Sechsundneunzigstes Speedbasteln am 25. September 2019

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    • Sechsundneunzigstes Speedbasteln am 25. September 2019

      Die Welt dreht sich ganz furchtbar schnell,
      Drum ist es ja nicht immer hell,
      Die Schnelligkeit, die kann man nutzen,
      Zum hastig werken oder putzen.

      Lieber Speedbasteln als Putzen!
      Besprechung ab 19:30 heute im Dashboard, Basteln von 20 bis 21 Uhr. Danach Sekt und Häppchen hier im Thread.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Kinmavau / Sel Voć

      Kinmavau ist copriatisch und bedeutet "Stamm vom Fluss". Sel Voć ist detrasisch und bedeutet "Ferne Siedlung". Daraus lässt sich treffend die korrekte Besiedlungsgeschichte herleiten: Zunächst war der Ort copriatisch besiedelt, dann kamen detrasische Siedler dazu, tatsächlich Flüchtlinge vor dem noch immer schwelenden Kohleflözbrand, der Tul Novuǵ (das "Neusiedlertal") in eine Wüste verwandelt hat.
      Das ursprünglich kleine copriatische Dorf wuchs durch die Flüchtlinge auf die fünffache Größe an, was nicht wenige Probleme verursachte: Nahrungsversorgung, beengtes Wohnen und, bei etlichen Copriatern, Angst vor Überfremdung. Es kam zu Aggressionen zwischen den Gruppen, einige Copriater gründeten den Kinmavauer Heimatschutzverein und eine abgeriegelte Wohngegend nur für Copriater.
      Die meisten Probleme konnten durch eine Intervention aus Copret gelöst werden: Grundsicherung für alle, Ackerland für alle mit landwirtschaftlichen Kenntnissen, Sprachkurse für alle Interessierten, sowie eine Wohnbauoffensive.
      Nicht alle Probleme verschwanden sofort, aber die Situation besserte sich massiv. Und mit zwei oder drei Generationen gewöhnen sich alle an die bleibend zweisprachige und zweikulturige Situation.
      Inzwischen, einige hundert Jahre später, ist Kinmavau / Sel Voć nur mehr ein Stadtteil der Metropole Copret, aber noch immer gibt es zwei lokale Amtssprachen - und wenn man die beide nicht kann, kommt man, natürlich, mit der Kunstsprache Alpha-Saivanea auch durch.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Tharr'Cuweye

      Gilath ist ein reiches Land im Norden Earhuns, in dem hauptsächlich Menschen leben. Die Gilathi sind ein gutmütiger Menschenschlag, die Fremden gegenüber aufgeschlossen sind und andere Kulturen auch innerhalb ihrer eigenen Staatsgrenzen tolerieren.
      So war Gilath, das von einem Monarchen zusammen mit einem gewählten Parlament geführt wird, eines der ersten Länder Gaias, das streng säkular organisiert ist und in dem, abgesehen von der Verehrung der Kirathu (Dämonen und Geisterwesen), Religionsfreiheit herrscht.
      Als nun vor etwa 120 Jahren eine Gruppe Tark aus Pach’Khorr nach Gilath kam, wurden die Fremden freundlich aufgenommen.
      Bei den Tark, die ihre Heimat verlassen hatten, handelte es sich um einen Familien-Clan aus etwa 700 Personen, die vor einer Fehde in ihrer Heimat geflohen waren. Zwar liegt es ganz und gar nicht in der Natur der Tark vor einem Kampf zu fliehen, doch der Clan hatte sich den grundlegenden Gesetzen der Tark widersetzt und so drohte der gesamten Familie die Auslöschung. Denn in dem Clan, der sich den Namen Cuweye gegeben hatte, was in der Sprache der Tark “die Gleichen” bedeutet, waren Männer und Frauen gleichgestellt. Die Frauen waren nicht verhüllt und verrichteten die gleichen Arbeiten wie die Männer.
      Nachdem der hohe Rat der Tark über die Lebensweise der Cuweye-Tark beraten hatte, wurden die Anführer des Clans vor die Wahl gestellt, ihre “unnatürliche und frevelhafte” Lebensweise aufzugeben oder zu sterben.
      Die Cuweye entschieden, dass diese Auswahl ungenügend war und machten sich mit all ihren Familien in einer Nacht und Nebel-Aktion auf den Weg Pach’Khorr zu verlassen.
      Mit einer Mischung aus Glück und Wagemut gelang es, ohne nennenswerten Widerstand die Grenzen von Pach’Khorr hinter sich zu lassen und so erreichte der Flüchtlingszug schließlich Gilath.
      Wie schon gesagt, gestatteten die Gilathi den Tark sich innerhalb ihrer Staatsgrenzen anzusiedeln und so gründeten die Tark das Dorf Tharr’Cuweye. Die Tark legten Felder an, bauten sich Hütten zum Wohnen, Ställe für ihre Tiere und schließlich auch Schmieden, um dort ihrem Handwerk nachzugehen.
      Tarkstahl genießt einen außerordentlichen Ruf und so dauerte es nicht lange, bis sich neben dem Dorf der Tark ein Markt und eine zweite Siedlung aus Händlern und Handwerkern bildete.
      Beide Siedlungen wuchsen und gediehen prächtig und so wurde aus den beiden nebeneinander liegenden Siedlungen schon bald eine Stadt, auch wenn man bis in die heutige Zeit die Tark- und die Menschengebiete anhand ihrer Architektur unterscheiden kann.
      Da die Tark lieber unter sich blieben, um eine Verseuchung mit der Magie der Gilathi zu vermeiden, vermischten sich die Familien der Tark nicht mit den Gilathi und so behielten sich die Tark ihre eigenen Traditionen und ihre Sprache.
      Um das Zusammenleben in der Stadt für alle ihre Bewohner zu erleichtern, wurde deshalb vor etwa 80 Jahren beschlossen, alle Beschriftungen an öffentlichen Gebäuden und auch an Geschäften sowohl in Tark als auch in Gilathi anzubringen.
      In den Schulen von Tharr’Cuweye werden Tark und Gilathi gemeinsam unterrichtet und lernen so die Sprache des jeweils anderen Teils der Stadtbevölkerung, so dass Tharr’Cuweye heute eine durchgehend zweisprachige Stadt geworden ist.
      "Die Leichen der Euren werden genügen diese Ebene in Calislad, die Knochenebene, zu verwandeln. Ich sage euch noch einmal: geht!, hier und zwischen diesen Bäumen wartet nur der Tod auf euch.“
    • Deine Cuweye sind mir sehr sympathisch mit ihren modernen Ansichten. Schade, dass sie deswegen flüchten mussten, aber gut, dass sie eine neue Heimat gefunden haben. Es klingt auch stimmig. Wenn man einen guten Ruf hat, ist das Einwandern natürlich viel leichter als sonst.

      Ich wusste bisher, dass es die Kulturen gab und grob, wie sie waren, und, dass Detras eine Sprache mit Zischlauten und Copriatisch eine Sprache mit Vokalen ist. Der Urgedanke für Ur-Kaláte vor 25 Jahren war: Copriatisch ein bisschen italienisch und Detras ein bisschen rumänisch. Die konkreten Vokabeln sind aber neu.
      (Was nicht neu ist, aber in dem Text auch gar nicht steht: Copriaton ist nach den Kupfervorkommen benannt.)
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Ich hab ja nur kn, also mal sehen was da so gesprochen wird. ^^

      Entdeckung der Unterstadt
      kn stieg innerhalb kurzer Zeit von einem Dorf mit einer alten Küstenfestung zu einer wichtigen Stadt auf. Die damalige Kaiserin hatte den Ort für ihre Winterresidenz auserkohren und ließ gleich mehrere Schlösser errichten. Sofort bildete sich eine kleine Stadt, wichtige Persönlichkeiten reisten an und vereinzelte Karawanen suchten Handelsrouten. Die Stadt wurde schnell ein Zentrum der überschwänglichen Lebensweise und des Genusses, die Dodekadenz ist bis heute eine der wichtigen Denkschulen der Stadt. Dieser Reichtum sollte nicht lange unbeachtet bleiben und eine fremde Streitmacht versuchte die neue Stadt einzunehmen. In einem noch zu bastelnden Konflikt hielt, zogen sich die meisten Belagerer zurück, doch einem kleinen Teil war es gelungen in die Stadt einzudringen. Sie waren in die lange vergessene Unterstadt gelangt und versuchten von dort aus die Stadt einzunehmen. Ohne ihre Verstärkung waren sie jedoch aufgeschmissen. Sie lebten einige Jahre lang unter den Mauern und Straßen der Stadt, bis die immer noch andauernde Belagerung entdeckt wurde. Die Feindseligkeit hielt noch einen Moment an, doch dann entschied man, dass diese kleine Gruppe an Belagernern keine Gefahr darstellte und sie wurden als Gäste empfangen. Die Belagerer trauten dem ganzen jedoch nicht und erst langsam traten die Kulturen in Kontakt. Bis heute sprechen die altern Belagerer und ihre Nachkommen ihre eigene Sprache und leben noch immer zu einem großen Teil in der Unterstadt. Seit ihrer Entdeckung löst die Unterstadt Faszination aus, da sie so alt und größtenteils unerforscht ist. Immer wieder hört man Gerüchte, dass noch mehr Belagerer oder alte Kulturen tief versteckt sind. Andere sprechen von misteriösen Schätzen oder alten versiegelten Übeln.
    • Das stell ich mir total witzig vor, wie ein Grüppchen sturer Kämpfer unter der Stadt sitz und das Erobern nicht aufgeben will. Ein bisschen wie die Volksfront von Judäa ;D
      "Die Leichen der Euren werden genügen diese Ebene in Calislad, die Knochenebene, zu verwandeln. Ich sage euch noch einmal: geht!, hier und zwischen diesen Bäumen wartet nur der Tod auf euch.“
    • Yelaja schrieb:

      Das stell ich mir total witzig vor, wie ein Grüppchen sturer Kämpfer unter der Stadt sitz und das Erobern nicht aufgeben will. Ein bisschen wie die Volksfront von Judäa
      Ja. ^^ Inspiration war ein damals ein lesbischer Manga, in dem eine Vampirjägerin immer wieder versucht die Schlossherrin umzubringen, diese hat aber gefallen an der Frau gefunden und behandelt sie deshalb wie einen Gast, den sie zu verführen versucht. Sie gibt ihr ein Zimmer und lässt ihr ein Bad ein, damit sie sich nach einem harten Tag des erfolglosen Jagens entspannen kann. Diese Spannung zwischen den beiden war super und ich fand die Idee einfach zu schön, um sie nicht in meine Welt einzubauen. :D


      @ Veria
      Woah, eine Kohleflözbrand der ein Tal in eine Wüste verwandelt. Das ist ma cool. Qualmt das da immer noch? Wie sieht diese Talwüste aus?

      @Yela
      "Tut was wir euch sagen oder sterbt!"
      *gruppentuschel*
      "Nä, wir hauen ab."
      "Öhh... okay."
      Ich mag es mir die Aggresoren sehr verduzt und etwas enttäuscht vorzustellen. ^^
    • Nein, qualmen tut es nicht. Ich denke, gequalmt hat es auch nie. Aber dadurch, dass es da halt unter der Erde vor sich hin brennt, wird die Gegend halt heisser. Das Tal ist trocken, hat vertrocknete Bäume und braune Grasflecken inmitten komplett ausgetrockneter Felder.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.