Halloween-Horrorbasteln 2020

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    • Halloween-Horrorbasteln 2020

      Es ist soweit! Das Halloween-Horrorbasteln 2020 hat begonnen!

      Wie der Name bereits verrät geht es darum, etwas im Horror-Genre zu basteln, also z.B. eine Geschichte zu schreiben, Bilder zu zeichnen oder anderweitig kreativ zu sein. Was ihr genau daraus macht, von Gothic Horror über SciFi-Horror bis hin zu absurden Horrorkomödien, bleibt euch überlassen.
      Die Ergebnisse könnt ihr dann an Halloween ab 19:00 hier posten oder in eigenen Threads, die ihr dann hier verlinkt.

      Als zusätzliche Herausforderung oder einfach nur als Inspiration gibt es hier noch sechs Begriffe:
      Spoiler anzeigen

      Lachen - Verfärbung/Verdorren - seltsamer kleiner Laden - Fingernägel - Zähne - das Moor
      "Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."
      - Douglas Adams, "Das Restaurant am Ende des Universums"

    • Okay, irgendwer muss ja anfangen.

      Wo habe ich denn Moore … auf der Yeo-Ebene und in Horluus gibt es welche. In Gilmid natürlich und in Süddoofland.
      Und theoretisch müsste ein großes im Südwesten von Kainomaz sein … Also mache ich da eins hin und benenne es nach irgendeinem Wort aus meinen Notizen. Das Geroische Moor. In dem die Knochen vieler Helden liegen. Und los:


      Das Hotel Moorblick

      Wenn Sie Urlaub im schönen Südwestkainomaz machen wollen, die felsigen Strände am Lebenden Ozean, das feuchtkalte Wetter und die salzreiche Küche genießen, dann sei Ihnen auch ein Besuch des Geroischen Moores ans Herz gelegt. Diese Landschaft verfügt über eine interessante Population an Blutegeln und Giftschlangen, ein wunderbares Kräuteraroma (wenn Sie Stinktierkraut mögen) und (größtenteils) feste Wege.
      Unsere erfahrenen Moorführer stellen sicher, dass Sie nicht das Schicksal jener Abenteurer teilen, deren Überreste manchmal beim Torfstechen entdeckt werden (und in den örtlichen Souvenirläden zu erwerben sind.)
      Nächtigen können Sie im einzigen Hotel der Gegend, dem Hotel Moorblick im kleinen Ort Krabbengrab am südwestlichen Rand des Moors, zwar eine Stunde vom Meer entfernt aber direkt an einem kleinen Badesee gelegen, den der Legende nach der grachadanische Drakon Ogdarn gegraben hat.

      Das Hotel, stabil gebaut aus bestem Weißem Qualbaumholz, verfügt über acht Stockwerke mit je dreizehn Zimmern und ein Erdgeschoss mit Restaurant. Einen Keller hat es gegeben, er füllte sich aber wenig nach der Eröffnung mit Moorwasser und ist nur noch bewohnt von lichtempfindlichen Irrlichtglasfröschen, deren phosphoreszierende Skelette man manchmal auch im Moor leuchten sieht und deren Konzert man schon im ersten Stock kaum noch hört.
      Jedes Zimmer ist ausgestattet mit Doppelbett und eigenem Bad, Schutzgittern an den Fenstern und einem Riesensonnentau gegen kleine Plagegeister.
      Zu Ihrem weiteren Schutz enthält die Minibar eine kostenlose Flasche Knoblauchlimonade. Ein Glas am Abend schützt vor nächtlichem Besuch durch Blutsauger, wie etwa die metergroßen Moormücken.

      Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt. Schon am Morgen erwartet Sie ein ausgiebiges Frühstück mit lokalen Spezialitäten wie Schneckenbrot, beißenden Reißzahnbrötchen und Frühstücksglibber, der übrigens, anders als oft behauptet wird, nur sehr selten Verfärbungen von Zähnen, Haaren sowie Finger- und Fußnägeln bewirkt.
      Auch die auf örtlichen Höfen produzierte Landharte, jene Wurst, die nur mit den schärfsten Messern geschnitten werden kann, servieren wir gerne auf Anfrage.
      Für das Abendessen besonders zu empfehlen sind die Pastaspezialitäten der lokalen schlangenfingrigen Gemeinde. So etwa die verästelten, aderähnlichen Sanguini, die mit Tomatenquallensoße (oder für Vegetarier auch echter Tomatensoße) besonders gut zur Geltung kommen.
      Wem das nicht zusagt, für den gibt es auch küstentypische Fisch- und Meeresfrüchtegerichte, wie eingelegte Ozeanaugen, gefüllten Kugelfisch, Haizahnsuppe und überbackene Lachende Muscheln (bei denen das Ohr mitisst).
      Die besondere Atmosphäre verdankt das Restaurant auch seinem gemauerten Kamin in dem natürlich Torf verfeuert wird (in dem nur ganz selten halluzinogene Substanzen enthalten sind, die Ihnen schreckliche Visionen bescheren könnten).
      Über dem Kamin hängt das berühmte Narbige Schwert des Helden Jalum Piundi, das Jahre nach seinem Verschwinden im Moor ausgegraben wurde. Diese hauptsächlich aus Knochen bestehende aber mit menschlich erscheinender, lebender Haut überzogene Klinge blutet bei Beschädigung und heilt im Laufe eines Tages von selbst, wobei bei schweren Schäden eine Narbe zurückbleiben kann, wie es auch oft geschehen ist.

      Im Ogdarnsee können Sie gefahrlos baden, da man den Drakon Ogdarn hier schon seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat (er hält sich ja hauptsächlich ohnehin in Grachadan auf) und die Korkodile das Moorwasser bevorzugen.
      Dennoch gilt die generelle Regel, sich von schwimmenden Baumstämmen fernzuhalten. Zwar handelt es sich dabei tatsächlich um Bäume, die am Ufer wachsen und, wenn sie eine gewisse Größe und das damit einhergehende Gewicht erreichen, ins Wasser kippen, und nicht, wie oft fälschlich angenommen, um Krokodile, die sich nur als Baumstämme tarnen, doch sind Korkodile Raubbäume, die den ähnlich benannten großen Reptilien in Gefährlichkeit kaum nachstehen.
      Sollte ein Baumstamm im See treiben, werden die Bademeister jedoch unverzüglich Alarm schlagen, Sie sollten sich durch diese Möglichkeit also nicht davon abhalten lassen, Ihren Urlaub in vollen Schwimmzügen zu genießen.
      Doch auch wenn Sie das Wasser nicht betreten wollen, können Sie den künstlich aufgeschütteten Sandstrand (fast frei von gemahlenen Knochen gestrandeter Wale) genießen (auch wenn wir Gelegenheiten zum Sonnenbaden aufgrund des Wetters nicht garantieren können) oder in einen der nahezu egelfreien Schlammtümpel eintauchen.

      Eine andere Attraktion von Krabbengrab ist der Friedhof der Gefädelten Knöpfe, auf dem der Wind eindrucksvoll durch die Löcher der knopfförmigen Grabsteine pfeift und aus unbekannten Gründen alle Grabblumen innerhalb eines Tages verdorren. Aus diesem Grund werden gern Fäden als Grabschmuck durch die Knopflöcher gezogen, die im Wind tentakelartig flattern.

      Auch das Moor selbst ist mehr als einen Besuch wert. Die bereits erwähnten Führer bieten verschiedene große und kleine Touren an, auf denen Sie Qualbaumhaine und Korkodile und, wenn Sie Glück haben, auch einmal eine Getarnte Moorschlange (auch Schlammge genannt) zu sehen bekommen.
      Direkt am Rande des Moores finden Sie außerdem das Moormuseum mit Ausstellungen über das frühere Leben in der Gegend, den Drakon Ogdarn, besonders bizarre Moorfunde, den gefürchteten Ogerturm und andere erfreuliche Themen. Derzeit gibt es eine besondere Ausstellung über die mittelalterliche Justiz mit echten Exekutionswerkzeugen und den Mumien im Moor ertränkter Verurteilter.

      Souvenirs bekommen Sie in vielen örtlichen Läden. Neben dem Hotelshop, der typische Souvenirs des Moores (Qualbaumholzschnitzereien, im Moor konservierte Tierkörper, geheimnisvolle riesige Zähne, die Torfstecher manchmal finden und von denen keiner weiß, woher sie kommen) und der Küste (Muschelketten, Kugelfischlaternen, Stücke von mit Blut vollgesogenen Vampirriffen), gibt es den Shop des Moormuseums und natürlich den örtlichen Masken & Mächte, einen kleinen Laden in dem sie allerlei geheimnisvolle und faszinierende Gegenstände aus zweiter oder dritter Hand erwerben können, darunter viel regionales Kunsthandwerk und, wie der Name schon andeutet, Masken. Noch nie ist jemand zurückgekommen um einen Kauf zu reklamieren. Sollten Sie Masken & Mächte nicht finden können, dann vermutlich, weil jemand in Ihrer Nähe ist, der gerne etwas reklamieren würde.
      Auch die meisten andere Geschäfte von Krabbengrab und sogar der Friedhof haben Souvenirs im Angebot.

      Noch einiges zu kursierenden Gerüchten:
      Ja, es ist wahr, dass vor sechzig Jahren ein untoter Oger mehrere Kinder ins Moor gelockt hat um sie zu verspeisen. Es ist auch wahr, dass die Weißen Qualbäume aus denen das Hotel Moorblick gebaut ist, dort wuchsen, wo man die Überreste der Kinder (hauptsächlich Zähne und Finger- und Fußnägel, die Knochen hat der Zombieoger auch gefressen) gefunden hat.
      Es gibt aber keinen Beweis dafür, dass der Oger je wieder aufgetaucht ist oder das Hotel von irgendeiner Art von Spuk heimgesucht wird. Bei dem vermeintlichen Spuk vor zwei Jahren handelte es sich nachweislich tatsächlich um einen Angriff nachtaktiver Fleischbohrranken, die auf der Suche nach Beute Fenster und Türen aufstießen, seltsame Geräusche verursachten oder die Bodendielen von unten anhoben.

      Zum Abschluss sein natürlich der Grund für den Namen des Hotels genannt. Von jedem Zimmer haben Sie eine gute Sicht auf die Moorlandschaft, deren Gestalt bei dem richtigen Wetter stark an ein lachendes Gesicht erinnert, das Sie anblickt.

      Das Hotel Moorblick!
      Ihr Reiseziel in Südwestkainomaz!

      Das Hotel Moorblick übernimmt keine Haftung für im Moor verschwundene Touristen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Skelch I. () aus folgendem Grund: Frühstück erweitert