Aufbau und Planung

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    • Aufbau und Planung

      Guten Morgen,

      ich beschädige mich mit Weltenbau jetzt schon eine Weile und stellt
      man sich mal die Frage. Wie machen es die Anderen ?

      Wie habt ihr eure Welt geplant und mit dem Aufbau begonnen ?
      Wo lagen eure Prioritäten ?
      Wann seid ihr zufrieden ?

      Ich habe zur ersten Frage mit "Von groß nach klein" Methode angefangen.
      Also erst die Welt an sich und dann immer kleiner weiter gemacht. Kontinent, Hauptstädte usw.

      Zur Letzten stelle ich mir glaub ich selber ein Bein.
      Meine Freundin hat vor Jahren auch mal eine Welt gebaut.
      Allerdings sehr oberflächlich.
      Ich wäre damit nicht zufrieden gewesen, aber so tickt wohl jeder anders :D
    • Ich habe meine Welt überhaupt nicht geplant. Zu den ersten Dingen, die ich dafür fabriziert habe, gehörte eine (sehr hässliche) Weltkarte (hier sieht man die Anfänge).

      Parallel folgten ziemlich schnell eine Handvoll Beschreibungen zu jeweils Völkern, Kreaturen und Pflanzen, sowie Wortlisten.
      Besonders bei den Kreaturen und Pflanzen wollte ich teils ulkige Ideen einbauen, zu denen mich sicher auch die Scheibenwelt inspiriert hat.

      Ich war dabei extrem inspiriert von DSA/Aventurien, weshalb ich auch 12 Götter hatte anfangs. ;) (und die sind auch noch nicht ganz wieder rausgebastelt).

      Insgesamt habe ich die Welt auch eher oberflächlich bebastelt, würde ich sagen, und eigentlich hat sich daran nicht so viel geändert. Ich gehe zwar gelegentlich ins Detail, aber kratze doch noch viel an der Oberfläche. Es braucht eben alles seine Zeit. Zufrieden werde ich eh nie sein. Ich kann mal mit einem Detail zufrieden sein, aber nie mit der ganzen Welt.

      Meine Priorität ist mittlerweile mehr, dass ich irgendwann mal ein stimmiges/für mich funktionierendes Gesamtbild haben möchte, das ein gewisses eigenständiges Welt-Gefühl vermittelt. Das war früher anders, da habe ich jede Idee eingebaut, egal wie beliebig und collagiert sie gewirkt hat. Und solche Ideen stecken auch immer noch drin, einfach weil ich mir noch keine Zeit genommen habe, sie wieder zu entfernen. Meine Weltvorstellung hier im Forum ist in der Hinsicht schon deutlich aktueller, aber auf meiner Website findet sich immer noch viel von diesem Kram.
      nobody
    • Wanjalinke schrieb:

      Wie habt ihr eure Welt geplant und mit dem Aufbau begonnen ?
      Geplant wurde keine Welt von mir. Es war immer ein Funke plötzlicher Inspiration durch diverse Quellen (Comics, PC-Spiele, Filme, usw.), welche bei mir diesen Gedanken "Das will ich als Rollenspielwelt mal bespielen." geschaffen hatte. Der Aufbau entstand dann einfach durch Rollenspielsessions, wobei sich die ersten Konzepte der Welten zu den aktuellen Konzepten hin vollkommen verändert haben. Meine Hauptwelt Gaia hatte teilweise sehr seltsame Zwischenstufen von einem Schalenmodell hin über verschiedene Dimensionen/Sphären bis hin zu einem "normalen" Planeten.

      Wanjalinke schrieb:

      Wo lagen eure Prioritäten ?
      Atmosphäre. Darauf liegt stets mein Fokus. Ich will die Bilder in meinem Kopf zu Papier bringen, auch wenn dabei eine gewisse Kohärenz manchmal etwas auf der Strecke bleibt. Aber für diese Logikfragen habe ich, gerade bei Gaia, meine Frau Yelaja. Die ist da wesentlich logischer veranlagt als ich.

      Wanjalinke schrieb:

      Wann seid ihr zufrieden ?
      Ich glaube niemals.
      "Barbarism is the true nature of mankind. Civilisation is unnatural!" - Conan
      "Das ist KEIN Müll! Das ist MEINE WELT!" - Rilli
      Gaia | Cimorra | Brainfarts
      Deviant Art | Logan's Fantastische Welten

    • Das gehört wohl eher ins Allerweltsforum (Edit: In die Theorie gehört's. Ist geschoben!). Ich schieb's gleich hin.


      Ich hab meine Welten auch nicht geplant, entstanden sind sie aber verschieden. Kaláte ist eine weiter ausgearbeitete Kindheitsschnapsidee, deren Ursprung in den darin wohnenden Charakteren (ursprünglich Mary Sue und ihre Anbeter) liegt. Laharia hat anfangs, direkt nach dem Erzählercharakter, gleich mal eine hässliche Karte bekommen. Bei der Sektorwelt waren am Anfang die Wortwitze, danach kam das Spiessbürgergefühl mit den typischen Namen.

      Meine Prioritäten liegen zuallererst beim richtigen Weltengefühl. Was immer neu zur Welt dazukommt, muss sich für mich richtig anfühlen, egal, ob es eine plötzliche Eingebung ist oder etwas, was ich lange ausgearbeitet habe. Und natürlich muss es konsistent sein: Laharia und Kaláte sind rationale Welten (die Sektorwelt nicht ganz so).

      Zufrieden bin ich allgemein eigentlich immer, wenn mir genau das gelungen ist. Naja, mit "der Welt" zufrieden bin ich glaube ich nie, sie ist ja auch nie "fertig".
      Wenn es draussen dunki wie in einem Tunni ist, darf man nicht mehr auf die Schauki.
    • Interessante Fragestellung!

      Ich selbst hatte bei Palaststern das Ziel "die krasseste High-Fantasy-Welt zu erschaffen, die ich persönlich mir vorstellen kann". Das hieß dann, gewisse Ziele, oder besser, Ideale festzulegen, an denen ich mich orientiere. Und dann habe ich eben angefangen. Der aktuellste große Schritt war wohl meine Weltvorstellung bei rpg-foren.com, nach der ich wirklich einiges nochmal überdacht und geändert habe. Besagte Weltvorstellung ist daher auch nicht mehr 100%ig aktuell.

      Wie habe ich angefangen? Tja, ich wünschte, ich könnte das konkretisieren. Ich erfinde seit frühester Kindheit Fantasiegeschichten und -welten, ich habe ehrlich gesagt einen ziemlich intuitiven Zugang dazu. Das ist echt schwer genau in Worte zu fassen.

      Aber ich will es versuchen. Ich denke in Kategorien, soviel ist klar. Das schlägt sich auch in meiner Ordnerstruktur auf meinem Rechner nieder, also meines Palaststern-Ordners. Da gibt es zum Beispiel den Ordner "Vereinigungen-Nationen-Kulturen", wo besagte Dinge nach dominierenden Spezies geordnet sind. Den Staat Monvet findet man also unter "Vereinigungen-Nationen-Kulturen\Menschen\Republik-Monvet". Da ist dann alles, was diesen Staat direkt betrifft. Natürlich ist das etwas aufgesetzt, denn Kulturen und Nationen sind bei mir immer mehr oder weniger multikulturell, es ist eben nicht perfekt. Es gibt Ordner für Magie und Alchemie, für Geographie... und so weiter. Und wenn ein Ordner nicht prall gefüllt ist mit logischem, atmosphärischem Stoff, der meinen Idealen genügt, geht es da eben weiter. Also eigentlich überall ^_^

      Ich glaube, dass mein erster Fokus bei den Kulturschaffenden Spezies lag. Wie leben sie, und vor allem, wie denken sie über sich und die Welt nach? Wie fühlen sie? Die meisten nichtmenschlichen Spezies fühlen beispielsweise anders als der Mensch. Die Kevir/Chisanadai beispielsweise sind extrem feinfühlig und seelisch verletzlich, was sie aber auch häufig zu genialen Künstlern macht. Ihre Heimat Chisana ist ein riesiges Tal, in dem Natur und Architektur in besonderer Weise verschmelzen. Die sogenannte "Plage des Nordens" wiederum kann kein Mitleid empfinden, und auch nicht so intensiv leiden wie andere Spezies. Des einen Freud, des anderen Leid, so sind sie zu ihrem Namen gekommen.
      Ein anderer Fokus lag auf der Kosmologie. Wie ist das Universum beschaffen?
      Wieder ein anderer Fokus waren die Götter. Wie funktionieren sie, wie denken sie? Was ist ihr Ziel mit der Welt? Das ist glaube ich der Punkt, der die größte Wandlung erfahren hat, ich bin vom griechisch-römischen Gottesbild Richtung Cthulhu gerückt.
      Ein ganz großer Fokus lag dann auf Magie und Alchemie, wo ich echt viel Hirnschmalz aufgewendet habe.

      Wann bin ich zufrieden? Wenn ich Ideen habe, die ich gut finde. Ich glaube nicht, dass man seine Zufriedenheit von irgendeinem unfassbar hochgesteckten Ziel hinter dem Horizont abhängig machen sollte. Ich arbeite jetzt 5 Jahre an dieser einen Welt, und selbstverständlich wird sie niemals *fertig*, weil sie per se unendlich ist. Ich wünsche mir aber, eines fernen Tages die Erdoberfläche relativ lückenlos mit Inhalt befüllt zu haben, um das mal so platt auszudrücken.

      So, soviel zu mir. Ich bin sehr gespannt, was die anderen noch schreiben!
    • Am ehesten ist Ngiana noch "geplant", da ich hier ganz bewusst einen Neustart gesetzt habe (mit Material zurück bis zu meiner Primärschulzeit, das ich ca. 6 Jahre davor beiseitegelegt hatte).

      Angefangen hab ich da mit ... was kommt raus, was bleibt drin. Eine grobe Vorstellung was die Welt ist (ein Planet), wer darauf lebt (Humanoide); an meinem alten Kontinent hab ich geschoben und gebogen, dabei vieles erstmal rausgeschmissen und dann wieder verändert reingenommen. Wichtig auch die Idee von "Es gibt Magien (Plural) die unterschiedlich funktionieren und nicht erklärbar sein müssen." (Dabei hatte ich mich nämlich bei Xooi ordentlich verrannt bis hin in die Mereologie...)

      Momentan ist mir die Top-Down-Sicht und klare Strukturierung ziemlich wichtig. D.h. es gibt Kategorien "Spezies", "Fluchwesen" und diese sind frei miteinander kombinierbar (Kreuzprodukt); ich will sozusagen Komponenten separat bauen, die dann je nach Bedarf zusammengebaut werden können (wobei mir das weniger Spaß macht). Bisschen informatisch gedacht.^^

      Bei jedem Neubau versuche ich irgendwie, die Essenz der Welt einzufangen, sowie das, woran zu basteln am meisten Spaß macht (das ist nicht das selbe.^^), und neue Ideen müssen dann dazupassen. Bei surrealistischen Welten ist die Essenz noch wichtiger, und wirklich schwer, da ranzukommen; es ist mir da kaum möglich, mir einfach mal vorzunehmen, etwas Bestimmtes zu basteln... wächst eher unkontrollierbar.
      Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable. / / / You're forcing your norms on everyone else: You are normal. I am a freak: I will make you freak out.

    • Die großen, bekannten Hintergrundwelten, von denen ich als Fan einen Einblick habe (Warhammer 40k, The Elder Scrolls) haben sich im Laufe der Zeit nicht nur im Bezug auf die bloße Menge des Contents weiterentwickelt, sondern es haben sich auch Sachen verändert.

      Ich erinnere mich zum Beispiel an eine hitzige Diskussion, die ich im Tamriel-Rebuilt-Forum über Skooma geführt habe. Die Frage war, ob Skooma ein Pulver oder eine Flüssigkeit ist. Ich habe die vielen Referenzen aus Skyrim angeführt, nach denen es eine Flüssigkeit in einer Flasche ist, doch in Morrowind ist es deutlich wahrscheinlicher, dass es eine Phiole mit irgendwie raffiniertem Mondzucker ist. Es ist offenbar geändert worden. Man muss an dieser Stelle anmerken, dass ich hier von Videospielen rede, deren Hintergrundwelten dadurch ganz anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegen.

      Im Falle von Wh40k ist der Ursprung des Imperators mindestens einmal geändert worden (diese Geschichte mit den Weisen, die ihre Seelen zusammenschließen, ist glaube ich nicht mehr canon). Auch die Idee, dass die Warhammer-Fantasy-Erde im Wh40k-Universum in einem Warpsturm gefangen ist, ist fallengelassen worden.

      Das nur als kurzen Einschub. Meiner Meinung nach sind Fantasiewelten nie perfekt, egal wie durchdacht sie sind, und man ändert immer wieder kleine oder große Dinge. Das ist ganz normal, und man sollte sich auch keinen Kopf machen, wenn man nicht immer alle Details auf dem Schirm hat. Wir sind keine Computer. Jedoch müssen Fantasiewelten auch ihren Zweck erfüllen, wenn sie denn einen haben oder irgendwann bekommen. Ein Pen&Paper-RPG verlangt denke ich nach einer relativ durchdachten Welt - die aber z.B. geographisch nicht lückenlos sein muss. Vielleicht hat man sich nur eine einzige Stadt ausgedacht - dann wird eben nur die bespielt. Aber sie muss cool sein, weil sonst wärs ja langweilig ^_^
    • Interessanter Punkt.

      In solchen Spielwelten nennt sich das dann "Lebendige Welt". Kenne ich vor allem aus Guild Wars 2. Ist in ESO wohl auch so. Da erlebt der Spieler dann Geschichte live mit, also massive weitreichende und bleibende Veränderungen der Welt, und kann sie (vermeintlich) beeinflussen oder herbeiführen. Das ist gerade für dich, Wanjalinke, ja vermutlich auch ein interessantes Thema bei deiner Pen&Paper-Welt. Soll die Welt eine eher statische sein, bei der sich nur im Kleinen was ändert (Stammbäume zum Beispiel, also ein König ersetzt den nächsten usw.). Oder dass zum Beispiel wirklich mal ein komplett neues Volk auftaucht und ein anderes verdrängt. Oder dass Magie erscheint oder verschwindet ... oder Götter.

      Für meine Welt habe ich entschieden, dass sie statisch ist, sowohl in ihrer Vergangenheit, in ihrer Gegenwart und in ihrer Zukunft. Aber das muss nicht immer so bleiben. ;)

      (zum Skooma: Seh ich nicht unbedingt als Widerspruch. Ich meine, wenn Skooma die "Zutat" ist, kann sie doch in verschiedener Konsistenz vorliegen und als Flüssigkeit einfach nur das in Wasser aufgelöste Pulver sein - so wie "Kakao")
      nobody
    • Aventurien/DSA verändert sich ja glaube ich in Echtzeit, oder? In einem realen Jahr vergeht ein Jahr in Aventurien. Ist ein echt cooles Konzept, auch wenn ich überhaupt kein Fan von DSA bin (aber der Name "Blitz dich find" ist toll ^_^)

      Ich meinte aber, dass man Dinge ändert, die irgendwie nicht in die Welt passen oder so, und dann sind sie nie passiert. Was Du meinst @Yrda ist ja eine organische Weiterentwicklung, wie Age of Sigmar bei Warhammer, oder Gathering Storm bei Wh40k. Oder eben der Zeitsprung zwischen TES 4 und 5, von 200 Jahren. Natürlich ändert sich da was, aber das ist ja mehr eine Contenterweiterung.

      Ich habe ja das, was ich die "kanonische Gegenwart" nenne. 39-7522 steht für das Jahr 7522 nach der 39. Äonenkatastrophe. Und der Palaststern, Namensgeber der Welt (des Multiversums) und Stern (Planet wohlgemerkt) am Nachthimmel der Palaststern-Erde, präzisiert den Ort. Demnach kann ich sagen "Diesseits-Palaststern-39-7522", und meine damit den Namen der Welt-den Ort innerhalb der Welt-den Zeitpunkt. Das heißt, dass ich eine Weltgeschichte, die auch das Sonnensystem mit einschließt mache, die gewissermaßen auf diesen Zeitpunkt zusteuert.

      Nebenbei bemerkt finde ich Dein Konzept mit den drei Weltzeiten sehr cool @Yrda!
      Aber wie schafft man es, dass die Menschen es nicht merken, dass sie sich technologisch nicht weiterentwickeln können?
      Und ich wollte auch noch eine Frage loswerden, die Du am besten nicht in diesem Thread beantwortest weil zu off-topic ^_^ wie ist das mit den Lemroi ganz nahe am Kern der Welt, die müssten ja alle ganz wenig von den Weltzeiten beeinflusst sein. Gibt es so eine Art "Urtypus" der Lemroi?

      Mal zu ESO und Skooma:

      ESO wird von diesen Lorefreaks nicht großartig ernst genommen, weil viele historische Begebenheiten vermischt werden, damit man als Spieler möglichst viele historische Persönlichkeiten persönlich treffen kann - soweit ich es verstanden habe, ich habe mich nicht so tief damit beschäftigt, dass ich das selbst begründen könnte, ich habe es nur gehört. Das hat mich schon sehr abgeschreckt. Aber es war trotzdem cool, in meiner ESO-Phase die ganzen Orte zu besuchen, die ich vorher nie gesehen hatte. Ich habe wohl ein ambivalentes Verhältnis zu ESO.

      Skooma ist eine Droge, die aus Mondzucker hergestellt wird, also es gibt den reinen Zucker und eben Skooma. Wie der Herstellungsprozess genau aussieht, ist unbekannt. Die Banditen in Skyrim sagen oft, dass sie Skooma trinken wollen, während es in Morrowind die Skooma-Pfeife gibt, die es in Skyrim nicht mehr gibt. Also man raucht das Zeug (in Morrowind) oder trinkt es (in Skyrim). Man kann jetzt sagen, dass es eben verschiedene Darreichungsformen gibt, wie auch bei realen Drogen und Medikamenten, aber wir hatten damals den Grundsatz, dass wir so eng wie möglich an der Vorlage bleiben, und nicht einfach etwas dazuerfinden, bevor wir nicht das Ausgangsmaterial zu 100% verstanden und den Entschluss dazu gefasst haben. Naja. Die Einträge in diversen Fanwikis sind leider oft unpräzise, bieten aber viele harte Fakten, wie wo man das als Spieler kaufen kann, etc.

      Puh, mal wieder viel geschrieben..
    • Planung ist auch bei mir ein Schwachpunkt, was der Hauptgrund ist, warum ich mit meinen Welten so langsam vorankam. Dabei bastle ich grundsätzlich diachronisch, d.h. ich vollziehe die zeitliche Entwicklung der Welten, Völker, Sprachen usw. nach, bastle also von der Vergangenheit in die Zukunft. Beim Globalen Frühling, der ja in der nahen Zukunft unserer wirklichen Welt angesiedelt sein soll, komme ich um ein ständiges Umbasteln nicht herum, weil immer irgendwas passiert, was ich nicht eingeplant hatte ;) Das ist beim Elbenpfad einfacher, denn der ist ja im Wesentlichen in unserer Vergangenheit angesiedelt, da ändert sich also nichts, es sei denn, ich finde was Neues über die Vergangenheit heraus, was mit dem bisher Gebastelten im Widerspruch steht und mich zum Umbasteln veranlasst. So habe ich das Verwandtschaftsverhältnis zwischen den Elben und den Völkern indoeuropäischer Sprachen schon zwei Mal komplett umgebastelt.
      ... brought to you by the Weeping Elf
    • Ich bin was das Ordnen und Organisieren angeht auch recht nachlässig.
      Ich habe schon das ein oder andere mal ganze Kontinente umgestaltet weil ich meine Notizen nicht mehr gefunden habe.
      Das war aber bisher immer recht gut, weil ich so weniger Skrupel hatte etwas umzuschreiben oder etwas einzubauen, was in einer früheren Version zu Konflikten innerhalb der Erzählung geführt hätte, die mir im weg gestanden hätten. Mittlerweile bin ich fast nur noch Digital am basteln oder habe ein Notizbuch, da ist es schwieriger was zu verlieren als bei losen Zetteln ;D
    • Klassischerweise fang ich mit einem Grundkonzept an und löse mich bei der ersten Gelegenheit davon. ^^ Aber inzwischen bin ich spontaner geworden und lehne konzeptuelle Ideen eher an. Da große Welten mir Unbehagen beim Basteln bereiten ist oft eine Priorität klein zu bleiben. Da liegt ein fundamentales Bastelproblem von mir, auf das ich immer wieder stoße und jedes Mal mit neuen Ideen versuche zu lösen. :) Ansonsten steh ich immer mit dem Messer neben meiner Welt und verstümmel sie nach Lust und Laune, da spart man sich die Planung. :diablo: