[Zwerge] außerhalb der Eintönigkeit

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    • [Zwerge] außerhalb der Eintönigkeit

      Ich bastel gerade ganz fleißig an meinen Zwergen.
      Aber ich habe zunehmend das Gefühl, dass irgendwie immer die gleichen wergenvölker entstehen...oder zuminsest solche, die sich sehr Ähnlich sind.
      Alles nach Tolkiens Vorbild und irgendwie immer gleich.....
      Ich wollte einfach mal ein Brainstorming mit Ideen starten, die beim Bauen von Zwergenvölkern leicht übergangen werden können, oder viel zu einseitig sind.

      Eben das was fehlt, dass Zwergenvölker neu und interessant werden, und nicht wie ein billiger Abklatsch aussehen.

      - Gemischt Ethnische Zwerge
      Ist euch das Auch schon aufgefallen? Zwerge sind niemals dunkelhäutig oder insgesamt farbig.
      Dabei würde das so viel Potetial beim Weltenbasteln schaffen!
      Wie reagieren Zwerge auf andersfarbige Gruppierungen?
      Gibt es Vorurteile oder Unterdrückung? Gibt es ein Rassendenken?

      - Märchen
      Es gibt immer nur Saagen über Zwerge! Wäre es nicht mal interessant zu erfahren, welche Märchen sich die Zwerge Ausdenken würden?

      - Verschiedene Glaubensrichtungen bei den Zwergen
      In allen Geschichten glauben Irgendwie alle Zwerge das Gleiche. Ein bisschen einseitig, oder? Das machen wir Menschen ja auch nicht....
      Was ist mit Glaubenskonflikten? Gegenseitige Akzeptanz oder Feindbilder?
      Welche vorurteile entstehen?

      - Einseitige Wirschtaftssystheme
      Immer basieren die Zwergenwelten allein auf Eisenerzförderung und Schmiedekunst.
      Dabei bieten die Zwerge doch so viel Potential für alle möglichen Berufsrichtungen.
      Ich möchte einen Zwergenfriseur. Wenn diese Wesen doch immer so viel Wert auf ihre geflochtenen Bärte legen, dann soll jemand verdammt nochmal ein Geschäft damit aufbauen! Ich möchte Haarpflegemittel aus Höhlenfischen und Extensions aus Ziegenfell!
      Und ich möchte Haarmode!
      Oder Was ist mit Sängern und Musikern? Schon mal ein Zwergisches Liebeslied Gehört?
    • leylani schrieb:

      - Gemischt Ethnische Zwerge
      Ist euch das Auch schon aufgefallen? Zwerge sind niemals dunkelhäutig oder insgesamt farbig.
      Oh ja, das finde ich auch furchtbar. Ich glaube, Zwerge* sind halt irgendwie exakt das, was manche zweifelhafte Gruppen wirklich ganz toll finden: Männlich, weiß, bärtig und dazu dann auch noch eigenbrödlerisch und isoliert ... Daher gefallen Zwerge mir auch nicht sonderlich. Da finde ich deinen Ansatz, farbige Zwerge einzufügen in deine Welt im Grunde eine löbliche Idee, aber dann doch fragwürdig: Ich sehe es viel zu oft, dass Weiße sich anmaßen, Rassismus und Diskriminierung irgendwie in ihren "Werken" verarbeiten zu wollen, ohne dass sie es eigentlich selbst können, da sie solchen Rassismus selbst niemals erlebt haben oder erleben können. Du solltest da also wirklich mit einer gewissen Vorsicht rangehen.

      *Und in dem Fall kann eins sogar ohne große Bedenken Zwerge schreiben, denn Zwerginnen kommen ja im Prinzip gar nicht vor. Wird also noch besser: Das männliche ist hier so extrem in den Vordergrund gerückt, dass Weibliches oder gar non-binäres gar keinen Platz mehr hat.
    • Ehrm, mmh.. ich denk die Weißheit der Zwerge kommt da vom nordischen Vorbild. Beim Centauren denke ich auch zuerst an einen griechischeren Oberkörper. Die Ethno-Kritik hat auch der Witcher bekommen, aber wenn der sich in einer slavisch-europäischen Märchenwelt bewegt, darf der Witcher sich bei der Diversität auch eher an den lokalen Märchenfiguren als den außerregionalen Menschenkulturen bedienen(?).

      Zur Männlichkeit des Zwerges noch, da gibt es auch Gegenbeispiele. Wenn z.B. aus einzelnen Sagenfiguren wie der Medusa ein Volk gemacht wird, ergibt sich aus dem bekannten Vorbild eben auch eine Tendenz die gegenderte Figur vorrangig darzustellen.. <.<
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.
    • Hmm...

      Naja, also die historische Entwicklungslinie der klassischen Fantasyzwerge ist ... stark von Antisemitismus geprägt. Bei Richard Wagner sind die Zwerge buchstäblich als Symbol für "geizige Juden" die sich nur für Reichtum interessieren, eingesetzt. Tolkien hat seine Zwerge ebenfalls als "ein bisschen wie Juden" vorgestellt, so weit ich weiß.
      Ich glaube, in englischsprachiger Fantasy sind sie dann ganz stark mit Germanen gekoppelt (Runen, nordische Mythologie), da entwickelt es sich dann schon mal deutlich weg.

      Also der Ursprung ist erstmal nicht so toll. Aber ich mag es, mit Klischees, die schon mal etabliert sind, zu spielen, sie zu brechen.

      Terry Pratchetts Zwerge, die alle unabhängig vom Geschlecht gleich auszusehen haben, geben einen Hintergrund dafür her, dass eine Zwergin anfängt, mit Makeup zu experimentieren. Was ein sympatischer Subplot ist. :)

      (Hmm, ist das eher ein Weltentheorie-Thread? Ich glaub ich schieb den mal... Im Allerweltsforum gibt es zu Zwergen und anderen Klischees übrigens hier schon so einiges. Im Theorie-Board aber vermutlich auch...)
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    • Jundurg schrieb:

      Naja, also die historische Entwicklungslinie der klassischen Fantasyzwerge ist ... stark von Antisemitismus geprägt. Bei Richard Wagner sind die Zwerge buchstäblich als Symbol für "geizige Juden" die sich nur für Reichtum interessieren, eingesetzt. Tolkien hat seine Zwerge ebenfalls als "ein bisschen wie Juden" vorgestellt, so weit ich weiß.
      Zu Tolkien kann ich nichts sagen: Ich konnte mich nie mit seiner Welt anfreunden, in der es ganz klar böse Rassen gibt; Orks, Ostlinge, Menschen aus dem Süden - allesamt böse im Gegensatz zu den bleichen Elben und Menschen des Westens. Aber ja, das mit diesem Zusammenhang Zwerge-Jüd*innen stößt mir auch sehr sauer auf. Komisch ist es da schon, dass die "heutigen" Zwerge dann, wie du das ja auch sagst, wiederum die Top-Germanen sind ...
    • Ihren Ursprung haben Zwerge ja in der nordischen Mythologie. da Wunder es mich nicht, dass das Typische aussehen der Zwerge dem der Nordmänner entspricht.
      Trotzdem hast du recht: diese Weiße Männerkultur kann ganz schnell nicht so gut ankommen und ein Bisschen Vielfalt kann da echt gut tun.

      Natürlich stellt sich auch die Frage wie soch diese Rassenbegegnungen darstellen lassen. Ich habe selbst noch nie rassismus erfahren und ich möchte auch nicht, dass sich irgendjemand von mir diskriminiert fühlt.
      Vielleicht geht es den Zwergen ähnlich:

      Ich stelle mir hier eine Szene vor, in der ein Zwerg aus einem für ihn Fremden Gebiet auf eine Einheimische Zwergengruppe stößt. Er sieht ganz anders als die Anderen aus, seine Haut wirkt komisch Hell und seine Haare haben einen seltsamen Rotstich.
      Die Anderen Zwerge haben davor nur von solchen hellfarbigen gehört. Sie kennen Geschichten von diesen Höhlenbewohnern. Man sagt, dass ihre Haare Feuerrot sind, damit sie in der Dunkelheit der Höhlen Licht haben.
      Die Haut der anderen Zwerge ist viel dunkler. Statt Feuer tragen Sie schwarze locken auf dem Kopf.
      Sie sind Neugierig und versuchen immer wieder einen Blick auf diesen seltsamen Fremdling zu erhaschen. Am besten so unauffällig wie möglich, damit er sich nicht unwohl fühlt.
      Die Frauen Tuscheln aufgeregt. Der Fremde Hat etwas Gefährlich es an sich, so wie es alles Fremde hat. Etwas Geheimnisvolles.
      Sie Haben unzählige Fragen an diesen Mann, trauen sich aber nicht sie zu stellen. Ist es wahr, dass dort, wo er herkommt, gefrorenes Wasser vom Himmel fällt? Stimmt es, dass in seiner Heimat echte Menschen leben? Es soll dort Seltsame Kamele ohne Höcker geben, die Hörner auf dem Kopf haben und durch felsige Berge springen.

      Begegnungen verschiedener Ethnien müssen ja nicht immer auf Hass und Unterdrückung Basieren. Was ist mit Neugierde?
      ....aber Vielleicht ist das ja auch ein bisschen zu utopisch gedacht ;)
    • Mir war gar nicht bewusst, dass Zwerge die "Top-Germanen" sind. Ich dachte das ginge immer eher so in Richtung "Wikinger" - die das mit den blonden Bärten, der Männlichkeit und dem Saufen ja auch repräsentieren.

      Ich fand auch gut, was Pratchett mit den Zwergen gemacht hat. Aber ich finde es auch ein bisschen langweilig, wenn das mit den bärtigen Zwergenfrauen wieder überall (undurchdacht) angewandt wird. Für mich ist das halt eine Pratchett-Idee, auf diese Weise zu erklären, wie das eigentlich ist mit den Zwerginnen.
      In Aventurien, der Welt von "Das Schwarze Auge", wird es so erklärt, dass viel seltener weibliche Zwerge geboren werden als männliche, und diese daher meist im Schutz der Höhlen bleiben und man ihnen über Tage deshalb nicht so oft begegnet. Was aber nicht heißt, dass man nicht eine Zwergin als Abenteurerin spielen kann. Aber "Zwergin" ist da jedenfalls kein ungewohnter Begriff, und es gibt zumindest auch verschiedene Kulturen - die sind da nicht alle gleich und es gibt tatsächlich auch die gepflegten Zwerge, bei denen du auch Zwergen-Friseure, Zwergen-Schneider oder Barbiere finden wirst. Nur mal als ein Beispiel, wie es auch geht.

      In meiner Welt bin ich das Problem leider noch gar nicht angegangen - das heißt, meine Zwerge haben zwar einen anderen Namen, entsprechen aber zu vielen Zwergenklischees. Deshalb freue ich mich auf die Gedankengänge in diesem Thread. Naja, wann auch immer ich das Thema mal wieder anfassen werde. ;)

      Je nachdem, wie Zwerge überhaupt entstehen (werden sie überhaupt normal geboren?), könnte ihr Aussehen und ihr Charakter ja zum Beispiel auch abhängig sein von dem Stein, Mineral oder Erz, aus dem sie entstanden, geschlüpft, gewachsen, gehauen sind. Also warum keine Quarz-zwerge? Oder vielleicht gibt es da auch nur so eine nichtmaterielle Verbindung, so wie man bei uns sagt "jemand mit dem Sternzeichen x ist so und so", könnte es ja sein, dass bei den Zwergen ein Zwerg, in dessen Adern Silber fließt, bestimmte Charakterzüge hat.
      Aber wenn man es eher realistisch haben möchte, passt das wohl nicht so gut. ;)
      nobody.
    • Die idee mit den Zwergen aus Metall gefällt mir richtig gut... passt aber leider nicht nach Denatos.

      Trotzdem würde das ganz neue Möglichkeiten für die Schmiedekunst und den Weltenbau bedeuten!

      Können sich die Zwerge Selbst durch das schmieden verbessern?
      Einen Kompass in den Handrücken oder sich dicke Muskeln an die Arme schmieden.

      Werden Zwergenkinder von ihren Eltern dann „gebaut“?

      Was passiert mir einem Zwerg aus gemischten Metallen?

      Werden Zwerge aus wertvollen Rohstoffen von anderen Völkern gejagt oder sogar gezüchtet?

      Wovon ernähren sich solche Zwerge? Brauchen sie das Metall aus dem sie bestehen?
    • Was ich an der Idee eines geschmiedeten Zwerges mögen würde wäre, dass da auch die Sache mit den gleichgeschlechtlichen "Ehen" beispielsweise kein Problem wäre. Kann ja trotzdem sein, dass es nicht immer klappt, dass dieser geschmiedete Zwerg auch wirklich lebendig wird, sondern die "Eltern", die den neuen Zwerg geschmiedet haben, einander wirklich lieben müssen, damit dieser erwacht und nicht einfach nur eine unbel(i)ebte Statue / Skulptur bleibt.

      (ich weiß nicht ob sowas in meine Welt passen würde - weil ich in meiner Innenwelt bereits meine Lemroi habe, die Roboter, die ja auch nur gebaut werden. Aber warum eigentlich nicht. Meine "Zwerge" (Jadraker bei mir) könnten zum Beispiel auch eigentlich zu dieser Spezies gehören, würde ja auch passen, da sie Unterweltler sind). Yay, Inspiration. :D (das wäre nämlich dann mal eine Außen-Innenweltverbindung, die ich bisher noch nicht so richtig vorgesehen hatte)
      nobody.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Yrda ()

    • Das Problem mit den Geschlechtern würde ja auch wegfallen, weil die Zwerge sich einfach „umschmieden“ könnten ;)

      Aber könnte man das zwergenschmieden nicht auch einfach missbrauchen? Ich meine: wär doch ein echtes Problem wenn man sich seine Armee für den krieg oder Seine Arbeitssklaven einfach zusammenbasteln könnte!
    • Yrda schrieb:

      Was ich an der Idee eines geschmiedeten Zwerges mögen würde wäre, dass da auch die Sache mit den gleichgeschlechtlichen "Ehen" beispielsweise kein Problem wäre. Kann ja trotzdem sein, dass es nicht immer klappt, dass dieser geschmiedete Zwerg auch wirklich lebendig wird, sondern die "Eltern", die den neuen Zwerg geschmiedet haben, einander wirklich lieben müssen, damit dieser erwacht und nicht einfach nur eine unbel(i)ebte Statue / Skulptur bleibt.
      :aww: Voll schön. Ich mag die Idee! <3
    • @leylani

      Sicherheitsvorkehrungen gegen so etwas wären zumindest in meiner ISSO-Welt kein großes Problem, glaube ich. Aber das ist ein guter Punkt, über den man sich vermutlich Gedanken machen sollte, ja. Zum Beispiel kann vielleicht jeder nur einmal so ein Kind schmieden, und wenn der Versuch misslingt (es also nicht erwacht), dann wird es auch nicht bei weiteren Versuchen funktionieren. Klingt vielleicht etwas fies, aber macht es auch spannend. Und dann könnte es auch eine Geschichte geben, in der ein zweiter Versuch dann doch ausnahmsweise mal funktioniert hat. Das "Liebes"-Prinzip widerspricht ja eigentlich auch dem fiesen Kriegs- oder Sklaverei-Hintergedanken.
      nobody.
    • Für die „Magie der Liebe“ bin ich vielleicht zu Wissenschaftlich ausgerichtet.
      Mir gefällt aber das Prinzip der Gleichgeschlechtlichen Ehe und der Toleranz :)

      Aber wie genau muss diese Liebe aussehen? Es gibt ja unzählige Formen davon...
      Würde die Liebe zu purer Macht genügen?
      Oder was wenn es eine „Trojanischer Krieg Situation“ gibt? Also aus Liebe zu einer Frau zieht jemand in den Krieg. Könnte er diese Liebe benutzen um ein Heer aufzubauen?
    • Also, die Zwerge meiner Welt Sapphiria sind im Grunde synthetische Lebewesen, die von einer fremden, imperialistischen Macht in den Planeten eingepflanzt wurden, sich aber im Laufe der Zeit dem "Befehl" widersetzt haben, die einheimische Bevölkerung zu unterwerfen. Heutzutage versuchen die meisten Zwerge eher, die anderen Wesen der Welt zu verstehen - unter anderem, um mit ihrer technologischen Vormachtstellung verantwortungsvoller umgehen zu können.

      Das ist jedoch nicht so einfach, denn beispielsweise sind Ethnie und Geschlecht für die Zwerge Sapphirias fremde Konzepte, mit denen die anderen menschenartigen Wesen sich selbst und andere beschreiben. Zwerge selbst gibt es einfach in diversen Farben, Formen und Persönlichkeiten, die manchmal miteinander oder mit einer gewissen Herkunft korrelieren. Dadurch haben sie weniger Anhaltspunkte, sich gegenseitig zu diskriminieren oder solche Diskriminierungen bei anderen zu unterstützen, aber auch Schwierigkeiten, Probleme wie Rassismus und Sexismus zu verstehen.
      "Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."
      - Douglas Adams, "Das Restaurant am Ende des Universums"