Tiere und ihre Rechte

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    Die diesjährige Olympiade beginnt am 19 .7.
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • Tiere und ihre Rechte

      Angeregt durch Hyks Beitrag zum Thema welche Tiere geritten werden, würde es mich interessieren, wie es sich mit Tieren und ihren Rechten so auf euren Welten verhält.

      Wann ist ein Tier überhaupt ein Tier und wann wird daraus Mensch/Elf/Was-auch-Immer; macht man diese Unterscheidung bei euch? Und wenn ein Tier dann ein Tier ist, werden ihm Rechte zugestanden? Wie sehen diese aus, was passiert, wenn diese verletzt werden?
      "»Huch«. machte der Dachs, als er aufwachte. »Heute bin ich aber schlecht gelaunt. So etwas von schlecht gelaunt, ich bin ja richtig gefährlich!«" - Udo Weigelt, Der Dachs hat heute schlechte Laune.
    • In der Oldanischen Verfassung heißt es in Abschnitt 9 - Umwelt- und Naturschutz:


      "5. Kein Tier darf gequält oder ohne den Grund der Nahrungszubereitung getötet werden. Die Tötung muss in möglichst kurzer Zeit ohne die Zufügung unnötiger Schmerzen durchgeführt werden. Jedem von Menschen gehaltenen Tier sind Lebensumstände zu gewährleisten, die seinen natürlichen Lebensumständen nahekommen.

      6. Die Durchführung von Tierversuchen jedweder Art ist nicht gestattet.

      7. Die Rechte von Pflanzen, Tieren und Lebensräumen können durch gesetzliche Vertreter eingeklagt werden."
      Deutsch-oldanisches Institut Leipzig
    • Absatz der valekischen Gesetzesgrundlagen lautet:
      Tiere benötigen Schutz und haben das Recht auf ein Leben ohne Schmerz, Leid und Furcht. Eine allfällige Schlachtung hat in einzelner persönlicher Betreuung, schmerzfrei und schnell zu erfolgen.

      Dabei bedeutet allfällig, dass eine Schlachtung nahe dem natürlichen Ende des Lebens (also nicht bei Jungtieren) stattfinden muss, wenn sie denn überhaupt stattfindet. Schmerzfrei bedeutet, dass die Tiere vorher eine Betäubungsspritze kriegen. Und die einzelne persönliche Betreuung bedeutet, dass der Halter das Tier von vor der Spritze bis nach dem Tod im Arm hält, wie man das bei liebgewonnenen Tieren halt so macht.
      Im Besonderen bedeutet das alles, dass in Valeka niemand aus dem Töten von Tieren Profit schlägt. Allemal kriegt der Halter durch den Fleischverkauf einen Bruchteil der Haltungskosten wieder rein. Und für die Tierärzte ist eine jahrelange Versorgung mit beispielsweise Nierentabletten auch profitabler als eine Betäubungsspritze.

      Tiere werden allerdings durchaus genutzt. Geritten, vor Wagen gespannt, oder als Quelle für Blut verwendet, und die Kityat, die jährlich nach der Eiablage tot umfallen, werden sowieso gegessen. Aber man hat eine persönliche Beziehung zu den Tieren und tut sein Möglichstes, ihnen das Leben schön zu machen.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • @Veria und @Giélu Wetaras, gilt das wirklich ausnahmslos für alle Tiere? Parasiten, Schädlinge? Was passiert, wenn ein Tier aus Versehen getötet wird? Etwa wenn ein Radfahrer über einen Käfer rollt oder ein Reh vor ein Fahrzeug spring? Wie gingen Gärtner mit der den Heerscharen von Schnecken um, die sich auf Gemüsebeete stürzten, wenn es solche in euren Welten gibt?
      "»Huch«. machte der Dachs, als er aufwachte. »Heute bin ich aber schlecht gelaunt. So etwas von schlecht gelaunt, ich bin ja richtig gefährlich!«" - Udo Weigelt, Der Dachs hat heute schlechte Laune.
    • Grummeliger Dachs schrieb:

      @Veria und @Giélu Wetaras, gilt das wirklich ausnahmslos für alle Tiere? Parasiten, Schädlinge? Was passiert, wenn ein Tier aus Versehen getötet wird? Etwa wenn ein Radfahrer über einen Käfer rollt oder ein Reh vor ein Fahrzeug spring? Wie gingen Gärtner mit der den Heerscharen von Schnecken um, die sich auf Gemüsebeete stürzten, wenn es solche in euren Welten gibt?
      Daran habe ich schon gedacht. Es folgt in einem späteren Artikel der Oldanischen Verfassung daher die Konkretisierung, dass die genaue Ausgestaltung gesetzlich geregelt ist. Es bestehen also Ausnahmen für die Schädlingsbekämpfung bis zu einem gewissen Grade. Alles andere ist, da nicht vorsätzlich, auch nicht strafbar. Jedoch gilt eine Sorgfaltspflicht. Würde z.B. ein Ameisenhaufen durch unsachgemäße Forstarbeiten beschädigt, so wäre auch dies strafbar.
      Deutsch-oldanisches Institut Leipzig
    • Im Prinzip, ja. Aber natürlich werden die Tierrechte gegen andere Rechte aufgewogen: Eine schimmergrüne Blutnadel wird, wenn sie in einem Gebäude angetroffen wird, zerschlagen, weil sie sonst womöglich beim Stich eine gefährliche Krankheit überträgt. Ein verwirrtes Wildtier, das über den Dorfplatz rennt und Leute anfällt, wird auch erlegt. Und die Felder werden auch vor Schädlingen geschützt, wenngleich bevorzugt mittels eines Repellents.
      Keinesfalls allerdings gibt es etwa Giftköder, Schnappfallen oder einen grossen öffentlichen Aufschrei, der Problembär (naja, es gibt keine Bären) im Wald möge doch bitte umgebracht werden. Ein Wildtier, das Nutztiere reisst, würde eingefangen und in ein anderes Habitat gebracht.
      Jagd ist aber erlaubt. Also, sofern man der Beute mit einem Biss (Biss! Kein Werkzeuggebrauch!) das Genick brechen kann. Das schränkt die Lazatha durchaus auf deutlich kleinere Beutetiere ein, als sie in früheren Zeiten mit Kehlenbiss erjagt haben. - Die allermeisten Lazatha jagen aber eh nicht mehr und ernähren sich von Kityat, die ja bekanntlicherweise von alleine tot umfallen.

      Unfälle werden als etwas betrachtet, woran keiner schuld ist, ausser man wäre wie eine gesengte Sau gefahren. Oder besoffen. Stepptanz neben dem Ameisenhügel wäre verboten, ein Spaziergang wird aber nicht gleich als Käfermord betrachtet.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Grummeliger Dachs schrieb:

      Wann ist ein Tier überhaupt ein Tier und wann wird daraus Mensch/Elf/Was-auch-Immer; macht man diese Unterscheidung bei euch?
      Da versuche ich wie an ein paar anderen Stellen mehr zwischen den Kategorien zu haben. :) Am besten gelungen ist das momentan bei den Mantikoren, die zwar Sprache benutzen um ihre humanoide Beute anzulocken, bei denen aber nicht klar ist, ob sie die Sprache selbst verstehen oder nur angelernt haben, welche Töne sich am besten zur Lockjagd eignen. Auch in eine Mischkategorie fallen vielleicht Harpyen, bei denen du einen Abend mit dem Schwarm zusammensitzen, speisen und verhandeln kannst, aber nicht mehr da sein solltest, wenn sie hungrig wieder aufwachen. Die haben auch einige Spracheigenheiten, etwa wenn sie prahlerisch von ihren Taten erzählen, die sie aber gar nicht vollbracht haben, sondern von denen sie nur gehört haben und sie für gut befanden. ...da muss ich nochmal überlegen, wie man einige Tiermenschen vielleicht mehr animalisieren kann, ohne dass sie einfach nur primitivere Kulturen darstellen.

      Zu "Tierrechten" hatte ich noch sowas wie Richtlinien zur "guten Jagd", die auch wieder Jungtiere und Herden über Klippen zu stürzen ausnimmt. Aber da ist noch nicht ganz klar, wer sich dafür interessiert, gerade wenn es in einer Sippengemeinschaft in einem sonst Nahrungskargen Land um die Ernährung geht.
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eru ()

    • In Silaris ist mir (zumindest bisher) nicht bekannt, dass irgendwo eine Tierrechtsethik vertreten wird, wie es sie bei uns auf der Welt gibt.
      Für die Elavier ist das Töten von Wirbeltieren nur in Ausnahmefällen erlaubt und die Nahrungsgewinnung zählt definitiv nicht dazu. Tiernutzung gibt es dort aber und sie läuft auch nicht immer perfekt tiergerecht ab, das trifft auf die Nutzung von menschlichen Arbeitskräften dort aber auch zu.

      Ruaris hat ein wesentlich strikteres Tierschutzgesetz als wir, das zum Beispiel lange Schlachttransporte, beengte Haltungsformen etc. bestraft und allgemein wird Tierquälerei nicht wie bei uns als Sachbeschädigung eingeordnet und auch entsprechend härter bestraft. In Arunien trifft das auf Tierquälerei zu, die "zum Spaß" verübt wird, wenn es ums Geldverdienen geht, sind die Regeln da aber ziemlich locker, schließlich will man sich nicht "die Freiheit einschränken lassen". Die Bestrafung der Tierquälerei zum Spaß findet auch weniger wegen der Tiere statt, sondern eher, weil davon ausgegangen wird, dass solche Täter auch eine Gefahr für ihre Mitmenschen darstellen.

      Die Sariler haben ein paar Regeln zur waidgerechten Jagd, aber sonst herrscht da ein sehr robuster Umgang mit den Mitmenschen und auch mit Tieren. Was ihre Einstellung zum Konsum von Tiermilch betrifft, wären sie sich aber mit den Veganern bei uns einig.

      Ethische Veganer gibt es in Ländern, wo solche Entscheidungen möglich sind. In Elavien gilt das als besonders edle Lebensform, bei den Aruniern und Ruariern gibt es ähnlich wie bei uns Gruppen, die das eben für richtig halten.
    • Elaborierte Gesetze wie einige hier schon gepostet haben, hab ich bei Xooi bislang nicht; das ist auch wohl nicht so mein Ding, sowas zu basteln.

      Aber die Welt war von Anfang an so definiert, dass die Bevölkerung grundsätzlich mal vegan ist. Das Jagen von Tieren zum Spaß oder um an Fleisch zu kommen, ist weniger verboten als vielmehr gesellschaftlich geächtet.

      "Nutztiere" gibt es in gewissem Sinn, aber nur als einzelne Exemplare, die zur Erforschung kurzfristig gehalten werden. Um die Qualität von magisch hergestellter Milch festzustellen, ist es praktisch, mit Tiermilch vergleichen zu können. (Wobei natürlich ein Imitieren nicht das Ziel ist, geht eher um alchemische Untersuchung als Referenz.) Das sind allerdings einzelne Fälle und die Tiere werden nach einmaligem Melken vermutlich in freie Wildbahn geschickt.

      Ein Reittier gibt es auch, nämlich das Pferd. Davon gibt's genau eines - ob nach dessem Ableben ein weiteres in die Welt geholt wurde, weiß ich noch nicht. Sonst gibt es glaub ich keine Reittiere, außer magische vielleicht (das sind dann aber keine Tiere, sondern was, was so aussieht.)

      Haustiere gibt es in irgendeiner Form, wie es genau mit deren Rechten aussieht, weiß ich nicht - aber sie schlecht zu behandeln, geht gesellschaftlich nicht. Abrichten von Tieren ist sehr sehr unüblich.

      Da in Xooi die Ästhetik und die Forschung Vorrang haben, sind Tierrechte also nicht so tief verankert wie Menschenrechte, andererseits gibt es kaum Probleme damit, und gesellschaftlich werden sie geachtet. (Und wenn nicht, greift die Parallelwelt Xoii ein, und kümmert sich drum.^^)
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Wenig überaschend gibt es in kn keinerlei Tierrechte und dementsprechend grausam läuft das auch ab. Aber gut was erwartet man von einer Welt in der auch Menschen einfach mal so getötet werden. Die Nehlen allerdings werden eigene Normen haben, wie sie mit Tieren insbesondere bei der Jagd umgehen.