Namen und was dazu gehört.

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    Die diesjährige Olympiade beginnt am 19 .7.
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • Namen und was dazu gehört.

      Gibt es bei euch seltsame oder interessante Regeln zu Namen?
      Sowas wie, unter Umständen ändert sich der Name. Ein "Kindsname" und "Erwachsenenname" wäre hier ja schon fast was übliches. Wonach werden solche Namen gewählt?
      Oder jener Indianer, der Letzte seines Stammes, der die Regel hatte, seinen Namen erst dann verwenden zu dürfen, wenn er mit diesem vorgestellt wurde. Da es niemanden mehr gab, der ihn mit Namen hätte vorstellen können, lebte er fortan namenlos.

      Was ist euch so zu Namen eingefallen?
    • In Chton's'chr habe ich die klare Trennung zwischen Ratsnamen und Rufnamen. Der Rufnamen wird bei Geburt vergeben und ändert sich nie, wird aber nur im streng privaten Kreis, in gewissen sozialen Schichten auch öfter verwendet. Der Ratsname wird in einem Adoleszenzritual ausgesucht und wird fortan für alle offiziellen Anlässe verwendet. Dieser Name darf auch geändert werden, was zum Beispiel durch eine Meinungsänderung zu einem wichitgen politischen Thema zustande kommen kann. In manchen Schichten repräsentiere diese Ratsnamen Familien, eigentlich wird das aber in den Oberen Räten nicht so gern gesehen, weil Familie offiziell in Chton's'chr überhaupt keine Bedeutung hat.


      Hier im WBO-Beitrag ist das alles noch genauer beschrieben (wo ich noch einen semi-canon dritten Namen dazugefügt habe, um der Aufgabe gerecht zu werden)
      Zwei gesichtslose Tintenfische tanzen in den Tod

      Fragen stellen ist wichtiger als Antworten geben. Meistens...
    • Ooh, Namen! Ich habe zu den meisten meiner genauer bebastelten Völker seitenlange Abhandlungen zum Thema Namen. Wobei mir nicht ganz klar ist, ob es hier speziell um persönliche Namen und deren Auswahl geht oder Namenskonventionen im Allgemeinen.

      • Bei den Oremh regiert quasi eine Art spanisches Namenssystem: [Vorname] [Familienname des Vaters] [Familienname der Mutter]. Jedenfalls beim Adel. "Normalos" benutzen nur einen Familiennamen, den des Vaters, weil infolge der Dhim-Geschichte ein patriarchalisches System entstand. In sehr formellen Kontexten benutzen adelige Oremh 4 Nachnamen und nehmen noch de facto die der in obigem Schema nicht berücksichtigten Großeltern hinzu. Dann gibt es noch eine Reihe von Höflichkeitssuffixen, die man an die Namen anhängen kann, und es gibt etliche Höflichkeitslevel in der Ansprache, die sich aus unterschiedlichen Kombinationen von Namensbestandteilen mit Höflichkeitssuffixvariationen ergeben, aber das würde hier echt den Rahmen sprengen.
      • Die Siú machen es ähnlich: [Vorname] [Hausgemeinschaft von Elternteil 1] [Hausgemeinschaft von Elternteil 2], aber dann wird noch Information über den Geburtsort angehangen, entweder mit dem Partikel ta davor (wenn die Person dort geboren wurde und das Erwachsenenalter erreicht hat) oder ai (wenn sie nur dort geboren wurde und danach weggezogen ist). Der Geburtsort wird entweder vollständig genannt (wenn 2 Silben lang oder kürzer) oder abgekürzt. Ortskürzel gibt es für die meisten sundrischen Orte mit langen Namen (die Hauptstadt Eriáty wird z. B. zu Erat) und auch für ausländische Städte mit nennenswerten sundrischen Minderheiten wie die okroischen Städte Kalitri (-> Cálit) oder Aberra (-> Abra). Dieses System wird von allen Siú verwendet und es führt dazu, dass ich mir bei WBOs immer echt viele Namen ausdenken muss. ;D
      • Die Nayodi wählen sich bei Erreichen des Erwachsenenalters selbst einen neuen Vornamen. Der bisherige ("Kindsname") klingt typischerweise eher weicher und wird in formellen Kontexten an die 2. Stelle geschoben ([Erwachsenenvorname] [Kindsname] [Familienname]), im Alltag verwendet man aber [Erwachsenenvorname] [Familienname]. Der Kindsname wird innerhalb der Familie als Zeichen der Zuneigung aber häufig weiterhin verwendet. Eine eher lahme Erklärung, wie das ganze System entstanden ist, hatte ich mal im Rahmen der WBO gebastelt, aber das war recht erzwungen, weil ich dieses Namenssystem der Nayodi schon grob im Kopf hatte und die Aufgabenstellung dazu einlud, dass ich sie krampfhaft auf dieses System anwende und eine Erklärung bastle, woher es kommt. %-)
      • Die Okroer sind langweilig und haben ein einfaches Vorname-Familienname-System. Dieses wenden sie auch rigoros auf die Angehörigen sämtlicher Ethnien innerhalb ihrer Landesgrenzen an, sodass sich z. B. die Tapali nach Annexion durch die Okroer alle "offizielle" Familiennamen zulegen mussten und arme Angehörige von Seúri-Völkern (Oremh, Siú, Beluri) ständig die Hälfte ihres Namens unter den Tisch gekehrt sehen.
      • Die Dalakkha, Tumali, Agalani, Tirbeg und weitere (sprich: fast alle, die nicht so bürokratiegeil sind wie die Oremh oder Okroer) habe ich bisher nur mit einem einzelnen (Vor-)Namen bezeichnet. Vielleicht verraten sie mir ja bei Gelegenheit mehr über ihre Namenspraktiken. ;)
      Bisher kommt es bei keinem Volk vor, dass man bei Heirat oder einem sonstigen Übertritt in einen anderen Familienstand den Namen ändert.
      Die Bildung der Namen selbst erfolgt out-world nach den phonetischen Regeln der jeweiligen Sprache. In-world haben die natürlich tolle Bedeutungen. Bei den Siú haben die Vornamen häufig irgendetwas mit dem Geburtselement der betroffenen Person zu tun.
    • In der klassischen elbischen Zivilisation (auf dem Elbenpfad) sieht es so aus:

      Wird ein Kind geboren, erhält es von seinen Eltern einen gegebenen Namen. An seinem zwölften Geburtstag wählt es jedoch einen eigenen Namen, den Wahlnamen. Beide Namen haben in der Regel eine konkrete Bedeutung, die meistens die Wünsche der Eltern für das Kind bzw. seine eigenen Absichten ausdrücken. Dieser Wahlname ist dann der öffentliche Name, unter dem ein Elb allgemein bekannt ist. Der gegebene Name hingegen ist eine intime Angelegenheit und wird nur im Familienkreis benutzt. Es gibt den Aberglauben, dass jemand, der den gegebenen Namen einer Person kennt, damit magischen Einfluss - zum Guten wie zum Schlechten - auf diese Person ausüben kann. (Das ist, wie gesagt, natürlich Aberglaube, denn Magie gibt es auf dem Elbenpfad nicht, wie ich vorhin im Nachbarstrang erläutert habe.) Dem Wahlnamen können noch verschiedene Beinamen hinzugefügt werden, beispielsweise eine Herkunftsbezeichnung, eine Berufsbezeichnung oder Ähnliches.
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    • Doch, sind sie. Da hast Du in der Tat eine Inkonsistenz entdeckt. Das muss ich ändern - also sind gegebene Namen keine großen Geheimnisse, aber sind schon irgendwie intim. Einen wildfremden Erwachsenen mit seinem gegebenen Namen anzusprechen ist eher etwa so, als würde man einen solchen hier im deutschsprachigen Raum duzen.
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