Neunundneunzigstes Speedbasteln am 16. Oktober 2019

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    Vom 22.-25.11. findet das Weltenbastler-Wintertreffen in Arnolds Ferienhof in Oberlauringen (Landkreis Schweinfurt) statt. Zur verbindlichen Anmeldung geht es hier lang.

    Neulinge sind wie immer höchst erwünscht und wir freuen uns euch kennenzulernen!

    • Das Zentralkrankenhaus in Iskath

      Die Hauptstadt des hauptsächlich kargen Steppenlandes Liravien (outworld note: Hiermit wäre die Umbenennung von Lavien zu Liravien definitiv fixiert, wenn der neue Name jetzt in einem Weltentext vorkommt.) heißt Iskath. Es mag einem merkwürdig vorkommen, dass, salopp gesagt, mitten im Nirgendwo eine so große Stadt ist, aber einst lag Iskath an einem großen Fluss. Die Quelle des Flusses stürzte vor über tausend Jahren ins Meer, aber einige, versickernde, Zuflüsse bringen noch immer Grundwasser in den Boden unter dem ehemaligen Fluss und somit zu den tiefen Brunnen von Iskath.

      Ja, Iskath ist eine pulsierende Großstadt und hat alles, was eine Großstadt so braucht: Öffentliche Stallungen, Waschhäuser, Stadtschutzposten, Speisehallen und sogar die ersten Beispiele für zugtierlosen öffentlichen Nahverkehr, die Schrägschienenwägen, die auf leicht schrägen Rampen durch die Stadt rollen. Und natürlich ein Krankenhaus. Nein, sogar zwei Krankenhäuser: Das Wehrkrankenhaus, angrenzend an die Kaserne, und das deutlich größere Zentralkrankenhaus tatsächlich fast im Zentrum der Stadt.

      Das Zentralkrankenhaus hat 122 Betten, fünf unter Luftüberdruck betriebene Operationssäle, vier Notversorgungsräume, fünf Waschwannen und einen Horchturm. Angestellt sind zwölf Notfallteleporter, 39 Heilmagier, 42 Ärzte und 54 Pflegekräfte, sowie acht Köche, 18 Reinigungskräfte und fünf Wäscher.
      Patienten können entweder zum Krankenhaus kommen oder gebracht werden oder, in akuten Notfällen, zu einer der 81 Notstationen, die es in ganz Iskath gibt, gehen oder gebracht werden, wo der Diensthabende eine spezielle codierte Signalkugel abfeuert, die vom Horchturm gehört wird - dann wird ein Notfallteleporter zur Notstation geschickt, um den Patienten zu holen.

      Die Signalkugeln bestehen aus mehreren kleineren Knallkörpern, die jeweils mit einer bestimmten Dicke beschichtet sind, sodass erst die Beschichtung wegbrennen muss, bevor der Knallkörper explodiert. Durch unterschiedlich dicke Beschichtungen lassen sich verschiedene Knall-Serien realisieren, die die Notstationen eindeutig identifizieren.

      Iskather sind an doch recht häufiges Knallen dieser Art bereits seit langem gewöhnt - Besucher von anderswo wundern sich hingegen zunächst meist.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Veria schrieb:

      Das Zentralkrankenhaus hat 122 Betten, fünf unter Luftüberdruck betriebene Operationssäle, vier Notversorgungsräume, fünf Waschwannen und einen Horchturm. Angestellt sind zwölf Notfallteleporter, 39 Heilmagier, 42 Ärzte und 54 Pflegekräfte, sowie acht Köche, 18 Reinigungskräfte und fünf Wäscher.
      Ich mag so Details. :)

      Warum Luftüberdruck?
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • So, ich habe da mal was nachzureichen:


      "Kranke Häuser"
      In gewissen Gegenden Sapphirias gibt es nicht nur Krankenhäuser, sondern auch "kranke Häuser". So werden jedenfalls Häuser genannt, die von einer geheimnisvollen Fäule befallen sind, die sich durch die Wände frisst, bis diese zu Staub zerfallen. Diesen Staub einzuatmen ist nicht gerade gesund und viele, die Kontakt mit dem Staub hatten, berichten, sie hätten danach ein seltsames "Flüstern" gehört, das beim Betreten des Hauses, aber auch in manchen Wäldern wiederkehrte.

      Die erkrankten Häuser an sich sind jedoch auch nicht gerade ein Ort, an dem man gern sein will: Während sie außen wie normale, verlassene Gebäude aussehen, führt ihr Inneres in ein gigantisches Labyrinth einer Parallelwelt, in der Bauwerke scheinbar nur ihrer selbst wegen existieren - ohne jede Rücksicht auf die Menschen oder irgendwelche anderen Lebensformen, die sie betreten. Mal sind es beengend schmale und verwinkelte Gänge, in denen man sich für Tage verlaufen kann. Mal sind einzelne Räume so riesig, dass man das Gewölbe über einem fast für den Himmel halten könnte, bis man von dort riesige Steinklötze bedrohlich schwer über sich hängen sieht. Treppen führen ins Nichts oder sind so schmal, dass man sie fast nur noch als die Andeutung einer Treppe bezeichnen könnte.

      Viele halten diese finstere, feindselige Architektur für einen Nebeneffekt der Fäule, aber in Wirklichkeit sind dort zwei gegensätzliche Kräfte am Werk: Einerseits ist es die dämonische Präsenz der "Erstigkeit der Architekten", die ihr endloses Labyrinth auf die "Primärebene" Sapphirias ausdehnen will. Auf der anderen Seite ist die "Fäule" eine Unterart der intelligenten Nebango-Pilze, die genau das verhindern wollen, dabei jedoch auch gelegentlich "unschuldige" Häuser befallen und ahnungslose Menschen unfreiwillig in den Wahnsinn treiben, weil ihre Sporen als Empfänger für ihre telepathischen Kräfte funktionieren können.
      "Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."
      - Douglas Adams, "Das Restaurant am Ende des Universums"

    • Na hui, @PolliMatrix, das ist ja mal eine Idee, eine Krankheit für Häuser. Hab ich richtig verstanden, dass die Pilze normalerweise eingedrungene Labyrinth-Bauten befallen, also quasi als Gebäude-Antikörper wirken? Dann ist die Fäule so etwas wie ... eine Autoimmunerkrankung deiner Welt?
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Veria schrieb:

      Hab ich richtig verstanden, dass die Pilze normalerweise eingedrungene Labyrinth-Bauten befallen, also quasi als Gebäude-Antikörper wirken? Dann ist die Fäule so etwas wie ... eine Autoimmunerkrankung deiner Welt?
      Ja, diese spezielle Unterart der Pilze (die Fäule) befällt bevorzugt die extradimensionalen Labyrinthe, die man am ehesten die eigentliche Krankheit oder eine Art Parasit nennen könnte. Die normalen Nebango leben dagegen im Wald auf abgestorbenem Holz und ähnlichem.
      Ob man den Pilzbefall von normalen Häusern jetzt mit einer Autoimmunerkrankung vergleicht oder einem unerwünschten Nebeneffekt einer normalen Immunantwort, ist wohl Interpretationssache, denke ich.
      Eigentlich war es einfach so gedacht, dass die Pilze für die Krankheit gehalten werden, aber in Wirklichkeit eine Reaktion darauf sind.
      "Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."
      - Douglas Adams, "Das Restaurant am Ende des Universums"