Drachen und Massentierhaltung

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    • Drachen und Massentierhaltung

      Hey zusammen
      Ich nochmal :wink:

      Ich habe mir in letzter Zeit sehr viele Gedanken zu Drachen gemacht.
      Sie kommen in allen möglichen Varianten in Fantasywelten vor. Als Reittiere und tapfer Kriegsgefährten, als Grausame Monster die es zu besiegen gilt, oder als gottähnliche Magische Erscheinungen. Die Auswahl ist groß.

      Aber in einer Kultur wie unserer, In einer Kultur, die die Natur seinem Willen unterwirft... würden wir Menschen dann nicht auch die Drachen unterwerfen?

      Ich habe selten erlebt, dass in einer Welt die Drachen als Nutztiere ausgebeutet werden.
      Dabei gäbe es hierfür so viel Potential!

      Da wären zunächst die Produkte, die sich von Drachen gewinnen ließen
      - drachenblut (vielleicht als Heilmittel oder Droge)
      - Drachenfleisch
      - drachenleder (Kleidung oder sogar Rüstungen)
      - Schmuck aus Zähnen Hörnern Klauen und Schuppen
      - drachenmilch (kommt drauf an ob eure Drachen soetwas haben. Ich fände die Idee toll wenn Drachen eine Mischung aus Säugetier und Eierleger sind....so wie schnabeltiere ;) )
      - dracheneier
      Etc.

      Natürlich würden sich auch sehr interessante Wirtschaftliche Strukturen bilden.
      Werden Drachen im Untergrund gehandelt?
      Sind bestimmte Teile illegal?
      Großhändler vs. Kleingändler?
      Abläufe der Massentierhaltung?
      Gegner der Drachenhaltung?
      Etc.

      Jetzt frage ich mich, wie so ein Drachenbauernhof aussehen würde.
      Drachen müssen ja einiges essen. Woher kommt das ganze Fleisch das die Drachen essen ? Wie werden die Käfige gesäubert? Wie ist so ein Hof aufgebaut?
      Ich glaube in diesem Punkt fangen dann die Bastelprobleme an.
      Ich lege Wert auf Logik und möchte auch bei solchen Problemfragen ( wie Beispiel die Beschaffung der Nahrung für die Drachen) erklären können.

      So.... Joa ich glaube das wars bis jetzt zu meiner Idee.
      :eyebrow:
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    • Ich denke, es hat schon seine Gründe, dass auf der Erde nur Pflanzenfresser und kleine Fleischfresser wie Hunde und Katzen im großen Stil als Nutztiere gehalten werden. Außerdem müssen die Tiere ja auch noch domestizierbar sein, was ja keineswegs bei allen Arten der Fall ist und je größer das Gefahrenpotenzial, desto dringender ist das nötig. Ich würde der Menschheit da eher zutrauen, Drachen ausrotten zu wollen, weil zu gefährlich, Nutztierrisse usw.

      Zumindest zur Gewinnung von Nahrung, Kleidung und Gebrauchsgegenständen wäre die Haltung von großen Fleischfressern extrem ineffizient, da wäre es wesentlich sinnvoller gleich das Fleisch der potenziellen Futtertiere zu essen.
      Deswegen finde ich es durchaus nachvollziehbar, dass domestizierte Drachen wenn, dann als Reit- und Kriegstiere für die Elite gehalten werden, aber eben nicht in Massentierhaltung wie Schweine. Aus diesen Gründen stelle ich es mir ziemlich schwierig vor, das ohne viel isso hinzukriegen, es sei denn die Drachen liefern einen extrem wichtigen und geschätzten Rohstoff. Wenn beispielsweise die magische Technologie nur mithilfe von Drachenkörperteilen läuft, wäre die Motivation dafür vielleicht eher vorhanden.
    • Ich würde Menschen zutrauen, den Drachen das zu nehmen, was sie gefährlich macht. Flügel stutzen, Zähne, Klauen und Hörner frühzeitig rausreißen, und die Nutztierdrachen auch so zurechtzuzüchten und genetisch zu verändern, dass sie träge und fett werden und viel zu lethargisch sind, um noch gefährlich zu sein. Die Käfige könnten mit Feuer gereinigt werden, das Drachen nicht soviel ausmacht. Drachen bekommen kein echtes Fleisch zu fressen, sondern künstliches Pulver aus Ersatzstoffen, aus dem mit Wasser vermischt fleischartige Stücke geformt werden.
      nobody.
    • Bei dem Wort "Drachenbauernhof" musste ich jetzt allerdings direkt an Pratchetts Scheibenwelt denken und das Sonnenscheinheim für ausgesetzte Sumpfdrachen. ;D

      Und ja, wer sagt, dass Drachen 20m lang sein müssen und physikalische Gesetze mit großen, schuppigen Füßen treten dürfen? Sobald man Sumpfdrachen oder ähnliche kleine Drachenwesen einführt, spricht natürlich direkt mehr für eine Nutztierhaltung. Und sei es zum Abbeizen von Farbe oder dem Anzünden des Kamins.
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      Jedes Tier sollte stolz sein, wie Grillgut auszusehen. Besser als wenn man hinschaut und sagt: "Nette Suppeneinlage." (Mara)
      The limit of the Willing Suspension Of Disbelief for a given element is directly proportional to its degree of coolness.
    • Wenn es eine positivere Variante einer Massentierhaltung sein soll, als das irdische Vorbild, auch das. Pratchett war zunächst auch meine Assoziation, weil mir keine andere Welt bekannt ist, wo Drachen als Nutztiere gehalten werden (abseits vom Krieg, wobei mir auch da spontan nur GOT einfällt und da sind es ja auch keine Massen und das Problem der Fütterung wird ja sogar thematisiert).


      Edit: wenn man so will, vielleicht noch Drachenzähmen leicht gemacht, wo Drachen, die es in der Inselwelt in allen Farben und Größen gibt, später als Reittiere genutzt werden.
      nobody.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Yrda ()

    • Die Feuerreiter-Serie von Naomi Novik ist auch so ein Beispiel, eine alternative Erde der napoleonischen Zeit mit Drachen als „Kriegsgerät“, ziemlich cool übrigens.
      Man kann da noch nicht von Massentierhaltung sprechen, aber die Haltung ist da auch ein großes logistisches Problem.
      Aber ein Leopardpanzer ist ja auch ziemlich unsinnig und hat auch nur eine Daseinsberechtigung, weil die Armee sowas braucht.
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    • Mein Senf zur Soße:

      In Teilen Nerracs werden Drachen seit Jahrtausenden gehalten. Hierzu ist aber vorab zu sagen, dass Drachen dort keine einzelne Spezies sind, sondern ein Überbegriff wie Vögel, da sie alle großen Wirbeltiere umfassen, die den Luftraum nutzen...oder auch nicht, mangels Flugfähigkeit. Zumindest in Adaichin, dem Hauptbastelkontinent, gibt es sogar gar keine Vögel, sondern nur Drachen.

      Jedenfalls wird in Teilen Adaichins seit langem die Nutzung von Drachen betrieben. Wirklich domestizierbar und züchtbar sind dabei aber nur kleinere Drachen, von Spatzengröße bis Leopardengröße. Diese werden zu allen möglichen Zwecken gezüchtet: Nahrung (Delikatessen), Haustiere, Unterhaltung, Prestige, Jagdhelfer, Postlieferung, Rohstofflieferant.

      Die großen, großen Drachen, auf denen Menschen reiten können, sind nicht domestizierbar im eigentlichen Sinne. Sie werden allerdings für Kriegszwecke verwendet. Da sie eben nicht domestizierbar sind, ist das insofern schwierig, als dass Eier von wildbrütenden Großdrachen genommen und ausgebrütet werden müssen, damit sich die Kleindrachen direkt an Menschen gewöhnen und so gezähmt werden können. Sowohl die Beschaffung der Eier, als auch die Aufzucht und Dressur ist schwierig und vermutlich mit großen Raubkatzen zu vergleichen.

      De facto gab es auch nur ein Land in der Geschichte Nerracs, das dieses Unterfangen geschafft hat und in dessen Tradition stehen jetzt zwei bis drei Nachfolgeorganisationen. Überall sonst werden nur kleine Drachen gehalten, so etwa bis zur Rindgröße.

      Was die Fütterung angeht, haben nerracische Drachen einen Vorteil gegenüber "normalen": Sie benötigen tierische Nahrung nur zum Wachstum. Sind sie erstmal ausgewachsen, reicht ihnen Wasser und Sonnenlicht, das sie aufnehmen. In den Federn der Flügel und den Schuppen des Körpers leben nämlich kleine Einzellerpflanzen (Algen?), die eine Symbiose mit Drachen eingehen und mit ihnen die Energie teilen.

      Auf "normale" Drachen bezogen würde ich zunächst Amanita zustimmen, was die Bedenken angeht und diesen mit Yrdas Ideen von Zucht und Verstümmelung begegnen und eben der wichtigen Frage, wie groß die fraglichen Drachen sind.

      Was die Drachenzucht zu Nahrungszwecken angeht: Grundsätzlich gilt, je höher das Zuchttier in der Nahrungskette steht, umso mehr Weidefläche und Wasser braucht man pro kg Nahrung, das man durch die Schlachtung gewinnt (man denke an Rindfleisch und Insekten...für 1kg essbare Insekten wird nur ein Bruchteil des Futters für 1kg Rindfleisch benötigt. Und wenn man statt des Futters direkt Pflanzen anbaut und verzehrt, spart man noch mehr). Letztlich also eine Frage nach dem Klima und dem Gesamtnahrungsbedarf der Bevölkerung. Da die handelsüblichen Drachen sehr weit oben stehen, dürften sie äußerst ineffizient sein und ihr Fleisch eher ein Luxusnahrungsmittel für Reiche, die sich die hohen Preise leisten können.

      Eine Beispielüberlegung:
      Angenommen, ein großer Drache frisst 1 Rind pro Woche und braucht 20 Jahre, bis er ausgewachsen und schlachtreif ist. Das wären dann 1040 Rinder.
      Laut Prof. Google braucht ein Rind 51,5kg Futter und 80l Wasser am Tag.
      Laut Dr. Wiki wird bei (vorindustriellen?) Grünlandstandorten mit Weidegang ein Rind in 24 Monaten gemästet, also verfütterungsreif für den Drachen. Runden wir das Futter auf 50kg ab und nehmen wir Durchschnittsmonate von 30 Tagen.
      Dann braucht das Rind 36 Tonnen Futter und 57.600l Wasser, also 57,6 Tonnen. Macht für einen schlachtreifen Großdrachen nach 20 Jahren: 59.904.000l Wasser und 37.440.000kg Futter.
      Laut einem Infoblatt zu Bio-Vollweide von Rindern braucht es pro Rind 0,5 Hektar Weideland. Bei 1040 Rindern wären das also 520 Hektar. Der Zeitfaktor ist hier insofern egal, weil das eine Gesamtrechnung ist, also ob ich einmalig 520 Hektar brauche oder über 20 Jahre jährlich 26 Hektar, ist vom Ertragsvolumen zunächst identisch (wenn man Klimaschwankungen ignoriert).
      Zum Vergleich: Im deutschen Biolandbau gibt's im Durchschnitt (über Weizen, Roggen, Hafer, Gerste und Triticale hinweg gemittelt) 4,8 Tonnen Getreide pro Hektar. Für die 520 Hektar sind das also 2496 Tonnen Getreide (2444 Tonnen Weizen oder 3848 Tonnen Hafer etc.).
      Wie viel Fleisch so ein Drache abgibt, weiß ich nicht...vielleicht 1 Tonne, wenn es gut läuft? Vielleicht auch halb so viel oder doppelt, aber von der Größenordnung her wohl schon...ist auch die Frage, wie sehr er sich zum Fliegen auf Muskelmasse oder auf Magie verlässt? :weissnicht:

      Ich kann also 2444 Tonnen Getreide haben oder 0,5-2 Tonnen Drachenfleisch.

      Edit: Ein weiterer Vergleich: In Deutschland gab es 2016 ca. 4,7 Mio Hektar Grünflächen in der Landwirtschaft, davon 56% Weidefläche. Macht 2.632.000 Hektar. Wenn wir den Drachen über die 20 Jahre mästen, braucht er von den 520 Hektar jährlich 26. Das heißt, mit der Gesamtweidefläche Deutschlands könnten wir konstant 101.230 Drachen züchten. Dafür dann keine Rinder, Schweine und Sonstiges.
      Weil Inspiration von oben kommt und Arbeit von unten.
      -Elk (20.10.18, 23:02)



      Plan. Act. Reflect. Repeat 'til finish.
    • Aber müssen Drachen carnivor sein?
      Ich musste jetzt gerade an die Draccus aus "Name des Windes" denken, die sich von Holz ernähren (und an eine sehr schlechte Drachenreiter-Reihe, die ich als Kind las, in der Drachen in etwa die Diät von Pferden hatten). Holz wächst zwar auch langsam, aber das Prinzip herbivorer Drachen finde ich dennoch interessant, da ja cellulosehaltige Materialien für Menschen nicht als Nahrungsmittel relevant sind und es somit nicht zu einer Konkurrenz von Drachen und Menschenernährung kommt.

      Vielleicht könnten Drachen ja auch noch exotischer sein und ihre Energie aus anorganischer Materie beziehen (Lithotrophie)?
      "Asexuality
      I know what you think
      but it’s not celibacy
      You call me a liar
      For I have no desire
      But this is the way I was meant to be"
      ( youtube.com/watch?v=QBg3ufZJR4c)
    • Wenn Drachen sich von Licht, Schatten, Emotionen oder Gasen ernähren würden, wäre das natürlich auch praktisch. :)

      (das mit den Schatten stell ich mir interessant vor - stelle mir da grad vor, dass ein Drache ausschließlich die Schatten von Kühen frisst und keine anderen Schatten, weshalb man ihnen immer Kühe hinstellen muss - oder man ein guter Schattenspieler sein muss, um ihn zu füttern. :D)
      nobody.
    • Stimmt eigentlich. Wenn Drachen physikalisch eh nicht so wirklich fliegen können (meistens fliegen so richtig große Drachen dann ja eh magisch), dann kann man auch die Ernährung anderweitig gestalten. Und dann gibt es auch eher mal die Möglichkeit, sie weniger aggressiv zu machen und auch Massentierhaltung zu ermöglichen. :thumbup:

      Aber sich von Kuh-Schatten zu ernähren ist mal wirklich eine geile Idee. :lol: :lol:
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      Jedes Tier sollte stolz sein, wie Grillgut auszusehen. Besser als wenn man hinschaut und sagt: "Nette Suppeneinlage." (Mara)
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    • Die Draccus von Pat Rothfuss sind zwar ne sehr interessante Angelegenheit, dennoch wären sie direkt in Konkurrenz zum Menschen. Schließlich ist Holz DER zentrale Rohstoff aller Zivilisation und Waldflächen verschwinden überall dort massiv, wo Menschen sich ausbreiten.

      Das ist dann zwar ein etwas anderer Konfliktgrund als direkte Nahrungskonkurrenz, aber dennoch. Wobei das auch ein interessantes Thema wäre...Naturschützer und Drachen gegen Wirtschaft und verarmte Holzfäller am Rande der Zivilisation....das schreit förmlich nach trashcomedy... :lol: :pfeif:
      Weil Inspiration von oben kommt und Arbeit von unten.
      -Elk (20.10.18, 23:02)



      Plan. Act. Reflect. Repeat 'til finish.
    • Ich hab nur nichtgezähmte Drachen, allerdings werden einige Arten durchaus gehalten und von mindestens einer anderen Art die Eier wild gesammelt. Die letztgenannte Art ernährt sich übrigens von Mäusen und Hasen und Ähnlichem. (Womit ich den WBO-Juroren verraten hätte, dass das von mir ist - wobei das vermutlich auch vorher schon klar war.)
      Die gehaltenen Arten sind aber eher klein (Katze bis Wolf) und ernähren sich von Plankton beziehungsweise Fisch-Algen-Flocken. Da ist die Ernährung also kein besonders grosses Problem.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • yes, so viele tolle Antworten :)
      Dann werd ich das mal abarbeiten...


      Yrda schrieb:

      Ich würde Menschen zutrauen, den Drachen das zu nehmen, was sie gefährlich macht. Flügel stutzen, Zähne, Klauen und Hörner frühzeitig rausreißen, und die Nutztierdrachen auch so zurechtzuzüchten und genetisch zu verändern, dass sie träge und fett werden und viel zu lethargisch sind, um noch gefährlich zu sein. Die Käfige könnten mit Feuer gereinigt werden, das Drachen nicht soviel ausmacht. Drachen bekommen kein echtes Fleisch zu fressen, sondern künstliches Pulver aus Ersatzstoffen, aus dem mit Wasser vermischt fleischartige Stücke geformt werden.
      Ydra ich mag deine Denkweise!
      Ein bisschen düster, aber genau auf sowas wollte ich mit meinem Massentierhaltungs-thema hinaus.
      Massentierhaltung ist etwas schreckliches. Wenn man sich die Tierhaltung ansieht, wie sie in unserer Welt Stattfindet, dann ist das einfach wiederlich.
      Das ist teilweise nur noch Pure Tierquälerei zugunsten der Agrarkonzerne.
      So ensteht nicht nur ein neues Konzept und eine einzigartige Sichtweise auf Drachen, sondern es entsteht gleichzeitig eine Geschichte die sich mithilfe von Fantasy mit ernsthaften Problemen unserer Zeit auseinandersetzt.

      Daher möchte ich auch nichts beschönigen und die Massentierhaltung von Drachen nach dem Vorbild realer Massentierhaltung gestalten.
      Auch den Drachen würde dadurch jegliche Würde genommen.
      Flügel nehmen zu viel Platz weg. Die werden den Drachen doch einfach in jungem alter abgehackt. natürlich ohne Betäubung. (hier muss ich an die Kastration von Schweinebabys denken)
      Klauen und Hörner brauchen sie auch nicht. Immerhin verletzen sie sich sonst nur gegenseitig auf so engem Raum. (kühen werden auch die Hörner abgeschnitten)
      etc.

      Dann haben wir keine majestätischen Drachen mehr.
      Wir haben Verstörte und scheue Wesen mit verkrüppelten Stummeln auf dem Rüchen, wo einst Flügel waren. Ihre schuppen leuchten nicht wie Edelsteine, sondern sind Vernarbt und bedeckt mit schmutz und Scheiße. Eine ausgefranste, fleischige Narbe zieht sich den Rücken entlang und über den Hinterkopf. Dort waren einmal die Hörner des Drachen.
      Man wird nicht in Kluge, Leuchtende Augen sehen, sondern wird verfolgt von Blutunterlaufenen, glasigen Blicken.
      Manch Drachen sind vielleicht aus Verwirrung und Hunger zu Kannibalen geworden und auf ihre Artgenossen losgegangen... (gab mal was ähnliches bei Schweinen)


      Gomeck schrieb:

      Bei dem Wort "Drachenbauernhof" musste ich jetzt allerdings direkt an Pratchetts Scheibenwelt denken und das Sonnenscheinheim für ausgesetzte Sumpfdrachen.

      Yrda schrieb:

      Edit: wenn man so will, vielleicht noch Drachenzähmen leicht gemacht, wo Drachen, die es in der Inselwelt in allen Farben und Größen gibt, später als Reittiere genutzt werden.
      Ich bin wirklich ein riesen Fan von Pratchett und ich liebe die bunte Welt von Drachen Zähmen leicht gemacht :)
      Aber für meine Welt ist das mir ein bisschen utopisch
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    • So, jetzt zu der Sache mit der Nahrungsbeschaffung:


      Artifex Nerracis schrieb:

      Was die Drachenzucht zu Nahrungszwecken angeht: Grundsätzlich gilt, je höher das Zuchttier in der Nahrungskette steht, umso mehr Weidefläche und Wasser braucht man pro kg Nahrung, das man durch die Schlachtung gewinnt (man denke an Rindfleisch und Insekten...für 1kg essbare Insekten wird nur ein Bruchteil des Futters für 1kg Rindfleisch benötigt. Und wenn man statt des Futters direkt Pflanzen anbaut und verzehrt, spart man noch mehr). Letztlich also eine Frage nach dem Klima und dem Gesamtnahrungsbedarf der Bevölkerung. Da die handelsüblichen Drachen sehr weit oben stehen, dürften sie äußerst ineffizient sein und ihr Fleisch eher ein Luxusnahrungsmittel für Reiche, die sich die hohen Preise leisten können.
      Deine Antwort hat mich echt total umgehauen! Eine Sehr spannende Rechnung und super anschaulich!
      Da muss ich mein Konzept wirklich noch mal ganz genau überdenken!

      Ich hab jetzt nochmal versucht einige Möglichkeiten zu sammeln:


      Cyaral schrieb:

      Aber müssen Drachen carnivor sein?
      dazu gab es ja viele interessante Ideen!
      Dann geb ich jetzt auch mal meinen Senf dazu :)

      Drachen als Pflanzenfresser sind eine tolle Idee. Vielleicht kann man sich hier Dinosaurier wie den Brachiosaurus als Vorbild nehmen.
      Vielleicht gibt es dann in der Welt besondere, Schwefelhaltige Pflanzen oder Pflanzen, die im Laufe der Evolution Abwehrmechanismen gegen Drachen entwickelt haben oder sich generell an diese Tiere angepasst haben.
      Da gibt es bestimmt viel Bastelpotential!

      Ein (spontan gebasteltes) Beispiel:
      Der Feuerkaktus wächst in trockenen Wüstenregionen und Salzgärten und ist ein Bevorzugtes Nahrungmittel der Drachen.
      Der Kaktus besitzt einen Zusätzlichen Hohlraum in seinem inneren, in dem sich explosives Methan ansammelt.
      Kommt die Sukkulente nun mit Feuer in Berührung, wird das enthaltene Methan zur Explosion Gebracht. diese Explosion benutzt der Kaktus zur Verbreitung seiner Samen über eine Weite Fläche.
      Es kann jedoch oft vorkommen, dass sich die Kakteen an besonders heißen Tagen selbst in die Luft sprengen.


      Yrda schrieb:

      Wenn Drachen sich von Licht, Schatten, Emotionen oder Gasen ernähren würden, wäre das natürlich auch praktisch.
      Dies Idee Gefällt mir auch sehr! Vor allem die Schatten finde ich interessant! Da entsteht ein toller Kontrast Zwischen den feuerspeienden Lichtwesen und ihrer Nahrung, den Schatten.

      Das hat mich dazu inspiriert auch mal auf sie suche nach untypischen Nahrungsquellen für Drachen zu gegen.
      Was ist mit Gold? Natürlich nicht geeignet für Massentierhaltung, aber eine nette Erklärung, warum Drachen in so vielen Geschichten Gold horten.
      Könnten Drachen sich von Feuer ernähren?
      Oder Wettererscheinungen wie Sturm oder Nebel?


      Die letzte Möglichkeit ist jetzt noch, dass Drachen sich von anderen Lebewesen ernähren.

      Mir sind dazu Wale eingefallen. Trotz ihrer enormen Größe ernähren sie sich von Kleinstlebewesen wie Plankton etc.
      Das wäre doch mal eine Überlegung wert^^

      Kleine Drachen könnten sich von Kleineren Tieren ernähren..
      und große Drachen?
      Es müssen ja nicht nur Tiere auf dem Speiseplan stehen. Was ist mit Menschen? Leute, die zum Tod verurteilt wurden oder einfache Kriegsgefangene?
      Die ganze Militärische Führung eines Landes könnte zum großen Teil auf der Versorgung der Drachen basieren. Jeden Monat ein Neues Dorf für die hungrigen Drachen würde reichen...
      Das kommt natürlich darauf an, wie wertvoll die Drachenhaltung für die Wirtschaft des Landes wäre, und welche Produkte sich durch die Drachen herstellen ließen.
      Wenn aus Drachenblut beispielsweise eine Besondere Droge gewonnen werden könnte, kann man sich gut vorstellen, dass gewisse Menschen sehr schreckliche Dinge anstellen würden, nur um ihre Drogenversorgung sicher zu stellen.

      sooooo ich glaube das wars erstmal
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