[2020-06] Guversamis, der Tote Wurm

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    Die diesjährige Olympiade beginnt am 19 .7.
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • [2020-06] Guversamis, der Tote Wurm

      Thema:
      Personifikation von Abstraktem


      Werden auf euren Welten Naturgewalten, ideelle Werte und Kozepte personfiziert? Wie sehen eure Äquivalente von Frau Holle, Justizia und Fortuna aus? Intergaieren diese Figuren miteinander?

      Grundsätzlich: Ja. Viele Völker in 2a und 2b kennen Gestalten, die Konzepte repräsentieren. Das können Gottheiten sein, Fabelwesen oder einfach nur Metaphern, die körperlich dargestellt werden.
      Wie real diese Wesen sind und wie sehr sie wirklich diese Konzepte verkörpern, variiert.

      In 2b gibt es die Essenz. Wenn Personen in 2a oder 2b ein Konzept personifizieren, entsteht die Essenz dieses Konzepts in 2b (nie in 2a). Je nachdem wie das Konzept aussieht, entsteht aus der Essenz ein Wesen oder ein vorhandenes nimmt die Essenz auf.
      Essenz ist nicht an Zeit gebunden und kann durchaus auch rückwirkend entstehen.

      Ich bastle also mal ein Beispiel. Für seine äußere Erscheinung ziehe ich wieder einmal den Fursona-Generator zurate:

      zombie worm. it has only one large eye. it is a garden spirit.

      Das ist schon gut. Einen Wurm im Garten assoziiere ich mit Kompost. Dass der Wurm selbst ein Zombie ist, passt gut.
      Was wir hier haben, ist eine Personifikation des Zerfalls organischen Materials und seiner Wiederverwertung in neuem Leben.

      Irgendwo, irgendwann hat irgendwer (eine größere Gruppe, eine Person reicht nicht) den Vorgang des Kompostierens als Entität betrachtet. Die entstandene Essenz floss in einen Regenwurm. Einen toten Regenwurm, der wiederauferstand als untoter Gartengeist, als minderer Gott mit verwesender Erscheinung.
      Anfangs dürfte er für Beete und Nutzgärten zuständig gewesen sein, später auch für Ziergärten. Gärtner bitten ihn um gute Kompostierung und danken ihm mit Opfergaben aus vermoderndem Laub.
      Aber in welcher Kultur verehrt man diese Gottheit? Wo habe ich denn viele kleine Götter und Geister, in die sich dieser gut einreiht … klingt römisch. Was entweder dem Yeo-Imperium auf dem Umringten Kontinent entspricht oder dem tatsächlichen Rom von 2b. Der Würfel möge entscheiden.
      Eine 2. Gerade Zahl bedeutet erste Option.
      Die anthropomorphen Füchse des Yeo-Imperiums auf dem Umringten Kontinent verehrten einen Zombiewurmgeist als Verkörperung der Kompostierung. Er hatte verschiedene Aspekte und war auch einer der vielen Totengötter, der eben nicht für die Seele sondern für den Körper zuständig war. Seine Verehrung hielt auch nach dem Ende des Yeo-Imperiums lange an. Während er im heutigen Zivilisierten Reich kaum noch verehrt wird, sind doch viele typische Gegenstände seiner Verehrung (kleine Statuen, Opferteller für das Laub, et cetera) noch heute als traditionelle Gartenzier verbreitet.
      Seine Existenz als tatsächliches Wesen ist wissenschaftlich erwiesen und allgemein anerkannt. Viel weiß man über ihn aber nicht, da er sich vorwiegend unterirdisch aufhält.
      Fehlt noch ein Name. Im Yeo-Imperium wurde Latein und später Spanisch gesprochen, aber ich will ihn nicht einfach „Wurm“ in einer anderen Sprache nennen …
      Wenn ich beides mische kriege ich, äh, Guversamis?
      Guversamis, der Tote Wurm. Klingt doch nett.

      Interagiert Guversamis mit anderen Personifikationen? Ja, ich denke schon. Es gibt sicherlich andere Gartengeister, mit denen er ab und zu zu tun hat. Mit den meisten dürfte er sich gut verstehen, immerhin arbeitet man gemeinsam am Garten. Gottheiten, die zuständig sind für Vögel oder Maulwürfe mag er aber gar nicht.