Bücher und Bibliotheken

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    • Bücher und Bibliotheken

      Inspiriert vom ganz realen historischen Pack Horse Library Project, bei dem Bibliothekarinnen auf Pferden Bücher zu entlegenden Orten bringen, frage ich mich gerade, wie es in unseren Welten so aussieht mit Bibliotheken.

      Welchen Stellenwert und welche Form haben Bibliotheken in eurer Welt?
      Gibt es so etwas überhaupt?

      Wird Wissen in Büchern gesammelt oder auf ganz andere Weise? Und wer hat darauf Zugriff?
      Wer schreibt und wer liest die Bücher, wenn es Bücher gibt?
      Welche Art von Büchern gibt es? Dürfen Bücher der Bibliothek nur dort gelesen werden oder kann man sie ausleihen?


      ---

      In Ardanea gibt es mindestens eine Bibliothek in "der" (bisher einzig beschriebenen) Hauptstadt der Menschen (Berlion). Diese Bibliothek ist bisher an sich eine ganz normale Bibliothek mit Bibliothekaren, turmhohen Bücherregalen und labyrinthigen Gängen. Weitere büchergefüllte Etagen reichen in tiefe Keller unterhalb des Bibliotheksgebäudes, und es wäre nicht verwunderlich, wenn sich ihre unterirdischen Gänge unter der ganzen Stadt erstrecken würden. Je tiefer man hinabsteigt, desto älter werden die Bücher. In den tiefsten Etagen sind es keine Bücher mehr, sondern Steintafeln.
      Um Bücher in den oberen Regalfächern zu erreichen, werden gondelartige Schiffe verwendet, die über komplizierte Seilkonstruktionen an sämtlichen Regalen entlang gelenkt werden können.
      Ich möchte der Bibliothek bei Gelegenheit gern noch Besonderheiten verleihen, zum Beispiel herausfinden, wie sie zu ihren Büchern kommt, aber aktuell wird sie nicht aktiv bebastelt. Sie kommt bisher auch nur in meinem noch unfertigen Roman vor.


      Wie sieht es bei euch aus?
      nobody.
    • Auf Swyrtr sind alle Bibliotheken kaputt gegangen. Die größte mir bekannte Bibliothek ist die Private Schriftensammlung von Katheste Barmesisti Tarainaweti Miret:Ein Tag im Leben. Katheste durchsucht die Ruinen nach allem, was noch lesbar ist.

      Kanturia hätte da mehrere, allerdings nicht explizit ausgebastelt. Die einzige gebastelte Bibliothek ist gleichzeitig ein Bordell. Im Forum hier: [Kanturia] Der zerrissene Kontinent
    • Schönes Thema! :D
      Um ehrlich zu sein, habe ich mir da noch gar nicht so sehr Gedanken auf Æýansmottir gemacht! :-[ Also ob es überhaupt Bücher gibt. Schrift sollte es doch schon geben, denke ich, aber ich vermute doch eher handgeschrieben. Ein spannendes Feld, was ich definitiv mal bebasteln sollte. (Was für "Papier" habe ich überhaupt?)

      Yrda schrieb:

      Je tiefer man hinabsteigt, desto älter werden die Bücher. In den tiefsten Etagen sind es keine Bücher mehr, sondern Steintafeln.
      Ich versuche mir gerade (praktisch) vorzustellen, wie diese räumliche Anordnung zustande gekommen sein könnte. ;D
      Haben die frühen Ur-Bibliothekare erst mal ganz tiefe Stollen bzw. mehrere Kellergeschosse gegraben, um dort ihre Steintafeln zu verstauen?
      Logisch wäre vermutlich, dass man, wenn die Bibliothek mal wieder voll ist, ganz unten ein Kellergeschoß tiefer gräbt ("Aber Vorsicht mit dem ganzen Dreck! Nicht dass ihr die Bücher schmutzig macht!!"), dann müsste man allerdings mit ganz viel Arbeitskräften die Bücher alle chronologisch ein Stockwerk tiefer tragen.

      Erinnert mich grad irgendwie an die "kaufmännische Heftung" (das neuste Dokument liegt oben) und die "Amts- oder Behördenheftung" (das älteste Dokument liegt oben). ;D

      Man könnte sich aber auch vorstellen, dass die Bibliothek da erst später hingezogen ist. Zuerst war sie irgendwo anders, möglicherweise sogar in verschiedenen Gebäuden verteilt, bis man diese Immobilie mit den vielen Kellergeschossen erworben hat und da dann (chronologisch) alle Exponate untergebracht hat.

      Hans schrieb:

      Die einzige gebastelte Bibliothek ist gleichzeitig ein Bordell
      Das ist ... eine interessante Kombi. Wie kam es dazu?
      Vergiss es. Ich sollte einfach den Thread lesen. ;D
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      Jedes Tier sollte stolz sein, wie Grillgut auszusehen. Besser als wenn man hinschaut und sagt: "Nette Suppeneinlage." (Mara)
      The limit of the Willing Suspension Of Disbelief for a given element is directly proportional to its degree of coolness.
    • Im Universum 2b gibt es viele Bücher und viele Bibliotheken und die meisten sind einfach Bibliotheken. Universitäten haben Bibliotheken, Städte haben Bibliotheken, einige Privatpersonen haben Bibliotheken. Es gibt allerdings ein paar spezielle.

      Die Fast Vollständige Bibliothek ist die größte Bibliothek ihrer Zeit. Von einem großen Lesesaal aus gehem sternförmig Gänge ab, die von Bücherregalen gesäumt sind. Diverse Türen führen in weitere Räume zwischen diesen Gängen, in denen man natürlich ebenfalls Bücher findet. Unterhalb der eigentlichen Bibliothek liegt ein unterirdischer See in dem buchstabenförmige Mollusken leben. Diese werden gefischt und mit ihren Schalen werden Bücher gelegt. In der ganzen Höhle konzentriert sich Wissen aus 2b (und auch 2a) weshalb auf diese Art Kopien von Büchern aus beiden Universen entstehen, einschließlich solcher, die noch nicht geschrieben wurden. Diese Muschelbücher werden dann in ein handlicheres Format abgeschrieben und der Bibliothek hinzugefügt.
      Es ist nicht erlaubt, Bücher aus der Fast Vollständigen Bibliothek mitzunehmen.

      Die Fast Vollständige Bibliothek gibt es leider schon lange nicht mehr. Ihr Nachfolger ist die Wachsende Bibliothek. Diese wird ständig größer, weil sie Teams von Buchjägern aussendet, die noch fehlende Bücher aufspüren und magisch kopieren. Eins dieser Teams hat die Überreste der Fast Vollständigen Bibliothek gefunden, die Bestände zu kopieren könnte aber dauern.

      Beide Bibliotheken sind mysteriöse EInrichtungen von denen nicht ganz klar ist, wer sie eigentlich gegründet hat oder ob es überhaupt jemand getan hat. Sie sind einfach da, als wäre es ein Naturgesetz des Universums 2b, dass es eine solche Bibliothek geben muss.

      Ansonsten hätte ich noch den Bücherhort des Drakon (magischen Drachen) Leanemon auf dem Planeten X (heißt so, weil er der zehnte Planet des Sonnensystems und magisch verborgen ist). Leanemon ist ein zweiköpfiger Drakon, der sich in zwei Drakons, Lea und Nemon, aufspalten kann, die ihrerseits in der Lage sind eine halbmenschliche Gestalt anzunehmen. Anstelle von Feuer kann Leanemon ein giftiges Gas spucken, das sich hervorragend dazu eignet, Papier von Schimmel, Milben und anderen Problemen zu befreien. Aus diesem Grund hortet Leanemon nicht Gold und Juwelen, wie die meisten Drakons, sondern Bücher. Im Laufe der Zeit ist der Hort zur größten (und am schlechtesten sortierten) Bibliothek des Planeten geworden. Und ja, er ist öffentlich zugänglich. Aber wehe dem, der ein Buch stiehlt.
      Jedes Buch dort handelt mehr oder weniger von Sex. Jedes einzelne. X ist ein seltsamer Planet.

      Und dann ist da noch die Bibliothek zwischen den Welten, aber die ist noch nicht annähernd ausgearbeitet.
    • Das gefällt mir @Skelch I.! :D

      Spielen Bibliotheken bei dir bzw. deinen Welten eine wichtige oder wesentliche Rolle?

      Und: kennst du eigentlich die Autorin Genevieve Cogman? ;D
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      Jedes Tier sollte stolz sein, wie Grillgut auszusehen. Besser als wenn man hinschaut und sagt: "Nette Suppeneinlage." (Mara)
      The limit of the Willing Suspension Of Disbelief for a given element is directly proportional to its degree of coolness.
    • Gomeck schrieb:


      Yrda schrieb:

      Je tiefer man hinabsteigt, desto älter werden die Bücher. In den tiefsten Etagen sind es keine Bücher mehr, sondern Steintafeln.
      Ich versuche mir gerade (praktisch) vorzustellen, wie diese räumliche Anordnung zustande gekommen sein könnte. ;D Haben die frühen Ur-Bibliothekare erst mal ganz tiefe Stollen bzw. mehrere Kellergeschosse gegraben, um dort ihre Steintafeln zu verstauen?
      Logisch wäre vermutlich, dass man, wenn die Bibliothek mal wieder voll ist, ganz unten ein Kellergeschoß tiefer gräbt ("Aber Vorsicht mit dem ganzen Dreck! Nicht dass ihr die Bücher schmutzig macht!!"), dann müsste man allerdings mit ganz viel Arbeitskräften die Bücher alle chronologisch ein Stockwerk tiefer tragen.

      Erinnert mich grad irgendwie an die "kaufmännische Heftung" (das neuste Dokument liegt oben) und die "Amts- oder Behördenheftung" (das älteste Dokument liegt oben). ;D

      Man könnte sich aber auch vorstellen, dass die Bibliothek da erst später hingezogen ist. Zuerst war sie irgendwo anders, möglicherweise sogar in verschiedenen Gebäuden verteilt, bis man diese Immobilie mit den vielen Kellergeschossen erworben hat und da dann (chronologisch) alle Exponate untergebracht hat.
      Meine Vorstellung geht eher in Richtung kaufmännischer Heftung - also die alten "Ablagerungen" sind unten, weil sie zuerst da waren. Vielleicht war da, wo Berlion jetzt steht, früher ein Ort der Wissenden, vielleicht wurde in mehreren Etagen immer höher gebaut (die Stadt Berlion befindet sich praktischerweise auf einer Anhöhe - das kann ursprünglich durchaus ebene Erde gewesen sein - ein Wissensberg anstelle eines Müllberges), um all das neue Wissen unterzubringen. Es wurde also eher in die Höhe gebaut als in die Tiefe gegraben. Es sei denn, es ist mal was "verschütt" gegangen.
      Ich frage mich gerade, ob die Straßen Berlions auf den ursprünglichen Bibliotheks-Fachgebieten basieren. Das wäre eigentlich mal eine interessante Frage für einen Stadtplan. Oder eine Map der Bibliothek ... :arbeit:
      nobody.
    • Gomeck schrieb:

      Das gefällt mir @Skelch I.! :D

      Spielen Bibliotheken bei dir bzw. deinen Welten eine wichtige oder wesentliche Rolle?

      Und: kennst du eigentlich die Autorin Genevieve Cogman? ;D
      Danke.
      Die Fast Vollständige Bibliothek und die Wachsende Bibliothek spielen eine wichtige Rolle in der Struktur des Universums 2b. Das heißt aber nicht, dass ich sie oft erwähne. Wichtig als Handlungsort sind sie nur dann, wenn die ganze Welt bedroht ist.
      Generell sind Bibliotheken sehr wichtig, ohne eine Bibliothek am richtigen Ort zur richtigen Zeit hätten viele weltbewegende Ereignisse nicht stattfinden können. Aus der noch nicht ausgearbeiteten Bibliothek zwischen den Welten kommt zum Beispiel ein Buch, das es einer Person erlaubt hat, eine ganze Fabrik in einem bronzezeitlichen Setting zu haben. Das führte zur Entstehung einer neuen Gottheit, ohne die es die große Mehrheit der Bewohner des Zivilisierten Reiches gar nicht gäbe.
      Nein, Cogman war mir bislang nicht bekannt, danke für den Namen, hab ich gleich mal nachgeschlagen.
    • Yrda schrieb:

      @Skelch I.

      Diese Buchjäger machen mich neugierig. Warum hab ich das jetzt direkt als Charakterklasse für ein Rollenspiel vor Augen? ;D
      Erfunden habe ich sie, als ich einen Guide für eine fiktive Fernsehserie geschrieben habe. In dem Dokument heißen sie noch "Bücherjäger", das habe ich geändert, weil ich nicht denselben Namen benutzen wollte wie Walter Moers. In der Beschreibung der Gruppe, um die sich die Serie dreht, habe ich mich tatsächlich an Charakterklassen in Rollenspielen orientiert.
    • Ah cool. :)
      Die Bücherjäger von Moers hatte ich gar nicht auf dem Schirm, weil ich nur eins von seinen Büchern gelesen habe (Ensel und Krete) und es nicht so mein Humor war. Daher war das ansonsten jetzt auch ganz frei assoziiert.^^
      Kann man den Guide irgendwo lesen?

      Bezüglich Drache und Bücherhort kann ich dir vielleicht was lustiges zeigen, falls ich es wiederfinde. Du hast mich da an was erinnert. :D
      nobody.
    • Hm, mal sehen, was finden sich in meinen Welten so für Bibliotheken.

      Kaláte: Das Buch als zwei Deckel mit Blättern dazwischen ist von untergeordneter Bedeutung. Wenn man sowas will, dann geht man mit der (gekauften) Dokumentendatei zum Druckautomaten und erledigt das schnell. Die Bibliothek ist somit quasi "das Internet". Alleine auf Saivan gibt es 19'000 Serverfarmen, die redundant alles an Druckwerken gespeichert haben, was sich so findet.
      Bibliotheken für Bücher, also zwei Deckel mit Blättern dazwischen, gibt es natürlich auch, aber da sind dann eher vergoldete Kunstwerke drin als die billige Schmonzette für die seichte Unterhaltung. Zum Beispiel die Castasslynidische Bücherhalle in Lyn, die ist auch architektonisch ein prächtiges Schmankerl.

      Laharia: Es gibt viele Bücher, und jeweils ein Exemplar liegt in einem Bücherlager, quasi eine versteckte Nationalbibliothek. Sogar das Reich der Marcoova hat so etwas, und zwar in Paitro im Südosten. Das sind aber keine Bibliotheken, wo man reinkann und lesen oder ausleihen, sondern feuersichere Bunker mit Magieblockade und allem Schnickschnack. Die wurden damals nach dem Fall des Sicauischen Grossreiches gegründet, falls wieder mal jemand anfangen will, Bücher zu verbrennen. Dann könnte man von dort aus nachher alles wieder kopieren.
      Öffentliche und auch private Bibliotheken gibt es natürlich auch. Herauszustellen ist die Universitätsbibliothek in Imareak in Tuibe. Mit Fernleihe per Post! Gibt es nur dort.

      Sektorwelt: Klar gibt es Bibliotheken, grosse, kleine, prächtige und hässliche. Interessanterweise hat jede Bibliothek jedes Buch. Und das Bibliothekswesen überreicht einem immer genau jenes, das man gerade braucht (nicht jenes, das man gerade will, wohlgemerkt). Aber über die Wesen sollte man sich nicht wundern.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Skelch I. schrieb:

      Erfunden habe ich sie, als ich einen Guide für eine fiktive Fernsehserie geschrieben habe.
      Klingt nach einem spannenden Format. Wie viele Folgen hat die Serie denn (nicht ;) )?
      "Die Leichen der Euren werden genügen diese Ebene in Calislad, die Knochenebene, zu verwandeln. Ich sage euch noch einmal: geht!, hier und zwischen diesen Bäumen wartet nur der Tod auf euch.“
    • In Visinnur (Xooi) gilt für Bibliotheken grundsätzlich, dass die Benutzerfreundlichkeit an unterster Stelle steht. ;D Naja, okay, vielleicht nicht ganz unten. Aber es gibt schon zahlreiche Orte, bei denen aus ästhetischen Gründen große Erschwernisse in Kauf genommen werden.

      Da wäre etwa, dass jede Stadt grundsätzlich ihr eigenes Alphabet führen darf, das dann auch für alle offiziellen Bibliotheken gilt. In Worintu gibt es den Buchstaben R gleich gar nicht (das R im Namen der Stadt wird geflissentlich ignoriert) und in Bibliotheken sind Bücher, deren Autor:in mit R beginnt, daher etwas schwer zu finden. Vielleicht sogar nach persönlichen Ermessen der Bibliothekar:innen jeweils ganz woanders. :D

      Andere Städte präferieren kleine Bibliotheken zu ihren jeweils eigenen Themen. Wer dann also ein naturwissenschaftliches Buch haben will, muss vllt in eine kleine Vorstadtbibliothek fahren... prinzipiell zugänglich sollten die natürlich schon sein, oder zumindest lassen sich Bücher dann auch bestellen. Oder drucken - das ist unter umständen einfacher, denn Druckereien sind weniger kompliziert. Aber nicht notwendigerweise unkompliziert. Manche drucken ihre Bücher halt nur mit gelber Tinte.^^
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Als ich noch die Schollen in kn hatte und man tief, tief runter konnte, hatte ich eine Scholle die auf Büchern saß. Dabei muss man sich das weniger wie eine Bibliothek vorstellen, sondern mehr wie ein Gestein, also man konnte dort Bücher abbauen.

      Inzwischen hadere ich mit dem Alphabetismus in kn. Alle haben mal gelernt zu lesen und zu schreiben, aber Öckel hats dann vielen halt auch vermiest. ^^
    • Obwohl ich selbst in einer Bibliothek arbeite und immer schon Bücher geliebt habe, habe ich mir - ehrlich gesagt - noch nicht sehr viele Gedanken über dieses Thema in Bezug auf meine Elben-Zivilisation gemacht. Natürlich haben sie Bücher, und auch Bibliotheken. Die größte Bibliothek befindet sich naheliegenderweise in der Hauptstadt (von der ich immer noch nicht weiß, wie sie heißt, weil ich mitten in einer gründlichen Überarbeitung des altalbischen Wortschatzes stecke, der bislang in einem ziemlich unordentlichen Zustand ist), und die ist sicher in ihrer Zeit eine der größten der Welt.

      Es sind auch längst nicht mehr alle Bücher von Hand geschrieben. Zwar gibt es noch keinen Buchdruck mit beweglichen Lettern, aber eine Schablonendrucktechnik, die Lilde Selthare (eine religiöse und politische Reformatorin, die somit gewissermaßen Luther und Gutenberg in einer Person wäre) zugeschrieben wird. Damit lassen sich Bücher schon ein paar hundert Mal reproduzieren. Aber wenn ich mir anschaue, dass die Elben eine große Nation von Erfindern sind (allein schon um der Knappheit an Arbeitskräften abzuhelfen, die aus der Abschaffung der Sklaverei resultiert), kann ich mir durchaus vorstellen, dass da irgendjemand doch eine Art Buchdruck erfindet, wenn auch wohl mit Lettern aus Holz statt aus Metall.
      ... brought to you by the Weeping Elf