Brainstorming: Unabhängige Zweitwelt ja oder nein

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Die WBO hat begonnen!
    Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg und Spaß!

    Für alle, die noch keine so große Erfahrung mit der WBO haben: eine Anmeldung für kommende Disziplinen ist immer noch möglich. Also schnuppert ruhig mal rein.
    Das WBO-Orgatool findet ihr hier!

    • Brainstorming: Unabhängige Zweitwelt ja oder nein

      Zugebenermaßen ist es mir ein bisschen peinlich dafür einen eigenen Thread zu eröffnen, aber da es soweit ich weiß keinen allgemeinen Weltenbastelplauderthread gibt und ich gerne ein paar Anregungen von außen hätte, mache ich es doch mal, laut Forumsbeschreibung soll es hier ja auch um "Bastelfragen" gehen.

      Ich liebe Silaris heiß und innig und möchte mich auch keineswegs über diese Welt beklagen, aber es ist doch eine sehr spezielle Welt, einerseits wegen der Magie, andererseits wegen des hohen Tech-Levels und der sehr erdähnlichen Natur, die gerade beim Thema fantastische Wesen nur ziemlich wenig ermöglicht.
      Das führt dazu, dass ich natürlich auch immer wieder Ideen habe, die dort einfach nicht sinnvoll untergebracht werden können, mit denen ich mich aber auch gerne befassen würde.

      Solange es nur um ein Low-Tech-Setting geht, würde sich hierfür natürlich das antike Silaris nutzen lassen, wo die Magie zwar schon nach denselben Regeln funktioniert hat, die Menschen das aber noch nicht wussten. Allerdings bin ich dann immer noch an die silarischen Gesetze gebunden.

      Silaris noch um weitere Elemente (dieses Mal eher im übertragenen Sinn, oder vielleicht auch nicht...) ergänzen, entweder innerhalb des Kontinents oder in anderen Regionen der Welt, oder durch die bei der Weltenzusammenführung erwähnten Portale...? Wie viel wäre da aber möglich, ohne Silaris kaputttzumachen?

      Die silarischen Meta-Welten dafür nutzen? Nachtblumenland fällt da weitgehend raus, weil es denselben Gesetzen folgt, Adamanea oder Keriaja würden aber gehen. Andererseits wirkt da die Funktion als Metawelt und die Verknüpfung zu silarischer Politik, ohne die diese beiden Welten nicht funktionieren, aber auch einschränkend.

      Oder noch eine ganz unabhängige Zweitwelt, wo ich mich in einem neuen Rahmen austoben kann?

      Natürlich kann das hier niemand für mich entscheiden, aber vielleicht möchte ja jemand berichten, wie er selbst in ähnlichen Bastelsituationen vorgegangen ist und was sich dabei bewährt hat.
      War es besser alles in eine Welt zu stecken und passend zu machen?
      War es gut, ganz unterschiedliche Welten zu bearbeiten, oder gab das zu viel Redundanz und zu viel Aufspaltung der Bastelzeit?
    • Wenn du Ideen hast, die nicht sinnvoll in Silaris reinpassen, die du aber gerne bearbeiten würdest, dann würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall Voraussetzungen schaffen, dass du diese Ideen ohne derlei Hürden jederzeit bearbeiten kannst. Ich meine ... Aufspaltung der Bastelzeit ... kannst du wirklich begeistert in einer Stunde zB an etwas ganz anderem basteln, wenn du in dieser Stunde eigentlich eine echt coole Idee im Kopf hast, die aber nicht nach Silaris passt? Ich könnte das nicht.

      Bei mir sind es zugegebenermaßen schon seit einiger Zeit weniger unterschiedliche Welten, die da miteinander konkurrieren, sondern eher Projekte, bei denen ich jedes mal entscheiden muss, ob ich die Zeit da jetzt "investieren" kann, oder lieber für ein anderes Projekt (oder was anderes) nutzen sollte. Aber ich habe es nie bereut, das zu verfolgen, was mich dann in dem Moment gerade begeistert hat. Dann war die Wahrscheinlichkeit nämlich auch groß, dass ich über mehrere Tage mal so richtig produktiv war, ganz spontan, neues Projekt, wie ich es sonst jahrelang nicht war. Und ich bin mir sicher, ich hätte diesen Zeitraum einfach nicht fürs basteln genutzt, sondern dann eher was ganz anderes gemacht, hätte ich mir verboten, diese neue, nicht "eigene-Welt"-bezogene Idee zu verfolgen.

      Was spräche denn wirklich dagegen, diese Zweitwelt (zunächst) unabhängig von Silaris anzulegen? Braucht die Welt es, dass sie mit Silaris verbunden ist? Könnte es eine "Parallelwelt" von Silaris sein, in deren Geschichte etwas komplett anders verlaufen ist? So eine könnte ja zB trotzdem ausgewählte Gemeinsamkeiten haben, wenn du das möchtest.
      nobody.
    • Ich bin nicht sicher, ob ich der Richtige bin, dir bei deiner Entscheidung zu helfen, da sich in meinem Kopf (auch wenn ich das schon einzudämmen versuche) recht schnell mal eine neue Welt bildet. Ein paar Sachen würd ich aber dennoch dazu sagen, vielleicht hilft es ja doch ...

      Amanita schrieb:

      Oder noch eine ganz unabhängige Zweitwelt, wo ich mich in einem neuen Rahmen austoben kann?
      Wenn es ums reine Austoben geht, wo du alles Mögliche an Ideen, die dir kommen könnten, reinstecken kannst, ist eine Zweitwelt (oder mehrere Zweitwelten, falls die Ideen sich widersprechen würden) meiner Meinung nach empfehlenswert. Meine Zweitwelt (die ich zur LBW damals gemacht hab, weil das damalige Speedbastelthema zu dem Zeitpunkt unpassend war) ist genau dafür entstanden, um solche Ideen einzubauen und "etwas andere" Texte dafür zu schreiben. [Siehe hier [zweiter Beitrag] und hier [erster Beitrag]]

      Damit will ich aber nicht sagen, dass du keine "normalen" Sachen in einer Zweitwelt verbasteln kannst!

      Amanita schrieb:

      Natürlich kann das hier niemand für mich entscheiden, aber vielleicht möchte ja jemand berichten, wie er selbst in ähnlichen Bastelsituationen vorgegangen ist und was sich dabei bewährt hat.
      War es besser alles in eine Welt zu stecken und passend zu machen?
      War es gut, ganz unterschiedliche Welten zu bearbeiten, oder gab das zu viel Redundanz und zu viel Aufspaltung der Bastelzeit?
      @Aufspaltung der Bastelzeit: Es kann sein, dass das passiert, wenn du mehrere Welten hast, es muss aber nicht so kommen. Es kann auch sein, dass es manchmal so ist, an zu anderer Zeit aber nicht. Du wirst nicht für alle Welten (nur) gleichzeitig Inspirationen und Bastellaune haben. So kann es vorkommen, dass du mal an der einen, dann an der anderen Welt bastelst, vielleicht an einer mal länger (wodurch sie weiter vorankommt), dann vielleicht merkst, dass du an der ersten weiterbasteln willst, etc.

      Grundsätzlich gilt: Je mehr Welten du hast, desto mehr Orte hast du, wo du Ideen einsetzen kannst, desto mehr Ausweichwelten hast du, wenn dir zu einer grad nichts einfällt, aber es kommt im Durchschnitt weniger in den Welten voran. Mit nur einer Welt (oder wenigen Welten) ist es genau umgekehrt.

      Also je nachdem, was du brauchst (Welt(en) für silarisfremde Ideen; Bastelorte, wenn dir zu Silaris nichts einfällt; etc) und wie viel Zeit du hast (um dich um deine Welt(en) zu kümmern), müsstest du dich entscheiden. Mehr als drei Welten sind beim Wunsch regelmäßigem Bebastelns neben einem 40h-Job meines Erachtens jedoch zu viel. Da red ich aus Erfahrung.

      Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen.
      Weltenthreads | Weltenliteratur
      Fleischrechte für Fisch!
      WB-Chat | "Squisus vult!"
    • Schließe mich was die Aufspaltung der Bastelzeit angeht, Yrda an - die Idee ist sowieso mal da. (Eventuell braucht sie dann gar nicht so viel Zeit, wenn sie mal kurz aufgeschrieben ist und ihren Platz gefunden hat?)

      Ein Wechsel zwischen meinen Hauptwelten alle 2-3 Monate tut mir gut, ich kann dann wieder frisch herangehen. :)
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Ich würde das jetzt davon abhängig machen, inwiefern die neue Idee den Gesetzen der Hauptwelt widerspricht. Wobei sich mir ein solches Problem noch nie gestellt hat ... Ich bin ja ohnehin Wenigweltenbebastlerin (nicht zu verwechseln mit Wenigweltenbastlern ;) ) - es kam bei mir einfach noch nicht vor, dass ich etwas fantasymäßiges basteln wollte, das den Gesetzen Nehadúns widerspricht. Bzw. bekomme ich Ideen für neue Projekte ohnehin erst einmal ausgehend von irgendeinem sehr spezifischen Setting, d. h. einem eng abgegrenzten Ort mit einigen Personen, die sich in einer spezifischen Situation befinden, und daraus entsteht dann eine Grundidee für eine Geschichte. Wie die Welt aussieht, entsteht dann immer erst später.

      Auf meiner Festplatte schlummern diverse dieser Grundsettings / Geschichtenideen, aber zu den meisten existieren nur Ideen für Charaktere, Handlungsstränge und ein Minimum an Grundsetting. Wirklich weiterbebastelt habe ich bisher erst Nehadún bzw. (in weitaus geringerem Maße) das Sci-Fi-Dings. Liegt wohl auch daran, dass alles, was ich interessant zu schreiben finde, eher wenig fantastische / surreale / nicht-hard-sci-fi-mäßige Elemente enthält, also einen eher niedrigen "Powerlevel" hat (was auch immer das Äquivalent zu High-Fantasy im Sci-Fi-Bereich ist, ihr wisst schon, was ich meine). Und die Nicht-Fantasy-Sachen sind bisher auch alle ausnahmslos auf der Erde bzw. in unserem Sonnensystem angesiedelt. Meine bisherigen Ideen sind also einfach nicht zu außergewöhnlich, als dass ich sie nicht in einer dieser Welten unterbringen könnte.

      Zum Bastelzeit-Problem: Ich setze mich seltenst hin mit dem Vorsatz "So, jetzt bastle ich" (es sei denn, es ist WBO ;D ), also ist mir noch nie passiert, das das Bebasteln von Welt A mir jetzt Zeit für Welt B weggenommen hätte. Was ich bebastle, ist stark stimmungsabhängig (und bei der WBO davon, wozu mir als erstes eine Idee kommt). Habe ich Lust auf Fantasy, murkse ich an Nehadún herum, wenn mir eher nach SF ist, eben daran.
    • Ich stand früher, als ich mit dem Weltenbasteln anfing, auch öfter mal vor dem Problem, dass etwas einfach nicht in meine alte Welt (über die wir hier nicht reden wollen :lol: :fluecht: ) passen wollte. Ich fing dann auch öfter mal mit Zweitwelten an (und dann Drittwelten, Viertwelten …). Blöd war dann aber, dass diese Welten echt nur irgendwelche Friedhöfe für irgendwelche Ideen waren, die dort dann recht isoliert existierten. Ich hatte dann zB mal eine Welt mit Blutmagier*innen, weil das Konzept nicht in meine damalige Welt passte (dort waren die Ursprünge der Magie andere). Die Welt mit diesen Blutmagier*innen fühlte sich dann aber echt sehr leer an, weil ich alles andere, was dort eigentlich gebraucht worden war, in meine Hauptwelt tat.

      Darum bin ich davon abgekommen, Zweitwelten zu basteln und stecke jetzt einfach alles in meine Hauptwelt. Die ist dadurch vielleicht mal ein bisschen abgedreht, aber dafür fühlt sie sich imho lebendiger an.

      EDIT: Oh, und hi, ich bin das neue Mitglied hier! :wink:
    • @Hyks, Herzlich willkommen hier im Forum und vielen Dank, dass du deine Gedanken zu den Zweitwelten teilst.

      Hyks schrieb:

      Die Welt mit diesen Blutmagier*innen fühlte sich dann aber echt sehr leer an, weil ich alles andere, was dort eigentlich gebraucht worden war, in meine Hauptwelt tat.

      Darum bin ich davon abgekommen, Zweitwelten zu basteln und stecke jetzt einfach alles in meine Hauptwelt. Die ist dadurch vielleicht mal ein bisschen abgedreht, aber dafür fühlt sie sich imho lebendiger an.
      Das ist ein interessanter Punkt und eine Problematik, die ich bei mir auch sehe. Vieles steckt eben einfach schon in Silaris und wäre dann unter Umständen in der potenziellen neuen Welt eher redundant.
      Deswegen ist meine Tendenz für den Moment, mich doch auf Silaris und die zugehörigen Metawelten zu beschränken. So sehr gebunden bin ich dort ja auch nicht, schließlich hat irdische Fantasy ja auch keinswegs immer einen eindeutig erkennbaren Bezug zu realen Welt.
    • Eine Möglichkeit ist es vllt auch, wenn eins einfach, soweit das möglich ist, einfach Teile bestehender Welten wieder verwendet oder austauscht. Das ist dann vielleicht nur blöd, wenn eins seine Welten auch öffentlich macht und es so die Leser*innen verwirrt, wenn verschiedene unabhängige Welten sich so ähnlich sind.
    • Man könnte auch alternative Realitäten bzw. Dimensionen zu der Hauptwelt basteln, die sich nur in bestimmten Details unterscheiden... Wobei sich dann die Frage stellt, inwieweit sich das abgesehen vom Begriff von den von Amanita schon erwähnten Metawelten unterscheidet.
      "Die Leichen der Euren werden genügen diese Ebene in Calislad, die Knochenebene, zu verwandeln. Ich sage euch noch einmal: geht!, hier und zwischen diesen Bäumen wartet nur der Tod auf euch.“
    • Die Idee mit der "Parallelwelt", in der etwas in der Geschichte anders verlaufen ist, ging ja auch schon in die Richtung.
      Ich finde, solche alternativen Realitäten haben ziemlich viel Potential, was Spielraum für Bastel-Experimente betrifft. Der Vorteil solcher Dimensionen (oder wie auch immer man sie bezeichnen will) ist ja eben auch, dass sie nicht "leer" sind, auch wenn man dafür noch ganz wenige eigene Aspekte gebastelt hat - sondern die Welt aus dem schöpfen kann, was für die andere Welt schon existierte. Nach und nach lässt sich so eine Parallel- oder Alternativdimension ja auch iterativ gut verändern, wenn man doch feststellt, dass es da keine xy gibt.

      Ob eine Existenz solcher parallelen Dimensionen gewünscht oder in dem betreffenden Setting überhaupt möglich ist, ist natürlich ne andere Frage.
      Bei meiner Welt Ardanea sind solche parallelen/alternativen Dimensionen/Sphären bereits von Anfang an Teil der Welt gewesen, aber die sind auf insgesamt drei (inkl der tatsächlich bebastelten) Dimensionen begrenzt und zeitbezogen (Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft). Da (oder "wenn") die Zukunft immer auch von der Gegenwart abhängig ist, bietet ein Zukunfts-Setting natürlich besonders viele Möglichkeiten, etwas auszuprobieren und es doch wieder zu verwerfen, wenn man keinen Spaß mehr daran hat. Dann hat eben in der Vergangenheit (oder der Gegenwart) irgendwas dazu geführt, dass es das doch nicht oder nicht mehr gibt.

      Aber passt vielleicht nicht so gut zur Anforderung "unabhängig". :D
      nobody.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Yrda ()

    • Parallelwelten sind sehr interessant. Ich spiele immer wieder mit dem Gedanken eine Parallelwelt zu Gaia zu machen, wo es einen wichtigen Unterschied zum echten Gaia gibt: Die Terraner sind nicht auf Gaia abgestürzt, sondern ganz normal gelandet. So waren sie dann letztendlich besser auf die Cha'Iru-Flotte vorbereitet. Es gab keinen Krieg zwischen den Menschen und den Cha'Iru und Gaia wurde vollwertig ins Sternenreich der Cha'Iru aufgenommen.

      Das Resultat wäre ein komplett anderes Setting, dass definitiv auch Spaß machen würde.

      Amanita schrieb:

      War es besser alles in eine Welt zu stecken und passend zu machen?
      War es gut, ganz unterschiedliche Welten zu bearbeiten, oder gab das zu viel Redundanz und zu viel Aufspaltung der Bastelzeit?

      Als jemand der ein paar Nebenwelten hat, kann ich die Fragen ganz klar mit einem "Jain" beantworten:

      Alles in eine Welt zu stecken, macht eigentlich Sinn, denn eine Welt ist so riesig, dass eigentlich für sehr viele Dinge Platz wäre. Und wenn man Meta-Welten hat, dann kann man die ja nutzen, obwohl sie auch irgendwie ja Zweitwelten sind.
      Allerdings - und ich spreche aus Erfahrung - kann es auch grässlich schief laufen, wenn man versucht, alles mit Gewalt in eine Welt zu pressen. Gaia ist so entstanden und es wurden irgendwann...schlimm. Cimorra wurde ja als Zweitwelt gegründet, um die nicht verwertbaren Teile Gaias aufzufangen.

      Die Zeit ist halt immer der große X-Faktor. Für eine Welt reicht es schon kaum. Und bei zweien wird es gleich noch enger. Aber das muss man halt für sich abwägen.

      Ich würde an deiner Stelle einfach jede "weltfremde" Idee erstmal notieren. Vielleicht ergibt sich irgendwann mal was dazu, aber erstmal ist sie aus dem Kopf. Und ob sie dann in deine Hauptwelt wandert oder wo anders hin, dass sieht man dann irgendwann mal.
      "Barbarism is the true nature of mankind. Civilisation is unnatural!" - Conan
      "Das ist KEIN Müll! Das ist MEINE WELT!" - Rilli
      Gaia | Cimorra | Brainfarts
      Deviant Art | Logan's Fantastische Welten

    • Logan schrieb:

      Ich würde an deiner Stelle einfach jede "weltfremde" Idee erstmal notieren. Vielleicht ergibt sich irgendwann mal was dazu, aber erstmal ist sie aus dem Kopf. Und ob sie dann in deine Hauptwelt wandert oder wo anders hin, dass sieht man dann irgendwann mal.
      Gute Idee eigentlich; eins könnte vielleicht sogar daraus eine eigene Ideenwelt machen, die voller Zeug gestopft ist, das gar nicht zusammenpasst eigentlich. Wäre verrückt, aber verrückt ist toll! :D
    • Natürlich ist es optimal, wenn man all seine Ideen in eine einzige Welt zu packen vermag - ohne ihr zu schaden. Doch wie schon manche Bastler vor mir, erdachte ich ebenfalls weitere 'Welten'.

      Warum? Meine primäre Welt ist eine High-Sci-Fi Universum für Rollenspieler.
      Dorhag hingegen stellt ein near future Setting dar, welche sich mit ökologischen Problemen und deren multiplen Folgen beschäftigt.
      Und Eskir war sehr lange eine Sammelstelle für Fantasy-Schnipsel-Ideen, die ich erst zu einer Welt formte, als genug Schnipsel sich zu einem größeren Ganzen zusammen fügten.

      Und zu jede dieser Welten gab es grundsätzliche Vorgaben. Passte etwas Neues dort nicht hinein, weil es eindeutig gegen diese Richtlinien verstieß, landete es quasi in einer Ideen-Zettel-Box. (z.B. Magie in einer magiefreien Welt als einfachstes Beispiel)

      Ich bastle grundsätzlich vom Großen zum Kleinen. Erst muss also eine Idee von der Funktion der Welt existieren, bevor Herrschaftsgebiete, Spezies etc. feste Formen annehmen. Das nennt man, wenn ich mich recht entsinne from top to bottom. Ich kann mir gut vorstellen, dass Bastler die umgekehrt from bottom to top arbeiten, größere Probleme bei deiner Fragestellung haben dürften. Da fehlt schlicht das Halt gebende Grundgerüst. Sicherlich gewährt deren Herangehensweise einem mehr künstlerische Freiheiten. Doch wird diese Freiheit erkauft mit der Unsicherheit, ob und was man einer bereits bestehenden Welt noch zumuten / verändern kann.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Meine Welten und Geschichten
      Rollenspiel-Anekdoten