stimme, wenn auch mit einem leichten Grollen im Hintergrund.
      - Die Zweite ist eine schwer verzerrte Version der ersten Stimme und hängt ein bisschen hinterher.
      - Die Dritte ist ein leises, weit entferntes Heulen im Hintergrund.
      - Die Vierte klingt wie eine flüsternde, eher weibliche Stimme, wobei diese ebenfalls der ersten Stimme hinterher hinkt.
      Hast du das mal ausprobiert als Soundeffekt zu erstellen? Klingt ja sehr spezifisch.
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    • Yelaja schrieb:

      Das Bild ist cool.

      Jundurg schrieb:

      Ich find das Bild einfach nur großartig.
      Vielen Dank.

      Jundurg schrieb:

      Hast du das mal ausprobiert als Soundeffekt zu erstellen? Klingt ja sehr spezifisch.
      Ich hatte tatsächlich mal einen erstellt. Der war aber mehr für meinen langjährigen Freund und gleichzeitig Mitspieler gedacht, damit er sich das leichter vorstellen kann. Ich habe da so ein Problem, dass meine Augen zwar sehr gut funktionieren, aber extrem langsam dabei sind, "Daten zu übertragen", während gleichzeitig mein Hör-, Tast- und Geruchssinn völlig übersteuert sind. Dadurch agiere ich eher wie ein Blinder, obwohl ich keiner bin. Gerade Geräusche und Erschütterungen haben bei mir eine wesentlich höhere Priorität als Sichtbares.

      Kann sein, dass das durch die Umerziehung zur Rechtshändigkeit entstanden ist, weil diese Probleme neben meiner Gesichtsblindheit erst danach auftraten. Mir wurde vor einer Weile erklärt, dass das Gehirn dabei offenbar mindestens genauso beschädigt wird wie bei einem starken Schlaganfall oder einer schweren Kopfverletzung, weshalb das heute unter Körperverletzung fällt.
      Sehr faszinierend, allerdings auch am Thema vorbei. Also höre ich damit besser auf.
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    • Sehr schicke Entität. Sieht sehr mächtig und gewaltig aus. Gefällt mir sehr gut.
      "Barbarism is the true nature of mankind. Civilisation is unnatural!" - Conan
      "Das ist KEIN Müll! Das ist MEINE WELT!" - Rilli
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      Deviant Art | Logan's Fantastische Welten

    • Mir gefallen die vielen Runen/Symbole überall und wüsste gern, was sie im Einzelnen bedeuten. Besonders die an der vorderen, linken Schulter sind dir hervorragend gelungen, weil die filigranen Detailzeichen je von einem Hauptsymbol eingefasst sind. Dadurch sieht es nach System aus und man ist geneigt zu glauben, dass eine Bedeutung dahinter steckt. Bei den Zeichen an seinem hinteren, linken Bein z.B. kommt dieser Eindruck weniger auf.

      Du schreibst zwar, dass seine Größe variabel ist, aber seine Pfoten erwecken bei mir sofort den Eindruck eines Riesentieres. Ändern sich die Proportionen seines Körpers gemäß seiner aktuellen Körpergröße?

      Insgesamt ein sehr immersives Geschöpf und sehr kunstfertig designt. Nur das Gesicht reißt mich aus der Immersion. Du schreibst, Laigon hat einen von Menschen stark abweichenden Verstand, aber sein Gesicht ist höchst menschlich. Ich denke, es würde seiner metaphysischen Natur gut tun, ein befremdlicheres, vielleicht sogar animalisches Gesicht zu tragen.
    • Saavedro schrieb:

      Dadurch sieht es nach System aus und man ist geneigt zu glauben, dass eine Bedeutung dahinter steckt.
      Den gibt es tatsächlich, um nicht zu sagen, tatsächlich "sagen" sie alle etwas auf. Mir fehlt nur leider die Muse dazu, das genau aufzudröseln, weil das sehr viel Text werden würde, um unter Anderem dann auch das innere Gefüge Golvangars ansich zu erklären. Ich fürchte, damit werde ich warten müssen, bis ich das alles endlich mal fein säuberlich in mehrere Texte verpackt habe. Anders hat das für mich momentan leider nicht viel Sinn.

      Saavedro schrieb:

      Ich denke, es würde seiner metaphysischen Natur gut tun, ein befremdlicheres, vielleicht sogar animalisches Gesicht zu tragen.
      Nun, was soll ich sagen. Ich liebe Sphingen und finde, dass diese heutzutage leider viel zu selten genutzt werden - zumindest nach dem, was ich gesehen habe.

      Dass Laigons Gesicht allerdings menschlich ist, hat einen innergeschichtlichen Zweck, der unter Anderem auch schon oft dazu geführt hat, dass Rassen, die halbwegs menschlich aussehen, sich in der Regel grundsätzlich immer als "Geschenk Gottes" betrachteten, weil sie Laigon zumindest im Gesicht her ähnlich sind. Was wie wiederum dazu brachte zu denken, dass sie besondere Ansprüche und damit auch mehr Rechte hätten als alle anderen.

      Tatsächlich sind Menschen während der Zweitwelt auch nur deshalb entstanden, weil Laigon für Golvangar ursprünglich vorsah, dass das Licht während Tag und Nacht von einer Reihe an Ätherwesen auf die Welten gebracht wird, welche die vielen Welten im Multiversum umrunden. Ich benutze bis auf eine Ausnahme keine Planeten und somit auch keine Sonnensysteme, deswegen.
      Besagte Ätherwesen sahen wie eine Art Schlange mit halbwegs menschlichem Gesicht aus, was rein von den Naturgesetzen sogar die ideale Form für ein nicht-fleischliches Geschöpf ist: Ein schuppiger, bevorzugt vierbeiniger Körper mit menschlichem Körper, so wie Laigon auch aussieht, da die Materie ansich eben auch von ihm selbst kommt.

      Nun hatten diese Ätherwesen seit der Erschaffung der Zweitwelt aber keinen weiteren Zweck. Und da Atreyu den Neuerschaffungsprozess unterbrochen hatte, war die Zweitwelt auch immer noch von einer Leere umgeben, durch die eben diese Welt langsam aber sicher stranguliert wurde. Besagte Ätherwesen (an der Stelle nur noch Trakaii genannt) flüchteten dann immer näher an die Zweitwelt heran und "stürzten" irgendwann drauf ab, was auf der Zweitwelt, deren Realität sowieso komplett von Atreyu verdreht wurde, zu absolutem Chaos führte.
      Da die Trakaii im Gesicht nun genau wie Laigon aussahen, fühlte Atreyu sich dermaßen von ihnen angewidert - und gleichzeitig auch bedroht -, dass er sie in einen fleischlichen, sterblichen Körper steckte, um Kontrolle über sie auszuüben. Das wiederum war für die Trakaii nicht sonderlich gut, da sie sich in ihrer Ätherform über Schwingungen und Laute verständigten, die ein bisschen wie Walgesang klangen. Atreyu hat sie also buchstäblich zu blinden und tauben Krüppeln gemacht, weil sie seinem Auge nicht schmeichelten und dadurch die Menschheit erschaffen.

      Diese "neuen" Trakaii durften dann über Jahrhunderte lang einen Spießroutenlauf über sich ergehen lassen, in denen ihnen von Atreyu und dessen Töchtern eingeredet wurde, dass sie bereits schuldig geboren werden und ihre Schuld durch Leid sühnen müssen. Manche wehrten sich bis zum Ende dagegen, andere ergaben sich. Wieder andere entwickelten ihren "Gottkomplex".

      Bevor ich hier zu weit vom eigentlichen Thema abschweife, versuche ich es mal ganz kurz: In Golvangar ist es nicht so, dass Laigon menschlich aussieht, Menschen sehen eher wie Laigon aus; es ist also genau umgekehrt.
      The more you consume, the less creative you feel.
      The less creative you feel, the harder it is to create.
      The harder it is to create, the easier it is to consume.