[WBO] Bewertungssystem

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    • Ohne groß zu kommentieren oder Vorschläge zu machen möchte ich mich nur mal kurz anschließen, und sagen, dass mir das alte Bewertungssystem auch nicht gefällt. Ich kann verstehen, dass man Sprache und Layout bewerten möchte und fände das als B-Note in Ordnung, oder als einen Teil der Gesamtnote, der aber entsprechend gering ausfällt (vllt 1/5? Irgendwas in der Richtung). Klarere Richtlinien wären insgesamt schön, dann kann man auch mal wenig Punkte geben ohne das Gefühl zu haben, sich gleich mit der bewerteten Person persönlich anzulegen. Oder anonyme Bewertungen? Keine Ahnung.
      I would have followed you, my brother. My captain. My king.
    • Mal fix von der Leber weg ein anderer Vorschlag (habe noch nicht alle Beiträge gelesen, allerdings wäre ich auch gegen das Schulnotensystem, da das wirklich nicht jede*r kennt und es zudem nur unnötig komplex ist durch zwei unterschiedlich feine Skalen):

      - Originalität komplett streichen (eben wegen der stark unterschiedlichen "Abgefahrenheitslevel" der einzelnen Welten
      - Vorgabentreue wie gehabt
      - Statt Detailreichtum vielleicht so etwas wie "Abgeschlossenheit" im Sinne von "lässt keine Fragen offen" - das würde dann Eherwenigschreiber*innen gegenüber Ehervielschreiber*innen nicht strukturell benachteiligen. Wobei hier allerdings die Abgrenzung zu Stimmigkeit schwierig wäre. :kopfkratz: Vielleicht "Abgeschlossenheit" und "Weltenfeeling" statt Detailreichtum und Stimmigkeit?
      - "B-Note": Form (Sprache, Layout, ...) max. 5 Punkte, wenn alle anderen 10 kriegen.
    • Hm ... Fragen offen zu lassen kann doch aber auch Stilmittel (oder das Setting der Welt) sein, oder? Ich meine, es kann doch auch durchaus reizvoll sein wenn es dem Leser überlassen bleibt, ob zB tatsächlich eine Gottheit für etwas verantwortlich ist, oder jemand ein Wunder vorgetäuscht hat oder dergleichen. Und ist Weltenfeeling nicht auch eher etwas schwammig? Würde mir zumindest sehr schwer fallen, das fair zu bewerten. Aber gut, ich bewerte eh ungerne und werde es auch hier nicht tun. :P

      Wie wäre es denn mit kleinen Beispielsätzen zu den jeweiligen Noten so zur Orientierung? Also grob als Beispiel
      1 = Ich finde überhaupt nichts zu meckern, es ist perfekt!
      2 = Da ist noch Luft nach oben, über ein paar störende Details bin ich beim Lesen gestolpert, aber dieser Beitrag ist wirklich gut
      3 = Der Beitrag ist okay - nicht herausragend, auch nicht schlecht. Ein paar Details fand ich ziemlich cool. Hat mich insgesamt unterhalten, aber nicht so richtig begeistert.
      4 = Der Beitrag passt zum Thema, ich habe alles verstanden, aber er konnte mich nicht mitreißen
      5 = Der Beitrag konnte mich nicht überzeugen. blabla und so weiter
      6 = Hier hat sich jemand leider keine Mühe mit dem Beitrag gegeben, oder konnte mit dem Thema wohl nichts anfangen.

      nur so als Idee ;) (edit: und evtl immer subjektiv formuliert im Sinne von "ich finde ... in meinen Augenm meiner Meinung nach... statt "das ist so", wenn man Haare spalten möchte. Insbesondere die 6 kann halt hart wirken, ohne böse gemeint zu sein, aber man will das spektrum auch voll ausschöpfen können, oder?)
      nobody.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Yrda ()

    • „Probleme“ des WBO-Bewertungssystems aus meiner Sicht:

      • Unklare / Schwammige Bewertungskategorien
      • Zu hohe Bewertungsspanne
      • Punkte sind oftmals Intransparent
      • Sprache und Gestaltung können nicht bewertet werden



      Unsere aktuellen Bewertungskategorien und meine Meinung zu diesen:

      Spoiler anzeigen


      Originalität

      Gomeck schrieb:

      hier wird geschaut, wie originell das Ganze ist, ohne es zu übertreiben - ein "völlig normales", alltägliches Ergebnis bekommt hier weniger Punkte als ein etwas abgefahreneres, allerdings kann man es auch mit völlig an den Haaren herbeigezogenen Sachen übertreiben, das ist dann nicht mehr originell, sondern übertrieben und gewollt "lustig".
      Ähnlich wie Gomeck, sehe ich es auch. Originalität wird meiner Erfahrung nach in den meisten Fällen mit etwas wie "Unoriginell weil schon x mal gelesen" oder "Unoriginell denn der offensichtlichste Lösungsweg" gleichgesetzt.

      Deshalb schlage ich vor an dieser Stelle nicht die "Abgefahrenheit" der Welt / Weltenelemente bewerten zu wollen, sondern die Kreativität der Umsetzung der Aufgabenstellung. Es spielt keinerlei Rolle, wie "originell" die Welt ist, eine kreative Lösung kann in allen Welten erarbeitet werden.

      So habe ich diesen Punkt meistens gesehen.

      Vorgabentreue

      Gomeck schrieb:

      hier schaut der Juror, ob der Bastler alle geforderten Punkte der Aufgabe abgearbeitet hatte. Dabei kommt es nicht darauf an, ob er sie besonders originell, schön, detailreich oder stimmig beantwortet hat, es kommt nur darauf an, dass er (richtig) darauf eingegangen ist ("richtig" in Anführungszeichen, weil es manchmal sein kann, dass der Bastler zwar auf einen Punkt der Aufgabe eingegangen ist, aber auf eine Weise, die eigentlich nicht die Aufgabe erfüllt).
      Das Konzept, dass von der Jury Fokusse in der Aufgabenstellung vorgegeben werden, würde ich so beibehalten. Ebenfalls beibehalten würde ich die Empfehlung an die Jury, auch Punkte für Lösungen zu geben, an welche die Mitglieder der Jury bei der Aufstellung der Aufgabe nicht gedacht haben.

      Detailreichtum

      Gomeck schrieb:

      man kann eine Aufgabe sehr kurz und bündig und knapp beantworten und alle gefordernden Punkte abarbeiten, oder man kann es ausschmücken, Details ausarbeiten, vielleicht auch sogar Dinge dazubasteln, die gar nicht zwingend gefordert waren, das Ganze noch mit selbstgemalten Bildern, Inworld-Zitaten etc. garnieren, das alles gibt gute Punktzahlen in diesem Bereich. Nicht zu verwechseln mit dem vierten Punkt "Vorgabentreue", wo es darum geht, ob überhaupt alles Geforderte gebastelt wurde.
      Der Beschreibung von Gomeck ist eigentlich nichts weiter hinzuzufügen.

      Stimmigkeit

      Gomeck schrieb:

      hier wird nur geschaut, ob der Beitrag in sich stimmig ist oder ob es Logikfehler und offene Fragen gibt, Sachen, die in der beschriebenen Weise nicht so recht stimmen können oder unglaubwürdig sind. Man könnte es auch mit "Glaubwürdigkeit" umschreiben.
      Der Beschreibung von Gomeck ist eigentlich nichts weiter hinzuzufügen.



      Ich habe darauf aufbauend mal eine kleine Bewertungstabelle erstellt.
      Diese ist selbstverständlich nur ein Beispiel was Inhalt und Gestaltung betrifft. Ich habe mich dabei von folgenden Punkten leiten lassen:
      • -Reduzierung der möglichen Punkte
      • -Erzwingen einer Entscheidung (keine goldene Mitte / Neutralität)
      • -Bessere Beurteilung durch Textbausteine für die Jury
      • -Bessere Einschätzung der Bewertung durch die TeilnehmerInnen
      • -Bewertung von Sprache und Gestaltung einfügen
      • -Einfluss von Sprach- und Gestaltungsbewertung minimieren



      Was haltet ihr davon? Kann man darauf aufbauen? Ist das Müll? Habt ihr Verbesserungsvorschläge?
      :alt: :arbeit:

      Erst wenn wir die Vergangenheit gelesen haben, können wir die Zukunft schreiben.
    • Ich finde es schlüssig. Wo ich ein Problem ahne, ist "Kreativität der Lösungswahl" > "Die Art der Lösung war neu" vs "Die Art der Lösung war nicht neu".
      Man kann etwas erfinden, was man selbst für neu hält, und dann stellt sich heraus, dass irgendwer vorher auch schon auf die Idee gekommen ist. Von 5 Leuten können dann 4 sagen "das ist neu", einer bewertet es als "nicht neu", weil er zufällig schonmal irgendwo von so etwas gelesen hat und sich dann vielleicht sicher ist, dass es von da übernommen wurde. Das ist dann etwas schade, weil die kreative Eigenleistung durchaus vom Urheber stammen kann, der ja nichts dafür kann, dass irgendwo auf der Welt auch schonmal jemand so eine Idee hatte.

      Einen Lösungsvorschlag habe ich spontan dafür aber jetzt auch nicht, wollte das nur schonmal angemerkt haben.
      nobody.
    • Yrda schrieb:

      Ich finde es schlüssig. Wo ich ein Problem ahne, ist "Kreativität der Lösungswahl" > "Die Art der Lösung war neu" vs "Die Art der Lösung war nicht neu".
      Man kann etwas erfinden, was man selbst für neu hält, und dann stellt sich heraus, dass irgendwer vorher auch schon auf die Idee gekommen ist. Von 5 Leuten können dann 4 sagen "das ist neu", einer bewertet es als "nicht neu", weil er zufällig schonmal irgendwo von so etwas gelesen hat und sich dann vielleicht sicher ist, dass es von da übernommen wurde. Das ist dann etwas schade, weil die kreative Eigenleistung durchaus vom Urheber stammen kann, der ja nichts dafür kann, dass irgendwo auf der Welt auch schonmal jemand so eine Idee hatte.
      Ich bin so oder so der Meinung, dass die Bewertung rein subjektiv und nach der persönlichen Erfahrung und dem Wissen des Jury-Mitgliedes geschieht. So wie die WBO abläuft, können die Beiträge nicht objektiv und dann auch noch unabhängig von einander bewertet werden.

      Einige Textbausteine gefallen mir selbst auch noch nicht ganz, wollte nur das ihr eine grobe Ahnung bekommt. Nur weil eine Idee nicht neu ist, will ich ihr keine Eigenleistung absprechen. Diesen speziellen Punkt betreffend, meine ich wirklich eher etwas wie offensichtlich bzw. nahe liegend.

      Aufgabe: "Bastle irgendetwas das zwei Orte miteinander verbindet."

      Lösung 1: Eine Straße (1 - Eine Straße dafür zu verwenden ist wohl die offensichtlichste und einfachste um nicht zu sagen am wenigsten kreativste [am wenigsten originellste] Lösung.)
      Lösung 2: Eine Seilbahn (2 - Sieht man nicht alle Tage, ist aber jetzt auch nicht gerade genial.)
      Lösung 3: Eine rote Hängebrücke namens Goldtorbrücke (0 - Da hat sich jemand die Golden Gate Bridge unter den Nagel gerissen.)
      Lösung 4: Ein Rohr durch welches Briefträgerratten hin und her laufen (3 - Ja ok, gab es auch schon, aber ist immerhin einen Schritt weiter gedacht.)
      Lösung 5: Ein riesiger Spiegel, der den Orten eine Sicht aufeinander an einem Hügel vorbei ermöglicht (4 - Das ist mal eine originelle Idee, zwei Orte miteinander zu verbinden.)
      Lösung 6: Eine Vielzahl magischer Seile, welche die tektonischen Platten der Orte miteinander verbindet und so das abdriften der einen verhindert. (5 - Damit hätte ich jetzt wirklich nicht gerechnet.)

      Wieder nur Beispiele, aber so ungefähr habe ich mir das halt diesen Punkt betreffend vorgestellt.
      :alt: :arbeit:

      Erst wenn wir die Vergangenheit gelesen haben, können wir die Zukunft schreiben.
    • Jerron schrieb:

      Und inwiefern unterscheidet sich das jetzt von einer Bewertungskategorie namens "Originalität"? Das ist doch genau das gleiche, heißt aber anders.
      Nunja ich habe halt aus den Antworten mehrheitlich raus gelesen, dass versucht wird die Originalität auf die zu Grunde liegende Welt anzuwenden. Eine gewisse Respektperson hat das so formuliert:

      Jerron schrieb:

      (...) und die Kategorie Originalität benachteiligt alle Leute, die eben keine völlig abgedrehten Szenarien auf ihren Welten haben. Diese Kategorie habe ich persönlich immer eher dafür genutzt, um die einzelnen Beiträge in eine Reihenfolge zu bringen, weil man einen subjektiven Eindruck im Prinzip nur auf diesem Wege wiedergeben kann. Vielleicht wäre es schon hilfreich, diesen Punkt irgendwie anders zu nennen?
      Ich sehe es halt so, dass nicht die Welt oder das Szenario bewertet werden sollte, sondern die Lösung der Aufgabe. Deswegen die Umbenennung um vielleicht einen neuen Fokus setzen zu können. Genau genommen bin ich deiner Anregung gefolgt. :D
      :alt: :arbeit:

      Erst wenn wir die Vergangenheit gelesen haben, können wir die Zukunft schreiben.