Weltkonzept das Abenteurergruppen begünstigt

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    • Weltkonzept das Abenteurergruppen begünstigt

      Hallo ihr Lieben,
      ich habe gerade Lust eine Art Rollenspielwelt zu basteln. Ein typisches Merkmal von vielen Rollenspielen ist ja, dass eine kleine Gruppe von bunten Abenteurern durch die Länder ziehen. Klassischerweise verfolgen sie ein herorisches Ziel und müssen Mittelerde oder so retten.
      Aber was ist wenn man eine Welt haben will, in der Abenteurergruppen viel häufiger sind. Warum wollen so viele Individuen hin und her durch die Landschaften latschen, wo Reisen doch unbequem, anstrengend und gefährlich ist?
      Ich kenne solche Welten eigentlich nur aus Shonen-Anime, z.B. die Piratenbanden in OnePiece und die Ninja-Dreierteams von Naruto.

      Habt ihr Ideen wie ich möglichst viele bunte Abenteurergruppen in eine Welt bekomme. ^^
    • Eine Möglichkeit, wenn Du nicht die diversen Manga und Animelösungen mit Abenteurergilden und so haben willst, wäre z. B. ein längerer Krieg, der gerade geendet hat. Junge Burschen, die nichts gelernt haben als das Soldatenhandwerk ziehen marodierend durch die Lande. Eine solche Situation gab es in Deutschland z. B. nach dem dreißig jährigen Krieg.
      Eine Andere Möglichkeit wäre eine Plage (Monster oder so), bei der es effizienter ist, Abenteurergruppen auszuschicken als eine militärische Lösung voranzutreiben.
      Vielleicht ist auch die politische Situation so zersplittert, dass es für zwielichtige Gestalten relativ einfach ist, eine Grenze zu überschreiten, sobald sie in einer Region nicht mehr willkommen sind. Auch dafür kann das Heilige Römische Reich als Vorbild dienen.
      Diese Abenteurer können gerne im "Hauptberuf" Gaukler oder sonstiges fahrendes Volk sein.
    • Was macht Abenteurergruppen denn so interessant für dich, dass du ein zentrales Element des Weltkonzepts daraus machen willst?

      Ich schreibe gerade selbst etwas von Rollenspielen inspiriertes, in dem kleinere Teile einer größeren Organisation gewisse Ähnlichkeiten mit "Heldengruppen" haben.

      Dass generell viele kleinere Gruppen in der Welt unterwegs sind, habe ich gewissermaßen auch in meiner Welt Sapphiria, weil sie eben insgesamt Spiele als Inspiration hat. Generell sind die Gesellschaften dort kleiner und dafür persönlicher, wodurch Individuen aber auch Kleingruppen eine größere Relevanz für die größere Gesellschaft haben.
      "Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."
      - Douglas Adams, "Das Restaurant am Ende des Universums"

    • Wanderungen als soziales Konzept. Das heist, Wanderungen sind z.b. bestandteil vom erwachsenwerden. Oder es dient zur entvölkerung von städten. Oder ist notgedrungen notwendig um den genpool augzufrischen. Jedenfalls ist das ein modell was ich in meiner welt habe.

      Ansonsten könnten es auch Kurierdienste oder Urlaubsfahrten sein... oder daraus resultierende Begleitungen... ( auch ein Konzept was ich verfolge). Oder Forschungsreisende in alte Ruinen oder reisende Händler. Vielleicht sogar religiöse Reisen?

      In gtossen klnigreichen sind auch könige gereist um präsenz im Reich zu zeigen. Auch das könnte eine Möglichkeit sein.
      Vielleicht kannst du da was von gebrauchen oder verwenden ; )

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      Wo ein Waldgott steht wächst grünes Gras,
      wo ein Waldgott ruht, sprießen Wälder,
      wo ein Waldgott weint, entstehen Sümpfe,
      wo ein Waldgott blutet, ist das Land geheiligt
      und wo ein Waldgott stirbt, wird leben sein.​
    • Wo du schon Animes angesprochen hast, fallen mir da Speziallisten- oder Expertengruppen ein. Also meist irgendwelche Monsterjäger/Exorzisten, die dafür eben die Welt bereisen. Hans hatte hier schon erwähnt, dass das ggf. effizienter als die militärische Lösung ist. Meist sind die aber eben nicht von der Regierung aus organisiert und haben darüber hinaus irgendwelche physischen Besonderheiten, die sie zum einen dazu befähigen, zum anderen aber in die Außenseiterrolle zwingen. Also die Hybridmonster Blade, Witcher und Claymore sind zur Hälfte das, was sie auch jagen und daher nicht gerne gesehen.

      Im Hexenland ist gedacht, dass die zur Hexerei befähigten eben auch die Spieler sind und die Brücke zur Geisterwelt bilden, also wie beim Avatar. Earthsea fällt mir hier noch ein, aber da bemühen sich die Zauberer nach ihrer Ausbildung eigentlich bei einer Insel fest angestellt zu werden.

      Zu den Reisekönigen fallen mir noch die entsandten Märchenprinzen ein, oder auch einfach irgendwelche Adelige mit Gefolgschaft, die ausziehen Heldentaten zu begehen. Also aufgrund ihrer Ausbildung auch wieder eine Spezialistengruppe, aber im Gegensatz zu den Hybriden eher hoch angesehen. Historisch gab es in Irland noch zur Wikingerzeit mindestens einen so Adeligen. Der hat in der Wildnis in Höhlen gehaust, vom Land gelebt und in Guerilla-Manier die Wikinger-Besatzungsmacht bekämpft, ganz nach dem Vorbild der Heldenlieder.
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.
    • Mein Stiefvater hat Anfang der 70er seine Ausbildung zum Zimmerer abgeschlossen und ging danach auf Walz. Keine Ahnung, ob man das heutzutage immer noch macht. Aber eventuell kannst du das ja auf irgendeine Art verwerten, die sich nicht unbedingt nur aufs Handwerk bezieht: de.wikipedia.org/wiki/Wanderjahre
      The more you consume, the less creative you feel.
      The less creative you feel, the harder it is to create.
      The harder it is to create, the easier it is to consume.
    • So klassische Abenteurer*innen müssen natürlich benötigt werden. Wenn sie also gegen Verbrecher vorgehen, muss es einen geben, dass sie das tun müssen, und nicht die Regierung bzw. ihre Soldat*innen oder Polizist*innen. Gründe können sein, dass die Länder noch recht jung und wild sind - wie der Wilde Westen z.B. Eine andere Möglichkeit ist, dass es durch einen Krieg dazu kam, dass die Ordnung gestört wurde und die Herrschenden nun auf Hilfe von Söldner*innen etc. angewiesen sind.
    • Es gab ja schon einige gute Ideen so wie die mit der Walz, oder dass es sich um eine noch relativ ungeordnete Gesellschaft handeln könnte.

      So ganz allgemein wäre es mir wichtig, das Ganze in einer kulturell nachvollziehbaren Art und Weise aufzuziehen. Meine Erfahrung mit Rollenspielen ist zugegebenermaßen eher gering, aber trotzdem muss ich sagen, dass ich die Existenz von "Abenteurer" als solcher als Berufsfeld, von der ich da schon öfter gelesen habe, etwas an den Haaren herbeigezogen finde. Das gilt insbesondere dann, wenn es nicht um Einzelpersonen geht, sondern um ein weit verbreitetes Phänomen, wie es in deiner Welt der Fall zu sein scheint.
      Da braucht es dann meiner Meinung nach schon eine Motivation, die über "will Abenteuer erleben, weil isso" hinausgeht.
      Vorstellen könnte ich mir da wie schon gesagt die beiden bereits genannten Punkte, entweder eine Form von Initiation, oder eine Gesellschaft, in der solche Gruppen die einzige Möglichkeit sind, Verbrechen zu folgen etc.

      Wichtig wäre es auch, dass du dir überlegst, welche Art von Abenteuern deine Gruppen erleben sollen. Geht es dabei im weitesten Sinne um den Schutz einer Gesellschaft vor (übernatürlichen) Gefahren, oder um die Verfolgung von Straftätern? Oder geht es eher um eine Form von Schatzsuche, bei der dann diverse Gefahren überwunden werden müssen?
      Wenn es in dem Setting tatsächlich eine beträchtliche Menge von versteckten Schätzen gibt, die jemanden potenziell reichmachen können, deren Bergung aber so riskant ist, dass von offizieller Seite darauf verzichtet wird, halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass sich da Gruppen bilden würden, die genau das versuchen.
      Wenn es um die Abwehr von Drachen, menschenfressenden Riesen, giftigen Sumpfmonstern, Zombiehorden, sich immer weiter ins Land fressenden Säureseen etc. pp. geht, könnte ich mir vorstellen, dass der jeweilige Machthaber auf Unterstützung von außerhalb angewiesen ist, weil die Soldaten zwar problemlos mit menschlichen Gegnern klarkommen, aber nicht die Mittel haben, um solcher Bedrohungen Herr zu werden.
      Möglicherweise wird dafür dann ein Zauberer oder Elf oder Ork benötigt, Zauberer, Elfen und Orks sind aber nicht dazu bereit, dauerhaft einem menschlichen König zu dienen. Es gibt aber unter diesen Gruppen Individuen oder eine Organisation, die sich der Tatsache bewusst sind, dass die oben genannten Bedrohungen bekämpft werden müssen, und sich deswegen dazu bereiterklären, entsprechende Aufträge von menschlichen Königen anzunehmen, wobei sich dann die bunt gemischten Gruppen bilden...
      Natürlich könnte es auch Schatzsuchergruppen und übernatürliche Verteidigungsgruppen nebeneinander in einer Welt geben. Vielleicht würden die Verteidigungsgruppen auf die Schatzsucher herabschauen, weil es denen ja nur ums Geld geht, vielleicht würden sie bei ihrer Arbeit gefundene Schätze dann doch bereitwillig an sich nehmen.
    • Ich denke auch, es hängt stark davon ab, was für Abenteuer dir so vorschweben.

      Meine Gedanken gehen grob in zwei Richtungen, Push und Pull halt ;)

      Zum einen kann man sich verschiedene Gründe denken, warum Menschen unterwegs sind. Hat man da verschiedene "Vaganten" ist es wohl völlig natürlich, dass sie sich in mehr oder weniger permanenten Gruppen zusammenschließen, und die können dann natürlich über das eine oder andere Abenteuer stolpern.
      - die Walz wurde schon genannt
      - es gab im Mittelalter auch den Typus des "fahrenden Scholaren". Ich weiß aber nicht genau, warum die unterwegs waren. Ich könnte mir so etwas wie Universitäten/Magierakademen/Edelmannsschulen vorstellen, die längere Semesterferien haben und in den Semesterferien keine Kost und Logis für die Studenten/Zöglinge/was auch immer bieten. Dann wären natürlich viele auf dem Hin- und Rückweg zu Familie/Freunden, aber sicher würden auch einige nur so rumstreifen
      - mit dem Wandervogel sind Anfang des 20. Jahrhunderts junge Leute scharenweise durch die Lande gezogen, um ihren Freiheitsdrang auszuleben.
      - Pilger waren auch zu jeder Zeit viel unterwegs. Man könnte sich auch eine Sitte vorstellen, dass jemand als Strafe/Sühne für eine Missetat eine gewisse Zeit nicht nach Hause darf. Er ist also nicht wie ein Pilger unterwegs zu einem Ziel, sondern nur nicht daheim.
      - Manche Berufsgruppen waren schon immer viel unterwegs. Dazu gehörten schon immer alles, was grob mit Entertainment zu tun hat (Gaukler, Spielleute, Bärenführer, Zirkus - aber selbst Mozart war viel unterwegs). Aber auch Kesselflicker, Korbflechter, Scherenschleifer... Ich denke eben alle Berufe, für die es an den meisten Orten nicht kontinuierlich genug zu tun gibt. Irgendwann sind alle Scheren an einem Ort geschliffen und dann zieht man eben weiter.
      - Schäfer und Wanderhirten waren auch immer viel unterwegs - und ganz schön berüchtgt.
      - In der Westpfalz gab es eine Zeit ein ausgeprägtes https://de.wikipedia.org/wiki/Westpf%C3%A4lzer_Wandermusikantentum]Wandermusikantentum[/url]

      Die andere Gedankenrichtung ist, was Leute anziehen könnte, das Abenteuer zu suchen
      - Man könnte sich eine Welt ähnlich der griechischen Legenden vorstellen, wo in jedem zweiten Wald irgendein Monster haust, das besiegt werden will.
      - Eine Wildwest-ähnliche Welt ohne Recht und Gesetz aber mit vielen Möglichkeiten zieht auch viele Abenteuerer an. Man könnte sicher auch spannende Rollenspielabenteuer in einer Welt der Trapper und Pelzjäger im Wilden Westen erleben - wenn man auf Magie verzichten kann.
      - Oder jemand heuert gezielt Abenteurer an, um irgendwelche definierten Probleme zu lösen. Im Amerika gab es z.B. die Detektei https://de.wikipedia.org/wiki/Pinkerton_(Detektei)]Pinkerton[/url], deren Angestellte wenig zimperlich waren und ganz schön rumgekommen sind. Oder der Stadt hat die Verfolgung von Verbrechern an Kopfgeldjäger übertragen.
      - Auf meiner Welt gibt es eine Wildwest-ähnliche Region und da gibt es eine Stadt, in der jedes Jahr im Frühjahr ein "Söldnermarkt" abgehalten wird. Da der Winter in der Gegend für irgendwelche Unternehmungen ungeeignet ist, kommen da im Frühjahr alle Glücksritter, Halsabschneider, Rumtreiber zusammen - aber eben auch die Leute, die Bedarf an ein paar Leuten haben, die sich vor nichts fürchten und die im Zweifelsfall niemand vermisst.
      Wenn Gott allwissend ist, weiß er dann auch wie Papiertaschentücher schmecken?
    • Die Walz gibt es noch, wir hatten vor einigen Jahren solche Wanderer hin und wieder in der WG zu Gast. Eine Gruppe von Abenteurern muss aber ja nicht vollständig aus einer Gruppe von Handwerkern bestehen. So einer könnte sich ja auch einem fahrenden Ritter o.Ä. anschließen. Ansonsten ein wandernder Doktor oder so? Oder Bauhelfer, die an Großbaustellen mitwirken und dann weiterreisen? (mir fiel da Säulen der Erde ein) Das überschneidet sich vielleicht etwas mit der Walz, aber kann ja auch ein älterer Handwerker sein, der keine wirklich dauerhafte Arbeit findet.
      Ansonsten natürlich Händler, Leute die Ritter werden wollen, Schatzsucher, Schmuggler, Verbannte, Geflüchtete, Postboten (Transporteur wertvoller Gegenstände oder Botschaften), Entdecker im Auftrag reicher Geldgeber, die von besonderen verschollenen Artefakten wissen ... oder es gibt ein besonderes Handelsgut, das von gefährlichen Kreaturen oder in gefährlichen Gebieten "gefarmt" werden kann ... Personenschutz ...

      Vielleicht ändert sich ein Teil der Welt auch ständig und muss immer wieder neu kartographiert oder erschlossen werden, oder dort erscheinen regelmäßig die bereits genannten farmbaren Objekte/Verbrauchsgüter ... vielleicht etwas, was süchtig macht, aber nur unter gefährlichen Umständen zu bekommen ist. ;)
      nobody.