[Xooi][ii] Sammel- & Bastelthread

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    • Ha, das ist ja genial ^.^ ich habe leider nicht soviel beizutragen, außer dass ich es sehr genossen habe, Deinen langen Stifte-Essay zu lesen!

      Wobei, was mich schon interessieren würde, wie sehen eigentlich die Logos der verschiedenen Firmen aus? Ich hab da schon eine Vorstellung, weiß aber nicht ob sie richtig ist (natürlich weil ich von lateinischen Buchstaben ausgehe - gibt es in Xooi lateinische Buchstaben?). Zum Beispiel den Schriftzug "Norck" in recht dicken, geschwungenen Goldbuchstaben (also Druckbuchstaben). Oder eine kalligraphisch wertvolle Schreibschrift, auch in Gold oder Silber.

      Und dann die Sammlerszene, organisieren sie sich auch in Vereinen? Gibt es vielleicht auch Sammlermagazine? Es gibt auf jeden Fall schonmal Messen, ich mag Messen zu interessanten Themen ^.^

      Edit: Wobei natürlich die Schönheit Deiner Namen durch unsere Perspektive von der deutschen Sprache her richtig zur Geltung kommt, also sind lateinische Buchstaben vielleicht tatsächlich the way to go? Ich lass mich überraschen ^.^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Joshuah ()

    • Zu Logos hab ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Du hast recht, es ist zu überlegen, welche Schrift und Schriftart da überhaupt verwendet wird...

      Grundsätzlich werden in Visinnur 2 Schriften parallel verwendet, die "englische" ( = lateinische) und die "deutsche" visinnische ( = gebastelte). Von beiden gibt es eine Schreibschrift, im Fall der visinnischen Schrift hab ich die sogar vorher gebastelt und später verlernt, als ich zu Druckschrift überging. Die englische Schrift heißt "englisch" und nicht "lateinisch", weil Leute in Xooi keine Ahnung haben, was das antike Rom sein soll, aber es gibt englischsprachige Weltteile. In der Schule schreiben Leute in Visinnur tendentiell visinnische Schreibschrift, aber jede sollte beide Schriften flüssig lesen können.

      Spontan würde ich sagen, Norck verwendet eine englische Schrift, kleine goldene Druckbuchstaben. Schullis verwendet visinnische Schrift, so ein Mittelding aus Druckschrift und Schreibschrift. (Es gibt eine Ligatur für "sch")



      Okay, hab ein wenig gekritzelt.^^

      Norck lässt sich mit einer Ligatur für das "ck" einigermaßen ästhetisch machen - das ist blau umrandet, rechts mittig. Sind dann halt nur 4 Zeichen. In der Mitte in grün "Pripel", ich denke das passt so. Rechts, gold umrandet: Überjenck-Schullis, das könnte auch so geschrieben sein, oder halt englisch, je nach Edition. Hintermoor gefällt mir glaub ich in englischer Schrift besser (unten, braun). Schullis sollte in visinnischer Schreibschrift sein, das hab ich vergessen zu umranden, ist über dem blauen Norck. Links in rosa ist Heberin-Neiegogel-Zürr in visinnischer Schrift, darunter in gelb Neiegogel-Bulb, was vermutlich recht stilisiert wobbelig geschrieben sein sollte, Neiegogel in Schreibschrift und Bulb eher irgendwie weird verzerrt, was sich beim großen B anbietet, das ist der für mich am schwierigsten zu schreibende Buchstabe, ich brauch da öfter mehrere Anläufe. (hier eh auch prompt wieder falsch geschrieben. XD)

      Joshuah schrieb:

      Und dann die Sammlerszene, organisieren sie sich auch in Vereinen? Gibt es vielleicht auch Sammlermagazine?
      Na sowieso. :D
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    • Sehr schöne Vorstellung, all diese Stifte ... da fällt es mir richtig schwer, zu entscheiden, was meine Lieblingsmarke wäre. Ich glaube, Gimmicks wären auf Dauer eher nervig, aber unglaublich viele verschiedene Farben ... klingt nach etwas, von dem ich dann wieder viel mehr kaufe, als ich brauche.

      Jundurg schrieb:

      Bei Graphitstiften gibt es die klassische Version ohne weiteren Firlefanz; aber für den Alltagsgebrauch werden überwiegend selbstnachwachsende Stifte verbreitet. Dabei wächst der obere Teil des Stifts langsam nach oben, Holz und Graphit vermehrt sich alchemisch langsam. Je nach Qualität lässt dieses Wachstum nach einer kürzeren oder längeren Weile nach, ist erratisch sprunghaft, erzeugt brüchige Minen oder nicht - da gibt es eine große Bandbreite. Manche Modelle erzeugen
      Fehlt da was oder hast du vergessen, einen unnötig gewordenen Satzanfang zu entfernen?
    • Tö ist mir zuvorgekommen mit Kalender basteln. ;D Aber hatte das eigentlich auch schon ne Weile vor, ein bisschen etwas dazu überlegen. Und heute kam wieder etwas mehr Mindfuck dazu.

      Zeit am Paraboloid

      Also - was wäre, wenn nahe dem Pol die Tage mehr/weniger Stunden haben als nahe den Rändern (des Paraboloids)? Gemeint ist nicht die Länge des Tages vs. Nacht, sondern die des gesamten Tagnachtzyklus.

      Dazu Background: Die gesamte Form der Welt Xooi/Xoii, also das Paraboloid mit seinen Eigenheiten, geht im Wesentlichen auf das Design der Architektin James Rontonin zurück, die es eigentlich als rein theoretisches Ding am Papier entworfen hat (d.h. im Grunde war sie auch Weltenbastlerin), bis andere gekommen sind und gesagt haben: Cool, wir wollten gerade eine Welt schaffen, das wäre ne super Form dafür, so ambitioniert. :D

      Der Physik sind keine Grenzen gesetzt. Alles, was irgendwie vorstellbar ist, und sich auf Papier in einem Kämmerchen entwerfen lässt (oder in 3d visualisieren) ist möglich. Außerdem kann es furchtbar kompliziert für den Alltag sein - es kann ruhig auch Nachteile haben, in Xooi zu wohnen.^^

      Aber wie das genau funktionieren soll... Wenn ich von oben aufs Paraboloid schaue, müsste ich am Pol schneller rotierende Tage/Nächte sehen, als weiter unten gegen Rand zu, d.h. wenn es gerade anfängt, beginnt es sich immer mehr zu verschrauben. Wenn ich mir das vorstelle, hab ich das Gefühl, dass einmal im Jahr doch der Gummi überspannt sein muss und der Tagnachtzyklus wieder zurückschnalzt. :hmm:

      Jedenfalls wäre eine Konsequenz, dass Zeiträume nicht in Tagen bemessen werden können, denn die sind ja überall unterschiedlich lang. Sehr wohl aber in Jahren, wenn diese an irgendetwas anderem bemessen werden (Jahreszeiten können ja davon unbeeinflusst sein) - ich sag mal, Jahreszeiten existieren und Jahre sind gleich lang überall, aber die Anzahl und der Rhythmus der Jahreszeiten ist regional sehr verschieden, da das im Prinzip im Ermessen der lokalen Wetterbehörden (d.h. der Wetter-Ästhetik) liegt; allemal haben sich die aber auch eine gemeinsame Jahrlänge verständigt. Oder zumindest gibt es ein Defaultjahr, wo sich die meisten dran halten. Naja okay, zumindest ein paar. :pfeif:

      Ebenfalls ist es möglich, sein Alter in Kilostunden anzugeben. Wenn ich die irdischen Längen nehme, ist ein Jahr ca. 8,8 Kilostunden lang.

      Letztlich hab ich:

      - Stunden (weltweit gleich lang, werden aber eventuell zu unterschiedlichen Zeitpunkten resettet, d.h. auf 0:00 gesetzt bei Sonnenaufgang; Annahme von irdischen Stunden als Referenzwert.)
      - Tage (je nach Breitengrad völlig verschieden; ca. zwischen 16 und 36 Stunden hätt ich mal vorgeschlagen)
      - Wochen (regional verschieden, keinerlei weltweite Synchronität whatsoever, da an Tage gekoppelt und an individuelle Kalendersysteme)
      - Monate (abhängig vom Mondzyklus, der sich nach einem künstlichen Himmelskörper richtet, und daher weltweit gleich laufen sollte)
      - Jahreszeiten (regional verschieden, richten sich tendentiell nach Jahren, müssen aber nicht)
      - Jahre (weltweit gleich lang (in Stunden gemessen), eventuell ist ein xooisches Jahr 9 Kilostunden lang.)

      Wie lange es hell vs. dunkel ist, muss nicht an die Jahreszeit gekoppelt sein. Wenn ich nichts weiter einbaue, wäre das eigentlich überall weltweit gleich, 50:50. Es sei denn, ich manipuliere die Raumkrümmung. Na dann manipulieren wir mal die Raumkrümmung.

      (Die Raumkrümmung sorgt dafür, dass überhaupt Sonnenlicht an der Oberfläche landet, denn die Sonne liegt in der Mitte des Paraboloids, und scheint demnach nach "hinten", weg vom Pol, eins könnte sagen, die Sonne liegt am Arsch der Welt. :autsch: )

      Die Raumkrümmung könnte einmal jährlich schwanken, dann wäre es das, woran sich das Jahr orientiert - und die Jahreszeiten sind frei zu machen, was sie wollen. Bzw. was die Bewohner*innen der jeweiligen Regionen mit ihren Wetterbehörden vereinbart haben. Wenn der längste Tag eines Jahres mal mitten im Winter liegt, dann ist das halt so. Die Wärme wird anderweitig reguliert.

      (Das führt dazu, dass einzelne Zeiträume sehr erinnerungswert werden - "Erinnerst du dich noch an den Winter 201 nG, da waren die Tage so lang, dass wir bis 16 Uhr abends eine Scheeballschlacht gemacht haben!" (16 Uhr entspricht bei einer Tageslänge von 24 Stunden unserem 22 Uhr, da der Tag in der Früh beginnt, und nicht mitten in der Nacht.))

      Visinnische Wochen

      Ich hatte vor Jahren schon einen Kalender gebastelt, der eng an Mondzyklen gebunden war. Das Prinzip war: Jede Woche hat 5 Werktage und eine unterschiedlich große Zahl an freien Tagen ("Montagen") dazwischen. Jeweils bei Halbmond findet sich genau ein freier Tag, die übrigen Tage liegen um Neumond und Vollmond herum.

      Diesen Kalender werde ich für Visinnur nochmal weiterübernehmen. Wenn ich mich richtig erinnere:

      ~
      Sonntag, Monatsbeginn
      Ertag
      Sterntag / Mittwochstag
      Tunderstag
      Perchtag
      (Halbmond) Montag
      Nochmal 5 Werktage (Sonntag bis Perchtag)

      (1-5 Vollmondtage)
      5 Werktage
      (Halbmond) Montag
      5 Werktage
      (1-5 Neumondtage), Monatsende
      ~

      Aber wenn Mondzyklus weltweit gleich ist, Tagesdauern aber nicht, fällt der Vollmond nicht überall innerhalb Visinnurs auf den selben Tag, was das ganze ähhhh furchtbar verkompliziert möglicherweise kaputtmacht richtig schön macht! - Ne im Ernst, ich hab keinen blassen Schimmer.^^ Vermutlich richtet es sich nach dem Mondzyklus von Quentapur und nimmt die dortigen Tageslängen zur Bemessung.

      Natürlich muss ich auch noch die Frage stellen, wer sich überhaupt nach den Werktagen richtet, aber das ist nochmal ein komplett anderes Thema. Ich wollte eigentlich grad noch was ökonomisches basteln, aber das war jetzt schon ein bisschen viel für einen Post. :faint:
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    • Ich glaube, ich merke langsam Effekte davon, die ganze Zeit in der Stadt verbracht zu haben während Lockdowns. Ich bastle Wälder?^^

      (Geographie-Gelaber, könnt ihr gerne überspringen)

      Geographisch lässt sich Visinnur verschieden einteilen. Momentan stelle ich mir vier "Viertel" vor, die aber gerade nicht die Stadtgebiete umfassen; zwischen jedem der Viertel gibt es einen Streifen, der nicht dazugehört. So ist das Rinviertel das große Waldgebiet zwischen Quentap, Kopjas, Norfarp und Yort, aber all diese Städte liegen nicht im Rinviertel, sondern das Rinviertel meint spezifisch die wenig besiedelte Gegend dazwischen.

      Im Südwesten gibt es das Glasviertel, in dem es Hochgebirge gibt; im Südosten das Wingviertel, dominiert von relativ flachen Gegenden, aber nicht nur Tiefebenen, sondern auch ausgedehnte Hochebenen, fast wüstenartig (wie etwa das Ödland südlich von Schwägum). Wie das vierte Viertel heißt, weiß ich noch nicht, aber es dürfte flächenmäßig am Größten sein, weil hier keine wichtigen Bahnlinien oder Städte das Land teilen.

      Wenn ich mir das so überlege, scheinen es eher fünf Viertel zu werden. Hmmm. Jedenfalls liegen sie keinesfalls so symmetrisch als vier Quadrate rund um Quentapur, sondern das Wingviertel macht eine Kurve und reicht dann noch in den Nordosten. Irgendwie so:



      Okay, stimmt nicht so ganz, das Glasviertel reicht weiter nach Osten rüber. Egal, das war nur mal schnell hinskizziert mit Paint.^^ Und Visinnur ist natürlich kein Rechteck, aber für eine Annäherung zum Erklären reicht es.^^ Außerdem gibt es gelegentlich unter Visinnier*innen angeregte Diskussionen, wo genau jetzt welches Viertel anfängt und endet. Da lassen sich neben trennenden Zuglinien auch Dialekt, Landschaft oder lokale Feindseligkeiten ins Spiel bringen. ;D Offizielle Einteilungen gibt es mehrere einander widersprechende, und manche teilen in Fünftel ein. Selbsternannte Adlige ziehen ihre eigenen Grenzen und erfinden Grafschaften.

      Ausgerechnet das Viertel, für das ich noch keinen Namen habe, möchte ich mir näher ansehen.

      Mittelgebirgswälder und Architektur

      Hier gibt es ausgedehnte Mittelgebirge, in denen mittig große Flächen unbewohnt sind - das ist Absicht; die Welt ist groß, die Bevölkerung wächst nicht exponentiell und dementsprechend gibt es keinen Grund, alles zuzubauen. :) Ich will da richtig viele Wälder, in denen eins tagelang unterwegs sein kann, ohne einen bewohnten Ort in der Nähe zu haben. Gleichzeitig ist es mir aber ästhetisch wichtig, dass es vereinzelt Anzeichen von Zivilisation gibt, vielleicht sogar etwas, das einen Kontrast bildet zur Natur. Und da Xooi eine Welt der Ästhetik ist, gibt es das auch gleich institutionalisiert:

      Die Blauer Betonfestspiele sind ein jährlich stattfindender Architekturwettbewerb, der in einem absoluten Kaff namens Blau (nahe Pfauenpieters) stattfindet. In diesem Wettbewerb werden Entwürfe und Modelle von Bauwerken präsentiert, die in abgelegenen Tälern oder Hängen des visinnischen Mittelgebirges errichtet werden sollen. Dabei gibt es große Einschränkungen, was das Material betrifft; in diesem Fall sind die erlaubten Baumaterialien meist blanker Beton, Metalle (nur ein geringer Prozentsatz) und lokal vorkommende Gesteine. An Formen ist alles erlaubt, wobei es bevorzugt wird, etwas zu bauen, das relativ schwer zu finden ist, und wenig Konsequenzen hat, es soll jedenfalls nicht von Weitem zu sehen sein. Ein Nutzen ist optional, es gibt aber z.B. eine eigene Kategorie für Notschlafstellen, die im Inneren dann natürlich nicht nur Beton haben.

      Bei den anderen Gebäuden ist es eher so, dass sie als spezielle Landmarks erwandert werden können; das geht manchmal auch in Richtung Geocashing, weil einige dieser Gebäude sehr gut versteckt sind - und immerhin ist das Gebiet sehr groß.

      Vom Stil stelle ich mir Bauhaus-Architektur vor, nicht unbedingt so geschwungen fancy wie diese Kirche von Le Corbusier, aber manchmal auch - aber vor allem auch Brutalismus, mit dem ich das gerade verwechselt hab (ich kenne mich leider nicht so gut aus mit Architektur, aber wenn mir jemand Gebäude zeigt, bin ich meist kurzfristig fasziniert. :) )

      Die Gebäude sind zwar ein absoluter Kontrast zur Waldlandschaft, aber sie sind trotzdem unauffällig platziert. Eines der häufigsten Motive neben Notschlafbunkern sind kleine Staumauern, die in Seitentäler-Nischen einen Bach aufstauen - als Ergebnis gibt es einen Mini-Stausee, oder einen - teilweise als Teil des Projekts gestalteten - kleinen Wasserfall. Der Beton wird nicht unbedingt gesäubert, sondern darf dann auch leicht verfallen oder mit Moos überwachsen werden. Einige Architekt*innen sehen das natürlich anders und lassen ihre Bauten putzen.
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    • Kleinigkeit inspiriert von einem heutigem Klartraum, wo ich einfach nur rumgelaufen bin und Pflanzen gekostet hab.^^
      ~

      Die Waschjaue, auch Waschrose genannt, ist ein beliebtes Salatgemüse. Jauen haben Blüten, die an Rosen erinnern, allerdings um ein vielfaches größer sind; die einzelnen dunkelroten bis violetten Blütenblätter sind an der dicksten Stelle ca. 5 mm dick. Die Stengel sind erstaunlich dünn, dafür, wie viel Gewicht sie tragen müssen - aber dafür eben biegsam und schwer zu knicken. Die Blüten duften sehr stark, und ihr süßer Duft erinnert ebenfalls stark an Rosen - das erklärt den Namen.

      Die Blütenblätter sind frisch recht fest, krautig und leicht bitter; als Zutat eher in extra-fancy Salaten zu finden, oder auch als duftende Verzierung am Tellerrand eines Hauptgerichts. Frisch im Garten schnell ein Blütenblatt pflücken und daran knabbern ist aber auch eine Option.

      ~

      Fun fact: In einer erstmal nicht näher spezifizierten xooischen Sprache heißt die Waschjaue Vassjaoga - genau wie der Nachname des berühmten Thiioer Theaterautors. Es hat wohl etymologisch nichts mit dem deutschen Verb waschen zu tun.

      ~

      Es ist einigermaßen weird, zu versuchen, mich zu erinnern, wie das Ding heut geschmeckt hat, um es in einem Bastelpost zu beschreiben. ;D Im Traum hieß das Ding einfach nur Waschrose, aber irgendwie wollte ich dann noch ein Thiios-Easteregg einbauen.^^
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    • (ich schließe an an diesen Post)

      Ontifikatoren-Aktivierung

      Ontifikatoren sind Schalter, die wörtlich etwas zu Realität machen ("ontifizieren"), sie werden benötigt, um bereits vorher ausgetüftelte Magie zu starten.

      Ich war mir nicht sicher, wie das im Alltag aussehen soll, aber ich glaube, dass das vor allem (quasi-)schriftlich passiert. D.h. es gibt ein Symbol, das für einen Zauber / ein Programm steht, und das wird abgemalt. Der Clou ist, es ist vollkommen egal, wie erkennbar es abgemalt wurde. Das ist ähnlich wie bei uns bei Unterschriften: Da kann nur ein Krakel sein, der irgendwie den Namen darstellen soll, und es kann niemand lesen, aber es zählt trotzdem (oder gerade deswegen?) als gültige Unterschrift.

      Die Ontifikatoren-Symbole sind üblicherweise etwas komplizierter als ein einfacher Buchstabe, aber nicht viel - gerade nur so, dass nicht versehentlich irgendwas aktiviert wird. Worauf es allerdings sowieso ankommt, ist die Intention, dieses Symbol zu verwenden. Die Magie interessiert sich nicht dafür, ob dieses "schön aussieht" oder "richtig gemacht" wurde. (Leute, die doch mehr darüber nachdenken wollen, sind z.B. im Institut für Adresstheorie der Uni Quentapur richtig, da wird darüber geforscht, wie die Magie weiß, wo/wie sie gewirkt werden soll, und was die Bedingungen dafür sind.)

      Wie ich damit jetzt genau weitermache, weiß ich noch nicht. Ein paar Ideen:

      - Stifte sind mit Autorisierungsleveln verbunden und sind quasi Schlüssel. Mancher Ontifikator kann nur aktiviert werden, wenn ein Symbol mit einem offiziellen On-Stift (z.B. der Uni) geschrieben wurde.

      - Anderes funktioniert auch mit dem Finger in die Luft geschrieben, oder das Symbol in Gedanken nachgezogen (das wär der Level, der für ne Kaffeemaschine ausreicht)

      - Manche Symbole werden quasi in einen Körper eingeschrieben. Mit einem besonderen Stift ein Symbol auf die Haut gemalt; das verschwindet dann, aber die Magie merkt sich, dass dieses Symbol jetzt zu der Person gehört. Das macht die Uni bei der Inskription: Jede Student*in überlegt sich ein Symbol, schreibt es mit dem On-Stift der Uni auf die Hand, und dann weiß die Uni, dass die Person auf ihr studiert (Einlass zu Gebäuden wird freigeschaltet, entweder automatisch, oder die Person nutzt ihr gemaltes Symbol als Ontifikator, um eine Tür aufzumachen).
      De facto "gespeichert" wird die Magie dabei eigentlich in der Erinnerung der Student*in, aber auf eine Art und Weise, die von der Uni registriert wird. Auch wieder ein adresstheoretisches Problem, also nichts für mich jetzt.^^

      - Manche Symbole sind dreidimensional und verändern sich in der Zeit, es könnte z.B. ein Punkt sein, der mehrmals übereinander hintereinander in verschiedener Druckstärke liegt. Das eignet sich gut zur taktilen Aktivierung, das sieht dann nicht mehr nach Schreiben aus, sondern eher danach, dass eine Person halt schnell dreimal gegen eine Wand drückt. Wie überall kommt es auch hier nicht auf Genauigkeit an, sondern nur dass das Muster prinzipiell der Person bekannt ist.

      - Es ist möglich, On-Symbole zu vergessen. Doof. ;D

      Märkte (Überlegungen)

      Xooi ist insgesamt eine antikapitalistische Welt. An sich will ich, dass das auch im Alltag zu sehen ist, andererseits kann ich eine gewisse Vielfalt zulassen, d.h. lokale Märkte, die etwas fieser sind als die umliegende Welt. Womit nicht herumgespielt wird, ist die Grundversorgung. Wer da versucht, Leute auszunutzen, kriegt ein Problem mit Ztornas Schutzzauber. :diablo:

      Ich habe die vage Idee eines Marktes innerhalb dessen eine temporär und lokal begrenzte Währung existiert. Irgendetwas muss den Einkauf limitieren, damit eine Person nicht allen anderen alles wegnimmt. So etwas ist z.B. auf einer großen Farbstift-Messe wichtig, aber auch einfach nur bei Lebensmitteln.

      Hm. Mögliche Anforderungen:

      1) Limitierung der Menge
      - eines einzelnen Kaufs (Tag)
      - innerhalb größerer Zeiträume (Monat)

      2) Möglichkeit zu sparen

      3) Übertragbarkeit, d.h. z.B. weniger Lebensmittel kaufen -> mehr übrig für anderen Kram

      4) Absicherung, bei Notfällen trotzdem was zu kriegen
      - d.h. es ist unmöglich, alles aufzubrauchen und keine Lebensmittel mehr zu kriegen

      5) Dinge kosten unterschiedlich viel
      - v.a. innerhalb eines Marktraums

      6) Die Verkäufer*in bekommt etwas
      - muss aber selbst kein Geld sein

      7) Datenschutz
      - es wird nicht gespeichert, wer was von wem kauft

      8.) Gespartes Geld kann nicht unbegrenzt auf andere Personen übertragen werden
      - Bestechung ist also schwierig
      - klassischer Kapitalismus ist ebenfalls schwierig, keine Klassen im Sinne von Marx oder so

      ~~~

      Und hier stecke ich seit Ewigkeiten fest. Es scheint so, also würden sich etliche der Punkte gegenseitig ausschließen. Die eierlegende Wollmilchsau finde ich vermutlich nicht, es bleibt mir also als Ausweg, mehrere Systeme parallel zu haben, die ein wenig voneinander getrennt sind.

      Lokales Geld, das physisch vorliegt, und nur für Märkte eines bestimmten Ortes in einem bestimmten Zeitraum gilt. Danach lebt es als Sammlerobjekt weiter. (Sobald etwas allerdings Sammlerwert hat, kann damit ohnehin gehandelt werden. Das heißt, ein alle zeitlichen und räumlichen Grenzen überschreitender Wert ist sowieso immer gegeben, es sei denn es würde brutal ein Maximum an Besitz festgelegt durch irgendwas.) Ich denke, Reichtum in diesem Sinne ist okay. Reminder to myself: Xooi ist keine Utopie. Ich will nur schauen, ob ich ein paar low-hanging-fruit für die Gesellschaft nicht außen vor lasse.

      Komm ich nicht eigentlich eh damit aus, wenn ich ein Grundeinkommen hab, Wohnungen nichts kosten sondern nach Bedarf (oder Systemen unabhängig von Geld) vergeben werden, und es keinen Besitz von Firmen, keine Börsen, keine Miete, keine Pacht gibt? :kopfkratz: Star Trek behauptet, es geht ohne Geld. Aber auch da gibt es Rationen für Nahrungsmittel, sobald die Ressourcen begrenzt sind. Außerdem gibt's Ferengi mittendrin. :P Ich hab eigentlich nichts dagegen, dass es in Xooi reiche Arschlöcher gibt, solange sie keine Möglichkeit haben, ihren Reichtum in Gewalt umzuwandeln oder andere damit auszubeuten.

      Stellt sich die Frage, ob es Steuern gibt. Ich hab das Gefühl, ich würde das gerne anders lösen... das Ding ist, viele Ressourcen sind unbegrenzt, andere nicht. An Nahrung generell mangelt es einfach nicht, an genau diesem spezifischen Brötchen schon. Es gibt alchemisch herstellbare Massenprodukte und "handgebackene" Sachen.

      ~~~

      Hmm. Ich muss ein bisschen die xooische Mentalität einbeziehen. Xooi hat ein Weltenflair, das bis zu einem gewissen Grad in den Köpfen der Leute sitzt, und wer dort aufwächst, nimmt einige Dinge als natürlich gegeben hin, die uns seltsam erscheinen (und umgekehrt).

      Wer etwas produziert, möchte grundsätzlich, dass es später jemand hat. D.h. die Transaktion ist am untersten Level nicht "ich tu was und bekomme dafür einen Gegenwert", sondern "ich tu was und es soll für jemanden sein". Eine Lehrer*in möchte unterrichten, damit andere Leute etwas lernen, das ist die primäre Motivation, es gibt da eigentlich gar kein Gehalt. Eine Künstler*in malt Bilder, und je nach Präferenz hängen die zuhause rum, werden an andere vergeben, oder in einer Ausstellung gezeigt. Eine Farm (d.h. eine Gruppe von Leuten, die zusammen eine Farm betreiben) produziert Nahrungsmittel, damit diese von Leuten gegessen werden. Das Zugvolk transportiert Personen, weil das ihre heilige Pflicht ist.^^

      Es gibt weniger Anreiz, zu sparen, auch schon deswegen, weil keine Angst dahinter steht, eines Tages nichts zu haben. Eine Sammler*in, die ihr Haus mit seltenen Sammlerstücken vollstopft, kann das tun, aber wenn sie stirbt, ... naja, wenn die Erben das interessiert, behalten sie es, wenn nicht, geht es an andere, die es interessiert - wär ja sinnlos, wenn es jemand anderes hortet. Einzelne Personen können so ticken, dass sie versuchen, sich eine Begünstigung zu verschaffen, indem sie es an eine bestimmte Sammler*in weitergeben und einer anderen verwehren. Aber das Motiv ist nicht "Geld scheffeln", denn das ist sinnlos nach xooischer Mentalität.

      Wenn ich die Mentalität bastle, anstatt ein Wirtschaftssystem, das letztlich doch auf irdischer Mentalität des frühen 21.Jhdts aufbaut, komm ich eher voran. Ich bin nicht so pretentious, dass ich glaube, einfach mal ein funktionierendes System aus den Fingern saugen zu können, woran schließlich viele viele Leute seit Jahrhunderten arbeiten. Ehhhh Schuster, bleib bei deinen Leisten. ;)

      ~~~

      Alltagsebene:

      Sich in einem bestimmten Markt als Kunde einschreiben - mit On-Stift und eigenem Symbol - könnte Sinn machen, wenn eine Person regelmäßig sehr viel haben will; das verhindert dann, dass eine Person anfängt, Gegenstände zu horten, um sie anderen wegzunehmen. Aber vllt brauch ich nichtmal das. Strike that. Mentalität, woo!

      Bei lokalen Lebensmitteln macht es vllt Sinn, dass Leute, die in einem Ort wohnen, registriert sind; dann beziehen diese nämlich eine gewisse Menge quasi gratis, während Reisende etwas mehr Geld dafür benötigen - einfach wegen der Verteilung, damit einem Ort nicht die Semmeln ausgehen, weil Touristen die aufkaufen. ... nein, "mehr kosten" macht hier keinen Sinn. Es wird einfach nur eine gewisse Menge Lebensmittel reserviert. Wenn klar ist, dass die Tante Bercre aus der Süpplinstraße jeden Sonntag eine Box mit Kartoffeln will, dann ist das lokal registriert und die kann eins nicht so einfach wegkaufen.

      Und das geht dann vermutlich bei Sammler*innen auch: Wer registriert ist, kann unter Umständen etwas reservieren. Darum kümmert sich der jeweilige Markt/die Messe/die Fabrik. Das beruhigt die Nerven der Sammler*innen, wenn sie wissen, dass die neue Edition der Gummistiefel in 12 Farben der Firma Blärp bereits einmal vorbestellt ist. :D

      ~~~

      Statt "wie könnte Geld funktionieren" mal fragen: Wie könnte Geld cool aussehen. Vor Urzeiten (a.k.a. vor mehr als zehn Jahren) hatte ich ja die Idee des klebrigen Gelds. Ich glaube, nach xooischer Mentalität ist Geld selbst etwas, mit dem ästhetisch herumgespielt werden muss.

      D.h. es gibt Währungen, die aus blauem Sand bestehen. Welche in Sirupform. Münzen in allen erdenklichen Größen, Edelsteingeld, Geld, dass aus Schiebereglern besteht, pflanzliches lebendiges Geld, Geld aus Licht, Geld aus Schall. :pfeif:

      Irgendwo muss das Geld am Ende hin, um was Wert zu sein? Betriebe können lokal registriert sein, z.B. in einer Gemeinde, der sie dann ihren Gewinn präsentieren; das ist in erster Linie ein Argument und zwar eines, um von der Community Ressourcen zu verlangen, weil sie ja gute Arbeit leisten. Wichtig ist hier vor allem, dass Geld großteils nicht von Einzelpersonen besessen wird (das ist wieder Mentalitätssache! Geez, ich muss mich dauernd dran erinnern, dass ich hier kein irdisches Wirtschaftssystem bastle...). Eine Community teilt das Geld dann wieder gleichmeißig auf, es stockt dann das Grundeinkommen etwas auf, oder wird - je nachdem, wie die Gemeinde oder der Betrieb funktioniert - auch für gemeinsame Ausgaben verwendet, etwa um extern ein Straßenbauprojekt zu beauftragen, weil sich seit Jahren niemand ordentlich darum gekümmert hat, und es lokal halt einfach an Expertise fehlt.

      Wenn ein einzelner Ort wie Schwägum einen Preis gewinnt, dann geht der natürlich auch an alle, die dort wohnen - lokale Ästhetiken sind also in diesem Sinne nicht mehr nur Selbstzweck. Aber hauptsächlich schon, denn so ist die xooische Mentalität. *drauf herumhack* *Jundurg is doof sonst* *pieks* ;D

      Visinnische Vierteleinteilung (kleines Update)

      Hab ja nach Namen für 4 Viertel gesucht, und versucht einzuschätzen, wo die so liegen. Aber wie konnte ich davon ausgehen, dass sich Visinnier*innen da je einigen würden? Natürlich gibt es mehrere dutzend an unterschiedlichen Einteilungen, und darüber wird auch ständig gestritten.

      Für Leute aus Quentapur ist das Hassviertel einfach nur das Gebiet nordöstlich von Quentapur, aber hört halt in den Mittelgebirgen schon auf. Was dahinter liegt, ist überhaupt kein Viertel mehr. "Jo sinn de do überhaup no ssiviliseert hinng dene Beerch?" ;D

      (Kann grad keinen authentischen Quennapörcher Dialekt, also einfach mal irgendwas gemacht. :pfeif: )

      (Hassviertel heißt so, weil dort Hasse (~Mais) angebaut wird, nicht weil sie's hassen.)

      Andere Viertel:
      Steinviertel (südwesten), Kümmelviertel (nordwest inkl. nordmitte), Purtviertel (südost), Weidviertel (nordnordost hinter Hassviertel).

      Einteilungen mit Neunteln oder so gibt's natürlich auch.^^
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    • So, ich hab nochmal überlegt, wie das mit dem Geld funktioniert. :)

      Substanzen mit Geldeigenschaft

      Geldeigenschaft ist eine alchemistische Qualität, die jeder Stoff (und darüber hinaus sogar manche Konzepte) in Xooi annehmen kann/können. Diese ist weltweit definiert und wird durch relativ simple aber in Summe komplexe magische Konzepte standardisiert aufrechterhalten. Es ist möglich, zu spezifisch definierten Zwecken (z.B. Austeilen des Grundeinkommens) Stoffen die Geldeigenschaft zu verleihen.

      Geldkontainer

      Damit Geld tatsächlich ausgegeben werden kann, reicht es allerdings nicht, bloß etwas zu besitzen, das Geldeigenschaft hat, es muss außerdem noch in einem Kontainer vorliegen, an den es gebunden ist. Kontainer sind grundsätzlich an Kommunen oder teilweise auch Verwendungszwecke gebunden; jede Kommune hat in der Regel mindestens so viele Geldkontainer, wie sie geldmündige Mitglieder hat (also Kleinkinder halt noch nicht ;) ), oft auch mehr, als Reserve. Jeder Geldkontainer ist an ein Ontifikator-Symbol der jeweiligen Kommune (oder des Zwecks) gebunden.

      Typischerweise sind Kontainer Flaschen, also Geldflaschen im Alltag, es gibt aber auch Geldbörsen, Geldtruhen, oder alle möglichen anderen Formen, die irgend jemand ästhetisch fand. In Geldbüchern stehen z.B. Worte mit Geldeigenschaft.^^

      Bezahlen

      Will eine Einzelperson mit ihrer Geldflasche etwas bezahlen, (was in der Regel eher nur dann passiert, wenn sie außerhalb ihrer Kommune oder Superkommune ist, darauf komme ich noch zurück), so muss sie die Berechtigung ihrer spezifischen Flasche haben; d.h. es muss eine wie auch immer lautende Befugnis der Kommune da sein (das kann auch einfach mündlich sein, oder sogar eine unausgesprochene Selbstverständlichkeit) und es muss auch die Flasche der Person gehören; nur dann kann das Geld tatsächlich Besitz wechseln, andernfalls wird es wertlos (verliert Geldeigenschaft). Die Person muss dann, damit das automatisch überprüft wird, das Geldsymbol der jeweiligen Kommune ontifizieren.

      Das klappt nur, wenn die Person unterbewusst weiß, dass sie dazu befugt ist. Es ist also theoretisch durch invasive Methoden wie Hypnose möglich, das zu umgehen, aber das erfordert schon einigen Aufwand und kann auch total danebengehen.

      Sobald ontifiziert, kann das Geld Besitz wechseln und z.B. in jemand anderes Flasche gefüllt werden. Üblicherweise ist dies keine persönliche Flasche, sondern eine sogenannte Geschäftsflasche, deren Geld an einen Betrieb oder eine Kommune geht, und nicht von der Einzelperson, die z.B. am Marktstand steht, ausgegeben werden kann. (Ontifizieren würde fehlschlagen, weil die Person weiß, dass es nicht ihr gehört.)

      Kommunales/Betriebliches Einkommen

      Kommunen und Betriebe funktionieren eigentlich sehr ähnlich. Eine Kommune umfasst einfach mehrere Haushalte oder haushaltslose Einzelpersonen, und kümmert sich um lokale Belange. Im Prinzip eine Nachbarschaft. Kleine Gemeinden bestehen aus nur einer Kommune, größere haben viele. In Städten werden Kommunen oft auch Gassen genannt, es gibt lokal viele Dialektbezeichnungen. (Gäbe es Wien in Xooi, würde es wohl dort "Grätzl" heißen. ;) )

      Betriebe sind Zusammenschlüsse von Leuten, die gemeinsam etwas herstellen, oder Dienstleistungen anbieten. Eine Firma wie der Farbstifthersteller Norck kann entweder ein Betrieb sein, oder aus mehreren Teilbetrieben zusammengesetzt sein. Betriebe sammeln durch Verkauf Geld in Geschäftsflaschen, deren Inhalt dann entweder auf die einzelnen Arbeiter*innen verteilt wird, als Zusatzeinkommen neben dem Grundeinkommen, oder bestimmten Zwecken gewidmet wird (Ankauf einer Maschine, Auftrag an externe Dienstleister*innen von anderen Betrieben).

      Kommunen kümmern sich um die Beschaffung von Lebensmitteln, die dann innerhalb der Leute gratis vergeben werden, oder halt wie auch immer es die jeweiligen Leute untereinander ausmachen. Sie können aber auch überschüssige Lebensmittel verkaufen; oder einzelne Leute aus einer Kommune verkaufen was immer sie machen/herstellen, und diese Einnahmen können auch an die Kommune gehen, wenn sie nicht einem Betrieb zugeordnet sind. Viele Kommunen betreiben Nachtburgen ( = Hotels) oder Mahlhäuser ( = Gaststätten) für Reisende, und natürlich gibt es auch da Einnahmen, auch wenn die Beherbergung oft auch gratis oder zu geringen Preisen sein kann - liegt im Ermessen der Leute.

      Wie das Geld auf die einzelnen Personen einer Kommune oder eines Betriebs verteilt wird, wird üblicherweise demokratisch geregelt, oft müssen Beschlüsse sogar einstimmig erfolgen, damit sie gelten (und nur dann funktionieren die Geldflaschen!), bei größeren geht das dann schlechter, und es wird ein bestimmter Prozentsatz festgelegt, der dafür stimmen muss. Der Standard ist, dass Einkommen gleich verteilt werden, aber es gibt immer jede Menge Ausnahmen: Sagen wir, eine Schüler*in wird im nächsten Monat mit ihrer Schule eine Reise unternehmen - dann gibt es vermutlich Zustimmung, da das "Taschengeld" einmal etwas aufzustocken. Oder es geht einfach mal alles an ein Straßensanierungsprojekt, wenn sich der Bezirk nicht selber drum kümmert.

      Gemeinden ernennen oft Bürgermeister*innen, aber diese fällen in der Regel selbst keine Beschlüsse, das können sie gar nicht; sie vertreten lediglich nach außen. Natürlich gibt's trotzdem immer Leute, deren Wort mehr Gewicht hat, aber Respekt muss auch erstmal verdient werden. Das selbe gilt für Betriebe.

      Als Superkommune bezeichne ich einen Zusammenschluss vieler Kommunen, das wäre dann z.B. eine Stadt.

      Info-Ontifs

      Geldflaschen haben meist eingebaut, dass sie anzeigen können, wieviel ihr Inhalt wert ist. Dafür gibt es standardisierte Info-Ontifikatoren; einfach dieses Symbol schreiben oder in die Luft malen, und die Information über den Wert ploppt im Kopf auf.
      Das selbe gilt, wenn eine Flasche an ganz spezifische Verwendungszwecke gebunden ist - das passiert bei Erwachsenen eigentlich nur selten, typisch ist das eher als Kinderschutz. Aber es könnte auch eingesetzt werden, wenn eine Person alkoholsüchtig ist, um zu verhindern, dass sie Alkohol kaufen kann.

      Missverständnisse? Probleme?

      Noch unsicher bin ich, was passiert, wenn eine Person ehrlich der Meinung ist, dass sie eine Berechtigung hat, diese aber eigentlich gar nicht hätte - einfach weil sie bei dem entsprechenden Beschluss gar nicht dabei war. Ich überlege, hier eine Isso-Magie einzusetzen, dass das Ontif-Symbol mit dem Beschluss so verbunden ist, dass es selbst auch noch mal validiert. Es kann aber sein, dass diese Magie nicht immer so gut funktioniert. Es ist nicht alles perfekt, manchmal gehen auch Dinge kaputt. Wenn eine Flasche defekt ist, das nervt natürlich, aber es gibt in der Regel Methoden, das darin befindliche Geld wiederherzustellen.
      Ich beschreibe den Zustand, wenn alles funktioniert, wie es soll, aber es kann viel schiefgehen, aber das fällt alles in den Bereich "nervig" und nicht in den Bereich "systembedrohend". :) Wenn nicht, dann verlegt sich die Angelegenheit nach Xoii.

      Grundeinkommen

      Gerade weil Nahrungsversorgung auf kommunaler Ebene passiert, macht es Sinn, dass das Grundeinkommen, das an alle Bewohner*innen Xoois ausgezahlt wird, an die Kommunen geht. Genau genommen wird das sogar noch weiter vereinfacht, indem da nicht mühselig Geld transferiert wird, sondern jede Kommune einfach eine Geldeigenschaft-Transsubstantiationsberechtigung für eine gewisse Summe hat (natürlich mit zugehörigem Ontif); pro Monat kann also eine gewisse Menge Geld in Flaschen gefüllt werden. Dadurch entsteht auch mehr Varietät, und jede Kommune kann ihren eigenen Geldstil haben, wenn sie das möchten.

      Es ist aber auch möglich, als Einzelperson Grundeinkommen zu beziehen - wenn der entsprechende nervenaufreibende (A 38!) bürokratische Prozess durchlaufen wurde, kann eins sogar an eine Berechtigung zur Gelderzeugung kommen - und es gibt auch Mischformen, wo ein Teil des Grundeinkommens kommunal und ein Teil individuell verteilt wird. Die Höhe des Grundeinkommens ist immer die gleiche, und bedingungslos - nicht bedingungslos ist die Art der Auszahlung; wer sich eines Vergehens schuldig gemacht hat, kann die Gelderzeugungsberechtigung verlieren, oder das Einkommen geht komplett an die Kommune, die sich dann um die Person zu kümmern hat. Es ist in Xooi aufgrund des Schutzzaubers selten, dass Gewaltverbrechen passieren, aber das, was am nächsten daran heranreicht, kann theoretisch auch dazu führen, dass eine Person in eine spezifisch auf Rehabilitation ausgerichtete Spezialkommune versetzt wird. Auch dort hat die Person dann aber volles Mitspracherecht, es gelten nur unter Umständen eingeschränkte Regeln dafür - diese werden meist auf Stadtbezirksebene festgesetzt.

      Wirtschaftskreisläufe

      Also ein Kochstubenbetrieb (Kochstuben sind Mahlhäuser mit ausgebildeten geprüften Köch*innen) kauft seine Nahrungsmittel von einer Farm und verwendet dazu eine betriebliche Einkommensflasche, bei der per Beschluss die Berechtigung für diese Ausgabe gegeben ist; das Geld geht in die Geschäftsflasche der Farm, und stockt, wenn dort keine Ausgaben anstehen, das persönliche Budget der Farm-Arbeiter*innen auf. Die Kochstube erhält wiederum Geld von Gästen in ihre Einkommensflasche. Dieses kommt großteils aus Grundeinkommen.

      Wo kommt das Grundeinkommen her? Im Prinzip werden die Berechtigungen weltweit vergeben, nach Bevölkerungszahl und mit genau definierten Verwendungszwecken (d.h. Garantie, dass das Geld bei den Einzelpersonen oder Kommunen ankommt) Über dieses System wacht ein Zauber, der von den Gründer*innen eingesetzt wurde und von vielen Expert*innen aufrechterhalten wird (eine Änderung bedürfte einen Konsens zwischen all diesen Personen). Avarno "the Emperor" Vassoul wird von manchen als Urheber dieses Systems betrachtet, die Magie kam aber eher von Leuten wie den Geme (Gemle-Gartly) und anderen magischen Geeks. :)

      Deflation

      Damit es zu keiner Inflation kommt, brauche ich noch einen Rückflussmechanismus; zur Deflation ist die wahrscheinlich effizienteste Methode ein Wertverfall, den das Geld automatisch durchläuft - d.h. alle Substanzen und Konzepte, die alchemische Geldeigenschaft aufweisen, verfallen um den gleichen Prozentsatz pro Monat.

      Die Vergabe von Wohnraum und Betriebsgeländen funktioniert ähnlich wie das Geldsystem, aber wahrscheinlich nicht daran gekoppelt. Üblicherweise gibt es mehr Wohnraum, als benötigt wird (weil Architekt*innen zu gerne bauen^^). Wohnungen eines Ortes werden in der Regel kommunal/superkommunal verwaltet.
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    • Zeit für nachträglichen Kleinkram, der auch grad im Kopf rumgeht.
      (Ja ich weiß, ich poste gerade sehr schnell. Ich bin grad irgendwie bastel-hyperaktiv und nutze das aus. :) )

      Essbarkeit von Geld

      Da Stoffe mit Geldeigenschaft ohnehin allmählich ihren Geldwert verlieren, ist es durchaus üblich, dafür einfache Nahrungsmittel zu verwenden, z.B. Hassmehl oder Haferkörner. Dann muss das Geld, wenn es den Wert verloren hat, nicht extra entsorgt werden, sondern kann einfach zum Kochen verwendet werden.

      Klebrige Geldsirups sind also durchaus möglich. Natürlich sollte es dann nicht zu sehr an der Geldflasche kleben, oder diese ist zusätzlich noch mit einem Feature ausgestattet, das das Bezahlen trotz Klebrigkeit einfacher macht.

      Geldtransformation

      Die vielen unterschiedlichen Geldarten sind zwar cool, aber oft unpraktisch - schließlich kann eins nicht unbegrenzt verschiedene Geldflaschen haben, nur weil alle mit was anderem zahlen wollen. Daher gibt es ein paar Standard-Geldstoffe; überregional z.B. eine blaue Flüssigkeit. Leute, die mit Sand bezahlen, geben diesen dann in einen Geld-Transformator, der die Geldeigenschaft dem Sand entzieht und auf Flüssigkeit überträgt. Damit kommt ein Markt mit einem Typ Flasche aus. Wenn mit Hafer bezahlt wird, ist der Hafer nachher noch da, er ist nur nicht mehr Geld. Ich nehme an, der geht an die Person zurück, die kauft, aber wenn diese den nicht braucht, können auch Verkäufer*innen welchen sammeln; vielleicht haben sie sogar ein paar Reserve-Geldflaschen, dann braucht gar nicht erst transformiert werden.

      Nahrungsmittel: Eien

      In Xooi wird grundsätzlich vegan gegessen, dementsprechend gibt es zum Kochen keine Eier. Stattdessen gibt es pflanzliches Ei; darunter wird eine Flüssigkeit verstanden, von der es unterschiedliche Sorten (verschiedene Eien) gibt.

      Weißei ist eine im flüssigen Zustand klare Substanz, die sich beim Kochen wie Eiklar verhält, und erstarrt. Da es in Flaschen verkauft wird und nicht in Eierschalen, muss Weißei natürlich in Formen gegossen werden, um sie zu erhitzen und dann puddingartig serviert werden kann.

      Es gibt eine Menge verschiedener Sorten. Das am meisten verwendete Ei ist (meist sehr dünnflüssiges) Grünei, das aus einer Mischung mehrerer krautigen Pflanzen gewonnen wird. Das hat praktisch jeder visinnische Haushalt verfügbar. Daneben das schon erwähnte Weißei (oder Glasei), Gelbei, Grauei (die beide häufig auch in Pulverform verkauft werden) und Rotei.

      Rotei kommt in Steinform vor, von dem vorsichtig eine kleine Menge abgerieben wird, das mit Wasser dann zu einer sehr dickflüssigen Paste wird. (Diese Paste kann durch u.a. Trocknen und Pressen wieder versteinert werden)

      Neben den zwei Dutzend pflanzlichen Eisorten gibt es natürlich auch noch alchemisch erzeugte Eien, die entweder Kopien der pflanzlichen Eien sind (dann von etwas minderer Qualität als diese) oder ganz eigene Produkte, no pun intended. :autsch:

      Die Haltbarkeit ist unterschiedlich. Gelbei verdirbt in flüssiger Form eher schneller, daher wird es als Pulver gelagert; es hat ohnehin eine etwas körnige Qualität. Grünei-Flaschen können praktisch unbedenklich ein Jahr im Regal stehen, weswegen sie auch so beliebt sind, und auch teilweise mit Geldeigenschaft versehen werden.

      Wolle

      Xooi ist zwar vegan, aber ich will irgendwie doch auch Tierhaltung haben. Zumindest gibt es im Weidviertel mindestens eine Alpaca-Farm. <3 Was "vegan" heißt, muss also nicht unbedingt mit irdischen Begriffen übereinstimmen. Es werden keine Tierfelle verkauft, Wolle aber eben schon.

      Rasierklingen - Kanten mit Schneideeigenschaft

      Und von der Frage, wie die Alpacas geschoren werden, kam ich auch noch dazu, wie Rasierklingen funktionieren. Da gibt es nämlich praktische Dinge, die im Normalfall total stumpf sind, aber die per Ontif für bestimmte Dinge scharf gemacht werden können. D.h. eine aktivierte Rasierklinge schneidet Haare, aber sonst nichts. Die Haare hingegen sind quasi bei Berührung geschnitten - jedenfalls wenn es sich um ein Qualitätsprodukt handelt und die Alchimist*innen nicht geschludert haben.

      (Per Ontif aktivierbare alchimistische Eigenschaften hatte ich glaub ich bislang noch nicht. Damit lässt sich sicher noch einiges machen. Ich glaube, Lampen funktionieren auch so - Leuchteigenschaft an-/ausschaltbar. :)

      "Impfung" gegen Abstürze

      Nachdem Bewegungsmagie und Levitation in kleinen Mengen in Xooi ja recht normal ist, wird versucht, schon recht früh eine Art "magisches Immunsystem" aufzubauen. Wer von einer Klippe fällt, wendet unter Umständen unbewusst Levitation an, um den Sturz aufzuhalten, selbst wenn Levitation ansonsten eine ziemlich schwere Technik ist, jedenfalls absichtlich und kontrolliert. Solche Notfall-Reflexe funktionieren aber nur schlecht, deswegen ist eins dazu übergegangen, bestimmte einfache Auslöser bereits bei Kleinkindern zu etablieren. Wie das genau aussieht, weiß ich noch nicht, (kleine kontrollierte Stürze?) aber ich nenne es zumindest out-world-scherzhaft mal die "Absturzimpfung". (Very 2021, I guess.) Welche anderen Notfälle noch auf so eine Weise behandelt werden können, muss ich auch noch überlegen. Es muss ja eine Reaktion auf etwas sein.

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    • Ich hab heut neue Ortsnamen fürs Hassviertel gebastelt, und dann hab ich mich gefragt, wie das wohl in englischsprachigen Gebieten Xoois aussieht. Über die weiß ich allerdings fast noch nichts.

      Es ist nicht wirklich festgelegt, wo überall englisch gesprochen wird, ob es ein zusammenhängendes Gebiet ist (wie das deutschsprachige Visinnur) oder viele kleine Flecken. Ich weiß, dass eine der Hauptstädte des Südens, Rontoningos, zumindest teilweise englischsprachig ist, aber das könnte auch eine Minderheit sein.

      Im früheren Issoy gab's ja im Süden von Antiton (dem Kontinent, auf dem Visinnur lag) ausgedehnte Gebirge, mit nem "Ende der Zivilisation" Flair. Manchmal hab ich's auch scherzhaft als "Texas" beschrieben. Ich stelle mir abgefuckte Aussteiger-Kommunen vor, einsame Ranches mitten im Nirgendwo, Geisterstädte, Wüsten und Berge. Aber Xooi ist ne neue Welt, ich muss weder von alten Ideen noch von Assoziationen übernehmen.

      Wichtig ist mir aber, glaub ich, dass es einen sinnvollen Kontrast zu Visinnur gibt - einfach nur das selbe aber in englischer wär zuwenig. Gerade habe ich einfach mal ein paar Ortsnamen gebastelt - ich könnte von denen ausgehen, und vielleicht entwickelt sich das ja in eine Richtung, die ich mit einer top-down Sicht nicht vorhersehe. Namen fallen mir relativ leicht - ich hab in den letzten Jahren Perfektionismus abgebaut - aber ich google sie halt doch und versuche herauszufinden, warum ich grade diese Silben zusammengeschmissen hab, und das ist manchmal etwas seltsam.

      Beispiel? Maltwhiskershore. "whisker" im Namen find ich lustig, aber es fällt mir erst Stunden später auf, dass da "malt whiskey" drinsteckt. :kopfkratz:

      ~ ~ ~

      Anglo-Xooi, Ideensammlung "The Roughlands"

      Mäeltwhiskershore
      ... ist eine kleine Stadt die in einem kargen Hochgebirge an der Küste eines Gletschersees liegt. Gewaltige mechanische Gebilde transportieren schwere Lasten in schwindelnder Höhe über diverse Schluchten. Was ist in den Boxen? Alchemische Substanzen? Bücher voll verbotener Poesie? Werden da Knochen transportiert, um irgendwo anders zu Homunkuli zusammengebaut zu werden? Oder sind es gar Wohnungen - leben die Leute in Meltwhiskershore in ständiger Bewegung, schaukelnd in mehreren hundert Metern Höhe? Wer weiß...

      Tulip´s Whistle
      ... ist ein Dorf an einer Wegkreuzung mitten im Nirgendwo. Verschrobene Farmer tragen Gießkannen als Hüte und züchten Pflanzen aus Sand. In einem Becken in der Dorfmitte - umgarnt von den einzigen Bäumen der ganzen Ebene, und den Herbergen - befindet sich eine stetig im Wandel begriffene Flüssigkeit, deren Geschmack aus den Träumen der Besucher*innen und Bewohner*innen stets neu geschaffen wird. Gelegentlich gibt es Überfälle von Raubmurmeltieren.

      Icebow Sharls
      ... ist eine Fabriksiedlung, die in einen Gletscher hineingeschnitzt wurde, und mit diesem langsam mitfließt, wobei neue Wohnungen immer etwas weiter oben gebaut werden, während der untere Teil des Ortes irgendwann in Schutt zergehen wird. Die Bewohner*innen züchten Hammereulen, deren Klopfen manchmal stundenlang durch die Bergtäler hallt. Auf den kreisrunden Plätzen jonglieren Leute mit Eiern. Eine lange Tradition hat das Fußbemalen, weswegen viele Leute barfuß unterwegs sind.

      Misfault
      ... ist eine Stadt mit Gebäuden aus alchemisch-gummiartigen Schwermetallen. Die Gebäude schwabbeln manchmal bei Sturm. Eine riesige Konzerthalle bildet das Zentrum, von dem sich schlauchartige Gänge in die einzelnen Wohnsiedlungen erstrecken, geschmückt mit bunten Glasfenstern und kristallartigen Gebilden, die dazwischen aus dem Boden zu wachsen scheinen. Um das Zentrum herum fließt der Misff, ein Strom aus konzentriertem schweren Rauch (bzw. schwarzer Luft), der irgendwo weit weg dann ins Rauchmeer münden muss. Am Stadtrand blasen Minigeysire hin und wieder Seifenblasen hoch, viel robuster als gewöhnlich. In manchen von ihnen lassen sich Seifenheuschrecken tragen.

      Caulstrux
      ... ist eine Stadt, deren quaderförmige Häuser wild durcheinander liegen, kein einziges davon gerade - die Innenräume sind alle irgendwie geneigt. Hin und wieder gibt es runde Zwischengänge, wie Efeuranken, die sich um die Blöcke ranken. Ein gewaltiger Moosteppich liegt quer über der Stadt, zusammengehalten durch Wurzelfasern und verstärkt mit Stahlseilen. Die Moose bilden ein Fleckenmuster unterschiedlicher Farben, ungleich verteilt. Kinder spielen Ballspiele darauf; hin und wieder entsteht wo ein Loch und es muss eine Gärtner*in kommen, um es zu flicken, und ein paar grantige Blicke auf die Jugend zu werfen. Am Rand der Stadt erhebt sich eine Festung, auf derem höchsten Turm eine Fahne weht - mit einem nebulös schillernden Motiv, das in ständiger Veränderung ist, aber immer irgendein anderes Ungetier darzustellen scheint. Der Bach/Fluss fließt von einem kreisförmigen Becken zum nächsten, so weit das Auge reicht, ein natürliches Bachbett gibt es selten dazwischen.

      Wömsvault
      ... ist eine Stadt, die zwischen vier unterschiedlich hohen Berggipfeln eingeklemmt liegt. Die meisten Gebäude sind aus schwerem, dunklem aber bunten Kunstholz und dickem grauen Glas. Alte Leute mit bodenlangem grauen Haar, kunstvoll geflochten, spielen Brettspiele mit flüssigen Figuren, die über Spielfelder fließen. Tänzer*innen ziehen sich ihre Haut aus und eine andere an, als wären es Kleidungsstücke Körper sind fluide. An den Straßenecken wird dicker tiefschwarzer Sirup, wie Teer, ausgeschenkt. Manche flechten aus diesem Stoff auch süße Seile. Hin und wieder hagelt es, aber die Eiskörner sind kleine Skulpturen, von den Wetterhexen in ihrem Turm erdacht.

      Fleater Aa
      ... ist ein Hafen für Luftschiffe. Der Ort hat die Form einer Halbkugel, die Gravitation zeigt grob nach außen. Über dem Ort schwirren kleine leuchtende Wölkchen umher und lotsen Fehlermeldungen fiepsend Schiffe. Große Schafe grasen auf einer Delle in der Mitte des Ortes und beobachten die Schiffsbauer*innen, die mit großen Sprüngen geschickt jegliche Gravitationsverdrehung ausnutzen, um an ihr Ziel zu kommen. In einem nahen Palmenhain bekämpfen sich Affen und entkommene Lotsenwölkchen.

      ~~~

      Okay, das macht Spaß. :D All das ist erstmal, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es in dieser (oder diesen) Gegend(en) so aussehen könnte. :)
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jundurg ()

    • (Roughlands, geographischer? Ich bastle mal von dem weg, das ich in Issoy damals auch schon hatte.)

      Die Roughlands erstrecken sich über ein riesiges Gebiet im Süden des Paraboloids. Der am besten bekannte Teil des Gebiets ist dasjenige, das von der Metropole Rontoningos aus erreichbar ist - je weiter es davon weg geht, desto schlechter werden die Verbindungen; Züge fahren sporadisch und es gibt immer wieder Ausfälle, Gleise haben unterschiedliche Spurweiten und die Züge, die auf den viel zu schmalen Gleisen durchs Gebirge fahren, sind nicht vertrauenswürdig und bleiben oft stecken. Über den Roughlands liegt gewissermaßen ein unsichtbarer Nebel, der alle Bemühungen des Zugvolks auf stabile Reisen sabotiert.

      Vom Tal des James-Rontonin-Rivers, an dem Rontoningos liegt, führt ein Seitental weg, das Invasion Valley genannt wird; der Fluss Pröpeller windet sich durch dieses, das immer schmäler wird und immer mehr in Schluchten übergeht, mit gewaltigen Höhenstufen, in denen einfach mal die gesamte Landschaft um ein paar hundert Meter höher versetzt weitergeht. Der Pröpeller dreht wundersame Wasserfallschlaufen, fließt niemals wirklich geradlinig - eins sagt, der Fluss ist genauso unzähmbar und anarchisch wie die ganze Gegend, er weigert sich manchmal, nach unten zu fließen und schwingt sich stattdessen einen Hang hoch, nur um wenig später in einem Wasserfall zurück auf den Talboden zu schießen. Aber niemand kann sich so ganz sicher sein, ob das wirklich so ist, oder nur so scheint. Die Physik ist schließlich überall in Xooi eine unglückliche Disziplin, deren Anhänger*innen schief beäugt werden - Naturgesetze unabhängig von den Einflüssen der Menschen? Eine Absurdität!

      Mitten im Tal liegt die Stadt Chiwicki, ein loser Bund aus Kommunen, in denen sich die erfahrenen Roughlander nach einem Leben der Gefahr niederlassen, um die nächste Generation vorzubereiten. Jede Lehrer*in hat ihre eigenen abgefahrenen Abenteuer zu erzählen, und vertritt haarsträubend wirre Ansichten über die Existenz der Menschen und ihren Platz im Multiversum - natürlich nicht nur der Menschen, Chiwicki bietet allen eine Zuflucht, darunter auch denen, deren Gedankenwelten so fremdartig ist, dass sie sich kaum mit den "normalen" Menschen verständigen können - aber was ist schon normal, in den Roughlands interessiert sich niemand für Normalität, das ist doch eine Phantasterei der Gesellschaften des Nordens.

      Dem Pröpeller weiter flussaufwärts folgend wird es noch gebirgiger, bis wir uns schließlich in einem Labyrinth aus Gletschern, Seen und Schotterritschen befinden, durch die sich der Fluss irgendwie doch noch seinen Weg bahnt. Irgendwo dort liegt wohl Mäeltwhiskershore an einem großen See, und dahinter, noch weiter oben, Icebow Sharls.

      Jenseits dieser Berge, weiter im Süden, beginnt die große Wüstenhochebene. Züge fahren hierher keine mehr, es gibt stattdessen motorisierte (?) Karawanen, die auf Stelzen gehen, und Bootskolonnen, die über dem Boden schweben. Das Zugvolk betreibt auch diese, allerdings ist es ein anderer Menschenschlag - bzw. gar kein Menschenschlag, die alienhafteren Angehörigen des Zugvolks leben bevorzugt in diesen Gebieten. An den Stelzenkarawanen liegt Misfault und Tulip´s Whistle, mit schwergängigen Steinbooten erreicht wird Caulstrux und Wömsvault. Luftschiffe fahren von dort weg nach Fleeter´s Aa.

      Südwestlich des Invasion Valleys liegt die Stadt Wompikki im Tal des Konkaliskan, diese liegt an den Grenzen der Roughlands, und dort treffen englisch-roughlandische, zadankossische und andere xooische Kulturen zusammen; Wompikki ist nicht so gefährlich, eher ein drolliger Ort, in denen eins sich wunderbar mit gesprächigen Felsen unterhalten kann, und wo Kreaturen wie Spachtelschwalben und Hüpfmagnetoide gezüchtet werden. Es wird Priesterball gespielt, und auch Teams aus dem Norden, auch aus Visinnur, kommen hierher - Zivilisation!

      In Ztoy, der Endstation der großen Nord-Süd-Linie, beginnt der Weg der Glocken, ein Bergpfad hoch auf die höchsten Gipfel Xoois, wo formantenreiche Klänge aus dem vibrierenden Steinen abgebaut werden, um aus ihnen Schmuck und Musikinstrumente zu bauen. Nirgendwo ist es so leise wie im Dom von Ztoy, denn dort ist ein Lärmvakuum, jeglicher Schall wird durch große ledern-glasige Rohre weggepumpt und in Sammelbecken konserviert, um ihn in Geleeform an Tourist*innen zu verkaufen, die ihn als süßkitschig-klingendes Dessert schlecken. :D

      ~~~

      In den Roughlands ist es gefährlich. Die Grundversorgung gilt auch hier - Grundeinkommen, Recht auf Wohnung, Nahrung, usw. - aber anders als z.B. in Visinnur oder Chalan-Goy kann es schon auch mal sein, dass die Nahrungsversorgung für eine Woche ausfällt, weil irgendwo eine Reiseroute blockiert ist, dann müssen Portionen rationiert werden; Raubtiere machen oft Probleme und wer nicht bewaffnet ist, sollte nicht alleine in der Wildnis unterwegs sein. Und schließlich Naturgewalten - Bergstürze, Dürren; die Rauchbäche und Rauchströme treten öfter mal über die Ufer, und dann ist es tagelang stockfinster. Kaputte Technologie wird nicht so schnell ersetzt, sie muss ja erst eingeflogen werden - aber zum Glück gibt es immer irgendwo eine Person, die alles zu reparieren weiß, selbst wenn nichts mehr zu retten scheint.

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    • Was mache ich mit Regionen, die ich früher mal in der Welt hatte?

      Zulo wird umbenannt in Xzulo, gesprochen ... /xɕəlu/ "chshälu" .. in der Sprache, die früher "issous" hieß, und eine Weltsprache war.

      Das Problem ist: Brauche ich diese Gegend noch? In Issoy war das (Zylo / Zulo) eine Berggegend am Kontinent Sùal. Den hab ich aber nicht mehr, weil er nicht mehr als "Herkunftsort" für Weltbewohner*innen gebraucht wird - die kommen jetzt aus eigenen Welten. Xooi ist ja eine neue Welt, daher ist jede Region im Zuge der Gründung (oder später) gebaut / entstanden. Der Aspekt Herkunft fällt weg. Ansonsten war es eine Gegend, die sehr von nlakischen Religionen geprägt ist ... auch das passt mir nicht mehr so gut, ich will Religion über ganz Xooi hinweg anders denken, und zwar wie im Post #1 hier. Was bleibt also noch übrig? Bergkommunen in unzulänglichen Gegenden? Die hab ich auch in den Roughlands zuhauf, und eigentlich sogar in Visinnur.

      Irgendwie braucht Xzulo etwas, das es klar von Visinnur und vor allem auch von den Roughlands abhebt. Da die Roughlands größtenteils undefiniert sind, ist das eigentlich (noch) unmöglich. Allerdings hab ich eine geographische Idee: Südwestlich von Visinnur, direkt dort wo früher ein komplett anderes Land war.^^ Ich meine, dass sie eine andere Sprache sprechen, ist zumindest schon ein Unterschied. Die Idee "ein Land, eine Mentalität" ist eigentlich eher ein Schwachpunkt der Welt (jedenfalls ist mir das bei Issoy manchmal aufgefallen) auch wenn es zum Basteln natürlich als Leitfaden Sinn macht.

      Ich denke, was es in Xzulo nicht gibt (in Visinnur und den Roughlands aber schon) sind Fabriken. Industrie. Große Gewerbe. Maschinen. Xzulo ist eher Natur, viele Tiere, Almen, Gebirge. "Unberührte Natur" gibt es in Xooi aber viel. Theoretisch kann Xzulo auch an die Roughlands angrenzen.

      Kann Yenkapur die Hauptstadt der Region sein? Oder eine neue Iteration von Te-Merlo? (Sorry, das ist jetzt für Mitlesende etwas langweilig, da ich über Gegenden rede, die ich nie wirklich vorgestellt habe) In Issoy war Yenkapur eine deutsche Sprachinsel, das brauch ich hier eigentlich nicht (auch wenn es in einer Stadt natürlich viele Sprachen geben darf.)

      Ich glaube Xzulo kann die Gegend sein, in der Menschen mit Tieren zusammenleben, auf eine Weise, die es sonst nicht so gibt. Pferd gibt es in Xooi ja nur genau eines, ( ;D ) das Konzept von Reittieren, die treue Gefährten sind, und einen Menschen viele Jahre begleiten, wäre aber ein Beispiel dafür. In den Roughlands sind Tiere gefährlich, Fremdkörper, gelegentlich bezwungen. In Xzulo widmen Menschen ihr ganzes Leben dem Zusammenleben mit Tieren als Freunde. Dabei stelle ich mir besonders langlebige, große, robuste Tiere vor. Riesenechsen, Schlangen, Schildkröten. Reitfische? Therapeutische Tiere. Telepathische Tiere. Magische Tiere. Xzulo ist aber kein Zuchtlabor, kein Experimentierfeld von Wissenschaftler*innen, die aus der Ferne studieren. Die Menschen sind mittendrin, sie regulieren nicht die Natur, sondern werden von ihr in Bahnen gezwungen.

      Wenn ein Wald ein Meer aus Blättern und Zweigen ist, dann könnte es in Xzulo Tiefseen geben, mit gewaltigen, kilometerhohen Bäumen / Baumstrukturen von übereinanderwachsenden Pflanzen. Xooi hat ja noch gar keine Elfen, was ist das denn für Fantasy? :pfeif: :autsch: Der Übergang von Tieren zu Naturphänomenen kann etwas weicher sein: Reitwölkchen? Ne, das ist zu dramatisch... Reitgräser. Jep, eine ganze Wiese wirbelt herum und wer sich gut mit ihr versteht, kann getragen werden. Die Erwachsenen sind unscheinbar und genügsam, die Kinder wild und albern. Statt Musik, Malerei, Theater, usw. werden hier stille, introvertierte Künste praktiziert. Die Fähigkeit, mit einem Wort pro Tag alles nötige auszudrücken. Meditation, Klarträumen und Bewusstseinsforschung, ganz praktisch, und viel bunter, als es für Außenstehende den Eindruck hat. Anstatt in der Schale Xoois zu wühlen (oder in ii zu kämpfen) wird der Fokus nach innen gelegt, neue Gedanken gedacht. Künstler*innen aus anderen Teilen der Welt pilgern hierher, um sich komplett umzuorientieren.

      Was innere Weirdness angeht, hatte ich eh hierzu noch eine Anmerkung:

      Jundurg schrieb:

      Chiwicki bietet allen eine Zuflucht, darunter auch denen, deren Gedankenwelten so fremdartig ist, dass sie sich kaum mit den "normalen" Menschen verständigen können
      Nachdem ich in den letzten Jahren immer wieder erfahren habe, dass Menschen unserer Welt viel viel weirder sind, als ich es mir jemals hätte vorstellen können, muss ich drauf aufpassen, dass ich die Fremdartigkeit nicht als "unmenschlich" darstelle, was mir gut passieren kann, wenn ich tatsächlich "Aliens" habe. In Fiktion werden ja oft Aliens oder Roboter als "total fremdartig, nicht zu verstehen" beschrieben und sind dann eigentlich weniger seltsam als echte neurodivergente Personen, die hauptsächlich nicht verstanden werden, weil ihnen niemand zuhört.

      Also, note to self: Mach Aliens weird, was Äußerliches angeht, und Menschen kriegen einfach die Bandbreite, die sie eh schon haben, plus Sachen, die Magie noch zusätzlich mit Leuten anstellt. Klammer zu.

      ~

      So, Handgelenk beschwert sich schon eine Weile, dass ich endlich aufhören soll zu tippen. Na guuuut.^^
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    • Xzulo (Update)

      Irgendwie hatte ich die Vorstellung eines großen Gebietskampfes, der völlig friedlich abläuft; es sind nicht die Menschen, die miteinander ringen, sondern die Berge. (Als Kind fand ich Bergkönige toll^^) Das kollidiert aber nun mit den Ideen, die ich im letzten Post geschrieben habe, aber das macht eigentlich nichts. Vielleicht entsteht aus der inneren Widersprüchlichkeit eine gewisse Tiefe - es ist ja nicht so, dass sich ein Land und die Leute nur aus Klischees bestehen.

      Wie funktionieren die Gebietskämpfe? Ich habe momentan nur eine vage Vorstellung. Ich glaube nicht, dass die Berge selbst wirklich Lebewesen sind, sondern es geht eher um das Ringen von Gebieten auf einer Ebene der sozialen Konstrukte. Hab heute einen Artikel gelesen, indem es darum ging, dass die Grenze zwischen Burgenland und Steiermark leicht verschoben wurde, und da stand das aus meiner Sicht absolut erhellende Zitat: "Wir haben uns dann [...] entschlossen, [...] festzulegen, dass alles, was linksufrig ist, das Burgenland sein soll und alles, was rechtsufrig ist, die Steiermark – so ist es auch im Denken, Empfinden und Handeln der Bevölkerung“ Das find ich super. Es ist einfach im Denken, Empfinden und Handeln der Bewohner*innen von Xzulo, wo das Einflussgebiet des einen Berges derzeit aufhört und des anderen beginnt. Aber wie verschieben sich die Grenzen? Förster*innen beobachten die Bäume und die Waldtiere, und sehen anhand der Reviere der Raubtiere, dass es eine Verschiebung gegeben hat? Menschen kämpfen symbolisch um eine Grenze durch ein Sportevent, oder eine Pflanzenmodeschau? Leute ziehen um, Gruppenzugehörigkeiten zwischen den einzelnen Höfen ändern sich. Jemand heiratet in ein Dorf ein, und als Ausgleich wird etwas Land an den Nachbarberg übergeben? Weise meditieren in der Wildernis und wandern dann in der Dämmerung umher, um Pflöcke mit rätselhaften Zeichen in den Boden zu stecken, die dann morgens interpretiert werden - vielleicht wie ein großes Strategiespiel mit sich ständig verändernden Regeln? Ein Baum wird gepflanzt, und das ändert das Gleichgewicht? Erdrütsche natürlich, und wenn ein Fluss stärker wird und ein anderer schwächer, macht das Unterschiede. Die Landschaft von Xzulo ist formbarer als in anderen Teilen Xoois, aber nicht von den Menschen, sondern aus sich selbst heraus. Gärtner*innen beobachten das Wachstum der Pflanzen, und wie sich die Vegetation subtil verändert, weil das Gestein und Erdreich seine chemische Zusammensetzung verändert, und ein Hügel plötzlich saurer wird.

      Und was Reitgräser nun wirklich sind, werde ich irgendwann besser verstehen, wenn ich mehr über Xzulo weiß. :) Vielleicht ist es auch eine Art pflanzlicher Sturm. :kopfkratz:

      Jundurg schrieb:

      Die Erwachsenen sind unscheinbar und genügsam, die Kinder wild und albern. Statt Musik, Malerei, Theater, usw. werden hier stille, introvertierte Künste praktiziert.
      Ja, aber. Es gibt auch die Jugend, die Wettkämpfe veranstaltet, die mit ihren Tieren posiert und umeinander wirbt. Oberflächliche Angeber*innen genauso wie raffinierte Grasreit-Veteranen, die mit ihren Sprungwölfen um die Wette tanzen zur Abendunterhaltung. :alt:

      Weil das Land formbar sein will, gibt es keine festgelegten Routen durch Xzulo; Wanderwege verschieben sich immer wieder, Straßen werden von Bäumen unterbrochen, und da kann es natürlich auch keine Züge geben, außer an einigen wenigen Außenzugängen. So fahren von verschiedenen Seiten Züge bis zu ihren jeweiligen Endstationen ein, z.B. von Norden bis nach Yenkapur, eine der wenigen Städte in diesem Gebiet, das aber in seinem breiten Tal sitzt und wenig mit dem restlichen Land interagiert, ein Fremdkörper fast schon. Die Bevölkerung von Yenkapur ist ein Gemisch aus vielen anderen Gegenden Xoois, viele Visinnier*innen, die hier studieren, oder Leute aus Chalan, Jenkin, der Yaturie, usw. Die Xzulonier haben eine Universität, und diese zieht Leute von überallher an. Nur weil alle in den Bergen leben und es keine Industrie gibt, heißt das ja nicht, dass sie ungebildet wären. Im Gegenteil, Literatur blüht hier, und Yenkapur ist für Schriftsteller*innen, die sich gerne in der Natur inspirieren lassen, aber trotzdem das Stadtleben brauchen, ein idealer Wohnort.

      ~~~

      Jetzt hab ich mich gerade sehr mit Xzulo angefreundet, aber die Roughlands wollen auch Aufmerksamkeit.

      Die Stadt Wömsvault soll lieber Mbömsvault heißen, vorläufig, denn irgendwie finde ich diesen Namen schwierig.

      Jundurg schrieb:

      eine Stadt, die zwischen vier unterschiedlich hohen Berggipfeln eingeklemmt liegt. Die meisten Gebäude sind aus schwerem, dunklem aber bunten Kunstholz und dickem grauen Glas. Alte Leute mit bodenlangem grauen Haar, kunstvoll geflochten, spielen Brettspiele mit flüssigen Figuren, die über Spielfelder fließen. Tänzer*innen ziehen sich ihre Haut aus und eine andere an, als wären es Kleidungsstücke Körper sind fluide. An den Straßenecken wird dicker tiefschwarzer Sirup, wie Teer, ausgeschenkt. Manche flechten aus diesem Stoff auch süße Seile. Hin und wieder hagelt es, aber die Eiskörner sind kleine Skulpturen, von den Wetterhexen in ihrem Turm erdacht.

      Und irgendwie fühlt es sich falsch an, dass sie zwischen Berggipfeln liegt. Manchmal habe ich ein Bauchgefühl, das einfach nur Nein! sagt, auch wenn mir kein vernünftiger Grund dafür einfällt. Mbömsvault liegt in einer kalten schiefen leicht zerklüfteten Hochebene, in der es keine wirklichen Gipfel gibt, aber auch keine Canyons, sondern vielleicht gelegentlich Rillen von einer Tiefe von 10 Metern, geschaffen von Schnee und Regen.

      Das bunte Kunstholz bleibt. Die Häuser in Mbömsvault sind wunderschön beschnitzt, mit einer dunklen Holzfarbe und hell bemalten Schnitzkerben. Einige hohe Metallgitter trennen einzene Straßen in zwei Hälften, daran hängen Bewohner*innen Reibetücher auf, die gebraucht werden, um sich den Sirup abzuwaschen, oder nach einer Tanzperformance im stilvollen Abgang um sich geschlungen werden, um die Haut zu verdecken, bevor sie ausgezogen wird.

      Hautwechseln ist in Mbömsvault eine intime Kunstform, mit der Performer*innen auch ihre eigenen Identitäten erforschen. Viele davon sind plural und/oder genderfluid. Nicht jede Haut passt auf jeden Körper, und das ist auch okay - Häute können hängen und verzerrt sein. Mit dem Schlüpfen in eine Haut geht die Umstellung in ein Fremdes Tastgefühl einher, jede Haut fühlt sich von innen und außen anders an, reagiert anders auf Reize, und hat ihre jeweils eigenen Wunden, Kratzer, Narben.

      (Hier floss etwas Inspiration von Meatpunk ein.^^)

      An den Rändern und Stufen der steinernen Stadtbrunnen sitzen die Leute und formen mit ihren Händen vorsichtig ihre Spielfiguren, flüssige Unikate mit jeweils eigenen Charakteristika (unterschiedlichen Stats^^) die sie dann in fein geschnitzten Schatullen aufbewahren.

      Über die Dächer laufen die Seilzieher*innen, bestückt mit Blechdosen aus Teersirup, und laufen auseinander, damit die klebrige Masse sich spannt und dann von der Kälte und mit etwas Alchemie zu festen Schnüren gemacht wird. Es ist eine recht unernste Kunst, die oft von jugendlichem Leichtsinn angetrieben wird, denn natürlich rutschen sie immer wieder auf den vereisten Dächern aus. Aber es hat natürlich auch einen Vorteil, dabei gleichzeitig Expert*in für die Herstellung von Seilen zu sein.^^

      Der Turm der Wetterhexen besteht aus dunkelgrauem Stein und Kunstholz; er gehört zu Xoii und ist eine Verbindungsstelle zur Hexenschule von Tari Tamzöchts, die außerhalb von Xooi liegt. Was für die Mbömsvaulter*innen wie kunstvoll geschnitzte Eisfiguren wirkt, die auf sie herabhageln, sind vielleicht auch fremdartige Wesen, die der Turm aus anderen Welten anzieht, und die von den Schutzzaubern zu Wasser transformiert werden? Oder im Gegenteil leere verbrauchte Hüllen von Schutzgeistern, die zur Verteidigung der Roughlands unsichtbar durch die Lüfte schwirren, aber hin und wieder mal eine neue Haut brauchen - und welcher Ort wäre dafür schließlich besser geeignet als Mbömsvault...

      :D
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    • Nachdem ich jetzt so viel Zeit nur mit Ortsnamen-Gebastel verbracht hab (nicht in diesem Thread) will ich auch - für meine momentanen Ansprüche relativ - richtig basteln. ;)

      Als ich die Gründer*innen von Xooi gebastelt hab, haben sich die Quentap irgendwie nicht richtig angefühlt. Aha, eine Baustelle! Hier ist der Beitrag, wo ich das gebastelt hab.

      Jundurg schrieb:

      Die Quentap'h sind ein kleines Fürstenhaus, das eine Welt in einer der äußeren Schalen der Erde bewohnt. Aufgrund der Lage gibt es dort eine Menge Ideen, die von der Erde kommen - und die Sprachen sind ein Gemisch; Deutsch, Englisch, aber auch nicht-irdische wie das Visinnische. Die Kleinwelt stagniert etwas, und die Bewohner*innen suchen ein neues Zuhause.

      Also der Name wird mal wieder auf Quentap zurückgesetzt, diverse andere Schreibweisen, die ich probiert habe, gefallen mir doch immer recht schnell nicht mehr.

      Kleines Fürstenhaus - ich denke, die Quentap sind mehr. Sinne Quentap war Kronfürstin ihrer Welt und regierte mit relativ starker Hand. Irgendwann in der Vergangenheit hatte eine ihrer Vorfahr*innen in einem interstellaren Feldzug diese Schalenwelt unterworfen, und eine Monarchie eingeführt. Es war wohl einer von vielen Feldzügen, und diese Quentap-Vorfahr*in war nur eine kleine Nebengeneräl*in, die halt als Belohnung für ihren Dienst einen Statthalterposten in einer der eroberten Ländereien bekommen hat; diese Länderei ist dann halt relativ bald unabhängig geworden.

      Die Eroberer haben ihre Sprache - das Visinnische - mitgebracht, die Bevölkerung der Schale sprach verschiedene irdische Sprachen, vor allem Deutsch, etwas Englisch und vereinzelt andere Sprachfetzen, z.B. von Lettisch, Estnisch, Irisch ... idk, ich leg mich da nicht fest, keiner dieser Fetzen ist für sich genommen so relevant. Wichtig ist, dass von dieser Schalenwelt der Bezug des Settings Xooi/Xoii mit irdischen Sprachen herkommt; das heißt aber nicht, dass es die einzige Herkunftswelt ist. Sobald einmal englischsprachige Leute in einem Setting sind, tauchen früher oder später andere englischsprachige Welten auf und es gibt Kontakte, in einer übelst verwirrenden Weise, denn, wie öfter gesagt, jede Welt folgt ihrer eigenen Logik, und daher ist der Austausch zwischen Welten voller Paradoxa und mit genügend Mindfuck, dass selbst hartgesottene Historiker*innen irgendwann das Handtuch werfen. ;D

      By the way, wenn ich "interstellar" schreibe, meine ich weltenübergreifend. Heißt zwar eigentlich zwischen Sternen und impliziert Weltraum, aber ich mag das Wort, und behaupte, es ist nicht soo falsch - immerhin sind manche der beteiligten Welten auch groß genug, besiedelte Galaxien zu beinhalten, auch wenn ich das vermutlich nicht bebasteln werde.

      Diese Schalenwelt hatte irgendwann im Laufe ihrer Geschichte immer mehr Kontakt zu Welten, die näher am Kern des Settings von Xooi liegen, und dadurch kamen noch einmal andere Sprachen hinzu - das Nlakische, Chalanische, ... - eben die Sprachen der Gründer*innen von Xooi.

      Zurück zu den Quentap. Kronfürstin Sinne - eigentlich wohl Sainne die Fünfzehnte, oder so - war überhaupt nicht begeistert, als ihre Kinder anfingen, von dieser seltsamen neuen visionären Welt namens Xooi zu schwärmen. Sie war jedoch bereits in hohem Alter und es war klar, dass ihre Kinder von ihrem Plan nicht abzubringen waren - und das Kronfürstentum ist eine Erbmonarchie, daran wurde seit Jahrhunderten nicht gerüttelt.

      Was ich ändere, ist: Die Quentap waren beim Design der Welt und bei den Treffen der Gründer*innen nicht beteiligt. Sie stießen erst dazu, als die Planung abgeschlossen war und das Paraboloid bereits erschaffen. Sinnes Kinder Richtainne und Marevesel stürzten sich auf die Planung von Visinnur. Aber als Erben eines Kronfürstentums waren sie es absolut nicht gewohnt, dass ihnen nicht gehorcht wird, und die anarchistischen Gedanken von "Emperor" Vassoul passten ihnen überhaupt nicht. Sie versuchten also, jedes Hintertürchen auszunutzen und zu tricksen, um irgendwie zu garantieren, dass sie weiterhin eine Machtposition haben würden. Marevesel erklärte schließlich das ganze Land zu einem Kunstprojekt, und nach vielem Hin-und-Her und Einschränkungen wurde das schließlich so akzeptiert.

      Die Gründer*innen sahen eigentlich nicht vor, dass die Bewohner*innen einer gesamten Welt geschlossen nach Xooi ziehen würden. Auch Sinne XV war da strikt dagegen, aber je mehr Leute nach Visinnur strömten, desto mehr wurde ersichtlich, dass die alte Welt schlicht untergehen würde - also wurde sie schließlich aufgegeben, und ein Teil der Bevölkerung des alten Kronfürstentums wanderte in verschiedene andere Welten ab, ein signifikanter Teil aber ging nach Xooi. Und Xooi verändert die Menschen, die in Xooi wohnen, gründlich, sie sind nicht mehr dieselben, die sie vorher waren (Weltenlogik). Das merkten auch Richtainne und Marevesel irgendwann gegen Ende ihres Lebens; der Titel der Kronfürst*in hatte komplett an Bedeutung verloren, und verlor sich unter den vielen (frisch erfundenen) xooischen Adelstiteln - nur in Quentapur selbst hat er noch lange Zeit Bedeutung, schließlich ist die Stadt nach ihnen benannt, und wer zur High Society gehört, will mit den Quentap bekannt sein und ihren individuellen vornehmen Stil (TM) imitieren. Sie sind Trendsetter.^^ Im restlichen Visinnur sind die Quentap eher eine Zielscheibe von Frust "die sind an XY schuld" und manchmal auch Spott. In einer Gesellschaft, die großteils egalitär ist und keinen großen Reichtum kennt, besitzen die Quentap doch irgendwie etwas viel - begehrte Sammlerstücke und alte Privilegien, die sie durch pure Sturheit durchgesetzt haben...

      Mit anderen Worten, in der Utopie Xooi sind die Quentap ein Störfaktor.

      ~

      Richtainne und Marevesel sind irgendwie so, wie ich sie gebastelt habe, verhältnismäßig farblose Charaktere. :meh: Ich weiß irgendwie nicht so recht, wie ich das ändern soll. Ein "auf diese Person geht Eigenschaft XY zurück" finde ich eher tedious, um ehrlich zu sein. Kann irgendwie bei den Quentap nicht so leicht Persönlichkeit aus dem Ärmel schütteln, weil ich mit ihnen halt auch eine gewisse Art von Biederkeit (mit absurder Note) verbinde.

      Außerdem - wie läuft das bei der Erschaffung ab? Die Landschaft war ja schon da, die Quentap und Visinnier*innen haben natürlich noch Details verändert, aber die grobe Geographie selbst - Gebirgszüge - haben sie wohl kaum angerührt. Das Klima und Wetter wurde angepasst an die Gewohnheiten der Bevölkerung, Gebiete wurden für Wald oder für Landwirtschaft designiert, solche Sachen.

      Vielleicht ist ein besserer Zugang zu den Quentap, ihre Beziehungen zu den anderen Gründer*innen von Xooi zu basteln, Quereleien, Kooperationen, Bündnisse, Intrigen. Mal sehen. Dafür muss ich natürlich diese ganzen Charaktere wieder auffrischen, das könnte anstrengend werden.
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    • Logans Bastelfrage ist Wetter, also mal sehen, was mir dazu einfällt. :)

      ~

      Grundsätzlich dachte ich, dass das Wetter, wie die restliche Welt, erst einmal von den Vorstellungen der Gründer*innen abhängt. Viele Regionen haben Wetterkontrolle, andere nicht (denn Kontrollverlust ist ein Teil der Ästhetik der Natur, hat seinen Reiz). Eins könnte natürlich sagen, dass auch bewusstes Nichtkontrollieren eine Art von Kontrolle ist, da es ja trotzdem von menschlicher Hand so bestimmt wurde, insbesondere ja die Parameter, innerhalb dessen Wetter sich bewegen kann. Aber das ist eine Frage der Perspektive. Und ich kann mir vorstellen, dass radikal denkende Leute unter den Gründer*innen - z.B. Lox Thife oder Duvilo Imigmo, die sich sonst ja nicht leiden können - eine der menschlichen Kontrolle weitestmöglich enthobenen Naturgewalt viel abgewinnen konnten.

      Es macht natürlich Sinn, dass stärker besiedelte Gegenden eher strikter Wetterkontrolle unterliegen, während es bei unbewohnten Regionen möglich ist, es einfach mal unberechenbar und gefährlich sein zu lassen.

      Aber Unberechenbarkeit ist eben so relativ, und ich denke, auch Zufall existiert nicht nur in einer einzigen Form.

      Wahrscheinlichkeitsbasiertes Wetter legt fest, was für eine Region typisch ist, und das Wetter bewegt sich innerhalb der Grenzen zufällig. Wenn es halt 50% der Tage regnen soll, wird quasi eine Münze geworfen. Das ist die billigste Variante, natürlich gibt es dann Ansätze, die Verläufe zu gestalten, quasi einen Zustandsautomaten zu erstellen, oder so. Oder es wird etwas simuliert, das irdischem Wetter entspricht, aber regional begrenzt.

      Deterministisches automatisches Wetter legt für eine bestimmte Region fest, dass das Klima einfach mal in Ruhe gelassen wird, und was immer passiert, passiert eben - wie in unserer Welt, nur dass bei bestimmten Auslösern eingegriffen wird, z.B. wenn eine bestimmte Temperatur unterschritten oder überschritten wird, greift die Wetterkontrolle ein. In der Praxis fühlt sich das wahrscheinlich recht ähnlich an wie wahrscheinlichkeitsbasiertes Wetter, nur dass es bei ersterem mehr Möglichkeiten zur Gestaltung gibt. Aber auch in diesem Modell ist es möglich, weirde Faktoren einzubauen, z.B. einen künstlichen "Vulkan", aus dem permanent/regelmäßig (eine große Menge) heiße Luft austritt, das natürlich das Klima rundum beeinflussen kann.

      Detailliert gesteuertes oder designtes Wetter. Hierbei gibt es eine Gruppe an Personen, deren Aufgabe es ist, das Wetter ein paar Tage oder auch Jahre im voraus zu bestimmen, und das wird dann eben umgesetzt. Hier kann weiter unterschieden werden darin, ob das Wetter an die Bevölkerung bekanntgegeben wird, oder (ganz oder teilweise) geheimgehalten wird. Dadurch können sogar Design-Katastrophen geplant werden, die eine Überaschung bleiben sollen. (Eventuell gibt es Wetterberichte mit Spoiler-Warnung? ;D ) Hier gibt es natürlich ein großes Maß an Kontrolle, es kann ja auch mal kaltes flüssiges Metall regnen, warum nicht. Je nach Region unterliegen die Wetter-Designer*innen natürlich gewissen Regeln. Mancherorts könnte eine Kommune oder Superkommune (z.B. Stadt) auch ihr eigenes Wetter basisdemokratisch beschließen.

      Unkontrolliertes Wetter bei dem einfach überhaupt nicht eingegriffen wird, unterscheidet sich von deterministisch automatischem Wetter eigentlich nicht wirklich, es könnte aber Sinn machen, Übergangszonen mit diesem Begriff zu beschreiben. Also das Grenzgebiet zwischen einer Wetterkontrolle und einer anderen; hier liegen eigentlich keine klaren Regeln vor, auch nicht unbedingt die Weltstandard-Regeln (also das, was am Paraboloid passiert, wenn niemand eingreift), denn es wird ja eingegriffen, nur treffen an den Grenzen widersprüchliche Wettersysteme aufeinander.

      Starres Wetter wäre eine Unterkategorie des designten Wetters, bei dem ein Wetter praktisch dauerhaft gehalten wird - es regnet kontinuierlich und gleich stark, oder es scheint immer die Sonne, oder es ist immer neblig. Der Unterschied wäre nur, dass es keine Personen gibt, die laufend designen, sondern dass einmal festgesetzt wurde, und es dann gilt. Natürlich kann es theoretisch geändert werden, aber manche Orte liegen seit Gründung der Welt einfach im Nebel, weil es zum Design der jeweiligen Landschaft einfach dazugehört.
      (Okay, dieses "Nebelland" :autsch: muss ich mal basteln.^^)

      ~

      Jahreszeiten sind optional - manche Wettersysteme richten sich danach, manche nicht. In Visinnur gibt es einen Wechsel zwischen Sommer, Herbst, Winter und Frühling, weil die Bewohner*innen großteils aus einer erdnahen Schalenwelt kommen, wo das so war (und deswegen sprechen sie ja auch irdische Sprachen). Die Tage werden hier auch im Sommer länger und im Winter kürzer, was durchaus nicht so sein muss. (Allerdings ist der Tag-Nacht-Zyklus nicht in ganz Visinnur gleich lang, denn der orientiert sich ja an der Nord-Süd-Position am Paraboloid. Ich glaube, diese Eigenschaft gilt tatsächlich global panparabol.^^)

      ~

      Visinnurs Wetter ist eine Mischung aus determiniert-automatisch, probabilistisch und designt; das Wetter in Städten wie Quentapur und Wesvestom wird per Kommitee beschlossen und auf den Instituten für Meteorologie der jeweiligen Unis realisiert. In anderen Städten wurden Wahrscheinlichkeiten und Abläufe festgelegt und spielen durch; an designierten Feiertagen wird das Wetter im voraus erwürfelt und dann an die Bevölkerung durchgesagt. Ansonsten gibt es Wetterberichte, die durchaus irdischen ähneln können, denn sie geben nur eine ungefähre Prognose. In deterministisch-automatischen Regionen ist die Prognose auch richtig schwierig; nicht nur gibt es Abläufe die der irdischen Physik ähneln, auch die individuelle Magie der Bewohner*innen (unter anderem) beeinflussen es. Das ist nicht so plump wie "viele Leute wünschen sich regnen, also regnet es", vielmehr könnte z.B. eine Regenwolke magisch beeinflusst werden (leicht bewegt, leicht erwärmt/gekühlt, aufgeladen, ...) und das hat dann natürlich weitere Konsequenzen. Ebenso wirkt natürlich Technik, z.B. eine "Klimaanlage" bzw. lokale Temperaturmagie. All das macht es zu einer Herausforderung für Meteorolog*innen, die im Prinzip gleichzeitig zu den üblichen Problemen noch Trends der Bevölkerung berücksichtigen müssen. :faint:

      Die Roughlands haben viele lokal unterschiedlich gehandhabte Wetter mit mehr oder weniger Kontrolle, dazwischen jedoch große Gebiete, wo nicht eingegriffen wird, und es zu Stürmen kommen kann, einfach nur weil es gerade an einem Ort künstlich heiß und an einem benachbarten künstlich kalt ist. Die Roughlands haben kein zentralistisches System, wie es Visinnur hat, sondern einzelne Gebiete drehen ihr eigenes Ding. Hier ist Anarchie mal wirklich das, was Leute darunter oft (miss-)verstehen - Chaos. Und natürlich gibt es hier auch quasi-natürlich vorkommenden Rauchregen. :)

      In Xzulo wurde das Wetter einmal zu Beginn der Besiedlung festgelegt und wird nur selten leicht verändert (quasi Bug-Fix-Patches^^); das Wetter ist dort ungesteuert (deterministisch), hängt aber auch von den Gebieten der Berge ab, d.h. der Gebietskampf passiert auch auf Wetterebene; zwei verfeindete Berge schicken sich gegenseitig Unwetter. :D Das passiert auf einer Ebene von ... äh ... magisch reifizierten sozialen Konstrukten? Dafür hab ich noch keine konkrete Bezeichnung. Das Wetter wird also unbewusst von der Bevölkerung gesteuert, wenn diese der Meinung ist, eine Grenze habe sich verschoben - wenn z.B. ein Flusslauf durch einen Murenabgang verschoben wurde, kann das dazu führen, dass die Gewitter, die das verkleinerte Gebiet imstande ist, einem Nachbargebiet zu schicken, schwächer wird. Das sind nur Beispiele, im Alltag ist das sowohl komplexer als auch oft weniger dramatisch.

      In den Eismetropolen (oder wie immer ich das Gebiet nenne) ist es einfach immer kalt und schneit sehr oft. Ich denke, da werden Stürme und Regen gelegentlich mal geplant und dann vorangekündigt. Das Gebiet hab ich noch nicht vorgestellt und wenig beachtet - entstand aus dem Gedanken, dass es doch langweilig ist, dass ganz kalte Regionen immer (Eis-)Wüsten sind; daher ist hier ein komplett "arktisches" Gebiet einfach ganz dicht besiedelt, weil magisch gewärmte Kleidung und Innenräume recht einfach möglich sind. Ich weiß noch nicht, ob das Gebiet direkt am Pol liegt, oder einfach nur nördlich von Visinnur.
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    • Ich erkunde weiter die Welt...

      ~

      Älteste Städte.

      Wo haben sich die Gründer*innen niedergelassen, nachdem Xooi in Rohform erschaffen war? Ich denke zu den ältesten Städten gehören auf jeden Fall Mespay und Bubadi; in der zweiten Generation kommen dann u.a. Quentapur und Rontoningos dazu. Aber die Quentap sind ja später dazugestoßen, und Rontoningos ist zu Ehren der Architektion (J. Rontonin) benannt, woraus ich schließe, dass das eher zum Abschluss der Gründungsphase gegründet wurde.

      Bubadi

      Die Stadt Bubadi befindet sich verteilt auf mehreren Inseln in einem endlosen Rauchmeer. Die Position bezieht sich direkt auf die Weltform, sie teilt die Strecke zwischen Pol und Rand (im Durchschnitt, denn der ist etwas gezackt) genau im goldenen Schnitt; der achteckige Obeliskenturm im Zentrum markiert außerdem den Nullmeridian (zumindest das Zugvolk richtet sich grob danach). Zwischen den Inseln liegen kleine und große Kanäle, ein bisschen wie Venedig, nur eben mit Rauch statt Wasser.

      (Der Rauch ist eine xooi-spezifische Substanz; im Prinzip einfach undurchsichtige, künstlich schwere Luft. Darin kann eins problemlos gehen, es fühlt sich eher wie Luft an. Auch Atmen ist problemlos möglich, allerdings hängt die Frische der Luft (das Äquivalent zu "Sauerstoffgehalt" in anderen Welten) davon ab, ob der Rauch steht oder fließt. D.h. in Rauchflüssen kriegt eins wunderbar Luft, im Rauchmeer ist es allerdings eher stickig, und in einem tiefen Teich ist irgendwann alle Frische heraußen und darin würde eins mit der Zeit ersticken. Es gibt aber einen Austausch zwischen Luft und Rauch, nur ist der etwas verlangsamt. Wer am Grund des Rauchmeeres wandern will, sollte einen Frische-Dispenser dabeihaben - ohne wird eins zwar nicht direkt ersticken, aber es wird unangenehm.)

      Zurück zu Bubadi. Die Grundästhetik der Stadt ist Stein - Granit sowie schwarzer, grauer und weißer Marmor, vielleicht auch Schiefer oder so. Die Gebäude sind große Klötze und haben oft geometrische Formen wie etwa platonische Körper, Pyramiden, Obelisken, kantig gemachte Paraboloide, aber auch einfach Quader. Wohn- und Arbeitsräume befinden sich in den Obergeschoßen, Schlafräume liegen oft auch unter der Rauchoberfläche (allerdings mit Fenstern, um die stickige Rauchmeerluft draußenzuhalten). Auf größeren Plätzen gibt es Rauchspringbrunnen, aber genauso auch Wasserhähne.

      Die Gebäude sind zwar hauptsächlich aus Stein, aber Fenster oft aus buntem Glas, Metalle kommen bei Vordächern und Brücken zum Einsatz; viele Hauswände sind mit Edelsteinen verziert, andere mit farbigen Ontif-Symbolen bedeckt; wer diese ontifiziert kann leise Musik hören oder Gedichte vorgelesen bekommen, manche sind auch einfach Wegweiser.

      Ein paar der Inseln sind etwas höher und bergig. Auf einer von diesen liegt das Ravenak-Domizil, erbaut von der Architekt*in Elso Ravenak, die für das Design eines großes Teils der Stadt verantwortlich war. In diesem Domizil lebten nach der Gründung mehrere der Gründer*innen und es war für diejenigen, die sich vertrugen, auch eine Art Wohnzimmer; später wurden Teile davon öffentlicher und es finden dort heute auch Messen und Ausstellungen von Bildender Kunst statt; es gibt außerdem ein Xooi-Weltgeschichtemuseum und ein Museum Interstellarer Kulturen.

      Unter denen, die sich in Bubadi niederließen, sind Alcruho V Rüvenkrit, ihr zeitweiliger künstlerischer Partner Xoréo Abrao, James Rontonin und zeitweise sogar 55, ganz ungewöhnlich für ein Angehöriges des Zugvolks. Zu Beginn vielleicht auch Orange Varréz und Avarno "the Emperor" Vassoul, aber die dürften dann bald in ihre eigene Stadt gezogen sein. Aber wie gesagt, fast alle haben irgendwann mal eine Weile hier gelebt, sogar die, die sich letztlich gar nicht in Xooi niederließen.

      Gesprochen wird in Bubadi überwiegend ... wie nenn ich die Sprache? Silraw-Dialekt? Im Prinzip die Lingua Franca der Gründer*innen; aber genauso gibt es englisch-, deutsch-, yaturienisch- und anderssprachige Minderheiten. Fast alle sprechen mehrere Sprachen; besonders ist auch der Großteil der Bubadier*innen der xooischen Gebärdensprache mächtig, bzw. einem lokalen Dialekt davon, der aber mehr oder weniger den Standard für Xooi setzt. Im Alltag gilt diese als besonders höflich gegenüber Fremden.

      Etwas außerhalb der Stadt befindet sich ein großes quadratisches Floß aus Glas, das auf dem Rauchmeer schwimmt. Es dient als Bühne für Ballett. Es gibt daneben nur relativ wenig Platz für Publikum, weil es sich dabei eher um eine partizipatorische Kunstform handelt - eine Tradition, die von X. Abrao ins Leben gerufen wurde. (Es ist auch nicht die einzige Bühne natürlich, aber eine der Sehenswürdigkeiten von Bubadi.) Das Opernhaus von Bubadi befindet sich an einem Abhang und ist halb mit Rauch gefüllt, sodass die Bühne am Beginn eines Aktes daraus aufsteigen kann. Bubadische Oper hat eine leicht anarchische Komponente; zwar gibt es professionelle Darsteller*innen und Musiker*innen, aber viele Stücke sind darauf ausgelegt, dass auch Laien mitwirken, und zu mancher Darbietung gehören z.B. Soloeinlagen von Musiker*innen die gerade auf der Durchreise sind und gar nicht dafür geprobt haben, fest dazu. Die Bühne gehört einfach nicht nur einer festen Truppe - es ist auch oft so, dass das Bühnenbild während der Aufführung von Leuten aus dem Publikum mitgestaltet wird, etwa eine Leinwand von Graffito-Künstler*innen besprüht. Jede Vorstellung ist also anders.

      Von Bubadi weg fahren sternförmig in alle Richtungen Schnellzüge, die entweder auf Brücken oberhalb des Rauchmeeres fahren, oder - oft - auch am Meeresgrund. An einem Ufer dieses Rauchmeeres beginnen die Roughlands, eine der Linien führt nach Norden durch Rauchmeer und Gebirge hindurch irgendwann auch nach Visinnur. Aber wie weit das weg ist, lasse ich erstmal lieber noch offen.

      Mespay

      Die chalanische Hauptstadt war das Projekt des Geme-Systems und von Dyun-Lü, deren gemeinsame Muttersprache Chalanisch war. Diese Stadt ist zuallererst der Wissenschaft gewidmet; hier gibt es die älteste Universität Xoois. Sie liegt zwischen den beiden Schlammwüsten - ausgedehnten Gebieten aus semi-lebendigen Schlammdünen, die langsam pfauchend herumwandern und Moose fressen. Mespay hat viele Gärten; etwas, das Reisenden sofort auffällt ist die hohe Insektenpopulation, viele davon Züchtungen. Die Schwebfliege ist quasi das Wappentier der Stadt, und es gibt unzählige davon, die durch die Straßen flitzen und in der Lage sind, codierte Botschaften zu überbringen.

      Hor Gartly hat in Mespay eine Art Spionage-Netzwerk errichtet, das mehr zu Xoii gehört. Einige Teile von Mespay besitzen mehrere "Paralleldimensionen", d.h. fixierte Schalenwelten, die über Ontifs, die nur in den entsprechenden Stadtteilen funktionieren, bewusst erreicht werden können. Hier wird Traumforschung betrieben - im Gegensatz zu den Klarträumer*innen in Xzulo aber mit einer gewissen wissenschaftlichen Rigorosität. Es heißt, dass Hor Gartly in diesen Schalenwelten auch Fallen installiert hat, um alienhafte Entitäten zu fangen und zu studieren. Es gibt aber auch Rival*innen, deren Organisationen das zu verhindern versuchen. Geheimniskrämerei ist ihnen beiden eigen.

      Ýn-W Gemlë hingegen hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Biodiversität von Xooi hochzuschrauben, und das ist in Mespay besonders zu spüren. Es gibt riesige Gartenanlagen, in denen kaum eine Pflanze der anderen gleicht - hier sind die Gestalter*innen vieler xooischer Gegenden durchflaniert und haben sich ihre jeweilige lokale Flora zusammengestellt, und dann von fachkundigen Biolog*innen die passende Fauna dazu. Ýn-W sieht ihre Rolle allerdings nicht als Züchterin, sondern als Kuratorin und Sammlerin, deswegen stammen die meisten Lebewesen in Mespay aus mittlerweile unzähligen verschiedenen Welten.

      Das Geme-System hat insgesamt ja nur einen Körper, dennoch haben auch noch weitere Mitglieder Spuren in Mespay hinterlassen. Das maschinelle Individuum D4 etwa hat die örtliche Kryptographie-Fakultät ins Leben gerufen, und Haú Ttars Leidenschaft für exotische Gewürze und Parfüme mag eins auch mit den vielen entsprechenden Angeboten in Mespay in Verbindung bringen - aber das erklärt sich eigentlich auch bereits aus der chalanischen Kultur, deren Küche immer schon die Extreme bevorzugt hat.

      Jetzt hab ich viel über das Geme-System geschrieben, und wenig über die Stadt selbst. Nun ja - Mespay ist in erster Linie chaotisch. In nahezu jedem Stadtteil gibt es irgendwie scheinbar alles. Biedere visinnische Architektur steht direkt neben einem fensterlosen Gebäude aus abgefahrenen alchimistischen Materialien. Die chalanische Ästhetik ist das Nebeneinander von Extremen, und das wird auch auf eine Meta-Ebene getragen und ein lokales Extrem der Gleichförmigkeit steht an manchen Gegenden auch neben einem verdichteten Chaos.

      Individualität ist sehr wichtig - "wer so lebt und denkt wie eines Nachbar*in, macht etwas falsch". Das bezieht sich nicht nur auf Personen, sondern natürlich auch noch auf Ebenen darunter - Pluralität wird auch im Innenleben gelebt, einerseits ganz wörtlich (plurale Systeme wie Geme selbst), andererseits aber auch im Sinne von "Verschiedene Hobbies einer Person dürfen nicht zu sehr zusammenpassen", und neue Interessensgebiete erschließen gehört einfach dazu. Wer das nicht alles absolut gar nicht tut, kann das natürlich auch als ein Extrem verkaufen.^^

      Die Bevölkerung spricht überwiegend chalanisch, es gibt zudem eine große nlakische Minderheit, und natürlich Sprengsel jeder anderen Sprache, eh klar.^^
      Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable. / / / You're forcing your norms on everyone else: You are normal. I am a freak: I will make you freak out.

    • Ich wollte hier nur mal dalassen, dass es mir mal wieder viel Spaß gemacht hat, Deinen letzten Post zu lesen Jundurg ^.^ Du postest sehr viel Content, und das ganze ist auch ziemlich komplex, da poste ich lieber etwas weniger, als wirklich dumme Fragen zu stellen... Naja, vielleicht wär das aber auch nicht so wild, keine Ahnung. Ich merke aber gerade, während ich mich durch Dein Material lese, dass ich tatsächlich noch nicht viel Plan von deinem, ich nenne es mal "Weltenkomplex" habe. Gut, dass Du diesen 'Inhaltsverzeichnis-Post' hast, ganz ehrlich!

      Bubadi, oder wie ich es mir vorstelle, gibt mir so leichte Vibes von alter Science-Fiction, wo man auch so von Utopien geträumt hat, in denen Leute in Gebäuden gelebt haben, die rechte simple geometrische Formen hatten, wie eben Pyramiden zum Beispiel. Wenn ich nur einen ganz konkreten Fall vor Augen hätte... naja, kommt sicher noch. (Edit: sowas hier zum Beispiel (ok, es sind Kugeln, aber you get the Idea) - 70sscifiart.tumblr.com/post/133172798621) Aber es ist schön, mit Edelsteinen geschmückte steinerne Gebäude, das Rauchmeer dazwischen...

      Die Möglichkeit, Wetter kontrollieren zu können, passt find ich absolut zum Wesen von Xooi (wie ich es jetzt verstanden habe), eben genau den Vorstellungen der Gründer*innen zu entsprechen, oder entsprechen zu sollen.

      Und übrigens, was ich beim Rumlesen erfahren hab, dieser Schutzzauber von Xooi scheint ja eine echt enorme Macht zu haben. Diese Zauberin Ztórna Giaz scheint ja dann auch enorme Kräfte zu haben, mich würd echt interessieren, wie es dazu kam ._. (also wie ist sie so mächtig geworden? Ist das sehr verbreitet, da wo sie herkommt (Stammt sie zufällig aus Issoy, oder sind das getrennte Projekte)? Und was kann sie noch :-))) Und dieser Weltenkomplex Xooi/ii ist ja, soweit ich das verstehe, vom Willen der Gründer*innen abhängig (oder mittlerweile selbstständig? Xoois Schutzzauber beschreibst Du ja als 'ultimative ISSO-Macht', also vielleicht ist er in der Lage, völlig ohne das Eingreifen der Gründer*innen Xooi unbegrenzt in seiner speziellen friedlichen Existenz zu halten). Nun ja, Fragen über Fragen ^.^

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    • Hey, freut mich. :)

      Joshuah schrieb:

      Bubadi, oder wie ich es mir vorstelle, gibt mir so leichte Vibes von alter Science-Fiction, wo man auch so von Utopien geträumt hat, in denen Leute in Gebäuden gelebt haben, die rechte simple geometrische Formen hatten, wie eben Pyramiden zum Beispiel.
      Huh. Ja, irgendwie kann ich das halb nachvollziehen - ich glaube, so geometrische Formen gab's vielleicht öfter mal auf Buch-Covers bei Science-Fiction, um einen Anstrich von "hypermodern" zu erwecken? Weiß nicht, wo die Erinnerung herkommt.

      Joshuah schrieb:

      Issoy, oder sind das getrennte Projekte)?
      Ooh, okay, das hätte ich vielleicht im Thread etwas klarer ausdrücken können. ;D Issoy ist einfach nur der frühere Name, so hab ich die Welt genannt, als ich sie im Forum zuerst vorgestellt hab. Das war schon ein bisschen tongue-on-cheek, weil damals gerade mal wieder lange Diskussionen dazu liefen, wie viel ISSO eine Welt haben darf. Also dachte ich mir, hm, meine Welt ist einfach Isso, schließlich kann ich bei allem immer sagen: Ja das ISSO, weil die Menschen das halt so haben wollten. Und hab dann noch ein Y drangehängt, als ich gemerkt habe, dass der bis dahin vorläufig gedachte Weltenname plötzlich kleben blieb... erst vor ein paar Jahren hat es mir dann gereicht, und ich habs leicht umbenannt, und beschlossen, mal neu anzufangen, und vieles altes rauszuschmeißen, was ich seit einem Jahrzehnt herumgeschleppt hatte, mir aber nicht mehr wirklich gefiel. Der chalanische Name der Welt ist Xyõ-iy (wenn ich mich richtig erinnere), aber weil das im Forum niemand aussprechen kann (und es mir auch nicht so leicht über die Zunge geht) hab ich es zu Xooi abgeschliffen für den Alltagsgebrauch. :) Wenn ich hier manchmal Issoy erwähne, dann geht es meist um Material, was ich aus der Welt rausgeschmissen hab.

      Joshuah schrieb:

      Ich merke aber gerade, während ich mich durch Dein Material lese, dass ich tatsächlich noch nicht viel Plan von deinem, ich nenne es mal "Weltenkomplex" habe.
      Ich hab mir auch relativ wenig Mühe gegeben, es einsteigsfreundlich zu machen. :pfeif: Ich versuche allerdings, wenn ich was neues bastle, es zumindest so zu machen, dass es einigermaßen für sich stehen kann. Aber natürlich geht das auch nicht immer.

      Und: So richtig Überblick hab ich selbst auch nicht unbedingt.^^ Immerhin hab ich so viel aus der Welt rausgeschmissen, dass ich überall so ein "hm ja da war früher mal dieses Land, aber eigentlich hab ich keine Ahnung ob das noch existiert in dieser Neufassung" hab. Von einem Kontinent, den ich komplett gestrichen hatte, hab ich mit Xzulo grade ein Land herausextrahiert um es wieder neu einzubauen. Aber die darumherumliegenden Gegenden? Keine Ahnung, ob/wann ich die recycle. :D

      Wenn ich an einen Punkt komme, wo das ganze Umbauchaos sich wieder etwas mehr zu einem ganzen zusammenfügt, dann kann ich vllt mal eine etwas geordnetere Vorstellung machen, aber im Moment hab ich da selbst nicht so Bock drauf; aber wenn was unklar ist, erklär ich's immer gern.^^

      Joshuah schrieb:

      Die Möglichkeit, Wetter kontrollieren zu können, passt find ich absolut zum Wesen von Xooi (wie ich es jetzt verstanden habe), eben genau den Vorstellungen der Gründer*innen zu entsprechen, oder entsprechen zu sollen.
      Ja, hier bin ich ganz ans Grundkonzept von 2008 zurückgegangen. Warum ist das Wetter so? Das ISSO, weil die das so wollen. (Von dem Konzept war ich jahrelang ziemlich weit weg, jetzt aber wieder. :) ) Ist vielleicht ein gutes Beispiel um die Welt zu erklären, denn Wetter ist was relativ allgegenwärtiges, was den Alltag durchdringt, und wenn sogar das gestaltet ist nach bestimmten Vorstellungen, sagt das was über die Mentalität aus. Hoff ich.

      Joshuah schrieb:

      Diese Zauberin Ztórna Giaz scheint ja dann auch enorme Kräfte zu haben, mich würd echt interessieren, wie es dazu kam ._.
      Also in-world gesprochen: Niemand weiß das; es gibt ein paar so Entitäten, die um so viel mächtiger sind als andere, dass es deren Vorstellungen übersteigt. Wer lange genug durchs Multiversum reist, trifft halt auch irgendwann mal Götter in einer Kneipe, irgendwie so...

      Out-world Bastelgeschichte: War ursprünglich ein Teil des verworrenen Stammbaums der Varréz-Familie, und zeitlich also sogar ein paar Generationen später angesiedelt. Das hab ich nie vorgestellt und ich war auch eher selbst verwirrt davon. Als ich dann für die Neuordnung Issoy->Xooi die Gründer*innen gebastelt hab, ist mir der Name wieder untergekommen, und mir fiel auf, dass es für die Erschaffung einer Welt Sinn macht, wenn da ein paar Leute dabei sind, die richtig mächtig sind. Und das dann auch ein paar Probleme löst, denn dann ist eben so etwas möglich wie ein Schutzzauber, der wirklich verbindlich ist, und nicht bei der nächsten Meinungsverschiedenheit wieder abgeändert wird.

      Es gibt noch paar mehr Figuren die sich auf diesem Level an Mächtigkeit befinden; sie haben gemeinsam, dass sie auch in anderen Dimensionen denken. Es war für Ztórna kein großes Lebensprojekt, das Paraboloid zu schaffen und diesen Schutzzauber zu wirken, sondern eher ein kleiner Gefallen unter Freund*innen. Aber sie hat sich sehr Mühe gegeben und nicht geschludert. ;D

      Und dann gab's da in irgendeiner ganz alten Kurzgeschichte (?? keine Ahnung wo) noch Milwigazia Elala, die mal eben "nur für ein paar Jahrtausende" ein Vulkan war. Andere Größenordnung eben.^^ Hab ich ursprünglich eher als 1-line-joke gebastelt, aber ich mochte die Vorstellung.

      Ich muss mir irgendwann Zeit und Nerven nehmen, um in die Charakter-Backgrounds mehr einzusteigen. Die Gründer*innen kommen ja teilweise aus Welten, die logisch quasi nicht kompatibel sind. Das verwirrt mich dann aber immer selbst. :hmm: Stell dir vor, du hast auf 4 Bildschirmen nebeneinander Star Trek, Herr der Ringe, eine Kinderzeichentrickserie und einen Diskussionspanel zwischen Philosophie-Professor*innen laufen, und die Figuren treffen plötzlich aufeinander und müssen sich irgendwie verständigen...

      Joshuah schrieb:

      Und dieser Weltenkomplex Xooi/ii ist ja, soweit ich das verstehe, vom Willen der Gründer*innen abhängig (oder mittlerweile selbstständig? Xoois Schutzzauber beschreibst Du ja als 'ultimative ISSO-Macht', also vielleicht ist er in der Lage, völlig ohne das Eingreifen der Gründer*innen Xooi unbegrenzt in seiner speziellen friedlichen Existenz zu halten)
      Der Schutzzauber schützt die Welt davor, ihren Grundcharakter zu verlieren. Der besteht weiter... es gibt darüber hinaus noch die zusätzliche Komponente dass er, um das zu tun, gelegentlich auch mal Leute einspannt, die dafür nützlich wären.

      Dass die Gründer*innen viel gestalten konnten, liegt daran, dass sie anfangs recht alleine waren, und dass sie ihre jeweiligen Ideen umsetzen wollten. Sobald die Welt dann einmal bewohnt war, lässt sich natürlich nicht mehr einfach alles umwerfen, und die Gründer*innen treten in den Hintergrund, mehr oder weniger. Sie genießen einen gewissen Respekt, aber haben keine politische Macht mehr, jedenfalls nicht offiziell. Da werden Entscheidungen dann kommunal getroffen.

      Also, um die Frage zu beantworten: Der Schutzzauber läuft von selbst ohne Eingreifen. Einige der Gründer*innen haben zusätzlich dazu noch ihre eigenen Schutzmaßnahmen gestartet für andere Bereiche. Das hab ich noch nicht so genau erforscht..

      ~

      Ich freu mich immer über Fragen, hab eher Sorge dass ich zu viel spamme.^^ Aber regelmäßig basteln tut mir im Moment einfach gut, und muss ja niemand lesen. ;)
      Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable. / / / You're forcing your norms on everyone else: You are normal. I am a freak: I will make you freak out.

    • Hi Jundurg, hab vielen Dank für Deine ausführliche Antwort auf meine Fragen ^.^ Ich fühl mich schon viel schlauer ;p


      Jundurg schrieb:

      Issoy ist einfach nur der frühere Name, so hab ich die Welt genannt, als ich sie im Forum zuerst vorgestellt hab. Das war schon ein bisschen tongue-on-cheek, weil damals gerade mal wieder lange Diskussionen dazu liefen, wie viel ISSO eine Welt haben darf. Also dachte ich mir, hm, meine Welt ist einfach Isso, schließlich kann ich bei allem immer sagen: Ja das ISSO, weil die Menschen das halt so haben wollten. Und hab dann noch ein Y drangehängt
      UFF, mir ist das nie aufgefallen, dass Issoy ja "isso" mit drin hat xD Okay, also ist Issoy einfach der frühere Name von Xooi/ii, und sie hat sich gewandelt seitdem. Got it ^.^


      Jundurg schrieb:

      Ich muss mir irgendwann Zeit und Nerven nehmen, um in die Charakter-Backgrounds mehr einzusteigen.
      Da bin ich echt gespannt muss ich sagen ^.^ Ich glaube, über die Welt(en), aus denen Deine Gründer*innen stammen, und ihre Geschichten habe ich bislang noch nichts gelesen (was nix heißen muss - wobei, was mir grad einfällt, Ngiana ist ein separates Projekt, oder? Ich weiß nicht, ob ich da auf dem Holzweg bin, aber könnte es auch sein, dass eine Gründer*in auch aus Ngiana stammt?)


      Jundurg schrieb:

      Stell dir vor, du hast auf 4 Bildschirmen nebeneinander Star Trek, Herr der Ringe, eine Kinderzeichentrickserie und einen Diskussionspanel zwischen Philosophie-Professor*innen laufen, und die Figuren treffen plötzlich aufeinander und müssen sich irgendwie verständigen...
      Also ich finde diese Vorstellung irgendwie sehr reizvoll xD Das bedeutet also, dass die Gründer*innen aus verschiedenen Welten stammen, die total verschieden sind, Hm. Aber den Leuten aus Deiner Metapher traue ich auf jeden Fall zu, das gut meistern zu können (kommt natürlich auch drauf an, wer genau jetzt aus den jeweiligen Welten/Universum das ähem, besondere Vorrecht hat, mit den jeweils anderen Weltenvertretern kommunizieren zu dürfen). Ja, wie gesagt, ich bin gespannt!