Projekt mit Titelphobie

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    Die diesjährige Olympiade beginnt am 19 .7.
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
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    • Projekt mit Titelphobie

      Tasse Kaffee zur Hand, die Tatstatur wartet und aus dem Lautsprecher dröhnt "Your Escape" von Abney Park - eigentlich alles ideal um etwas Text auf Festpladde zu rotzen, wäre da nicht dieses kleine Problem. Ich kann mich nicht auf n Titel festlegen, weder für das Setting, noch für die Story (Stories, hoffentlich).
      Ich schreibe diese Geschichte (Teile, Fragmente? -What ever) schon zum drölfzigsten Male an. Der Ursprüngliche Titel ist längst nicht mehr passend, nicht zuletzt weil die Ursprüngliche Hauptfigur weggefallen ist. Vielleicht köönt ihr mir ja helfen.

      Zunächst etwas Übersicht.
      Das Projekt ist schon was älter, gut 10 Jahre (hieß ursprünglich Legacy Khenget und gammelt folgerichtig immer noch unter Legacy in der Ablage herum). Ich möchte euch mit dem internen Werdegang nicht langweilen, abschließender Stand ist folgender:
      Das Thema dreht sich in der Hauptsache um die Frage "Was ist 'Mensch'" und ist humanistisch/rassistisch/elitistisch/sozialkritisch motiviert. Letztendlich geht ja auch gar nicht darum, was wir wie definieren, sondern vielmehr wie wir damit umgehen und ob wir inwieweit bereit sind, bequeme, komfortable Sichtweisen zu verlassen und neue Werte zu akzeptieren. Oh, mist, ich schreib mich gerade wieder in rage, gehört ja gar nicht so sehr hierhin, zumindest nicht zur Gänze.
      Egal, Schauplatz ist ein kolonistisch weit erschlossenes Sonnensystem (Hard SciFi) und das außerirdischste sind europäische Phosphoralgen. Wen's interessiert, mir diente vor allem Buck Rogers 25th Century, Escape from Terra und Quantum Vibe als Inspiration. Ich hab auf dem Mars sogar sowas wie Desert Runner ;D
      Natürlich mangelt es mittlerweile nicht mehr an Namen. Personen gibt's genug: Iskai Redclaw bzw Isabeau Vermillon, Lukas Antonov Rhoderick bzw. Cypher Kane, Gji, Cyrus Smith, Subject Delta-Rho, the Terran League uvm - nur kann ich mich nicht für einen Titel für das ganze entscheiden.
      Es werden durchaus mehrere Geschichten, ich habe mindestens zwei Konzepte für Iskai und Cypher festgelegt, beide mit vergleichbaren Themen: einmal 'was ist eine skrupellose Mischpoke bereit zu tun, um ihre Vision des Menschseins durchzusetzen' zum anderen 'ab wann hört ein Ding auf, ein Ding zu sein und wird ein Mensch?'. Dazwischen hängt noch ein Konzept, das beides miteinander verbindet.
      Für die Geschichten selbst einen Titel zu finden ist nicht ganz so schwer, aber ich tu mich mit dem übergeordneten Meta-Titel schwer. 'Vermächtnis' will mir nicht so recht gefallen. Ich hatte kurzzeitig mit 'Pirates of the Jovian' geliebäugelt, aber das vermittelt irgendwie den falschen Schwerpunkt.

      Also, das Sonnensystem ist besiedelt und es leben mindestens so viele Menschen außerhalb, wie auf der Erde. Zu den wichtigsten Kräften gehören das Bureau of Colonial Affairs, Coalition Mercatoris (White Martians Party) und die SO/TC (Solar Orbitrary Trading Company) (yes, misspelling is intentional). Ein großes Problem ist u.a. das Verhältnis Erde-Mars sowie jenes der verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Zudem ist die Erde von Resourcen aus dem Sonnensystem abhängig und die damirt befaßten Konzerne drücken sehr vehement auf die Rech6tebremse der äußeren 'Kolonien' und 'Versorgungsniederlassungen'. Jupiter und seine Monde sind eine Art Befreiungsschlag für jene gewesen, die sich vom aktuellen politischen System unterdrückt fühlten und haben trotz enormer Risiken eine beispiellose Besiedlungswelle gestartet. Die nachrückenden Kräfte der Inneren sorgen jetzt dort für Unmut und Unruhe. Man kann sich das ruhig wie eine Art Caribean Sea des Sonnensystems vorstellen, komplett mit einem Tortuga: Freihafen Thebe.
      Ohne zuviel zu spoilern, es gibt nicht gerade wenige, die auf den Gedanken kommen, das ganze Konstrukt sei aufgestellt, um die 'Menschen' zu versorgen und deren Existenz auf gewohntem Niveau zu gewährleisten - natürlich nicht ohne sich die Freiheit und Berechtigung herauszunehmen zu bestimmen, wer jetzt dieser 'Mensch' ist und wer, sagen wir mal, nur 'Personal'.
      Daß das ganze an zahlreichen sozialen Spannungen und verschleppten Konflikten krankt dürfte auch jedem klar sein.

      Das Schreiben hier hat schon mal geholfen, bin aber sehr gespannt auf eure Gedanken dazu (und darauf, was ich wohl noch vergessen hab...)
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      - "To make an apple pie from scratch you must first invent the universe." Carl Sagan

      "Mehr pseudo als Mary geht nicht."
    • Da deine anderen Namen in englischer Sprache gehalten sind, nehme ich an, der Titel soll auch Englisch sein. Mein spontaner, sehr einfacher Gedanke dazu war gerade "Becoming Human". Aber ich sehe, den Titel gibt es auch schon (kein Wunder, bei sowas Einfachem^^).

      "Crossing the Line" oder einfach nur "The Line"? Aber das sind auch so Titel, zu denen Google schon etwas kennt. Aber das ist wohl allgemein auch schwierig, das zu vermeiden. Hmmm.
      nobody.
    • An dem Denglisch nicht stören. Ich rutsch derzeit häufig ins Englische ab. Die Tatsache, daß es viele englische Begriffe gibt hat für den Ton oder den Titel nichts zu sagen. Aqua Mortis spukte schon durch mein Hirn, aber da gibt's ja schon so'n öseligen Krimi
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      "Mehr pseudo als Mary geht nicht."
    • Hast du nicht irgendwo ein cooles Zitat im Text, das das Grundthema zusammenfasst, streift oder symbolisiert? Spontan fällt mir zB zum Machtkampf zweier Religionen im Weltall "Denn ihrer ist das Himmelreich" ein (blödes Beispiel, hab aber gerade kein anderes).

      So etwas ist mir als Titel immer lieber als ein Personenname.

      Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle und als gedrucktes Buch im Buchhandel. Als epub bei mir.
      Und Glitzi 9 ist fertich.
    • Interessanter Ansatz.
      Alles, was mir dazu einfällt, paßt immer nur auf eine der Geschichten. Was dem Gesamtgedanken am nächsten käme ist wohl eine Frage von Subject Delta-Rho "Haben Menschen Seelen?"
      In einer Art Verhandlung stellt man sie als "Werkzeug ohne Seele" dar, worauf sie auffordert, 'Seele' nicht-intrinsisch zu definieren. Danach stellt sie die Frage, ob Menschen denn Seelen hätten, da sie nicht der eigenen Definition dieses Begriffes genügen würden.
      Das trifft aber nicht den Kern der anderen Geschichten. Gji wird nie als 'seelenlos' bezeichnet, sie ist nur ein erbarmungsloser Killer. Niemand spricht ihr ihren freien Willen ab, zumal sie sich sofort gegen ihre Schöpfer stellt, sobald sie die Gelegenheit bekommt. Sie wird aber als tank-bred als minderwertig gesehen (aber nur solange, bis sie denjenigen dann am Kragen hat ;) ). Und am Anfang geht es um gesteuerten Genozid an allen 'unreinen' Menschen.

      Vielleicht greife ich auch einfach auf Carl Sagan zurück: "the Cosmic Shore"
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    • Uff, ich glaube, ich muss das nochmal von vorne durchlesen, um das alles aufnehmen zu können. ;) Aber eine Frage habe ich. Die von dir genannten Personen, sind das von dir kreierte Charaktere oder soll / könnte man sie von anderswo her kennen? Weil du ihre Namen einfach so nennst, als sollten sie bekannt sein, und manche Namen (Iskai, Cyrus Smith) assoziiere ich mit bestimmten anderen Werken. Aber klar, es gibt nur begrenzt viele Namen, da lassen sich Dopplungen ohnehin nicht vermeiden.
    • Cyrus Smith -> Jules Verne
      Iskai -> Albion

      Cyrus ist tatsächlich (von seinen Eltern) nach Jules Verne benannt - und natürlich von mir. Iskai hab ich übernommen, weil ich den Namen so cool fand - und das schon vor langem. Die Namen sind alle aus den Geschichten.
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