Esbos ~ Gärten des Wahnsinns

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Vom 7.-8. März 2020 findet der WELTENWerker Konvent in Gießen statt. Der Stand ist gebucht. Wer noch mitplanen möchte und konkrete Vorschläge hat, ist eingeladen, sich im Planungsthread zu melden.

    • Esbos ~ Gärten des Wahnsinns

      Esbos
      Gärten des Wahnsinns

      Im Gasthaus Zur Goldenen Katze unterhalten sich derweil zwei uns unbekannte Präsenzen. Da es ein friedlicher und ruhiger Morgen ist und das frühe Licht des Morgensterns durch die milchigen Fenster hereinscheint, sind die zwei Konversierenden durchaus munterer Laune. Anscheinend handelt es sich um zwei gutmütige Persönlichkeiten, die auch alsbald in eine großartige Interaktion treten. Die etwas breitere beider Gestalten zückt zunächst etwas kleines, golden Anmutendes. Daraufhin können wir erkennen, dass die ihr gegenübersitzende Präsenz mit aufgeregtem Blick dreinschaut und dann beinahe verstummt.

      : Bist du sicher?
      / Zu unserem Vergnügen.
      : Du weißt, dass es uns untersagt ist.
      / Wir werden nicht darüber sprechen.
      : Wirst du es tun?
      / Wir beide.


      Es ist recht offensichtlich, was nun geschieht. Während die eine der beiden Gestalten eine äußerst kleine und viel zu schwer anmutende Schatulle tiefschwarzer Farbe in der Mitte des Tisches platziert, bereitet sich die andere der beiden Gestalten auf das, was gleich folgen mag, vor. Wir können jetzt auch erkennen, dass der kleine und golden funkelnde Gegenstand einer Bohne oder anderweitigen Hülsenfrucht gleicht. Mit einer äußerst synchronen und perfekt koordinierten Bewegung wirft die von uns anvisierte Gestalt die Bohne in die schwarze Schatulle, die im gleichen Moment vom Gegenüber mit einer ruckartigen Bewegung geöffnet und daraufhin sofort wieder verschlossen wird.

      : Hoffentlich gedeiht er.
      / Er wird expandieren.
      : Vielleicht implodieren.
      / Nur vielleicht.


      Was dem Scharfsinn der beiden Präsenzen entgangen sein muss ist aber, dass sich am unteren Rand der pechschwarzen Schatulle bereits ein kaum wahrnehmbarer Riss aufgetan hatte.


      Was beobachten wir hier?

      Spoiler anzeigen
      Zwischen den Welten und am Rande von Zeit und Raum liegt das Gasthaus Zur Goldenen Katze. Hier begegnen sich mächtige Gestirne, Himmelskörper und Gottheiten um zu konversieren, zu besprechen und um sich die Zeit mit Kindereien zu vertreiben. Bei der erwähnten Bohne handelt es sich um eine seltene, keimfähige Saat, die ganze Universen hervorbringen kann. Richtig ausgesät kann sie sie der Anfang großartiger Welten und Gefilde sein, die vor allem als Residenzen für die mächtigsten aller Gestirne dienen sollen. Unter ungünstigen Bedingungen ausgesät, kann sie jedoch vernichtenden Schaden anrichten. Bei der erwähnten Schatulle handelt es sich um ein mächtiges Bannwerkzeug, dessen Zweck es ist, das Ohn unter Kontrolle zu halten. Das Ohn ist eine alles verschlingende Leere, die unwiderruflich expandiert und die Existenz allen Bewusstseins bedroht. Insgesamt existieren nur drei derartige Schatullen, die unter strenger Aufsicht stehen.
    • Jerron schrieb:

      Wie säht man denn eine Universenbohne richtig bzw. falsch?
      (Ich will ja vorbereitet sein, falls ich mal eine finde.)
      Der Rat über die Goldene Saat

      Die Goldene Saat ist vermutlich der Ursprung aller Universen. Nicht viel ist über die Goldene Saat bekannt und nicht häufig wird sie gefunden, gesehen oder angelegt. Angenommen wird, dass sie alle paar Zyklen rein zufällig in den kosmischen Raum hineinfällt und dort solange umhertreibt, ehe sie von göttlicher Präsenz entdeckt wird. Verspeist eine göttliche Präsenz die Goldene Saat, so gedeiht aus ihr ein Baum des Lebens, dessen tausende Ausläufer weit in den Raum hineinreichen und dort ein ganzes Universum erschaffen. Auf diese Weise angelegt - und nur auf diese Weise! - bildet die Goldene Saat die Grundlage für die Entstehung eines ewig gedeihenden und fortan expandierenden kosmischen Raums.


      Der Rat über das Ohn

      Das Ohn entstand zusammen mit dem Urgestirn, das die erste Saat verspeiste. Es ist nicht bekannt, weshalb das Ohn entstand und auf welche Art und Weise. Bekannt ist aber auch nicht, wieso und auf welchem Wege die Urgestirne entstanden sind. Sicher ist, dass das Ohn eine absolut leere und von Raumzeit abgetrennte Präsenz darstellt, in der nichts gedeihen oder jemals existieren könnte (außer natürlich das Ohn selbst). Die Erzählung besagt, dass die ersten Urgestirne das Ohn in drei Teile zerschnitten und jeden Teil in eine besondere Schatulle verbannten, sodass es sich nicht weiter im stofflichen Raum des Kosmos ausbreiten, diesen resorbieren und damit vernichten könne.


      Über die Gärten des Wahnsinns

      Nachdem die Trickster Pollux und Castor eine Goldene Saat in das Ohn geworfen haben, implodierte der Keim innerhalb des leeren Raums und führte damit zum Zersplittern der bannenden Schatulle. Die hohe Energiedichte der Goldenen Saat im Inneren des Ohns triggerte alsbald das Wachstum einer schrecklich wuchernden und verdorbenen Version des Lebensbaums. Da alle beteiligten Präsenzen zügig handeln mussten und zudem auch eine Strafe für Pollux und Castor verhängt werden sollte, erschuf der Rat eine bannende Sphäre innerhalb derer das entkommene Ohn mitsamt der zersplitterten Schatulle sowie der verdorbenen Saat gefangen gehalten werden sollte. Unvorhergesehen war dabei, dass die Saat nicht etwa vollständig resorbiert und vernichtet wurde, sondern im Inneren des Ohns eine ebenso stoffliche, kosmische Welt erschuf. Diese Welt - Esbos - liegt innerhalb der besagten Sphäre, die ebenfalls als Gefängnis für Pollux und Castor dient. Da die erschaffene Sphäre nicht besonders stabil ist, aufgrund des hohen Energiepotentials in ihrem Inneren, muss sie kontinuierlich bewacht und gewartet werden, da ein Zerfall derselben womöglich zu einer allseits gefürchteten, kosmischen Krisensituation führen würde.

      Hans schrieb:

      Eine interessante Methode, neue Welten zu züchten.
      Das Ohn erinnert mich an Theorien zum sogenannten "vacuum decay". Wäre das so etwas Ähnliches?
      Das wäre möglich.
    • Im Hintergrund: Das Spiel des Lebens

      Seit Anbeginn der Existenz allen Bewusstseins inkarnieren zwischen den Zeiten und Welten die mächtigsten Urgestirne, Himmelskörper und Gottheiten. Seite an Seite mit den zartesten und jüngsten Seelen spielen sie das Spiel des Lebens, um sich die Zeit zu vertreiben. Nicht von Bedeutung ist, wo ihre prächtige Metropole ruht, in deren Zentrum das Gasthaus Zur Goldenen Katze liegt.

      Das Spiel des Lebens wurde von den ersten Seelen erfunden, die sich ihrer selbst bewusst waren. Bevor eine Seele inkarniert, wählt sie das Ziel ihrer bevorstehenden Reise. Damit verursacht sie bereits vorzeitig die Umstände und Bedingungen ihrer Inkarnation und ihres leiblich-stofflichen Lebens. Während des Inkarnationsprozesses hinterlässt die Seele einen Teil ihrer selbst im Reich zwischen den Zeiten als Anker zur göttlichen Welt. Der Seelenteil der inkarniert, muss, bevor er in einen stofflichen Körper fährt, die Schwelle zur Raumzeit überqueren. Beim Überqueren dieser Schwelle werden alle Erinnerungen an die göttliche Welt gelöscht und müssen im Verlauf des stofflich manifestierten Lebens wiedergewonnen werden, um schlussendlich in das Reich des Göttlichen zurückzukehren. Seelen, die die Erinnerung an ihre wahre Herkunft und Existenz binnen eines stofflichen Lebens nicht wiedererlangen, reinkarnieren solange in ihre Umstände, bis sie sich erinnern und zurückkehren können. Ein beliebtes Inkarnationsgebiet ist die irdische Welt, deren Spiel des Lebens gerade erst richtig begonnen hat.